Abnehmen mit Kurkuma: Die fettverbrennenden Eigenschaften des Gewürzes

Kurkuma ist eine Gewürzpflanze, die vornehmlich in Asien und den Tropen angebaut wird. Auch als Gelbwurzel oder Gelber Ingwer bekannt ist das Gewürz sowohl frisch wie auch als getrocknetes und gemahlenes Pulver erhältlich und fällt vor allem durch seine leuchtend gelbe Farbe auf. Da Kurkuma (Curcuma longa) den Farbstoff Curcumin enthält verwundert die Farbe des Gewürzes nicht, doch Curcumin ist auch ein Wirkstoff, der den Stoffwechsel anregen kann und als heilendes Element auch bei der Schmerztherapie von Arthrosepatienten Anwendung findet. Kurkuma zum Abnehmen ist aufgrund dieses speziellen Inhaltsstoffes, der nur etwa 3 Prozent des Gewürzes ausmacht, so effektiv. Nun ist Kurkuma zwar eine anerkannte Heilpflanze, aber keine Wunderwaffe um die Pfunde purzeln zu lassen. Als Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung und sportlichen Aktivitäten bringt der regelmäßige Verzehr von Kurkuma jedoch den Stoffwechsel und auch die Verdauung in Gang.

​Abnehmen mit Kurkuma: So hilft das Gewürz bei der Fettverbrennung

Bei Stoffwechselproblemen kommt es oftmals zu Übergewicht und auch Fettleibigkeit kann zahlreiche Ursachen haben, denen Kurkuma positiv entgegenwirken kann. Auch beim Erreichen Ihres Wunschgewichts – auch ohne Erkrankung kann der Wunsch Abzunehmen schließlich da sein – kann Ihnen Kurkuma unterstützend zur Seite stehen.

Kurkuma hilft Ihnen Fett zu verlieren und zukünftige Fettansammlung zu verhindern

Kurkumas wichtigster Bestandteil, um beim Abnehmen erfolgreich zu sein, ist das Curcumin, denn es kann Fettansammlungen im Fettgewebe verhindern. Kurkuma kann Ihnen auch dabei helfen, Fett zu verbrennen, indem es bereits durch eine Anregung der Magensäuren und Magensäfte für eine beschleunigte Verdauung sorgt. Durch das Ankurbeln der Verdauung hat auch der Stoffwechsel mehr zu tun und das unangenehme Völlegefühl stellt sich nach dem Verzehr von Kurkuma gar nicht erst ein. Auch Heißhunger-Attacken weiß Kurkuma zu verhindern, indem es durch seine vorhandenen Bitterstoffe die Gallenproduktion anregt und somit auch die Leberaktivitäten beeinflusst. Beide Vorgänge sind maßgeblich mit dem Sättigungsgefühl verbunden und kurbeln die Fettverbrennung an. Durch Kurkuma fühlt man sich schneller satt und die Fettverbrennung läuft auf Hochtouren, denn das enthaltene Curcumin sorgt für eine Hemmung der Bildung von Fettzellen und für eine Beschleunigung des Abbaus von Fettzellen.

Kurkuma beschleunigt den Gewichtsverlust während einer Diät

Wieder ist es der Stoff Curcumin, der nicht nur gesundheitsfördernd ist, sondern vor allem für den Gewichtsverlust während einer Diät verantwortlich ist. Forschungsergebnisse, die im
European Journal of Nutrition vorgestellt wurden belegen, dass Curcumin erfolgreich bei adipositasbedingten Leiden zum Einsatz kam – sowohl behandlungsunterstützend als auch präventiv. Grund dafür scheinen die katalytischen Wirkungen von Curcumin zu sein, die sich auf den Insulinspiegel und Stoffwechselprozesse auswirken. Auch ist Curcumin ein Entzündungshemmer und kann chronische Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Diabetes – ein Leiden, das ebenfalls häufig mit Übergewicht einhergeht – oder Arthritis lindern. Fettleibigkeit ist im Grunde ebenfalls eine chronische Krankheit, die etwa in Verbindung mit einer Insulinresistenz stehen kann. Curcumin wirkt auf Zellebene jedoch genau gegen diese Resistenz. Auch die Tatsache, dass Curcumin nicht synthetisch hergestellt werden muss, da es in der Natur vorkommt und sehr günstig ist, scheint vielversprechend für zukünftige Präparate zum Abnehmen auf der Basis dieses Wirkstoffs. Auch kann man Kurkuma und somit das wirkungsvolle Curcumin bedenkenlos täglich und über einen langen Zeitraum zu sich nehmen. Dauerhaft in Ihre Ernährung integriert hilft Kurkuma nicht nur bei einem Gewichtsverlust, sondern auch vorbeugend gegen neue Kilos, indem es das Wachstum von neuen Fettzellen stoppt.

Kurkuma verbessert das Verdauungssystem

Kurkuma fördert einen gesunden Stuhlgang und verhindert Blähungen und Bauchschmerzen. Schon in der ayurvedischen Lehre ist die gelbe Knolle daher bereits seit Jahrtausenden bekannt, um das Verdauungssystem zu unterstützen. Kurkuma unterstützt eine gesunde Darmflora und sorgt dafür diese dauerhaft in gesunder Balance zu halten. Eine gesunde Darmflora mit einem intakten Bakterienhaushalt trägt Studien zufolge ebenfalls zu einer Gewichtsregulierung und Gewichtsreduktion bei. Curcurmin regt die Enzymproduktion im Verdauungstrakt an und verbessert somit die Spaltung der Nahrung in seine Einzelteile. Auch bei schmerzhaften Erkrankungen wie der Colitis ulcerosa, einer entzündlichen Darmerkrankung, soll Kurkuma schon positive Auswirkungen gezeigt haben. Die meisten Studien und Forschungen zum Zusammenhang von Kurkuma und der menschlichen Verdauung gehen jedoch auf Versuche ohne den Menschen zurück, so dass die Test im Labor oder an Tieren noch keine exakten wissenschaftlichen Fakten nennen können. Bei akuten, aber leichten Erkrankungen wie Blähungen etwa soll Kurkuma als Gewürz oder als Tee zubereitet jedoch Erfahrungsberichten zufolge schnelle Linderung verschaffen.

Gesundheitliche Vorteile von Kurkuma

Kurkuma ist seit geraumer Zeit als Heilpflanze bekannt und findet Anwendung bei Erkältungen, Verdauungsproblemen, bei Krebsleiden, reumatischen Erkrankungen oder Depressionene. Auch zur Regulierung von Cholesterin- und Blutzuckerspigel kann Kurkuma sich positiv auswirken. Die entscheidenden Wirkweisen von Kurkuma sind jedoch Folgende:

1. Kurkuma unterdrückt und heilt Entzündungen

Kurkuma hat nicht nur antivirale, antibakterielle und antioxidative Eigenschaften, sondern darüber hinaus auch entzündungshemmende. Nach dem Verzehr von Kurkuma wirkt sich dieses hemmend auf die sogenannten Prostaglandine aus. Prostaglandine sind Hormone, die oftmals der Auslöser für Entzündungen im Körper sind. Auch sorgt Kurkuma für eine Reduzierung der freien Radikale und stärkt so die körpereigene Abwehr, indem es als ein schützendes Antioxidans wirkt. Um sich gegen Entzündungen wehren zu können benötigt der Körper bestimmte Zellen, die sich gegen die erkrankten Zellen auflehnen. Kurkuma stimuliert diese guten Abwehrzellen, die sogenannten T-Zellen. Sowohl bei akuten Entzündungen etwa durch einen Insektenstich, einen Infekt oder eine Allergie ausgelöst, als auch bei chronischen Entzündungen scheint Kurkuma wirkungsvoll zu sein, denn Kurkuma verstärkt die Bildung von T-Zellen, die letztlich für die Abwehr und auch den Abtransport von kranken und befallenen Zellen verantwortlich sind. Präventiv hilft Kurkuma aufgrund seiner antioxidativen Wirkung. Ob die Entzündung äußerlich ist oder sich in Ihrem Inneren befindet ist Kurkuma dabei egal – jeder Entzündungsherd wird rasch abklingen.

2. Kurkuma verbessert die Magen-Darm-Gesundheit

Probleme mit dem Verdauungstrakt und dem Magen oder dem Darm sind häufig mit einer gestörten Verdauung im Allgemeinen und einer schlecht funktionierenden Fettverdauung im Speziellen in Verbindung zu bringen. Erkrankungen wie eine Magenschleimhautentzündung – eine sogenannte Gastritis – etwa können mit der Einnahme von Kurkuma geheilt werden, da sich die gelbe Knolle positiv auf die Produktion und Regulierung der Magensäfte auswirkt. Zwar nur an Mäusen getestet sind die Ergebnisse doch vielversprechend, die im Molecular Nutritional and Food Research vorgestellt wurden, denn einige Tage bevor die Tiere mit einem „darmschädigenden Faktor“ konfrontiert wurden bekamen sie bereits Curcumin verabreicht, was das Ausbrechen einer Entzündung im Darm komplett aufhalten konnte. Beim Reizdarmsyndrom und chronischem wie akutem Durchfall soll Kurkuma ebenfalls helfen und wird bisweilen sogar in der alternativen Medizin zur Behandlung von Darmkrebs verwendet. Auch zur Behandlung von Magengeschwüren kam Kurkuma schon mehrfach in Studien zum Einsatz. Bei Tests fanden Forscher in Thailand heraus, dass bereits nach einem Monat der Therapie mit Kurkuma die Magengeschwüre von manchen Probanden komplett eliminiert wurden. Je länger die Therapie andauerte, desto mehr Probanden waren von ihren Magengeschwüren geheilt.

3. Kurkuma kann bei der Behandlung und Prävention von Krebs helfen

Manche Krebserkrankung können auf chronische Leiden zurückgeführt werden. Sowohl zur Behandlung eines Krebsleidens als auch als Präventivmaßnahme kam Kurkuma bereits zum Einsatz. Eine Vielzahl an Forschern auf der ganzen Welt untersuchen seine Wirkkraft vor allem als Therapieansatz bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs und Lungenkrebs. Unter anderem scheint oxidativer Stress ein Faktor für die Erkrankung an Krebs zu sein. Da Kurkuma jedoch wie ein Schutzschild gegen oxidativen Stress wirkt, steht er auch in positivem Zusammenhang mit der Schutzwirkung vor Krebs. Bereits 500 mg Kurkuma am Tag in Kombination mit 5 mg Piperin eingenommen sollen einen Effekt haben. Kurkuma ist selbst ein Antioxidans kann jedoch bei der Einnahme auch weitere Antioxidantien wie Glutathion unterstützen. Die kombinierte Einnahme von Piperin und Kurkuma wird mittlerweile bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs eingesetzt und kann den „oxidativen Abbau von Fettsäuren bei Bauchspeicheldrüsenkrebspatienten umkehren“. Andere Untersuchungen legen nahe, dass Kurkuma auch zur Bekämpfung von Darmkrebs erfolgversprechend scheint. Durch das Verabreichen von Kurkuma-Extrakt in Kapselform konnte die GST-Aktivität um fast 60 % reduziert werden. Glutathion-S-Transferase – kurz GST – ist ein krebserregender Stoff.

Nährwertangaben

Kurkuma ist ein gesundes und sehr vielseitig einsatzbares Gewürz. Die folgenden Nährwertangaben beziehen sich auf 100 Gramm von herkömmlichem, gemahlenem Kurkumapulver

Kalorien

​356 kcal

​Kohlenhydrate

​58,2 g

​Fett

​9,9 g

​Proteine

​7,8 g

​Ballaststoffe

​6,7 g

Kurkuma ist zudem sehr reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Die Vitamine B1 (0,15 mg) und B2 (0,23 mg) sowie das wertvolle Vitamin C (26 mg) sind in Kurkuma enthalten. Die essentiellen Mineralstoffe und Spurenelemente Eisen (41,4 mg), Zink (4,4 mg), Magnesium (193 mg), Chlorid (220 mg), Mangan (10 mg), Schwefel (100 mg), Kalium (2525 mg), Kalzium (182 mg), Phosphor (268 mg) sowie Kupfer (0,2 mg) runden das Nährstoffprofil von Kurkuma ab. Kaum ein anderes Gewürz enthält so viel Kalium auf nur 100 Gramm. Mit einem Löffel Kurkuma am Tag haben Sie bereits die täglich empfohlene Dosis an Kalium abgedeckt. Kalium braucht der Körper im Übrigen, um den Blutzucker zu stabilisieren, den Stoffwechsel anzuregen und die Muskulatur zu stärken.

​Die richtige Verwendung von Kurkuma zum Abnehmen

Kurkuma erhalten Sie in jedem gut sortierten Supermarkt als frische Knolle oder auch als gemahlenes Pulver. In Reformhäusern, Apotheken und Drogeriemärkten können Sie zudem auch Kurkuma-Extrakt sowie Kurkuma-Kapseln erwerben. Egal in welcher Darreichungsform sollten Sie Kurkuma stets als Ergänzungen zu einer ausgewogenen Ernährung ansehen und nicht als Diät-Wunder-Waffe.​

Um Gewicht zu verlieren empfiehlt sich ein täglich frisch zubereiteter Kurkuma-Ingwertee, da sich die beiden Zutaten wunderbar bei der Gewichtsreduktion ergänzen. Auch bei Erkältungen und grippalem Infekt ist dieser Tee eine echte Wohltat. Zubereitet wird er aus 2 Teelöffeln gemahlenem Kurkuma, etwas frischem Ingwer und Wasser. Je nach geschmacklichen Vorlieben können Sie auch noch Honig hinzufügen. Übergießen Sie zunächst die Ingwerscheiben, die Sie zuvor von ihrer Schale befreit haben, mit heißem Wasser und geben anschließend das Kurkuma-Pulver und den Honig hinzu. Lassen Sie alles mindestens 10 Minuten durchziehen bevor Sie den Tee trinken.

Wann Sie Kurkuma vermeiden sollten

Kurkuma ist ein Stimulans: Schwangere und stillende Frauen sollten Kurkuma in hohen Dosen vermeiden. Sie können wieder vermehrt zu höheren Dosen von Kurkuma greifen, wenn Sie Ihre möglicherweise noch vorhandenen überschüssigen Pfunde nach der Schwangerschaft und nach der Stillzeit wieder loswerden möchten. Kurkuma enthält Oxalsäure. Chemische Oxalate – Salzverbindungen, die auch in Kurkuma vorkommen –sollen das Risiko von Gallensteinen erhöhen. Menschen mit Gallenproblemen und Nierensteinen sollten daher keine Kurkuma-Präparate und auch nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt frischen oder gemahlenen Kurkuma einnehmen. Menschen, die an saurem Reflux oder zu viel Magensäure leiden, sollten Kurkuma in hohen Dosen und auf leeren Magen ebenfalls vermeiden.

Fazit

Kurkuma ist und bleibt ein gesundes Gewürz, das täglich – mit wenigen Ausnahmefällen –auf Ihrem Speiseplan stehen sollte. Bereits geringe Mengen an Kurkuma decken den täglichen Bedarf an wichtigen Mineralstoffen ab, sorgen für ein gestärktes Immunsystem und helfen bei der schnelleren Genesung von antiviralen oder antibakteriellen Infektionen. Darüber hinaus hat Kurkuma durchweg positive Eigenschaften auf den Verdauungstrakt und den Stoffwechsel und sollte daher als gesunder Unterstützung während Ihrer Diät angesehen werden und kann auch präventiv eingenommen werden, um eine erneute Gewichtzunahme zu vermeiden. Die gesundheitlichen Vorteile von Kurkuma reichen doch weit über seinen Effekt während des Prozesses des Abnehmens hinaus, ist er schließlich zur Krebspräventionen und zur Heilung chronischer Krankheiten geeignet. Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, hinterlassen Sie gerne einen Kommentar oder teilen den Beitrag in den sozialen Netzwerken.


Sag uns deine Meinung in den Kommentaren und teile diesen Beitrag mit deinen Freunden.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.