Bioverfügbarkeit ist der Anteil eines Nährstoffs, der nach der Verdauung tatsächlich im Körper verfügbar ist und genutzt werden kann. Was ein Lebensmittel enthält, ist also nicht automatisch das, was bei dir ankommt.
Ein Beispiel der Verbraucherzentrale: Enthält ein Lebensmittel 2 mg Vitamin C, nimmt der Körper davon unter Umständen nur 0,5 mg auf. Bei sekundären Pflanzenstoffen ist die Aufnahme laut DGE sehr unterschiedlich. Phytosterole werden nur zu 0,4 bis 3,5 Prozent aufgenommen.
Was die Aufnahme beeinflusst:
- Zubereitung: Schonendes Erhitzen kann die Aufnahme von Beta-Carotin verbessern, bei Rohkost kann Zerkleinern helfen.
- Chemische Form: Eisen aus tierischen Lebensmitteln (Hämeisen) wird besser aufgenommen als pflanzliches.
- Hemmstoffe: Oxalsäure, Phytinsäure und Polyphenole können die Aufnahme einzelner Mineralstoffe bremsen. Koffein hemmt die Eisenaufnahme.
- Förderer: Vitamin C fördert die Eisenaufnahme. Fettlösliche Vitamine werden mit etwas Fett besser aufgenommen.
- Dein Körper: Ernährungszustand, Erkrankungen und der Zustand von Magen und Darm spielen mit.
Mehr ist nicht automatisch besser: Hohe Mengen kann der Körper oft nicht vollständig verarbeiten, und sie können die Aufnahme anderer Nährstoffe blockieren. Auch Werbung mit „höherer Bioverfügbarkeit“ sagt noch nichts über einen Gesundheitsnutzen. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass für verstärkte Curcumin-Produkte kein therapeutischer Nutzen nachgewiesen ist.
Mehr dazu: Kurkuma: Wirkung, Eisenhaltige Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel
Quellen
- Verbraucherzentrale: Bioverfügbarkeit von Nahrungsergänzungsmitteln: Was wirklich im Körper ankommt. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/bioverfuegbarkeit-von-nahrungsergaenzungsmitteln-was-wirklich-im-koerper-ankommt-116085
- DGE: Sekundäre Pflanzenstoffe und die Gesundheit. https://www.dge.de/wissenschaft/fachinformationen/sekundaere-pflanzenstoffe-und-die-gesundheit/
Bildquellen
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