Die Wirkung von Kurkuma: 20 gesunde Anwendungsgebiete

Kurkuma ist Ihnen vielleicht aus der asiatischen Küche, durch die auffällig orangegelbe Farbe bekannt. Doch Viele unterschätzen die Wirkung des Lebensmittels und reduzieren Kurkuma oft nur auf den charakteristischen Geschmack. Doch in den Anbaugebieten des Kurkumas, den Tropen und dem ganzen südasiatischen Raum, ist die Pflanze vor allem für ihre gesundheitsfördernde Wirkung bekannt. Mehr als 5.000 Jahre wird Kurkuma in Indien bereits als heilige Pflanze angesehen.

Nicht ohne Grund genießt diese Ingwerart in vielen asiatischen Ländern so hohes Ansehen. Durch das zunehmende Interesse an der potenziellen Heilwirkung dieser Pflanze, haben auch die Studien rund um Kurkuma, sowie die darin enthaltenen Wirkstoffe stetig zugenommen. Im folgenden Artikel „Kurkuma: 20 gesundheitliche Vorteile“ sollen Sie einen Überblick über die vielen Wirkungen des Kurkumas auf den eigenen Körper bekommen und so auch Schritt für Schritt die dafür verantwortlichen Inhaltsstoffe kennenlernen.

Kurkuma Wirkung: 20 gesundheitsfördernde Anwendungsgebiete

1. ​Kurkuma gegen Entzündungen

Jeder kennt Entzündungen, dieses unangenehme Krankheitsbild kann in den unterschiedlichsten Körperregionen und aufgrund verschiedenster Ursachen auftreten. Entzündungen werden dabei durch Reize ausgelöst, die beispielsweise aufgrund von Gewebeschädigungen bei thermischen Einwirkungen wie Verbrennung oder Unterkühlung auftreten können. Aber auch durch Antigene oder anderen Fremdstoffe kann eine Entzündungsreaktion ausgelöst werden. Die Entzündung selbst wird vom körpereigenen Immunsystem aus gestartet und entsteht prinzipiell in Anwesenheit verschiedener Entzündungsmediatoren, zu welchen unter anderem die Prostaglandine zählen.

Forscher haben daher intensiv an dem Mechanismus geforscht, der es auch der Kurkumapflanze möglich macht, beobachtete entzündungshemmende Eigenschaften zu entwickeln. Zwei Pharmazeutinnen der Universität des Saarlandes gelang es schließlich, die Wirkmechanismen des, im Kurkuma befindlichen Inhaltsstoffes, Curcumin zu entschlüsseln.  Dabei konnten die Wissenschaftlerinnen nachweisen, dass Curcumin eine gezielt antiinflammatorische, also eine antientzündliche, Wirkung auf den Organismus aufweist. Ähnlich dem Steroidhormon Cortison, welches üblicherweise bei schweren Entzündungen eingesetzt wird, jedoch viele schwere Nebenwirkungen aufweist, kann das natürlich vorkommende Curcumin ein entzündungsspezifisches Protein mit dem Namen GILZ (Glucocorticoid-induzierter Leuzin-Zipper) beeinflussen. Zuvor hatten Forschungen der beiden Wissenschaftlerinnen nachweisen können, dass dieses Protein in Zellorganellen für eine verstärkte Entzündungsreaktion verantwortlich ist. Dem Wirkstoff Curcumin könnte den Forscherinnen zufolge, auch in Zukunft ein großer Nutzen in Bezug auf die medikamentöse Entzündungshemmung zukommen (Hoppstädter, et al. 2016).

Wollen also auch Sie von den antientzündlichen Wirkungen von Kurkuma profitieren, dann sollten Sie die dafür empfohlene Tagesdosis von drei bis fünf Gramm Kurkuma zu sich nehmen. Bei dieser Dosis entfaltet Kurkuma eine verwertbare, antiinflammatorische Wirkung (Corp. 2017).

2. Erhöht die antioxidative Aktivität und bekämpft freie Radikale

Den Inhaltsstoffen des Kurkumas wird bereits seit langem eine antioxidative Wirkung nachgesagt. Hierunter versteht man die Vermeidung eines Zellschadens durch Oxidation, welche von freien Radikalen verursacht wird. Freie Radikale sorgen im Körper durch deren freie Elektronen für eine Vielzahl, schädlicher Prozesse. Freie Radikale wirken dabei besonders auf DNA, Fettsäuren aber auch auf Proteine und andere organische Bausteine. Durch die Reaktionsfreudigkeit der freien Radikalen können unterschiedliche krankhafte Prozesse auftreten, die beispielsweise für Atherosklerose, diverse Krebserkrankungen sowie neurodegenerativer Erkrankungen verantwortlich sind.

Eine Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Advances in Experimental Medicine and Biology, ging der Frage nach, wie ausgeprägt die antioxidative Wirkung des Polyphenols Curcumin sei, sowie der Frage, wie Curcumin seine antioxidative Wirkung im Körper entfaltet (Menon und Sudheer 2007).

Im Jahr 2000 erschien zudem bereits eine Studie der Mount Allison University, welche den antioxidativen Mechanismus von Curcumin beschrieb (Barclay, et al. 2000). Die Studienlage zeigt, dass die polyphenolen Verbindungen im Kurkuma als Antioxidantien freie Radikale hemmen und unschädlich machen. Die Forscher der Mount Allison University klärten dabei den Mechanismus auf, bei dem Curcumin als klassisches „phenolic chainbreaking antioxidant“ wirkt.

Doch neben der eigenen antioxidativen Wirkung des in Kurkuma enthaltenen Curcumins, konnten Wissenschaftler auch die Förderung der körpereigenen Antioxidantien nach Einnahme von Kurkuma nachweisen. Hierzu wurden Rattenversuche mit Curcumin durchgeführt. Es zeigte sich ein schützender Effekt hinsichtlich des antioxidativen Status der Tiere, bedingt durch die Anwesenheit von Curcumin (Bulmus, et al. 2013).

Sie sehen, viele Studien haben bereits das Thema Curcumin und die antioxidative Wirkung von Kurkuma aufgegriffen. Die Datenlage weist eine deutlich antioxidative Wirkung nach, die im Kampf gegen unterschiedlichste, teils schwere, Erkrankungen bedeutend ist. Sollten Sie sich dieses Wissen zu Nutze machen wollen, integrieren Sie Kurkuma doch regelmäßig in ihren Ernährungsplan um die beschriebene, antioxidative Wirkung zu nutzen.

3. Verbessert die Gehirnleistung und senkt das Risiko für Gehirnerkrankungen

Schätzungen von Forschern zufolge besteht das Gehirn des Menschen aus knapp 100 Milliarden Nervenzellen, Neurone genannt. Lernen Menschen, so wird davon ausgegangen, dass sich neue Nervenverbindungen (neuronale Vernetzungen) aufbauen. Dieses ausbalancierte und hochkomplexe System unterliegt einer Vielzahl an Regulationsmechanismen. Ein kleiner Fehler in diesem Netzwerk, kann zu fatalen Folgen führen. Die große Bedeutung der verschiedenen Hirnareale, und die mit ihnen verbundenen Funktionen sind auch der Grund für die Schwere neurologischer Erkrankungen. Doch was hat Kurkuma mit den Neuronen zu tun?

Für die Vernetzung der Neurone ist der Wachstumsfaktor BDNF von entscheidender Bedeutung. Der sogenannte „Brain-derived Neutrophic Factor“ ist ein Protein das nicht nur besehende Synapsen und Verbindungen schützt, sondern auch das Wachstum neuer neuronaler Verbindungen fördert (Acheson, et al. 1995). Auch spielt BDNF eine große Rolle bei der Funktion des Langzeitgedächtnisses (Bekinschtein, et al. 2008).

Kommt es zu einer Störung im BDNF-System, so können Studien zufolge unterschiedliche Krankheiten damit in Verbindung gebracht werden. Hier lassen sich beispielsweise Alzheimer, Chorea Huntington aber auch Demenz, Depression und Schizophrenie nennen (Zuccato und Cattaneo 2009), (Dwivedy 2009), (Phillips, et al. 1991).

Forscher der Universität Peking haben in einer Studie herausgefunden, dass Curcumin die Konzentration von BDNF erhöhen kann, und so neurodegenerativen Krankheiten vorbeugen kann. Zudem forschten Sie daran, wie sich Kurkuma auf Depressionen, Hypochondrie und Manien auswirkt (Xu, et al. 2006).

Auch heute sind noch viele Wissenschaftler mit der Erforschung der Wirkung von Curcumin auf das zentrale Nervensystem und dessen Erkrankungen beschäftigt. Doch die eine positive Wirkung ist unumstritten. Diese können auch Sie sich zu Nutze machen.

4. Senkt das Risiko für Herzerkrankungen

Entsprechend den Top-10 Todesursachen weltweit halten sich Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems auch weiterhin auf den obersten Plätzen. So ist der Herzinfarkt zusammen mit dem Schlaganfall der Grund für die meisten Todesopfer. In den letzten 15 Jahren hat sich dieser alarmierende Zusammenhang auch nicht geändert. So sind weltweit alleine 15 Millionen Menschen an den Folgen von solchen Gefäßerkrankungen gestorben.

Dieser Umstand ist umso allarmierender, da schon geringe Änderungen im alltäglichen Leben eine deutliche Verbesserung der Prognose für solche Erkrankungen bedeuten kann (World Health Organization 2017).

Eine Studie im International Journal of Cardiology untersuchte die protektive Wirkung von Curcumin auf kardiovaskuläre Erkrankungen. Die Wissenschaftler gingen davon aus, dass die antiinflammatorische, antioxidative und antikarzinogene Wirkung des Polyphenols Curcumin, in Verbindung mit der antithrombotischen Wirkung, eine Schutzfunktion gegenüber dem Herzen ausübt. Die Wissenschaftler kamen zu dem Entschluss, dass zwar verschiedene Wirkungen des Curcumins bereits gut erforscht sind, jedoch die Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System noch gänzlich unerforscht waren. Die Forscher vermuteten jedoch auch eine Schutzfunktion vor Diabetes induzierten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bedingt durch die antioxidative Wirkung von Curcumin. Tierexperimente konnten zudem zeigen, dass durch Curcumin, bei Krankheiten wie kardiale Hypertrophie aber auch Herzversagen bessere Prognosen zu erwarten seien. Wie diese Tierergebnisse auch auf den Menschen übertragbar sind, werden zukünftige Studien zeigen (Wongcharoen und Phrommintikul 2009).

Fest steht jedoch, durch Kurkuma können Sie Ihre Herzgesundheit positiv beeinflussen. Zudem sei laut Experten auch eine hohe Dosis von 12 Gramm pro Tag von geringer Toxizität und von wenig Nebenwirkungen begleitet (Wongcharoen und Phrommintikul 2009, S. 149).

5. Kann Krebs verhindern oder sogar bekämpfen

Unterschiedliche Studien legen nahe, dass nur rund 5-10 Prozent der Krebsursachen auf genetische Faktoren zurückzuführen sind. Somit ist ein überwiegender Teil der Krebsursachen auf den individuellen Lebensstil und auch auf Umweltfaktoren zurückzuführen.

Genau hier setzten viele Studien an, um den Lebensstil so positiv zu beeinflussen, dass die Entstehung von Krebserkrankungen so unwahrscheinlich wie möglich wird. Dabei sind Forscher auf der ganzen Welt immer auf der Suche nach Lebensmitteln und deren Inhaltstoffen, die die Krebsentwicklung hemmen, verhindern oder sogar bekämpfen.

Eine Studie des „Cytokine Research Laboratory“ der University of Texas ging der Frage nach, welche Möglichkeiten Curcumin in der Bekämpfung und Vermeidung von Krebserkrankungen bieten könne.

Dabei konnten die Wissenschaftler feststellen, dass das Polyphenol Curcumin das Potenzial habe, eine Vielzahl an Krebserkrankungen hemmen zu können. Darunter sind Krebsarten wie Leukämie, Hautkrebs, Knochenkrebs aber auch Brustkrebs und Gehirntumore sowie Weitere vertreten.

Darüber hinaus hat Curcumin laut der Studie die Fähigkeit, mit unterschiedlichsten molekularen Zielstrukturen zu interagieren. Darunter eine Vielzahl von Enzymen, Rezeptoren, inflammatorischen Zytokinen und anderen Strukturen und Molekülen.

Genau diese Vielfalt, so vermuten die Forscher, geben dem Curcumin die Möglichkeit, gegen unterschiedlichste Krebserkrankungen auf verschiedensten Angriffswegen zu wirken (Anand, et al. 2008).

Curcumin, ein Hauptbestandteil des Kurkumas bietet also wissenschaftlichen Studien zufolge die Möglichkeit, gegen verschiedenen Krebserkrankungen auf biologischem Weg vorgehen zu können. So bietet Kurkuma eine biologische, gut verträgliche und relativ anwendungssichere Möglichkeit um in Zukunft als Mittel gegen unterschiedliche Krebserkrankungen eingesetzt zu werden. Bis gesicherte Studien den Einsatz als Medikament möglich machen, können Sie von dieser Wirkung schon jetzt profitieren, indem Sie regelmäßig versuchen, Kurkuma in ihre Ernährung zu integrieren.

​6. Kann möglicherweise Alzheimer verhindern oder bekämpfen

Wir haben bereits die Anwendung und Wirkung von Kurkuma und dem darin enthaltenen Curcumin in Bezug auf die Bildung des Wachstumsfaktors BDNF besprochen. Nun hat Kurkuma Forschungen zufolge eine besonders positive Wirkung auf die Gehirnerkrankung Morbus Alzheimer.

Forscher die Wirkung von Curcumin auf die Zusammensetzung von Plaques im zentralen Nervensystem nachweisen. Die für die Entstehung von Alzheimer nachgewiesenen Plaques könnten demnach durch den Einfluss von Curcumin in ihrer Struktur verändert werden. In welcher Form die Wirkung jedoch genau besteht ist aktuell noch Gegenstand intensiver Forschungen (Zhang, et al. 2006).

Doch Kurkuma kann auch präventiv gegen das Auftreten von Alzheimer wirken, so eine Studie. Grund für die intensive Forschung auf dem Gebiet ist die stark abweichende Erkrankungszahl je nach Kontinent. So sind in den Vereinigten Staaten im Vergleich zu Indien fast 4,5-mal so viele Menschen von Alzheimer betroffen. Forscher gingen daher der Frage nach, in welcher Form die Wirkung von Kurkuma Einfluss auf die Erkrankungszahlen genommen hat. Eine Studie aus dem Jahr 2006 wies die positive Wirkung von Kurkuma auf die kognitiven Fähigkeiten nach. Hierbei wurden 1010 Studienteilnehmer zwischen 60 und 93 Jahren getestet. Die Patientengruppe die regelmäßig Kurkuma zu sich nahm, konnte mit weitaus besseren kognitiven Fähigkeiten aufwarten (Mishra und Palanivelu 2008).

Grund dafür könnte, den Forschern zufolge, die antiinflammatorische sowie die antioxidative Wirkung von Curcumin sein. Durch die Eigenschaft von Curcumin, die es dem Polyphenol ermöglicht die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, kann es direkt im Gehirn wirken und dort seine beschriebenen Eigenschaften entfalten (Mishra und Palanivelu 2008).

Kurkuma kann also nachweislich die kognitiven Fähigkeiten erhöhen, das Risiko für Alzheimer senken und zugleich bei bereits bestehender Krankheit therapeutisch wirksam sein. Nutzen Sie dieses Wissen für sich, um sich bereits so früh wie möglich gegen Alzheimer zu wappnen.

​7. Senkt das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen

Neben den bereits besprochenen Wirkungen des Kurkuma Gewürzes auf das Herz, entfaltet Kurkuma seine Wirkung auf das gesamte Kreislaufsystem. Grund für die meisten kardiovaskulären Erkrankungen sind unter anderem negativ veränderte Blutwerte wie beispielsweise erhöhte Triglyceridwerte sowie erhöhte Cholesterinwerte. Denn diese Blutwerte sind dafür verantwortlich, dass sich an der Innenwand der Gefäße sogenannte Plaques ablagern können.

Diese Plaques können einerseits Gefäße verschießen und somit die Blutzufuhr unterbrechen, aber auch dafür verantwortlich sein, dass Embolien auftreten. Im Vergleich zur Gefäßverengung können Plaques auch fortgeschwemmt werden. Verengt sich das Gefäß, verkeilt sich der Plaque, der Embolus wird zum Thrombus, und so wird wiederum die Blutzufuhr unterbrochen. Die Ernährung und körperliche Fitness ist also zu einem großen Teil an der Entstehung von Plaques beteiligt. Neben Herzinfarkten, könnten auch Lungenembolien, Schlaganfälle und andere embolische Ereignisse wie beispielsweise Venenthrombosen vermieden werden. Um den Cholesterinspiegel und auch den Triglyceridspiegel positiv zu beeinflussen, haben Studien Kurkuma als besonders wirksam beschrieben. So konnte beispielsweise gezeigt werden, dass durch die regelmäßige Einnahme von Curcumin der LDL- sowie der Gesamtcholesterinwert im Blut deutlich gesenkt werden könne.

Durch die Aktivitätsminderung von LDL kann unter anderem die Entstehung von Plaques, aber auch der Elastizitätsverlust von Gefäßen vermindert werden. Einer Studie zufolge kann so durch Curcumin, das Risiko an Atheroskerose zu erkranken, deutlich gesenkt werden (JL, et al. 2002).

Durch Curcumin können Sie also effektiv gegen schlechte Blutwerte vorgehen. So können Sie Ihren Körper auf dem Weg zu einem gesunden Lebensstil aktiv unterstützen und sich selbst vor kardiovaskulären Erkrankungen schützen.

8. Hilft Osteoporose besser behandeln und kontrollieren zu können

Die Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung bei Menschen höheren Alters. Statistiken zeigen, dass 80 Prozent der an Osteoporose erkrankten Personen postmenopausale Frauen sind. Doch nicht nur die hormonellen Änderungen sind für die Stoffwechselerkrankung des Knochens verantwortlich, sondern auch entzündliche rheumatische Erkrankungen sind für die Entstehung einer osteoporotischen Knochenveränderung verantwortlich. So kann nur ein geringer Teil der Patienten mit der Diagnose rheumatoider Erkrankungen gesunde und kräftige Knochen aufweisen. Denn bei rheumatoider Arthritis kann bereits im ersten Jahr die Knochendichte um 10 Prozent abnehmen.

Da die antiinflammatorische Wirkung von Kurkuma bereits seit vielen Jahren bekannt ist, haben sich viele Wissenschaftler an Studien beteiligt, um die Wirkung von Kurkuma auf osteoporotische Knochen zu untersuchen.

Eine 2015 veröffentliche Studie zeigte, dass Curcumin neben seiner antiinflammatorischen Wirkung auch maßgeblich hemmend auf die Zellreifung von Osteoklasten wirkt. Osteoklasten sind Knochenzellen, die für den Abbau von Knochensubstanz verantwortlich sind. Durch die Hemmung der Osteoklasten, mittels Curcumin, konnten Wissenschaftler den verringerten Abbau von Knochen nachweisen. Ebenso konnte in der Studie gezeigt werden, dass durch Curcumin die Apoptose, der programmierte Zelltod, der Osteoklasten signifikant gesteigert werden konnte (Fujiang, et al. 2015).

Curcumin ist also in der Lage, knochenabbauende Zellen zu hemmen und Osteoporose aufgrund verschiedener entzündlicher Ursachen zu verhindern. Sollten Sie also an Osteoporose leiden oder an einem Frühstadium wie beispielsweise Osteopenie, so können Sie durch regelmäßige Kurkumaeinnahme diese Knochenkrankheit frühzeitig bremsen und sogar effektiv behandeln.

9. Hilft rheumatoide Arthritis zu behandeln und kontrollieren zu können

Rheumatoide Arthritis gilt als die häufigste entzündliche Gelenkserkrankung. Die Erkrankung verläuft oft schleichend und wird erst in späteren Stadien symptomatisch auffällig. Weltweit liegt die Zahl der Erkrankten bei rund 0,5-1 Prozent. Alleine in Deutschland sollen laut Schätzungen rund 800.000 Menschen betroffen sein.

Der Grund für den Ausbruch der rheumatoiden Arthritis ist weitgehend ungeklärt. Bekannt ist, dass es sich um eine Autoimmunreaktion handelt, die eine Entzündungsreaktion an Gelenksknorpeln hervorruft.

Ein Artikel der Arthritis Foundation beschäftigt sich mit dem Thema, inwiefern sich Kurkuma, mit seinen antiinflammatorischen Eigenschaften, auf die Behandlung von rheumatoider Arthritis auswirkt. Aus Studien ist bekannt, das der Wirkstoff Curcumin Zytokine, die bei Entzündungen freigesetzt werden, hemmt. Unter anderem ist hier das Zytokin COX-2 betroffen. Im Jahr 2006 konnte eine Studie nachweisen, dass Curcumin eine hemmende Wirkung auf Gelenksentzündungen besitzt (Bengmark 2006). In einer Pilotstudie aus dem Jahr 2012 wurde ein Curcumin basiertes Medikament mit dem Namen BCM-95 getestet, welches positive Wirkungen hinsichtlich der Schwellung, der Entzündungsreaktion und der Schmerzen bei Patienten mit rheumatoider Arthritis zeigte. Die Arthritis Foundation empfiehlt bei der Behandlung von rheumatoider Arthritis eine Curcumin Dosierung von 500 Milligramm zweimal täglich (Arthritis Foundation 2017).

Sollten also auch Sie an rheumatoider Arthritis leiden, so können Sie sich Kurkuma als natürliche Arznei zu Hilfe nehmen, um einerseits gegen die Schmerzen, andererseits gegen die Symptome vorzugehen.

10. Hilft Depressionen entgegenzuwirken

Alleine im Jahr 2011 waren 65,5 Millionen Menschen mit der Diagnose Depression konfrontiert. Die klinische Depression ist eine psychische Störung, die den affektiven Störungen zugeordnet wird und von der zweimal mehr Frauen als Männer betroffen sind.

Neben genetischen Ursachen sind auch konkrete, genetische Abweichungen im Gespräch. Aus der Neurobiologie ist bekannt, dass eine gesicherte Ursache, eine gestörte Signalübertragung der Neurotransmitter Serotonin, Dopamin sowie Noradrenalin ist.

Eine Studie aus dem Jahr 2003 konnte den Zusammenhang des bereits erwähnten Wachstumsfaktors BDNF mit klinischen Zeichen depressiver Verstimmungen herstellen. Dabei wurden drei Patientengruppen mit unterschiedlichen Stadien der klinischen Depression, hinsichtlich des Serumwertes an BDNF untersucht. So konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass ein niedriger BDNF-Wert vermehrt zu depressiven Erkrankungen führt (Shimizu, et al. 2003).

Des Weiteren konnte durch verschiedene Studien nachgewiesen werden, dass Curcumin steigernd auf den Wachstumsfaktor BDNF wirkt. Die Studie weist vor allem darauf hin, dass durch eine Curcumin bedingte Erhöhung des hippocampalen BDNF’s eine antidepressive Wirkung erzielt werden kann. Die Studie legt somit nahe, dass Curcumin ein potentes, gut dosierbares und nebenwirkungsarmes Antidepressivum sein kann. In Zukunft könnten so spezielle Medikamente auf natürlicher Basis für die Behandlung von Depressionen auf dem Arzneimittelmarkt verfügbar sein (Hurley, et al. 2012).

Sollten auch Sie an depressiven Verstimmungen leiden oder depressiven Stimmungslagen entgegenwirken wollen, so sollten Sie den Versuch wagen, Kurkuma häufiger als Lebensmittel zu verwenden. Durch das enthaltene Curcumin können Sie auch jahreszeitenbedingte Verstimmungen, wie beispielsweise Winterdepressionen, besser überbrücken.

11. Hilft Diabetes zu stoppen, zu behandeln und zu kontrollieren

Diabetes hat sich auch in Zentraleuropa bereits zu einer Volkskrankheit entwickelt. Weltweit sind bereits 425 Millionen Menschen an Diabetes mellitus erkrankt, das entspricht rund 8,8 Prozent der Weltbevölkerung. Die Weltregion mit der höchsten Prävalenz hinsichtlich des Diabetes mellitus ist zweifelsohne Nordamerika mit 11 Prozent bezogen auf die Gesamtbevölkerung. Diabetes mellitus Typ-2 ist eine Erkrankung, die entsteht, wenn betroffene Personen zu hohe Dosen an Zucker zu sich nehmen. Aus den hohen Dosen resultiert die regelrechte Abstumpfung der verantwortlichen Rezeptoren, was dazu führt, dass nichtmehr genug Insulin für die aufgenommene Zuckerdosis produziert wird. Der nicht gebundene Zucker führt zu einer systematischen Gefäß- und Organschädigung (Statista 2017).

Eine Studie die im Fachblatt Diabetes Care im Jahr 2012 präsentiert wurde zeigte den wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen der Wirkung von Curcumin und der Entwicklung von Diabetes mellitus Typ-2.

Die Studie untersuchte 240 Patienten die allesamt die Diagnose Prädiabetes erhielten, eine Vorstufe von Diabetes mellitus. Nachdem eine Patientengruppe neun Monate mit Placebos behandelt wurde, zeigte sich, dass 16,9 Prozent der untersuchten Patienten Typ-2-Diabetes entwickelten. Die Patientengruppe, die über die neun Monate mit Curcumin behandelt wurde, wies keinen einzigen Ausbruch von Diabetes mellitus Typ-2 auf. Die Wissenschaftler schlussfolgerten, dass der Ausbruch von Diabetes mellitus Typ-2 durch die konsequente Einnahme von Curcumin verhindert werden kann.

Diese Erkenntnis dürfte Curcumin in Zukunft eine wichtige Rolle in der medikamentösen Prävention von Diabetes mellitus Typ-2 zukommen lassen (Chuengasamarn, et al. 2012).

Sollten Sie an Diabetes leiden, so können Sie sich und Ihrem Körper etwas Gutes tun und vermeiden, das zu hohe Blutzuckerwerte Ihre Organe nachhaltig schädigen. Durch die richtige Behandlung mit der Unterstützung von Curcumin können Sie Diabetes assoziierten Erkrankungen wie beispielsweise Neuropathien, Retinopathien oder Leberfibrosen vorbeugen.

12. Hilft chronisch altersbedingte Erkrankungen zu behandeln

Neben demenziellen Erkrankungen gehören auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Arthrosen, Bluthochdruck sowie Diabetes, Osteoporose und Rheuma zu den typischen Alterserkrankungen. Kurkuma kann durch die Kurkuminoide, sowie die enthaltenen ätherischen Öle, wie beispielsweise Zingiberen, Curcumol und Tumeron, positive Auswirkungen auf Alterungsprozesse in Zellen entfalten (Chrubasik-Hausmann 2017).

Kurkuma kann Studien zufolge eine der typischen Alterserkrankungen, den Bluthochdruck, deutlich senken. Bluthochdruck ist eine der Hauptursachen für kardiovaskuläre Folgeerkrankungen. Im Journal of Renal wurde eine Studie veröffentlich, in der Forscher herausfanden, dass oral eingenommener Kurkuma, den systolischen Blutdruck von Patienten deutlich senken kann.

Vor allem bei übergewichtigen Menschen kann es durch einen ausgeprägten Diabetes mellitus dazu kommen, dass im Körper zu viel Insulin vorliegt. Studien zufolge kann durch die Anwesenheit des Insulins, eine Hemmung des atrialen natriuretischen Proteins (ANP) stattfinden. ANP wird dabei speziell vom Herzen produziert, um den Blutdruck bei Bedarf regulieren zu können. Übergewicht kann auf diesem Wege zu einem chronisch erhöhten Blutdruck führen, welcher vor allem kardiovaskuläre Risikopatienten vor ein ernstes Problem stellen kann. Durch die mögliche Wirkung von Curcumin, Übergewicht entgegenzuwirken, kann so auch eine häufige Ursache für Bluthochdruck bestmöglich vermieden werden (Pivovarova, et al. 2012).

Die meisten Alterserkrankungen lassen sich durch eine gesunde Ernährung und einen sportlichen Lebensstil vermeiden oder zumindest lindern. Dabei ist es wichtig auch auf die richtigen Lebensmittel und deren Wirkungen zu achten. Kurkuma kann Ihnen dabei helfen, viele Ursachen von typischen Alterskrankheiten bereits im Vorhinein zu vermeiden, um Sie gar nicht erst in die Situation zu bringen, von anderen Medikamenten und Therapien abhängig zu werden.

​13. Bekämpft Magen-Darm-Beschwerden (IDS, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)

Kurkuma wirkt auf viele Organsysteme, so ist auch die Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt keinesfalls zu vernachlässigen. Studien legten nahe, dass Curcumin eine gallenblasenkontrahierende Wirkung im Verdauungssystem entfaltet. Diese Wirkung wurde nach der ersten Beschreibung durch Ultraschalluntersuchungen nachgewiesen. Weiters konnte nachgewiesen werden, dass die Wirkung auf die Gallenblase, bezogen auf die Stärke, maßgeblich von der Intensität des eingenommenen Polyphenols Curcumin abhängt (Rasyid und Lelo 1999).

Durch die antiinflammatorische Wirkung, die bereits auf andere Organsysteme wirksam ist, versuchten Wissenschaftler in Studien auch die Wirkung von Kurkuma auf die entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn zu ergründen. Im Jahr 2005 erforschten New Yorker Ärzte die Wirkung von Curcumin auf zehn Patienten die unter Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn litten, beiden Erkrankungen liegen entzündliche Ursachen zugrunde. An der Studie nahmen jeweils fünf Morbus Crohn Patienten und fünf Patienten mit Colitis ulcerosa teil. Beide Gruppen bekamen unterschiedliche Dosierungen von Curcumin verabreicht. Es zeigte sich nach einem Zeitraum von zwei Wochen, dass beide Patientengruppen weniger verschreibungspflichtige Medikamente zu sich nehmen mussten und sich deren Verdauungstrakt deutlich erholt hatte. So konnten beide Studiengruppen besser geformten Stuhl, weniger Schmerzen und besseres Wohnbefinden nachweisen. Anschließend angefertigte Blutuntersuchungen zeigten, dass die Entzündungswerte der beiden Patientengruppen deutlich zurückgingen und wieder einen Normalwert erreichten. Am Ende der Studie konnten vier von fünf Patienten über ein deutlich besseres Verdauungssystem berichten (Holt, Katz und Kirshoff 2005).

Eine weitere Studie konnte nachweisen, dass Kurkuma-Pulver aus getrockneten Kurkumawurzeln bei einer Behandlungsdosis von vier mal zwei Kapseln täglich eine deutliche und statistisch relevante Besserung des Reizdarm-Syndroms bewirken kann (Thamlikitkul, et al. 1989).

Durch die Wirkung von Kurkuma, können Sie entzündlichen Darmbeschwerden entgegenwirken und damit Ihrer Körpermitte eine deutliche, gesundheitliche Entlastung verschaffen.

14. Fördert die Hautgesundheit

Die Haut gilt als das größte Organ des menschlichen Körpers. Viele Personen fürchten sich vor allem aufgrund der Sichtbarkeit vor unangenehmen Hautkrankheiten. Darüber hinaus können Hautkrankheiten nicht nur gefährlich, sondern auch sehr stören und schmerzend sein und mehr oder weniger überall am Körper auftreten.

Ein typisches Beispiel für Hauterkrankungen ist die Schuppenflechte (Psoriasis). In einer offenen Studie sind von Forschern 20 Patienten mit einer 1%igen Curcumincreme behandelt worden. Dabei konnte die Entzündungsfloridität durch die Hemmung der ATP-Phosphorylase sowie der Phosphortransferase ebenso gelindert werden wie bei einem Vitamin D3-Analogon. Dabei besserten sich auch unterschiedliche Klinische, histologische sowie auch histochemische Parameter (Heng, Song und Heng 2000).

Einer Studie der Universität Texas zufolge, kann Kurkuma die Produktion von Signalstoffen wie beispielsweise dem Tumornekrosefaktor-a (TNF) hemmen. Daher, so die Wissenschaftler, ist Curcuma eine Chance für bisher behandlungsresistente Patienten mit der Diagnose Psoriasis (Aggarwal, Gupta und Sung 2013 ).

Auch gegen die sogenannte Wießfleckenkrankheit (Vitilago), kann Kurkuma helfen. Die Entstehungsmechanismen dieser Hauterkrankung sind noch nicht abschließend geklärt, es wird jedoch von einer Autoimmunreaktion ausgegangen, die die Melanozyten der Haut zerstört, was zu einer Depigmentierung führt. Forscher vermuten die Wirkung von Curcumin auf Vitilago durch die Reduktion von oxidativem Stress, was den Melanozyten die Möglichkeit gibt, die Produktion von Hautpigmenten wiederaufzunehmen (Schallreuter und Rokos 2006).

Kurkuma wirkt jedoch Studien zufolge auch bei der wohl schwersten Hauterkrankung, dem Melanom, besser bekannt als Hautkrebs. Forscher haben zeigen können, das Curcumin das Potential hat, das Wachstum von entarteten Hautzellen (Krebszellen) zu vermindern.  Ebenso konnte nachgewiesen werden, dass durch die Anwendung von Kurkuma, der Zelltod in Krebszellen ausgelöst werden könne. Curcumin kann dabei die Hautkrebszellen förmlich „austrocknen“ lassen. Dazu kommt es, durch die hemmende Wirkung des Curcumins auf den Kernfaktor-kappa B sowie durch die inaktivierende Wirkung des Curumins auf das Protein IKK. Durch diese molekularen Prozesse, kann Curcumin effektiv gegen Hautkrebszellen vorgehen (Jiang, et al. 2015).

Nutzen auch Sie für Ihre Hautgesundheit die Wirkung des Kurkumas, um ihr Hautbild zu erhalten, zu verbessern oder gegen unterschiedlichste Krankheiten vorzugehen.

15. Fördert den Gewichtsverlust

Übergewicht ist ein großes Problem, mit dem oft fatale Folgeerkrankungen einhergehen. So ist Diabetes mellitus längst zu einer Volkskrankheit geworden, die immer mehr Länder betrifft. Die Gewichtszunahme kann durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst werden, oft sind jedoch Umstände wie Ernährung und Lebensweise entscheidend für die Entstehung von Übergewicht.

Forscher konnten nachweisen, dass Kurkuma an der Modulierung unterschiedlicher, für Übergewicht ausschlaggebender, Faktoren maßgeblich beteiligt sein kann. Curcumin kann dabei über unterschiedliche Signalwege im Körper wirken und beispielsweise den Blutzuckerspiegel, den Insulinspiegel, Hyperglykämien, Hyperlipidämien sowie entzündliche Vorgänge beeinflussen.

Ergebnisse einer Studie legten nahe, dass die Neuentstehung von Blutgefäßen, die auch Fettzellen mit Nährstoffen versorgen, durch Kurkumin gehemmt wird. So konnte durch Curcumingabe bei Mäusen gezeigt werden, dass nach 12 Wochen fettreicher Ernährung die Gruppe von Mäusen, die zusätzlich Kurkuma bekam, deutlich weniger an Gewicht zulegte (Ejaz, et al. 2009).

Die Wirkung von Kurkuma auf den Gewichtsverlust ist also wissenschaftlich belegbar und kann in Experimenten reproduziert werden. Wollen auch Sie Kurkuma nutzen um Fett zu verlieren, dann sollten Sie so oft als möglich Kurkuma in Ihre Gerichte integrieren.

16. Bekämpft Menstruationsbeschwerden

Menstruationsbeschwerden äußern sich nicht nur in körperlichen Beschwerden, sondern können auch psychische Symptome umfassen. Das prämenstruelle Syndrom, kurz PMS, umfasst dabei das komplexe Beschwerdebild, welches 4 bis 14 Tage vor der eigentlichen Menstruation auftritt. Hierbei kommen nicht nur Stimmungsschwankungen, sondern auch eine Vielzahl an körperlichen Symptomen wie Ödeme, Durchfall, Migräne etc. zusammen. Eine klinische Studie ging der Wirkung von Curcumin bei der Behandlung des PMS nach. Es wurden zwei Gruppen gebildet, wobei eine Personengruppe Curcumin erhielt, während die andere Gruppe ein Placebo bekam. Nach drei Menstruationszyklen wurde eine Auswertung veranlasst, die ergab, dass Curcumin durch die antientzündliche Wirkung, einer Schmerztherapie gleichkam. Auch konnten durch das Curcumin Stimmungsschwankungen verringert werden, was durch die regulative Funktion des Curcumins auf unterschiedliche Neurotransmitter begründet werden konnte (Khayat, et al. 2015).  

17. Beugt zystischer Fibrose vor

Die zystische Fibrose, oft auch Mukoviszidose genannt, ist eine Erbkrankheit, die sich darin äußert, das Chloridkanäle in Körperzellen Fehlfunktionen aufweisen. Dadurch kommt es zu einer zählen Schleimbildung, da die Zellen nicht in der Lage sind, mittels Osmose Wasser in die Zellen zu befördern, um den Schleim so zu verdünnen. So ist vor allem das Sekret im Bronchialbereich des Atmungstraktes für Patienten einschränkend.

Eine amerikanisch-kanadische Studie legte im Wissensjournal „Science“ Ergebnisse vor, nach denen Kurkuma in der Lage sei, therapeutisch auf die Erkrankung Mukoviszidose zu wirken. Forschern der Universität Yale gelang es, in Tierversuchen die Genmutation mittels Kurkuma entscheidend zu verändern und so deren schädliche Wirkung zu vermindern.

Durch ein Protein, dass nicht aus den Zellen geschleust werden kann, kommt es unter anderem zur besagt zähen Schleimbildung. Curcumin konnte in hohen, aber noch erträglichen Dosen, dazu beitragen, das entsprechende Protein aus der Zelle, vorbei an körpereigenen Kontrollmechanismen zu schleusen, wo es seiner normalen Funktion nachgehen kann. Forscher sehen in der Therapie mit Kurkuma eine Chance, Patienten mit der schweren Diagnose Mukoviszidose noch besser helfen zu können (Egan, et al. 2004). Wenn Sie also jemanden kennen sollten der an dieser Erkrankung leidet, so machen Sie diese Person doch auf die Erkenntnisse hinsichtlich des Curcumins aufmerksam.

18. Kurkuma wirkt gegen hohen Cholesterinspiegel 

Ein hoher Cholesterinspiegel kann viele Krankheiten hervorrufen, die unter Umständen nachhaltig das eigene Leben negativ beeinflussen. Durch zu hohe Cholesterinwerte können beispielsweise arterielle Verschlüsse, Venenthrombosen, Schlaganfälle, Herzinfarkte und viele weitere Erkrankungen auftreten. Viele dieser Erkrankungen führen nicht gleich zum Tod, sind jedoch auf Dauer akut lebensbedrohlich.

Um hier frühzeitig entgegenzuwirken weisen Wissenschaftler auf die Wirkung von Kurkuma hin.

Eine Studie zum Wohlstandssyndrom zeigte, dass eine 7-tägige Einnahme von 0,5 Gramm Curcumin bei den Versuchspersonen die Lipidoxidase im Blutserum um 33 Prozent senken kann. Auch kann das Curcumin in der genannten Dosierung den Gesamtcholesterinspiegel um 12 Prozent verringern (Soni und Kuttan 1992).

Durch die Behandlung mit Curcumin konnte der Gesamt-Cholesterinspiegel also deutlich gesenkt werden, was unter anderem Erkrankungen wie Schlaganfällen, Herzinfarkten, sowie Aneurysmen vorbeugen kann. Nutzen Sie dieses Wissen für sich und halten Sie ihr Kreislaufsystem gesund.

19. Wirkt als natürliches Schmerzmittel

Kurkuma kann gegen die unterschiedlichsten Arten von Schmerzen wirken. Dies zeigen mehrere Studien die sich mit dem Zusammenhang zwischen Kurkuma und einer natürlichen Schmerztherapie auseinandergesetzt haben.

Vielleicht kennen Sie die Schmerzen einer degenerativ, rheumatischen Erkrankung, die für Patienten teilweise unerträglich sein können. In zwei Studien wurde die Wirkung von Curcumin-Sojalecetin-Kombinationen auf die Schmerzstillung bei Patienten mit der Diagnose „degeneratives Rheuma“ untersucht. Mit insgesamt 150 Patienten wurden Testungen durchgeführt wobei das Kurkumaextrakt zur konventionellen Therapie ergänzend eingesetzt wurde. Es zeigte sich, dass sich die Beschwerden bei Patienten, die zusätzlich das Kurkumaextrakt erhielten, deutlich weniger ausgeprägt waren als bei den Patienten, die allein mit der Standardtherapie behandelt wurden (Belcaro, et al. 2010). Ebenfalls konnte in einer anderen Studie nachgewiesen werden, dass bezogen auf die schmerztherapeutische Wirkung, Kurkumaextrakt Ibuprofen in keiner Weise nachsteht (Kuptniratsaikul, et al. 2009).

Sollten Sie also an Schmerzen leiden, so könnten Sie möglicherweise zu einem natürlichen Präparat greifen, anstatt gleich herkömmliche Schmerzmittel zu verwenden.

​20. Schützt die Leber und entgiftet den Körper

Die Leber schützt als Organ nicht nur vor Giften, sondern sorgt auch dafür das Stoffwechselprodukte die den Körper verlassen müssen, sicher ausgeschleust werden. Dabei ist es wichtig, die Leber gesund und vital zu halten. Durch den ständigen, direkten Kontakt mit Toxinen, kann die Leber Schaden nehmen und unter Umständen irreversibel zerstört werden.

Wissenschaftler haben 2009 untersucht, wie sich Kurkuma auf die Stoffwechselprozesse der Leber auswirkt und wie sich so Leberschäden durch Kurkuma wieder regenerieren lassen. Die Studie konnte nachweisen, dass das im Kurkuma enthaltene Polyphenol Curcumin die Leber vor Schäden durch Aflatoxine (Pilzgifte), Eisenüberdosierungen, Erythromycin sowie Ethanol etc. schützen kann. Auch Schäden, die aufgrund von entzündlichen Lebererkrankungen auftreten, also beispielsweise Schäden durch Hepatitis, können durch die antiinflammatorischen Wirkungen von Curcumin verhindert oder zumindest verringert werden (Rivera-Espinoza und Muriel 2009).

Durch die Einnahme von Curcumin lassen sich Studien zufolge also Schäden durch zu hohe Schadstoffbelastungen in der Leber vermeiden oder mindern. Sollten Sie also einer Leberschädigung vorbeugen wollen, so könnte die Einnahme von Curcumin Studien zufolge wirksam helfen.

Fazit: So gesund ist Kurkuma wirklich

Kurkuma ist nicht grundlos seit mehr als 1.500 Jahren im asiatischen Raum so beliebt. Die umfangreichen Wirkungen von Kurkuma und dem enthaltenen Polyphenol Curcumin bieten vielen Erkrankungen auf natürliche Weise die Stirn. Kurkuma kann dabei helfen, ein besseres, gesünderes und möglicherweise auch längeres Leben zu führen. Nach wie vor wird an der Wirkung von Kurkuma geforscht um herauszufinden, welche gesundheitlichen Vorteile das Ingwergewächs noch hervorbringen kann.

Der Artikel hat Ihnen hoffentlich einen guten Überblick über die Wirkungen und Inhaltsstoffe des Kurkumas gegeben und kann Ihnen in Zukunft dabei helfen, Ihren Ernährungsplan Bewusster zu gestalten. Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, empfehlen Sie diesen gerne weiter, um auch Ihren Freunden und Ihrer Familie die facettenreiche Wirkung des Kurkumas nicht vorzuenthalten.

​Quellen und weiterführende Links


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