Antioxidantien: So wichtig sind sie für unseren Körper

 

 

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Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte sind ganz ohne Zweifel wichtige Bestandteile unserer täglichen Nahrung. Beschäftigt man sich ein bisschen mit Gesundheit, Ernährung und Körperpflege dann taucht ein Wort immer wieder auf - Antioxidantien. Wir wissen alle das sie für unseren Körper ganz toll sind und viele wunderbare Dinge vollbringen. Doch was genau sind Antioxidantien eigentlich? Woher kommen sie und was haben sie mit unserer Gesundheit zu tun? Und was sind eigentlich die bösen freien Radikale vor denen uns alle warnen? In welchem Zusammenhang stehen sie mit den Antioxidantien?

Heute wollen wir den Schleier einmal etwas lüften und hinter die Kulissen der kleinen Wunderwaffe unseres Körpers schauen.

Was sind Antioxidantien?

Antioxidantien sind in unserem Körper die Ritter in weißer Rüstung. Sie fangen freie Radikale ab, verhindern damit oxidativen Stress und helfen dabei die natürlichen Zellfunktionen aufrecht zu erhalten. Sie werden teilweise vom Körper selbst gebildet und zu einem anderen Teil durch Nahrung aufgenommen. Im Idealfall ist das Verhältnis zwischen Antioxidantien und freien Radikalen gut ausbalanciert. Gerät dieses Gleichgewicht durch falsche Ernährung oder äußere Umwelteinflüsse aus dem Gleichgewicht dann wird unser Körper anfällig für Krankheiten aller Art, unser Immunsystem funktioniert nicht mehr richtig und irreparable Zellschäden sind die Folge. Heutzutage finden wir Antioxidantien auch als Nahrungsergänzungsmittel in den Supermarktregalen.

Antioxidantien sind aber nicht nur gut für unseren Körper. Auch in der Lebensmittelindustrie, bei Kosmetika und in der Pharmaindustrie werden sie seit langem erfolgreich als Zusatzstoffe eingesetzt um Lebensmittel, Beautyprodukte und Medikamente haltbar zu machen. Viele Produkte würden sonst beim Kontakt mit der Luft oxidieren und rasch verderben oder ihren Geschmack und das Aussehen verändern. Darüber hinaus haben sie auch eine Funktion als Stabilisatoren oder Emulgatoren. Lebensmittel die viel Fett enthalten gelten als sehr schnell verderblich. Antioxidantien  zögern das Ranzigwerden dieser Lebensmittel hinaus. Sie verhindern das Fruchtsäfte ihren Geschmack und andere Lebensmittel ihre Farbe verändern. Doch sie machen ein Produkt auch nicht unbegrenzt haltbar. Irgendwann sind die Antioxidantien verbraucht und das Produkt verdirbt. In der Nahrungsmittelindustrie findet man vor allem Vitamin C (Ascorbinsäure) und Vitamin E (Tocopherole) häufig in der Liste der Inhaltsstoffe. Doch auch synthetisch hergestellte Antioxidantien wie Zitrate und Gallate kommen häufig zum Einsatz. Zusatzstoffe in Form von Antioxidantien finden wir auf vielen Verpackungen: Backwaren, Speiseöle, Fertigsaucen, Eis, Fertigsuppen und viele mehr werden mit ihrer Hilfe haltbar gemacht. Eine Liste der Zusatzstoffe wie wir sie in den Inhaltsangaben auf den Verpackungen finden und viele weitere spannende Fakten zu Antioxidantien als Zusatzstoffe gibt es hier: (https://www.lebensmittellexikon.de/a0000780.php)

Video: Antioxidantien erklärt

​​Liste: ​​​Vorkommen von Antioxidantien

Antioxidantien werden in zwei große Hauptgruppen unterschieden. Zum einem gibt es die wasserlöslichen und zum zweiten die fettlöslichen Radikalfänger. Die wasserlöslichen finden wir vor allem im Blut und im Zellwasser, wohingegen die fettlöslichen vornehmlich im Bereich der inneren und äußeren Zellwände wirken. Die bekanntesten und bedeutendsten Antioxidantien sind die Vitamine A, C und E, Beta Carotin, Selen, Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Carotinode und Anthocyane.

Vitamin C

Vitamin C – auch Ascorbinsäure genannt - ist der Superheld unter den Antioxidantien und gehört zu den wasserlöslichen Radikalfängern. Es ist ein essentieller Nährstoff, was bedeutet, dass der menschliche Körper ihn nicht selber produzieren kann sondern er über die Nahrung zugeführt werden muss. Vitamin C ist hoch effektiv und verhindert außerdem das andere Vitamine oxidieren und sorgt somit dafür das diese potent bleiben. Vitamin C finden wir in besonders hoher Konzentration in Zitrusfrüchten, Kohl, Paprika, Brokkoli, Spinat, Tomaten, Grünkohl, Guave, Melone, Kiwi, Papaya und Erdbeeren. Es hilft dem Körper außerdem bei der Aufnahme von Eisen und hält Knochen und Zähne gesund. Vitamin C wird sehr häufig von der Nahrungsmittelindustrie als Zusatz verwendet um die Nahrungsmittel vor Oxidation zu bewahren und länger haltbar zumachen. Ein Mangel an Vitamin C  führt zu Skorbut. Hier sind besonders das Bindegewebe, die Knochen und Knorpel betroffen. Auch entzündetes Zahnfleisch und des Gaumens ist oftmals auf Vitamin C Mangel zurückzuführen. Da es wasserlöslich und nicht hitzeresistent ist geht ein Großteil des im Obst und Gemüse enthaltenen Vitamins beim Waschen oder Einweichen und auch beim Kochen verloren. Die höchste Konzentration an Vitamin C finden wir im Gehirn, in der Leber, in der Lunge, im Herz und in den Nieren.

Vitamin E

Vitamin E – auch Tocopherole in der Fachsprache - schützt uns vor altersbedingten Erkrankungen und neuesten Studien zufolge auch vor Krebs. Es wird nur in Pflanzen produziert. Der menschliche Körper ist nicht in der Lage es selber herzustellen. Es ist ein fettlösliches Vitamin und kommt vor allem in pflanzlichen Ölen, Nüssen, Mandeln, Leinsamen, grünem Blattgemüse Kohl, Schwarzwurzeln und Avocado vor. Den höchsten Anteil an Vitamin E haben dabei Weizenkeimöl, Mandeln, Sonnenblumenkern, Haselnüsse, Erdnüsse, Spinat, Brokkoli, Kiwi und Mango.Wenn Vitamin E ein Elektron an ein freies Radikal abgibt, also selber oxidiert, dann kann es durch Vitamin C wieder regeneriert werden. Muskelschwäche und Störung der Nervenfunktion sind eine Folge von Vitamin E Mangel.

Vitamin A

Vitamin A – Retinol - zählt zu den fettlöslichen Vitaminen. Vitamin A hält unsere Haut, Schleimhäute und vor allem die Augen gesund. Vitamin A ist immens wichtig für die Hautbildung, Glättung von Falten, Zellregeneration, z.B. bei der Narbenheilung und die Elastizität der Haut. Es wird in der Haut zu Vitamin A Säure umgewandelt und löst die oberste Hautschicht. Das wiederum regt zur Neubildung von Hautzellen an. Wir finden es als Provitamin A, also als eine Vorstufe von Retinol, besonders in Karotten, aber auch Paprika, Brokkoli, Tomaten und Spinat. Provitamin A wird von unserem Körper dann zu reinem Vitamin A umgewandelt. Retinol ist essentiell für den Sehvorgang denn es ist ein wichtiger Bestandteil der Sehfarbstoffe. Ein Mangel an Vitamin A führt oftmals zu Nachtblindheit, rauer und schuppiger Haut und Falten.

Selen

Selen ist kein Vitamin sondern ein Spurenmineral und auch das einzige Mineralstoff der als Antioxidans gilt. Selen ist ein essentieller Nährstoff und hat einen wichtigen Stellenwert in unserem Antioxidativen Schutzsystem. In Studien wurde der hemmende Einfluss von Selen auf die Zellteilung von bösartigen Zellen nachgewiesen. Es kann außerdem Schwermetalle wie Cadmium oder Quecksilber im Körper neutralisieren. Auch hält es die Funktion des Pankreas aufrecht. Paranüsse, Weizenkeime, Melasse, Sonnenblumenkerne und Vollkornbrot sind sehr reich an Selen.

Lycopin

Lycopin zählt zu der Gruppe der Carotinoide (wie auch Beta Carotin). Es ist ein Farbstoff der für die gelbe, orange und rote Farbe vieler Pflanzen verantwortlich ist. Wir finden es vor allem in der Tomate. Studien haben erwiesen das uns der Farbstoff effektiv vor Schlaganfällen schützt. Auch wirkt es Sonnenbrand sowie oxidativem Stress entgegen und senkt den Gehalt von LDL-Cholesterin im Blut.

Beta Carotin

Beta Carotin gehört zu der großen Gruppe der Carotinoide, den pigmentierten Bestandteilen in Obst und Gemüse. Es ist eine Vorstufe von Vitamin A und wird vom Körper zu Vitamin A umgewandelt. Es  Es ist besonders reichlich in Spinat, Karotten, Kürbis, Brokkoli, Süßkartoffeln, Tomaten, Melonen, Pfirsichen und Körnern enthalten.

Q10

Coenzym Q10 ist ein zentraler Bestandteil des Atemsystems. Es steigert die Energie und stärkt das Immunsystem. Es ist hochwirksam und zählt zu den fettlöslichen Antioxidantien. Q10 ist vor allem gut bei Herzkrankheiten und Bluthochdruck. Q10 ist in natürlicher Nahrung nur in sehr geringen Mengen zu finden. Nennenswerte Mengen finden sich in Mandeln, Walnüssen, grünem Blattgemüse, Brokkoli, Erdnüssen, Weizenkeimen, Vollkornbrot und Soja. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist oftmals ein Mangel an Q10 die Ursache.

Flavonoide

Flavonoide sind pflanzliche Stoffwechselprodukte mit wirksamen antioxidativen Eigenschaften. Die gesundheitsfördernden Auswirkungen von Flavonoiden sind in den letzten zehn Jahren intensiv erforscht worden. Eine wirksame sind zum Beispiel Proanthocyanidin, Rutin, Hisperidin und Quercetin. Die Wissenschaft hat mittlerweile Tausende von Bioflavonoiden registriert und etwa 4000 davon charakterisiert. Flavonoide sind dafür bekannt die Blutgefäße vor Schäden durch Cholesterin zu schützen. Es kommt in vielen Obst- und Gemüsesorten vor, in Beeren und vielen Getränken. Sicher hat jeder schon einmal davon gehört das ein Glas wein am Tag sehr gesund sein soll. Wein enthält genau wie Tee und Fruchtsäfte eine hohe Anzahl an Flavonoiden.

Anthocyane

Anthocyane sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe die Blüten und Früchten eine rote, violette und dunkelblaue Färbung verleihen. Sie gehören zu den Flavonoiden, den sekundären Pflanzenstoffen. Blaue Trauben, Usambaraveilchen, Rotkohl, Auberginen, Kirschen, Brombeeren und Heidelbeeren sind besonders reich an diesen Pflanzenstoffen. Anthocyane schützen uns vor UV-Strahlen und festigen die feinen und empfindlichen Blutgefäße im Auge. Auch wirken sie entzündungshemmend und gefäßschützend. Leider haben sie nur eine geringe Bioverfügbarkeit, das heißt der menschliche Körper kann sie nur schwer aufnehmen. Heutzutage sind etwa 250 verschiedene Anthocyane bekannt.

OPC

OPC wird aus den Kernen von Weintrauben gewonnen. Schon im Mittelalter gehörten Trauben zu den Heilbringern bei Hautkrankheiten, Schmerzen, Entzündungen und Infektionen. Sie gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Es ist das stärkste bekannte Antioxidans und sorgt unter anderem für eine schnellere Wundheilung, ist sehr wirksam im Kampf gegen Neurodermitis, kräftigt das Haar und schützt die Augen. OPC wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, antikarzinogen, anti-allergisch (histamindämmende Wirkung) und gefäßerweiternd (sorgt für eine reibungslosen Abtransport von verbrauchtem Cholesterin). Auch hilft es bei prämenstruellen Beschwerden. Es lindert hier Regelschmerzen und Stimmungsschwankungen. Außerdem wird es zur Behandlung von Krankheiten des Nervensystems eingesetzt. Auch ist es in der Lage Kollagenverbindungen, also die Basis unseres Bindegewebes zu stärken und damit für eine Straffung unserer Haut zu sorgen. OPC ist sowohl fett- als auch wasserlöslich was ihm ein breites Einsatzspektrum beschert.

Was sind freie Radikale​?

Antioxidantien sind chemische Verbindungen die Oxidationsprozesse verhindern. Das klingt jetzt erst einmal ziemlich chemisch und das ist es im Grunde auch. Was genau steckt hinter diesem Vorgang? Sauerstoff ist für das Leben auf der Erde unabdingbar. Alle Lebewesen auf der Erde sind von ihm abhängig und man weiß das schon bei kurzer Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr schwere Schäden an Organen oder dem Gehirn entstehen können. Wir Menschen brauchen den Sauerstoff unter anderem zur Energiegewinnung. Indem unser Körper ihn umwandelt entstehen wichtige Sauerstoffgruppen die für unseren Körper lebensnotwendig sind. ​

Aber bei diesem Vorgang entstehen auch aggressive Sauerstoffradikale. Diesen Vorgang nennt man Oxidation. Chemisch gesehen bedeutet Oxidation nichts weiter als das bei einer chemischen Reaktion ein Atom, Ion oder Molekül ein Elektron abgibt. Ein anderer Stoff nimmt dieses Elektron dann auf. In einer stabilen Molekülverbindung treten Elektronen immer paarweise auf. Die aggressiven freien Radikale haben eine ungerade Anzahl an Elektronen. Das macht sie instabil und besonders reaktionsfreudig (aggressiv) und damit auch zu einem Problem. Denn sie neigen dazu in Sekundenbruchteilen mit allem zu reagieren was ihren Weg kreuzt. Und dabei gehen sie vollkommen rücksichtslos vor. Sie holen sich die fehlenden Elektronen aus den Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten unseres Körpers. Und das sind genau die Bausteine aus denen unser gesamter Körper besteht. Dabei könen sie massive Schäden an Zellmembranen und der DNA anrichten. Werden gesunde Moleküle unseres Körpers also durch diesen Elektronenraub dazu gezwungen ein Elektron abzugeben dann schädigt das unsere Körperzellen und damit unseren Körper. Und ist die Zellmembran erst einmal durchbrochen dann können die freien Radikale auch den Zellkern, also die DNS angreifen und zerstören. Die Ausmaße der Angriffe von freien Radikalen auf unseren Körper sind fast unvorstellbar.

Die zig Billionen Körperzellen die wir haben werden täglich tausende Male angegriffen. Freie Radikale sind die Hauptursache für Alterungsprozesse und schwere Krankheiten. Schlechte Angewohnheiten wie Rauchen und Alkoholkonsum, erhöhter Stress, Medikamente und Belastungen aus der Umwelt erhöhen die Anzahl der aggressiven Teilchen und ihrer Angriffe um ein vielfaches. Freie Radikale entstehen in unserem Körper auf ganz natürliche Art durch Stoffwechselvorgänge die mit Sauerstoff zu tun haben. Sie werden aus diesem Grund auch Oxidantien genannt. Im täglichen Leben können wir den Vorgang der Oxidation gut an einem aufgeschnittenen Apfel beobachteten, dessen Schnittstelle braun wird. Stress lässt die Anzahl von freien Radikalen förmlich explodieren.

​Und jetzt kommen die Antioxidantien ins Spiel. Sie sind in der Lage ein Elektron abzugeben und können somit die Oxidantien neutralisieren. Innerhalb einer optimalen Umgebung und mit einer gesunden Ernährung besteht ein Gleichgewicht zwischen den Oxidantien und den Antioxidantien und unsere Zellen erleiden keinen Schaden. Leider ist es so gut wie unmögliche diese optimalen Verhältnisse zu schaffen. Luft- und Wasserverschmutzung, Elektrosmog, Chemikalien, eine mangelhafte Ernährung die meisten nur noch aus Fast-food und aus zu viel Zucker, Fett und Salz besteht, Stress im täglichen Leben und andere Umwelteinflüsse stellen den Körper vor die unlösbare Aufgabe mehr freie Radikale bekämpfen zu müssen als Radikalfänger zu Verfügung stehen. Die freien Radikale schwirren also ungehindert einher und stehlen Elektronen aus gesunden Hautzellen. Nun ist das erst einmal ein vollkommen natürlicher Vorgang bei dem unser Körper mit Hilfe von Sauerstoff Energie gewinnt.

Aber dieser natürliche Vorgang ermöglicht eben auch die Entstehung von freien Radikalen. Aufgrund der Strukturveränderungen bei der Oxidation. Die aggressiven freien Radikale werden sogar von unserem Körper nutzbringend eingesetzt indem er im Zuge der Immunabwehr Viren und und Bakterien bekämpft. Außerdem reinigen sie unseren Organismus von abgestorbenen Zellen. Würde das nicht passieren dann würde unser Körper an den abgestorbenen Zellen verschlacken und anfällig für andere, schwere Krankheiten werden. Erst ab einer zu hohen Anzahl von freien Radikalen wird es für unsere Körperzellen wirklich gefährlich. Sind die freien Radikale erheblich in der Überzahl und die Kettenreaktion kann nicht aufgehalten werden dann spricht man von oxidativem Stress. Ein freies Radikal braucht nur Bruchteile einer Sekunde von seiner Entstehung bis es ein anderes noch intaktes Molekül attackiert. Freie Radikale können in unserem Körper rasend schnell ganze Kettenreaktionen auslösen. Dieser sogenannte oxidative Stress ist die Hauptursache für vorzeitige Hautalterung, graue Haare, schlechte Haut, Erkrankungen aller Art, Erschöpfung und Erinnerungslücken.

​Oxidativer Stress und was man dagegen tun kann

Um oxidativen Stress vorzubeugen muss man für ein Gleichgewicht zwischen Antioxidantien und freien Radikalen sorgen. In unserer stressbeladenen Zeit ist es wichtig sich gesund, abwechslungsreich und ausgewogen zu ernähren. Mit der Nahrung werden ja auch die meisten Antioxidantien aufgenommen die dabei helfen oxidativen Stress zu vermeiden.

Also eine Ernährung die geladen ist mit Antioxidantien ist der wichtigste Schritt. Viel frisches Obst und Gemüse auf dem Teller sorgen täglich für die nötige Portion an Antioxidantien um den Körper im Kampf gegen die freien Radikale zu unterstützen. Dann sollte man alle schlechten Angewohnheiten bleiben lassen. Versuche den Stress im Alltag zu reduzieren, lebe bewusster, iss langsamer und vermeide unnötigen Alkohol- und Zigarettenkonsum. Viele Krankheiten wie Magen-Darm-Probleme, Tinnitus oder Herz-Rhythmus-Störungen entstehen durch psychischen Stress. Zeitdruck, zu viel Arbeit, Auseinandersetzungen mit Arbeitskollegen, Ärger in der Familie oder Streit mit Freunden lassen Stress schnell zu etwas dauerhaftem werden mit dem wir täglich umgehen müssen. Mehr Gelassenheit und ein effizientes Stressmanagement verhelfen uns wieder zu innerer Ausgeglichenheit. Übrigens hilft Sport oder ein Spaziergang an frischer Luft wunderbar dabei Stress abzubauen, wieder durchzuatmen und produziert ganz nebenbei noch Glückshormone.

Was genau tun ​die einzelnen Antioxidantien für unseren Körper?

Die Wissenschaft wurde auf die Antioxidantien sehr schnell aufmerksam als sich herausstellte das Menschen in den südlichen Ländern Europas ein geringeres Risiko für Herzerkrankungen haben als die Menschen in den nördlichen Teilen des Kontinents. Zugeschrieben wurden diese bessere Gesundheit der sogenannten Mediterranen Kost der südlichen Länder. Diese ist bekannt für den hohen Gehalt an Nüssen, Samen, Hülsenfrüchten, Vollkorn und Olivenöl. Es gibt zahlreiche Studien die die mediterrane Kost eindeutig mit besseren Blutdruckwerten und dem verringerten Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten und Schlaganfälle in Verbindung bringen.

Werfen wir einen Blick auf die positiven Eigenschaften von Antioxidantien.

1. Sie senken das Krebsrisiko

Etwa 80 bis 90 Prozent aller Krebserkrankungen werden durch Umweltfaktoren hervorgerufen. Rauchen und falsche Ernährung erhöhen das Krebsrisiko um 30-60 Prozent. Eine Vielzahl an Studien belegen die positive Wirkung bei der Aufnahme von Antioxidantien aus der Nahrung auf Krebs. Frisches Obst und Gemüse das reich an den Antioxidantien A, C und E ist vermindern laut der Studien das Krebsrisiko erheblich. Sowohl die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) als auch die Deutsche Krebsgesellschaft sprechen sich eindeutig für eine Ernährung aus die hohe Anteile an Antioxidantien enthält. Besonders Anthocyane, also der blaue Farbstoff in vielen Früchten und im Gemüse ist für seine hohe Wirksamkeit zur Vorbeugung von Krebs bekannt. Er stimuliert Entgiftungsenzyme, lindert Entzündungen und hilft dabei die Ausbreitung von Krebszellen zu reduzieren. Genaueres über Antioxidantien und ihr Wirkung auf Krebszellen kann man auf der Seite des Arnold Hilger Institutes bei Interesse nachlesen. Dort findet man auch weiterführende Links zu einzelnen Studien. (http://arnold-hilgers-institute.com/tl/antioxidantien-und-krebs-eine-wissenschaftliche-dokumentation.html)

2. Sie vermindern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck

Veränderungen der Arterien wie zum Beispiel Verkalkung, Verdickung und Elastizitätsverlust sind die entscheidenden Faktoren für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Sie entstehen durch ein Zuviel an Cholesterin, Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen oder einem erhöhten Harnsäurespiegel. An all diesen Prozessen sind freie Radikale maßgeblich beteiligt und der Auslöser. Antioxidantien verhindern die Oxidation des Cholesterins und damit Arteriosklerose. Ein Experiment bei dem die Teilnehmer alle unter zu hohem Blutdruck litten, zeigte die Wirksamkeit von Vitamin E. Alle Teilnehmer mussten über einen Zeitraum von einem Monat täglich 50g Mandeln essen. Mandeln haben eine besonders hohen Anteil von Tocopherol, also Vitamin E. Nach dem Monat wurde im Blut aller Teilnehmer ein wesentlich höherer Spiegel an Antioxidantien festgestellt. Alle Teilnehmer hatten einen besseren Blutfluss und eine niedrigeren Blutdruck. Bei Personen mit Bluthochdruck wurden auch in anderen Studien erhöhter oxidativer Stress nachgewiesen. Mit dem erhöhten Verzehr von Obst und Gemüse wird der Blutdruck gesenkt und damit ernsthaften Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgebeugt. Eine entsprechende Studie ist hier zu finden: (https://www.infomed.ch/screen_template.php?articleid=615&screenissueid=188)

3. Sie schützen unsere Haut und unseren Körper vor vorzeitiger Alterung

Freie Radikale greifen die Hautzellen an. Die Anzahl an Zellschäden nimmt zu und die Haut schafft es nicht mehr sich zu regenerieren. Die Folge davon sind nachlassende Spannkraft und mit ihr kommen die Falten. Wenn unsere körpereigenen Systeme nicht mehr dazu in der Lage sind die Schäden einzudämmen und zu reparieren dann nimmt das Ausmaß des Schadens immer mehr zu und die Ressourcen unseres Körpers, wie z.B. die Produktion von Hyaluronsäure immer mehr ab. Die Folge davon ist das wir altern. Verschiedene Tests haben gezeigt das Antioxidantien dazu in der Lage sind das Altern um viele Jahre hinauszuzögern. In Studien wurde festgestellt das mit der erhöhten Zufuhr von Antioxidantien die Dicke der Haut zunahm, sie weicher wurde und weniger faltig war. Eine entsprechende Studie und mehr Informationen dazu findet man hier (https://www.naturepower.de/vitalstoff-journal/aus-der-forschung/vitamine/antioxidantien-studien/)

4. Sie halten unsere Augen gesund

Es sind vor allem die Carotinoide und hier besonders Lutein und Zeaxanthin die in unserem Auge vorkommen und unsere Sehkraft erhalten. Lutein und Zeaxanthin sind orangegelbe Carotinoide und sind im sogenannten Gelben Fleck in der Netzhaut unseres Auges angereichert. Beide Substanzen binden freie Radikale und absorbieren energiereiche Wellenlängen im blauen Spektralbereich womit sie photochemische Schäden verhindern. Lutein kann nicht vom Körper selber gebildet werden und muss über die Nahrung aufgenommen werden. Dunkelgrüne Blattgemüse wie Grünkohl, Petersilie und roher Spinat sind reich an Lutein. Weitere Quellen sind Broccoli, Rosenkohl, Lattich, Lauch, Rüben, Kartoffeln, Gurken, Zucchini, Tomaten, Erbsen, Kürbis, Pepperoni, Mais und Orangen. Zeaxanthin finden wir vor allem in Mais. In einer Studie wurde Testpersonen eine an Spinat und Mais reichhaltige Diät verordnet. Nach nur vier Wochen zeigte sich schon eine gesteigerte Dichte an Makulapigmenten. Dieser Erfolg hielt auch noch mehrere Monate nach Beenden der Diät an.

Diverse Studien haben eindeutig bewiesen das altersbedingte Augenkrankheiten durch ausreichende Versorgung mit den entsprechenden Antioxidantien gemildert und aufgehalten werden können. Die freien Radikale sind die Hauptursache für massive Zellschäden im Auge und eine verschlechterte Sehkraft. Studien haben einen Zusammenhang zwischen der Entstehung von grauem und grünen Star gezeigt. Gerade bei der gefährlichen Makuladegeneration, die für die häufige Altersblindheit verantwortlich ist, konnte eindeutig ein Mangel Antioxidantien und oxidativer Stress nachgewiesen werden. Weitere Informationen und entsprechende Studien findet man hier (https://nwzg.de/antioxidantien-fuer-eine-verbesserte-sehkraft/)

5. Sie mindern das Risiko für Alzheimer

Das Gehirn hat den größten Sauerstoffverbrauch im Körper. Und wo viel Sauerstoff verbraucht wird entsteht auch oxidativer Stress. Alzheimer sind Veränderungen im Gehirn. Verklumpungen zerstören Nervenzellen und diese können keine Signale mehr aussenden. In einer Studie wurden 74 Personen mit leichter Demenz und 158 Personen die gesund sind untersucht. Bei den Blutuntersuchungen stellte sich heraus das die Personen mit leichter Demenz signifikant weniger Vitamin C und BetaCarotin vorwiesen. Einer anderen groß angelegten französischen Studie zufolge sinkt das Risiko an Demenz zu erkranken erheblich wenn man ausreichend Obst und Gemüse verzehrt. Bei Alzheimerpatienten wurden besonders wenig Antioxidantien im Blut gemessen. Versuche zeigten außerdem das Polyphenole, bestimmte Antioxidantien die vor allem in der Schale von Früchten sitzen, die Nervenzellen ankurbeln. Mehr zu dem Thema und weiterführende Links findet man hier (http://www.medcom24.de/content/Verminderter-Mikron%C3%A4hrstoffstatus-bei-Alzheimererkrankung)

6. Sie reduzieren die schädlichen Auswirkungen der Chemotherapie

Die Forschung über die Auswirkung der erhöhten Zufuhr von Antioxidantien während einer Chemotherapie steckt noch in den Kinderschuhen. Tests allerdings zeugen heute schon von einer durchaus positiven Wirkung. Normalerweise wird der Körper bei einer ausgewogenen Ernährung ausreichend mit Antioxidantien versorgt. Während einer Chemo- oder Strahlentherapie entsteht oxidativer Stress durch das erhöhte freisetzen freier Radikale. Patienten die während der Chemotherapie Antioxidantien bekamen hatten während der Behandlung weniger Nebenwirkungen und vertrugen die Therapie insgesamt besser als Patienten, die die Therapie ohne die zusätzliche Gabe von Antioxidantien durchmachten. In einer anderen lang angelegten Studie, bestehend aus vielen einzelnen Studien über viele Jahre hinweg, wurde untersucht ob Antioxidantien die unerwünschten Auswirkungen bei einer Chemotherapie mindern können. Die Mehrheit der Studien bestätigt eine Minderung der schädlichen Nebenwirkungen der Chemotherapie bei gleichzeitiger Gabe von Antioxidantien. Mehr dazu sowie den Link zu der entsprechenden Studie findet man hier (http://www.rieb-service.de/3-Moeglichkeiten/Nachrichten/)

​Diese Lebensmittel sind besonders reich an Antioxidantien

Antioxidantien sind in fast allen Pflanzen, Mikroorganismen und Pilzen vorhanden. Werfen wir einmal einen Blick auf die Nahrungsmittel die besonders reich darin sind. Dabei schauen wir vor allem auf die ORAC Werte der jeweiligen Nahrungsmittel. ORAC steht für oxygen radical absorbance capacity. Mit Hilfe der ORAC Methode wird die antioxidative Kapazität  (also ihre Fähigkeit freie Radikale abzufangen) der Lebensmittel gemessen. Dabei können sich die Messwerte drastisch unterscheiden. Sie hängen von einer Vielzahl natürlicher Faktoren ab wie den Erntezeitpunkt, die Verarbeitung (kochen) oder auch davon ​ob das Nahrungsmittel getrocknet wurde oder nicht​. Die Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 5000 bis 7000 ORAC Einheiten.

​Obst

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​Gemüse

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Nüsse und Samen

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Kräuter

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Schokolade

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​Mehr Infos zu ORAC und einen Link zu den sehr ausführlichen ORAC-Listen des U.S. Department of Agriculture findet man hier: (www.orac-info-portal.de)

​Antioxidantien über Nahrungsergänzungsmittel

Die Werbeindustrie lobt sie über alle Maße. Die Aufnahme von isolierten Vitaminen soll unser allgemeines Wohlbefinden steigern, Alterungsprozesse verlangsamen, die Schäden von Alkohol- und Tabakkonsum beheben, vor Erkältungen, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen und Patienten nach einer Operation schneller wieder auf die Beine helfen. Daher ist es mittlerweile fast schon normal das die Menschen Vitaminpillen schlucken. Und irgendwie fühlt man sich schuldig wenn man es selber nicht tut. Doch ist das wirklich so gut wie uns die Werbung vorgaukelt? Schauen wir doch erst einmal welche geläufigen Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt sind. Es gibt Traubenkernextrakt welches oft auch als OPC bezeichnet wird, Astaxanthin, Coenzym Q10, Lycopin Kapseln, Vitamin E Präparate, Vitamin C Präparate, Acai Pulver, Selen Präparate oder auch Präparate wo alle wichtigen Antioxidantien gemischt sind. Viele Menschen greifen recht schnell zu diesen Präparaten und denken sie tun ihrem Körper etwas Gutes dabei und helfen ihm Krankheiten vorzubeugen. Es wurden unzählige Studien zu diesem Thema betrieben. Eine der bedeutendsten und größten Studien war die der Cochrane Collaboration. Über 300.000 Teilnehmern wurden über viele Jahre erhöhte Dosen von Antioxidantien verabreicht, viele der Teilnehmer hatten Vorerkrankungen. Diese Langzeitstudie kam zu dem Schluss das Antioxidantien in Form von Nahrungsergänzungsmitteln nichts bringen, im Gegenteil sogar erhöhten sie die Sterblichkeitsrate der Teilnehmer. Zwei weitere groß angelegte Studien, die Beta-Carotene Cancer Prevention (ATBC)-Studie und die Beta-Carotene and Retinol Efficacy Trial (CARET) bestätigten das die erhöhte Einnahme von Antioxidantien das Riskio an Krebs zu erkranken nicht vermindert sondern sogar noch erhöht. Die darauffolgende VITamins And Lifestyle (VITAL)-Studie bei der die Teilnehmer ein Multivitaminpräparat einnahmen das einen hohen Anteil an Vitamin E enthielt zeigte ein deutlich erhöhtes Risiko für Lungenkrebs. Diese ganzen Studien beweisen eindeutig das die Einnahme von Antioxidantien in isolierter Form eher schadet als hilft.

Vitamine und Mineralien sind nicht die einzigen Inhaltsstoffe in unseren natürlichen Lebensmitteln. Es ist das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe die vor Krankheiten und Krebs schützen. In einem ansonsten wenig gesunden und wenn möglich noch sehr zuckerhaltigen Lebensmittel hilft auch eine Anreicherung an allen möglichen Vitaminen nicht viel und auch die Tablette gibt dem Körper nicht den Schutz, den er benötigt. Nur wenn man sich abwechslungsreich ernährt bekommt man auch mit Sicherheit alle notwendigen Nährstoffe und vermeidet außerdem das man zu wenig oder zu viel einer einzelnen Substanz zu sich nimmt.

Warum ist das ​so?

Wir haben doch erst gelernt das Antioxidantien uns vor den bösen freien Radikalen schützen, oder? Warum haben nun hohe Dosen an Vitaminen einen ganz anderen Effekt?

Da müssen wir den Blick auf unser Immunsystem richten. Denn dieses benutzt die freien Radikale um Zellen abzutöten die unkontrolliert wuchern. Wenn man dem Körper diese Möglichkeit nimmt indem man sämtliche freie Radikale mit einer Überzahl an Radikalfängern bombardiert dann kann der Körper Tumore nicht mehr bekämpfen. Zu viele freie Radikale verursachen Krebs und andere Hautkrankheiten, aber zu wenige reichen nicht aus um den Zell Müll zu beseitigen der tagtäglich anfällt und erbgutgeschädigte Zellen zu bekämpfen. Unser Körper benötigt freie Radikale für diverse Zell- und Wachstumsprozesse. Sind diese nicht vorhanden dann blockieren wir wichtige Funktionen unseres Immunsystems und schädigen den Körper. Was also wichtig ist, ist die richtige Balance zwischen Antioxidantien und freien Radikalen. Und die bekommen wir ganz natürlich jeden Tag über eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Nüssen. Wird vom Arzt ein Mangel an dem einen oder anderen Vitamin festgestellt dann kann man durchaus über einen kurzen Zeitraum auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen um das Defizit wieder auszugleichen. Danach sollte wieder unsere Nahrung der tägliche Spender sein. Außerdem hat sich herausgestellt, dass es nicht das einzelne Antioxidans ist, das für sich allein arbeitet, sondern es ist die Gesamtheit der Antioxidantien die Zusammenspielen müssen um einen umfassenden Zellschutz zu garantieren.

Viele werden sich jetzt die Frage stellen ob die überzüchteten Nahrungsmittel der heutigen Zeit überhaupt noch genügend Nährstoffe enthalten. Ist unser Obst und Gemüse noch so gesund wie vor 100 Jahren? Entgegen aller Panikmache der Werbeindustrie und trotzt offensichtlicher Überzüchtung sind sie das. Zwar ist der Anteil an Vitaminen und Mineralien durch die Überzüchtung geschrumpft, aber immer noch ausreichend hoch um den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen. An der Überzüchtung sind wir allerdings selber schuld. Import von Obst und Gemüse aus anderen Ländern, eine Ernte bevor die Früchte und das Gemüse wirklich reif sind, eine lange Lagerzeit und eine zu starke Kühlung auf dem Transportweg lässt viele Vitamine erst gar nicht entstehen oder wieder verschwinden. Ein wirklicher Mangel an Vitaminen und Mineralien ist in der heutigen modernen Welt jedoch eher selten und meistens auf mangelhafte, einseitige Ernährung oder eine Krankheit zurückzuführen.

Wie schaffe ich es auf natürlichem Weg mehr Antioxidantien in das tägliche Leben zu integrieren?

Eigentlich ist es ganz einfach sich jeden Tag aufs Neue mit den notwendigen Vitaminen und Mineralien zu versorgen. Das fängt schon beim Frühstück an. Ein Glas frisch gepresster Orangensaft und ein Vollkornmüsli mit Früchten wie Blaubeeren oder Erdbeeren und etwas Zimt sind das Beste für einen guten Start in den Tag und sorgen schon am Morgen dafür das wir mit ausreichend Antioxidantien versorgt werden. Oder wie wäre es mit einem leckeren Smoothie aus allerlei Früchten, etwas Gemüse wie Spinat oder Kohl und ein paar Chiasamen. Tagsüber kann man dann eine Handvoll Erdnüsse oder Mandeln knabbern und abends bringt ein leckerer Salat mit Tomaten und Sonnenblumenkernen das Antioxidantien Programm auf Trab. Habt ihr schon einmal von der Goldenen Milch gehört? Ihre Hauptzutat ist Kurkuma, ein altbekanntes, hochwirksames Antioxidans. Dazu kommt Mandelmilch, etwas Honig, hochwertiges Kokosöl und etwas schwarzer Pfeffer – und fertig ist das Wundermittel! Mehr Infos und das Rezept gibt es hier: (http://www.evidero.de/goldene-milch) Um die Wirksamkeit von Antioxidantien in den Nahrungsmitteln zu erhalten sollte man ein paar grundlegende Dinge beachten. Obst und Gemüse sollten nur frisch und am besten direkt vom Bauern oder Wochenmarkt gekauft werden. Vorgeschnittene Produkte sollte man dabei meiden. Die Lebensmittel sollten an einem kühlen Ort gelagert und ziemlich zügig verbraucht werden. Horten von Lebensmitteln bringt hier nichts. Waschen sie die Lebensmittel nur grob, Wasser löst die Vitamine. Generell sollte man Gemüse lieber dämpfen als kochen denn viele Vitamine sind hitzeempfindlich und außerdem verschwinden die Vitamine in dem Kochwasser. Das Kochwasser kann man zu einer Basis für Soßen oder als Gemüsebrühe weiterverarbeiten. Zur Aufbewahrung von Obst und Gemüse sollte man möglichst dicht schließende Behälter verwenden.

Fazit

Wenn man auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung achtet dann braucht man sich keine Gedanken um die notwendige Versorgung des Körpers mit Antioxidantien zu machen. Man benötigt keine künstlichen Vitamine oder andere Nahrungsergänzungsmittel. Eine schützende Wirkung von isolierten Vitaminen gegen Erkältungen, Krebs oder anderen Krankheiten ist nicht vorhanden. Studien haben ganz im Gegenteil gezeigt das einige isolierte Vitamine das Krebsrisiko sogar noch erhöhen. Nur eine ausgewogene Ernährung schützt wirklich. Das Ziel sollte es also sein diese ganzen Nährstoffe durch die tägliche Ernährung dem Körper zu zuführen. Es heißt nicht umsonst man soll täglich einen Regenbogen essen. Eine bunte Vielfalt an Beeren, Nüssen, Samen, Gemüse, Sprossen, Obst, Hülsenfrüchten und Kräutern garantiert eine ausreichende Versorgung mit allen lebenswichtigen Stoffen und macht Spaß auf dem Teller!


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