Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie gut ein Sonnenschutzmittel vor UVB-Strahlung schützt, die Sonnenbrand auslöst. Über den Schutz vor UVA sagt er allein nichts aus.
Ermittelt wird der LSF am Menschen: Die Zeit bis zur Hautrötung mit Schutz wird durch die Zeit ohne Schutz geteilt. Ein LSF von 20 absorbiert etwa 95 Prozent der UVB-Strahlen, LSF 50 rund 98 Prozent. Der Mehrwert wird also kleiner. Ein UVA-Schutz wird separat gekennzeichnet; achte auf entsprechende Angaben.
Entscheidend ist die Menge. Der angegebene Faktor gilt bei 2 mg Creme pro Quadratzentimeter Haut, etwa vier gehäufte Esslöffel für den ganzen Körper eines Erwachsenen. Wer nur die Hälfte aufträgt, verliert laut BfS etwa zwei Drittel des Schutzes. Trag die Creme 20 bis 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne auf und erneuere sie mindestens alle zwei Stunden sowie nach Baden und Abtrocknen. Nachcremen hält den Schutz aufrecht, verlängert ihn aber nicht.
Das BfS empfiehlt mindestens LSF 30. LSF 50+ rät es in den Bergen, auf Schnee oder Wasser, in sehr sonnigen Regionen, für Kinder, UV-empfindliche Menschen und Hauttypen I und II. Sonnencreme blockiert nie alle Strahlen; sie ersetzt keine Kleidung und keinen Schatten.
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Quellen
- Bundesamt für Strahlenschutz: Sonnencreme. https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/schutz/sonnencreme/sonnencreme_node.html
- Pharmazeutische Zeitung (Ausgabe 21/2000): Lichtschutzfaktor. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/titel-21-2000/
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