Deine Gesundheit
Shares

Liste: 20 Gefährliche Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten

Shares

 

 

More...

Biofleisch, Obst und Gemüse aus der Region, Kampagnen gegen Fertignahrung und Fast Food – Hauptsache gesund. Zumindest rückt dieses Denken bei unserer Ernährung immer mehr ins Blickfeld der meisten Menschen.

Aber was wir dabei vergessen, sind die Schäden, die wir unserer Gesundheit über Kosmetik zufügen.

Das liegt daran, dass wir ignorant darauf hinarbeiten, uns so gut wie möglich „schön“ zu machen. Nur wer gut aussieht, fühlt sich auch gut. Nur wer gut aussieht, hat auch Erfolg im Leben. Das und viel mehr wollen Ihnen Kosmetikkonzerne und aggressive Werbung tagtäglich einreden. Und es klappt! Eitelkeit und Schönheitswahn sind nicht mehr nur Frauensache. Auch Männer, Jugendliche, ja sogar Kinder sind mittlerweile betroffen. Unsere Bevölkerung ist auf Konsum ausgerichtet. So ist es nicht verwunderlich, dass die Profite der Kosmetikkonzerne stetig steigen, weil wir uns mit immer mehr Kosmetik eindecken. Eben um uns wohlzufühlen und erfolgreicher zu sein. Aber es ist ein Irrglaube, dass Erfolg und Wohlfühlen gleichbedeutend mit Schönheit sind.

Ganz im Gegenteil: Unser gewöhnlicher Kosmetikkonsum ist riskant und gefährlich.

Der einzige Empfänger unserer Eitelkeit ist eines unserer kostbarsten Organe: die Haut. Über sie nimmt unser Körper tagtäglich viele giftige Inhaltsstoffe auf. Dazu gehören nicht nur hormonell wirksame Substanzen, krebserregende Stoffe und allergiauslösende Zutaten. Wenn Sie genau hinsehen würden, würden Sie schnell feststellen, dass in Ihrer alltäglichen Kosmetik Stoffe enthalten sind, mit denen wir unter anderen Umständen niemals in Berührung kommen wollen würden. Zahlreiche Studien belegen das Vorhandensein von hoch allergisierenden und gesundheitsschädigenden Stoffen und Substanzen in unserer Kosmetik. Und uns ist dennoch nicht bewusst, wie viele giftige Inhaltsstoffe über die Haut in unseren Körper eindringen und dort kurz- oder auch langfristige Schäden anrichten. Die Kosmetikindustrie nutzt diese Unwissenheit und Ignoranz. Schließlich sind die schädlichen Substanzen günstiger zu beschaffen, sie bringen schnelle Resultate - zum Beispiel seidige Haare, zarte Haut, einen tollen Duft – und ersetzen wertvolle, pflanzliche und teurere Inhaltsstoffe. Im folgenden Ratgeber werden Ihnen die häufigsten giftigen Inhaltsstoffe, die sich in Ihrer alltäglichen Kosmetik versteckt, vorgestellt.

Auf diese 20 Inhaltsstoffe sollten Sie besonders achten

In einem Großteil der Kosmetikprodukte befindet sich gefährliche Chemie. Achten Sie beim Einkauf auf folgende Inhaltsstoffe:

​In einem Großteil der Kosmetikprodukte befindet sich gefährliche Chemie. Achten Sie beim Einkauf auf folgende Inhaltsstoffe​

In einem Großteil der Kosmetikprodukte befindet sich gefährliche Chemie. Achten Sie beim Einkauf auf folgende Inhaltsstoffe:

1. Parabene

Was Sie immer wieder häufig in Kosmetik finden werden, sind Parabene. Sie werden als chemische Konservierungsmittel in Kosmetika eingesetzt, das heißt, sie sollen dafür sorgen, dass Pflegeprodukte länger halt- und nutzbar sind. Zu erkennen sind diese Stoffe auf den Verpackungen an den Endungen –paraben. Häufig werden zum Beispiel Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben, Isopropylparaben oder Isobutylparaben verwendet. Laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (kurz: BUND) wird am häufigsten Methylparaben verwendet. Parabene finden meist Verwendung in Deodorants, Lotionen, Gesichtscremes, Make-Up, Lippenstiften, Shampoos und Spülungen sowie anderen Produkten für die Haare.

Parabene stehen in Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Sie sollen zum Beispiel wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen im Körper wirken. Deshalb sind Parabene vor allem für Schwangere, Kleinkinder, Föten und Jugendliche in der Pubertät gefährlich. Damit gehört dieser Stoff nicht zur Seltenheit. Laut einer Studie vom BUND sowie einer Auswertung der Datenbank des Schweizer Vereins Codecheck sind in circa einem Drittel der hier erhältlichen Kosmetik hormonell wirksame Stoffe enthalten (Stand 2013). Parabene können sich im Körper anlagern, blockieren die gesunde Aktivität der körpereigenen Enzyme und sie können dabei Krankheiten und Beschwerden auslösen. Dazu gehören zum Beispiel Diabetes, Unfruchtbarkeit, hormonbedingte Krebsarten wie beispielsweise Brust-, Hoden- oder Prostatakrebs, sowie eine verfrühte Pubertät. So gelten Parabene in Deodorants zum Beispiel als besonders krebsverdächtig. Im Jahr 2004 haben Wissenschaftler Spuren von Paraben in Brusttumoren nachweisen können. Des Weiteren stehen Parabene im Verdacht, Allergien auslösen zu können.

2. UV-Filter / UV-Absorber

Bezophenone, Ethylhexil und Methoxycinnamate sind chemische UV-Filter. Diese Stoffe sind vor allem in Sonnencremes, aber auch in Gesichtscremes, Lippenbalsamen und Make-Up enthalten. Weitere Bezeichnungen auf Verpackungen können unter anderem 4-Methylbenzylidencampher, Octyl-Methoxycinnamat, Oxybenzon, Homosalate, Padimate O und 3- sowie 4-MBC sein. Die UV-Filter sind vor allem eins: Allergieauslöser! Die Verwendung von Kosmetika mit diesen Stoffen macht Ihre Haut empfindlicher für die Sonne. Bläschen oder Rötungen sowie die altbekannte Sonnenallergie können wesentlich schneller auftreten, selbst bei Menschen, die sonst nicht zur Allergie neigen. Zudem sollen die UV-Filter wie Hormone wirken und den natürlichen Hormonhaushalt deshalb erheblich stören. Außerdem gelten auch diese Stoffe als krebsauslösend. Die UV-Filter gelangen über die Haut in den Körper und führen dort zu Schädigungen des Hormonhaushaltes und der Körperzellen.

3. Duftstoffe

Sie möchten gut riechen und ihren natürlichen Geruch mit schönen Düften übertünchen? Sicher greifen Sie dann zu Kosmetika, die gut riecht. Die meisten Duschgels, Deodorants, Bodylotions, Seifen und Co. enthalten Duftstoffe. Diese werden auf der Verpackung oft als Parfum oder Fragrance angegeben, was erst einmal harmlos klingt. Es gibt aber Duftstoffe, die giftig für unseren Körper sind. Dazu gehören zum Beispiel nitro- und polyzyklische Moschusverbindungen in der Kosmetik. Diese Duftstoffe können Allergien auslösen. Bei Versuchen an Tieren haben sie sogar Krebs ausgelöst und konnten das Erbgut verändern. Auch der Duftstoff Coumarin gilt als allergieauslösend und krebserregend. Er soll zudem auch leberschädigend sein. Coumarin finden Sie sogar oft in Naturkosmetika. Fakt ist, das gerade die künstlichen Duftstoffe hoch allergieauslösend sind. Die Stoffe lagern sich vor allem im Fettgewebe ab und sind selbst in der Muttermilch nachweisbar. In den Körper eingedrungen können die Duftstoffe zudem den natürlichen Hormonhaushalt durcheinanderbringen und beeinträchtigen.

Synthetische Duftstoffe sind eigentlich in so gut wie jeder Kosmetik enthalten, die einen angenehmen Geruch hat. Verwendet werden oftmals auch Zimtaldehyd, Isoeugenol, Eichenmoos, Cinnamal, Linalool, oder Baum Moos. Diese Duftstoffe sind laut Untersuchungen des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken (kurz IVDK) starke Allergieauslöser. Die IVDK ist die weltweit größte Datenbank für Kontaktallergien und befasst sich regelmäßig mit allergieauslösenden Stoffen in Kosmetika. Da viele künstliche Aromen auf Petroleumbasis hergestellt werden, können sie auch Kopfschmerzen, Atemprobleme, Kreislaufbeschwerden, Erbrechen und Hautreizungen hervorrufen. Das gefährlichste ist aber, dass es für die Hersteller betreffender Kosmetik bisher noch keine Hinweispflicht gibt, bei der auf die Gefährlichkeit dieser Duftstoffe hingewiesen wird.

4. Tenside/Emulgatoren

Als sogenannte Tenside oder Emulatoren werden Sodium-Lauryl-Sulfate und PEG-Derivate in Kosmetik verwendet. Oft kommen sie zum Beispiel in Shampoos, Seifen und Zahnpasta vor. Erkennbar sind diese Stoffe an den Endungen –eth oder am Namensbestandteil PEG. Die Stoffe machen Ihre Haut durchlässiger und anfälliger, weshalb sie als allergieauslösend eingestuft werden. Zudem sollen PEG-Derivate potenzielle Krebsauslöser sein.

PEG-Derivate, also Polyethylenglykole, sind in sehr vielen Kosmetikprodukten enthalten. Sie werden von den Herstellern von Kosmetikprodukten als Emulgatoren oder als Tenside verwendet. Die PEG-Derivate sollen dabei Wasser und Fett in den Produkten verbinden, die Kosmetik also weicher machen und feucht halten. Als Tensid wirkt das jeweilige Produkt hautreinigend. PEG-Derivate sind in den meisten herkömmlichen Pflegeprodukten wie Shampoos, Gesichtscremes, Haarkuren und Körperlotionen enthalten. Sie sorgen dafür, dass die Haut durchlässiger wird, vor allem für Schadstoffe. Das passiert, weil die Stoffe die Zellwände der Haut weicher machen, durch die Schadstoffe leichter eindringen und in den Körper gelangen können. Die Stoffe können Allergien und Hautreizungen auslösen, aber auch innere Organe wie die Leber, das Herz, das Gehirn oder die Lunge schädigen. PEGs sollen auch hormonverändernd wirken, weshalb die Stoffe vor allem in Baby- und Kinderpflegeprodukten äußerst gefährlich sind. Die PEG-Derivate können sowohl tierischer, als auch pflanzlicher oder chemischer Natur sein. Auf den Produkten findet man sie meist als PEG-Bezeichnungen, aber auch Copolyol, Polyglykol, Polysorbate, Ceteareth-33, Ceteth und Cetholoth sind bewährte Namen von PEG-Derivaten auf den Produktverpackungen.

Sodium Laureth Sulfate oder auch Sodium Lauryl Sulfate, kurz SLS, sind sehr aggressive Tenside. Sie sind in sehr vielen Körperpflegeprodukten wie Shampoos, Cremes, Waschgels oder Duschgels. Auch dieser Stoff macht die Haut durchlässiger für Giftstoffe und gilt sogar als sehr stark und scharf hautreinigend. SLS gilt als äußerst häufiger Allergieauslöser. Dadurch dass die Schadstoffe schneller in die Haut eindringen, können sie sich auch recht schnell in den Organen anlagern und dort kurz- und langfristige Schäden anrichten. Neben äußeren Beschwerden wie Augenschäden, Hautausschlag, Haarausfall, Geschwüren im Mundbereich sowie Augenreizungen und Hautschuppungen können die Stoffe auch die inneren Organe, wie Herz, Lunge, Leber und Gehirn schädigen. In Verbindung mit anderen Schadstoffen können SLS auch krebserregend sein.

5. Aluminium / Aluminiumsalze

Aluminiumsalze oder Aluminium sind vor allem in Antitranspirants und Deodorants enthalten. Sie sollen die Schweißbildung hemmen, antibakteriell wirken und die Poren verschließen. Das funktioniert auch sehr gut, aber der Stoff ist auch hoch giftig. Aluminium soll allergieauslösend, krebserregend und nervenschädigend sein. Oft wird der Inhaltsstoff sogar mit Krankheiten wie Alzheimer in Verbindung gebracht. Auf der Verpackung von Kosmetik ist Aluminium nicht schwer zu erkennen, da es meist in Verbindung mit dem Wort Aluminium aufgezeichnet ist. Beispiele sind Aluminium Silicate, Aluminium Chloride, Aluminium Stearate, Aluminium Powder, Alumina, Alaun oder Aluminium Chlorhydrate. Meist ist es vor allem in den Deodorants ohne Alkohol zu finden. Zwar schließen Deodorants mit dem Inhaltsstoff die Schweißporen, aber sie verkleben sie auch, trocknen die Haut aus und reizen diese dadurch. Zudem schädigt der Stoff die Hautzellen. Kosmetik mit Aluminium soll sogar zur Knötchenbildung und Granulomen führen. Es ist noch nicht lange her, als das erste Mal der Verdacht aufkam, dass Deodorants mit Aluminium Brustkrebs auslösen kann. Es gibt zwar Studien zu diesem Verdacht, aber bisher ist die Behauptung noch umstritten. Auch steht der Verdacht im Raum, dass Aluminium im Körper das Risiko auf Alzheimer erhöht. In einer Studie vom Bundesinstitut für Risikobewertung aus dem Jahr 2014 wurde festgestellt, dass Aluminiumsalze in Deodorants durchaus gesundheitliche Schäden im Körper anrichten können, sofern sie über Jahrzehnte hinweg verwendet wurden.

6. Erdöl

Wenn auf der Verpackung Ihrer Kosmetik Paraffinum Liquidum, Wax, Vaseline, Mineral Oil oder Petrolatum zu finden ist, ist das ein Zeichen dafür, dass Erdöl enthalten ist. Erdöl gilt als Ausgangsstoff für viele andere Inhaltsstoffe. Es ist nichts Neues, dass die Verwertung und Förderung von Erdöl ein großes Problem für die Umwelt darstellt. Aber auch unserer Gesundheit schadet der Stoff erheblich, wenn er in Kosmetika ist, die wir tagtäglich nutzen. Erdöl in Pflegeprodukten sorgt dafür, dass die Haut abgedichtet wird. Das heißt, sie kann nicht mehr atmen und trocknet schneller aus. Im Jahr 2015 stellte die Stiftung Warentest fest, dass in Kosmetik mit Mineralölbasis krebserregende Stoffe zu finden sind.

Am häufigsten wird Mineralöl oder Paraffin verwendet, welches aus Erdöl destilliertes Öl darstellt. Selbst in Kosmetikprodukten für Babys und Kinder ist dieser Inhaltsstoff oft zu finden. Auf den Verpackungen von Cremes, Seifen, Ölen, Lotionen und Co. findet man Mineralöl oft als Cera Microcristallina, Mineral Oil, Microcrystallien Wax, Ozokerit, Ceresin, Paraffine, Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Vaseline oder Paraffinum Subliquidum. Zwar soll der Inhaltsstoff als Feuchtigkeitsspender sowie als Creme- und Fettbasis für die Produkte fungieren, in Wirklichkeit aber bildet der Stoff einen Film auf der Haut, verstopft diese und trocknet sie schließlich aus. Das kann zu Hautreizungen, Schuppungen, Allergien, aber auch zu ernsthafteren Erkrankungen des Körpers führen. Eine Risikobewertung ist bisher noch umstritten.

7. Alkohol

In jedweder Form ist Alkohol in fast jedem Kosmetikprodukt ein Inhaltsstoff. Als gefährlich werden hierbei vor allem Diethanolamine, kurz DEA, eingestuft. Diese werden vorrangig als Feuchthaltemittel und Weichmacher in Kosmetikprodukten eingesetzt. Besonders häufig findet man die DEAs in Cremes, Seife und Haarspray. DEAs stehen in Verdacht, krebserregend zu sein. Im Amerikanischen Center for Environmental Health fand man in einer Studie im Jahr 2013 heraus, dass die meisten getesteten Haarpflegeprodukte krebsauslösende DEAs enthielten. Dabei kann der Inhaltsstoff auch das Gehirn schädigen und Allergien auslösen.

DEAs sind aber nicht die einzig gefährlichen Inhaltsstoffe unter den Alkoholen. Auch Triethanolamin (TEA) sowie Monoethanolamin (MEA) gehören dazu. Alle drei Inhaltsstoffe können Nitrosamine produzieren. Nitrosamine sind karzinogene Stoffe, die Nieren und Leber bedrohen.

Ebenfalls krebserregend, aber auch erbgutverändern und im Verdacht, das Risiko einer Vergiftung zu erhöhen, ist Alcohol Denat beziehungsweise Phthalat. Dieser Zusatzstoff befindet sich vor allem in Haarspray, Deodorants und Gesichtswasser. Auch bestimmte Zusätze von Alcohol Denat können hochschädlich sein. Dazu gehören zum Beispiel Di-n-Butylphthalat, Dirnethyl Phthalat, Diethylphthalat und Dimetylphtalat.

Alkohol in Kosmetik gilt als sehr giftiges Lösungsmittel, welches auch die Struktur anderer Zusätze modifizieren kann. In Lotionen, Cremes, Tönungen, Aftershaves, Duftstoffen und Co. kann Alkohol auch Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Übelkeit und Depressionen hervorrufen. In Haarpflegeprodukten kann Alkohol zur Austrocknung der Haare führen. In Hautpflegeprodukten kann es die Haut austrocknen und Risse in der Hautoberfläche hervorrufen, die dann wiederum eine größere Angriffsfläche für Bakterien bilden. Obwohl der Alkohol in Kosmetika eine antibakterielle Wirkung haben soll, entzieht er nur wichtiges Fett und trocknet Haut und Haare aus.

8. Formaldehyd / Formaldehydabspalter

Formaldehyd ist meist als Konservierungsstoff in Kosmetika wie Shampoo, Cremes, Mascaras und Nagellack eingesetzt. Meist ist er in Produkten zu finden, die für die Haut- und Haarpflege gedacht sind. Der Wirkstoff gilt als sehr gefährlich, da er giftig, hautirritierend und krebsauslösend ist. Auf Inhaltsangaben findet man Formaldehyd unter anderen unter den Bezeichnungen Bronidox, Diazolidinyl-Harnstoff, Diazolidinyl-Urea, Imidazolidinyl-Harnstoff, Bronopol, Diazolidinyl-Harnstoff, 2-Bromo-2-Nitropropane-1, 3-Diol, 5-Bromo-5-Nitro1, 3-Dioxane sowie als DM, DEMD, DMDM, DMHF und MDN. Auch findet man es unter den Namen Formalin oder mnm. Aufgrund seiner negativen Eigenschaften auf die Gesundheit ist Formaldehyd in Kosmetika in einigen Ländern sogar verboten, so zum Beispiel in Schweden und Japan.

Bekannt ist, dass Formaldehyd Asthma, Allergien, chronische Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Brustschmerzen und Depressionen auslösen kann. Zudem wird es – unter anderem von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) - als karzinogen, also wahrscheinlich krebserregend, eingestuft. Laut Ökotest gibt es nur noch wenige Kosmetikprodukte, in denen Formaldehyd vorhanden ist. Dabei wird es als Konservierungsstoff und günstiges Desinfektionsmittel sehr gern verwendet. Meist ist der Inhaltsstoff auch Teil von anderen Mischungen, wie Hydantoin und dem Tensid Sodium Lauryl Sulfat. Formaldehyd ist nicht nur hoch toxisch, sondern kann auch Haut und Haare austrocknen, die Haut schneller altern lassen und Zellen zerstören. In der EU muss der Inhaltsstoff deutlich gekennzeichnet werden.

9. Palmöl

Palmöl ist bereits als gefährlicher Inhaltsstoff in Lebensmitteln bekannt. Aber auch in der Kosmetik wird es oft genutzt. Sogar in extrem vielen Pflegeprodukten. Woran das liegt? Palmöl gilt als rückfettend und antioxidativ. Zudem ist es für Kosmetikhersteller günstig zu bekommen. Palmöl ist zwar leicht und günstig zu bekommen, aber es schadet der Umwelt ungemein. Durch die einfache Erreichbarkeit dieses Inhaltsstoffs steigt auch die Nachfrage. Und diese führt zu einer extremem Umweltbelastung und –Zerstörung. Denn Regenwälder, in denen das Palmöl gewonnen wird, werden zu Hauf vernichtet und ab gerodet. Das bedeutet einen Einschnitt in das Weltklima und somit auch für uns Menschen. Palmöl findet sich auf der Inhaltstoffliste meist unter dem Wortbestandteil palm oder Palmitate. Aber meist wird es etwas verschlüsselter dargestellt, zum Beispiel als Cetearyl Alcohol, Emulsifiers E471, Stearic Acid oder Glyceryl Stearate. Diese Vielfalt macht es Ihnen als Verbraucher schwer, Palmöl in den Produkten zu finden. Selbst in Naturkosmetik kann Palmöl enthalten sein. In diesem Fall ist es allerdings zertifiziert.

10. Aceton

Aceton ist vor allem Frauen bekannt, weil es meist in Nagellackentferner enthalten ist. In der Kosmetikindustrie wird Aceton vor allem als Lösungsmittel verwendet. Gefährlich wird der Inhaltsstoff beim Einatmen. Er kann Augen, Haut und Schleimhäute reizen. Zudem kann es die Haut austrocknen. Da Aceton auf Dauer auch Knochen und Blut schädigen kann, sollte man es nicht täglich benutzen oder auf Produkte ohne Aceton zurückgreifen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Nagellackentferner ohne Aceton.

11. Fluorid

Fluorid ist vor allem in Zahnpasta und Zahncremes vorhanden. Obwohl die Wirkung von Fluorid als positiv für die Zahngesundheit angesehen werden sollte, ist diese doch umstritten. Fluoride sind die Salze der Fluorwasserstoffsäure und sollen mit dem ätzenden Giftgas Fluor durchaus verwandt sein. Am häufigsten findet man Natriumfluorid, Sodiumfluorid und Ammoniumfluorid in Kosmetika. Fluorid soll für die Zähne gesund sein, weil es den Zahnschmelz widerstandsfähiger machen soll. Laut klinischen Studien bietet eine Zahnpasta ohne Fluorid keine Kariesprophylaxe. Allerdings sollte man Zahncreme mit Fluorid nicht zusätzlich künstlich oder in eine Überdosis zu sich nehmen. Meist genügt ein kleines Bisschen, heruntergeschluckt werden sollte es besser nicht. Fluoride können passiv machen und giftig wirken. Eine Überdosis kann sogar die Zähne und Knochen morsch machen.

12. Silikone

Silikone sind synthetische Stoffe, bestehend aus Sauerstoff und Silizium. Vor allem in Shampoos, Spülungen und Haarkuren findet man sie oft vor. Aber auch Hautcremes mit Anti-Aging-Effekt sind meist mit Silikonen versetzt. Silikone sind aus gesundheitlicher Sicht nur dann wirklich gefährlich, wenn man allergisch auf sie reagiert. Dafür sorgen sie für optische Probleme. Jeder Friseur wird Ihnen bestätigen, dass Silikone in Haarpflegeprodukten die Haare beschweren, da sie nur schwer rückstandslos ausgespült werden können. Zwar sieht das Haar hinterher gesünder aus, da die strapazierte Haaroberfläche optisch geglättet wird. Aber Silikon lagert sich Schicht für Schicht auf dem Haar ab. Die Folge davon sind stumpfe bis fettig aussehende Haare. In Hautcremes sollen Silikone dafür sorgen, dass die Poren auf Dauer verstopft werden. Man merkt es auch oft, weil Cremes mit Silikonen einen feinen Film auf der Haut hinterlassen. Silikone findet man auf der Inhaltstoffangabe auf den Verpackungen meist bei Wörtern mit den Zusätzen –icone oder –iloxane.

13. Talkum

Talkum finden wir oft in Körper- und Gesichtspudern, aber auch bei Kondomen wird der Inhaltsstoff verwendet. Bei dem Inhaltsstoff handelt es sich um ein Mineral. Dieses wird abgebaut, getrocknet und gemahlen, um mineralische Spuren zu beseitigen. Bei der Zerkleinerung des Minerals werden aber nicht alle Fasern erfasst und so bleiben Fasern zurück, die mit Asbest verglichen werden können. Asbest gilt als stark krebserregend. Aufgrund der Verwandtschaft muss demnach auch bei Talkum davon ausgegangen werden, dass es Krebserkrankungen auslösen kann. In einer Studie aus dem Jahr 1993 wurde herausgefunden, dass Talkum aber auch ohne die asbestähnlichen Fasern Krebs auslösen kann. Bei Versuchstieren löste es das Wachstum von Tumoren aus. Auch wurde herausgefunden, dass sich das Talkum auf der Lunge festsetzen kann. Hierbei kann es folglich zu Atmungsstörungen bis hin zu Lungenkrebs kommen. In anderen Studien wurde herausgefunden, dass auch Eierstockkrebs durch Talkum ausgelöst werden kann, sofern der Stoff im Intimbereich angewendet wird. Bisher ist Talkum in der Kosmetik keiner gesetzlichen Regulierung unterworfen.

14. Kollagen

Äußerlich jung zu bleiben oder zumindest so auszusehen, ist der Traum vieler Männer und Frauen. Deshalb greifen nicht wenige zu Anti-Aging-Cremes oder Pflegeprodukten mit demselben Effekt. Kollagen wird für kosmetische Zwecke in der Regel aus tierischen Geweben gewonnen. Es handelt sich hierbei um ein Strukturprotein des Bindegewebes, welches bei den meisten vielzelligen Lebewesen vorkommt. Kollagen wird verwendet, weil es angeblich Falten aufpolstern soll. Allerdings hat sich schon oft gezeigt, dass es wirkungslos ist. Zumindest auf Dauer. Unsere Haut hat ein körpereigenes Kollagen, welches unter anderem für die Bildung von unserem Hautgerüst mit zuständig ist. Kollagen ist für Festigkeit und Elastizität der Haut verantwortlich. Bei extern verwendetem Kollagen sind die Moleküle aber zu groß, um vollständig in die Haut eindringen zu können. Somit erreichen Pflegeprodukte mit Kollagen – wenn überhaupt – nur eine kurzzeitige Auf Polsterung von Falten. Und das auch nur extern. Von innen wirkt der Inhaltsstoff nicht.

15. Triethanolamin (TEA)

Triethanolamin wird in vielen Kosmetikprodukten verwendet. Häufig ist der Einsatz zum Beispiel in Seifen und Cremes. Es ist oft unter den Namen TEA, Triaethanolamin-NG, Trolamin, Tricolamin, Tromethanin, Nitrilo-2,2N und 2NN-Triethanol auf der Inhaltstoffliste zu finden. TEA soll allergieauslösend wirken und möglicherweise auch ein Krebserreger sein. Zumindest konnte bisher nachgewiesen werden, dass TEA krebserregende Nitrosamine bilden kann. Zudem ist der Inhaltsstoff schädlich für unsere Umwelt.

16. Nitrosamine

Nitrosamine entstehen meist aus anderen chemischen Zusatzstoffen in Kosmetik. Sie sind stark krebserregend. Meist entstehen sie während der Lagerung von Kosmetikprodukten aus verschiedenen Nitrosaminen-Verunreinigungen. Oder es bildet sich erst dann, wenn es mit der Haut in Berührung kommt. Das gefährliche an diesem Inhaltsstoff ist aber, dass Nitrosamine sehr einfach über die Haut aufgenommen werden können und somit ins Innere des Körpers gelangen können. Sie können sich zum Beispiel in der Leber oder den Nieren ansammeln und dort langfristigen Schaden anrichten. Nitrosamine sind vor allem in Shampoo, Eyelinern und Mascaras enthalten.

17. Steinkohleteer

Steinkohleteer kommt vor allem in Anti-Schuppen-Shampoos oder Haarfärbemitteln vor. Auf Etiketten erkennt man es an FD&C- oder D&C-Nummern. Dabei wird der Inhaltsstoff von der Haut sehr leicht absorbiert und kann sich sogar in den Knochen ablagern. Die Folgen sind neben schwerwiegenden Krankheiten wie Krebs auch Asthma, Niesreiz, Schwindel und Kopfschmerzen. Es gibt Studien, unter anderem von der US-amerikanischen Xavier University in Louisiana, die ein erhöhtes Krebsrisiko gefunden haben. Auch wurde herausgefunden, dass einige Haarfärbemittel mit Steinkohleteer einen wesentlich höheren Bestandteil an Blei aufweisen, als in Wandfarbe gesetzlich erlaubt ist.

18. Petrolatum

Petrolatum ist eher bekannt als Vaseline, Petroleumgelee oder auch Paraffin. Es handelt sich hierbei um eine salbenartige Kohlenwasserstoffmischung. Petrolatum in Kosmetik hindert unseren Körper daran, natürliche Entgiftungsprozesse zuzulassen. Zudem kann Kosmetik mit dem Inhaltsstoff Lichtempfindlichkeit erzeugen, aber auch Schuppungen und Trockenheit der Haut, eine schnellere Alterung der Haut, Akne, Hautstörungen sowie den Entzug körpereigener Öle.

19. Glycerin

Glycerin entsteht aus der Verbindung von Propan-1, Propan-2 und Propan-3-triol. Es handelt sich hierbei um einen sogenannten Zuckeralkohol. Zu finden ist Glycerin vorwiegend in Shampoos, Gesichtscremes, Körperlotionen, Seifen und Duschgels. Es wird verwendet, um das Wasser in den Pflegeprodukten zu binden und das Austrocknen des jeweiligen Produktes zu verhindern. Auf der Haut entzieht es selbst in tieferen Hautschichten Wasser und trocknet die Haut auf Dauer aus.

Wie Sie sehen, gibt es eine Vielzahl von giftigen Inhaltsstoffen in Kosmetika. Und dies hier ist nur ein Auszug aus möglichen Inhaltstofflisten. Es ist umso wichtiger, dass Sie die Kosmetik-Inhaltsstoffe immer genau prüfen. Aber wie genau kann das gehen?

20. Weichmacher / Phthalate

Weichmacher werden auch Phthalate genannt und sind meist auch an dem Wortbestandteil –phthalat auf den Verpackungen von Kosmetika erkennbar. Ziemlich oft sind Phtalate aber auch Bestandteil von Alkoholdenaten in Kosmetika und werden gar nicht einzeln aufgelistet. Das heißt, Sie können nicht erkenne, ob Weichmacher in Ihrer Kosmetik vorhanden sind. Phthalate stehen in Verdacht, hormonell zu wirken.

Warum ist es ​so wichtig, dass man die Inhaltsstoffe kennt?

Wer Wert auf seine Gesundheit legt, sollte zukünftig wirklich schauen, was für Inhaltsstoffe in der verwendeten Kosmetik stecken. Seltsamerweise wird das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung, ohne schädliche Inhaltsstoffe und für biologisch-organische Lebensmittel immer größer. Bei der Kosmetik – Produkten, die wir jeden Tag nutzen – ist das allerdings (noch) nicht der Fall. Klar, das was hinten auf der Verpackung steht, verstehen nur die wenigsten. Auch steht dort nicht, welcher Stoff wie schädlich ist und was er anrichten kann. Aber Sie sollten nicht vergessen, dass Ihre Haut das größte Organ Ihres Körpers ist. Die Haut lebt, atmet und umhüllt uns und unsere wichtigsten Organe. Wenn wir auf ihr aber chemische und giftige Kosmetik anwenden, verliert die Haut allmählich ihr Vermögen, zu atmen und uns zu schützen. Die Haut nimmt alle Stoffe sehr schnell auf. Egal, was wir auftragen, die Haut saugt es in sich auf. Und besonders die giftigen Inhaltsstoffe und die Chemie aus Kosmetika reichert sich nach und nach immer mehr im Bindegewebe an. In der konventionellen Kosmetik befindet sich ein echter Cocktail aus chemischen und giftigen Inhaltsstoffen. Sie können die Haut reizen, Wachstumsgifte enthalten oder hormonstoppende Substanzen. Sie können DNA-verändernde Stoffe enthalten sowie Neurotoxine und Sensibilatoren. Da ist es fast schon verwerflich, dass wir einfach ignorieren, dass Schönheit, Hygiene und Gesundheit tatsächlich miteinander zusammenhängen. Viele Menschen denken, dass sie die Kosmetik nur äußerlich anwenden und sie ihnen deshalb nichts anhaben kann. Aber das ist ein Trugschluss. Alles gelingt über die Haut auch in unseren Körper und Organismus. Die Haut kann schädliche Inhaltsstoffe genauso aufnehmen, wie unser Verdauungstrakt.

Die Kosmetikindustrie nutzt diese Ignoranz gegenüber uns selbst sowie unseren Wahn nach Schönheit natürlich für sich aus. So können viele Hersteller fast jeden Rohstoff für ihre Produkte nutzen, verboten sind bisher nur wenige. Zudem sind die Richtlinien für die Herstellung von Kosmetik international unterschiedlich. In den USA zum Beispiel müssen an Kosmetikprodukten keinerlei Sicherheitstests durchgeführt werden. Und in Amerika hergestellte Kosmetikprodukte werden im Endeffekt auch bei uns verkauft. Die Umweltüberwachungsorganisation Environmental Working Group hat eine Einschätzung abgegeben, wonach nur um die 11 Prozent der mehr als 10.000 Inhaltsstoffe in Kosmetik wirklich geprüft wird. Dann werden Werbelügen eingesetzt, in denen man uns Verbrauchern sagen möchte, dass unsere Haut und Haare wichtig sind. Dass die Kosmetik gut für uns sei. Ein weiterer Punkt ist die extreme Belastung der Umwelt durch chemische Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten. Denn die Gifte, die sich in der Kosmetik befinden, gelangen in die Umwelt, beispielsweise durch Seifenwasser, ausgespülte Haarpflegeprodukte und ähnliches. Die Giftstoffe gelangen in die Kanalisation, vergiften das Wasser und somit auch die Pflanzen, den Boden und das Meer. Und vergessen Sie nicht: Wenn die Chemie in der Umwelt angekommen ist, kommt sie über Umwege auch wieder zu uns zurück, zum Beispiel über die Nahrung.

Wenn wir unsere Kosmetik nicht zukünftig auf ihre Inhaltsstoffe prüfen, unser Nichtwissen länger ausnutzen lassen, dann kann das wirklich schwerwiegende Folgen für unsere Gesundheit haben.

Wie erkennen Sie, was in Ihrer Kosmetik steckt?

In der Regel müssen auf den Verpackungen von Kosmetik immer alle Inhaltsstoffe angegeben werden. Dafür ist von der EU sogar eine bestimmte Form vorgegeben. Wie und welche Inhaltsstoffe deklariert werden müssen, entscheidet die Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe, kurz INCI. Bereits seit Ende der 1990er Jahre werden die Inhaltsstoffe mit INCI-Bezeichnung angegeben. So weit, so gut. Aber das Problem ist folgendes: Zwar soll die INCI-Kennzeichnung für Klarheit sorgen, aber auf den Verpackungen stehen meist nur die chemischen Namen. Diese sind für durchschnittliche Verbraucher nicht bis kaum verständlich. Was wichtig ist: Die Inhaltsstoffangabe erfolgt auf den Verpackungen in der Regel mit abnehmender Reihenfolge. Das heißt, was zuerst auf der Liste steht, ist am meisten vertreten. Allerdings sind Farbstoffe immer erst am Ende aufgelistet – unabhängig davon, wieviel davon enthalten ist.

Sie haben die Möglichkeit, im Internet nach den jeweiligen Bezeichnungen zu suchen. Wem das zu langwierig ist, der kann auch bestimmte Services für diese Zwecke nutzen. Apps wie Codecheck oder ToxFox können online aufzeigen, was wirklich in den Produkten enthalten ist und welche Inhaltsstoffe davon bedenklich und welche ungefährlich sind. Sie können entweder den Barcode des jeweiligen Produktes mit Ihrem Smartphone scannen und bekommen alle wichtigen Informationen auf Ihr Smartphone gesendet. Oder Sie suchen nach konkreten Kosmetika und lassen sich alle Inhaltsstoffe und deren Eigenschaften anzeigen.

Auf der Webseite von Skin Deep, einer Interessengemeinschaft der Environmental Working Group, finden Sie ebenfalls wichtige Informationen zu über 14.000 Kosmetikprodukten und mehr als 1.000 Marken. Hier finden Sie auch Sicherheitsbewertungen zu den jeweiligen Produkten. Die Webseite ist sehr besonders, da sie sich sowohl an die Verbraucher als auch an die Hersteller von Kosmetik wendet.

Gibt es Alternativen?

Um Kosmetik zu verwenden, in der keine giftigen Inhaltsstoffe enthalten sind, sollten Sie auf zertifizierte Naturkosmetik-Produkte zurückgreifen. Die Nachfrage dieser Naturkosmetik ist in den letzten Jahren gestiegen, so dass es sie fast überall zu kaufen gibt – auch für kleines Geld. So gibt es sie in Apotheken, Drogeriemärkten, Supermärkten und Bioläden. Besonders empfehlenswert und günstig im Preis sind die Naturkosmetika von Eigenmarken der Drogeriemärkte. Etwas hochwertiger und höherpreisiger sind Naturkosmetika von beispielsweise Weleda, Lavera, Sante oder Dr. Hauschka. In richtiger Naturkosmetik befinden sich in der Regel nur rein natürliche Inhaltsstoffe.

Erkennbar sind die Produkte an dem Siegel für „kontrollierte Naturkosmetik“ des BDIH.

Der Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel e.V., kurz BDIH, wurde bereits 1952 gegründet. Der BDIH arbeitet eng mit europäischen Naturkosmetik-Verbänden zusammen. Auch Zertifizierungsunternehmen sind Teil der Kooperation. Seit einigen Jahren konnte der Verein eine Harmonisierung der jeweiligen nationalen Standards in Bezug auf Naturkosmetik erzielen. Das Siegel für kontrollierte Naturkosmetik kennzeichnet das Produkt als Naturprodukt, welches die Mindestkriterien für ein solches erfüllt. Die Kosmetik mit dem Siegel gilt als verträglicher und umweltfreundlicher.

Ein ebenfalls weit verbreitetes Siegel ist das des NaTrue, das von Ecocert sowie Naturland. Bei diesen Zertifizierungen wurden die Produkte etwas strenger bewertet. Wenn Sie auch Wert auf Kosmetik legen, die ohne Tierversuche hergestellt wurde, achten Sie am besten auf das Leaping Bunny Siegel des HSC sowie das Siegel des IHTK und das Vegan-Siegel.

Es ist sehr wichtig, dass Sie Bescheid wissen. Für sich selbst, aber auch um andere zu informieren. Dazu gehören auch die Informationen, ob und wo es gute Alternativen zur konventionellen Kosmetik gibt. Es gibt auch Hersteller, die ihre Kosmetik als Naturprodukt anpreisen, im Endeffekt ist aber nichts dran. Der Begriff Naturkosmetik ist nicht geschützt. Das bedeutet, jeder kann den Begriff verwenden. Deshalb sollte auch bei Naturprodukten immer auf die Inhaltsstoffliste geschaut werden. Wählen Sie Ihre Kosmetik am besten wirklich immer nach den Inhaltsstoffen aus. In der Werbung geht es vorrangig um Geld, von ihr sollte man sich nicht einfangen lassen. Lieber sollten Sie Ihre Kosmetikprodukte zukünftig sorgfältiger auswählen.

Was versteht man unter Organischer Kosmetik?

 Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, gibt es Unterschiede zwischen Natur- und organischer Kosmetik. Organische Kosmetik wird immer mehr zum Trend und immer mehr Hersteller greifen auf natürliche Pflegeprodukte zurück. Organische Kosmetik unterliegt dabei viel strengeren Richtlinien als die gewöhnliche Naturkosmetik. Wie bereits erwähnt, kann jeder Hersteller, der ein paar natürliche Zutaten für seine Produkte verwendet, seine Ware auch Naturkosmetik nennen darf. Bei organischer Kosmetik ist das anders. Hierbei müssen alle Inhaltsstoffe, die zur Herstellung des jeweiligen Produktes verwendet werden, von sehr guter Herkunft sein. Das heißt, sie stammen von Öko-Böden, wurden nicht durch Einsatz von Pestiziden oder sonstigen künstlichen Zusatzstoffen produziert und auf Düngemittel künstlicher Natur wurde komplett verzichtet. Bei organischer Kosmetik stammen wirklich mindestens 95 Prozent aus der Natur. Nur die restlichen fünf Prozent dürfen unnatürlich sein, wobei auch diese Liste stark kontrolliert wird. In organischer Kosmetik befinden sich weder Parabene, noch SLS noch andere chemische Inhaltsstoffe, die uns schaden können. Auch dürfen keine künstlichen Konservierungsstoffe, Mineralöle, allergie- und reizauslösende Zutaten sowie gentechnisch veränderte Organismen für die Herstellung verwendet werden. Somit sehen Sie, dass die organische Kosmetik eine noch bessere Alternative ist, als die herkömmliche Naturkosmetik. Oder Sie versuchen einmal, Naturkosmetik ganz allein bei sich zuhause herzustellen.

Einfach selbst machen: Naturkosmetik-Rezepte für zuhause

Keine Sorge: Es ist nicht nötig, auf Kosmetik vollends zu verzichten oder nur noch teure organische Kosmetik zu kaufen. Sie können sich Ihre ganz eigene Naturkosmetik auch einfach zuhause selbst herstellen. Dabei müssen Sie nur darauf achten, was Ihre Haut und Ihre Haare wirklich brauchen. Denn beides ist alltäglichen Einflüssen ausgesetzt. Dazu gehören Umweltbelastungen, Hitze, Kälte, Stress – das alles strapaziert Haut und Haare. Eine wertvolle und einfache Alternative, Naturkosmetik nicht aus dem Handel holen zu müssen, ist das Selbstmachen. Dabei gibt es nicht wirklich viel zu beachten. Wichtig sind die benötigten Wirkstoffe für Körper und Haare, eine gute Qualität der Zutaten sowie die richtige und sorgfältige Verarbeitung. Der Vorteil liegt auf der Hand: Sie können die Rezepturen auf Ihre ganz eigenen, persönlichen Geschmäcker und Bedürfnisse anpassen. Es gibt zahlreiche Rezepte, die auch im Internet zu finden sind. Einige schöne Rezepte für Naturkosmetikprodukte in Eigenregie werden Ihnen im Folgenden gezeigt:

Mandel-Gesichtscreme für normale Haut

Zutaten:
  • check
    ​10 Gramm Bienenwachs (gibt es beim Imker)
  • check
    ​15 Gramm Kakaobutter
    15 Gramm Kakaobutter
  • check
    ​60 Milliliter Mandelöl
    60 Milliliter Mandelöl
  • check
    ​40 Milliliter Distelöl
    40 Milliliter Distelöl
  • check
    ​40 Milliliter (destilliertes) Wasser
    40 Milliliter (destilliertes) Wasser

​Erhitzen Sie das Bienenwachs gemeinsam mit dem Mandel- und Distelöl sowie der Kakaobutter in einem Wasserbad auf 60 Grad Celsius. Vermischen Sie alle Zutaten, bis sie miteinander verschmolzen sind.

Als nächstes wird auch das destillierte Wasser erhitzt. Das heiße Wasser wird dann löffelweise nach und nach zur Masse hinzugegeben. Sie müssen nun alles verrühren, bis das Wasser vollständig aufgenommen ist. Sie können bei der Konsistenz je nach Bedarf variieren, zum Beispiel durch die Zugabe von mehr Wasser.

Die Creme muss nun ungefähr eine viertel Stunde abkühlen. Füllen Sie die Creme in ein gut verschließbares Glas. Die Creme ist äußerst pflegend und fühlt sich toll auf der Haut an. Auch der Duft ist sehr angenehm, aber dezent.


Honig-Haarkur

Zutaten:
  • check
    ​1 Teelöffel Honig
    1 Teelöffel Honig
  • check
    ​2 Esslöffel Olivenöl
    2 Esslöffel Olivenöl
    15 Gramm Kakaobutter
  • check
    ​1 Ei
    1 Ei

    60 Milliliter Mandelöl

​Dieses Rezept ist sehr einfach und schnell, aber dennoch wirksam für das Haar. Der Honig muss mit dem Olivenöl vermischt werden. Dann geben Sie das Ei hinzu und rühren noch einmal alles kräftig durch.

Die fertige Kur wird in das feuchte Haar einmassiert. Dort muss sie ein paar Minuten einwirken, bevor sie gründlich ausgespült wird. Die Haarkur mit Honig macht die Haare wunderbar geschmeidig und hilft auch gegen Spliss.

Der Vorteil an diesem Rezept: Die Zutaten sind in fast jedem Haushalt vorhanden, so dass man nicht extra teure Inhaltsstoffe kaufen muss.


​Reinigungslotion für fettige Haut

Reinigungslotion für fettige Haut
Zutaten:
  • check
    ​5 Gramm Bienenwachs
    5 Gramm Bienenwachs
    1 Teelöffel Honig
  • check
    ​30 Milliliter Distelöl
    30 Milliliter Distelöl
    2 Esslöffel Olivenöl
    15 Gramm Kakaobutter
  • check
    ​60 Milliliter Hamameliswasser
    60 Milliliter Hamameliswasser
    1 Ei

    60 Milliliter Mandelöl
  • check
    ​5 Tropfen Zitronenöl
    5 Tropfen Zitronenöl

​Das Hamameliswasser bekommen Sie am besten, wenn Sie ungefähr zehn Gramm getrockneter Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen.

Derweil werden das Distelöl und das Bienenwachs im Wasser auf 60 Grad Celsius erhitzt. Beides muss gut verrührt werden, bis 60 Milliliter des Hamamelis-Aufgusses hinzugefügt werden. Während Sie rühren, fügen Sie auch das Zitronenöl hinzu.

Die Reinigungslotion ist ideal für schnell fettende Haut, da Hamamelis entzündungshemmend ist und die Poren befreit.


​Erfrischendes Minz-Duschgel

Erfrischendes Minz-Duschgel
Zutaten:
  • check
    ​250 Gram Duschgelbasis (erhältlich im Reformhaus)
    250 Grad Duschgelbasis (erhältlich im Reformhaus)
    1 Teelöffel Honig
  • check
    ​0,5 Teelöffel fein gemahlenes Kurkuma-Pulver
    0,5 Teelöffel fein gemahlenes Kurkuma-Pulver
    2 Esslöffel Olivenöl
    15 Gramm Kakaobutter
  • check
    ​2 Teelöffel Öl der blauen Zypresse
    2 Teelöffel Öl der blauen Zypresse
    1 Ei

    60 Milliliter Mandelöl
  • check
    ​10 Tropfen Palmarosa-Öl
    10 Tropfen Palmarosa-Öl
  • check
    ​10 Tropfen Pfefferminzöl
    10 Tropfen Pfefferminzöl
  • check
    ​8 Tropfen Korianderöl
    8 Tropfen Korianderöl
  • check
    ​6 Tropfen Zitronenöl
    6 Tropfen Zitronenöl
  • check
    ​4 Tropfen Bergamotteöl
    4 Tropfen Bergamotteöl
  • check
    ​2 Tropfen Gewürznelken
    2 Tropfen Gewürznelken

Mischen Sie als erstes das Kurkuma-Pulver mit dem Öl der blauen Zypresse, um eine grüne Flüssigkeit zu erhalten, die später die Farbbasis für das Shampoo darstellt.

Als nächstes geben Sie die Duschgelbasis in ein Gefäß mit mindestens 500 Milliliter Fassungsvermögen. Nun können Sie die eben angemischte grüne Farbe tropfenweise hinzufügen, bis die gewünschte Tönung erreicht ist.

Nach und nach werden die einzelnen Öle hinzugegeben und am Ende sollte alles noch einmal gründlich gemischt werden.

Das Rezept ist für Fortgeschrittene gedacht. Anfänger können sich aber gern auch herantrauen und einfach ausprobieren.Das Shampoo ist besonders schön für Menschen mit empfindlicher Kopfhaut oder im Sommer. Es ist durch die Minze sehr erfrischend, duftet betörend und wirkt belebend.


​Handcreme mit Jojobaöl

Handcreme mit Jojobaöl
Reinigungslotion für fettige Haut
Zutaten:
  • check
    ​30 Gramm Bienenwachs
    30 Gramm Bienenwachs
    5 Gramm Bienenwachs
    1 Teelöffel Honig
  • check
    ​4 Esslöffel Walnussöl
    4 Esslöffel Walnussöl
    30 Milliliter Distelöl
    2 Esslöffel Olivenöl
    15 Gramm Kakaobutter
  • check
    ​2 Esslöffel Jojobaöl
    2 Esslöffel Jojobaöl
    60 Milliliter Hamameliswasser
    1 Ei

    60 Milliliter Mandelöl
  • check
    ​50 Milliliter destilliertes Wasser
    50 Milliliter destilliertes Wasser
    5 Tropfen Zitronenöl
  • check
    ​25 Milliliter Kokosöl
    25 Milliliter Kokosöl
  • check
    ​50 Milliliter Rosenwasser
    50 Milliliter Rosenwasser

​Zuerst lassen Sie das Walnuss-, Jojoba- und Kokosöl sowie das Bienenwachs in einem Wasserbad bei 60 Grad Celsius schmelzen. Rühren Sie ruhig ab und zu alles um. Nun geben Sie löffelweise das Wasser sowie das Rosenwasser hinzu.

Sie müssen nun so lange rühren, bis die Mischung die gewünschte Sämigkeit erreicht hat. Lassen Sie die Creme abkühlen und füllen Sie im Anschluss alles in ein gut verschließbares Gefäß, am besten einen Tiegel, um.

Das Rezept eignet sich für circa 150 Milliliter Handcreme. Die Creme spendet der empfindlichen Haut der Hände viel Feuchtigkeit. Zudem hat es bei regelmäßiger Anwendung einen Anti-Aging-Effekt, weil es Fältchen vermindert.


​Avocado-Kur für trockenes, sprödes Haar

Avocado-Kur für trockenes, sprödes Haar
Handcreme mit Jojobaöl
Reinigungslotion für fettige Haut
Zutaten:
  • check
    ​1 reife Avocado
    1 reife Avocado
    30 Gramm Bienenwachs
    5 Gramm Bienenwachs
    1 Teelöffel Honig
  • check
    ​2 Esslöffel Sonnenblumenöl
    2 Esslöffel Sonnenblumenöl
    4 Esslöffel Walnussöl
    30 Milliliter Distelöl
    2 Esslöffel Olivenöl
    15 Gramm Kakaobutter
  • check
    ​4 Tropfen Zitronensaft (am besten von einer frischen Zitrone)
    4 Tropfen Zitronensaft (am besten von einer frischen Zitrone)
    2 Esslöffel Jojobaöl
    60 Milliliter Hamameliswasser
    1 Ei

    60 Milliliter Mandelöl

Zum Ende kommt noch ein leichtes Rezept, mit viel Wirkung.

Pürieren Sie das Fleisch der Avocado und fügen Sie nach und nach das Sonnenblumenöl und den Zitronensaft hinzu. Alles muss sorgfältig verrührt werden.

Nun tragen Sie die Kur nach dem Haare waschen auf das feuchte Haar auf und lassen Sie alles gut einwirken. Spülen Sie alles sorgfältig ab und freuen Sie sich über gesundes und glänzendes Haar. Die Kur verleiht Ihrem Haar Feuchtigkeit und Glanz.



Sag uns deine Meinung in den Kommentaren und teile diesen Beitrag mit deinen Freunden.

Leave a Comment:

1 comment
Add Your Reply