Abnehmen mit Apfelessig: Wie Apfelessig die Fettverbrennung ankurbelt

Apfelessig ist ein uraltes Naturheilmittel, das schon viele Generationen vor uns zu schätzen wussten. Er soll gut sein für schöne, reine Haut, gesundes, glänzendes Haar, eine optimale Verdauung, soll sogar Allergien lindern, einen zu hohen Cholesterinspiegel senken, dem Körper beim Entschlacken und Entgiften helfen und die Abwehrkräfte stärken: Aufgrund von über 90 wertvollen Inhaltsstoffen sind die Anwendungsmöglichkeiten von Apfelessig vielfältig. Haben Sie gewusst, dass Apfelessig Sie beispielsweise auch beim Abnehmen unterstützen kann und ein natürlicher Fatburner ist? Wir verraten Ihnen hier, in welcher Weise dieses alte Naturheilmittel Ihrer Schönheit und Gesundheit Gutes tut. Lassen Sie sich überraschen!

​Abnehmen mit Apfelessig: So unterstützt Apfelessig die Fettverbrennung

1. Bessere Sättigung und geringe Kalorienaufnahme

Naturbelassener Bio-Apfelessig aus ganzen Äpfeln beinhaltet unter anderem milde Essigsäure und diese ist in vielerlei Hinsicht nützlich für unsere Gesundheit. Wenn Sie ein Glas Wasser mit zwei Löffelchen dieses Naturheilmittels trinken, werden Sie merken, wie ein angenehmes Sättigungsgefühl in ihrem Magen entsteht. Die im Apfelessig enthaltene gesunde Säure prickelt im Bauch und wir verlieren den Appetit auf Deftiges und Süßes. Wie aber kann das sein?

Obwohl die genauen Inhaltsstoffe von Apfelessig und deren Wirkmechanismen noch lange nicht erforscht sind, so weiß man inzwischen doch Folgendes: Apfelessig hat (unter anderem wegen der Essigsäure) die Eigenschaft, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Denn durch den regelmäßigen Verzehr werden Blutzuckerschwankungen verhindert und es kommt nicht zu Unterzucker. Unterzucker hat aber meist zur Folge, dass wir Heißhunger entwickeln und automatisch weniger auf unsere Nahrungsaufnahme achten. Wie oft greift man bei Heißhungerattacken zu Fettem oder Süßem, isst dieses auch noch ziemlich schnell, um dann festzustellen, dass man zu viel zu viel gegessen hat? Apfelessig hat offenbar die Eigenschaft, diesen Mechanismus zu verhindern. In einzelnen Studien hat man dabei sogar festgestellt, dass bei gleichzeitigem Verzehr von Apfelessig und sehr kohlenhydratreichen Mahlzeiten der Blutzuckerspiegel nicht so in die Höhe schnellt wie üblich, was in vielerlei Hinsicht günstig ist.

Wenn Sie regelmäßig dieses Naturheilmittel zu sich nehmen, werden Sie deswegen bald merken, dass Sie bewusster essen. Bewusstere Ernährung aber drückt sich auf Dauer auf der Waage aus und zwar ganz ohne Hungerkuren. Eine langfristig verminderte Kalorienaufnahme führt automatisch zu Gewichtsverlust. Da Apfelessig auch die Verdauung ankurbelt, ist es denkbar, dass dadurch ebenfalls ein gesundes Sättigungsgefühl gefördert wird. Wenn die Nahrung, die wir aufnehmen, optimal verwertet und Schad- und Giftstoffe wieder ausgeschieden werden, hat dies eine positive Wirkung auf unser Essverhalten. Insofern ist Apfelessig ein natürlicher Appetitzügler.

2. Apfelessig als natürlicher Fatburner?

In letzter Zeit wurde Apfelessig zunehmend als natürlicher Fatburner bekannt, wobei das Geheimnis offensichtlich auch in der darin enthaltenen Essigsäure liegt.

Eine japanische Studie untersuchte 2009 gezielt, inwiefern Apfelessig als Fatburner dienen kann. 12 Wochen lang erhielten übergewichtige Japaner 15 Milliliter Apfelessig am Tag. Die Vergleichsgruppe erhielt weniger Apfelessig, die dritte Gruppe ernährte sich wie üblich. Dabei stellten die Forscher fest, dass in der Gruppe, die 15 Milliliter täglich zu sich nahm, das Gewicht der Teilnehmer ab der vierten Woche zu sinken begann. Am Ende hatte diese Probanden sowohl an Gewicht verloren als auch einen deutlich geringeren Bauchumfang. Interessant ist dies besonders deswegen, weil vor allem Bauchfett als Gesundheitsrisiko gilt, da es die inneren Organe belastet. Im Gegensatz zu Fettpolstern, die sich an Po, Hüften etc. bilden (Unterhautfettgewebe oder subkutanes Fett), ist Bauchfett (sogenanntes viszerales Fett) stoffwechselaktiv: Es bilden sich dabei unter anderem Botenstoffe, die Diabetes, Bluthochdruck und Entzündungen begünstigen. Die gute Nachricht lautet aber: Wenn wir abnehmen, nehmen wir zuerst am Bauch ab. 

Offenbar steigert Apfelessig aber auch den Energieverbrauch des Körpers. Menschen, die regelmäßig Apfelessig konsumieren, berichten, dass sie sich insgesamt fitter und energiegeladener führen. Es liegt auf der Hand, dass das Gefühl von mehr Wohlbefinden, Fitness und Energie dazu führt, dass man sich automatisch auch mehr bewegt. Dies wiederum begünstigt die Gewichtsabnahme. Da Apfelessig zudem die Aufnahme und Verwertung von Eisen in der Nahrung fördert, kann außerdem mehr Sauerstoff zu den Zellen transportiert werden, denn die Hauptaufgabe dieses Spurenelements im Körper besteht darin, Sauerstoff in den roten Blutkörperchen zu binden. Wird der Organismus insgesamt mit mehr Sauerstoff versorgt, fühlen wir uns besser und haben Lust, uns zu bewegen.

3. Gewichtsabnahme durch optimale Verdauung

Die Erkenntnisse der japanische Forscher dürfte auch Freunde der Low-Carb-Diät aufhorchen lassen. Das Konzept der Low-Carb-Diät besagt, dass täglich maximal 100 Gramm Kohlenhydrate verzehrt werden dürfen, Fette und Eiweiß aber unbegrenzt. Dadurch möchte man den Körper animieren, seine Energie aus Fett zu gewinnen, was zur Gewichtsabnahme führt. Was aber hat dies mit den Erkenntnissen aus der japanischen Studie zu tun?

Die Forscher erklärten das Ergebnis der Gewichtsabnahme ihrer Probanden folgendermaßen: Die Essigsäure in Apfelessig hemmt die Aktivität von bestimmten Enzymen (Saccarase, Lactase, Mastase und Amylase), die für die Verdauung von Kohlenhydraten wichtig sind. Dies hat offenbar zur Folge, dass Kohlenhydrate vermehrt unverdaut durch das Verdauungssystem wandern und schließlich wieder ausgeschieden werden, ohne vom Körper verwertet zu werden. Insofern scheint Apfelessig die Fettverbrennung zu beschleunigen.

Die Tatsache, dass bestimmte Enzyme die Verdauung von Kohlenhydraten blockieren, hat zur Folge, dass diese gar nicht in den Blutkreislauf gelangen, wo sie als Glucose den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben. Wenn Blutzuckerspitzen ausbleiben, muss der Körper nicht vermehrt Insulin ausschütten. Dadurch bleiben Unterzucker und Heißhungerattacken aus, was es uns leichter macht, unsere guten Ernährungsvorsätze auch wirklich umzusetzen. Vielleich haben Sie auch schon die Erfahrung gemacht, dass Sie nach dem Essen von viel Süßem nach einer gewissen Zeit regelrecht Hunger haben. Dies liegt in genau diesem Kreislauf im Körper begründet. Ein konstanter Blutzuckerspiegel hingegen beugt dem vor und wir können uns an unsere Vorsätze halten.

Anzumerken ist außerdem, dass Apfelessig von vielen Menschen geschätzt wird, die Probleme mit der Verdauung haben. Er regt nämlich unter anderem die Produktion von Magensäften an und sorgt dafür, dass die Nahrung besser verarbeitet wird. Werden Nährstoffe optimal verarbeitet, kann die Fettverbrennung besser funktionieren. Als Folge fühlen wir uns fitter und sind aktiver. Mehr Bewegung wiederum trägt zur Gewichtsreduktion und zu einer guten Verdauung bei.

​Gesundheitliche Vorteile von Apfelessig

​1. Senkt das Cholesterin

Unsere moderne Lebensweise bringt es mit sich, dass viele Menschen sitzende Tätigkeiten ausführen und Bewegungsmangel die Regel ist. Auf der anderen Seite ist Nahrung überall und schnell verfügbar. Es ist insofern keine Überraschung, dass viele erhöhte Cholesterinwerte aufweisen. Hierbei muss jedoch differenziert werden: Mediziner unterscheiden zwischen „gutem“ HDL-Cholesterin (auch „Hab-dich-lieb“-Cholesterin genannt), das Herz und Kreislauf schützt. Eine Voraussetzung für einen ausreichenden HDL-Spiegel ist regelmäßige Bewegung. Auf der anderen Seite existiert das „böse“, gefäßschädigende LDL-Cholesterin, das einen Risikofaktor darstellt. Dauerhaft erhöhte LDL-Cholesterinwerte können zum Beispiel einen Herzinfarkt auslösen, insbesondere dann, wenn weitere Risikofaktoren wie Übergewicht hinzukommen.

Der Hintergrund, warum Apfelessig hilft, den Gesamtcholesterinspiegel zu senken, ist, dass er alle Ernährungsvorteile von Äpfeln in sich vereint. Insbesondere das darin enthaltene Pektin bindet offenbar LDL-Cholesterin im Darm, so dass dieses erst gar nicht in den Blutkreislauf gelangt. Bei Pektin handelt es sich dabei um einen wasserlöslichen Ballaststoff. Britische Forscher stellten 2014 eine Vergleichsstudie mit Äpfeln und Statinen (cholesterinsenkenden Medikamente) an. Hierbei stellten sie fest, dass Äpfel (und somit auch Apfelessig) die Blutfettwerte signifikant verbessern können, ohne dass sie die erheblichen Nachteile der Statine aufweisen. Insofern erweist sich die Weisheit „An apple a day keeps the doctor away“ einmal mehr als richtig.

​2. Verbesserung der Hautgesundheit

Strahlend reine, gesunde Haut – das wünschen sich insbesondere viele Frauen. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass die Kosmetikindustrie boomt und immer neue Produkte auf den Markt drängen.

Dabei gibt es wesentlich einfachere und günstigere Mittel als teure Kosmetika. Apfelessig etwa enthält wertvolle Fruchtsäure: Sie tötet Bakterien ab, verfeinert die Poren und reguliert die Talgproduktion. Anbei einige Tipps für die Anwendung:

Verdünnen Sie Apfelessig mit Wasser und tupfen Sie die Haut damit ab: Dies ist eine natürliche Lotion, die das Hautbild verfeinert. Wenn Sie unter Pickeln leiden, können Sie auch unverdünnten Apfelessig auf die betroffenen Stellen auftragen (es sei denn, Sie haben empfindliche Haut). Auch ein Dampfbad mit Wasser und Apfelessig sorgt für eine klare Haut, denn die Poren werden geöffnet und gereinigt. Ein warmes Bad mit einem Glas Apfelessig hilft gegen trockene, juckende Haut. Sie können das alte Naturheilmittel auch als Peeling anwenden: Legen Sie einige Minuten ein warmes, feuchtes Handtuch auf das Gesicht. Danach tunken Sie ein dünnes Tuch in warmes Wasser mit etwas Apfelessig. Legen Sie das Tuch einige Minuten auf das Gesicht. Dann waschen Sie das Gesicht mit warmem Wasser ab und reinigen es mit einem Frotteehandtuch. Dies ist eine erstaunlich einfache und wirksame Methode.

3.​ Verbesserung der Insulinsensitivität

Das Hormon Insulin ist in unserem Köper unter anderem dafür zuständig, die Konzentration von Blutzucker (Glucose) zu regulieren. Reagieren die Körperzellen auf eine normale Menge an Insulin nur noch unzureichend, spricht man von Insulinresistenz. Letztere aber wiederum ist maßgeblich an der Entwicklung eines Diabetes beteiligt. Die Insulinsensitivtät wiederum drückt aus, wie sensibel die Zellen im Körper auf Insulin reagieren. Je höher diese ist, umso besser. Was aber hat das mit Apfelessig zu tun?

Apfelessig hat die Eigenschaft, den Blutzuckerspiegel positiv zu beeinflussen und die Insulinsensitivität des Körper zu verbessern. In einer US-amerikanischen Studie aus dem Jahr 2004 nahmen Forscher dieses Phänomen unter die Lupe. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass Apfelessig sogar eine ähnlich positive Wirkung auf die Insulinsensitivität haben könnte wie Medikamente wie „Metformin“ (bei „Metformin“ handelt es sich um ein gängiges Antidiabetikum). In Kombination mit Sport und einer angepassten Ernährung können Menschen, die Diabetes haben oder gefährdet sind, einen zu entwickeln, ihre Insulinsensitivität demnach auch noch in fortgeschrittenem Alter deutlich verbessern. Dies ist besonders deswegen interessant, weil Medikamente wie „Metformin“ zwar wirksam sind, jedoch auch erhebliche Nebenwirkungen aufweisen. Dies aber ist bei Apfelessig nicht der Fall, wenn er in Maßen konsumiert wird.

​So verwenden Sie Apfelessig zum Abnehmen

Empfehlenswert ist es, Apfelessig schon am frühen Morgen auf nüchternen Magen zu sich zu nehmen. Dazu geben Sie einfach maximal zwei Teelöffel in ein Glas Quellwasser oder gefiltertes Leitungswasser und fügen dem noch etwas Zitrone, Ingwer und – je nach Geschmacksvorliebe – Honig hinzu. Dies bringt nicht nur den Stoffwechsel auf Trab, sondern erfrischt auch und macht Sie fit für den Tag. Sie können diesen Drink 15 Minuten vor jeder Mahlzeit trinken.

Wenn Sie Apfelessig kaufen, dann achten Sie darauf, dass es sich um ein Bio-Produkt aus regionalem Anbau handelt, das aus ganzen Äpfeln hergestellt wurde. Am besten Sie nehmen die naturtrübe, ungefilterte Variante. Zudem sollte der Apfelessig nicht pasteurisiert sein, d.h.  nicht erhitzt.

Bitte beachten Sie dabei, dass auch Apfelessig nur in Maßen konsumiert werden sollte, wenngleich es sich um ein natürliches Mittel handelt. Richtlinien geben vor, dass „maßvoll“ maximal 15 Milliliter am Tag bedeutet, was ungefähr zwei bis drei Esslöffeln entspricht.

​Wann sollten Sie Apfelessig vermeiden?

Apfelessig ist sehr sauer und kann deswegen bei längerfristiger Anwendung bei Menschen, die unter einem empfindlichen Magen oder Darm leiden, zu Beschwerden führen. Wer davon betroffen ist, sollte erst mit einem Arzt Rücksprache halten, ob der regelmäßige Genuss von Apfelessig ratsam ist.

Ähnliches gilt für Menschen mit empfindlicher Haut oder schwerer, behandlungsbedürftiger Akne. Apfelessig ist zwar ein wunderbares Mittel, das auch die Hautgesundheit verbessert, allerdings nicht empfehlenswert, wenn die Haut zu Überreaktionen neigt, da sie zusätzlich gereizt werden kann.

Insbesondere Patienten, die Diabetes-Mittel wie Insulin einnehmen, sollten vorsichtig sein. Da Apfelessig den Blutzuckerspiegel senkt, kann es in Kombination mit einer entsprechenden Medikation zu gefährlichem Unterzucker kommen.

Zudem hat Apfelessig einen Einfluss auf den Kalium-Spiegel im Körper. Kalium hat eine Vielzahl von Funktionen wie im Körper wie Regulation des Blutdrucks, Regulation des Wasserhaushalts und Funktionsweise der Muskulatur. Große Mengen Apfelessig können den Kalium-Spiegel im Körper gefährlich senken.

Fazit

Apfelessig ist in vielerlei Hinsicht ein großartiges natürliches Mittel, das unserer Gesundheit und Schönheit dienlich ist. Es befördert die Gewichtsabnahme, verbessert die Hautgesundheit und ist hilfreich, um einen erhöhten Cholesterinspiegel zu senken. Die Tatsache, dass sogar der Blutzucker durch Apfelessig positiv beeinflusst wird, macht nähere wissenschaftliche Untersuchungen sicher interessant, um dieses Potenzial voll zu erschließen. Obwohl auch beim Verzehr von Apfelessig bestimmte Personengruppen wie Diabetiker, die mit Insulin behandelt werden, oder Menschen mit einem empfindlichen Magen Vorsicht walten lassen sollten, überwiegen die klaren Vorteile die möglichen Nachteile.

Wir hoffen, es hat Ihnen Spaß gemacht, diesen Artikel zu lesen und Sie können die eine oder andere Informationen für sich im Alltag nutzen.


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