Blutdruck

Der Blutdruck ist der Druck, mit dem das Blut gegen die Wände deiner Arterien strömt. Er wird in mmHg angegeben, immer mit zwei Zahlen: dem oberen (systolischen) und dem unteren (diastolischen) Wert.

Der obere, systolische Wert zeigt den Druck in den Gefäßen, wenn sich dein Herz zusammenzieht und das Blut hinauspumpt. Der untere, diastolische Wert beschreibt den Druck, wenn das Herz zwischen zwei Schlägen entspannt. Eine Angabe wie 120/80 mmHg heißt also: oben 120, unten 80.

Dein Blutdruck ist kein fester Wert, er schwankt im Tagesverlauf. Deshalb wird ein Verdacht auf Bluthochdruck nicht an einer einzelnen Messung festgemacht. Die WHO spricht von Bluthochdruck, wenn Messungen an zwei verschiedenen Tagen 140/90 mmHg oder mehr ergeben. Zu Hause gemessen gilt eine etwas niedrigere Grenze: Ab 135/85 mmHg wird ein Wert dort als erhöht gewertet, weil die Aufregung in der Praxis (Weißkittel-Effekt) wegfällt.

Wichtig im Alltag: Die meisten Menschen mit zu hohem Blutdruck spüren nichts. Messen ist darum der einzige verlässliche Weg, ihn zu kennen. Erst bei sehr hohen Werten (meist 180/120 mmHg oder mehr) können starke Kopfschmerzen, Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel oder Sehstörungen auftreten. Dann solltest du sofort ärztliche Hilfe suchen.

Zu den Faktoren, die du beeinflussen kannst, zählen laut WHO eine salzarme Ernährung mit viel Obst und Gemüse, regelmäßige Bewegung, ein gesundes Körpergewicht, Rauchverzicht und wenig Alkohol. Dieser Eintrag ersetzt keine ärztliche Beratung.

Mehr dazu: Hypertonie, Hausmittel gegen Bluthochdruck, Ruhepuls, Herzfrequenz-Rechner.

Quellen

  1. WHO: Hypertension (Fact Sheet). https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/hypertension
  2. Pharmazeutische Zeitung: Die Apotheke als Patienten-Coach (Hypertonie, Blutdruckmessung). https://www.pharmazeutische-zeitung.de/die-apotheke-als-patienten-coach-163451/seite/2/

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