Grüner Tee zum Abnehmen: Die Fettverbrennenden Eigenschaften von Grüntee

Seit Jahrtausenden ist grüner Tee als Heilmittel und gesundheitsförderndes Heißgetränk bekannt. Seine Wirkungskraft soll sich bei regelmäßigem Verzehr positiv auf den gesamten Organismus auswirken. So sagt man grünem Tee etwa nach er stoppe Alterungserscheinungen wie Falten, beugt gegen Krebserkrankungen vor, schütze vor Osteoporose und Arthritis, sei gut für Diabetiker, er senke den Cholesterinspiegel, wirke gegen Alzheimer und Parkinson und schütze vor Bluthochdruck und Herzerkrankungen. Auch magenberuhigend ist grüner Tee – aufgrund seiner enthaltenen Gerbstoffe – und eignet sich daher hervorragend zum Abnehmen oder bei einem akuten Magen-Darm-Infekt. Grüner Tee hat entscheidenden Einfluss auf den Hormon- und Stoffwechselhaushalt sowie auf die Leberfunktion, weshalb Grüner Tee zum Abnehmen immer wieder empfohlen wird. Hinzu kommt seine Nährstoffdichte, die sich aus wichtigen Mineralien wie Kalzium, Kalium und Fluorid, aber auch aus den Vitaminen A und C sowie einer Reihe der B-Vitamine zusammensetzt. Ob und wie Grüner Tee bei der Gewichtsabnahme helfen kann erfahren Sie in folgendem Artikel.

​Abnehmen mit Grünem Tee: So verbrennt Grüntee zusätzliches Fett

Grüner Tee enthält mehr als 100 Inhaltsstoffe, wenn man ihn genau analysiert. Einige seiner Nährstoffe eignen sich besonders gut, um beim Abnehmen zu unterstützen und bei der Gewichtsregulierung dauerhaft zu helfen.

1. Grüner Tee hilft bei der Fettverbrennung

Der regelmäßige Konsum von grünem Tee wird Ihnen helfen, mehr Fett zu verlieren. Besonders während des Trainings können Sie das Getränk gut integrieren. Tauschen Sie das Wasser oder den Proteindrink einfach einmal probeweise für einige Wochen gegen ungesüßten grünen Tee aus. Denn grüner Tee ist ein wahrer Fettkiller, indem er dabei hilft, das Fett aus den Fettzellen zu mobilisieren. Laut einer Studie können Sie durch das Trinken von grünem Tee während Ihrer Trainingseinheiten bis zu 17 Prozent mehr Fett verbrennen. Da sich die Körperform nicht immer anhand des Gewichts auf der Waage ablesen lässt – schließlich wiegen Muskeln mehr als Fett – ist ein weiteres Forschungsergebnis daher von Interesse: Nach drei Monaten, in denen die Probanden grünen Tee tranken, nahmen sie nicht nur an Gewicht ab, sondern reduzierten auch Ihren Taillenumfang um 5 Prozent. Verantwortlich für die fettreduzierende Wirkung von grünem Tee sind Bitterstoffe (Catechine) sowie das Koffein, das auch Tein genannt wird. In Kombination wirken sie wie ein Katalysator auf die Fettverbrennung und regen den Stoffwechsel an.

2. Grüner Tee wird Ihnen helfen, den Stoffwechsel zu verbessern und mehr Kalorien zu verbrennen

Die Rechnung ist im Grunde ganz simpel: Grüner Tee hilft Ihnen dabei Ihren Stoffwechsel anzukurbeln, der wiederum dafür sorgt, dass mehr Kalorien verbrannt werden. Das bereits erwähnte Power-Duo bestehend aus Koffein und Catchinen, funktioniert dabei zunächst wie ein Anheizer auf Ihren Körper, medizinisch als Thermogenese bekannt. Catchine sind zudem sekundäre Pflanzenstoffe, die eine antioxidative Wirkung haben. Bei der Thermogenese wandeln bestimmte Substanzen im Körper – wie in diesem Fall die Inhaltsstoffe des Grüntees – , die mit der Nahrung aufgenommene Energie in Wärme um. Die Folge ist ein angekurbelter Stoffwechsel, der mehr Kalorien verbrennt. Auch können die Inhaltsstoffe des grünen Tees eine hemmende Wirkung auf einige Enzyme haben, was die Gewichtsabnahme ebenfalls fördern kann. Laut einer Studie der amerikanischen Pennsylvania State University, die zwar bisher nur mit Mäusen durchgeführt wurde, konnten die Wissenschaftler innerhalb von 4 Monaten den Anteil des Bauchfettes der Tiere um satte 36 Prozent senken. Dafür mussten die Mäuse ein regelmäßiges Lauftraining absolvieren und bekamen regelmäßig grünen Tee zu trinken – und diesen sogar in entkoffeinierter Form, was wiederum den Schluss zulässt, dass vor allem die Catachine und weniger das Koffein für die stark angekurbelte Fettverbrennung verantwortlich sind.

3. Grüner Tee ist ein gutes Getränk für eine kohlenhydratarme Diät

Grüner Tee ist ein kohlenhydratfreies Getränk, was es zu einem perfekten Getränk für kohlenhydratarme Diäten, den Low-Carb-Trend oder die Atkins-Methode macht. Allein die nicht vorhandenen Kohlenhydrate in grünem Tee – vorausgesetzt Sie trinken ihn ohne Zucker oder Honig, denn diese Zutaten sind Kohlenhydrate pur – machen ihn zu einem Pflichtgetränk bei einer kohlenhydratarmen Ernährung. Im Gegensatz zu anderen Tee-Sorten kann grüner Tee aber noch mehr, denn er wirkt als Hemmstoff an zwei Orten: Im Mund bremst grüner Tee, die im Speichel vorkommenden Amylasen, die für die Umwandlung von Kohlenhydraten in Zucker verantwortlich sind. Zum anderen wirkt grüner Tee im Verdauungstrakt erneut als Kohlenhydrat-Hemmer, indem der Bestandteil EGCG – ein Polyphenol – dafür sorgt, dass Monosaccharide, also einfache Kohlenhydratverbindungen wie Fruchtzucker, Traubenzucker oder Milchzucker gar nicht erst in den Kreislauf des Stoffwechsels eintreten, sondern direkt ausgeschieden werden. Die guten Polysaccharide, also die komplexen Kohlenhydrate, die in vielen Getreide- und Pflanzenprodukten vorkommen, werden verdaut, verarbeitet und vom Körper genutzt

Gesundheitliche Vorteile von grünem Tee

Die gesundheitlichen Vorteile von grünem Tee scheinen schier unzählbar, denn er hält Sie von Kopf bis Fuß einfach nur gesund. Vorausgesetzt natürlich Sie nehmen qualitativ hochwertigen Tee zu sich, denn vor allem die aus China stammenden Tees seien häufig besonders mit Schadstoffen wie Pestiziden belastet. Haben Sie aber die grüne Teesorte Ihrer Wahl bei dem Teehändler Ihres Vertrauens erst einmal entdeckt, kann das grüne Heißgetränk – das im Übrigen auch hervorragend als Eistee kalt aufgegossen werden kann – gesundheitsfördernd aktiv werden.

1. Grüner Tee schützt die Gesundheit des Herzens

Eine japanische Langzeitstudie hat bewiesen, dass der Konsum von grünem Tee die Herzfunktionen unterstützt und somit zu einer erhöhten Lebenserwartung beiträgt. Die etwa 40.000 Probanden – all über 40 Jahre und unter 80 Jahren alt und von beiderlei Geschlecht – mussten dafür nicht groß gesucht werden, denn im Norden und Osten des Landes wird ohnehin viel grüner Tee getrunken. Gerade in dieser Region Japans leiden die Menschen höchst selten an Krebserkrankungen oder Herz-Kreislauf-Schwächen. Auch die Teilnehmer waren zu Beginn der Studie alle völlig gesund. Das Resultat ist beeindruckend, denn die Sterberate der Teilnehmer, die wenigsten fünf Tassen grünen Tee am Tag tranken, sank um 16 Prozent und die Todesfälle, die mit einem Herzleiden in Zusammenhang standen, sanken um 26 Prozent. Bei den weiblichen Teilnehmerinnen sank das Herzinfarkt-Risiko sogar um mehr als 30 Prozent.

2. Grüner Tee schützt und fördert das Gehirn

Trotz des in grünem Tee enthaltenen Koffeins wirkt er doch ausgleichend und beruhigend. Die Aminosäure L-Theanin, die in Grüntee vorkommt, fungiert als eine Art Entspannungsmechanismus im Gehirn. Sie kann gewisse Neurotransmitter wie Dopamin oder Noradrenalin positiv beeinflussen und so einen entspannenden und wohligen Zustand hervorrufen. Dieser unbeschwerte Hirnzustand führt automatisch zu einer gesteigerten Konzentrationsfähigkeit und einer positiven Gedächtnisleistung. Eine japanische Untersuchung des Laboratory of Nutritional Biochemistry der University of Shizuoka zeigte auch, dass die Alpha-Gehirnwellen-Frequenzen, die nur mittels EEG sichtbar sind, durch L-Theanin anregt werden. Die wundersame Aminosäure L-Theanin ist daher für die spezielle Kombination aus Entspannung und Konzentration verantwortlich. Auch zur Vorbeugung und gar Heilung von Alzheimer ist grüner Tee immer wieder im Gespräch. Eine der Ursachen der neurodegenerativen Erkrankung ist vermutlich die Ablagerung von defekten Proteinsubstanzen im Gehirn. Experimente haben belegt, dass das in Grüntee enthaltenen Epigallocatechingallat (EGCG) diese Eiweißanhäufungen binden und auflösen kann. Weitere Untersuchung und Studien in diesem vielversprechenden Forschungsbereich laufen noch.

3. Grüner Tee tötet Bakterien und verbessert die Zahngesundheit

Grüner Tee hat ebenfalls eine antibakterielle Wirkung, so dass Keime und Bakterien bereits im Mundraum abgetötet werden. Studien haben dargelegt, dass die in Grüntee enthaltenen Catechine bei der Vermeidung von Karies helfen können, indem nicht nur Zahnbelag verhindert wird, sondern die kariesverursachenden Bakterien und der Zucker direkt zerstört oder umgewandelt werden. Kinder aus asiatischen Ländern haben erwiesenermaßen weniger häufig Karies als jene aus den westlichen Industrieländern. Auch ist in grünem Tee Fluor enthalten, dass der Zahngesundheitsprophylaxe dient. Ein weiterer Nebeneffekt, der sich durch das regelmäßige Trinken von grünem Tee einstellt, ist das Verschwinden von Mundgeruch. Denn dieser wird durch die im Mundraum vorkommenden Bakterien verursacht, die jedoch vom Grüntee abgetötet wurden.

Nährwertangaben für 100 ml grünen Tee

Die folgende Nährwerttabelle gibt die durchschnittlichen Angaben eines herkömmlichen grünen Tees in Beutelform wieder:

Brennwert

​3 kJ

​Kalorien

​1 kcal

​Protein

​0,2 g

​Kohlenhydrate

​0,1 g

-davon Zucker

​0,0 g

Ballaststoffe

​0,1 g

Grüner Tee entscheidet sich zwar geschmacklich in den Sorten und in der Darreichungsform – als Beutel oder lose Blätter aufgegossen – jedoch kaum merklich in den Nährwertangaben, denn grüner Tee besteht im Grunde zu 100 % aus Wasser, enthält so gut wie keine Kalorien, ist dafür aber vollbeladen mit wertvollen Antioxidantien, wie den Catechinen und dem EGCG und besitzt obendrein noch Koffein und die wertvollen Mineralien Kalium (17 mg), Kalzium (8 mg) und Magnesium (3 mg).

Wie man grünen Tee zum Abnehmen zubereitet

Grüner Tee sollte niemals mit kochend heißem Wasser übergossen werden. Kochen Sie also das Wasser und lassen es kurz ruhen bis es von den kochend heißen 100 Grad Celsius auf etwa 80 bis 60 Grad Ceslius abgekühlt ist. Grüner Tee sollte im Schnitt nicht länger als 2 Minuten ziehen. Die Abkühlung des Wassers sorgt dafür, dass sich beim Überbrühen nicht zu viele Bitterstoffe im Tee freisetzen. Hochwertigen grünen Tee wie Sencha, Matcha, Gyokuro oder Benifuuki können Sie mehrmals aufgießen. Die Zubereitung von Matcha-Tee ist traditionellerweise anders und man bedarf einiger Utensilien wie dem japanischen Bambusbesen namens Chasen, einem Sieb und einer Matchaschale. Zunächst wird das feine Pulver des Match-Tees gesiebt, dann übergießen Sie ein bis zwei Teelöffel des Matcha-Pulvers in der Teeschale mit 70 bis 80 Grad Celsius heißem Wasser und schwingen dann den Besen. Locker aus dem Handgelenk geschlagen, rühren Sie den Tee solange an bis er leicht schaumig wird.

Wann Sie grünen Tee meiden sollten

Grüner Tee enthält Koffein! Grüner Tee enthält je nach Sorte etwa 5 - 40 mg Koffein pro Tasse. Menschen, die empfindlich oder allergisch auf Koffein reagieren, sollten daher vermeiden das grüne Gesundheitselixier zu trinken oder wenigstens die Mengen reduzieren. Auch sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie unter ständigem Medikamenteneinfluss stehen, ob der regelmäßige und ausgeprägte Konsum von grünem Tee Einfluss auf Ihre Medikation haben kann, denn grüner Tee ist ein Blutverdünner und kann mit einigen Medikamenten interagieren. Menschen, die während einer Diät auf spezielle Lebensmittel wie etwa blutverdünnende Ergänzungen wie Lebertran oder hochdosierte Kurkuma-Kapseln setzen, sollten ebenfalls vermeiden grünen Tee zu trinken.

Fazit

Im Großen und Ganzen ist grüner Tee ein echtes Gesundheits-Ass und für nahezu jeden Menschen unabhängig von Geschlecht oder Alter empfehlenswert. Die Vorteile, die der Konsum von grünem Tee auf die Hirnfunktion und Leistungsfähigkeit, auf die Zahnhygiene sowie auf den Stoffwechsel und die Verdauung hat, überwiegen die Nachteile, die eigentlich nur Ausnahmefälle betreffen. Lediglich die Einnahme von Medikamenten oder eine allergische Reaktion auf Koffein sollte Sie davon abhalten grünen Tee zu trinken. Für das allgemeine Wohlbefinden, aber auch für die Gewichtsreduktion und -regulierung ist grüner Tee geeignet. Nebenwirkungen von grünem Tee sind derzeit nicht bekannt – mit der einzigen Ausnahme, dass Sie keinen minderwertigen Tee trinken sollten, der möglicherweise Schadstoffe enthält. Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, können Sie ihn gerne teilen oder in den Kommentaren ein Feedback hinterlassen.


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