Abnehmen mit Zimt: Die Fettverbrennenden Eigenschaften des Gewürzes

Das Gewürz Zimt ist schon lange ein kleiner Geheimtipp bei zahlreichen Diäten. Denn die Ernährungseigenschaften und die Nährwerte von Zimt machen ihn zu einem besonders effektiven und zugleich aromatischen Begleiter bei der Gewichtsreduzierung. Neben essentiellen Mineralien wie Eisen, Mangan, Magnesium, Kalzium und Kalium wirken sich zudem die enthaltenen Ballaststoffe positiv auf die Verdauung aus und die enthaltenen Pflanzenstoffe senken den Cholesterinspiegel, was wiederum zu einer erhöhten Fettverbrennung führt. Zimt ist ein wahrer Fettkiller und eignet sich daher hervorragend zum Abnehmen. Wie genau Sie Zimt zum Abnehmen in Ihren Alltag integrieren können, wie Sie ihn dosieren sollten und welche gesundheitlichen Vorteile Ihnen das Gewürz noch bringt, erfahren Sie in folgendem Artikel.

​Abnehmen mit Zimt: Drei Fettverbrennende Eigenschaften des Gewürzes

Zimt ist ein höchst komplexes Gewürz, das gleich auf verschiedenen Ebenen dabei helfen kann Ihr Gewicht zu reduzieren, beim Abnehmen zu unterstützen und Ihr Gewicht zu halten.

Zimt hilft Ihnen dabei Ihren Blutzucker zu kontrollieren

Ein kontrollierter Blutzucker ist deshalb so wichtig, weil er uns dabei hilft, regelmäßige Essgewohnheiten zu etablieren. Ein harmonischer Blutzuckerspiegel ist daher für die Gewichtsabnahme von großer Bedeutung, denn er sorgt unter anderem dafür, dass Sie keine Heißhunger-Attacken bekommen. Um den positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel zu erzielen, sollten Sie täglich etwa einen Gramm Zimt zu sich nehmen. Laut einer amerikanischen Untersuchung reicht diese Menge bereits aus, um den Spiegel des Blutzuckers um bis zu 30 % zu senken. Auch zahlreiche andere Forschungen belegen diesen Zusammenhang. Auch der Effekt von Zimt auf Diabetiker steht immer wieder im Fokus der Untersuchungen, denn gerade Typ-2-Diabetiker leiden häufig an Übergewicht und der regelmäßige Konsum von Zimt verspricht eine Verbesserung der Insulinausschüttung. Da Insulin die Fettverbrennung maßgeblich beeinflusst und sich noch dazu positiv auf die Fettwerte im Blut auswirkt, ist eine regelmäßige Einnahme von Zimt gerade zur Optimierung der Insulinresistenz und zur Regulation des Blutzuckers empfehlenswert.

Zimt beschleunigt Ihren Stoffwechsel

Zimt hat die Fähigkeit den Stoffwechsel von Zucker und Kohlenhydraten zu verändern. Mit einem besseren Stoffwechsel wird Ihr Körper in der Lage sein, Kohlenhydrate besser zu nutzen. Der Stoff, welcher der Zimtrinde das unvergleichliche Aroma verleiht – Zimtaldehyd – wurde im 19. Jahrhundert erstmals aus Zimtöl isoliert gewonnen. Gerade diese in Zimt vorkommende Verbindung ist die treibende Kraft für gesteigerte Stoffwechselaktivitäten wie Forscher der University of Michigan nun herausfanden. Sie konnten darlegen, dass das Zimtaldehyd thermogene Eigenschaften besitzt. Um Wärme zu erzeugen beherrscht der menschliche Organismus dieses Prinzip, dass sich in der Biologie Thermogenese nennt. Hierbei wandelt der Körper Kalorien in Wärme um. Ein Stoffwechselprozess, der evolutionstheoretisch bedingt ist, denn bei eisigen Temperaturen können wir das körpereigene Fett verbrennen, um Wärme zu erzeugen. Ein Mechanismus, der früher zum Überleben diente, aber auch heute noch funktioniert. Das Problem heute ist eher das zu hohe Fettlevel in unserem Körper, weshalb man bei jedem Versuch Abzunehmen zunächst versuchen sollte seinen Körperfettanteil zu reduzieren – durch Verzicht auf fettige Nahrung -, um sodann dem noch vorhandenen Fett mittels thermogener Prozesse, die durch die regelmäßige Einnahme von Zimt gefördert werden, an den Kragen zu gehen.

Zimt hilft dabei den Appetit zu zügeln und Heißhunger zu vermeiden

Zimt kann dabei helfen, sich länger satt zu fühlen. Obwohl man Zimt mit einer Süßigkeit assoziiert, ist das Gewürz doch eher scharf und ohne Gebäck, Milchreis, Kuchen oder Crêpes von Natur aus gar nicht süß. Einzig harmoniert dieser wunderbar mit Süßspeisen. Tatsächlich hat Zimt aber die Wirkung, Heißhunger-Attacken zu verhindern und die Gelüste auf etwas Süßes zu stillen. Besonders jene Menschen, die derzeit eine Diät machen oder eine Ernährungsumstellung durchleben, plagt häufig Heißhunger. Gibt man diesem Drang dann nach – was nur menschlich ist – futtert man meist noch mehr als ohne die selbst auferlegten Verbote. Um diesen Heißhunger-Attacken erst gar nicht zu erliegen, sollten Sie täglich einen halben bis einen ganzen Teelöffel Zimt zu sich nehmen. Am besten gleich morgens zum Frühstück, indem Sie den Zimt unter Ihr Müsli oder in Ihren Joghurt mischen.
Einer der im Zimt enthaltenen Pflanzenstoffe wirkt nämlich positiv auf den Blutzuckerspiegel, indem er sich ähnlich wie Insulin im Körper verhält.

Gesundheitliche Vorteile von Zimt

Die gesundheitlichen Vorteile, die der Verzehr von Zimt mit sich bringt, sind unter anderem der Schutz des Herzens, der Schutz des Gehirn und eine Minimierung des Risikos an Alzheimer oder Parkinson zu erkranken sowie die Unterstützung der Zahngesundheit.

1. Schützt die Gesundheit des Herzens

Für die Gesundheit des Herzens ist ein guter Cholesterinspiegel relevant. Aufgrund falscher Ernährung oder dem Verzehr von zu großen Mengen an cholesterinhaltigen Lebensmitteln ist der Cholesterinwert bei vielen Menschen zu hoch. Um diesen zu senken, empfiehlt es sich wenigstens einen Gramm bis zu 6 Gramm Zimt täglich in Ihren Ernährungsplan aufzunehmen. Denn schon diese verhältnismäßig kleine Menge an Zimt wirkt sich bereits positiv auf Ihren Cholesterinspiegel und somit auch auf Ihren Blutdruck und Ihre Herzgesundheit aus. Zahlreiche Studien haben die gesundheitlichen Vorteile von Zimt bereits nachgewiesen. Darunter auch die Wirkung von Zimt auf den Blutzuckerspiegel, der durch das sogenannte MHPD, ein Polyphenol, gesenkt wird. Aber auch die anderen Inhaltsstoffe von Zimt – die zahlreichen Mineralstoffe und Vitamine – begünstigen ein gesundes Herz-Kreislaufsystem. Probieren Sie daher bei einem zu hohen Blutdruck oder einem erhöhten Cholesterinwert Zimt nicht nur während der Weihnachtstage, in denen das Gewürz häufig zum Einsatz kommt, in Ihre tägliche Ernährung zu integrieren.

2. Schützt das Gehirn vor Parkinson und Alzheimer

Laut aktueller Ergebnisse einer Forschungskooperation von Roshni George und Donald Graves, beide an der amerikanischen University of California in Santa Barbara tätig, ist Zimt fähig einen Alzheimerausbruch zu verhindern. Zwei chemische Verbindungen, die in Zimt vorkommen seien dafür der Grund. Zimtaldehyd und Epicatechin heißen die beiden Verbindungen, welche in den Hirnzellen die Entstehung von sogenannten neurofibrillären Bündeln vermeiden sollen. Eben diese Bündel sind typisch bei Alzheimer-Patienten.

Auch gegen Parkinson könnte Zimt nach mehreren Studien helfen. Zwar bisher nur an Mäusen getestet fanden Forscher heraus, dass sich Zimt innerhalb der Leber umwandelt – nämlich in das Natriumsalz Natriumbenzoat, welches wiederum in das Gehirn transportiert werden kann um dort bestimmte Eiweißstoffe zu schützen. Eben jene Eiweißstoffe verzeichnen bei Parkinson-Patienten einen enormen Rückgang. Das aus Zimt gewonnene umgewandelte Salz hingegen schützt vor dem Rückgang der Eiweißstoffe. Die Tiere zeigten in den Tests darüber hinaus eine Normalisierung an Nervenbotenstoffen, die mit dem Funktionieren der Motorik zusammenhängen.

3. Schützt Zahngesundheit und hilft Mundgeruch zu bekämpfen

Auch auf die Zahngesundheit und Mundhygiene kann sich Zimt positiv auswirken. Vor allem die antibakteriellen Eigenschaften machen das Gewürz zu einem geeigneten Begleiter der täglichen Zahnpflege, denn gerade zu viele Bakterien im Allgemeinen oder zu viele ungesunde Bakterien im Speziellen im Mundraum sind für Mundgeruch verantwortlich. Zudem ist Zimt entzündungshemmend und soll sogar gegen Schmerzen helfen. Immer mehr Hersteller von veganer Zahnpasta etwa setzen daher auf Zimt als Inhaltsstoff. Vor allem um lästigen Mundgeruch zu verbannen sollten Sie auf Zimt setzen. Dieser hat nicht nur ein angenehm würziges Aroma, das Ihnen einen frischen Atem verleiht, sondern hilft Ihnen auch bestimme Essensgerüche komplett zu neutralisieren. Als ein selbstgemachtes und simples Mundwasser probieren Sie einfach mal einen Zimt-Tee, der die Gerüche von Zwiebeln oder Knoblauch direkt beseitigt. Zimt beeinflusst die Mundflora aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaften auf positive Weise und soll sogar beim Aufhellen der Zähne – in Verbindung mit Kurkuma und Kokosöl – nützlich sein.

Nährwertangaben

Die folgenden Nährwertangaben beziehen sich auf 100 Gramm handelsüblichen gemahlenen Zimt.

Kalorien

​318 kcal

​Proteine

​3,9 g

​Kohlenhydrate

​56 g

- Davon Zucker

​10,6 g

​Fett

3,2 g

​Ballaststoffe

​24,4 g

Die wichtigsten Nährstoffe, die in Zimt enthalten sind, sind vor allem die Mineralstoffe. Denn trotz aller lobenswerten Eigenschaften, kann Zimt nicht mit einer großen Vielfalt an Vitaminen aufwarten. Immerhin Vitamin A (0,03 mg) sowie Vitamin B1 (0,08 mg) und B2 (0,14 mg) sind enthalten. Dafür findet man in 100 Gramm Zimt 1228 mg Kalzium. Umgerechnet bedeutet dies, dass Sie mit einem Esslöffel Zimt pro Tag bereits knapp 8 % des Tagesbedarfs an Kalzium abdecken können. Kalzium ist ein essentielles Mineral, das dabei hilft, ein optimales Gewicht zu halten. Ein Kalziummangel hingegen kann zu Fettleibigkeit führen. Auch die Mineralien Eisen (38,1 mg), Magnesium (56 mg), Chlorid (220 mg) und Kalium (500 mg) sind neben Kupfer, Fluorid, Phosphor, Schwefel, Mangan und Zink in Zimt vorzufinden.

​So verwenden Sie Zimt zum Abnehmen

Um Zimt effektiv zur Gewichtsreduzierung zu verwenden, sollten Sie im Schnitt 6 Gramm des Gewürzes am Tag zu sich nehmen. Zimt ist problemlos im Supermarkt in gemahlener Form oder als ganze Zimtstange zu erwerben. Auch zwischen Cassia-Zimt und Ceylon-Zimt können Sie wählen. Am ehesten eignet sich Zimtpulver, um es ohne großen Aufwand Ihren Mahlzeit hinzuzufügen. Zimt harmoniert wunderbar mit koffeinhaltigen Getränken wie Cappuccino oder Milchkaffee, kann im Frühstücksmüsli mit Nüssen oder Früchten gegessen werden oder Ihrem morgendlichen gesunden Shake oder Smoothie den geschmacklichen Pfiff geben. Auch zu deftigen Speisen wie Kartoffeln, Linsen oder Süßkartoffeln passt Zimt gut und verleiht den Gerichten eine orientalische Note. Überaus beliebt wegen der geschmacklichen Harmonie ist Zimt aber noch immer bei Desserts und Süßspeisen wie Apfelstrudel oder Milchreis. Als optimaler Drink zum Abnehmen hat sich das Gemisch aus Honig, Zitronensaft und Zimt erwiesen.

Wann man Zimt ​vermeiden sollte

Zimt ist ein Stimulans: Der übermäßige Konsum von Zimt ist für schwangere Frauen nicht empfohlen, da er vorzeitige Wehen verursachen kann. Nach der Schwangerschaft und dem Abstillen können Sie jedoch wieder Zimt-Tee oder andere leckere Rezepte mit Zimt zu sich nehmen, um die in der Schwangerschaft möglicherweise angesammelten Pfunde wieder zu verlieren.

Zimt ist ein Blutverdünner: Wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen oder derzeit Antibiotika zu sich nehmen, sollten Sie auf Zimt ganz verzichten. Auch Diabetiker, die sich regelmäßig Insulin spritzen sollten Zimt wegen seiner blutverdünnenden Eigenschaft vermeiden.

Fazit

Die gesundheitlichen Vorteile von Zimt äußern sich vor allem in seinem Einfluss auf den Stoffwechsel sowie den Blutzucker- und Cholesterinspiegel. Aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung hat er ebenfalls heilsame Kräfte hinsichtlich der Mundhygiene und der Wundheilung. Vor allem ist es aber die komplexe Wirkstoffkombination des Zimts, die sich auf das gesamte Herz-Kreislaufsystem und das Gehirn positiv auswirken kann. Lediglich Schwangere sollten für eine kurze Zeit auf Zimt verzichten. Ebenso sollten Sie – wie immer, wenn Sie unter Medikamenteneinfluss stehen – stets bedenken, dass Zimt wie ein Blutverdünner wirkt und die Einnahme mit einem Arzt absprechen. Wenn Ihnen der Artikel über das Thema Zimt zum Abnehmen gefallen hat hinterlassen Sie gerne Ihr Feedback in den Kommentaren. Wenn Sie möchten, können Sie sich auch über Ihre gemachten Erfahrungen mit Zimt zur Gewichtsreduzierung austauschen oder den Artikel teilen.


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