Haarausfall durch Vitamin D Mangel: Anzeichen und was Sie dagegen tun können

Vitamin D ist ein wichtiger Baustein zur Gesunderhaltung des Körpers. Es reguliert das Immunsystem, stärkt die Knochen und unterstützt die Muskelleistung.

Ein Mangel an Vitamin D kann viele Probleme verursachen. Unter anderem auch Haarausfall.

In diesem Artikel erfahren Sie den Zusammenhang zwischen Vitamin D und Haaren, welche Anzeichen auf einen Mangel hindeuten und wie Sie Ihren Vitamin D-Spiegel anheben können.

Wie Vitamin D-Mangel und Haarausfall zusammenhängen

Bis zu 100 Haare pro Tag zu verlieren, gilt als normal. Wenn über längere Zeit deutlich mehr Haare ausfallen, kann das ernste Ursachen haben: Autoimmunerkrankungen, Schilddrüsenstörungen, hormonelle Schwankungen, oder Diabetes können zu Haarausfall führen.

Auch Stress, ungesunde Ernährung, Medikamenteneinnahme und genetische Faktoren spielen eine Rolle. Häufig liegt dem Haarausfall ein Nährstoffmangel zugrunde, wodurch die Haarwurzeln nicht mehr ausreichend versorgt werden und das Wachstum einstellen.

Dabei handelt es sich oft um ein Defizit an Zink, Eisen, Selen, B-Vitaminen, Aminosäuren oder eben Vitamin D. Das „Sonnenvitamin“ spielt für die Haargesundheit eine wichtige Rolle.

Vitamin D wirkt auf die Bildung der Keratinozyten

Man weiß, dass Vitamin D die Bildung und Differenzierung der Keratinozyten beeinflusst. (1) Keratinozyten sind hornbildende Zellen in der Oberhaut, die Keratin produzieren. Sie bilden auch den Hauptbestandteil unserer Haare.

Das Haar wächst ausschließlich durch die Teilung dieser Zellen in der Haarzwiebel. Die Keratinozyten werden nach oben geschoben und verwandeln sich von weichen, lebendigen Zellen in verhorntes, totes Material, das dann sichtbar als Haar aus der Kopfhaut austritt. (2)

Die Teilungsrate der Keratinozyten ist während der Wachstumsphase, die etwa vier bis sechs Jahre dauert, besonders hoch und wird durch Vitamin D angeregt.

Vitamin D beeinflusst womöglich den Haarzyklus

Haarfollikel besitzen zwei Vitamin D-Rezeptoren: An der Haarpapille, einem gefäßreichen Bindegewebe, in das die Haarwurzel eingebettet ist und das die Blutversorgung gewährleistet, sowie an der inneren epithelialen Haarwurzelscheide.

Beim Haarausfall spielen vor allem letztere eine Rolle, denn sie werden vor allem in der Wachstumsphase und der Übergangsphase verstärkt gebildet. Daher nimmt man an, dass der Vitamin D-Rezeptor in Verbindung mit einigen Hormonen die Wachstumsphase steuert und aufrechterhält.

Ohne den Rezeptor endet der Haarzyklus in der Ruhephase und es wird kein neues Haar gebildet. Offenbar bewirkt der Vitamin D-Rezeptor diesen Vorgang ganz alleine, unabhängig von der Anwesenheit von Vitamin D.

Man kann aber wohl davon ausgehen, dass Vitamin D auch irgendwie in diesen Prozess involviert ist, allerdings hat die Wissenschaft darauf noch keine Antwort. (3)

Vitamin D-Mangel begünstigt die Entstehung der Alopecia areata

Eine Studie an 86 Patienten mit kreisrundem Haarausfall aus dem Jahr 2014 zeigte, dass die Serum Vitamin D-Spiegel bei den Betroffenen signifikant niedriger waren als in der gesunden Kontrollgruppe. (4)

Je ausgeprägter der Mangel war, umso schlimmer zeigte sich die Erkrankung. Die Wissenschaftler empfehlen daher, bei Alopecia areata den Vitamin D-Spiegel bestimmen zu lassen, um die Möglichkeit einer Therapie mit Vitamin D zu erwägen.

Vitamin D verbessert den Kalziumeinbau ins Haar

Nicht nur Knochen benötigen Kalzium, auch der Haarboden braucht genug dieses basischen Mineralstoffs, um Haarsubstanz aufzubauen.

Ist der Vitamin D-Wert im Blut zu niedrig, kann das Kalzium nicht ordnungsgemäß in die Haare eingebaut werden, selbst wenn genug Kalzium im Körper ist. Durch den Mangel wird das Haar brüchig oder fällt aus. (5)

Anhand der Studienlage kann man davon ausgehen, dass Vitamin D zumindest einen vorbeugenden Effekt gegen Haarausfall hat, und bei schon bestehendem Haarausfall eine Verschlimmerung verhindert werden kann. (6)

Vitamin D-Mangel steht in engem Zusammenhang mit der Entstehung von Autoimmunerkrankungen. (7) Daher könnte eine Substitution besonders hilfreich für alle Betroffenen von autoimmunen Formen des Haarausfalls sein.

Dazu gehören die Alopecia areata, totalis und universalis, sowie Haarausfall bei systemischem Lupus erythematodes. Auch bei Infektionen der Kopfhaut könnte Vitamin D zur Regulierung des Immunsystems erfolgversprechend sein.

​Auch andere Nährstoffe spielen eine Rolle

Nicht nur ein Vitamin D-Mangel kann sich negativ auf die Haargesundheit auswirken. Auch eine verminderte Versorgung mit Zink, Eisen, Selen oder Biotin kann brüchige, kraftlose Haare und Haarausfall zur Folge haben.

In den Cosphera Haar Vitaminen finden sich all diese Nährstoffe in hoher Konzentration. Ergänzt wird der Wirkkomplex unter anderem durch Zugabe von organischem Schwefel (MSM), der Aminosäure L-Cystein und dem siliziumreichen Hirsesamenextrakt.

Nur wenn die Haarwurzel alle Nährstoffe in ausreichendem Maß erhält, können die Haare lang und gesund wachsen.

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Anzeichen für einen Vitamin D-Mangel

Ein Vitamin D-Mangel ist in der deutschen Bevölkerung weit verbreitet. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts, die zwischen 2008 und 2011 an knapp 7000 Erwachsenen durchgeführt wurde, leiden 56% an einem Vitamin D-Mangel (unter 50 nmol/l). (8)

Da fast jede Zelle des Körpers über Vitamin D-Rezeptoren verfügt und Vitamin D über 2000 Gene steuert, stellt es eine Grundlage für sämtliche Körperfunktionen dar. Entsprechend umfangreich ist die Liste an Symptomen eines Mangels:

  • Müdigkeit und Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerz und Schwindel
  • Osteoporose und häufige Knochenbrüche
  • Immunschwäche, Infektanfälligkeit und Autoimmunerkrankungen
  • Herzrhythmusstörungen und Kreislaufschwäche
  • Muskelschwäche und Krämpfe
  • Nervenschmerzen und Depressionen
  • Diabetes

Vitamin D über die Ernährung

Vitamin D wird nur zu einem kleinen Teil aus Nahrungsmitteln aufgenommen. Eine Vitamin D-arme Ernährung kann daher einen Mangel begünstigen, ist aber nicht die Hauptursache.

Auch Menschen mit schweren Erkrankungen des Darms und des Verdauungssystems, wie Morbus Crohn, Zöliakie oder Bauchspeicheldrüseninsuffizienz, können aufgrund mangelhafter Resorption   leichter ein Vitamin D-Defizit entwickeln.

Zum größten Teil aber synthetisiert der Körper das Vitamin selbstständig in der Haut mithilfe von Sonnenlicht.

Mangel an UV-Licht führt zu Vitamin D-Mangel

Wer also viel im Büro arbeitet und sich kaum an der Sonne aufhält, läuft Gefahr, zu wenig Vitamin D zu bilden. Auch dunkelhäutige Menschen sind hier im Nachteil.

Im Herbst und Winter reicht die Sonnenintensität in unseren Breitengraden nicht aus, um die Vitamin D-Produktion in der Haut anzuregen. 80% der Deutschen rutschen dann in eine Unterversorgung. (9)

Vitamin D-Mangel durch Arzneimittel

Von zahlreichen Medikamenten ist bekannt, dass sie Vitamin D-Räuber sind. Besondere Risiken bestehen bei der Einnahme von Antiepileptika, Corticoiden, Virustatika (z.B. gegen HIV) und Zytostatika (Krebsmedikamente). (10)

Wie Sie Ihren Vitamin D-Spiegel anheben können

Die Vitamin D-Versorgung wird über den 25-OH-Vitamin-D3 Wert im Blut bestimmt. Relative Einigkeit besteht in der medizinischen Fachschaft darin, dass unter 50 nmol/l bzw. 20 ng/ml ein eindeutiger Mangel vorliegt. Was aber ein optimaler Wert ist, darüber streiten sich die Experten.

Der größte Schutz vor Vitamin D-bedingten Erkrankungen scheint bei einem Wert zwischen 100 und 125 nmol/l bzw. 40 und 50 ng/ml zu liegen. (11)

Das können Sie tun, um Ihren Wert anzuheben:

1. Ernährung

Die Ernährung spielt bei der Versorgung mit Vitamin D nur eine sekundäre Rolle. Im Schnitt nehmen Erwachsene darüber 2-4 Mikrogramm täglich auf. Für eine optimale Versorgung müssen es aber 20 Mikrogramm pro Tag sein. (12)

Dennoch können Vitamin D-reiche Nahrungsmittel einen gewissen Beitrag zu einem guten Status liefern.

Vitamin D ist vor allem in tierischen Lebensmitteln enthalten. Ganz oben auf der Liste steht dabei Fisch: Aal, Hering und Lachs sind die top Vitamin D-Lieferanten. Hühnerei, Butter/Pflanzenmargarine, Pilze, Avocado und Käse liefern auch noch eine gewisse Menge.

2. Gemäßigtes Sonnenbaden

Vitamin D wird durch Sonnenlicht in der Haut gebildet. Damit ist die Sonne unsere wichtigste Vitamin D-Quelle.

Je nach Hauttyp müssen wir uns nur 10 (hellhäutige) bis 45 Minuten (mediterraner, dunkler Typ) in der Sonne aufhalten, um den täglichen Vitamin D-Bedarf zu decken. Das entspricht der Eigenschutzzeit des jeweiligen Typus. Dabei sollte so viel Haut wie möglich dem Licht ausgesetzt sein.

Am wirkungsvollsten ist hier die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr. Die Synthese von Vitamin D durch Sonnenlicht funktioniert in Mittel- und Nordeuropa aufgrund des Einfallswinkels der Sonne nur während der Sommermonate etwa von April bis September.

Um Vitamin D zu bilden, darf kein Sonnenschutz auf der Haut aufgetragen werden. Sonst können die wirksamen UV-B Strahlen nicht durchdringen. (13)

Ein maßvoller Umgang mit der Sonne ist hier angezeigt: Wir sollten die natürliche Eigenschutzzeit der Haut ausnutzen um Vitamin D zu bilden, und sie dann durch ein geeignetes Mittel schützen bzw. uns im Schatten aufhalten und leichte Kleidung tragen.

3. Nahrungsergänzung

Während der Wintermonate profitieren aufgrund des Sonnenmangels die meisten Menschen in unseren Gefilden von einer Vitamin D-Supplementierung. Die wenigsten haben über den Sommer einen so hohen Speicher aufgefüllt, dass es über die dunkle Jahreszeit reicht.

Am sichersten ist es, die Blutwerte bestimmen und regelmäßig kontrollieren zu lassen. Als Nahrungsergänzung werden Tabletten, Kapseln und Öle angeboten. Vitamin D3-Präparate haben eine stärkere Wirkung als die D2-Supplemente auf pflanzlicher Basis.

Experten empfehlen für Menschen, die sich viel in geschlossenen Räumen aufhalten, im Sommer eine Substitution von 400-1000 Internationalen Einheiten (IE), im Winter eine Dosis von 3000-4000 IE. Vitamin K2 und Magnesium sollten als wichtige Kofaktoren zusätzlich ergänzt werden. (14)

4. Zugrundeliegende Erkrankungen behandeln

Wenn der Vitamin D Mangel auf einer anderen Erkrankung wie z.B. einer Fettverdauungsstörung oder einer Darmresorptionsstörung beruht, oder schwere Hauterkrankungen vorliegen, die die Eingenproduktion behindern, müssen diese natürlich ebenso therapiert werden.

Sprechen Sie Ihren Arzt oder Heilpraktiker auf einen möglichen Vitamin D-Mangel an, und lassen Sie Ihren Wert im Blut bestimmen und dann regelmäßig kontrollieren, wie er sich unter der Substitution verändert.

​Prävention von Haarausfall durch Vitamin D Mangel

Sie können vieles selbst dazu beitragen, dass Ihr Vitamin D-Spiegel sich im optimalen Bereich einpendelt, und der Haarausfall bald der Vergangenheit angehört.

Vitamin D-Mangel vorbeugen

1. Verbringen Sie im Sommer täglich 15-20 Minuten in der Mittagssonne, um die Vitamin D-Synthese in der Haut anzuregen und die Speicher zu füllen.

2. Optimieren Sie Ihre Ernährung, indem Sie reichlich Vitamin D-reiche Nahrungsmittel zu sich nehmen.

3. Nehmen Sie zumindest während der Wintermonate ein Vitamin D-Präparat als Nahrungsergänzungsmittel ein, um nicht zu stark ins Defizit zu rutschen.

4. Lassen Sie regelmäßig Ihren Vitamin D-Status im Blut bestimmen.

Haarausfall reduzieren und Haarwuchs anregen

1. Kämmen Sie die Haare vorsichtig mit einem grobzinkigen Kamm, um nicht zu viele Haare auszureißen.

2. Tragen Sie Ihre Haare so oft wie möglich offen und vermeiden Sie straff gebundene Frisuren.

3. Pflegen Sie Kopfhaut und Haare mit natürlichen Ölen wie Rizinus-, Schwarzkümmel- oder Arganöl.

4. Massieren Sie täglich die Kopfhaut, um die Durchblutung und Ernährung der Haarfollikel zu verbessern. Ätherische Öle wie Rosmarin- oder Pfefferminzöl helfen dabei zusätzlich.

5. Probieren Sie die Inversion-Method aus.

Fazit - Vitamin D Mangel ist eine der häufigen Ursachen für Haarausfall

Wenn Sie unter Haarausfall oder anderen gesundheitlichen Problemen leiden, sollten Sie ihren Vitamin D-Wert kontrollieren und sich optimal einstellen lassen. Die Wissenschaft bestätigt die vielen gesundheitlichen Vorzüge einer guten Vitamin D-Versorgung.

Für alle Probleme im Zusammenhang mit den Haaren – von brüchigem Haar über Spliss bis hin zu Haarausfall – empfehlen wir die Cosphera Haar Vitamine als zusätzliche Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung.

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