Zuckerersatz: Die gesündesten Süßungsmittel

 

 

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Weil das Bewusstsein um die Problematik von zu hohem Zuckerkonsum immer mehr Menschen bewusst wird, steigt das Interesse an alternativen Süßstoffen, sowie an Produkten, die solche als Süßungsmittel statt Zucker verwenden. Doch auch viele dieser Süßstoffe sind schädlich für die Gesundheit: Ob Aspartam, Sucralose oder Agavendicksaft – auch diese Zuckerersatzstoffe sollte man eigentlich weitestgehend vermeiden.

Das bedeutet nicht, dass man völlig auf süßen Geschmack verzichten muss. Es gibt auch solche Süßstoffe, die sich wenig bis gar nicht negativ auf die Gesundheit auswirken. In diesem Überblick über Süßstoffe erfahren Sie, welche dies sind.

Zucker, das weltweit mit Abstand meistverbreitete Süßungsmittel, ist in vielen Lebensmitteln allgegenwärtig. Egal ob in Süßspeisen, Torten, Schokolade oder in Fruchtsäften und Limonaden – heutzutage kommt man kaum an Zucker vorbei. Dabei ist längst bekannt, dass Zucker alle möglichen körperlichen und mentalen Beschwerden auslösen kann. Dazu gehören beispielsweise Fettleibigkeit, Hautkrankheiten, Durchfall, Depressionen, Angstzustände, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Auch Langzeitfolgen wie Diabetes kann langjährig überhöhter Zuckerkonsum haben, und Studien zufolge begünstigt zu hoher Zuckerkonsum Krankheiten wie Alzheimer und Krebs.

Die meisten Menschen konsumieren generell viel zu viel Zucker – Langzeitfolgen wie Fettleibigkeit und Diabetes sind längst zu Volkskrankheiten geworden. Die WHO empfiehlt die Höchstmenge von 6 Teelöffel Zucker pro Tag nicht zu überschreiten, was ungefähr 25 Gramm entspricht. In Deutschland werden statistisch gesehen pro Kopf täglich 100 Gramm Zucker konsumiert, also die vierfache Menge.

Gesundheitsrisiken durch den Konsum von Zucker

Der Konsum von Haushaltszucker bringt eine ganze Reihe gesundheitlicher Risiken mit sich.

Dieser raffinierte Zucker, in der Fachsprache auch als Saccarose bekannt, gelangt bei Konsum sehr rasch ins Blut und lässt den Blutzuckerspiegel rasch stark ansteigen. Dies lässt auch die Produktion von Insulin nach oben schnellen, wodurch die Bauchspeicheldrüse belastet wird. Diese neigt dabei zur Überproduktion, wodurch der Zucker zu schnell wieder abgebaut wird, was Müdigkeit zur Folge hat – der Körper verlangt dadurch nach noch mehr Zucker. Ein verhängnisvoller Kreislauf, welcher langfristig zu Insulinresistenz führen kann, welche wiederum zu hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck, und Übergewicht zur Folge hat. Denn die Leber wandelt überschüssigen Zucker in Fett um. Je mehr Zucker sich im Körper befindet, umso mehr davon wird also auch in Fett umgewandelt.

Bei einer solchen ständigen Zufuhr an zu viel Zucker sprechen Ärzte vom metabolischen Syndrom. Dieses erhöht die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, ebenso dramatisch, wie etwa einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden.

Medizinische Studien weisen darüber hinaus darauf hin, dass zu hohe Insulinwerte auch das Wachstum von Krebszellen begünstigen könnten. Denn solche Krebszellen haben im Frühstadion Insulinrezeptoren an ihrer Oberfläche. Statistisch ist es längst erwiesen, dass übergewichtige Personen einer 30 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit unterliegen, dass sich bestimmte Karzinome in etwa des Eierstöcken, Nieren, oder in der Brust bilden.

Ein zu hoher Zuckerkonsum fördert auch das Entstehen von Alzheimer. Denn im Gehirn sorgt ein zu hoher Insulingehalt dafür, dass das Eiweiß Beta-Amyloid nicht optimal abgebaut werden kann. Und dieses Eiweiß sorgt im Gehirn zur Bildung der sogenannten Plaques, welche im frühen Stadion von Alzheimer gebildet werden.

Einfache Überkonsumierung von Zucker

Die Versuchung, zu viel Zucker zu konsumieren ist groß. Dies liegt daran, dass das menschliche Belohnungszentrum auf Zucker ähnlich reagiert, wie auf Suchtgift. Daher hat man sehr schnell zu viel Zucker konsumiert. Denn nur 1 Gramm Zucker hat den sehr hohen Energiegehalt von 4 Kalorien. Und ein Teelöffel Zucker hat bereits 4 Gramm.

Versteckter Zucker

Dass wir Menschen dem Geschmack von Zucker kaum widerstehen können, hat auch die Nahrungsmittelindustrie längst für sich nutzbar gemacht. Seit Jahren mischt sie immer mehr Zucker verschiedensten Lebensmitteln bei, um den Geschmack zu verbessern und so mehr Umsätze zu generieren. Dabei nimmt sie keine Rücksicht auf die gesundheitlichen Begleiterscheinungen von zu viel Zuckerkonsum. Inzwischen wird nahezu allen prozessierten Lebensmitteln heute meist auch viel Zucker beigefügt.

Nur weil sie vielleicht auf Zucker im Kaffee oder auf Nachspeisen verzichten, bedeutet dies also nicht, dass sie nicht dennoch versteckten Zucker zu sich nehmen. So finden sich beispielsweise große Zuckermengen in Salatdressings, in Salatgurken, in Smoothies oder etwa in Fruchtjoghurt. Achten Sie auf die Angaben auf der Verpackung, um Aufschluss über den Zuckergehalt zu erhalten.

Salatdressings enthalten beispielsweise bis zu zwei Esslöffel Zucker je 30 Milliliter, was in etwa einer Menge von zwei Esslöffeln entspricht. Auch sogenannte Light-Dressings können täuschen: Nicht selten wird der Geschmacksverlust, den der reduzierte Fettgehalt von Salatdressings mit sich bringt, mit mehr Zucker ausgeglichen. Fit bedeutet also nicht unbedingt gesund…

Auch scheinbar gesund anmutende Getränke wie Fruchtsäfte werden mitunter, als wäre der natürliche Fruchtzucker nicht schon genug, mit raffiniertem Zucker angereichert. Beispielsweise enthält ein kleines Glas Orangensaft (0,25 Liter) 22 Gramm Zucker, was umgerechnet 88 Kalorien ausmacht. Das entspricht fast der gesamten von der WHO empfohlenen Tagesdosis von 25 Gramm.

Besonders extrem ist der Gehalt von Zucker in Energy-Drinks und Cola-Getränken. 100 Milliliter Energy-Drink enthalten bis zu 12 Gramm Zucker. In einem Liter Cola finden sich ganze 110 Gramm Zucker – das entspricht über 40 Stück Würfelzucker!

Ungesunder Zuckerersatz in „Light-Produkten“

Die Nachfrage nach Lebensmitteln ohne Zucker ist in den letzten Jahren aufgrund stiegndem Gesundheitsbewusstseins rapide angestiegen. Die Lebensmittelhersteller haben auf diese seit den 1990er Jahren aufkommende Nachfrage nach kalorienarmen Produkten reagiert und entsprechende “Light” und “null Kalorien” Produkte auf den Markt gebracht. Diese enthalten zwar wenig bis gar keinen Zucker und sind entsprechend kalorienarm. Das Problem an diesen Produkten ist allerdings, dass die Süßungsmittel, welche den Zucker in diesen Produkten ersetzen, ebenso eine teilweise erhebliche Bedrohung für die allgemeine Gesundheit darstellen, wie man nach und nach herausgefunden hat. Die am weitesten verbreiteten Süßstoffe waren bisher Aspartam und Sucralose.

Aspartam ist ein synthetischer Süßstoff, der 1965 per Zufall entdeckt wurde. Bei gleichem Energiegehalt wie Zucker ist Aspartam ungefähr 200 mal süßer. Inzwischen ist es allerdings wegen seiner möglichen gesundheitsschädlichen Eigenschaften überaus umstritten. Die gut ein Jahrzehnt später erstmals entwickelte Sucralose ist sogar 600 mal süßer als Kristallzucker. Sie wird durch Chlorierung von Zucker (Saccarose) gewonnen. Sucralose ist deshalb problematisch, weil sie zum einen, so vermutet man, die natürliche Darmflora schädigen könnte, und zum Anderen, das sie nur sehr langsam in der Umwelt abgebaut wird.

Beide Süßstoffe sind zwar als Lebensmittel nach wie vor zugelassen, allerdings tauchen seit einigen Jahren wegen ihrer potentiellen Gesundheitsrisiken mehr und mehr Berichte auf, eshalb sie von vielen gesundheitsbewussten Menschen gemieden werden.

​Diese Zuckerersatzstoffe sollten Sie vermeiden

Alles in allem gibt es eine ganze Menge an Stoffen, um unseren Appetit auf Süßes zu stillen. Viele davon sind allerdings alles andere als gut für unsere Gesundheit, und dazu gehören nicht nur die oben genannten Zucker, Aspartam und Suclarose. Es folgt eine kurze Übersicht aller Süßstoffe, die Sie meiden sollten:

Agavendicksaft

Agavendicksaft wird aus dem Saft mehrerer Arten der Agave, einer in Mexiko heimischen Pflanzenart, gewonnen. Hierfür wird den mindestens 8 Jahre alten Pflanzen zuerst der Kern entnommen. In dem so entstandenen Loch bildet sich dadurch über einen längeren Zeitraum täglich ein süßer Saft. Dieser Saft wird erhitzt, um die enthaltenen Polysaccaride in Einfachzucker umzuwandeln. Der weiters zu Sirup verdickte Agavensaft ist schließlich etwas dünnflüssiger als Honig, aber ebenso süß.

Der Agavendicksaft wird häufig als gesunde Alternative zu Zucker beworben, vor allem da er gesunde sekundäre Pflanzenstoffe, Spurenelemente und Mineralien enthält. Der Haken an der Sache: Um tatsächlich gesundheitlich von diesen Inhaltsstoffen zu profitieren, müsste der Agavensaft gleich literweise konsumiert werden. Da er jedoch besonders viel Fructose enthält, ist das auf jeden Fall eine schlechte Idee. Viele Menschen vertragen Fructose bereits in geringen Mengen nicht gut. Weiters fördert Fructose die Entstehung des metabolischen Syndroms. Da er noch mehr Fructose enthält als Haushaltszucker, macht dies den Agavensaft insgesamt langfristig zu einer noch schädlicheren Süßungsart als dies Zucker ist.

Das Gute: Agavendicksaft wird anders als Zucker kaum versteckt Lebensmitteln beigefügt, daher laufen Sie kaum Gefahr, diesen ohne Ihr Wissen zu konsumieren.

Aspartam

In den 60er Jahren entdeckte der Chemiker James M. Schlatter den Süßstoff Aspartam zufällig. Die farblose, kristalline Substanz hat nach ihrer Zulassung auf dem Lebensmittelmarkt seither eine beeindruckende Erfolgsstory geschrieben. Obwohl die ersten Tests mögliche Gesundheitsrisiken angedeutet haben, wurde das Mittel Anfang der 80er Jahre zugelassen und fand seither Verwendung in vielen Light-Produkten, allen voran in Limonaden und Cola Getränken. Denn als Süßstoff ist Aspartam äußerst effizient: Es hat einen vergleichbaren Energiegehalt wie Zucker, ist aber dafür um ganze 200 mal süßer. Deshalb haben mit Aspartam gesüßte Lebensmittel deutlich weniger Kalorien als solche, die mit mit Zucker gesüßt wurden.

In den letzen Jahren stieg jedoch das Bewusstsein um die Gesundheitsrisiken des Süßstoffes. Bereits in den ersten Testphasen für die Zulassung wurde bei Versuchen an Ratten ein Zusammenhang mit Gehirntumoren vermutet, der allerdings nicht einwandfrei nachgewiesen werden konnte.

Bei einer Studie in den 90er Jahren wurde nachgewiesen, das Aspartam die Stimmung von Versuchspersonen signifikant verschlechtern kann. Außerdem steht es im Verdacht Konzentrationsschwächen zu fördern. Weiters müssen Menschen, die an der angeborenen Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie leiden, Aspartam unbedingt meiden.

Die empfohlene Höchstmenge an Aspartam wurde in der EU auf 40mg/Kilogramm Körpergewicht festgelegt – was es fast unmöglich macht, diese zu überschreiten. Ein weiterer Nebeneffekt von Aspartamkonsum ist, dass er die Produktion von Insulin anregt. Dies hat nicht selten Heißhunger zur Folge, wodurch sich bei Menschen, die eigentlich abnehmen möchten, der gegenteilige Effekt einstellt.

Aspartam ist insbesondere in vielen Light-Getränken zu finden, aber auch in Kaugummi und anderen Süßigkeiten.

Sucralose

Sucralose ist ein verhältnismäßig besonders starkes Süßungsmittel. Im Vergleich zu Kristallzucker ist es 600 Mal süßer. Meist wird es als farblose Flüssigkeit angeboten. Der hauptsächlich in den USA hergestellte und erhältliche Süßstoff, wurde 1976 erstmals synthetisiert, als man auf der Suche nach einem geeigneten kalorienarmen Zuckerersatz war. Sucralose wird durch die sogenannte Chlorierung von Saccarose, also dem Hauptbestandteil von Haushaltszucker gewonnen. Bei dem chemischen Prozess werden die Hydroxygruppen des Zuckermoleküls gegen Chloratome ausgetauscht.

Sucralose hat im Grunde keinen zählbaren Nährwert, und die Süße hält besonders lange an, wobei Sucralose einen etwas bitteren Beigeschmack haben kann. Ein Vorteil der Sucralose ist, dass sie im Gegensatz zu Zucker keine Karies verursacht.

Sucralose wird von Gesundheitsbehörden als unbedenklich eingestuft. Es gab jedoch bei Tierversuchen Hinweise, dass der Süßstoff sich negativ auf die Darmflora auswirken könnte, wodurch sich, wie bei anderen Süßstoffen, eine Vorstufe von Diabetes bilden kann. Bekannt ist, dass der Stoff in der Natur nur sehr langsam abgebaut wird, wenn er über das Abwasser ins Freie gelangt.

Bekannt ist weiters, dass sich aus Sucralose, wenn diese erhitzt wird, Giftstoffe bilden können. Deshalb sollten Sie vor allem beim Backen und Kochen auf Sucralose verzichten. Bei Fructoseintoleranz sollten Sie unbedingt auf Sucralose verzichten, da die Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall und Kreislaufproblem nich stärker ausfallen können, als bei Fructosekonsum.

Zucker

Zucker, die Mutter aller Süßstoffe, wird aus Pflanzen gewonnen und besteht zum größten Teil aus Saccarose. Das Lebensmittel wird zumeist aus Zuckerrüben gewonnen, indem man es mithilfe von heißem Wasser aus den Rüben herauslöst. Durch Verdampfung wird ein Sirup gewonnen, welcher durch den Zusatz von Impfkristallen kristallisiert und schließlich in Zentrifugen vom Sirup getrennt wird. Diesen Vorgang, durch den sich das weiße Zuckerkristall bildet, nennt man raffinieren. Zucker ist in sehr vielen Lebensmitteln, vor allem in Früchten, natürlich enthalten, und hat einen sehr hohen Energiewert, wodurch er ein sehr effizientes Nahrungsmittel ist. Dazu kommt, dass er im Körper sehr schnell in Energie umgewandelt werden kann. Unsere Vorliebe für Süßes erklärt sich wohl evolutionsbedingt aus diesem Umstand.

Durch seine sehr hohe Verfügbarkeit konsumieren die Menschen viel zu viel davon. Die Folge von zu hohem Zuckerkonsum ist Übergewicht, welches viele schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann. Eine der schwerwiegendsten davon ist Diabetes, welche mittlerweile zu einer weitverbreiteten Volkskrankheit geworden ist. Auch andere Zivilisationskrankheiten wie Alzheimer und gar Krebs führt man teilweise auf zu hohen Zuckerkonsum zurück. Aus diesen Gründen sollte man den Konsum von Zucker so gering wie möglich halten, was jedoch oft nicht ganz einfach ist. Selbst wenn man das eigene Verlangen nach Zucker zu zügeln imstande ist, lauert in sehr vielen prozessierten Lebensmitteln versteckter Zucker. Selbst salzigen Produkten wie Gulasch oder eingelegten Gurken wird teilweise eine beträchtliche Menge Zucker industriell zugefügt, um das Geschmackserlebnis zu verbessern. Besonders viel Zucker ist in Softdrinks und Fruchtsäften enthalten, sowie natürlich in Süßigkeiten und Desserts.

Empfohlene ​Zuckerersatzstoffe

Die Vielfalt alternativer Süßstoffe ist inzwischen sehr hoch. Um den Überblick zu bewahren, stellen wir hier drei unter ihnen vor, die gute Alternativen zum Zucker darstellen.

Honig

Honig ist wohl das am längst dienende Süßungsmittel, das dem Menschen bekannt ist. Die klebrige, dickflüssige, gelblich bis bräunliche Substanz wird eigentlich von Honigbienen zur Selbstversorgung erzeugt. Seit vielen tausend Jahren wird er allerdings auch vom Menschen als wichtiges Lebensmittel genutzt.

Im Grunde handelt es sich bei Honig um von Bienen verarbeiteten Blütennektar. Dieser wird von den Bienen aufgenommen, dabei mit verschiedenen Stoffen angereichert und in den Waben abgelegt, wo es schließlich zu Honig reift. Dabei wird die im Nektar enthaltene Saccarose in höhere Zucker umgewandelt. Der besonders gesundheitsfördernde Nebeneffekt dieser Prozesse ist, dass Honig so auch mit entzündungshemmenden Stoffen sowie in geringeren Mengen auch mit zahlreichen Vitaminen angereichert ist.

Der Honig wird schließlich, wenn er die nötige Reife erlangt hat, von Imkern aus den Bienenstöcken „geerntet“. Die geernteten Waben werden schließlich in einer Zentrifuge bei niedrigen Temperaturen geschleudert, wodurch der Honig gewonnen wird und die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Seine natürliche Entstehung und die schonende Behandlung machen Honig zu einem der gesündesten Süßungsmitteln. Dieser wird daher auch als Heilmittel eingesetzt. Er wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung, da er antiseptisch wirkt.

Honig eignet sich zum Süßen für vielerlei Lebensmittel, Getränke und Speisen. Beliebt ist er als Süßstoff für Tee und Kaffee. Auch für Kekse und Müsli sowie Zerealien wird er gerne eingesetzt. Vor allem in Vitalprodukten wird statt Zucker häufig Honig verwendet.

Es gibt eine ganze Menge unterschiedlicher Honigsorten, je nachdem, aus welchen Pflanzen die Bienen den Honig gewonnen haben. Von Kleehonig, bis hin zu Waldhonig, Akazienhonig und Thymianhonig ist dieser in besonders vielen Geschmacksrichtungen erhältlich. Auch die Vitalstoffe sind davon abhängig, aus welchen Pflanzen der Blütennektar stammt, aus dem er gewonnen wurde.

Allerdings hat Honig auch Nachteile gegenüber anderen Süßstoffen. So hat er mit knapp 300 Kalorien je 100 Gramm einen sehr hohen Nährwert. Auch ist Honig aufgrund seiner aufwändigen Herstellung relativ teuer.

Stevia

Der Süßstoff Stevia (https://de.wikipedia.org/wiki/Stevia) unterscheidet sich von seiner chemischen Zusammensetzung her stark von allen anderen Süßstoffen. Im Gegensatz zu fast allen anderen Stoffen handelt es sich beim Süßstoff Stevia und seinen Inhaltsstoffen nicht um ein Kohlenhydrat, sondern um ein Glycosid, welches aus er Steviapflanze gewonnen wird. Stevia ist deutlich süßer als Zucker, bis zu 450 mal, und eignet sich daher entsprechend als Süßstoff zum abnehmen. Stevia ist erst seit dem Jahr 2011 als Lebensmittel zugelassen, da ihm keinerlei gesundheitsschädliche Wirkung nachgewiesen werden konnte.

Stevia ist sowohl in flüssiger Form als auch als Pulver, in Form von getrockneten Blättern und in Form von Tabs erhältlich, was die Dosierung erheblich vereinfacht. Darüber hinaus ist Stevia inzwischen in einigen Lebensmitteln enthalten. Ob kalorienarmes Cola oder Limonade, Haselnusscreme oder Schokolade, Stevia wurde zwar von der Lebensmittelindustrie für sich entdeckt, ist aber immer noch ein Nischenprodukt. Dies liegt auch daran, dass für Stevia relativ strenge Dosierungslimits gelten. So darf innerhalb der EU ein Produkt nur zu maximal 30% mit Stevia gesüßt werden. Daher wird es meist nur zur ergänzenden Süßung eingesetzt.

Zum Backen eignet sich Stevia nur bedingt. Das hat damit zu tun, dass Stevia anders als Zucker nicht als Bindemittel geeignet ist, und auch sonst anders reagiert. Daher wird Stevia in der Küche wohl nicht so bald Zucker ersetzen. Inzwischen sind allerdings bereits einige Backrezepte mit Stevia vorhanden.

Stevia ist zwar ein nützliches Süßmittel mit kaum Kalorien und hohem Süßgehalt. Allerdings ist es wie beschrieben nur bedingt zum Backen und Kochen geeignet. Ein weiterer Nachteil von Stevia ist, dass es offenbar nicht für jeden Menschen gleich schmeckt. Anders als Zucker reagiert offenbar nicht jeder Gaumen gleich angetan auf Stevia. Manche empfinden seinen Geschmack als bitter.

Zuckeralkohole (Xylitol und Erythrit)

Zuckeralkohole, auch Alditole genannt, sind Reduktionsprodukte von Kohlenhydraten, und werden nach und nach als gut geeignete Süßstoffe von immer mehr Menschen entdeckt. Vor allem die beiden Stoffe Xylitol und Erythrit eignen sich gut als Zuckerersatz. Diese Stoffe werden synthetisch hergestellt, indem man Kohlenstoffe katalytisch hydriert. Besonders Xylitol, als Lebensmittelzusatzstoff als E967 bezeichnet, eignet sich hervorragend als Süßungsmittel, da es eine antikariogene Wirkung hat. Das bedeutet, es wirkt gegen Karies und schont somit die Zähne im Kampf gegen Karies. Xylitol wurde bereits im späten 19. Jahrhundert entdeckt. Erst gut 100 Jahre später wurde es als Süßstoff zunehmend populärer. Es hat annähernd dieselbe Süßkraft wie Haushaltszucker, jedoch um 40% weniger Kalorien. Xylitol ist hitzeresistent, und hat eine kühlende Wirkung auf der Zunge, da es dem Umfeld Wärme entzieht. Da Xylotol Wasser bindet, kann es im menschlichen Körper abführend wirken. Eine weitere gesundheitliche Wirkung entfaltet es, indem es im Darm Calcium zu binden hilft und so dessen Resorption fördert. Dies könnte dabei helfen, Osteoporose vorzubeugen.

​Video: Erythrit als gesunder Zuckerersatz ohne Kalorien

Eng verwandt mit Xylitol ist Erythrit, oder auch Sera genannt, ebenfalls ein Zuckeralkohol. Es kommt in natürlicher Form in Käse und etwa Pistazien vor. In den meisten Fällen wird Erythrit heutzutage mithilfe von osmophilen Pilzen hergestellt, welche Dialdehydstärke umwandeln, sodass es sich zusammen mit Glycol bildet. Der Süßstoff enthält keine Kalorien und hat auch auf den Insulinspiegel keinen Einfluss. Erythrit ist unter den Zuckeralkoholen jenes, dass am leichtesten verdaulich ist.

Der größte Nachteil von Zuckeralkoholen (https://lowcarbkompendium.com/mehrwertige-alkohole-11217/) ist, dass diese meist abführend wirken. In manchen Fällen können auch Allergien auftreten. Wenn Sie Hunde haben, sollten sie Zuckeralkohole gut verstecken. Denn diese sind für die Vierbeine giftig.

Tolerierbare Alternativen

Neben den oben genannten Süßmitteln gibt es auch solche, die durchaus als Zuckerersatz geeignet sind, aber nicht unbedingt zu den geeignetsten zählen. Darunter gehören Melasse, Ahornsirup, Datteln, Palmzucker und brauner Reissirup:

Melasse

Melasse ist ein zähflüssiger Zuckersirup, der eigentlich als Abfallprodukt bei der Herstellung von Haushaltszucker entsteht, der wiederum aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr gewonnen wird. Der Stoff enthält organische Säuren, anorganische Salze und einige Vitamine. Melasse hat eine lange Tradition in der landwirtschaftlichen Nutzung sowie in der Fermentationsindustrie, und ist erst vor wenigen Jahren, mit dem aufkommenden Gesundheitbewusstsein und der damit verbundenen Nachfrage nach Zucker-Alternativen, erneut ins Blickfeld gerückt. Seither ist Melasse in Bioläden und Reformhäusern erhältlich. Die Substanz, die jener von Honig nicht unähnlich ist, aber dunkler in der Farbe, ist geeignet als Brotaufstrich und wird auch zum Backen verwendet. Auch als Heißgetränk, aufgelöst in Wasser und mit einem Schuss Zitrone wird Melasse von vielen Menschen gerne getrunken. Melasse enthält Antioxidantien sowie einige Vitamine und Mineralstoffe, was es in Maßen zu einem durchaus gesunden Süßstoff macht. Ein Nachteil der Melasse ist, dass einige Menschen allergisch auf sie reagieren. Außerdem kann Melasse dazu führen, dass Lebensmittel eher verderben, da Melasse das Wachstum von Pilzen fördert. Kalorien lassen sich mit der Verwendung von Melasse als Süßstoff ebenfalls nicht einsparen. Der Nährwert ist ähnlich jenem von Haushaltszucker.

Ahornsirup

Ahornsirup ist der verdickte Saft des Zuckerahorns und ist vor allem in Nordamerika überaus beliebt. Dort wird er gerne mit Pancakes zum Frühstück gegessen. Ahornsirup hat weniger Fruchtzucker als beispielsweise der Agavendicksaft, und beeinflusst den Blutzuckerspiegel weniger stark als Haushaltszucker. Dafür hat er einen malzähnlichen Eigengeschmack, wodurch er nicht jedermanns Sache ist. Verwendet wird er auch zur Süßung von allerlei Desserts, Shakes und Kuchen. Ahornsirup hat einen relativ hohen Nährwert und eignet sich daher nicht beim Abnehmen.

Datteln

Datteln sind als Trockenfrucht seit langer Zeit überaus beliebt. Dass sie auch als Zuckerersatz durchaus geeignet sind, ist wohl noch eher wenigen bekannt. Dies liegt daran, dass sie einen relativ neutralen süßen Geschmack haben. Die in sehr trockenen Gebieten vorkommenden Dattelpalmen geben erst ab dem zehnten Jahr Früchte. Diese sind aufgrund ihres hohen Energiegehalts als Brot der Wüste bekannt. Inzwischen werden neben den getrockneten Früchten auch Sirups aus dieser Frucht angeboten. Der Vorteil von Datteln als Süßstoff ist, dass sie auch förderlich für die Verdauung sind. Auch Diabetiker können Datteln aufgrund ihrer Zusammensetzung zu einem gewissen Grat konsumieren. Jedoch bestehen Datteln zu einem hohen Anteil aus Fructose, wodurch sie für Menschen, die an Fructoseintoleranz oder Malabsorption leiden, nicht zum Verzehr geeignet sind. Auch können Datteln zu Verdauungsproblemen bis hin zu Durchfall führen.

Palmzucker

Wenn die Blütenstände und der Blutungssaft verschiedener Palmenarten eingekocht und kristallisiert werden, entsteht Palmzucker. Dieser besteht zu einem Großteil aus Saccarose, und hat eine geringere Süße als Haushaltszucker. Auch sein karamelartiger Beigeschmack macht Palmzucker nur zu einem gewissen Grat zu einem empfehlenswerten Zuckerersatz. Der hauptsächlich in Südostasien gewonnene Palmzucker wird mitunter zur Süßung von diversen Getränken und Speisen eingesetzt, ist allerdings eher im asiatischen Raum verbreitet.

Brauner Reissirup

Brauner Reissirup ist ein japanisches Süßungsmittel, das dort seit vielen Jahrhunderten verwendet wird. Er ist von der Konsistenz und Farbe her ist er dem Honig ähnlich, und etwas weniger süß als herkömmlicher Haushaltszucker. Gewonnen wird er aus gemahlenem Reis, dem Enzyme hinzugefügt werden, wodurch dieser in Zuckerstoffe und Stärke aufgespaltet werden. Nach dem Filtern bleibt der klare, gelblich braune Reissirup übrig. Brauner Reissirup enthält keinerlei Fruchtzucker, dafür reichlich Mehrfachzucker. Außerdem ist er glutenfrei. Auch zum Backen ist Reissirup gut geeignet. Nachteile des braunen Reiszuckers sind seine geringe Haltbarkeit, sowie der hohe Nährwert, wodurch er nicht gerade sinnvoll ist, wenn man auf die schlanke Linie achten möchte.

Zusammenfassung

In den letzten Jahren sind gleich eine ganze Reihe an Süßstoffen verfügbar geworden. Nicht alle von ihnen sind jedoch gleich sinnvoll. Welcher Süßstoff am besten geeignet ist, muss je nach persönlichen Anforderungen, gesundheitlichen Voraussetzungen und Zielen entschieden werden.

Empfohlene Süßstoffe​

Honig

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    ​Wertvolle Nährstoffe
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    ​Antibakteriell
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    ​Zum Backen geeignet
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    ​Viele Kalorien
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    ​Enthält Fructose und Saccaride
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    ​Relativ teuer

Stevia

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    ​Keine Kalorien
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    ​Ist kein Kohlenhydrat
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    ​Sehr starke Süße
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    ​Nicht zum Backen geeignet
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    Gewöhnungsbedürftiger Eigengeschmack

Zuckeralkohole

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    ​Wenig Kalorien
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    ​Hilft gegen Karies
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    ​Sehr starke Süße
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    ​Rückstände bleiben lange in der Umwelt
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    ​Giftig für Hunde

Als Süßstoff bedingt geeignet

​Zucker

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    ​Viele Vitamine und Minerale
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    ​Hoher Nährwert
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    ​Gewöhnungsbedürftiger Eigengeschmack
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    ​Geringe Haltbarkeit

​Aspartam

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    ​Viele  Vitamine und Minerale
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    ​Hoher Nährwert
  • times-circle
    ​Starker Eigengeschmack

​Suclarose

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    ​Viele Vitamine und Minerale
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    ​Neutraler Eigengeschmack
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    ​Hoher Nährwert

Agavendicksaft

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    ​Wertvolle Nährstoffe
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    ​Antibakteriell
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    ​Zum Backen geeignet
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    ​Relativ geringe Süße
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    ​Geringe Haltbarkeit

​Ungesunde Süßstoffe

​Melasse

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    ​Viele Vitamine und Minerale
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    ​Hoher Nährwert
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    ​Gewöhnungsbedürftiger Eigengeschmack
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    ​Geringe Haltbarkeit

​Ahornsirup

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    ​Viele  Vitamine und Minerale
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    ​Hoher Nährwert
  • times-circle
    ​Starker Eigengeschmack

​Datteln

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    ​Viele Vitamine und Minerale
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    ​Neutraler Eigengeschmack
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    ​Hoher Nährwert

​Palmzucker

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    ​Schonender Herstellungsprozess
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    ​Neutraler Eigengeschmack
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    ​Relativ geringe Süße
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    ​Geringe Haltbarkeit

Brauner Reissirup

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    ​Schonender Herstellungsprozess
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    ​Neutraler Eigengeschmack
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    ​Relativ geringe Süße
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    ​Geringe Haltbarkeit

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1 Kommentar

  1. […] Es gibt viele Süßungsmittel, die in unseren Lebensmitteln als Zuckerersatz fungieren. Doch sind die Süßungsmittel wirklich so viel besser als Zucker? Unter der Kennzeichnung E953 taucht Isomalt beispielsweise in zuckerfreien Lebensmitteln wie Kaugummi oder Desserts auf. Obwohl Isomalt in einer chemischen Reaktion aus Zucker gewonnen wird, ist es weniger süß und auch für Diabetiker unbedenklich, da für die Verwertung kein Insulin erforderlich ist. In höheren Mengen wirkt Isomalt jedoch abführend. Sorbit (E420) wird ebenfalls chemisch erzeugt. Da es die Eigenschaft hat, Flüssigkeiten aus der Luft zu binden, wird es häufig als Zuckeraustauschstoff verwendet. Bei übermäßigem Verzehr wirkt jedoch auch Sorbit abführend. Deutlich weniger Kalorien als Zucker bei vielfach stärkerer Süßungskraft hat Stevia. Der unter der Kennzeichnung E960 auftretende Süßstoff wird aus dem Süßkraut gewonnen und ist seit 2011 als Süßungsmittel für Lebensmittel und Tees zugelassen. (→Weitere gesunde Zuckeralternativen) […]

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