Oxidativer Stress

Oxidativer Stress bezeichnet einen Zustand, in dem zu viele reaktive, sauerstoffhaltige Stoffe (freie Radikale) vorhanden sind und Zellen schädigen können.

Zellen bilden diese Stoffe im Stoffwechsel selbst. Überwiegen sie, kann das Zellen schädigen und wird mit chronischen Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs in Verbindung gebracht. Ob und wie stark das im Einzelfall zur Krankheit beiträgt, lässt sich aus dem Begriff allein nicht ableiten. Auch gesunde Körperzellen bilden diese Stoffe ständig, ohne dass du etwas bemerkst.

Gegenspieler sind Antioxidantien: körpereigene antioxidative Enzyme und Stoffe aus der Nahrung. Wer viel Obst und Gemüse isst, hat in Beobachtungsstudien ein geringeres Risiko für chronische Krankheiten. Ein Review von 95 Beobachtungsstudien fand das für Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs.

Wichtig zur Einordnung:

  • Der Begriff wird in der Werbung gern genutzt. Lass dich von ORAC-Werten nicht beeindrucken: Das sind Laborwerte, die sich laut Verbraucherzentrale nicht auf den Menschen übertragen lassen.
  • Hochdosierte Antioxidantien-Präparate verhindern nach aktueller Evidenz keinen Krebs und können in hohen Dosen sogar schaden.

Bei Fragen zu Nahrungsergänzung sprich mit deiner Arztpraxis oder Apotheke, vor allem wenn du Medikamente nimmst.

Mehr dazu: Freie Radikale, Antioxidantien, Antioxidantien im Überblick, Nahrungsergänzungsmittel.

Quellen

  1. National Center for Complementary and Integrative Health (NIH): Antioxidants: In Depth. https://www.nccih.nih.gov/health/antioxidants-in-depth
  2. Verbraucherzentrale: Antioxidantien, Helfer gegen freie Radikale. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/antioxidantien-helfer-gegen-freie-radikale-10575

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