Freie Radikale sind sehr reaktive, sauerstoffhaltige Verbindungen, die deine Zellen selbst bilden. In normalen Mengen gehören sie zum Stoffwechsel, im Übermaß können sie Zellen belasten.
Ein Überschuss dieser reaktiven Stoffe führt zu oxidativem Stress. Er kann Zellen schädigen und wird mit chronischen Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs in Verbindung gebracht. Das heißt nicht, dass freie Radikale allein Ursache solcher Krankheiten sind. Der Zusammenhang ist komplex, deshalb solltest du Werbeversprechen rund um „Radikalfänger“ mit Skepsis lesen.
Dein Körper ist dagegen nicht schutzlos. Nach Angaben des US-Gesundheitsinstituts NIH sind körpereigene antioxidative Enzyme der wichtigste Teil dieser Abwehr. Zusätzlich liefern Lebensmittel Antioxidantien. Eine obst- und gemüsereiche Ernährung wird in Beobachtungsstudien mit einem geringeren Risiko für chronische Krankheiten verbunden.
Für dich im Alltag heißt das: Setz auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse und Obst. Hochdosierte Präparate sind kein Ersatz, denn für isolierte Antioxidantien aus Nahrungsergänzungsmitteln ist ein Schutz vor Krankheiten nicht bewiesen. Bei hohen Dosen können sie sogar das Gegenteil bewirken. Wenn du Präparate nehmen möchtest, sprich vorher mit deiner Arztpraxis oder Apotheke.
Mehr dazu: Oxidativer Stress, Antioxidantien, Antioxidantien im Überblick, Nährstoffe.
Quellen
- National Center for Complementary and Integrative Health (NIH): Antioxidants: In Depth. https://www.nccih.nih.gov/health/antioxidants-in-depth
- Verbraucherzentrale: Antioxidantien, Helfer gegen freie Radikale. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/antioxidantien-helfer-gegen-freie-radikale-10575
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