Kamille ist eine traditionelle Heilpflanze, die vor allem bei leichten Magen-Darm-Beschwerden, gereizter Haut und Schleimhaut und bei Erkältungssymptomen angewendet wird. Die Anwendung beruht auf langer Erfahrung, nicht auf starken Studien, und für Menschen mit Korbblütler-Allergie ist sie nicht geeignet.
Kamillentee gehört in vielen Haushalten zur Grundausstattung: bei Bauchgrummeln, bei Halsweh, als Dampfbad bei Schnupfen. Dass die Pflanze so beliebt ist, hat Gründe, aber auch ein paar Einschränkungen, die selten erwähnt werden. In diesem Ratgeber erfährst du, wofür Kamille offiziell traditionell eingesetzt wird, was die Forschung tatsächlich zeigt, wie du sie richtig zubereitest und wann du lieber die Finger davon lässt. Dabei geht es um die Echte Kamille (Matricaria recutita), die als Arzneipflanze genutzt wird.

Wofür Kamille traditionell angewendet wird
Die Arzneimittelbehörde der Europäischen Union hat die Kamillenblüte in einer sogenannten Pflanzenmonographie bewertet. Wichtig dabei: Die Einstufung lautet „traditionelle Anwendung“. Das bedeutet, die Pflanze wird seit sehr langer Zeit für bestimmte Beschwerden genutzt, und das gilt als plausibel und unbedenklich. Es bedeutet nicht, dass Wirksamkeit in großen Studien bewiesen wäre. Mehr zu solchen Begriffen findest du in unserem Lexikon-Eintrag zur Phytotherapie.
Folgende Anwendungsgebiete nennt die Monographie:
- Magen und Darm: zur Linderung leichter Beschwerden wie Blähungen und leichten Krämpfen.
- Erkältung: zur Linderung von Erkältungssymptomen, etwa als Inhalation.
- Mund und Rachen: bei kleinen Geschwüren und Entzündungen im Mund- und Rachenraum.
- Haut und Schleimhaut im Intim- und Analbereich: ergänzend bei Reizungen, aber erst, nachdem eine Ärztin oder ein Arzt ernste Ursachen ausgeschlossen hat.
- Haut: bei leichten Entzündungen wie Sonnenbrand, bei oberflächlichen Wunden und kleinen Furunkeln.
Die Monographie nennt zudem eine Faustregel: Halten die Beschwerden trotz Anwendung länger als eine Woche an, sollst du ärztlichen Rat einholen. Auch wenn sie sich verschlimmern, gehört das abgeklärt.
Wenn dich vor allem Magenprobleme beschäftigen: Zu Sodbrennen findest du in unserem Ratgeber Sodbrennen: Was hilft? eine Einordnung verschiedener Maßnahmen. Für Kamille bei Reizdarm oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gilt laut Apotheken Umschau: Ein Nutzen ist wissenschaftlich noch nicht belegt.
Was die Studien zeigen – und was nicht
Hier lohnt sich Ehrlichkeit. Kamille ist gut erforscht im Sinne von „viel untersucht“, aber nicht im Sinne von „gut belegt“. Das US-amerikanische Zentrum für komplementäre und integrative Gesundheit (NCCIH) schreibt, dass Studien zu einzelnen Beschwerden bisher nicht genug verlässliche Belege geliefert haben, um den klinischen Nutzen zu beurteilen. Das ist keine Absage, aber auch keine Empfehlung.
Im Einzelnen:
- Angst: Erste, vorläufige Untersuchungen mit einem Kamillen-Präparat (Nahrungsergänzung, kein Tee) deuten auf einen möglichen Nutzen bei Angststörungen hin. Das ist keine gesicherte Aussage.
- Schlaf: Zu Schlafstörungen gibt es wenig. Laut NCCIH fand eine Übersichtsarbeit nur eine Studie dazu, und die zeigte keinen Nutzen. Wenn du schlecht schläfst, helfen verlässlichere Ansätze, die wir in unserem Ratgeber zu Schlafstörungen erklären.
- Mund und Rachen: Hier sieht es etwas besser aus, dazu mehr im Abschnitt zur Mundspülung.
- Vieles andere: In einem Übersichtsartikel werden etwa Brustschmerzen, Migräne, Arthrose oder Durchfall bei Kindern genannt. Dort bleiben Studienart, Größe und Ergebnisse allerdings weitgehend unklar. Der Großteil der Daten stammt außerdem aus Labor- und Tierversuchen. Das lässt sich nicht ohne Weiteres auf deinen Alltag übertragen.
Kurz gesagt: Dass Kamille bei leichten Beschwerden angenehm sein kann, spricht für die lange Erfahrung. Dass sie nachweislich eine bestimmte Erkrankung behandelt, lässt sich aus der Studienlage nicht ableiten. Wie du solche Aussagen einordnest, erklärt unser Lexikon unter Evidenz.

Zubereitung: Tee, Dampfbad und Spülung
Kamillentee
Für die innere Anwendung bei leichten Magen-Darm-Beschwerden nennt die EU-Monographie für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene eine Einzeldosis von 1,5 bis 4 Gramm Kamillenblüten auf 150 Milliliter kochendes Wasser, drei- bis viermal täglich. Eine pharmazeutische Fachquelle empfiehlt, den Aufguss etwa zehn Minuten ziehen zu lassen. Bei Teebeuteln orientierst du dich an der Packungsangabe.
Dampfbad und Inhalation
Bei Erkältungen sieht die Monographie die Inhalation vor: 3 bis 10 Gramm Blüten in 100 Milliliter heißem Wasser, mehrmals täglich, für Jugendliche und Erwachsene. Für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren sind 2 bis 5 Gramm in 100 Milliliter heißem Wasser genannt, ein- bis zweimal täglich. Bei Kindern unter 6 Jahren ist die Inhalation mit der Blüte laut Monographie nicht etabliert, weil es dafür nicht genug Daten gibt. Allgemein gilt bei jedem Dampfbad: Vorsicht vor Verbrühungen, besonders mit Kindern.
Spülung, Umschlag und Bad
Für Mund und Rachen sieht die Monographie 1 bis 5 Gramm Blüten auf 100 Milliliter Wasser als Aufguss zum Spülen und Gurgeln vor, mehrmals täglich. Für Umschläge und Waschungen bei Hautproblemen sind es 3 bis 10 Gramm auf 100 Milliliter. Ein Sitzbad oder ein Vollbad ist ebenfalls möglich. Bei Vollbädern sind allerdings einige Gegenanzeigen zu beachten (siehe unten).
Nicht ans Auge: Selbst hergestellte Kamillen-Zubereitungen sollten nicht am oder im Auge angewendet werden. Sie können mit Keimen verunreinigt sein und Infektionen verursachen. Zudem ist die echte Kamille laut einer pharmazeutischen Fachquelle häufig mit Hundskamille verunreinigt, die ein Kontaktallergen enthält. Deshalb gilt die Anwendung bei Augenentzündungen heute als überholt.
Kamille als Mundspülung
Gerade für den Mundraum sind die Hinweise am deutlichsten. Die EU-Monographie nennt kleine Geschwüre und Entzündungen von Mund und Rachen als traditionelles Anwendungsgebiet. Im Alltag nutzen viele eine abgekühlte Teespülung bei gereiztem Zahnfleisch oder Halsweh.
Zu Entzündungen der Mundschleimhaut gibt es auch Studien: Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2025 fasste 11 randomisierte Studien zusammen und fand mit Kamille einen statistisch signifikant geringeren Schweregrad von Mundschleimhautentzündungen (Mukositis) und weniger Schmerzen. Die Autorinnen und Autoren schreiben aber selbst, dass größere Studien nötig sind. Auch das NCCIH nennt kleine Studien, nach denen Kamille-Mundspülungen Schwellungen oder Reizungen im Mund lindern könnten, die durch Strahlen- oder Chemotherapie entstehen. Wenn du in so einer Behandlung bist, sprich den Einsatz bitte vorher mit deinem Behandlungsteam ab. Weitere Hintergründe zu solchen Übersichtsarbeiten findest du im Lexikon unter Metaanalyse.
Eine Warnung gehört dazu: Nach Kontakt von flüssigen Kamillen-Zubereitungen mit der Schleimhaut wurden Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zu schweren allergischen Reaktionen berichtet. Wie häufig das passiert, ist unbekannt. Beim ersten Mal also eher vorsichtig sein.

Allergie und Nebenwirkungen
Kamille gehört zu den Korbblütlern (auch Korbblütengewächse oder Asteraceae). Dazu zählen laut NCCIH unter anderem Ambrosia, Chrysanthemen, Ringelblumen und Gänseblümchen. Wer auf Pflanzen dieser Familie allergisch reagiert, kann auch auf Kamille reagieren. Die EU-Monographie führt eine solche Überempfindlichkeit deshalb als Gegenanzeige auf: Dann soll Kamille nicht angewendet werden.
Weitere Punkte zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen:
- Häufigkeit: Nebenwirkungen sind laut NCCIH selten. Genannt werden Übelkeit, Schwindel und allergische Reaktionen. Schwere Reaktionen bis zum allergischen Schock sind in Einzelfällen möglich.
- Medikamente: Das NCCIH berichtet über Wechselwirkungen mit dem Gerinnungshemmer Warfarin und mit einigen Medikamenten, die über die Leber abgebaut werden. Bei Beruhigungsmitteln werden theoretisch ebenfalls Wechselwirkungen vermutet. Nimmst du regelmäßig Medikamente, sprich die Anwendung mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder in der Apotheke ab.
- Bäder: Vollbäder mit Kamille sollen laut Monographie nicht bei offenen Wunden, großflächigen Hautschäden, akuten Hauterkrankungen, hohem Fieber, schweren Infektionen, schweren Durchblutungsstörungen und Herzschwäche genommen werden. Teil- und Sitzbäder sind bei offenen Wunden, großflächigen Hautschäden, akuten Hauterkrankungen, hohem Fieber und schweren Infektionen tabu.
Ein Punkt, der oft fehlt: Schadstoffe im Tee
Kräutertees können Pyrrolizidinalkaloide enthalten. Das sind natürliche Pflanzenstoffe aus bestimmten Wildkräutern, die bei der maschinellen Ernte versehentlich mitgeerntet werden können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, die Gehalte in Tee weiter zu senken. Bei Kamille fällt es laut einem Verbrauchertest besonders leicht, solche Wildkräuter zu übersehen, weil die gelben, feinen Blüten sie verdecken. Im getesteten Beispiel war ein Kamillentee stark belastet. Daraus folgt nicht, dass jeder Kamillentee bedenklich ist, aber ein einfacher Rat: Wechsle Teesorten und Marken, und trink nicht den ganzen Tag nur Kräutertee. Auch Bio schützt dem Verbraucherschutz zufolge nicht, weil die Stoffe natürlich vorkommen.
Schwangerschaft, Stillzeit und Kinder
Schwangerschaft und Stillzeit: Die Datenlage ist gemischt. Die EU-Monographie führt für die Anwendung als Tee (zerkleinerte Blüte) die Sicherheit in Schwangerschaft und Stillzeit als etabliert auf. Für Extrakte, Tinkturen und ähnliche Zubereitungen wird die Anwendung dagegen mangels Daten nicht empfohlen. Das NCCIH wiederum schreibt, über die Sicherheit in Schwangerschaft und Stillzeit sei wenig bekannt. Ein Übersichtsartikel erwähnt mögliche Risiken bei hoher Dosierung, ohne sie als gesichert darzustellen. Unser Rat: Bleib bei der üblichen Teemenge, greif nicht zu Konzentraten, und frag im Zweifel vorher in der Praxis oder Apotheke nach. Das BfR rät Schwangeren und Stillenden, Kräutertee abwechselnd mit anderen Getränken zu trinken.
Wenn du stillst und Kamillen-Hautprodukte benutzt, gibt die Monographie noch einen Hinweis: Die Brustwarzen sollten vor dem Stillen davon gereinigt werden, um eine Sensibilisierung des Babys zu vermeiden.
Kinder: Kamillenarzneimittel sind laut EMA in der Regel für Jugendliche über 12 Jahre und Erwachsene gedacht, einige Zubereitungen kommen auch für jüngere Kinder in Frage. Für den Tee nennt die Monographie altersabhängige Einzelmengen ab dem Alter von sechs Monaten. Unter sechs Monaten ist die Anwendung des Tees nicht etabliert, auch wegen der Flüssigkeits- und Nährstoffversorgung. Das BfR empfiehlt Eltern außerdem, Kindern nicht ausschließlich Kräutertee zu geben, sondern auch Wasser oder stark verdünnte Fruchtsäfte. Frag bei Babys und Kleinkindern vorher in der Kinderarztpraxis nach.
Wann solltest du zum Arzt?
Kamille ist für leichte, vorübergehende Beschwerden gedacht. Such ärztlichen Rat, wenn:
- die Beschwerden trotz Anwendung länger als eine Woche anhalten oder sich verschlimmern,
- du starke oder wiederkehrende Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, anhaltendes Erbrechen oder ungewollten Gewichtsverlust bemerkst,
- du Fieber hast, Atemnot bekommst oder die Halsschmerzen sehr stark sind,
- Haut und Wunden sich röten, anschwellen, eitern oder nicht heilen,
- Reizungen im Intim- oder Analbereich auftreten (laut Monographie erst nach ärztlicher Abklärung selbst behandeln),
- du Kamille angewendet hast und Juckreiz, Quaddeln, Schwellungen oder Atembeschwerden bekommst. Bei Atemnot oder Kreislaufproblemen wähle den Notruf.
- Kamille wird traditionell bei leichten Magen-Darm-Beschwerden, Erkältung, Mund- und Rachenentzündungen sowie gereizter Haut angewendet.
- Die Einstufung beruht auf langer Erfahrung. Für die meisten Beschwerden fehlen verlässliche Studien.
- Für Mundschleimhautentzündungen gibt es kleine Studien mit vorsichtig positiven Ergebnissen.
- Bei Korbblütler-Allergie ist Kamille tabu. Nicht ins Auge.
- Wechselwirkungen mit Gerinnungshemmern und einigen Medikamenten sind möglich.
- Tee abwechslungsreich trinken (Sorten und Marken wechseln), besonders Kinder, Schwangere und Stillende.
- Bei Beschwerden über eine Woche oder starken Symptomen: ärztlichen Rat einholen.
Häufige Fragen
Wie oft darf ich Kamillentee trinken?
Die EU-Monographie nennt für Jugendliche und Erwachsene bei Magen-Darm-Beschwerden drei- bis viermal täglich eine Tasse (150 Milliliter) mit 1,5 bis 4 Gramm Blüten. Für Dauerkonsum in großen Mengen gibt es keine klare Empfehlung. Wechsle lieber ab, auch weil Kräutertees Pyrrolizidinalkaloide enthalten können.
Hilft Kamille bei Sodbrennen?
Dafür haben wir keine belastbare Quelle gefunden. Was bei Sodbrennen sinnvoll sein kann, haben wir in unserem Ratgeber zu Sodbrennen zusammengestellt.
Kann ich Kamille trinken, wenn ich auf Ambrosia oder Gänseblümchen allergisch bin?
Eher nicht ohne Rücksprache. Laut NCCIH reagieren Menschen mit Allergien gegen verwandte Pflanzen wie Ambrosia, Chrysanthemen, Ringelblumen oder Gänseblümchen häufiger auch auf Kamille. Bei bekannter Korbblütler-Allergie sollst du sie nicht anwenden.
Kann ich mit Kamille den Mund spülen, wenn ich Medikamente nehme?
Für die Anwendung im Mund und auf der Haut nennt die EU-Monographie keine berichteten Wechselwirkungen. Das NCCIH rät dennoch, bei regelmäßig eingenommenen Medikamenten vor der Anwendung ärztlichen Rat einzuholen. Frag also kurz in der Praxis oder Apotheke nach.
Ist Kamille bei Babys erlaubt?
Unter sechs Monaten ist die Anwendung des Tees laut Monographie nicht etabliert. Danach gibt es altersabhängige Mengen. Sprich die Anwendung bei Säuglingen und Kleinkindern aber mit der Kinderarztpraxis ab.
Quellen
- Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA): Matricariae flos – herbal medicinal product (Übersichtsseite zur Pflanzenmonographie). https://www.ema.europa.eu/de/medicines/herbal/matricariae-flos
- EMA/HMPC: European Union herbal monograph on Matricaria recutita L., flos (EMA/HMPC/55843/2011), final, 2015. https://www.ema.europa.eu/documents/herbal-monograph/final-european-union-herbal-monograph-matricaria-recutita-l-flos_en.pdf
- National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH, NIH): Chamomile. https://www.nccih.nih.gov/health/chamomile
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zu Pyrrolizidinalkaloiden in Lebensmitteln. https://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_pyrrolizidinalkaloiden_in_lebensmitteln-187302.html
- Verbraucherzentrale: Pyrrolizidinalkaloide in Kräutertees und Tees. Stand der Seite: Januar 2024. https://verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/lebensmittelproduktion/pyrrolizidinalkaloide-in-kraeutertees-und-tees-11450
- Stiftung Warentest (test.de): Kräutertee-Test (Pfefferminze, Fenchel, Kamille). https://www.test.de/Pfefferminz-Fenchel-Kamille-Co-Nur-jeder-zweite-Kraeutertee-ueberzeugt-5156872-5156883/
- Apotheken Umschau: Heilpflanze Kamille. https://www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/kamille
- Apotheke Adhoc: Allrounder Kamille, Heilpflanzenporträt. https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/pta-live/allrounder-kamille-heilpflanzen-portraet/print.html
- Anti-inflammatory effect of chamomile from randomized clinical trials: a systematic review and meta-analyses. Pharmaceutical Biology 2025, 63(1): 490–502 (Abstract). https://scholars.nova.edu/en/publications/anti-inflammatory-effect-of-chamomile-from-randomized-clinical-tr-2/
- Chamomile: A Review of Its Traditional Uses, Chemical Constituents, Pharmacological Activities and Quality Control Studies (Übersichtsartikel, PubMed Central). https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9822300/
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