Fluorid in Zahnpasta und im Trinkwasser: Wie giftig ist Fluorid?

Fluoride sind in letzter Zeit zunehmend ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Kritiker führen an, die Salze des Fluors seien im höchsten Maße gesundheitsgefährdend und würden Diabetes, Arthritis, Nierenleiden, Knochenbrüche, Gehirnschädigungen, Schädigungen des Nervensystems und andere schwerwiegende Erkrankungen begünstigen. Bislang gibt es dafür wenig handfeste Beweise, allerdings ist es Fakt, dass wir jeden Tag Fluoride durch das Trinkwasser, durch Zahnpflegeprodukte und durch andere Lebensmitteln zu uns nehmen. Fakt ist es zudem, dass inzwischen Studien existieren, die die bisherige Praxis der bedenkenlosen Verwendung von Fluoriden in Frage stellen.

Insofern liegt es auf der Hand, einen näheren Blick auf die aktuelle Diskussion um Fluoride zu werfen und zu klären, was es damit wirklich auf sich hat. Lesen Sie hier alles, was Fluor und Fluoride wirklich sind, wie es mit der Sicherheit diesbezüglich steht, was es mit Fluoriden und Zahngesundheit auf sich hat, welches Risiko durch die Verwendung von Fluoriden besteht und wie Sie, sollten Sie sich dafür entscheiden, von diesen Salzen entgiften können.

Was ​ist Fluorid?

Zunächst ist die Frage zu klären: Was sind Fluoride überhaupt und was ist Fluor? Dabei ist vorneweg festzuhalten, dass beide Begriffe nicht verwechselt werden dürfen. Bei Fluor handelt es sich um ein sehr reaktives, hochexplosives, giftiges und ätzendes Element. In der Erdkruste und im Grundwasser kommt es in geringen Konzentrationen relativ häufig vor. Da Fluor sehr reaktiv ist, wird es direkt nur selten verwendet. Wichtiger für den Menschen und für die Industrie sind Fluoride, die aufgrund der Verbindung von Fluor mit anderen Elementen entstehen. Fluoride sind die Salze des Fluorwasserstoffsäure. Die bekanntesten Fluor-Verbindungen sind das Aluminiumfluorid, das Ammoniumfluorid, Calciumfluorid, Natriumfluorid und das Zinnfluorid. Viele Fluoridverbindungen sind vor allem wichtig für die Metallverarbeitung, für die Versiegelung von Kraftstoffbehältern und für die synthetische Herstellung von Fluorchemikalien.

In manchen westlichen Ländern werden die Salze seit einigen Jahrzehnten dem Trinkwasser beigesetzt, weil man sich davon zahnmedizinische Wirkungen verspricht. Andere Quellen für Fluoride sind Zahnpasten, Speisesalz, einige Fischsorten und Schwarztee. Dabei sind auch Fluoride ab einer bestimmten Menge definitiv toxisch. Man geht davon aus, dass die sicher tödliche Dosis zwischen 32 und 64 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht bei einem erwachsenen Menschen liegt und bei 16 Milligramm pro Kilogramm bei Kindern. Durch die übliche Aufnahme von Fluoriden in den westlichen Industriestaaten (durch Trinkwasser oder Zahnpasten) werden diese Dosen aber nicht erreicht.

​Ist Fluorid schädlich oder sogar giftig?

Fluoride werden inzwischen von zahlreichen Kritikern verdächtigt, ernsthafte Krankheiten zu begünstigen. Obwohl es einschlägige US-amerikanische Studien aus den 1930er Jahren gibt, die die Nützlichkeit von Fluoriden für die Zahngesundheit nahelegen, bestreiten manche Fachleute genau dies. Eine extreme Position lautet dabei, die Industrie habe lediglich einen Verwendungszweck für ihre Fluorid-Abfälle gesucht und habe deswegen entsprechende Studien in Umlauf gebracht.

Da in letzter Zeit vermehrt über Fluoride diskutiert wird, hat sich auch die „Stiftung Warentest“ des Themas angenommen. Die Verbraucherorganisation unterstreicht dabei, dass Fluoride in den Mengen, die in den westlichen Industriestaaten durchschnittlich aufgenommen werden, keinesfalls giftig sind. Die geschätzte Aufnahme an Fluorid bei einem Erwachsenen liege bei 0,4 und 1,5 Milligramm am Tag. Dies sei weit unterhalb des Grenzwertes, der bei 3,5 Milligramm liege. Andere bestreiten genau dies. Sie führen an, dass es durch die Aufnahme durch das Trinkwasser, Speisesalz und Zahnpasten durchaus zu einer Überdosis kommen könne und dass es eine sichere ungiftige Dosis an Fluorid überhaupt nicht gebe. Entsprechend kritisiert wurde ein Test der „Stiftung Warentest“, bei dem verschiedene Zahnpasten auf dem Prüfstand standen. Die „Stiftung Warentest“ hatte dabei sämtliche Zahncremes, die kein Fluorid enthielten, schlecht bewertet und dies so begründet, dass somit nur eine unzureichend Kariesprophylaxe gegeben sei. Dies brachte Gegner von Fluoriden massiv auf.

​Interessanterweise vertreten dabei auch öffentliche Einrichtungen und Institutionen völlig unterschiedliche Positionen bezüglich Fluoriden. Die „Centers for Desease Control and Prevention“ (CDC), die die wichtigste öffentliche Gesundheitseinrichtung in den USA darstellen, etwa zählen die Fluoridierung des Trinkwassers zu den zehn wichtigsten gesundheitlichen Errungenschaften des 20. Jahrhundertzs in den Vereinigten Staaten. Das prestigeträchtige „National Research Council“ hingegen bestreitet eben dies und unterstreicht in einer umfassenden Publikation, dass die Verwendung von Fluoriden neu hinterfragt werden müsse, da es Anhaltspunkte für gesundheitsschädigende Wirkungen gebe. In dieser Studie wird herausgestellt, dass die bisherige Höchstmenge von 4 Milligramm Fluoriden pro Liter Trinkwasser herabgesetzt werden müsse, um gesundheitliche Schäden von der Bevölkerung abzuwenden. Das Thema ist also heiß umstritten.

Tragen Fluoride zur Zahngesundheit bei?

​Die Tatsache, dass Fluoride dem Trinkwasser, Zahncremes, Speisesalz etc. künstlich zugesetzt werden, liegt ursprünglich in einer US-amerikanischen Studie aus den 1930er-Jahren begründet, in der herausgestellt wurde, dass diese den Zahnschmelz härten und Karies vorbeugen. Seither ist eine Vielzahl anderer Untersuchungen erschienen, die genau das Gleiche bestätigen. Medizinischer Hintergrund ist Folgendes: Bei einem Zahn handelt es sich um nichts anderes als um ein kristallines Gitter, in dem verschiedene Mineralien eingelagert sind. Entsteht durch Essen (vor allem von zuckerhaltigen Lebensmitteln) Säure im Mund, können Bakterien in dieses Gitter eindringen, Mineralien herauslösen (Demineralisation) und Zahnfäule, d.h. Karies, verursachen.

Fluoride hingegen haben, dieser Argumentation zufolge, die Eigenschaft, Mineralien im Zahnschmelz einzulagern (Remineralisation) und diesen unempfindlicher gegen Säureangriffe zu machen. In der Folge soll Karies besser vermieden werden können. Manche Befürworter von Fluoriden betonen, dass 40 Prozent der Kariesfälle durch Fluoride vermieden werden könnten. Allerdings sind Experten auch der Ansicht, dass Kinder, die noch im Wachstum begriffen sind, nur reduziert Fluoride (beispielsweise durch Zahncremes) zu sich nehmen sollten. Hintergrund ist, dass sich Fluoride bei Kindern, die im Wachstum begriffen sind, im Zahnschmelz einlagern und zu bräunlichen ode weißlichen Flecken auf den Zähnen führen können. Diese sind zwar harmlos, aber unschön. Allerdings kann ein Zuviel an Fluoriden auch schädlich für die Zahngesundheit sein, so dass die Zähne kariesanfälliger werden. Was hier genau die Höchstdosis ist, dafür gibt es keine offizielle Richtlinie. Entstehen die unschönen Flecken auf den Zähnen, spricht man von einer Fluorose. Deswegen wurde die Menge an Fluoriden, die dem Trinkwasser in den USA beigesetzt werden, auf ein ppm (parts per million) begrenzt. Die Nützlichkeit eines ausgewogenen Maßes an zugesetzten Fluoriden betonen dabei verschiedene öffentliche Organisationen wie die „American Dental Association“, die „American Medical Association“ oder die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Auch die „Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“ unterstreicht, dass Fluoride „zu den drei Eckpfeilern zahnmedizinischer Prävention“ gehören. In der Zahnmedizin sind, im Gegensatz zur jetztigen Debatte, die vor allem im Internet geführt wird, Fluoride und deren Nützlichkeit für den Erhalt gesunder Zähne unbestritten. Daran wird sich in naher Zukunft vermutlich auch nichts ändern, es sei denn, es werden von Kritikern eindeutige Beweise vorgelegt, die die Schädlichkeit dieser Salze für den Menschen nachweisen. Ein solcher eindeutiger Beweis steht aber noch aus, es gibt bislang lediglich Anhaltspunkte und Hinweise, dass Fluoride schädlich sein könnten.

Allgemeine Auswirkungen von Fluoriden auf den Organismus

Fluoride sind Bestandteile des menschlichen Körpers. In den Zähnen und den Knochen kann nachgewiesen werden, dass diese zu fünf Prozent aus Fluoriden bestehen. Wie aber wirken Fluoride auf den Körper? Wo werden sie eingelagert und welche Organe sind von einer Fluoridzufuhr betroffen? Werden die Salze oral aufgenommen (beispielsweise durch das Trinkwasser, durch Speisesalz etc.), gelangen sie zunächst in den Magen-Darm-Trakt und von dort aus in den Blutkreislauf. Man weiß, dass sich diese Salze in den Knochen und in anderen Gewebeteilen einlagern können, wobei der Großteil in den Knochen verbleibt (circa 99 Prozent). Werden Fluoride wieder ausgeschieden, geschieht dies hauptsächlich über die Nieren, während ein geringer Teil (etwa ein Prozent) über die Schweiß- und Speicheldrüsen augeleitet wird. Gesunde, leistungsfähige Nieren sollten dabei in der Lage sein, einen Großteil des Fluorids wieder auszuscheiden. Gegner betonen aber, dass die Nieren mit der Zeit unter der Fluorid-Belastung leiden und ihre Leistungsfähigkeit einbüßen. In de Folge soll es zu einer Ansammlung von Fluoriden im Körper kommen, wobei vor allem das Gehirn, das Nervensystem, die Nieren, die Leber, die Schilddrüse und die Zirbeldrüse in Mitleidenschaft gezogen werden sollen. Die Folge sollen degenerative Erkrankungen, Störungen des komplexen Enzymsystems wie Diabetes, beschleunigte Alterungsprozesse, Verschleiße an den Gelenken und andere Erkrankungen sein. Ob dies so richtig ist, muss allerdings noch eingehend untersucht werden.

Welche Risiken bestehen durch Fluorid-Belastung?

Fluoride werden inzwischen von manchen Fachleuten mit ernsthaften Erkrankungen in Verbindung gebracht. Bislang liegen allerdings fast nur Anhaltspunkte und Verdachtsmomente vor. Eine eingehende, stichhaltige wissenschaftliche Untersuchung steht noch aus. Lesen Sie im Folgenden, welche Gefahren mit Fluoriden assoziiert werden. Beachten Sie dabei, dass hierfür zum Großteil nur Hinweise vorliegen und kaum Beweise. Dabei wäre es sicher begrüßenswert, wenn zum Thema Fluoride eine neue, wissenschaftlich fundierte und umfassende Studie unternommen werden würde.

Schädigungen des Gehirns und des Nervensystems

Es existiert eine aktuelle Untersuchung der Universität Toronto/Kanada, in der ausgehend von 1.000 Schwangeren gemessen wurde, welche Auswirkungen einzelne Subsanzen auf den Nachwuchs haben. Die Untersuchung fand in Mexiko statt, wo das Trinkwasser einen erhöhten Fluorid-Gehalt aufweist. Dabei kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die Kinder der Mütter, die über das Trinkwasser vermehrt Fluoride aufgenommen hatten, in psychologischen Tests hinsichtlich des Intelligenzquotienten und der Gehirnleistung schlechter abschnitten. Schwangeren wird deswegen neuerdings empfohlen, auf die Fluorid-Aufnahme durch das Trinkwasser, Mineralwasser oder durch fluoridhaltige Zahncremes zu achten und diese möglichst zu vermeiden. Hingegen sollen dieser Studie zufolge Fluoride nach der Geburt keinen Einfluss mehr auf das Gehirn haben, da dieses dann bereits ausgereift ist. Ob bei Erwachsenen Fluoride schädigende Auswirkungen auf das Gehirn und das Nervensystem haben, bleibt umstritten. Dabei existieren auch radikale Verlautbarungen, die aussagen, dass Fluoride ein Mittel seien, um Menschen „dumm und arbeitswillig“ zu machen, weil sie eine negative Auswirkung auf die Gehirnfunktionen hätten. Dies ist beispielsweise der Standpunkt der Website „Zentrum der Gesundheit“, die auf Fluorid-Experimente im Dritten Reich verweist. Das „Zentrum der Gesundheit“ führt dabei unter anderem die Forschungen der Toxikologin Phillis Mullenix aus den 1990er-Jahren an: Diese hätten herausgestellt, dass Fluoride bei Ratten zu einem niedrigerem IQ, dem Aufmerksamkeitsdefitsyndrom und der Hyperaktivitätsstörung geführt hätten. Das „Zentrum der Gesundheit“ spricht gar von einer „Fluorid-Verschwörung“. Ob man bei diesem Thema allerdings so weit gehen muss, ist fraglich.

Verbindung mit erhöhtem Krebsrisiko

Immer wieder gibt es Warnungen, dass Fluorid Krebs und Chromosomenveränderungen bewirken kann. Stichhaltige Beweise gibt es hierfür bislang noch nicht. Allerdings ist es richtig, dass Fluorid in hohen Dosen Zellen schädigen kann, genauso wie es in großen Mengen zu Skelettfluorose (erhöhter Brüchigkeit der Knochen) und Nierenschäden führen kann. Die derzeitige Empfehlung lautet daher, die Fluoridzufuhr zu überwachen und von Überdosierungen abzusehen. Ausschlaggebend scheint die Dosis zu sein. Tatsächlich gibt es vor allem im Internet zahlreiche Warnhinweise und regelrechte Horrormeldungen, dass Fluorid Krebs auslösen soll. Jedoch existiert bislang keine einzige wissenschaftlich fundierte Studie, die eindeutig nachweist, dass Fluorid krebserregend ist. Das „National Research Council“ (NRC) ist dabei diejenige öffentliche Institution, die gegenüber Fluoriden am kritischsten ist. In einem Lagebericht des NRC wurde veröffentlicht, dass Fluorid wohl noch am ehesten mit Knochenkrebs in Verbindung gebracht werden könne; allerdings weisen die Autoren ebenfalls darauf hin, dass die Ergebnisse diesbezüglich sehr gemischt seien. Von daher ist die Angst vor Krebs durch Fluorid (bislang zumindest) Spekulation. Zudem muss berücksichtig werden, dass Fluorid zum Beispiel Zahnpasta nur in geringen Mengen zugesetzt wird. Es handelt sich um Dosen unter ein Milligramm. Außerdem wird Zahnpasta in der Regel nicht heruntergeschluckt, sondern ausgespült. Die Mengen im Trinkwasser wiederum dürfen 0,7 Milligramm pro Liter nicht überschreiten. Sollten Sie dennoch sichergehen und von Fluorid entgiften wollen, finden Sie am Ende dieses Textes einige Hinweise und Tipps.

Verbindung zu Schilddrüsenunterfunktion

Eine Studie, die 2015 im renommierten „Journal of Epidemiology and Community Health“ veröffentlicht wurde, löste eine heftige Kontroverse unter britischen Wissenschaftler aus, ob Fluorid schädlich für die Schilddrüse und ihr empfindliches Hormonsystem ist. Dabei wurden die Städte Birmingham, wo das Trinkwasser fluoridiert wird, und Manchester, wo kein Fluorid dem Trinkwasser beigesetzt wird, verglichen. Die Wissenschaftler stellten fest, dass in Birmingham die Rate an ausgeprägten Schilddrüsenunterfunktionen doppelt so hoch ist wie in Manchester und überdies seit 2008 um 14 Prozent angestiegen ist; sie brachten dies mit dem Fluorid im Trinkwasser in Verbindung. Die Studie löste in der Fachwelt in der Folge eine hitzige Debatte aus, wobei es unter Wissenschaftler sehr unterschiedliche Meinungen dazu gab. Schlussendlich legte man sich darauf fest, dass hier noch weitere Untersuchungen folgen müssten, bevor man von einem eindeutigen Ergebnis sprechen könne. Demnach besteht also zumindest der Verdacht, dass Fluorid auf die Schilddrüse, die zahlreiche Funktionen im Körper regelt, eine schädliche Auswirkung haben könnte. Somit könnten Fettleibigkeit, chronische Müdigkeit und Depressionen, die mit einer Schilddrüsenunterfunktion in Verbindung gebracht werden, im Extremfall auf eine Intoxikation durch Fluoride zurückgeführt werden. Jedoch ist dies bislang noch nicht bewiesen. Festgestellt wurde bislang, dass die Fluoridierung des Trinkwasser mit Störungen der Schilddrüse korrelieren, jedoch kann noch nicht eine Kausalität hergestellt werden. Empfehlenswert ist es daher, seine Fluorid-Zufuhr zunmindest im Auge zu behalten und die vorgeschriebene Höchstmenge nicht dauerhaft zu überschreiten. Auch Wissenschaftler, die der Fluoridierung gegenüber kritisch eingestellt sind, raten davon ab, aufgrund der vorläufigen Ergebnisse in Panik zu verfallen.

Behinderung der sexuellen Entwicklung

Vorneweg ist hier zu sagen, dass sich Wissenschaft und Medizin über die Schädlichkeit oder Unschädlichkeit von Fluoriden keinesfalls einig sind. Es gibt Quellen, die darauf hinweisen, dass insbesondere Natriumflorid (wie es im Speisesalz enthalten ist) die Spermaproduktion von Männern verringert. Zudem existieren Untersuchungen die besagen, dass Männer, die vermehrt Natriumfluorid zu sich nehmen, weniger Spermien produzieren. Ebenso gibt es Hinweise, dass in Städten und Gemeinden, in denen das Trinkwasser fluoridiert wird, die Geburtenrate durchschnittlich niedriger ist als in Gemeinden, in denen dem Trinkwasser kein Fluorid zugesetzt wird. Auch hier stehen umfassende, eindeutige Untersuchungen noch aus. Neben diesen eher spekulativen Annahmen existiert eine Untersuchung der State University of New York, die zuverlässiger scheint. In dieser wurde festgestellt, dass im Norden von New York, wo der Fluoridgehalt des Trinkwasser hoch ist, die Anzahl von Frühgeburten überdurchschnittlich hoch ist. Eine eindeutige, verbindliche Richtlinie, ob und wie viel Fluorid Schwangere zu sich nehmen dürfen, gibt es jedoch nicht. Somit bleibt der Umgang mit Fluorid der persönlichen Entscheidung jeder werdenden Mutter überlassen. Jedoch häufen sich tatsächlich die Hinweise, dass Fluorid in der Schwangerschaft vermieden werden sollte (siehe oben). Daraus kann man ableiten, dass Sie auf der sicheren Seite sind, wenn Sie während der Schwangerschaft kein Fluorid zu sich nehmen. Auch wenn dieses mit einer bessern Zahngesundheit in Verbindung gebracht wird, lässt sich ein Zeitraum von einigen Monaten gut überbrücken, ohne dass gravierende Schäden drohen.

Diabetesrisiko

Einige Wissenschaftler bringen Fluoride im Trinkwasser mit einem erhöhten Diabetesrisiko in Verbindung. Offensichtlich ist es hierbei so, dass Fluoride dosisabhängig einen Effekt auf den Glukosespiegel im Blut und eine vorliegende Insulinresistenz haben. Hierbei weisen manche Autoren darauf hin, dass Diabetiker aufgrund ihrer Zuckerkrankheit stärkeren Durst haben als gesunde Menschen und deswegen mehr trinken; ist das Trinkwasser fluoridiert, nehmen sie automatisch auch mehr Fluorid zu sich, was zu Schädigungen führen kann. Weiter argumentieren die Verfasser, dass Diabetiker als Folge ihrer Erkrankung häufig Nierenschäden aufweisen, während die Nieren hauptsächlich dafür zuständig sind, Fluoride wieder auszuscheiden. Durch die eingeschränkte Nierenfunktion kann der Körper nicht mehr genug Fluoride ausscheiden, woraufhin diese sich im Organismus ansammeln und zu Schäden führen. Diabetiker sind demzufolge einem erhöhten Risiko ausgesetzt, durch Fluoride gesundheitliche Folgewirkungen zu erleiden als andere. Ob das Spurenelement direkt daran beteiligt ist, dass ein Diabetes überhaupt entsteht, ist umstritten. Es gibt Untersuchungen, die die Fluoridierung von Trinkwasser mit einem erhöhten Diabetesrisiko in Verbindung bringen, während andere dies verneinen. Somit ist es schwierig, eine eindeutige, seriöse Empfehlung für Diabetiker zu formulieren. Sicherlich ist es ratsam, die Fluorideinnahme im Auge zu behalten, da auch Verfechter des Spurenelements einräumen, dass Fluorid ab einer gewissen Menge schädlich sein kann. Wer als Diabetiker viel trinkt, sollte deswegen darauf achten, möglichst fluoridarmes Wasser zu konsumieren.

Auslöser von Arthritis

Bei Arthritis handelt es sich um eine entzündliche Gelenkerkrankung, die Rötungen, Schwellungen und Überwärmung zur Folge hat, was starke Schmerzen auslösen kann. Unter Umständen kann diese Erkrankung einen operativen Eingriff erforderlich machen. Was aber hat Arthritis mit Fluoriden zu tun? In der renommierten medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ ist bereits vor einigen Jahrzehnten ein Artikel erschienen, der den Fall einer Britin beschrieb, die einerseits sehr viel Schwarztee trank (der Fluorid enthält) und diesen gleichzeitig mit fluoridiertem Trinkwasser aufbereitete. Sie entwickelte in der Folge Symptome, die auf eine Arthritis hinwiesen. Als die Patientin aufhörte, Schwarztee zu konsumieren, verschwanden die Symptome nach und nach wieder, bis sie völlieg schmerzfrei war. Somit bestand der Verdacht, dass die Frau unter einer Fluorid-Vergiftung gelitten hatte. Erwiesen ist die Tatsache, dass eine auf Dauer erhöhte Fluorideinnahme zu einer Skelettfluorose führen kann. Diese ist zunächst gekennzeichnet durch Gliederreißen, Muskelschwäche, chronische Müdigkeit, Magen-Darm-Probleme und Appetit- und Gewichtsverlust.  In der Folge kommt es zu Knochen- und Gelenkschmerzen, Verkalkung der Knochen, Osteoporose, Blutarmut und einer erhöhten Gefahr für Knochenbrüche. Das „Fluoride Action Network“ verweist auf Studien aus China, wonach 7.000 Personen aus sechs Regionen beobachtet wurden, die eine Dosis von fünf bis sechs Milligramm Fluorid täglich aufgenommen hatten.  Demnach war hier das Risiko für eine Osteoarthritis deutlich erhöht. Wurden Dosen von bis zu 10 Milligramm Fluorid täglich aufgenommen, drohte vermehrt Skelettfluorose. Aufgrund solcher Hinweise bringen Kritiker Fluorid mit der Entwicklung von Arthritis in Verbindung und warnen vor einem gedankenlosen Konsum.

Schädigung der Nieren

Fluoride werden zum Großteil über die Nieren ausgeschieden, ein sehr geringer Teil wird über die Schleimhäute, den Stuhl und den Speichel ausgeleitet. Ein Teil verbleibt in Knochen und Zähnen. Bei dauerhaft überhöhter Fluorideinnahme ist es möglich, dass Schäden auftreten, da die Nieren chronisch überlastet werden und nicht mehr in der Lage sind, das Fluorid vollständig aus dem Körper zu leiten. In der Folge kann es zu einer Ansammlung der Salze im Körper kommen und zu einem späteren Zeitpunkt somit zu einer Intoxikation. Die „National Kidney Organisation“/USA zum Beispiel hat zwar keine verbindliche Richtlinie bezüglich der Fluoridaufnahme formuliert, verweist aber auf ihrer Website auf eine umfangreiche Untersuchung des „National Research Center“ mit dem Thema Fluoridierung des Trinkwassers. In dieser Studie haben die Autoren festgehalten, dass bei Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion eine hohe Fluoridaufnahme durchaus problematisch sein kann, weil die geschädigten Nieren weniger des Spurenelements ausscheiden. Wissenschaftlich gesichert ist es außerdem, dass bei schweren Nierenfunktionsstörungen die Gabe von Fluoriden als Bestandteil von Medikamenten (zum Beispiel zur Behandlung von Osteoporose) kontraindiziert ist. Menschen, die unter Erkrankungen der Nieren leiden, sollten deswegen ihre Fluoridzufuhr überwachen. Zudem weiß man, dass eine dauerhafte Überdosis von Fluorid auch die Nieren gesunder Menschen schädigen kann. Ab welcher Dosis dies der Fall ist, ist allerdings unklar. Von daher ist es empfehlenswert, sich an den Richtwert von maximal 3,5 Milligramm pro Tag zu halten. Dieser Richtwert gilt für Deutschland.

Verkalkung der Zirbeldrüse

Gegner der Fluoridierung des Trinkwassers und der Beigabe von Fluoriden in Zahncremes etc. verweisen oftmals insbesondere auf die Schädigung der Zirbeldrüse durch diese Salze. Die Zirbeldrüse nimmt dabei im Organismus besondere Aufgaben wahr: Aus Serotonin verstoffwechselt sie das Melatonin, das den Schlaf-Wach-Rhythmus regelt. Zudem werden in der Zirbeldrüse andere zeitabhängige Prozesse des Körpers geregelt, beispielsweise das rechtzeitige Einsetzen der Pubertät und vieles mehr. Dem kleinen zapfenförmigen Organ im Epithalamus, einem Zwischenteil des Gehirn, kommt deswegen eine große Bedeutung zu. Manchen Kritikern zufolge ist das Fluorid der größte Feind der Zirbeldrüse: Die Salze würden sich im Gewebe des kleinen Organs ansammeln und nach und nach zu dessen Verkalkung führen. In der Folge könne die Zirbeldrüse ihre Aufgaben immer schlechter ausfüllen, so die Argumentation. Dabei ist es durchaus richtig, dass die Zirbeldrüse mit der Zeit Verkalkungserscheinungen zeigt. Feststellbar ist, dass bereits in einem Alter von unter 20 Jahren erste Spuren einer Verkalkung feststellbar sind, wobei sich sogenannte Gliazellen vermehren, während Drüsenzellgewebe abgebaut wird. Dadurch entstehen kleine Zysten, in die sich Calcium- und Magnesiumsalze sowie Plaques einlagern. Diese Plaques werden im medizinischen Jargon als Hirnsand bezeichnet, wobei unklar ist, welche Funktion dieser Hirnsand hat. Mit zunehmendem Alter schreitet diese Verkalkung mehr oder weniger fort. Allerdings bleiben Kritiker eine Antwort schuldig, warum ausgerchnet Fluorid für eine außergewöhnliche Verkalkung der Zirbeldrüse und der damit einhergehenden negativen Folgen verantwortlich sein soll. Fundierte Studien hierzu existieren bislang nicht.

Herabsetzung der männlichen und weiblichen Fruchtbarkeit

Umweltgifte stehen schon seit geraumer Zeit im Verdacht, sowohl die männliche als auch die weibliche Fruchtbarkeit zur beeinträchtigen. Fakt ist es, dass die Geburtenraten in Industrienationen wie den USA oder Deutschland nicht nur aufgrund der Tatsache zurückgehen, dass Paare keine Kindern haben wollen, sondern auch aufgrund des Umstands, dass viele Menschen ungewollt kinderlos bleiben. Beispielsweise verweist die Tageszeitung DIE WELT in einem Artikel auf eine deutsch-dänische Studie des Wissenschaftler Timo Strünker vom „Center of Advanced European Studies and Research“ in Bonn, die vor einigen Jahren die Rolle von alltäglichen, hormonell aktiven Chemikalien auf die Fruchtbarkeit von Menschen untersucht hat. Gegenstand der Untersuchung war unter anderem auch das Fluorid in Zahncremes. Die Studie kommt dabei zu einem wenig erfreulichen Ergebnis: Demnach „summieren sich unterschiedliche Chemikalien in ihrer Wirkung“ und entfalten in Kombination auch in geringen Konzentration eine schädliche Wirkung auf die Fruchtbarkeit beim Menschen. Chemikalien wie Fluorid sind in der Lage einen Ionenkanal in den Spermien zu öffnen, so dass Kalzium in die Zellen eindringen kann. Der Kalziumwert der Spermien ist dabei ausschlaggebend für das Schwimmverhalten von Spermien. Für die Kalziumzufuhr sind aber eigentlich die weiblichen Hormone Prostaglandin und Progesteron zuständig. Die Chemikalien sorgen nun dafür, dass die Spermien nicht mehr richtig auf diese weiblichen Hormone reagieren. Dadurch sind diese nicht mehr in der Lage, auf die Eizelle zuzusteuern und diese zu durchdringen. In der Folge kommt es zu weniger Befruchtungen, d.h. zu Schwangerschaften. Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass möglichst wenige dieser Chemikalien verwendet werden sollten.

Schädigungen des kardio-vaskulären Systems

Vor allem von vielen Alternativmedizinern und Heilpraktikern wird Fluorid auch mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Demnach kann eine regelmäßige Fluorid-Einnahme zu Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Herzerkrankungen und im Extremfall zum Herzinfarkt führen. Was aber ist dran an den Behauptungen? De facto gibt es bislang keine offizielle, wissenschaftlich fundierte Studie, die sich mit dieser Frage beschäftigt hat. Die meisten Meldungen im Internet hingegen, die von ernsthaften Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Fluorid-Einnahme berichten, offenbaren ihren geringen Wert bereits darin, dass sehr oft die Begriffe Fluor und Fluorid verwechselt werden (siehe Einleitung). Während Fluor ein hochreaktives, ätzendes und sehr giftiges Element ist, das chemisch zur Gruppe der Halogene gehört, handelt es sich bei Fluoriden um Salze des Fluors, die entstehen, wenn Fluor Verbindungen mit anderen chemischen Elementen eingeht. Somit handelt es sich keinesfalls um das Gleiche. Insofern sind Websites und Artikel, die beide Begriffe verwechseln, wenig hilfreich für eine seriöse Informationsbeschaffung. Wissenschaftlich gibt es für Erkrankungen des kardiovaskulären Systems durch Fluoride keine Hinweise. Sogar das National Research Center in den USA, das als einzige öffentliche Einrichtung einen sehr kritischen und umfassenden Bericht zum Thema Fluoride veröffentlicht hat, erwähnt Herz-Kreislauf-Erkrankungen in dieser Studie nicht. Von daher sind entsprechende Meldungen mit Vorsicht zu genießen.

Von Fluorid entgiften und die Fluorid-Aufnahme verringern

Wie bisher zu sehen war, sind die Behauptungen, dass Fluoride in vielerlei Hinsicht schädlich sein sollen, bislang nur teilweise wissenschaftlich begründbar. Jedoch war anhand neuerer Studien auch zu sehen, dass die Salze des Fluors nicht so unbedenklich sind, wie jahrzehntelang angenommen. Deswegen stellt sich die Frage, wie man von Fluoriden entgiften kann. Wer sich dazu entscheidet, findet im Folgenden einige Detox-Tipps, die vor allem aus dem naturheilkundlichen Bereich stammen.

Essen Sie basisch

Bei einer basischen Ernährung werden säurebildende Lebensmittel vermieden und gezielt basische Lebensmittel und Getränke konsumiert. Ziel ist es, den Säure-Basen-Haushalt im Körper zu harmonisieren, so dass wieder ein gesunder, ausgeglichener ph-Wert im Organismus vorherrscht. Hintergrund ist, dass vor allem Naturheilkundler eine Vielzahl von modernen Erkrankungen mit der Übersäuerung des Körpers in Verbindung bringen (womit nicht eine Azidose gemeint ist, mit der Mediziner eine lebensgefährliche Übersäuerung des Blutes bezeichnen). Eine basische Ernährung soll dieser Übersäuerung entgegenwirken. Zu den basischen Lebensmitteln gehören beispielsweise eine Vielzahl von Obst- und Gemüsesorten, natürliche Kräuter und Gewürze, Wasser und Kräutertees. Säurebildende Lebensmittel, die zu vermeiden sind, sind etwa Fleisch und Wurstwaren aus konventioneller Haltung, Eier, Fertiggerichte, Zucker, Milchprodukte, Getreideprodukte aus Auszugsmehlen, Alkohol und koffeinhaltige Getränke. Lebensmittel, die zwar säurebildend sind, aber dennoch zur Gesundheit beitragen, sind zum Beispiel Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Bio-Tofu oder Nüsse. Eine vollständige Liste finden Sie hier: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/saure-und-basische-lebensmittel.html. Zudem ist auf eine ausreichende Zufuhr an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Natrium und Magnesium zu achten, eventuell in Form von Zusatzpräparaten. Was aber hat das mit Fluoriden zu tun? Fluoride gelten als Abkömmlinge des Fluors als stark säurebildend. Naturheilkundler gehen davon aus, dass sich Fluoride mit der Zeit im Körper anreichern und durch ihre säurebildenden Eigenschaften zu dessen Übersäuerung beitragen. Deswegen sei es wichtig, das Spurenelement wieder auszuleiten. Besonders wichig sei dies für Diabetiker und Menschen mit Niereninsuffizienz (eingeschränkter Nierenleistung), da geschädigte Nieren nicht mehr in der Lage sind, Fluoride vollständig auszuscheiden. Eine basische Ernährung soll einen wichtigen Beitrag leisten, um säurebildende Fluoride auszuleiten.

Erhöhen Sie die Selen-Zufuhr

Der Mineralstoff Selen spielt eine wichtige Rolle als Fänger von freien Radikalen (aggressiven Sauerstoffverbindungen) und ist außerdem wesentlich für den Körper bei der Bildung von lebenswichtigen Schilddrüsenhormonen. In naturheilkundlichen Untersuchungen ergaben sich außerdem Anhaltspunkte, dass Selen sehr effektiv sein soll, um Fluoride auszuleiten und deren negative Wirkungen im Körper zu neutralisieren. Vor allem Paranüsse sollen sehr reich an diesem Mineralsstoff sein, so dass bereits zwei Nüsse am Tag genügen, um den Bedarf an Selen zu decken. Empfohlen wird an manchen Stellen, Selen nicht mit zu hohen Dosen Vitamin C oder Zink einzunehmen, da ansonsten dessen Aufnahme im Körper behindert wird. Dabei sollte man auch Selen nicht in unkontrollierbaren Mengen zu sich nehmen, da es ab einer gewissen Menge ebenfalls toxisch werden kann. Allgemein gilt eine Kombination aus Selen und Vitamin E als besonders effektiv, um generell von Schadstoffen zu entgiften, weil Selen die antioxidative Wirkung von Vitamin E unterstützt und ergänzt. Offenbar verbraucht der Körper zudem bei Entgiftungsprozessen vermehrt Selen, weswegen eine tägliche Zufuhr notwendig ist. Umgekehrt kann eine unzureichende Zufuhr an Selen zu Mangelerscheinungen und verschiedenen Erkrankungen führen. Gemäß manchen Naturheilkundlern soll es besonders gut möglich sein, von Fluoriden mit der Hilfe einer Kombination aus Jod, Selen, Salz, Magnesium, Vitamin C und B-Vitaminen zu entgiften. Wenn Sie mit Selen von Fluoriden entgiften wollen, nehmen Sie am besten Kontakt zu einem kompetenten Naturheilkundler auf, um sich dort Unterstützung zu holen, da der Mineralstoff in hohen Dosen giftig sein kann.

Trinken Sie Tamarindentee

Bestandteilen des afrikanischen Tamaridenbaums, der auch in Südostasien, Südamerika und Indien kultiviert wird, werden zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Bei uns wird der Baum auch als „Indische Dattel“ bezeichnet. Die Tamarinde ist in Europa dabei noch weitgehend unbekannt, in Asien und  Afrika hingegen wird sie sehr geschätzt. Hierzulande gilt sie einigen Insidern als Geheimtipp und Kenner schwören auf ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften: Sie soll die Verdauung unterstützen, die Herzgesundheit schützen, den Blutfluss verbessern, das Nervensystem stärken, sich förderlich auf Diabetes auswirken, entzündungshemmende Eigenschaften besitzen, das Immunsystem auf Vordermann bringen und die Gewichtsabnahme unterstützen. Außerdem sind viele wichtige Nährstoffe in den Früchten des Tamarindenbaums enthalten. Zudem empfehlen viele Naturheilkundler Tee, Extrakte und Tinkturen aus den Blättern und der Rinde der Indischen Dattel, um Entgiftungskuren vorzunehmen. Offensichtlich unterstützen diese Produkte den Entgiftungsprozess und versorgen den Körper mit wertvollen Nährstoffen und hilfreichen Antioxidantien. Manchen gilt die Tamarinde sogar als das beste Entgiftungsmittel überhaupt, weil es unter anderem die Nieren bei ihrer Arbeit unterstützt, schädliche Stoffe auszuscheiden. Erhältlich ist Tamarindentee bei Heilpraktikern der ayurvedischen Medizin oder in asiatischen Lebensmittelläden. Leider sind keine Angaben über die Dosierung erhältlich. Da man aber weiß, dass beispielsweise der übermäßige Verzehr von Früchten des Tamarindenbaums zu Durchfall und ähnlichen unangenehmen Begleiterscheinungen führen kann, ist es empfehlenswert, auch den Tee aus der Rinde und den Blättern nur in Maßen zu konsumieren.

Treiben Sie Sport

Sport ist allgemein dafür bekannt, dass er Entgiftungsprozesse nachhaltig unterstützt. Durch sportliche Betätigung werden zahlreiche Mechanismen und Vorgänge im Körper aktiviert, so dass der Stoffwechsel in Schwung kommt, die Verdauung angeregt wird, die Durchblutung besser funktioniert und der Organismus vemehrt Sauerstoff aufnimmt. Schon nach einer kurzen Zeit intensiven Trainings wie Joggen bilden sich neue feine Blutgefäße in Form von feinen Kapillaren aus, so dass der Körper besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird. Ein aktiver Stoffwechsel zum Beispiel sorgt überdies dafür, dass der Körper nicht nur Fettreserven abbaut, sondern auch vemehrt Giftstoffe ausscheidet. Schon alleine durch die durch Sport entstehende Schweißbildung werden zahlreiche Giftstoffe ausgeleitet. Wenn Sie von Fluoriden entgiften wollen, sollten Sie deswegen neben anderen Maßnahmen auch ein moderates Sportprogramm absolvieren, das im Übrigen generell zu Gesundheit und Wohlbefinden beiträgt. Am besten Sie kombinieren dies mit Saunagängen, Wechselduschen, Trockenbürstenmassagen und Atemübungen, die den Körper dabei unterstützen, Giftstoffe auszuscheiden. Sämtliche Ratgeber, Mediziner und Naturheilkundler sind sich darin einig, dass Bewegung und Sport zu einer Entgiftungsphase dazugehören. Sollten Sie aus der Übung sein, können am Anfang flotte Spaziergänge helfen, wieder in Schwung zu kommen. Am besten Sie praktizieren außerdem eine Sportart, die Ihnen Spaß macht. Es ist erwiesen, dass die vielfältigen positiven Effekte von Sport nur dann eintreten, wenn Menschen mit Spaß bei der Sache sind. Um dauerhaft Sport zu treiben, ist außerdem Motivation erforderlich. Diese ist aber nur dann gegeben, wenn Bewegung auch Freude macht. Probieren Sie deswegen verschieden Sportarten aus, bis Sie die richtige gefunden haben.

Essen Sie Bio-Lebensmittel

Durch Lebensmittel, die chemisch vorbehandelt werden, geraten zahlreiche Giftstoffe in unserem Körper. Ein Beispiel hierfür sind Pestizide, mit denen Obst und Gemüse präpariert werden, damit sie resistenter gegen Schädlinge werden, schöner ausehen und haltbarer sind. Auch anderen herkömmlichen Lebensmittel werden zahlreiche chemische Zusatzstoffe beigemengt : Sie sollen dadurch besser schmecken, ein attraktiveres Erscheinungsbild haben und somit bevorzugter gekauft werden. Im Schnitt werden unserem Essen bis zu 400 verschiedene Zusatzstoffe beigemischt. All dies belastet den Körper zusätzlich. Essen Sie deswegen zumindest in der Entgiftungsphase Bio-Lebensmittel, um den Prozess der Reinigung zu unterstützen und den Organimus von chemischen Zusatzstoffen zu säubern. In Bio-Lebensmitteln sind durchschnittlich nur zehn Prozent der Chemikalien, die in herkömmlichen Lebensmitteln auffindbar sind, nachweisbar. So dürfen beispielsweise keine Farbstoffe, Konservierungsstoffe und künstliche Süßungsmittel beigemengt werden. Der Einkauf von Bio-Lebensmittel sollte sich nicht weiter schwierig gestalten, da inzwischen fast jeder Supermarkt und Discounter solche Produkte anbietet. Besonders vorteilhaft ist es, frische Lebensmittel aus der eigenen Region zu kaufen, bei denen man sicher sein kann, dass sie nicht mit Chemikalien, Gentechnik oder Geschmacksverstärkern vorbehandelt wurden. Zwar sind Nahrungsmittel aus biologischem Anbau etwas teurer, dafür aber schmecken sie besser und den Herstellern in den Ländern der Dritten Welt (und auch den Bauern hierzulande) werden fairere Preise bezahlt. Fertiggerichte sollten Sie auf jeden Fall vermeiden, da diese nicht nur eine Vielzahl von Zusatzstoffen beinhalten, sondern darüber hinaus auch oft Kalorienbomben, Fett- und Salzfallen darstellen.

Einen passenden Wasserfilter benutzen

Wasser ist für alles Leben auf der Erde unentbehrlich. Unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Während der Mensch 14 Tage ohne Nahrung auskommen kann, ist er nach drei Tagen ohne das kostbare Nass am Ende. Um erfolgreich zu entgiften, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr deswegen unentbehrlich. Wenn Sie aber von Fluoriden entgiften wollen, sollten Sie auch auf das Trinkwasser aus der Leitung und auf Mineralwasser aus Flaschen achten. Der Gehalt an Fluoriden im Trinkwasser schwankt regional bedingt, auch wenn in Deutschland eine künstliche Fluoridierung des Trinkwassers verboten ist (im Gegensatzu zu vielen anderen Ländern wie den USA oder Australien). Zu 90 Prozent enthält das Trinkwasser in Deutschland weniger als 0,3 Milligramm Fluorid pro Liter. Doch wie kann man wissen, wie viele Fluoride tatsächlich pro Liter Trinkwasser enthalten sind? Das örtliche Wasserversorgungswerk kann darüber Auskunft geben. Sollte Ihnen der Gehalt zu hoch sein und möchten Sie hier sparen, können Sie das Wasser aus der Leitung auch selbst filtern. Hierzu existieren mikrofeine Aktivkohlefilter, die sowohl Herbizide und Pestizide als auch Humus, Algen und Chemikalien wie Chlor, Fluoride etc. herausfiltern, und die es im Handel zu kaufen gibt. Wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium oder Magnesium bleiben hiervon unberührt. Dabei sind nicht alle Aktvikohle-Filtersysteme gleich gut.

Umfangreiche Informationen zu gesundem Wasser und Wasserfiltern gibt es auf der Webseite: https://www.lebendiges-trinkwasser.de

​Dadurch können Sie die Fluorid-Aufnahme deutlich reduzieren. Ein völliger Verzicht auf Fluoride wird aber kaum möglich sein, da minimale Spuren nicht zu vermeiden sind.

Benutzen Sie fluoridfreie Zahnpflegeprodukte

Bei Zahnpasta für Erwachsene darf laut Gesetz der Fluoridanteil höchstens 0,15 Prozent betragen, bei Zahncremes für Kinder höchstens 0,05 Prozent. Fakt ist es aber, dass wir durch Zahnpflegeprodukte einen bedeutenden Teil unserer täglichen Fluoridaufnahme zu uns nehmen. Denn zur Zahnpasta kommen auch Mundspülungen, Zahngels etc. hinzu, die in der Regel allesamt mit Fluoriden versetzt sind. Wer von Fluoriden entgiften will, sollte deswegen auch hier ansetzen. Die positive Nachrlicht lautet, dass es in der Zwischenzeit zahlreiche Alternativen auf dem Markt gibt. Alleine der Internetriese Amazon listet unter dem Stichwort „fluoridfreie Zahncreme“ über 70 Ergebnisse auf. Vertreten sind dabei renommierte Hersteller wie Weleda, Lavera und Biomed. Jedoch können Sie Zahnpasta auch sehr einfach selbst herstellen: Dazu mischen Sie zum Beispiel einfach natives Kokosöl, Natron, Xylit (Birkenzucker), Kurkumapulver und Pfefferminzöl. Während Kokosöl eine antibakterielle, reinigende Wirkung hat, bindet Natron die Schadstoffe im Mund. Xylit sorgt für einen guten Geschmack und mindert Mundgeruch. Kurkuma macht die Zähne richtig schön weiß. Pfefferminzöl sorgt für einen frischen Atem und kann wahlweise auch durch Zitronenöl oder Fenchelöl ersetzt werden. Die genaue Mischung der einzelnen Zutaten finden Sie hier: https://www.careelite.de/zahnpasta-selber-machen/. Wenn Sie abgesehen von der täglichen Zahnpflege etwas für Ihre Mundgesundheit tun wollen, dann verzichten Sie am besten ganz auf zuckerhaltige Lebensmittel. Gegner von Fluoriden führen an, dass die Hauptursache für schlechte Zähne eine schlechte, zuckerreiche Ernährung ist. Tatsächlich beziehen die Bakterien, die für Karies verantwortlich sind, ihre hauptsächliche Energie aus Zucker. Sie können Industriezucker dabei ganz einfach beispielsweise durch Xylith (Birkenzucker) ersetzen.

Benutzen Sie alternative Wasserquellen

Während in Deutschland eine Person durchschnittlich 124 Liter Wasser pro Tag verbraucht, fallen davon nur ca. fünf Liter für das Trinken und Kochen an. Wenn Sie also Fluoride sparen wollen, könnte man hier ansetzen, möchte man meinen. Die Frage ist: Was könnten alternative Wasserquellen sein? Zum einen könnten Sie auf Mineralwasser oder Tafelwasser ausweichen, das fast keinen Fluoridgehalt aufweist. Allerdings fallen hier mit der Zeit erhebliche Kosten an und das Wasser muss transportiert werden (zudem weist das Mineralwasser aus dem Supermarkt oft andere Schadstoffe auf). Zum anderen ist die naheliegendste Lösung Regenwasser, das Sie einfach in einer Wassertonne auffangen können. Jedoch ist dies praktisch gesehen wenig empfehlenswert. Zum einen ist der Regen, der niederfällt, in der Regel sauer, zum anderen hat er, bis er ankommt, einen weiten Weg hinter sich: In der Luft kommt der Regen in Kontakt mit zahlreichen Schadstoffen wie Feinstaub und Bakterien. Fällt er aufs Hausdach und fließt über die Regenrinne in die Regentonne, nimmt er auch Vogelkot, Laub und anderes mit. Regenwasser ist in Deutschand deswegen nur als Gebrauchswasser zugelassen, nicht als Trinkwasser. Auch um Flüsse und Seen als alternative Wasserquellen ist es nicht besser bestellt. In der Regel ist der Verschmutzungsgrad gar nicht bekannt, von daher ist es nicht ratsam, darauf als alternative Wasserquellen auszuweichen. Besser ist es deswegen, auf Trinkwasser aus dem Hahn zurückzugreifen und dieses zu filtern, da es hierzulande wesentlich sauberer ist als das Regenwasser oder als das Wasser aus Flüssen und Seen.

Vermeiden Sie Fluorid während dem Stillen

Der Gehalt der Muttermilch an Fluoriden spiegelt in der Regel den Gehalt des Trinkwassers wider. Muttermilch enthält in Deutschland im Durchschnitt fünf bis 16 Nannogramm Fluorid pro Liter. Gleichzeitig warnen Kinderärzte davor, dass ein zu hoher Fluoridgehalt bei Babys und Kleinkindern Schäden hervorrufen kann. Deswegen enthält Kinderzahnpasta auch nur einen geringeren Anteil an Fluorid als Zahncreme für Erwachsene, für unter Dreijährige hingegen ist auch dies nicht indiziert. Für Stillende wäre es deswegen empfehlenswert, auf Fluoride zu verzichten, da diese offensichtlich in die Muttermilch übergehen. Möglichkeiten hierfür bestehen darin, Trinkwasser entsprechend zu filtern und fluoridfreie Zahnpflegeprodukte während der Schwangerschaft und der Stillzeit zu verwenden. In geringen Mengen sind Fluoride auch in bestimmten Lebesmitteln wie Schwarztee und manchen Fischsorten zu finden. Diese Lebensmittel sollten Sie vorerst meiden. Im Grunde genommen ist dies alles, was Sie während der Stillzeit tun können, damit das Baby nicht zu sehr mit Fluoriden belastet wird. Eine geringe Menge dieser Salze findet sich auch in der Luft und im Boden, doch dies ist nicht zu verhindern. Sehen Sie auf jeden Fall davon ab, ihren Kindern Fluorid-Tabletten zu verabreichen. Ein kompetenter Zahnarzt wird Ihnen sagen können, dass die Aufnahme von Fluorid durch Zahnpflegeprodukte, Trinkwasser und fluoridiertes Speisesalz ausreichend ist. Zudem handelt es sich bei Fluorid nicht um ein essenzielles Spurenelement wie zum Beispiel bei Selen. Der Körper kann auch ohne eine Zufuhr dieser Salze reibungslos funktionieren. Die einzigen medizinischen Vorteile von Fluoriden bestehen darin, dass man ihnen einen gewissen Kariesschutz attestiert.

​Quellen und weiterführende Links


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