Haarausfall durch Eisenmangel: Warum Eisen so wichtig für die Haare ist

Eisenmangel ist eine häufig auftretende Mangelerscheinung, die mitunter zu Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, aber auch zu Blutarmut und Haarausfall führen kann. Oft sind die Symptome allerdings nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen und der Mineralstoffmangel lässt sich am besten über einen Bluttest ausfindig machen. Liegt Ihr Haarverlust gesichert an einem Defizit an Eisen und ist nicht genetisch bedingt, so lässt er sich auch schnell wieder beheben. Der folgende Artikel „Haarausfall aufgrund von Eisenmangel: Anzeichen und was Sie dagegen tun können” klärt Sie über die häufige Unterversorgung mit diesem essentiellen Spurenelement auf, die Sie selbst gut bekämpfen können und wieder zu gutem und gesundem Haarwachstum führt.

Wie Eisenmangel Haarausfall verursacht

Haarausfall kann verursacht werden, wenn dem Körper zu wenig Eisen zur Verfügung steht, um Hämoglobin im Blut zu produzieren. Hämoglobin ist der elementare Stoff, der den Sauerstoff im Körper transportiert, der wiederum für das Wachstum und die Reparatur aller Körperzellen verantwortlich ist – einschließlich jener Zellen, die für die Bildung von Haarfollikel benötigt werden.

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Im medizinischen Bereich wird auf Eisenmangel basierender Haarausfall auch Telogeneffluvium genannt. Telogeneffluvium tritt auf, wenn das Haar, das eigentlich in der Wachstumsphase (Anagen) sein sollte, vorzeitig in die Ruhephase (Telogen) wechselt. Dadurch fallen die betroffenen Haare aus. Telogeneffuvium ist normalerweise temporär, wenn Sie die Ursache kennen und sofort Gegenmaßnahmen ergreifen. Bei akutem Haarausfall, kann man bereits nach 3 Monaten, spätestens jedoch nach 6 Monaten eine Verbesserung und einen zunehmenden Haarwuchs feststellen, wenn man den Auslöser – etwa den Eisenmangel – behandelt. Da Haare kein essentielles oder lebenswichtiges Körperteil darstellen, ist das Haarwachstum einer der ersten Prozesse, die bei auftretendem Eisen- oder anderen Nährstoffdefiziten eingestellt werden.

Was Sie gegen auf ​Haarausfall durch Eisenmangel tun können

Sobald Sie einen Eisenmangel bei sich diagnostizieren konnten oder diesen auch nur vermuten, können sie eigeninitiativ Einiges dagegen tun, um Ihr Depot an Eisen wieder aufzufüllen und so Ihren Haarausfall anzugehen.

Essen Sie Lebensmittel, die reich an Eisen sind

Eine ausgewogene Ernährung enthält automatisch auch Produkte, in denen Eisen vorkommt. Um bewusst Lebensmittel mit einem hohen Eisengehalt wie dunkelgrünes Blattgemüse – etwa Spinat oder Blattsalate – zu essen, sollten Sie auch deren Nährstoffgehalt kennen. Sowohl für Vegetarier als auch für Veganer und Fleischesser gibt es eine gute Auswahl an Lebensmitteln, da Eisen in tierischen wie in pflanzlichen Quellen vorkommt. Nachfolgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über einige Nahrungsmittel, die viel Eisen enthalten.

Lebensmittel

​Eisengehalt in Milligramm pro 100 Gramm

​Entenleber

​30 mg

​Schweineleber

​22,1 mg

​Weizenkleie

​16 mg

​Kürbiskerne

​12,1 mg

​Sesam

​10 mg

​Sojabohnen

​8,6 mg

​Leinsamen

​8,2 mg

​Quinoa

​8 mg

​Kalbsleber

​7,9 mg

​Amaranth

​7,6 mg

​Pistazien

​7,5 mg

Eigelb

​7,2 mg

​Linsen

​6,9 mg

​Pfifferlinge

​6,5 mg

​Leberwurst

​5,2 mg

Steigern Sie Ihre Aufnahme an Vitamin C

Damit der Körper das Spurenelement Eisen vollständig aufnehmen und verwerten kann, benötigt er zudem Vitamin C. Eisenhaltige Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel können im Grunde nur dann effektiv wirken, wenn sie gemeinsam mit Vitamin C eingenommen werden oder es sich um ein Kombi-Präparat handelt. Sollten Sie also zu wenig Vitamin C zu sich nehmen und doch ausreichend Eisen, so kann es dennoch aufgrund der mangelhaften Resorption zu einem Eisenmangel kommen. Ihre Aufnahme an Eisen durch den Körper können Sie bereits verbessern, indem Sie täglich etwas frisch gepressten Zitronensaft – etwa in Salat, Tee oder Smoothie gegeben – verwenden. Auch Nahrungsmittel, die reichlich Vitamin C enthalten wie Zitrusfrüchte in Form von Orangen, Mandarinen, Limetten oder Zitronen selbst sowie Beeren oder auch Spinat sollten täglich auf Ihrem Speiseplan stehen

Verwenden Sie Eisenpräparate

Eisen unterscheidet sich in seinen komplexen Daseinsformen und so gibt es auch verschieden Eisenpräparate auf dem Markt. Man spricht von 2-wertigem und 3-wertigem Eisen, wobei Letzteres im Grunde nur in pflanzlichen Lebensmitteln zu finden ist und daraus gewonnen werden kann. Obst, Früchte oder Vollkornprodukte enthalten etwa 3-wertiges Eisen wohingegen Fleisch, Fisch oder Hühnereier das 2-wertige Eisen aufweisen. Nicht nur die Menge des Eisens, das in dem jeweiligen Lebensmittel vorkommt, sondern auch der Eisentyp ist wichtig, wenn es um eine gut funktionierende Eisenversorgung geht, denn 3-wertiges Eisen kann vom Körper wesentlich schlechter aufgenommen werden.

Gerade pflanzliches Eisen – das 2-wertige – braucht die parallele Aufnahme von Vitamin C, um vom Körper optimal verarbeitet werden zu können. Die Menge an Eisen, die Sie speziell benötigen, hängt vom Schweregrad Ihres Mangels ab, aber Erwachsene benötigen im Allgemeinen täglich 60 bis 200 Milligramm elementares Eisen, um eine Eisenmangelanämie zu heilen. Eisenpräparate sollten Sie nie einnehmen ohne zuvor Ihren Arzt danach befragt zu haben, der ihnen ein bestimmtes Präparat empfehlen kann und Ihnen auch eine für Sie individuelle Dosis und Anwendungsdauer mitteilen sollte.

Zu den Nebenwirkungen der Einnahme von Eisenpräparaten: Tatsächlich sind Nebenwirkungen bei der Einnahme von Eisenpräparaten relativ häufig. Jeder vierte Patient hat mit Durchfall oder Verstopfung, Sodbrennen oder Erbrechen, Übelkeit und Bauchweh zu kämpfen. Besonders schwangere Frauen vertragen die ihnen verschriebenen Eisenpräparate oft nicht und erbrechen sich häufig, was das Nährstoffdefizit noch verstärkt. Zu viel Eisen und die eigenständige Therapie mit falschen, überdosierten oder qualitativ schlechten Eisenpräparaten können überaus schädlich sein und zu koronaren Herzerkrankungen in Form von Arteriosklerose oder einem Infarkt führen.

Anzeichen einer Eisenüberdosis: Bei den ersten Anzeichen einer Überdosierung von Eisen – unabhängig davon, ob Sie es durch die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen haben – sollten Sie die Eisenzufuhr direkt stoppen und einen Arzt konsultieren. Zu den wichtigsten Indizien für eine Eisenüberdosis zählen Erbrechen, starker Durchfall und starke Bauchkrämpfe.

Besuchen Sie Ihren Arzt

Bei Ihrem ersten Verdacht, dass Eisenmangel der Grund für ihren Haarausfall sein könnte, sollten Sie Ihren Hausarzt oder Heilpraktiker Ihres Vertrauens aufsuchen, der Ihnen Blut abnehmen kann und anhand einer gängigen Laboranalyse die Eisenwerte in Ihrem Blut bestimmen lassen kann. Erst wenn die Resultate des Bluttests vorliegen, sollten Sie gemeinsam mit dem Mediziner über weitere Behandlungsmöglichkeiten und die Option einer aufgestockten Zufuhr von Eisen sprechen, die dann entweder über Nahrungsergänzungsmittel oder eine bedacht eisenhaltige Ernährung erfolgen kann.

Eisenmangel: Symptome und Ursachen

Was ist eine Anämie?

Ein größeres Risiko an einer Anämie zu erkranken, wie sich die Blutarmut noch nennt, haben Frauen – vor allem schwangere und stillende Frauen –, Säuglinge, Kinder, Vegetarier und Menschen, die häufig zur Blutspende gehen. Bei der Anämie ist oft der Mangel an Eisen – also eine Eisenmangelanämie – der Auslöser. Rund ein Drittel der Menschen auf der ganzen Welt leidet an einer Blutarmut. Wird der Körper nämlich nicht mit ausreichend Eisen versorgt, so kann er nicht genug Hämoglobin – den roten Blutfarbstoff – produzieren. Hämoglobin ist in seiner chemischen Struktur auf Eisen als Bestandteil angewiesen. Fehlt dem Körper Eisen so führt dies zwangsläufig zu einer Armut an roten Blutkörperchen, die wiederum lebenswichtig sind, da sie innerhalb des menschlichen Organismus den Sauerstoff zu den einzelnen Zellen transportieren. Eisenmangel und Blutarmut hängen daher oftmals zusammen.

Symptome von Eisenmangel

1. Anämie: Die Blutarmut ist ein Symptom und eine Folge von langanhaltendem Eisenmangel. Begleitet werden Eisen- und Hämoglobinmangel von Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Blässe, eingeschränkter Konzentrations- und Leistungsfähigkeit oder Kribbeln in den Gliedmaßen.

2. Äußere Anzeichen: Anfänglich kann der Körper noch mit einem Defizit an Eisen umgehen, äußert dies aber bereits in Symptomen wie Hauttrockenheit – beispielsweise durch eingerissene Mundwinkel –, brüchige und spröde Nägel wie Haare oder durch eine brennenden Zunge sowie Veränderungen der Schleimhäute im Mundraum.

3. Ungewöhnliche Müdigkeit: Müdigkeit kann im Grunde in jedem Stadium eines Eisenmangels auch ein Symptom sein. Wenn Sie weniger Eisen in Ihrem Körper haben, haben Sie auch weniger Hämoglobin in sich. Hämoglobin hilft aber dabei den Sauerstoff in alle Teile des Körpers zu transportieren. Wenn die Sauerstoffversorgung nicht so gut ist, wird Ihr Körper weniger Energie haben und fühlt sich müde.

Ursachen von Eisenmangel

1. Schwangerschaft und Stillzeit: Da das aufgenommene Eisen für Mutter und Ungeborenes oder Neugeborenes ausreichen müssen, reicht der Eisenspiegel meist nicht für beide aus. Den Frauen wird daher die Einnahme von Eisenpräparten empfohlen.

2. Veganer und Vegetarier: Menschen, die auf tierische Nahrung verzichten, leiden auch häufiger an Eisenmangel. Zwar findet sich Eisen sowohl in tierischen wie auch in pflanzlichen Lebensmitteln, kann aber aus tierischen Quellen vom Körper besser verwertet werden.

3. Sportler: Bei sehr hohen sportlichen Belastungen ist der Verlust an Mineralien und Spurenelementen über den Schweiß und über die Nieren wesentlich höher.

4. Blutungen: Ob nun durch eine blutende Hämorrhoiden, Geschwüre oder die monatliche Periodenblutung, der Körper verliert in gewissen Mengen Blut über einen kurzen Zeitraum. So kann es auch zu einem Eisenmangel kommen.

Empfohlene Tagesdosis für Eisen

Die täglich empfohlene Tagesdosis an Eisen liegt für Männer bei etwa 10 mg und für Frauen bei etwa 15 mg des Spurenelements. Da der Körper Eisen nicht nur täglich benötigt, sondern auch täglich für verschiedene Stoffwechselprozesse verbraucht, sollten Sie Ihrem Körper auch jeden Tag aufs Neue Eisen zuführen. Groß gespeichert wird Eisen nämlich nicht.

Fazit

Eisen ist ein lebenswichtiges Element, das der menschliche Körper vor allem für die Erhaltung seines Blutes benötigt, doch auch für die Gesundheit Ihrer Haare ist es wichtig.
Achten Sie Ihrer Gesundheit und letztlich auch Ihrem Aussehen zuliebe daher darauf, die empfohlene Dosis an Zink am Tag zu sich zu nehmen. Sofern Sie den Grund für Ihren Haarverlust nicht kennen, lassen Sie erst einen Eisenmangel fachkundig diagnostizieren bevor Sie eigenmächtig zu Eisenpräparaten greifen. Eine ausgewogene Ernährung sollte reich an Eisen und zugleich an Vitamin C sein, um möglichst effektiv gegen Eisenmangel anzugehen. Teilen Sie den Artikel gerne in den sozialen Medien, wenn er Ihnen gefallen hat, oder hinterlassen Sie einen Kommentar zum Thema weiter unten.


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