Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein körpereigener, langkettiger Zuckerstoff (Polysaccharid), der große Mengen Wasser binden kann. Mehr als die Hälfte davon steckt in der Haut.

Daneben kommt sie in Bindegewebe, Gelenkflüssigkeit, Knorpel und im Glaskörper des Auges vor. Mit dem Alter sinkt die körpereigene Bildung, was zu trockener Haut und weniger Elastizität beitragen kann.

In Cremes und Seren wirkt Hyaluronsäure vor allem feuchtigkeitsspendend. Laut ZDFheute können sie bei zweimal täglicher Anwendung leicht aufpolstern und feine Linien weniger sichtbar machen. Große Mimikfalten verschwinden dadurch nicht. In einem Test von 24 Seren fand Öko-Test keine belastbaren Belege für Anti-Falten-Versprechen; die Produkte schnitten nicht besser ab als normale Feuchtigkeitscremes. Probleme entstehen eher durch andere Inhaltsstoffe wie Duft- oder Konservierungsstoffe.

Bei Nahrungsergänzungsmitteln sagt die Verbraucherzentrale: Es fehlen wissenschaftliche Belege, dass sie Haut oder Gelenke verbessern. Die EFSA hielt entsprechende Aussagen für nicht belegt. Japanische Studien mit 120 oder 240 mg täglich fanden bessere Hautfeuchtigkeit, nutzten aber Lebensmittel statt Kapseln. Das BfR sieht bei Aufnahmen bis 250 mg pro Tag keine Bedenken; allergische Reaktionen sind möglich.

Bewährter für Haut und Gelenke sind laut Verbraucherzentrale ausreichend Flüssigkeit, ausgewogene Ernährung, Bewegung, Sonnenschutz und Feuchtigkeitspflege.

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