Insomnie ist eine Schlafstörung, bei der du schlecht einschläfst, nachts oft aufwachst oder zu früh erwachst und dich tagsüber müde und erschöpft fühlst. Von einer Schlafstörung sprechen Fachleute, wenn die Probleme länger als einen Monat anhalten.
Nach Angaben des IQWiG treten die Schlafprobleme dabei mindestens drei Nächte pro Woche auf und beeinträchtigen die Lebensqualität. Etwa 6 von 100 Menschen in Deutschland sind betroffen, Frauen häufiger. Eine einzelne schlechte Nacht ist also noch keine Insomnie. Auch Alltagsgewohnheiten spielen eine Rolle, etwa Schlafzeiten, Koffein und Bildschirmnutzung am Abend.
Mögliche Ursachen sind Stress, belastende Lebensereignisse, Alkohol, Schmerzen, Schlafapnoe, das Restless-Legs-Syndrom, Schichtarbeit, Lärm oder bestimmte Medikamente. Oft helfen schon veränderte Gewohnheiten, mehr dazu unter Schlafhygiene.
Bei länger anhaltenden Problemen ist die Hausarztpraxis meist die erste Anlaufstelle. Ein Schlaftagebuch hilft dort, Auslöser zu erkennen. Die kognitive Verhaltenstherapie kann schlafhinderliche Denk- und Verhaltensmuster verändern. Verschreibungspflichtige Schlafmittel sollten nur begrenzte Zeit eingesetzt werden, weil sie Nebenwirkungen haben und abhängig machen können. Suche ärztlichen Rat, wenn veränderte Gewohnheiten nichts bringen, die Probleme über Monate bestehen oder dir der Alltag schwerfällt.
Mehr dazu: Schlafstörungen: Ursachen und Gegenmaßnahmen, Schlafhygiene, Melatonin, Psyche und Schlaf.
Quellen
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Schlafstörungen. gesundheitsinformation.de. https://www.gesundheitsinformation.de/schlafstoerungen.html
- NHS: Insomnia. https://www.nhs.uk/conditions/insomnia/




