Anämie, auf Deutsch Blutarmut, bedeutet, dass dein Blut deutlich weniger rote Blutkörperchen oder weniger Hämoglobin enthält als normal. Dadurch gelangt weniger Sauerstoff zu den Körperzellen.
Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen; das Knochenmark baut ihn mit Hilfe von Eisen auf. Wie niedrig der Wert sein muss, damit von Anämie die Rede ist, hängt nach WHO von Alter, Geschlecht und Lebenssituation ab.
Die häufigste Ursache ist Eisenmangel, etwa durch zu wenig Eisen in der Nahrung, schlechte Aufnahme (zum Beispiel bei Zöliakie) oder chronische Blutverluste. Weitere Ursachen sind ein Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure, chronische Erkrankungen wie Nierenleiden und ein zu schneller Abbau roter Blutkörperchen. Schwangerschaft und starke Regelblutungen erhöhen das Risiko. Manchmal bleibt die Ursache unklar.
Typische Anzeichen sind Blässe, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Konzentrationsprobleme und Atemnot bei Belastung. In Deutschland sind etwa 10 Prozent der Menschen betroffen, Frauen deutlich häufiger als Männer.
Lass anhaltende Müdigkeit oder Blässe ärztlich abklären. Die Praxis prüft per Blutbild den Hämoglobinwert sowie Eisen, Vitamin B12 und Folsäure und sucht bei ungeklärtem Eisenmangel nach versteckten Blutverlusten. Nimm Eisen nicht auf eigene Faust, sondern erst nach Diagnose.
Mehr dazu: Ferritin, Eisenhaltige Lebensmittel, Eisenmangel und Haarausfall.
Quellen
- WHO: Anaemia (Fact Sheet). https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/anaemia
- gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit): Blutarmut (Anämie). https://gesund.bund.de/blutarmut-anaemie
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