Ferritin ist das Speichereiweiß für Eisen. Sein Wert im Blut gibt Hinweise darauf, wie gut deine Eisenspeicher gefüllt sind.
Dein Körper enthält etwa 2 bis 4 Gramm Eisen, rund 70 Prozent davon im roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Der Großteil des Rests steckt als Ferritin in Leber, Milz und Knochenmark. Ferritin schützt Zellen außerdem vor freiem Eisen, das giftig wirken kann.
Die Referenzbereiche hängen von Alter, Geschlecht und Labor ab. Als Beispiel nennt die Apotheken Umschau (nach dem Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten) für 18- bis 45-jährige Frauen 6 bis 70 µg/l und für gleichaltrige Männer 10 bis 220 µg/l. Entscheidend ist der Referenzbereich auf deinem Laborbefund.
Ein niedriger Wert zeigt einen Eisenmangel zuverlässig an, etwa bei zu geringer Aufnahme, erhöhtem Bedarf in der Schwangerschaft oder chronischen Blutungen. Ein normaler Wert schließt ihn dagegen nicht aus: Bei Entzündungen, chronischen Erkrankungen oder Tumoren steigt Ferritin an, weil es ein sogenanntes Akut-Phase-Protein ist. Dann kann trotz gefüllter Speicher ein funktioneller Eisenmangel bestehen. Ärztinnen und Ärzte ziehen deshalb weitere Werte wie CRP oder den löslichen Transferrin-Rezeptor heran. Ein hoher Wert kann auch auf eine Eisenüberladung hindeuten.
Nimm Eisenpräparate nur ein, wenn ein Mangel ärztlich festgestellt wurde, nicht auf bloßen Verdacht.
Mehr dazu: Anämie, Eisenmangel und Haarausfall, Eisenhaltige Lebensmittel.
Quellen
- Apotheken Umschau: Ferritin als wichtigster Marker für einen Eisenmangel. https://www.apotheken-umschau.de/laborwerte/ferritin
- gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit): Blutarmut (Anämie). https://gesund.bund.de/blutarmut-anaemie
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