Azidose

Azidose bedeutet, dass dein Blut zu sauer ist: Der pH-Wert liegt unter 7,35. Das ist eine ernste, ärztlich zu behandelnde Störung des Säure-Basen-Haushalts.

Der normale Blut-pH liegt bei etwa 7,35 bis 7,45, der Körper hält ihn um 7,40. Man unterscheidet zwei Formen. Bei der metabolischen Azidose entsteht zu viel Säure oder es geht Bikarbonat verloren, etwa bei schlecht eingestelltem Diabetes, Nierenversagen, Schock oder Vergiftungen. Bei der respiratorischen Azidose reichert sich Kohlendioxid an, weil die Atmung zu schwach oder zu langsam ist, etwa bei COPD, schwerer Lungenentzündung oder zu starker Sedierung.

Je nach Form zeigen sich Erschöpfung, Übelkeit, tiefe und schnelle Atmung oder Schläfrigkeit und Kopfschmerzen. Unbehandelt kann es bis zu Bewusstlosigkeit und Koma kommen. Festgestellt wird sie durch eine Blutgasanalyse, die pH, Kohlendioxid und Bikarbonat misst. Behandelt wird die zugrunde liegende Ursache.

Wichtig zur Abgrenzung: Die Azidose ist nicht gleichzusetzen mit der oft beworbenen „Übersäuerung“ durch Ernährung. Laut gesund.bund.de können basische Lebensmittel eine Azidose nicht behandeln, weil Ernährung allein den Säure-Basen-Haushalt nicht verändern kann. Bei Verdacht auf eine Azidose suche umgehend ärztliche Hilfe.

Mehr dazu: Übersäuerung: Symptome und Entsäuerung, Hypertonie.

Quellen

  1. MSD Manuals (Patientenversion): Azidose. https://www.msdmanuals.com/de/heim/nierenerkrankungen/s%C3%A4ure-basen-haushalt/azidose
  2. gesund.bund.de: Azidose (Übersäuerung). https://gesund.bund.de/azidose

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