Parabene

Parabene sind Ester der p-Hydroxybenzoesäure und werden in Kosmetik als Konservierungsstoffe gegen Keime eingesetzt. In der EU sind bestimmte Parabene bis zu festgelegten Höchstmengen zugelassen.

Zugelassen sind Parabene bis 0,4 Prozent pro Stoff und bis 0,8 Prozent in Gemischen. Methyl- und Ethylparaben gelten in dieser Konzentration laut BfR und dem europäischen Verbraucherschutzgremium SCCS als sicher. Für Butyl- und Propylparaben empfehlen beide höchstens 0,19 Prozent, weil Daten zur Aufnahme über die Haut fehlten.

Die Kritik dreht sich vor allem um die Frage, ob Parabene hormonähnlich wirken. Eine Studie von 2004 sah einen Zusammenhang mit Brustkrebs; das BfR hielt ihn nicht für bewiesen. Nach BfR-Einschätzung ist bei den empfohlenen Mengen keine relevante hormonelle Wirkung zu erwarten. Eine neuere Studie (Mutter-Kind-Kohorte und Mäuseversuche) deutet darauf hin, dass hohe Butylparaben-Werte in der Schwangerschaft mit kindlichem Übergewicht zusammenhängen könnten; die Autoren raten Schwangeren zur Vorsicht.

„Ohne Parabene“ heißt nicht „ohne Konservierung“. Ersatzstoffe können laut Stiftung Warentest ein höheres Allergiepotenzial haben, deshalb hält das BfR einen generellen Ersatz nicht für sinnvoll. Wenn du ganz sicher gehen möchtest, erkennst du Parabene in der INCI-Liste an der Endung „-paraben“.

Mehr dazu: INCI, Liste gefährlicher Inhaltsstoffe in Kosmetik, Kosmetik

Quellen

  1. Stiftung Warentest (test.de): Parabene als Konservierungsmittel in Kosmetika, Unnötige Verunsicherung. https://www.test.de/Parabene-als-Konservierungsmittel-in-Kosmetika-Unnoetige-Verunsicherung-4590686-0/
  2. Pharmazeutische Zeitung: Schwangere sollten Parabene meiden. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/schwangere-sollten-parabene-meiden-115652/

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