Komedogen

Komedogen nennt man Stoffe in Pflege- und Kosmetikprodukten, die die Bildung von Mitessern (Komedonen) begünstigen können. Die Komedogenität beschreibt, wie stark sie das tun.

Komedonen sind die „Mitesser“ der Akne, offen (schwarz) oder geschlossen (weiß). Komedogene Substanzen blockieren die Ausführungsgänge der Talgdrüsen und stören so den normalen Talgabfluss. Wird Akne durch Kosmetika ausgelöst oder verschlimmert, spricht man von Acne cosmetica, einer Form der Kontaktakne.

Untersucht wurde die Komedogenität klassischerweise am Kaninchenohr. Die Übertragung auf den Menschen gilt als problematisch. Außerdem hängt die Wirkung nicht nur vom Stoff ab, sondern auch von Anwendungsdauer und individueller Veranlagung. Deshalb solltest du kursierende Listen mit festen „Komedogenitätswerten“ mit Vorsicht lesen. Genannt werden als komedogene Grundlagen in Pflegeprodukten etwa Leinöl, Erdnussöl, Olivenöl und Ölsäure; die Einstufung einzelner Stoffe schwankt aber je nach Quelle.

Was das für dich bedeutet:

  • Wenn du zu Unreinheiten neigst, kannst du Produkte mit der Angabe „nicht komedogen“ als Orientierung nehmen.
  • Wie streng die Angabe geprüft wurde, kannst du als Verbraucher kaum nachvollziehen.
  • Sie ist keine Garantie und kein Mittel gegen Akne.

Bei ausgeprägter oder schmerzhafter Akne sprich mit einer Hautärztin oder einem Hautarzt.

Mehr dazu: INCI, Kokosöl, Kosmetik

Quellen

  1. Altmeyers Enzyklopädie: Komedogenität. https://www.altmeyers.org/de/dermatologie/komedogenitat-111740
  2. DocCheck Flexikon: Komedogen. https://flexikon.doccheck.com/de/Komedogen

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