Kokosnussöl: So wichtig ist Kokosöl für die Gesundheit

 

 

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Bei Ihrem letzten Einkauf im Supermarkt haben Sie doch bestimmt schon einmal ein kleines Gläschen Kokosöl in der Hand gehabt. Haben Sie sich da auch gewundert, warum es zwar Öl heißt, aber so fest, wie Butter ist und so weiß wie Zucker? Das liegt daran, dass Kokosöl erst ab einer Temperatur von 26° schmilzt. Ein Vorteil, den Sie nicht nur in der Küche, sondern auch in Ihrer Hausapotheke gut gebrauchen können.

Kokosöl soll ein wahres Wundermittel sein und wird als das Superfood schlechthin bezeichnet. Konsumenten versprechen sich eine Unterstützung bei ihrer Diät, jüngere Haut und eine gesündere Ernährung. Ob das Öl im kleinen Gläschen halten kann, was es verspricht, wollen wir uns in den folgenden Zeilen einmal näher anschauen.

Zunächst ist es jedoch sehr wichtig, dass wir uns ansehen, wie eine Kokosnuss aufgebaut ist, welche Eigenschaften und Inhaltsstoffe sie besitzt. Wenn wir das wissen, wird auch klar, warum die Kokosnuss, beziehungsweise das aus ihr gewonnene Öl so unschätzbar kostbar für unseren Körper ist.

​Am Anfang steht die Palme, am Ende steht das Kokosöl

Beginnen wir also mit unserer Untersuchung und schauen uns zunächst an, wo das Kokosöl eigentlich herkommt. Gewonnen wird es, wie der Name schon verrät, aus der Kokosnuss. Daher auch der gelegentlich verwendete Name Kokosnussöl. Ein weiterer Name lautet Kokosfett. Dieser kommt daher, dass Kokosöl bei Raumtemperatur einen festen Zustand hat. Doch Vorsicht, die Bezeichnung Kokosfett kann auch auf ein anderes Produkt hinweisen. Zum Beispiel wird seit 1894 unter dem Markennamen 'Palmin' Kokosfett in Deutschland vertrieben. Dieses Fett findet allerdings eher in der Küche seine Anwendung, da es sehr gut zum Braten und Frittieren geeignet ist.

Der Unterschied zum Kokosöl liegt in seiner Herstellung. Bei beiden Produkten wird als Ausgangsmaterial das Fruchtfleisch der Kokosnuss verwendet, auch Kopra genannt. Das Fruchtfleisch wird in beiden Fällen zerkleinert und dann weiterverarbeitet. Da Kokosfett raffiniert, also gehärtet und desodoriert wird, ist es ein stark verarbeitetes Industrieprodukt, welches zwar die seine Eigenschaften als Fett behält, aber seine positiven Inhaltsstoffe, zum Beispiel Vitamin E, verliert. Auch sein dezenter Kokosgeschmack geht bei der industriellen Verarbeitung verloren.

Das Kokosöl aus unseren kleinen Gläschen jedoch ist kalt gepresst, also nativ. Das bedeutet, dass das zerkleinerte und getrocknete Fruchtfleisch direkt und verlustarm zu Öl gepresst wird. Diese schonende Methode sorgt für einen natürlich hohen Anteil an Vitamin E und anderen Inhaltsstoffen im Endprodukt. Wir können uns also merken, dass Kokosöl aus ernährungsphysiologischer Sicht ein höherwertiges Produkt ist als das äußerlich ähnliche Kokosfett.

Weißes Gold zum Streichen aus dem Glas

Das fertige Produkt, so wie wir es in Gläsern im Supermarkt kaufen können, ist fest und von weißlicher bis leicht gelber Farbe. Es ist streichzart, manchmal ein wenig bröckelig. Während es im Kühlschrank mitunter richtig hart werden kann, liegt sein Schmelzpunkt bei ungefähr 18 bis 26 °C. Zu einer Rauchentwicklung kommt es bei ca. 194 °C und sein Flammpunkt liegt um die 288 °C. Anders als Olivenöl ist es daher besonders gut für die Küche geeignet.

Wundern Sie sich nicht, falls Sie nach dem Öffnen des Glases einen leicht ranzigen Geruch feststellen. Das ist völlig normal. Ansonsten richt Kokosöl dezent nach Kokos und Wachs. Kühl gelagert hat es, aufgrund seiner gesättigten Fettsäuren, eine extrem lange Haltbarkeit von 2-3 Jahren. Auch nach langer Lagerung sollten Sie also einen milden Kokosgeschmack haben, wenn Sie eine Messerspitze des festen Kokosöls auf Ihrer Zunge zergehen lassen. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich wahrscheinlich um ein raffiniertes und damit minderwertigeres Produkt.

Was sind ​mittelkettige Fettsäuren?

Nun ist ja bekanntermaßen Öl nicht gleich Öl und Fett nicht gleich Fett. Der chemische Aufbau unterscheidet sich je nach Herkunft beträchtlich. Dieser Umstand ist vor allem bei unserer Gesundheit zu beachten. Wie Sie sicherlich wissen, stehen gesättigte Fettsäuren, wie sie meistens in Produkten tierischen Ursprungs vorkommen, im Verdacht ein hohes Gesundheitsrisiko zu sein. Zum Beispiel sollen sie den Cholesterinspiegel beträchtlich anheben und so für ein höheres Herzinfarktrisiko sorgen. Mediziner empfehlen daher einen sehr geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren von nur 10% des täglichen Bedarfs. Der Rest sollte über ungesättigte Fettsäuren aufgenommen werden, wie sie in pflanzlichen Ölen vorkommen.

Wenn Sie nun lesen, dass Kokosöl allerdings aus überwiegend gesättigten Fettsäuren besteht, werden Sie sich zu Recht fragen, warum das Öl aus der Nuss dann ein so gesundes Superfood sein soll. Das Geheimnis liegt in der Art der gesättigten Fettsäuren. Es handelt sich nämlich überwiegend um die sogenannten mittelkettigen Fettsäuren Laurinsäure (44-52 %), Caprinsäure (6-10 %) und Caprylsäure (5-9 %). Mittelkettigen Triglyceriden, kurz MCT (vom Englischen medium-chain triglycerides) haben die ganz fantastische Eigenschaft, dass sie wasserlöslicher sind als ihre langkettigen Verwandten und daher einfacher vom Körper aufgenommen werden können.

Das liegt in erster Linie an der Anzahl ihrer Kohlenstoffatome. Die mittelkettige Laurinsäure besitzt beispielsweise 12 und die Caprylsäure sogar nur 8 Kohlenstoffatome. Zum Vergleich: Langkettige Fettsäuren besitzen deutlich mehr Kohlenstoffatome. Bei der Stearinsäure sind es 17 und bei der Behensäure sogar 21. Je weniger Kohlenstoffatome die Fettsäure besitzt, desto weniger Unterstützung benötigt sie bei der Verdauung durch körpereigene Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse. Der Einsatz von Gallensäure ist sogar komplett unnötig. Sie sehen also, auch wenn die Fettsäuren der Kokosnuss größtenteils gesättigter Natur sind, sind sie dennoch leichter bekömmlich und gut zu verdauen.

MCTs sind nicht der einzige Inhaltsstoff im weißen Gold

Neben den bereits ausführlich beschriebenen gesättigten Fettsäuren enthält Kokosöl auch die einfach ungesättigte Ölsäure und zusätzlich Spuren von Eisen, Kalcium, Kalium, Aminosäure, Natrium, Kupfer, Phosphor, Vitamin E und Lactone. Eine Vitaminbombe ist Kokosöl damit nicht, jedoch sind seine Bestandteile für Ihre Gesundheit wesentlich nützlicher, als beispielsweise die von industriell gefertigtem Rapsöl.

​Wo findet man ​das beste Kokosöl?

Bevor Sie nun zum nächsten Supermarkt laufen und sich ein Gläschen des weißen Golds kaufen, sollten wir uns noch die unterschiedlichen Arten von Kokosöl gemeinsam anschauen. Denn auch hier gibt es noch wesentliche Unterschiede. Wir haben bereits gelernt, dass Kokosöl und Kokosfett zwei verschiedene Produkte sind und dass bei Letzterem die Raffination zu einem Verlust von Inhaltsstoffen führt. Wenn Sie also den Einsatz des Öls nicht nur auf das Frittieren von Pommes beschränken, sondern auch seine positiven Eigenschaften auf Ihren Körper nutzen wollen, dann sollten Sie auf jeden Fall von raffinierten Produkten absehen.

Natives oder extra natives Kokosöl?

Was es für ein Öl – insbesondere für Kokosöl – bedeutet nativ zu sein, haben wir bereits angesprochen. Dem wollen wir uns noch einmal etwas intensiver widmen und auch verschiedene Abstufungen Kennenlernen.

Auf den Verpackungen befindet sich entweder die Aufschrift 'nativ' oder die italienische Variante des Wortes 'vergine'. Beide bedeuten letztlich dasselbe, nämlich, dass das Öl ohne Zufuhr von Wärme durch rein mechanische Pressung gewonnen wurde. Alle Inhaltsstoffe sind also, anders als bei der raffinierten Variante, noch enthalten. Finden Sie auf der Verpackung den Hinweis 'Extra-Nativ' oder 'vergine extra', dann bedeutet es, dass das Öl aus nur einer Pressung gewonnen wurde. Somit ist das Produkt nach EU-Maßstäben besonders qualitativ hochwertig.

Bio-Kokosöl oder kein Bio-Kokosöl?

Wie bei fast allen Lebensmitteln und Kosmetika stellen sich immer mehr Menschen die Frage nach der Erzeugung eines Produktes. Auch Sie fragen sich sicherlich, ob Ihre Tomaten aus dem Bioanbau stammen und ob sich Rückstände von Pestiziden auf Ihrem Salat finden. Dass Sie sich diese Frage stellen ist mehr als berechtigt, denn niemand möchte Gifte auf seinem Essen oder in seinem Lippenstift haben. Warum sollte die Frage nach der Bio-Qualität also beim Kokosöl ohne Belang sein? Ganz richtig, sie ist es nicht. Auch bei Kokosöl bietet ein biologisch erzeugtes Produkt viele Vorteile. Zum einen ist es deutlich weniger mit Pestiziden und chemischen Düngemitteln belastet, als ein vergleichbares konventionelles Produkt. Zum anderen legen Bioerzeuger wesentlich mehr Wert auf einen ökologisch verträglichen Anbau. Das bedeutet, dass für den Anbau der Kokospalmen keine Regenwälder gerodet werden müssen. Biokokosöl können Sie also mit ruhigem Gewissen – für Ihren Körper und die Umwelt – genießen. Wussten Sie eigentlich, dass auf Bio-Produkte spezialisierte Ölmühlen den Einfluss von Sauerstoff und Licht während der Produktion versuchen zu minimieren? Dadurch soll das Kokosöl noch reiner sein. Also genauso, wie im Fruchtfleisch der Kokosnuss selbst.

Worauf man beim Kauf noch achten sollte

Die Qualität des Kokosöls wird auch durch die Verpackung beeinflusst. Vermeiden Sie Plastik nicht nur wegen seines negativen Effekts auf die Umwelt, sondern auch weil Lösemittel aus dem Kunststoff sich im Kokosöl ablagern können. Vom schlechten Geschmack nach Plastik ganz zu schweigen.

Neben der Art der Gewinnung und der Verpackung des Öls hilft manchmal auch der einfache Vergleich des Kleingedruckten. Schauen Sie doch mal auf die Verpackungsrückseite und vergleichen die Anteile der verschiedenen Fette. Auch hier lassen sich Qualitätsunterschiede leicht und gut ablesen.

20 tolle Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten

​Gesundheitsvorteile​ von Kokosöl

Nun, nachdem wir uns angesehen haben, was Kokosöl eigentlich ist, wo es herkommt und was darin enthalten ist, müssen wir uns auch mit seiner Wirkung beschäftigen. Hierzu hat es in den letzten Jahren und Jahrzehnten eine ganze Reihe an Forschung und wissenschaftlichen Studien gegeben, die zahlreiche positive Effekte auf den menschlichen Körper feststellen konnten.

Begonnen hat das alles in der Küche, denn zunächst wurden Kokosnüsse und das darin enthaltene Kokosöl als normales Grundnahrungsmittel verzehrt. Allerdings nicht von Europäern, sondern von Südseevölkern zum Beispiel aus Indonesien oder Polynesien. Hier wurden in den 60er Jahren auch die ersten Studien an Inselvölkern vorgenommen, die neben Fisch und Fleisch in der Kokosnuss ein Hauptnahrungsmittel sehen. Die meisten unserer Zivilisationskrankheiten (zum Beispiel Karies Schilddrüsen-Fehlfunktionen oder Herz-Kreislauf-Krankheiten) kamen auf diesen Inseln nicht vor. Diese Entdeckung setzte einen wahren Wettlauf an Forschungen in Gang, die wir uns im Folgenden einmal etwas genauer ansehen wollen.

1. Kokosöl als Diäthelfer

Weiter oben im Text haben wir bereits gesehen, dass die mittelkettigen Fettsäuren leicht vom Körper aufgenommen werden. Ein weiterer Vorteil spielt sich ebenfalls bei der Verdauung ab. Denn unser Körper bevorzugt es, diese Fettsäuren direkt zur Energiegewinnung einzusetzen und nicht, wie es bei anderen Fettsäuren der Fall ist, in den Fettdepots des Körpers für schlechte Zeiten einzulagern. Was dass für Ihre Figur heißt, können Sie sich vorstellen.

Es bedeutet natürlich nicht, dass Sie automatisch rank und schlank werden, wenn Sie Ihre Ernährung komplett auf mittelkettige Fettsäuren durch Kokosöl umstellen, jedoch ist die positive Unterstützung Ihrer Diät durch den Gebrauch von Kokosöl, anstatt von anderen pflanzlichen Ölen, definitiv gegeben.

Eines zeigte 2010 eine Studie aus China, was bisher Jahrzehnte lang als Konsens galt. Nämlich, dass gesättigte (gemeint waren tierische) Fettsäuren dick machen. So allgemein lässt sich das der Studie zufolge nicht mehr behaupten. Denn schließlich bestätigen auch jüngere Studien, dass die gesättigten Fettsäuren des Kokosöls eben nicht in körpereigenen Fettdepots ansetzen.

Wenn Sie Ihre Diät nun mit Kokosöl unterstützen möchten, dann versuchen Sie doch beim Kochen auf andere Öle und Fette zu verzichten und nehmen Sie anstatt dessen einen Löffel weißes Gold.

2. Kokosöl gegen Alzheimer

Demenz und Alzheimer sollen heilbar sein? Nun, das noch nicht gerade, aber immerhin kann man die Symptome der Krankheit verringern, indem man das Gehirn ganz gezielt unterstützt. Das geht zum einen mit regelmäßigem Gehirnjogging und zum anderen über die regelmäßige Einnahme von Kokosöl. Bevor Sie sich jetzt ungläubig abwenden, lesen Sie einfach, wie genau das funktioniert.

Die mittelkettigen Fettsäuren des Kokosöls werden in der Leber zu sogenannten Ketonen umgewandelt. Das sind spezielle Energieträger, die direkt ins Gehirn gehen und dort leichter aufgenommen werden können. Andere Fettsäuren können das nicht.

Als Energiequelle für das Gehirn kennen Sie wahrscheinlich die Glukose. Damit wird unser Denkapparat zwar auch betrieben, jedoch fallen im Gegensatz zu Ketonen mehr Abfalstoffe an und der Verbrauch von Sauerstoff ist ebenfalls höher.

Im nächsten Schritt, den die Forscher nun herausgefunden haben wollen, kommen die berühmten Omega3-Fettsäuren ins Spiel. Ein Forscherteam beschäftigte sich mit Hunden, die an altersbedingten Degenerationen litten. Sie beobachteten, dass nach der Vergabe von Kokosöl der Omega3-Fettsäurengehalt im Blut der Tiere anstieg und das, obwohl im Kokosöl selbst diese Fettsäure gar nicht vorkommt. Für die Forscher ist klar, dass die mittelkettigen Fettsäuren des Kokosöls jene Omega3-Fettsäuren lösen, die sich zuvor in den Depots eingelagert hatten. Eine zusätzliche Unterstützung für das erkrankte Gehirn also.

Hier ist sicherlich noch weitere Forschung von Nöten, doch die ersten Ergebnisse sind sehr vielversprechend.

3. Kokosöl als Pilzkiller

Pilze umgeben uns überall. Nicht alle sind für unseren Körper schädlich. Man denke nur einmal an Hefe, die wir zum Backen und Bier brauen benötigen. Manche Hefepilze führen jedoch zu Erkrankungen, die wir nicht haben wollen. Candida ist ein solcher Hefepilzstamm. Was das mit Kokosöl zu tun hat, werden Sie sich jetzt vielleicht fragen. Die Antwort ist leicht und wird Ihnen sicherlich gefallen, denn eine der mittelkettigen Fettsäuren, die Caprinsäure wirkt anscheinend Pilz-bekämpfend. Das wurde durch bereits mehrere Studien bestätigt. Auch der Laurinsäure sagen Forscher derlei Fähigkeiten nach.

Kokosöl kann daher gegen unerwünschten Pilzbefall verwendet werden. Sowohl äußerlich auf der Haut als auch innerlich bei Darmpilzen. Sprechen Sie jedoch auf jeden Fall vorher mit Ihrem Arzt um sich ganz sicher zu sein, dass das, was Sie bekämpfen wollen, auch wirklich eine Pilzerkrankung ist.

4. Kokosöl gegen Karies

Streptokokken sind keine netten Untermieter im menschlichen Körper. Streptococcus mutans gilt beispielsweise als Verursacher von Zahnkaries. Wie Sie wissen, hilft bei Karies oft nur der Gang zum Zahnarzt. Dort wird dann ein kleines – oder auch größeres - Loch gebohrt und mit einem Füllmaterial wieder aufgefüllt.

Viel besser ist es jedoch, wenn man den Kariesbefall gar nicht erst groß werden lässt. Das geht am besten mit einem Antibiotikum, welches Bakterien vernichtet. Nun wissen Sie allerdings auch, dass man Antibiotika nur sparsam und auf gar keinen Fall prophylaktisch verwenden sollte.

Anders könnte es bei natürlichen Antibiotika aussehen. Forscher des irischen Athlone Institute of Technologie kombinierten in den Jahren 2011 und 2012 Versuche durch, in denen sie Kokosöl mit einem Verdauungsenzym kombinierten. Diese Verbindung zeigte eine große Wirkung auf zahlreiche verschiedene Streptokokken, unter anderem auch auf Streptococcus mutans, den Karieserreger. Der Studienleiter, Dr. D. Brady, geht sogar so weit, dass er diese Kokosöl-Enzym-Verbindung als Zahnpasta der Zukunft betrachtet.

5. Kokosöl als Stresshemmer

Ebenfalls ein wichtiger Bestandteil von nativem Kokosöl sind die ätherischen Öle. Es handelt sich um Polyphenole mit diversen gesundheitsfördernden Eigenschaften. Sie kommen in unterschiedlichen Varianten in Pflanzen vor. Jede Pflanze hat also ihre ganz eigene Wirkung auf den menschlichen Körper.

Die Wirkung von Kokosöl wurde 2015 in Malaysa in einer Studie untersucht, bei der herausgefunden wurde, dass die Polyphenole den stressbedingten Stoffwechselbelastungen entgegenwirken. Beobachtet wurde hier beispielsweise eine Reduktion des Blutfettspiegels und der Anzahl des körpereigenen Hormons Corticosteroid. Es hat also den Anschein, dass Kokosöl eine beruhigende, stresshemmende Wirkung besitzt.

6. Kokosöl gegen Zahnfleischentzündungen

Wie Sie bereits erfahren haben, bildet die Laurinsäure, mit einem Anteil von ca. 50 %, den Hauptbestandteil des Kokosöls. Diese Fettsäure sollten wir uns einmal etwas genauer ansehen, da sie einige fabelhafte Eigenschaften besitzt. Sie wirkt zum Beispiel feuchtigkeitsspendend und kühlend, was in der Kosmetikindustrie von Vorteil ist. Für unsere Auflistung der gesundheitlichen Aspekte ist jedoch ihre Eigenschaft eine antibakterielle Wirkung zu entfalten. Dass Laurinsäure eine effektive Waffe gegen unerwünschte Bakterien darstellt, ist bereits allgemein bekannt. Neu ist jedoch eine zahnmedizinische Studie aus dem Jahr 2015, die Probanden mit Zahnfleischentzündungen verschiedene Öle im Mundraum gurgeln ließen. Was für Sesam- und Sonnenblumenöl schon lange im Gespräch ist, wurde durch die Forscher am Kannur Dental College in Kerala, Indien nun erstmals auch auf Kokosöl ausgeweitet. Sie kamen zu dem Schluss, dass auch die antibakterielle Wirkung der Laurinsäure im Kokosöl gegen Zahnfleischentzündungen hilft.

7. Kokosöl als Virenbekämpfer

Seine medizinische Wirkung haben wir bereits im Kapitel über Zahnfleischentzündungen betrachtet. Doch wussten Sie, dass Kokosöl auch antimikrobiell, antiviral und antimykotisch wirken kann? Damit ist es ebenfalls zur Behandlung von Herpes oder Grippe geeignet. Denn auf die Art der Anwendung kommt es nicht an. Sie können das Öl direkt schlucken – aber bitte nicht in größeren Mengen – oder wie eine Salbe auf die betroffenen Stellen auftragen.

8. Kokosöl für ein gesundes Herz-Kreislauf-System

Die Besonderheiten von nativen - also kalt gepresstem – Kokosöl haben wir bereits betrachtet. Wir haben gesehen, dass dieser Herstellungsprozess dafür sorgt, dass die Inhaltsstoffe aus dem Fruchtfleisch im späteren Öl noch erhalten sind. Dazu gehören auch die Vitalstoffe, die – in Kombination mit der Energie aus den mittelkettigen Fettsäuren – sich positiv auf die Fließeigenschaften des Blutes auswirken können. So besagt eine indische Studie aus dem Jahr 2014, dass sich die Fette im Kokosöl eben nicht in den Blutgefäßen ablagern. Dadurch verstopfen die Gefäße nicht und im Gegensatz zu anderen Speiseölen soll das Risiko eines Infarkt deutlich sinken.

​Kosmetische Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten

Wussten Sie, dass Kokosöl als natürliches Insektenrepellent gilt? Das zumindest behauptet das Deutsche Grüne Kreuz, ein Verein für Gesundheit. Durch Auftragen auf die Haut ergibt sich laut der Organisation ein einfaches Mückenschutzmittel, welches eine natürliche Alternative zur Chemiekeule sein kann. Die Wirkung dieses Repellenten soll, in Kombination mit Geranien- und Sojaöl bis zu dreieinhalb Stunden anhalten.

Das ist, allerdings noch lange nicht alles. Was Sie mit Kokosöl in Ihrer Hausapotheke alles anstellen können, verraten Ihnen die folgenden Kapitel:

9. Kokosöl als Lippenstift

Fast jeder Mensch kennt das Gefühl von rauen und spröden Lippen im Winter. Das ist zwar erst einmal nichts Schlimmes, sieht jedoch weder gut aus, noch fühlt es sich angenehm an. Nun sind Lippenstifte seit Jahrzehnten in sämtlichen Drogerien und ebenso in sämtlichen Farb- und Geschmacksrichtungen zu erhalten, besonders natürlich sind diese Industrieprodukte jedoch nicht. Kokosöl eignet sich hier aus mehreren Gründen als perfekter Ersatz. Zum einen beugt seine antivirale Eigenschaft beispielsweise lästigen Herpesviren vor, zum anderen ist sein Geschmack angenehmer als die meisten chemischen Stoffe.

Wie funktioniert das Ganze? Wenn Sie Kokosöl als Lippenstift bzw. Lippenbalsam benutzen möchten, füllen Sie einfach eine kleine Menge in einen geeigneten Tiegel. So haben Sie es immer schnell und leicht griffbereit. Nun können Sie eine kleine Menge des Öls auf Ihre Lippen streichen. Übrigens brauchen Sie sich auch keine Sorge mehr wegen Paraffinen und Silikonen machen, die im Laufe des Tages in Ihren Mund gelangen könnten. Hier sei noch angemerkt, dass sich natives Bio-Kokosöl am besten eignet, da Sie damit unerwünschte Giftstoffe (Pflanzenschutzmittel, etc.) von vornherein ausschließen können.

10. Kokosöl zur Faltenreduzierung

Auch die im höheren Alter auftretenden Problemchen mit Falten können eventuell durch den Einsatz von Kokosöl reduziert werden. Das zumindest behaupten immer mehr Kosmetikerinnen und Kosmetiker, die Kokosöl auch als Anti-Aging-Mittel bezeichnen. Grund dafür, so die Experten, seien die zahlreichen Antioxidantien und Mineralstoffe im naturbelassenen Kokosöl.

Wie funktioniert das Ganze? Die Anwendung ist spielend leicht. Tragen Sie einfach eine kleine Menge des Kokosöls – empfohlen wird auf Bio-Qualität zu achten – auf Ihr Gesicht auf und lassen Sie es einwirken. Ihre Haut wird sich nach der Behandlung zart und weich anfühlen. Die ersten kleinen Fältchen sollten ebenfalls nach einigen Anwendungen verschwunden sein.

11. Kokosöl zum Oil Pulling

Ein Klassiker der ayurvedischen Lehre ist das sogenannte Oil Pulling. Es besagt, dass mit Hilfe von Ölen die Giftstoffe aus dem Körper gezogen werden. Das geht, rein theoretisch, mit allen pflanzlichen Ölen. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe eignet sich jedoch Kokosöl besonders gut für diese Prozedur. Das liegt vor allem an den ätherischen Ölen, die einen angenehmen Nebeneffekt bereithalten. Diesen Nebeneffekt haben Sie bei Rapsöl nämlich nicht.

Weitere Informationen zur ayurvedischen Lehre: http://www.ayurveda-portal.de/ayurveda-artikel/allgemein/810-fuer-einsteiger

Zurück zum Oil Pulling selbst. Nach Ayurveda sollen die vom Öl aufgesammelten Gifte zum Beispiel für Zahnverfärbungen, Augenringe, Müdigkeit und Kopfschmerzen verantwortlich sein. Ein österreichisches Magazin hat den Selbsttest gewagt und bereits nach 4 Tagen erste Erfolge beobachten können.

Wie funktioniert das Ganze? Für ein gelungenes Oil Pulling müssen Sie eine ausreichende Menge an Kokosöl für 20 Minuten im Mund behalten und durch die Zähne 'ziehen'. Das mag zu Beginn ein wenig eklig sein, aufgrund des angenehmen Kokosaromas gewöhnt man sich jedoch sehr schnell daran. Nach den 20 Minuten wird das Öl dann ausgespuckt. (Vorsicht: In den Müll spucken, da es im Waschbecken durch die Erhärtung zu Verstopfungen der Rohre führen kann) Nach diesem Vorgang den Mund kurz mit Salzwasser ausspülen und Zähneputzen nicht vergessen. Viel Erfolg!

12. Kokosöl für die Haare

Wer träumt nicht von schönen und gesunden Haaren. Eben solchen Haaren, wie wir sie tagtäglich in der Werbung bestaunen dürfen. Falls Sie auch zu den Menschen gehören, welche die im TV angepriesenen Produkte mit dem innigen Wunsch nach Erfüllung selbst ausprobierten, haben Sie wahrscheinlich feststellen müssen, dass diese Produkte weniger halten, als Sie versprechen. Das liegt vor allem daran, dass eine einfache und sehr alte Regel nicht befolgt wurde: Manchmal ist weniger mehr! Denn die ganzen chemischen Zusätze in den Haarprodukten schaden mitunter mehr, als dass sie helfen. Kokosöl hingegen ist, wenn es naturbelassen und biologisch angebaut ist, effektiv, da es ohne Zusätze auskommt.

Kokosöl wirkt besonders gut gegen Haarspliss, trockene und schuppige Kopfhaut. Ebenfalls vitalisieren die enthaltenen ätherischen Öle das Haar, sodass es wieder strahlend schön und gesund aussieht. Ein besonderer Effekt auf die Haarwurzeln wurde ebenso von Probandinnen beobachtet. Demnach soll Kokosöl die Wurzeln stärken und fester verankern. Das Resultat ist stärkeres, festeres Haar und weniger Haarausfall.

Wie funktioniert das Ganze? Am besten eignen sich Haarmasken oder auch Haarkuren genannt. Doch Vorsicht ist geboten, denn, ganz nach unserem Motto, schadet eine zu häufige Anwendung dem Haar eher, als dass es hilft. Beschränken Sie die Anwendung also auf einmal im Monat und sorgen Sie lieber dafür, dass es gründlich geschieht. Zunächst müssen die Haare gründlich gewaschen werden. Am besten geht das mit einem milden und silikonfreien Shampoo. Vorsichtig können Sie die Haare nun frottieren. Und danach – je nach Haarlänge – ein bis zwei Esslöffel geschmolzenes Kokosöl in Bio-Qualität in die Haare einmassieren. Arbeiten Sie sich dazu vom Haaransatz bis in die Spitzen vor. Die Haarspitzen sind deshalb auch wichtig, weil so das Kokosöl gegen Spliss wirken kann. Nach einer Einwirkzeit von mindestens einer Stunde (besser ist sogar eine ganze Nacht – können Sie das Kokosöl wieder auswaschen. Nutzen Sie am besten wieder ein mildes Schampoo

13. Kokosöl als Hautpflege

Unsere Haut ist unser größtes Organ. Zeitgleich ist es jedoch sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Sonneneinstrahlung, schlechte Witterung und vor allem der Konsum von zu vielen chemischen Kosmetikprodukten haben einen negativen Einfluss auf Ihre Haut. Aber Sie wollen sich doch sicherlich wohl in Ihrer Haut fühlen, oder?

Was glauben Sie, warum Kokosöl einer der Hauptbestandteile von so vielen Kosmetikprodukten ist? Ganz einfach, weil es wirkt. Doch am Kokosöl allein würden die Firmen nichts verdienen, also mischen sie Parfüm und andere Stoffe, wie Hyaluronsäure und Vitamin C Seren ihren Produkten bei, damit sich diese auf dem Markt besonders abheben. In vielen Fällen und bei vielen Problemen mit der Haut reicht jedoch die einfache Behandlung mit reinem Kokosöl in Bio-Qualität.

Wie funktioniert das Ganze? Die Anwendung ist recht einfach, denn sie besteht fast immer im simplen Auftragen des mit Hilfe der Finger geschmolzenen Kokosöls. Grundsätzlich besteht der positive Effekt des Kokosöls in seiner feuchtigkeitsspendenden Eigenschaft kombiniert mit seinen verschiedenen ätherischen Ölen, die sich positiv auf die Gesundheit der Haut auswirken. Zusätzlich können mitunter noch die antiviralen und antibakteriellen Eigenschaften der mittelkettigen Fettsäuren zur Lösung Ihrer Hautprobleme beitragen. Wussten Sie zum Beispiel, dass Kokosöl unter die Augen gerieben schon nach ein bis zwei Stunden Ihre Augenringe verschwinden lässt?

14. Kokosöl nach dem Bad in der Sonne

Auch hier helfen uns insbesondere die feuchtigkeitsspendenden Effekte des Kokosöls. Wie Sie wissen, ist zu viel Sonneneinstrahlung gefährlich für Ihre Haut. Einen Sonnenschutz bietet Kokosöl zwar nicht, aber nach einem Sonnenbad, welches doch Mal ein paar Minuten länger gedauert hat, als ursprünglich geplant, hilft Kokosöl Ihrer Haut bei der Entspannung. Besonders die verloren gegangene Feuchtigkeit wird wieder hergestellt.

Wie funktioniert das Ganze? Massieren Sie einfach nach dem Sonnenbad ein wenig Kokosöl auf die betroffenen Hautstellen. Die möglicherweise entstandene Rötung wird schon nach kurzer Zeit zurückgehen und auch das sonst übliche Brennen der betroffenen Haut sollte aufhören. Das Gefühl, welches Sie nach der Behandlung mit Kokosöl haben werden, wird einfach angenehm sein.

15. Kokosöl zur Fußmassage

Auch Füße sind bekanntlich von Haut umgeben und daher ein idealer Anwendungsbereich für Kokosöl und seine positiven Eigenschaften. Insbesondere trockene und beanspruchte Haut an und unter den Füßen kann von den feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften des Kokosöls profitieren. Zusätzlich werden wichtige Nährstoffe und Vitamine an die in Mitleidenschaft gezogene Haut abgegeben. Das geschieht am besten durch eine Massage.

Wie funktioniert das Ganze? Wenn Sie lediglich an trockener Fußhaut leiden und gerne ein wenig Vitalisierung an Ihren Füßen verspüren wollen, so gehen Sie am besten wie folgt vor. Abends, kurz vor dem zu Bett gehen, reiben Sie eine ausreichende Menge des Kokosöls auf und unter Ihren Fuß. Danach ziehen Sie sich Baumwollsocken an und lassen das Kokosöl über Nacht einwirken.

Eine noch effektivere Variante ist die Fußmassage, die besonders nach langen Nächten und langen Arbeitstagen ihre volle Wirkung entfaltet. Anstelle von Massageölen setzen Sie oder Ihr Partner Kokosöl für die Massage ein. Nicht nur, dass in den Füßen wichtige Nervenenden liegen, deren Stimulation Auswirkungen auf den gesamten Körper hat, nein auch die wohltuenden ätherischen Öle eignen sich hervorragend für eine entspannte Fußmassage.

16. Kokosöl als Make-Up-Entferner

Wenn Sie den ganzen Tag im Büro waren, oder abends mit Ihren Freundinnen die Nacht zum Tag gemacht haben, dann wird Ihnen die Prozedur des Abschminkens nicht nur bekannt vorkommen, sondern auch als sehr lästig erscheinen. Nach einem anstrengenden Tag will man schließlich nur noch ins Bett fallen und nicht noch eine halbe Stunde im Bad verbringen. Dafür sammeln sich bei den meisten Frauen eine ganze Reihe unterschiedlicher Kosmetika an. Wahrscheinlich auch bei Ihnen. Kokosöl hingegen befördert einige dieser Tuben, Döschen und Tiegel auf den Müll, denn sie werden überflüssig.

Wie funktioniert das Ganze? Nehmen Sie einfach einen haselnussgroßen Teil des festen Kokosöls zwischen Ihre Finger und lassen Sie es dort schmelzen. Danach kann das Kokosöl auf die Haut aufgetragen werden. Haben Sie keine Angst bei den empfindlichen Augenpartien, denn Bio-Kokosöl enthält keine chemischen Stoffe, die zu einer Reizung oder Irritation der Haut führen könnten. Nachdem das Öl nun die Reste die Reste von Make-Up oder BB-Cream aufgenommen hat, können Sie es ganz leicht mit einem Wattepad entfernen.

Eine super Extrafunktion des Kokosöls haben wir bereits im Kapitel mit den Zahnfleischentzündungen kennengelernt: Es ist feuchtigkeitsspendend. Nach dem Entfernen Ihres Make-Ups können Sie also getrost auf die weitere Behandlung mit Feuchtigkeitscremes verzichten. Das spart Geld und Platz im Badezimmerschrank.

17. Kokosöl gegen Herpes

Herpes ist eine hochansteckende Krankheit, an der nicht alle, jedoch ziemlich viele Menschen immer wieder leiden. Vielleicht gehören auch Sie zu diesem unglücklichen Personenkreis. Herpes ist durch bloße Berührung übertragbar. Das gilt nicht nur für Lippenherpes, der beim Küssen von einem Menschen zum anderen übergehen kann, sondern auch für einen einzelnen Körper selbst. Durch die Berührung mit dem Finger kann Herpes von der Lippe auf andere Körperstellen sehr schnell übertragen werden. Wer dagegen etwas unternehmen will, muss schnell, sehr schnell handeln. Auch hier kann Kokosöl aufgrund seiner antiviralen Eigenschaften unterstützend eingreifen.

Wie funktioniert das Ganze? Bei der Behandlung von Herpes gilt, es äußerste Hygiene zu beachten. Daher sollten die befallenen Stellen mittels eines Wattestäbchens mit Kokosöl leicht benetzt werden. Sollten Sie kein Wattestäbchen zur Hand haben, können Sie auch einen sehr gründlich gewaschenen Finger nehmen. Doch Vorsicht gilt auch hier. Nach der Behandlung mit Kokosöl muss auch der Finger direkt wieder sehr gründlich gewaschen werden.

18. Kokosöl als natürliches Deo

Die antibakteriellen Vorzüge von nativem Kokosöl haben wir hier mehrfach angesprochen. Doch in unserer Liste der Anwendungsbereiche sind wir noch nicht auf alle Punkte eingegangenen. Wahrscheinlich sind Sie mittlerweile selbst darauf gekommen, dass sich Kokosöl auch als Deodorant eignet. Unter den Achseln sorgen bekanntermaßen unzählige Bakterien für die Bildung unschönen Schweißgeruches. Was liegt also näher als diese Bakterien direkt zu bekämpfen, anstatt sie nur mit einem industriell hergestellten und überparfümierten Deo zu übertünchen?

Wie funktioniert das Ganze? Auch hier wird wieder erwärmtes Bio-Kokosöl auf die betroffene Hautstelle – meistens die Achseln unter den Armen – aufgetragen. Die Bakterien werden so effektiv bekämpft und anstatt künstlichen Parfüms haben Sie einen dezenten Kokosduft in der Nase. Erinnert Sie das nicht auch an ein Urlaubsparadies in der Südsee? So lässt es sich doch angenehm durch den Tag kommen.

19. Kokosöl für weiße Zähne

Nicht nur das Zahnfleisch kann mit einer Kokosöl-Behandlung gesünder werden. Auch Ihre Zähne selbst können vom tropischen Öl profitieren. Sie lesen richtig, die Wahrscheinlichkeit bei regelmäßiger Anwendung Ihre Zähne um einige Weißtöne aufzuhellen ist recht hoch. Als Grundlage dient das bereits beschriebene Oil Pulling, bei dem mithilfe von Öl der Mundinnenraum gereinigt wird. Dieses wirkt nicht nur gegen Bakterien, sondern auch gegen färbende Stoffe, wie beispielsweise Kaffee oder Tee.

Wie funktioniert das Ganze? Wie beim Oil Pulling nehmen Sie einen Esslöffel Kokosöl in den Mund und lassen diesen schmelzen. Dann behalten Sie das Öl im Mund und ziehen es immer und immer wieder durch die Zähne bzw. Zahnzwischenräume. Bei regelmäßiger Anwendung - es empfiehlt sich einmal am Tag – sollten Sie schon bald eine deutliche Aufhellung feststellen können.

20. Kokosöl gegen graue Haare

Dass Kokosöl sehr gut für Ihre Haare ist, haben wir uns bereits angeschaut. Nun folgt ein weiterer Hinweis, wie man aus dem Öl das Beste für Ihre Haarpracht herausholen kann. Zumindest, wenn Sie schon die ersten kleinen grauen Härchen haben. Graue Haare bekommt irgendwann jeder Mensch. Es ist ein ganz natürlicher Prozess des Älterwerdens. Nur bekommen manche Menschen ihre grauen Haare schon viel zu früh und greifen deshalb zu chemischen Haarfärbemitteln. Diese sind allerdings sehr aggressiv und können die Struktur des Haars zerstören. Eine wesentlich schonendere Methode um die verloren gegangenen Farbpigmente in den Haaren wieder herzustellen bietet Kokosöl in der Kombination mit Zitronensäure.

Wie funktioniert das Ganze? Wie bei einer Haarkur mischen Sie etwas Kokosöl mit drei Esslöffel Zitronensaft zusammen. Diesen massieren Sie daraufhin auf Ihre Kopfhaut ein. Nun beginnt die Einwirkphase von etwa einer Stunde. Währenddessen können Sie ab und an die Haare kurz massieren. Wenn die Zeit abgelaufen ist, brauchen Sie Ihre Haare nur noch einmal mit mildem Shampoo gründlich ausspülen. Diesen Vorgang sollten Sie einmal pro Woche wiederholen.

Zusammenfassung

In den vorherigen Kapiteln haben wir eine ganze Menge über das Kokosöl, seine Inhaltsstoffe und deren Wirkung gelernt. Man muss zugeben, dass es sich um eine ganze Menge an Informationen handelt, die bei Weitem noch nicht vollständig sind. Angefangen von den mittelkettigen Fettsäuren bis hin zu den ätherischen Ölen ist das Öl der tropischen Nuss ein kleines Wunder für sich. Dieses Paket hilft Ihnen bei diversen Gesundheitsproblemen, bei kosmetischen Wünschen und – als ob das nicht schon genug wäre – auch in der Küche.

Diese Gründe sprechen für sich selbst, wenn es um die Frage geht, ob man ein Gläschen Kokosöl im eigenen Haushalt haben sollte oder nicht. Dennoch wollen wir uns hier noch einmal alle Gründe kurz in Erinnerung rufen.

Was spricht für Kokosöl im Haushalt?

Kokosöl kann in drei großen Bereichen des eigenen Haushalts eingesetzt werden. Da wäre zunächst natürlich die Küche. Hier bietet das Öl zum einen den unvergleichlichen aber dennoch dezenten Kokosgeschmack, der an Südsee und Urlaub erinnert. Salate erhalten durch diese Geschmacksrichtung eine einzigartige frische Note. Außerdem sind die gesättigten Fettsäuren des Kokosöls geeignet, um höhere Temperaturen auszuhalten. Das bedeutet, dass man das Öl, genau wie Butter, zum Braten benutzen kann. Das kann man mit ebenfalls hochwertigem Olivenöl zum Beispiel nicht und auf der anderen Seite sind andere erhitzbare Pflanzenöle oft raffiniert und minderwertig.

Der zweite große Anwendungsbereich von Kokosöl ist die Kosmetik. Hier ersetzt es beispielsweise Feuchtigkeitscremes und Make-Up-Entferner. Bei diesen Anwendungsbereichen können Sie sich besonders seine feuchtigkeitsspendenden sowie reinigenden Eigenschaften zu Nutzen machen. Mit Kokosöl haben Sie außerdem die Möglichkeit Ihren Haaren den alten Glanz wieder zugeben, die Haarwurzeln zu stärken und sogar ergrautes Haar wieder in seiner natürlichen Farbe erstrahlen zu lassen. Wenn es als Haarkur angewendet wird, beseitigt Kokosöl auch Spliss und beugt Haarschuppen vor.

Der dritte große Anwendungsbereich von Kokosöl liegt in einer medizinischen Ecke. Als gesundheitsförderndes, aber natürliches Produkt ist das Öl vielseitig einsetzbar. So kann es effektiv Herpes und Pilze bekämpfen. Eine Mundspülung mit Kokosöl kann außerdem Zahnfleischentzündungen vorbeugen. Die hohe Kunst des Ayurveda lehrt uns, dass mit dem sogenannten Oil Pulling Gifte aus dem Körper entfernt werden können.

Die antibakterielle Wirkung der ätherischen Öle im Kokosöl hilft außerdem bei der Verminderung von Schweißgeruch und Ausbreitung von Karies.

Sie sehen es also auch in der Zusammenfassung: Sowohl in der Küche als auch in der Hausapotheke und im Kosmetikschrank, Kokosöl ist vielseitig einsetzbar und nützlich. Da Sie mit Kokosöl auf eine ganze Reihe anderer Produkte verzichten können, ist es unterm Strich auch kostengünstiger.

Eine Sache sollten Sie allerdings immer Bedenken und das ist die Qualität des Kokosöls. Wir sind im entsprechenden Kapitel bereits darauf eingegangenen, jedoch müssen wir es hier noch einmal wiederholen. Es gibt verschiedene Arten von Kokosöl, die im Handel erhältlich sind. Da gibt es zum Beispiel das Kokosfett, welches lediglich in der Fritteuse von Nutzen ist. Das andere Produkt ist jenes, welches wir als Kokosöl oder Kokosnussöl bezeichnen. Hier kommt es darauf an, ob das Öl 'nativ', beziehungsweise 'vergine' ist. Beides bedeutet, dass das Öl kalt gepresst wurde. Mit anderen Worten, es befinden sich noch alle natürlichen Inhaltsstoffe im Kokosöl. Noch besser ist es, wenn die Bezeichnung 'Extra-Nativ' oder 'vergine extra' auf der Verpackung zu lesen ist. Denn dann sind Sie absolut auf der sicheren Seite.

Der Hinweis auf die Bioqualität muss Ihnen wahrscheinlich nicht noch einmal extra ans Herz gelegt werden. Heute wissen die meisten Menschen zum Glück, dass konventionelle Lebensmittel, also auch industriell hergestelltes Kokosöl, Pflanzenschutzmittel oder chemische Dünger enthalten könnten, die alles andere als gut für unseren Körper sind.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Erklärungen und Hinweisen einen Gefallen getan haben und Sie in Zukunft auch vom Kokosöl profitieren können. Vielleicht veranstalten Sie mit Ihren Freundinnen in Zukunft ja eine Kokosöl-Party, anstatt einer Tupper-Party. Unser Eindruck ist, dass das weiße Gold der Südsee sogar noch vielseitiger ist, als wir heute schon zu wissen glauben.


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2 Kommentare

  1. Hallo Michaela,

    ich bin durch den Kommentar bei Bärbel Puls zu deiner Seite und deinem Artikel gekommen. Vielen Dank für die Infos hier, hat Spaß gemacht zu lesen…

    Grüße

    Falea

  2. Ein sehr interessanter Beitrag. Vor allem weil sehr ausführlich auf die Hintergründe zum Thema Kokosöl eingegangen wird und außerdem viele der gesundheitlichen Vorteile und auch kosmetische Anwendungsmöglichkeiten von Kokosnussöl aufgezeigt werden. Auch ich habe in meinem Blog „Kokosöl“ thematisiert. Er bringt den einen oder anderen Leser vielleicht noch weitere nützliche Erkenntnisse zu dem Thema:
    https://www.wirksam-heilen.de/blog/diese-anwendung-garantiert-ihnen-nicht-nur-zahngesundheit/

    Herzlichst Bärbel Puls

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