Hautbarriere

Die Hautbarriere ist die Hornschicht (Stratum corneum), die äußerste Schicht deiner Haut. Sie hält Wasser im Körper und schützt vor äußeren Stoffen.

Die Hornschicht ist nur etwa 10 bis 15 Mikrometer dünn und besteht aus 15 bis 20 Lagen abgestorbener, keratingefüllter Hornzellen. Man stellt sie sich gern wie eine Ziegelmauer vor: Die Hornzellen sind die Ziegel, fetthaltige Lipide dazwischen der Mörtel. Diese Lipide bestehen unter anderem aus Ceramiden, freien Fettsäuren und Cholesterin. Neuere Forschung zeigt, dass das Bild allein die Stabilität nicht erklärt; auch Verbindungen zwischen den Zellen halten die Schicht zusammen.

Ist die Barriere geschwächt, trocknet die Haut schneller aus, und Reizstoffe dringen leichter ein. Das kann Rötungen, Spannungsgefühl oder allergische Reaktionen begünstigen. Fehlende Ceramide spielen dabei eine Rolle; mit dem Alter bildet der Körper weniger davon. Bei atopischer Dermatitis ist die Zusammensetzung des „Zellkitts“ zudem verändert.

Das kannst du im Alltag tun:

  • Pflege für trockene oder empfindliche Haut sollte fettend, feuchtigkeitsspendend und filmbildend sein.
  • Lipide wie Ceramide oder ceramidähnliche Stoffe können die Pflege sinnvoll ergänzen.
  • Ein fettender Film auf der Haut begrenzt den Wasserverlust nach außen.

Halten Rötung, Juckreiz oder Ekzeme an, lass das ärztlich abklären.

Mehr dazu: Ceramide, Gesichtscreme für trockene Haut, Kosmetik

Quellen

  1. Pharmazeutische Zeitung (Ausgabe 17/2007): Struktur und Morphologie einer Barriere. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-172007/struktur-und-morphologie-einer-barriere/
  2. Pharmazeutische Zeitung: Das hilft bei trockener, empfindlicher Haut. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/das-hilft-bei-trockener-empfindlicher-haut-158020/

Bildquellen