Zink gegen Haarausfall: Zinkmangel bekämpfen, Haarausfall stoppen

Zwar gehören zu den häufigsten Ursachen von Haarausfall genetische Einflüsse, doch auch die Ernährung kann sich auf die Haargesundheit auswirken. So gehört Zink – neben Folsäure und Biotin – zu den wichtigsten Elementen, die Sie für gesunde Haare und die Vermeidung von Haarausfall zu sich nehmen sollten. Das Spurenelement Zink ist an Prozessen des Immunsystems und des Hormonhaushaltes beteiligt und wirkt beim Aufbau von Kollagen mit, das wiederum essentiell für das gesunde Gewebe von Haut und Haaren ist und beeinflusst die Kreatinbildung. Der folgende Artikel „Zink gegen Haarausfall: Wie man Zink benutzt, um die Haare zu stärken” verrät Ihnen in welchen Lebensmitteln Sie das chemische Element Zink finden und wie es Ihnen bei der Bekämpfung von Haarausfall hilfreich sein kann.

​Zink gegen Haarausfall: Die Zusammenhänge erklärt

Zink ist für eine gesunde Immunfunktion und andere Prozesse in unserem Körper unerlässlich. So bewirkt Zink nicht nur eine gestärkte Abwehrfunktion, sondern ist darüber hinaus in etwa 50 Enzymen enthalten und an der Funktion von rund 300 Enzymen beteiligt. So ist Zink wichtiger Bestandteil zahlreicher Stoffwechselprozesse, der Insulinspeicherung oder an der Produktion von Spermien beteiligt. Zink gehört zu den essentiellen, also lebenswichtigen, Spurenelementen.

Da das menschliche Haar überwiegend aus den beiden Proteinen Kollagen und Keratin bestehen und Zink maßgeblich an der Bildung dieser beiden Stoffe beteiligt ist, führt auch ein Zinkmangel in logischer Konsequenz zu Veränderungen dieser Proteine, welche die strukturelle Beschaffenheit der Proteine und somit auch jene der Haare schwächen können. Nicht ad hoc, doch nach einer Weile, verursacht ein Zinkmangel schließlich eine Ausdünnung der Haare oder kann zum Ausfallen und zu Glatzenbildung führen. Einige Experten glauben, dass Zinkmangel tatsächlich zu einer Verschlechterung der Proteinstruktur führen kann, welche für die gesunden Haarfollikel verantwortlich sind. Diese Schwächung der Follikel kann Haarausfall verursachen. Anders als beim erblich bedingten Haarausfall sind die Haarfollikel beim sogenannten kreisrunden Haarausfall laut Wissenschaft noch funktionsfähig, so dass man den Haarausfall etwa mit der vermehrten Zufuhr von Zink bekämpfen und rückgängig machen kann.

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Eine Studie von 2013 untersuchte die Rolle von Zink bei Patienten mit verschiedenen Arten von Haarausfallproblemen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Haarausfallpatienten eine statistisch niedrigere Zinkkonzentration hatten als Menschen in der Kontrollgruppe. Die Daten führten zu der Hypothese, dass Zinkstoffwechselstörungen eine Schlüsselrolle bei Haarausfall spielen.

​Haarausfall durch Zinkmangel? So bekämpfen Sie ihn!

Um Haarausfall zu vermeiden oder gar wieder rückgängig zu machen sollten Sie auf eine zinkreiche Ernährung achten und das Defizit notfalls mit Zinkpräparaten ausbessern. Eine ausgewogene Ernährung sollte Ihnen jedoch auf lange Sicht helfen Ihr Haar zu schützen, wohingegen Ergänzungsmittel grundsätzlich nur nach Absprache mit dem Arzt und keineswegs für lange Zeit eingenommen werde sollten.

Essen Sie zinkreiche Lebensmittel

Vor allem Vegetarier sollten auf eine hohe Zinkzufuhr achten, da Zink aus pflanzlichen Nahrungsmitten vom Körper nicht so gut aufgenommen werden kann wie aus tierischen. Zudem kann sich in pflanzlichen Lebensmitteln ein Stoff namens Phytinsäure verbergen, der die Fähigkeit hat Zink zu binden und so seine Aufnahme behindert. Vegetarier und auch Veganer sollten daher auf eine ausreichende Zufuhr an Nüssen und Vollkornprodukten achten, die oft reich an Zink sind.

Neben Zink sind auch die Stoffe Biotin, Eisen und Vitamin C wichtige Haarnährstoffe. Bei einer ausgewogenen und zinkreichen Ernährung sind diese Elemente aber oftmals ohnehin Bestandteil. Nachfolgend finden Sie einige zinkreiche Lebensmittel. Zink wird im Übrigen als Spurenelement in μg oder mcg – also Mikrogramm – angegeben. 1000 Mikrogramm entsprechen einem Milligramm.

Lebensmittel

​Zinkvorkommen in μg pro 100 g

​Rindfleisch

​4989 μg

​Emmentaler

​5790 μg

​Sonnenblumenkerne

​5760 μg

​Walnüsse

​2640 μg

​Austern

​21711 μg

​Kichererbsen

​1391 μg

​Garnelen

​2200 μg

​Quinoa

​981 μg

Pobieren Sie Zink-Ergänzungen

Natürlich gibt es auch Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Zink. Es gibt Präparate in Form von Sulfat, Acetat, Glycerat, Picolinat und Gluconat, wobei nicht alle Mittel gleichermaßen gut vom Körper absorbiert werden können. Manche Experten raten gerade bei Haarausfall zu einer erhöhten Dosis Zink.

Klinische Studien haben in diesem Zusammenhang gezeigt, dass eine über die tägliche Dosis hinausreichende Dosierung von Zink für das Haarwachstum bei Frauen bei 22 mg liegt – im Einzelfall jedoch noch abhängig von Alter, möglicher Schwangerschaft oder Stillzeit ist.

Andere Wissenschaftler erhoffen sich erst Besserung des Haarausfalls bei einer Dosierung von rund 25 mg am Tag. Bei Männern mit Haarausfall und nachgewiesenem Zinkmangel liegt die empfohlene Dosis von Zink sogar bei 40 bis 50 mg täglich.

In jedem Fall sollten Sie sich vor der Einnahme eines Zinkpräparates mit ihrem Arzt zu beraten, um die für Sie individuell richtige Dosierung zu bestimmen. Auch ein Bluttest kann in manchen Fällen erforderlich sein, um die richtige Dosis bestimmen zu können.
Zinkzusätze können jedoch niemals eine gesunde Ernährung und die natürliche Zufuhr von Zink ersetzen.

Zinkmangel: Symptome und Ursachen

Zink gehört zu den essentiellen Spurenelementen für den menschlichen Körper. Es ist unentbehrlich für den Stoffwechsel – ist elementar für den Stoffwechsel von Proteinen, Fetten und Zucker –, wichtiger Bestandteil von zahlreichen Enzymen und beim Wachstum von Zellen beteiligt. Ein Mangel an Zink kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Häufige – meist optische wie ästhetische – Folgeerscheinungen eines Zinkmangels äußern sich in ungesunden Haaren oder über das Hautbild. In Form von Haarausfall, brüchigen Nägeln oder durch trockene Haut kann sich ein Mangel an Zink bemerkbar machen.

In schlimmeren Fällen kann ein Zinkmangel zu einer schwachen Immunabwehr, Störungen des Wachstums, Drüsenunterfunktionen, Unfruchtbarkeit bei Männern sowie Blutarmut führen. Zink kann der Körper nicht selbst herstellen, weshalb man sich das Spurenelement nur über die Nahrung – oder gegebenenfalls über Nahrungsergänzungsmittel – zuführen muss. Schätzungsweise leidet ein Drittel der Menschheit an Zinkmangel ohne sich dessen bewusst zu sein. Niedrige Zinkwerte können sich oft nur über eine Blutanalyse feststellen lassen. Allerdings gibt es auch ein paar andere Anzeichen und Symptome, die bereits auf eine Unterversorgung mit Zink hindeuten.

Zeichen und Symptome von Zinkmangel

​Die Anzeichen und Symptome für einen möglichen Zinkmangel lassen sich nochmals unterteilen in allgemeine und hormonelle Symptome sowie in Anzeichen die entweder die Sinnesorgane, die körpereigene Abwehr oder den Komplex Haare, Nägel und Haut betreffen.

Müdigkeit und Antriebslosigkeit sowie körperlich und geistige Schwäche und Erschöpfung bis hin zu Stimmungsschwankungen und Depressionen gehören zu den allgemeinen Anzeichen für einen Mangel an Zink.

Äußert sich der Zinkmangel auf hormoneller Ebene, so oftmals in Form von Unfruchtbarkeit, Potenzstörungen, bei Menschen in der Entwicklung zu Wachstumsstörungen, zu einer verminderten Libido oder erhöhten Werten des Blutzuckers kommen.

Haare, Haut und Nägel lassen sichtbare Anzeichen eines Zinkmangels erkennen, wenn etwa Wunden schlecht heilen, die Haut zur Trockenheit und Schuppen neigt, es zu entzündlichen Hauterkrankungen wie Akne, der sogenannten Zinkmangeldermatitis, Psoriasis oder Ekzemen auftreten. Auch brüchige Haare und Fingernägel oder trockene Haare und Nägel sowie weiße Flecken auf den Nägeln können für einen Zinkmangel stehen. Über das normale Maß hinausgehender Haarverlust ist ebenfalls ein starkes Indiz für eine Mangelerscheinung.

Fehlt dem Körper Zink kann sein Immunsystem nicht ausreichend und in voller Kraft funktionieren. So kann es zu Anfälligkeiten für Infekte und Erkrankungen kommen, die sich häufen und langwieriger in der Heilung sind. Infektionen im Mundraum wie Aphten können auch auf einen Zinkmangel hindeuten. Störungen der Sinnesorgane wie ein beeinflusster Geruchsinn oder Geschmacksinn sowie Störungen der Sehfunktion – etwa in Form von trockenen Augen oder Nachtblindheit – können auch für einen Mangel an Zink sprechen.

Ursachen und Risikofaktoren

​Die häufigste Ursache für einen Zinkmangel liegt in einer unausgewogenen Ernährung begründet. Vor allem Menschen, die sich vegan ernähren, sind häufiger betroffen, da Zinkvorkommen aus tierischen Produkten vom Körper besser verwertet werden können. Entweder ist eine mangelhafte oder aber eine schlechte Ernährung – wie es vornehmlich in den Industrieländern zu beobachten ist – für die Mangelerscheinung verantwortlich.

Fitness-Wahn und ständige Diäten, die den Verzicht zahlreicher Lebensmittel vorschreiben, können ebenso wie der ständige Verzehr von Fertigprodukten und Junk Food zu einer unzureichenden Zinkzufuhr führen. Auch kann die Zinkaufnahme durch bestimmte Lebensmittel gehemmt werden. Wie eine Bremse wirken Eisen, Kalzium, Kupfer, Tannine, Phosphate und Phytinsäure auf die Zinkaufnahme.

Die Einnahme bestimmter Medikamente wie die Antibabypille, Magensäureneutralisierer, Abführmittel, cortisonhaltige Präparate sowie Lipidsenker können die Aufnahme von Zink ebenfalls behindern oder aufgrund chemischer Wechselreaktionen einen Zinkmangel begünstigen.

Da der Bedarf an Zink nicht stets gleich ist, kann es auch phasenweise zu Zinkmangel kommen, etwa bei älteren Menschen oder jungen Menschen im Wachstum, bei stillenden Frauen, übermäßigem Schwitzen etwa durch Saunagänge oder Sport. Auch Stress, Alkoholkonsum und Rauchen sowie Infektionen oder Verbrennungen können den Bedarf an Zink erhöhen. Erkrankungen der Leber, des Magens oder des Darms sowie Schwermetallbelastung, Diabetes oder Tumore können weitere Ursachen für einen Mangel an Zink sein.

Empfohlene ​Aufnahme ​von Zink

Laut WHO – Weltgesundheitsorganisation – liegt der täglich empfohlene Mittelwert für Zink bei einem gesunden erwachsenen Menschen bei etwa 15 mg. Laut der DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung – sind Frauen etwa 7 mg Zink am Tag, schwangeren und stillenden Frauen bis zu 11 mg Zink am Tag und Männern rund 10 mg Zink am Tag empfohlen.

Nebenwirkungen und Risiken

Zink kann in hohen Dosierungen zu sich genommen gefährlich sein. Die meisten Gesundheitsbehörden sind sich daher einig, dass es sicherer ist, erhöhte Zinkmengen nie über längere Zeiträume zu konsumieren. Vor allem bei Überdosierungen kann es zu Magen-Darm-Beschwerden, Kreislaufschwäche, einer beschleunigten Atmung oder Störungen der Nierenfunktionen kommen.

Risiko von Kupfermangel

Kupfer und Zink haben eine interessante Beziehung: Denn die Aufnahme des einen Elementes führt dazu, dass das andere Element in Ihrem Körper nicht mehr so gut aufgenommen werden kann. Eine Einnahme von zu viel Zink kann irreversible neurologische Schäden aufgrund eines Eisenmangels herbeiführen. Als Faustregel gilt: Pro 15 mg Zink sollten Sie etwa 2 mg Kupfer zu sich nehmen.

Nebenwirkungen von Zink und Überdosierung

Erwachsene sollten nicht mehr als 40 mg Zink täglich einnehmen. Übermäßige Mengen wie 4 g Zinkgluconat, was umgerechnet 570 mg elementarem Zink entspricht, können innerhalb von 30 Minuten zu schwerem Erbrechen führen. Sie sollten sofort medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, wenn Ihnen Symptome einer Überdosierung bewusst werden. Grundsätzlich sollten Sie Zinkpräparate nur mit Bedacht und Vorsicht anwenden und sich zuvor mit ihrem Arzt beraten, um die richtige Tagesdosis zu ermitteln.

Fazit

Zink ist zwar ein lebenswichtiges Element und auch für gesundes Haar unentbehrlich, doch übertreiben sollten Sie es mit der Zinkzufuhr nun auch nicht. Finden Sie ein gesundes Mittelmaß und versuchen Sie auf eine zinkreiche Ernährung zu setzen anstatt auf synthetisch hergestellte Zinkpräparate zurückzugreifen. Sofern Sie sich doch für Nahrungsergänzungsmittel mit dem Wirkstoff Zink entscheiden, sollten Sie die Dosis und auch die Notwendigkeit zuvor mit einem Arzt abgesprochen haben. Wenn Ihnen der Artikel über Zink und seine Wirkungskraft auf die Haargesundheit gefallen hat, können Sie den Beitrag gerne in den sozialen Netzwerken teilen oder kommentieren.


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