Zähneknirschen – so schaffen Sie Abhilfe

​- Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit ​Zahnarzt Dr. Seidel -

Zähneknirschen in der Nacht - dieses Phänomen beschäftigt Betroffene und Ärzte schon seit langer Zeit. Der Zahnarzt Dr. Seidel hat sich in seinem Beitrag „Die Behandlung von Zähneknirschen“ eben genau mit diesem Phänomen auseinandergesetzt.

Neben den unangenehmen Geräuschen, die dadurch entstehen und den Schlaf der Mitbewohner stören können, sind die Schäden, welche durch das Zähneknirschen entstehen können, erheblich.

Es ist möglich, dass der Zahnschmelz geschädigt wird, dass Risse in den Zähnen entstehen und dass der Kiefer übermäßig belastet wird. Viele Personen, die nachts mit den Zähnen knirschen, möchten daher das lästige Knirschen gerne loswerden.

Welche Ursachen kann das Zähneknirschen haben?

Als mögliche Ursachen für das Zähneknirschen - den sogenannten Bruxismus - werden Verspannungen der Muskulatur, Nervosität oder Fehlstellungen im Gebiss oder Kiefer angesehen. Bei Fehlstellungen im Gebiss oder bei bereits vorhandenen Schäden an den Zähnen kann es dazu kommen, dass der Kiefer nicht richtig schließt und man im Schlaf unwillkürlich versucht, eine passende Kieferstellung zu finden.

Bei Nervosität oder übermäßiger mentaler Anspannung wird manchmal beobachtet, dass die Patienten nachts mit den Zähnen knirschen. Sie scheinen mit den Problemen des Tages nicht fertig zu werden und diese über das Zusammenbeißen der Zähne zu verarbeiten. Verspannungen im Nacken- und Kieferbereich werden außerdem als eine mögliche Ursache für den Bruxismus erwähnt.

Welche Methoden versprechen Abhilfe?

Nachts eine Zahnschiene tragen

Eine recht einfache Lösung ist das Tragen einer Schutzschiene für die Nacht. Sie wird von einem Zahnarzt individuell angepasst oder kann in der Apotheke bestellt werden.

Bei einer Anpassung beim Zahnarzt gehen Sie sicher, dass die Schiene wirklich passt und keine neuen Probleme verursacht. Diese Schiene besteht aus einem hygienischen, elastischen Material, das wie ein Polster zwischen der oberen und der unteren Zahnreihe wirkt. Es verhindert, dass die Zähne beim Knirschen aufeinandertreffen und sich gegenseitig beschädigen.

Diese Methode kann als schnelle Hilfe angesehen werden, die Sie vor den Auswirkungen des Zähneknirschens schützt. Die Ursachen werden damit leider nicht abgestellt, jedoch ist es eine günstige Methode für eine zeitweise Hilfe. 

Zahnstellung korrigieren

Falls eine fehlerhafte Zahnstellung die Ursache für das Zähneknirschen ist, hilft ein Gang zum Zahnarzt oder zum Kieferorthopäden. Die Fachleute stellen fest, ob in dieser Richtung Handlungsbedarf besteht und werden Ihnen Lösungsvorschläge machen.

Eventuell lässt sich die Fehlstellung mit einer Spange beheben - oft sind in diesem Zusammenhang auch kosmetische Vorteile zu erwarten. Einzelne Zähne abzuschleifen oder gar zu entfernen, sollte nur in seltenen Fällen zur Anwendung kommen. Jeder einzelne Zahn ist kostbar und sollte möglichst unbeschadet lange erhalten werden.

Falls der Kiefer selbst die Ursache für das Zähneknirschen ist, hilft Ihnen eine Facharztbehandlung eventuell weiter.

Muskulatur entspannen

Bei psychischen oder muskulären Ursachen für den Bruxismus haben Entspannungsübungen für die mentale Gesundheit beziehungsweise für den Kieferbereich gute Erfolge gezeigt.

Sie können spezielle Übungen durchführen, die für einen Ausgleich sorgen. Dabei werden zu kurze Muskelstränge sanft gedehnt und schwache Partien gekräftigt. Eine Massage kann Wunder wirken.

Möglicherweise sind auch Nacken, Schultern und Rücken an dem Problem beteiligt, die von einseitiger Belastung oder monotonen Tätigkeiten aus dem Gleichgewicht geraten sind. Psychischer Stress lässt sich mit sanften Heilmethoden und einer therapeutischen Unterstützung aus der Welt schaffen.

Suchen Sie zuerst nach den Ursachen - eine Lösung für Ihr Zahnknirsch-Problem findet sich bestimmt.


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