Vitamin B12 Mangel: Symptome, Folgen, Ursachen und Behandlung

Vitamin B12 Mangel ist in Deutschland eine der häufigsten Mangelerscheinung, dies konnte die nationale Verzehrsstudie II aus dem Jahr 2008 zeigen. Die Studie untersuchte unter anderem das Verhalten verschiedener Bevölkerungsgruppen in Bezug auf die Vitaminaufnahme mit der Nahrung. Es zeigte sich, dass in den Altersgruppen 19-24, nur 7,4 Prozent der Männer, jedoch 32,7 Prozent der Frauen eine Vitamin-B12-Aufnahme unterhalb der Referenzwerte aufwiesen. Zudem zeigte sich, dass die Zahlen bei Frauen in höheren Altersgruppen rückläufig sind, jedoch auch, dass Männer mit höherem Alter eine erhöhte Minderversorgung mit Vitamin-B12 aufwiesen (Max Rubner-Institut Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel 2008).

Ungeachtet der Mangelernährung sind unterschiedliche Patientengruppen besonders gefährdet, einen Vitamin B12 Mangel zu erleiden. Welche das sind und wie auch Risikogruppen die Wahrscheinlichkeit eines Mangels minimieren können erfahren Sie im Folgenden Artikel „Vitamin B12 Mangel: Symptome, Folgen, Ursachen und Behandlung“.

​​​​Vitamin B12 Mangel Symptome

Vitamin B12 auch Cobalamin genannt, ist an verschiedensten Prozessen im menschlichen Körper beteiligt. Im Folgenden sollen Sie einen Überblick über die häufigsten und bedeutendsten Symptome erhalten.

Gestörter Energiestoffwechsel

Kommt es aufgrund eines Mangels an Vitamin B12 zu ersten Symptomen, so lassen sich häufig Störungen im Energiestoffwechsel nachweisen. Bedingt wird dies durch die Funktionen, für die Vitamin B12 unerlässlich ist. So kommt dem Vitamin B12 in Form der beiden Coenzyme Methylcobalamin und Adenosylcobalamin eine besonders bedeutende Rolle im Fett-, Protein- und Kohlenhydratstoffwechsel zu. Vitamin B12 ist zudem unerlässlich für die Energiegewinnung sowie für weitere Prozesse wie beispielsweise der Myelinsynthese (welche bedeutend für das Nervensystem ist), für die Zellteilung (unter anderem bei roten Blutkörperchen), für die DNA-Synthese sowie für das Herz-Kreislauf- und das Nervensystem generell.

Symptome die sich bezogen auf den Energiestoffwechsel zeigen, sind unter anderem Blässe, Schwindel, Müdigkeit, sowie möglicherweise auch Herzschwäche (Hofmann-Aßmus 2011).

Wenn Sie merken, dass Sie immer wieder an Schwäche und anderen oben genannten Symptomen leiden, dann sollten Sie dem Verdacht eines Vitamin B12 Mangels, auch wenn dieser erst beginnen sollte, bewusst werden. Durch besondere Achtsamkeit auf weitere Symptome und eine geeignete Zufuhr an Cobalamin können Sie dem Vitamin B12 Mangel umfassend entgegenwirken.

Parästhesien

Als Parästhesien gelten Missempfindungen an verschiedenen Körperregionen, die durch die Schädigung von Nervenenden hervorgerufen werden. Auftreten können diese Parästhesien auf unterschiedlichste Art. Einerseits ist ein Brennen, andererseits ein Ziehen oder Stechen bis hin zu einem Kribbeln möglich. In schweren Fällen ist es möglich, dass der Nerv nichtmehr nur sensorische, sondern auch motorische Einschränkungen erfährt. So kann eine Nervenschädigung, Sie sich zu Beginn in Form von Parästhesien äußert schnell zu Lähmungen führen. Sollten Sie solche Symptome bemerkten ist es daher umso wichtiger, die Ursache schnellstmöglich zu finden. Wissenschaftlich ist schon lange beobachtet und belegt, dass Parästhesien und Nervenschädigungen im Allgemeinen von einem Vitamin B12 Mangel ausgehen können. Ein Fallbericht aus dem Jahr 2017 zeigt, das durch einen manifesten Mangel an Vitamin B12 eine Neuropathie, also eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, feststellbar ist. Der Fallbericht wies darüber hinaus darauf hin das die Symptome nicht, wie meist beobachtet, nur bei alten Menschen auftreten, sondern auch durchaus bei jüngeren Personen diagnostiziert werden. Im Fallbericht konkret bei einer 28-jährigen Frau (Ekabe, et al. 2017).

Grund für die Symptome soll Studien zufolge die Abnahme des Myelins der Nervenfasern sein, was zu einem regelrechten Schwund des betroffenen Gewebes führt (LifeSave.org 2017).

Sollten Sie also auch unter solchen Parästhesien leiden und sich der Ursache nicht sicher sein, lassen Sie sich auf einen Vitamin B12 Mangel untersuchen, möglicherweise kann so eine fortschreitende und möglicherweise irreversible Nervenschädigung verhindert werden.

Migräne aufgrund von Vitamin B12 Mangel

Kaum ein Mensch hat das Gefühl eines intensiven Kopfschmerzes noch nicht erlebt. Jährlich werden alleine in Deutschland mehr als 10 Millionen Packungen an Migränepräparaten verkauft. Der starke Kopfschmerz kann unterschiedlichste Ursachen haben, die nicht immer leicht herauszufinden sind.

Viele Menschen wenden sich daher, bei lediglich sporadischen Anfällen, einfach einer symptomatischen Therapie in Form von Schmerzmitteln und Ruhe zu. Wissenschaftler haben jedoch eine Verbindung zwischen dem Mangel an Vitamin B12 und der Entstehung von Migräne feststellen können (Lea, et al. 2009).

In dieser Studie haben Wissenschaftler untersucht, wie sich die Supplementation von Vitamin B12 und Vitamin B6 auf 52 Patienten mit der Diagnose Migräne mit Aura auswirkt. Verglichen wurden die Ergebnisse der Versuchsgruppe mit der Vitaminsupplementation mit einer Plazebogruppe. Es konnte nachgewiesen werden, dass die erhöhte Vitaminzufuhr an B6 und B12 eine Verringerung des Homocysteinspiegels bewirkte, was die Migräne-Prävalenz der Vitamin-Gruppe von 60 Prozent auf 30 Prozent verringerte. In der Plazebogruppe konnte hingegen keine Verbesserung erzielt werden. Ebenso konnte die Kopfschmerzhäufigkeit, aber auch die Schmerzintensität durch die Vitaminbehandlung gesenkt werden (Lea, et al. 2009).

Sind auch Ihnen regelmäßige Migräneanfälle nicht unbekannt, dann sollten Sie sich über die Möglichkeit eines Vitamin B12 Mangels im Klaren sein. So können Sie dieses Laster möglicherweise mildern oder sogar dauerhaft ablegen.

Störung der Blutbildung

Die Blutbildung ist ein Vorgang, der sehr schnell und in hoher Zahl vonstattengeht. Bereits geringe Schwankungen der dazu notwendigen Stoffe führt daher schnell zu einer umfangreichen Auswirkung auf den gesamten Blutbildungsprozess. Vitamin B12 nimmt in diesem komplexen Vorgang eine besonders wichtige Rolle ein, was bei einem Mangel zu schwerwiegenden Symptomen führen kann.

Die Auswirkungen sind jedoch eher schleichend festzustellen, da die Leber in der Lage ist Vitamin B12 zu speichern und dies auch noch über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren dem Körper zur Verfügung zu stellen.

Da Cobalamin in seinem aktiven Zustand ein Coenzym darstellt, welches an der Synthese der DNA maßgeblich beteiligt ist, ist die ausreichende Zufuhr an Vitamin B12 unerlässlich. Durch den Mangel wird speziell auch die DNA-Synthese bei der Erythrozytenbildung (Erythropoese) negativ beeinflusst. Durch diesen Pathomechanismus kann aus einer mangelhaften Bildung von Erythrozyten eine manifeste Anämie werden, welche dann als Vitamin B12 Mangelanämie oder als perniziöse Anämie bezeichnet wird (Herrmann und Obeid 2008).

Aphten und Glossitis

Erkrankungen des Mundbereiches sind vor allem in der kalten Jahreszeit häufig. Dabei sind hier immer wieder eingerissene Mundwinkel und wunde Stellen zu beklagen. Wahrscheinlich kennen auch Sie dieses unangenehme Gefühl. Bei einem Vitamin B12 Mangel können sogenannte Aphten, also wunde Stellen rund um die Mundscheinhaut, auftreten die einzeln oder gemeinsam mit einer Glossitis, einer Entzündung der Zunge, auftreten und so eine typische Symptomatik ausprägen.

Eine Studie von Wissenschaftlern aus der Türkei konnte nachweisen, dass Vitamin B12 einen Schutz der Schleimhaut im Mundbereich gewährleisten konnte (Gulcan, et al. 2008).

Ebenso nachgewiesen ist, dass Aufgrund eines manifesten Vitamin B12 Mangels und einer daraus resultierenden perniziösen Anämie eine sogenannte Hunter-Glossitis entstehen kann. Diese zeigt sich in starkem Brennen und einer deutlichen Beeinträchtigung der Zungenbewegung. Die Zunge ist dabei sehr hell und rot verändert mit dem jeweiligen Maximum an der Zungenspitze oder dem Zungenrücken (Pschyrembel 2014).

Sollen Sie bereits an den nun beschriebenen Symptomen gelitten haben oder aktuell daran leiden, dann überlegen Sie, ob ein Mangel an Vitamin B12 möglicherweise die Ursache für die Symptome sein könnte.

Inappetenz

Manchmal keinen Appetit zu haben ist nichts Ungewöhnliches, kommt es jedoch regelmäßig und in längeren Zeitperioden dazu, keinen Appetit zu haben beziehungsweise keine Nahrung zu sich nehmen zu wollen, so könnte sich hinter der Symptomatik ein Vitamin B12 Mangel verbergen.

Inappetenz ist dabei oft auf depressive Verstimmungen zurückzuführen. Eine Studie aus den Niederlanden zeigte, dass niedrige Vitamin B12 Spiegel in direkter Verbindung mit der Ausprägung einer klinischen Depression stehen (Tiemeier, et al. 2002). Eine weitere Studie stützt die Ergebnisse dadurch, dass eine Antidepressiva-Gabe deutlich intensiviert werden kann, wenn gleichzeitig B-Vitamine mit verabreicht werden (Coppen und Bailey 2000).

Es lässt sich durch Blutuntersuchungen zeigen, dass oft erst nach jahrelangem Mangel an Vitamin B12 im Blut, Symptome einer depressiven Verstimmung eintritt (Herrmann und Obeid 2008). Bedingt dadurch ist auch das Symptom der Inappetenz, welches mit der Depression einhergehen kann, bei beginnenden Mangelerscheinungen nicht immer gleich erkennbar.

Sollten Sie jedoch bereits seit längerem an Inappetenz leiden und auch oft depressive Stimmungsphasen durchlaufen, so sollten Sie sich der Möglichkeit eines Vitamin B12 Mangels bewusst sein. Unter Umständen können Sie mit einer einfachen Supplementierung wieder neuen Schwung in Ihr Leben bringen.

Gedächtnisverlust

Manche Sachen zu vergessen ist keine Seltenheit. So ist es vollkommen normal und in den meisten Fällen unbedenklich sollte manchmal schon nach kurzer Zeit eine Information verloren gegangen sein. Doch bei konsequentem und stetig steigendem Gedächtnisverlust, sollte über die Entwicklung einer neurologischen Störung nachgedacht werden.

Neurologische Krankheiten die Gedächtnisstörungen bis zum totalen Verlust von Erinnerungen führen, sind zu Beispiel Morbus Alzheimer und andere Demenzformen. Ein deutlicher Risikofaktor für solche dementiellen Entwicklungen ist zweifelsohne die kardiovaskuläre Situation, also die Gefäßeigenschaften im Gehirn. Bereits seit einigen Jahren wird ein erhöhter Homocystein Spiegel mit der Häufung von kardiovaskulären Erkrankungen verbunden. Bereits 1932 konnte eine Verbindung zwischen Homocystein und dem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen hergestellt werden. Durch die erhöhte Anwesenheit, so französische Wissenschaftler, kann es zu metabolischen Abnormitäten kommen, die zur Bildung freier Radikale führen (Gruson 2003).

Um Homocystein in Verbindung mit Demenz zu bestätigen designten Forscher eine Studie, die 164 Patienten ab dem 55 Lebensjahr mit der Diagnose „Demenz vom Alzheimertyp“ auf das Vorliegen eines erhöhten Homocysteinspiegels untersuchten. Gemessen wurde zudem die Vitamin B12 Konzentration im Blut. Es zeigte sich, dass sowohl das im Blut vorkommende Serum Homocystein erhöht, sowie die Vitamin B12 Konzentration bei Patienten mit Demenz vom Alzheimertyp deutlich erniedrigt war (Clarke, et al. 1998).

Um Gedächtnisverlusten und neurologischen Erkrankungen vorzubeugen, sind Vitamin B12 Werte auf einem normalen Level unbedingt einzuhalten. Wenn Sie sich bestmöglich vor dieser Folge des Alterns schützten wollen, sollten Sie sich stets um normale Vitamin B12 Werte bemühen und einen Vitamin B12 Mangel vermeiden.

​Vitamin B12 Mangel Folgen

Die Langzeitfolgen eines manifesten Vitamin B12 Mangels können sich oft erst nach Jahren ausprägen. Dies hängt mit der Speichereigenschaft der Leber hinsichtlich des Vitamin B12 zusammen. Laut der Welt Gesundheitsorganisation WHO ist der Körper in der Lage Vitamin B12 in einer Menge zu speichern, die auch bei Mangelernährung und anderen Ursachen der verminderten Vitamin B12 Aufnahme eine Versorgung, über einen Zeitraum von mehreren Jahren, garantieren kann. Im Folgenden sollen Sie nun einen Überblick über Erkrankungen bekommen, die als Langzeitfolge eines manifesten Vitamin B12 Mangels angesehen werden können.

Neuropathie

Kommt es durch einen manifesten Vitamin B12 Mangel zu einer Nervenschädigung wie bereits beschrieben, kann dies auf Dauer zu einer irreversiblen Schädigung führen, die früher oder später auch das Rückenmark befallen und dort Schäden bis hin zur Lähmung verursachen kann. Ein wissenschaftlicher Versuch an Schweinen zeigte, dass durch die Gabe von Substanzen, die die Funktion von Vitamin B12 hemmen, eine deutliche spinale Neuropathie ausgeprägt werden konnte. Zudem konnte durch anschließende Gabe von Vitamin B12 stimulierenden Substanzen, ein teilweiser Rückgang von Symptomen beobachtet werden (Weir, et al. 1988).

In einer weiteren Studie konnte ebenfalls gezeigt werden, dass das Auftreten von peripheren Neuropathien zu den häufigsten Symptomen eines manifesten Vitamin B12 Mangels im Nervensystem gehört. Von 50 Patienten, so die Wissenschaftler rund um die Studie, sind 40 Prozent der Patienten von einer peripheren Neurpathie betroffen.

Durch fortschreitende Degeneration des Rückenmarkes kann es zu einer subakut kombinierten Degeneration des Rückenmarks kommen, diese Erkrankung wird oft auch als funikuläre Myelose bezeichnet (LifeSave.org 2017). Neben einer ausgeprägten Störung der Sensibilität und Motorik kann es im schlimmsten Falle hier auch zu einer kompletten oder inkompletten Querschnittslähmung kommen.

Um einer möglichen Querschnittslähmung zu entgehen, sollten Sie bereits geringste Symptome einer Neuropathie ernst nehmen und überprüfen lassen, ob ihr Vitamin B12 Spiegel im Normbereich liegt.

Anämie

Liegt dem Körper durch Prozesse, die im weiteren Verlauf des Artikels noch separat behandelt werden, eine Störung des Vitamin B12 Stoffwechsels vor, so kann es zur Ausprägung einer perniziösen Anämie kommen. Vitamin B12 ist als Cofaktor maßgeblich an der Synthese von Nukleotiden beteiligt, sowie an anderen wichtigen Stoffwechselvorgängen. Studien konnten zeigen, dass 33 Prozent der Patienten mit einer gestörten Vitamin B12 Absorption eine perniziöse Anämie aufwiesen (Henoun Loukili, et al. 2005).

Grund für die Anämie ist ein zu geringer Gehalt an Hämoglobin im Blut, was zu den typischen klinischen Symptomen wie beispielsweise Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwächen führen kann. Durch eine verringerte DNA-Synthese kommt es zu einer Verminderung der Zellteilung von Erythrozyten (Erythropoese), sowie auch zu einer Verminderung anderer Zellteilungsprozesse wie beispielsweise einer Granulozytopose und einer Thrombozytopoese. Die perniziöse Anämie tritt mit 90 prozentiger Wahrscheinlichkeit bei Patienten in höherem Alter auf, in der jüngsten Vergangenheit wurden aber auch immer wieder Fälle mit jüngeren Patienten, leidend an dieser Diagnose, gefunden (Bob 2001).

Unbehandelt besteht zudem die Möglichkeit, dass eine perniziöse Anämie zum Tod führt. Sind Sie also auch von den typischen Symptomen einer Anämie betroffen, so sollten Sie nicht zögern und auch Ihren Vitamin B12 Spiegel untersuchen lassen, so können Sie irreversible Schäden an Ihrer Gesundheit vermeiden.

Kindliche Entwicklungsstörungen

Bereits seit Längerem ist bekannt, dass ein manifester Vitamin B12 Mangel im Kindesalter, sowie auch eine pränatal auftretende Minderversorgung, ein Risiko in der Entwicklung des Kindes in sich birgt.

Eine Dissertation an der medizinischen Fakultät Charité – Universitätsmedizin Berlin beschäftigte sich mit den Auswirkungen und Folgen eines Vitamin B12 Mangels, bezogen auf die Entwicklung im Kindesalter.

Die Studie konnte zeigen, dass ein Therapiebeginn in einem Zeitraum von bis zu acht Wochen nach dem Auftreten der Vitamin B12 Mangelerscheinung, die besten Chancen hinsichtlich des Outcomes, also des zu erwartenden Ergebnisses, bestehen. Weiters lies sich zeigen, dass der Mangel umso stärker ausgeprägt war, umso später auch die ersten Symptome auftratet.

Kinder können so durch den von der Mutter verursachten, beziehungsweise mitgegebenen Vitamin B12 Mangel, Störungen entwickeln die sich beispielsweise auf das Nervensystem in Form von Bewegungsstörungen und gesteigerter Erregbarkeit auswirken. Hier ist beispielsweise auch die Epilepsie zu nennen (Weber-Ferro 2016).

Während Symptome wie Epilepsie, sowie ein vermindertes Kopfwachstum die durch medikamentöse Vitamin B12 Substitution schnell in den Griff bekommen werden können, so bleiben langfristige Entwicklungsstörungen wie beispielsweise Einschränkungen in Sprache und Verhalten oft ein Leben lang bestehen (NWZ Online 2010).

Besonders Frauen mit veganer Ernährung sollten sich daher vorm dem Umsetzten eines Kinderwunsches Beratung einholen, um dem eigenen Kind nicht ungewollt Schaden zuzufügen.

​Ursachen für einen Mangel an Vitamin B12

Unzureichende Vitamin B12 Aufnahme

Die Aufnahme von Vitamin B12 erfolgt beim Menschen ausschließlich über die Nahrung. Besonders reich an Vitamin B12 sind tierische Lebensmittel. Lebensmittel wie Hering, Makrele, Kaninchen sowie Austern und Leber enthalten besonders viele an Vitamin B12.

Dagegen kommt das Cobalamin in Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs fast gar nicht vor. Lediglich in der Algenart Chlorella, sowie in einigen fermentierten pflanzlichen Lebensmitteln wozu unter anderem Bier und Sauerkraut zählen sind geringe Mengen an Vitamin B12 enthalten (Rotter 2015).

Eine Studie legt nahe, dass bis zu 90 Prozent der älteren Menschen an einem Vitamin B12 Mangel, bedingt durch die verminderte Zufuhr über die Nahrung, leiden. Ebenso zeigte sich, dass 62 Prozent der schwangeren Frauen einen Mangel des Vitamins B12 nachweisen lässt (Pawlak, et al. 2013 ). Die Studienautoren empfehlen dem Vitamin B12 Mangel prophylaktisch entgegenzuwirken. Es konnte zudem nachgewiesen werden, dass eine vegane Ernährung mit ausreichend Vitamin B12 haltigen Lebensmitteln, welche zuvor erwähnt wurden, einer Mangelerscheinung vorgebeugt werden kann, ohne Supplemente einnehmen zu müssen (Madry, et al. 2012). Um sicherzugehen keinen Vitamin B12 Mangel auszubilden, ist es jedoch ratsam für Sie, den Tagesbedarf mit Präparaten zu ergänzen. Sollten Sie also eine vegane Ernährung bevorzugen, sind Vitamin B12 Präparate definitiv eine Überlegung wert.

Gestörte Resorption

Die häufigste Ursache für einen Vitamin B12 Mangel ist eine Störung der Resorption des Vitamins. Um Vitamin B12 aufnehmen zu können ist die Bildung des Intrinsic Factors im Magen unerlässlich, nur durch diesen kann Vitamin B12 unbeschädigt in den Kreislauf gelangen und so anschließend verwertet werden. Der Intrinsic Factor wird in den Belegzellen des Mages gebildet. Kommt es Aufgrund einer Autoimmunrektion, beispielsweise bei der Typ-A-Gastritis, zu einer Zerstörung der Belegzellen, so ist die Bildung des Intrinsic Factors nur gering oder garnichtmehr möglich. Ebenso ist es möglich, das nach chirurgischen Eingriffen, aus denen eine teilweise oder komplette Magenentfernung folgt ein Mangel an Vitamin B12, durch Abwesenheit des Intrinsic Factors entstehen kann. Eine Störung der Resorption kann ebenfalls medikamentös bedingt sein, so konnte eine Studie nachweisen, dass das Antidiabetikum Metformin eine signifikante Minderung der Vitamin B12 Aufnahme verursacht (Rose Zhao-Wei, et al. 2006).

Sollten Sie also einer Risikogruppen angehören, so sollten Sie sich Gedanken um einen möglichen Vitamin B12 Mangel machen, der möglicherweise einer Nahrungsergänzung bedarf.

Täglicher ​Bedarf

Eine erwachsene Person benötigt pro Tag rund 3 Mikrogramm Vitamin B12 pro Tag. Die Dosis liegt bei schwangeren und stillenden Frauen noch empfindlich höher. Hier gelten Werte von 3,4 bis 4 Mikrogramm.

Der Körper speichert im Durchschnitt 4 Milligramm Vitamin B12 in der Leber sowie in den Muskeln. Kommt es zu einem Mangel an Vitamin B12, greift der Körper zuerst auf diese Vorräte zurück. So kann bei einem konsequenten Mangel die Symptomatik erst nach bis zu drei Jahren bemerkbar werden (Onmeda.de 2016).

​Behandlung, Therapie und Vorbeugung

Die Therapie des Vitamin B12 Mangels ist durch eine Substitution des Vitamins, bestenfalls in Form einer ausgewogenen Ernährung, jedoch auch durch Präparate möglich. Je nach Risikogruppe, Vorgeschichte und persönlicher Medikamenteneinnahme können unterschiedliche Dosierungen notwendig sein.

Viele, vor allem tierische Lebensmittel, enthalten ausreichend Vitamin B12 um den Tagesbedarf zu decken. Dabei sind folgende Mengen im Durchschnitt ausreichend um eine Sättigung des Tagesbedarfs zu erzielen (Onmeda.de 2016):

  • 100 Gramm Emmentaler
  • 70 Gramm Rindfleisch
  • 20 Gramm Kalbsleberwurst
  • 60 Gramm Hackfleisch

Sollte über die tägliche Ernährung keine ausreichende Vitamin B12 Dosierung erreicht werden können, sind unterschiedliche Vitamin B12 Präparate am Markt erhältlich, die dem Anwender unterschiedliche Dosierungsmöglichkeiten bieten.

Ein Präparat welches für hochdosierten Bedarf genutzt werden ist beispielsweise das Vitamin B12 Präparat der Firma Nu U Nutrition. Die Dosierung beträgt hier 1000 Mikrogramm Mathylcobalamin welches in dieser Form bereits als aktivierte Form des Cobalamins vorliegt. Mit einem Packungsumfang von 180 Tabletten, kann hier eine Packung für sechs Monate ausreichend sein​.

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Bitte beachten Sie, dass es sich bei den vorgestellten Präparaten lediglich um Beispiele handelt, die auf Basis unseres Wissenstandes für die Supplementierung des Vitamin B12 Mangels geeignet sein sollen. Bei manifestem Vitamin B12 Mangel, lassen Sie sich bitte trotz allem vom Arzt Ihres Vertrauens beraten.

​Quellen und weiterführende Links


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