Verdauung anregen: Einfache Maßnahmen zum Fördern der Verdauung

Viele Menschen wünschen sich eine Regulierung und Verbesserung Ihrer Verdauung. Der folgende Artikel gibt Ihnen einfache Tipps, Möglichkeiten Ihre Gewohnheiten anzupassen und Rezept-Ideen, die Ihnen Einsicht geben, wie Sie Ihre Verdauung natürlich verbessern können. Die Verdauung spielt im menschlichen Körper schließlich eine essentielle Rolle, denn die Nahrungsaufnahme macht uns nicht nur satt, sondern versorgt uns auch mit wertvollen Nährstoffen und Vitaminen. Vorausgesetzt jedoch, dass die Verdauung richtig funktioniert. Wenn Sie häufig an Verdauungsproblemen wie Blähungen, Verstopfung oder Durchfall leiden oder einen unregelmäßigen Stuhlgang haben, sind das Indizien für eine gestörte oder nicht richtig harmonisch laufende Verdauung. Auf natürliche Weise können Sie Ihre Verdauung aber unterstützen, indem Sie bestimmte Speisen meiden, andere Lebensmittel vermehrt zu sich nehmen, indem Sie einfach mal eine Entgiftungskur mit leckeren Detox-Rezepten machen oder sich einen bestimmten Rhythmus für Ihre Mahlzeiten angewöhnen. Eine gesunde Verdauung können Sie oft auf natürliche Weise selbst unterstützen und eine funktionierende Verdauung ist schließlich das A und O für Ihre Gesundheit.

Die Rolle der Verdauung

Unter Verdauung fasst man den gesamten Prozess von der Nahrungsaufnahme im Mund bis hin zur Ausscheidung zusammen. Durch das Kauen wird die Nahrung zunächst zerkleinert und mischt sich mit dem Speichel. Durch die Speiseröhre hinuntergeschluckt beginnt die eigentliche Arbeit für den Körper erst, indem verschiedene Enzyme im Magen das Gegessene aufspalten und durch die sogenannte Resorption die Nährstoffe über das Blut an die entsprechenden Stellen im Körper weiterleiten. Der Magensaft enthält neben den eiweißspaltenden Enzymen auch Salzsäure, die dafür sorgt, dass möglicherweise über die Nahrung aufgenommene Keime abgetötet werden. Der Magen behält den Brei bis zu neun Stunden in sich und gibt einzelne Portionen der Masse über den Pförtner Richtung Dünndarm ab, Auch die Bauchspeicheldrüse und die Gallenblase, die im oberen Darmabschnitt folgen, geben nochmals Säuren und Enzyme ab und sortieren an dieser Stelle zwischen Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten. Durch die Wand des Dünndarms gelangen die Bausteine – Kohelnhydrate, Eiweiße, Fette, Mineralstoffe und Vitamine – dann über die Darmzotten ins Blut. Unverdaute Nahrung und die Ballaststoffe hingegen gelangen weiter in den Dickdarm. Hier wird dem Speisebrei die restliche Flüssigkeit entzogen und gelangt dann in den Mastdarm oder auch Enddarm, um von dort aus über den After ausgeschieden zu werden.

Häufigste Verdauungsprobleme

Die Verdauung kann auf vielfältige Weise beeinträchtigt oder gestört werden. Die gängigsten Verdauungsprobleme sind jedoch Durchfall, das Reizdarmsyndrom und Verstopfung. Ursachen für Durchfall oder auch Erbrechen sind selten verdorbene Lebensmittel als mehr eine Infektion mit einer Gastroenteritis, einer klassischen Magen-Darm-Grippe. Der übermäßige Verzehr von manchen Lebensmitteln wie etwa Zitrusfrüchten kann ebenfalls Durchfall verursachen. Die Volkskrankheit namens Colon irritabile hingegen äußert sich zumeist in Sodbrennen und Bauchkrämpfen. Anschließend folgen Durchfall oder Verstopfung, was wiederum von Typ zu Typ unterschiedlich ist. Auch die in der westlichen Welt immer mehr werdenden Lebensmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz und Glutenintoleranz (Zöliakie) erzeugen oft Verdauungsprobleme. Im Falle einer Intoleranz fehlt dem Körper das entsprechende Enzym zum Aufspalten – beispielsweise des Milchzuckers oder des Stoffes Gluten. Die Probleme sitzen hier im Dünndarm, dessen Schleimhaut durch die Unverträglichkeiten gestört und geschädigt werden kann.

1. Chronische Verstopfung

Wenn Ihre Verdauungsprobleme in Form von Verstopfung länger als drei Monate am Stück auftreten spricht man bereits von einer chronischen Verstopfung, die sich durch sehr seltenen Stuhlgang in der Woche, zu hartem Stuhl und einer übermäßigen Anstrengung beim Stuhlgang äußern. Wenn Ihr Gang zur Toilette dann noch mit dem Gefühl endet, Sie konnten sich nicht vollständig entleeren und Sie Ihren Darm für zu eng empfinden, dann leiden Sie vermutlich an Obstipation. Von der chronischen Verstopfung sind vermehrt Frauen und etwa Dreiviertel der älteren Menschen betroffen. In Deutschland entspricht das nach offiziellen Zahlen etwa 15 Millionen Menschen. Lösungsansätze sind Einläufe und medikamentöse Helfer wie Abführmittel.

2. Lebensmittelintoleranzen

Häufige Ursache für Verstopfung ist eine Lebensmittelunverträglichkeit. Diese Intoleranzen, bei denen Sie bestimmte Stoffe nicht vertragen und nicht verarbeiten können sind unter Histaminunverträglichkeit (Histaminintoleranz), Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fruktoseintoleranz), Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) und Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) bekannt – und dies sind nur die weit verbreiteten Unverträglichkeiten. Lebensmittelunverträglichkeiten äußern sich auf andere Weise – meist mit Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen – als Lebensmittelallergien wie etwa beim Verzehr von Erdnüssen. Eine Unverträglichkeit von Milchzucker oder Fruktose lässt sich mittels Atemtest sicher abklären. Bei einer Histaminunverträglichkeit und einer Glutenunverträglichkeit ist die Diagnose nicht so einfach. Beim Verdacht auf eine der beiden Verstopfung verursachenden Unverträglichkeiten sollten Sie ein Ernährungstagebuch führen, um die Lebensmittel mit Gluten und dem Botenstoff Histamin langsam als Verursacher Ihrer Magen-Darm-Probleme zu entlarven.

3. Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)

Zwar spielt sich die Gastroösophageale Refluxkrankheit – kurz GERD – nicht direkt im Verdauungstrakt ab, doch gehört das gastroesophageal reflux disease, wie die Krankheit im englischen Sprachraum heißt, bereits zu den Verdauungsstörungen. Bei der Gastroösophagealen Refluxkrankheit leiden Betroffene immer wiederkehrend unter Schluckauf und Sodbrennen, bei dem die Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Diese falsche Fließrichtung des Mageninhaltes kann unangenehm und bisweilen schmerzhaft sein. Grund für eine Gastroösophageale Refluxkrankheit ist eine Dysfunktion des Speiseröhrenschließmuskels. Aufgrund der gestörten Mechanik des Muskels gelangen die sauren Flüssigkeiten aus dem Magen wieder in die Speiseröhre und greifen dort die Schleimhäute an. Etwa jeder Zehnte leidet an dieser Verdauungsstörung, die sich im späteren Verlauf zu einer Refluxösophagitis, einer refluxbedingten Speiseröhrenentzündung, entwickeln kann.

4. Reizdarmsyndrom (IBS)

Beim Reizdarmsyndrom kommt es zu Blähungen und Bauchschmerzen aber auch Durchfall und Verstopfung. Die Symptome dieser Funktionsstörung im Darm sind ganz unterschiedlich weshalb sich die Diagnose oftmals schwierig gestaltet. Treten die genannten Beschwerden immer wieder auf sollten Sie einen Arzt konsultieren, der zunächst Krankheitsbilder wie ein Geschwür oder einen Tumor, eine Darmerkrankung, einen Infekt oder eine Intoleranz zur Abklärung ausschließen muss. Die Diagnose ist oftmals ein langwieriger Prozess, da zunächst alles Offensichtliche und Bekannte den Darmtrakt betreffend komplett ausgeschlossen werden muss. Statistische gesehen leiden rund 50 % mehr Frauen am Reizdarmsyndrom als Männer. Ist die Verdauungsstörung dann abgeklärt, gibt es aber keinen Grund zur Besorgnis, denn das Reizdarmsyndrom ist nicht gefährlich und schon gar nicht tödlich und die Beschwerden lassen sich mit einer konsequenten Umstellung Ihrer Verhaltensmuster und einem angepassten Ernährungsplan gut in den Griff bekommen.

​Verdauung anregen - Mit diesen 1​2 Tipps fördern Sie Ihre Verdauung

Glücklicherweise führen viele Wege nach Rom und auch Ihre Verdauung können Sie auf vielerlei Weise natürlich verbessern und unterstützen. Von dem radikalen Verzicht mancher Lebensmittel bis hin zu kleinen Umstellungen bei Ihren Essgewohnheiten sind es oft die einfachen Dinge, die kleinen Tricks und günstigen Heilmittel direkt aus der Natur, die Ihnen eine Linderung und merkliche Verbesserung Ihrer Verdauung versprechen.

1. Essen Sie regelmäßig Probiotika

Unter Probiotika versteht man mit lebenden Bakterien versehene Lebensmittel. In Joghurt, Kefir oder Buttermilch findet man diese Mikroorganismen in Form von Milchsäurebakterien, die besonders gut für Ihre Darmgesundheit sind, denn eine gesunde Darmflora setzt sich zu mehr als Dreiviertel aus Bakterien zusammen. Probiotika unterstützen die Darmflora, die für die gesamte Stärkung Ihres Immunsystems verantwortlich ist. Die Konzentration dieser guten Bakterien in Ihrem Darm sind elementar für Ihre körpereigenen Abwehrkräfte. Auch laktoseintolerante Menschen sollten daher auf laktosefreien Joghurt zurückgreifen oder Sauerkraut, saure Gurken oder Misosuppe essen, denn auch diese Lebensmittel sind stark probiotisch.

2. Essen Sie reichlich Ballaststoffe

Wenn Sie an Verdauungsstörungen leiden, im Speziellen an Verstopfung, sollten Sie es einmal mit einer Ernährungsumstellung in Richtung erhöhter Ballaststoffzufuhr probieren. Denn die löslichen und unlöslichen Fasern enthalten keine Kalorien, dafür aber auch keine Energie. Löslichen Ballaststoffe sorgen für einen verminderten Cholesterinwert im Blut und stecken etwa in Zitronen, Erdbeeren, Erbsen, Hafermehl oder Kartoffeln. Die wasserunlöslichen Ballaststoffe hingegen finden Sie in Karotten, Vollkornprodukten und vielen Kohlsorten. Sie sorgen dafür, dass im Dickdarm das Wasser gebunden wird, quellen dann auf und wirken in der Kombination mit den unlöslichen Ballaststoffen anregend auf den Darm, so dass sich Ihr Stuhlgang insgesamt auflockert und reibungsloser funktioniert.

3. Trinken Sie genug

Dass ausreichend Flüssigkeit – am besten Wasser – gesund ist, sollte bekannt sein. Doch nicht nur für schöne Haut, einen gesunden Stoffwechsel und die Zellerneuerung, sondern auch bei der Verdauung spielt Wasser eine erhebliche Rolle. Trinken Sie daher wenigsten 1,5 Liter am Tag. Damit sind jedoch nicht Kaffee und Alkohol gemeint, da sie die Verdauung eher lähmen. Setzen Sie vermehrt auf Wasser, ungesüßte Säfte und ungezuckerten Tee. Um Ihre Darmfunktion dauerhaft anzuregen probieren Sie folgenden Tipp aus: Noch vor dem Frühstück sollten Sie ein Glas Wasser trinken. Das regt den noch nüchternen Magen an und Ihre Verdauung wird quasi schon einmal wachgerüttelt, bevor es ans Frühstücken geht.

4. Bringen Sie eine Balance in Ihre Mahlzeiten

Gemeint ist mit diesem Tipp nicht nur auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, sondern auch die Zeiten, zu denen Sie essen in einen ausgewogenen Rhythmus zu bringen. Denn eine routinierte Nahrungsaufnahme fördert auch eine routinierte Verdauung. Daher sollten Sie versuchen zu gewohnten Zeiten sowohl Frühstück, als auch Mittag- und Abendessen zu sich zu nehmen. Diese Regelmäßigkeit dankt Ihnen Ihre Verdauung sicher schon nach kürzester Zeit mit einem ebenfalls regelmäßigen Stuhlgang. Auch sollten Sie sich Zeit zum Essen, zum Kauen und natürlich zum Genießen lassen. Vermeiden Sie Essen in stressigen Situationen, im Stehen oder vor dem Computer. Da der Magen mehrere Stunden benötigt, um eine Mahlzeit vollständig zu verdauen, ist es ratsam keine Snacks und Zwischenmahlzeiten zu essen. Gönnen Sie Ihrem Magen lieber einmal eine Pause. Das ständige, vielleicht auch unbewusste snacken und knabbern bringt Ihrem Körper keine Routine und kann sogar Ihrem Verdauungssystem schaden.

5. Essen verdauungsfördernde Lebensmitteln

Neben einer ballaststoffreichen Ernährung sollten Sie auch folgende Lebensmittel Ihrem regelmäßigen Speiseplan zufügen, da sie entweder die guten Ballaststoffe enthalten oder andere vorteilhafte Wirkstoffe mit sich bringen: Artischocken, die wie Joghurt probiotische Eigenschaften besitzen, getrocknete Feigen, die Verstopfung beseitigen, Süßkartoffeln und Linsen, die Ihre Darmtätigkeit anregen, Rhabarber und Bohnen gegen Blähungen und Völlegefühl sowie Birnen und Kiwis, die wie ein natürliches Abführmittel wirken. Insgesamt sollten Sie vor allem bei Problemen mit Verstopfung und unregelmäßigem Stuhlgang auf nahrhaftere Speisen wie Eintöpfe, schonend gekochte Mahlzeiten, Suppen und Brühen und vermehrt auf Gemüse setzen. Stark gesüßte und gesalzene Speisen, Junk Food und Fast Food sowie Lebensmittel mit künstlichen Zusatzstoffen sind ebenfalls nicht gut für eine gesunde Verdauung. Bereichern Sie Ihre Ernährung stattdessen mit pflanzlichen Kohlenhydraten, magerem Eiweiß und gesunden Fetten.

6. Kaue Sie Ihr Essen richtig

Kauen Sie richtig! Schlingen Sie nicht! All das gehört zum guten Ton am Essenstisch, doch die Ermahnungen, die man schon als Kund zu hören bekommt haben nicht nur einen gesellschaftlichen Hintergrund, denn auch Menschen mit guten Manieren leiden immerhin an Verdauungsproblemen. Vielmehr ist der Rat gut gemeint, denn die menschliche Verdauung beginnt schließlich im Mund. Der im Mund produzierte Speichel, der unter anderem von der Ohr-, Zungen-, Ober- und Unterkieferspeicheldrüse gebildet wird, enthält für den Verdauungsprozess wichtige Stoffe, die sogenannten Amylasen. Amylasen bauen Stärken und Kohlenhydrate richtig ab. Je kleiner also Ihr Essen zerkaut wird, desto besser kann es sich mit den chemischen Wirkstoffen im Speichel mischen und binden. Sie erleichtern Ihrem Magen quasi die Arbeit. Sehen Sie daher Kaufen zukünftig als notwendige Vorarbeit an, die Sie bewusst leisten müssen. In der Regel sollen Sie sich pro Bissen etwa eine Minute Zeit zum Kauen nehmen.

7. Ändern Sie Ihre Essgewohnheiten

Wenn Sie Essen sollten Sie sich Ruhe gönnen. Denn auch wenn Sie ein Multitasking-Talent sein mögen, Ihre Verdauung arbeitet gerne in Ruhe für sich alleine. Daher sollten Sie sich in einem gelassenen Gemütszustand befinden, wenn Sie Ihre Mahlzeiten zu sich nehmen. Essen Sich nicht, wenn Sie schlechte Laune haben – dies könnte schnell zur schlechten Angewohnheit werden und zum sogenannten Frustfressen führen. Auch Ablenkungen wie das Surfen am Tablet, das Tippen auf dem Smartphone oder der angeschaltete Fernseher sind nicht förderlich. Halten Sie sich an einen festen Plan, wann Sie Ihre Mahlzeiten zu sich nehmen. Essen Sie im Sitzen und nicht im Gehen oder im Stehen und verringern Sie Ihren Alkoholkonsum. Auch die Raucher unter Ihnen sollten das Laster nochmals überdenken und womöglich aufhören, denn Nikotin wirkt sich auch negativ auf die Verdauung aus.

8. Treiben Sie regelmäßig Sport

Es muss nicht gleich Leistungssport sein, aber nachweislich unterstützt regelmäßige Bewegung auch Ihre Verdauungsfunktionen und fördert einen geregelten Stuhlgang. Dabei reichen ausgedehnte Spaziergänge, Radfahren oder Schwimmen schon aus. Auch die Einkäufe zu Fuß zu erledigen, die Treppen statt den Aufzug zu nehmen oder einfach einmal eine Runde im Park joggen genügen völlig aus, um etwas mehr Bewegung in Ihren Alltag zu bringen. Täglich sollten Sie nicht nur Ihrer Verdauung zuliebe – auch Ihr Rücken und Ihr Herz wird es Ihnen danken – ohnehin wenigstens eine halbe Stunde in Bewegung sein. Auch eine Art Verdauungssport können Sie sich angewöhnen. Etwa eine Übung aus dem Bekunis 20-Punkte-Programm: „Bleiben Sie kniend am Boden. Kneifen Sie die Gesäßmuskeln sechs Sekunden zusammen und lockern Sie sie wieder. Das trainiert den Beckenboden und kräftigt den Darmausgang. Fünfmal wiederholen.“

9. Hören Sie auf Ihren Körper

Essen Sie ruhig solange Sie hungrig sind, aber hören Sie auf, wenn sich ein Völlegefühl einstellt. Das mag banal klingen, doch oftmals verpassen wir den Zeitpunkt, an dem wir tatsächlich satt sind und essen darüber hinaus weiter. Zu große Speisemassen überfordern und strapazieren den Verdauungstrakt jedoch. Auch sollten Sie stets die Toilette aufsuchen, wenn Sie den Drang verspüren Ihren Stuhlgang zu verrichten, denn das Zurückhalten führt erst recht zu Verstopfung. Versuchen Sie sich eine bestimmte Toiletten-Zeit anzugewöhnen. Sie können den Stuhlgang nämlich trainieren. Auch wenn Sie keinen Drang verspüren sollten Sie morgens stets zu einer bestimmten Zeit das WC aufsuchen und auf der Toilette für etwa 5 Minuten entspannen. Nach einer Weile hat Ihr Körper gelernt, wann er die Ruhe bekommt, sich zu entleeren. Auch das Beobachten Ihrer Körperfunktionen nach dem Verzehr von Lebensmitteln, die oft für Unverträglichkeiten verantwortlich sind wie Laktose, Fruktose, Gluten, aber auch Koffein und Fett ist hilfreich, um eine verbesserte Routine in Ihre Mahlzeiten und somit in Ihre Verdauung zu bringen.

10. Essen Sie verdauungsschonende Lebensmittel

Karotten, Rote Beete, Blattgemüse, aber auch Gurken, Fenchel, Ingwer, Zitronen und Minze regen die Verdauung an. Zudem sind die Zutaten leicht verdaulich und somit gut zu verarbeiten, von den zahlreichen Nährstoffen, die in ihnen stecken ganz zu schweigen. Gerade, wenn Sie an Magen-Darm-Problemen und Verdauungsstörungen leiden sollten Sie probieren gesunde Smoothies in Ihren täglichen Speiseplan aufzunehmen. Mit Joghurt, Buttermilch oder Kefir gemischt schmecken die gesunden Drinks sowohl deftig als auch mit Beeren oder Früchten gemischt als süße Variante. Den Vorteil, den Sie und Ihr Magen genießen, wenn Sie regelmäßig Smoothies trinken, ist der, dass Ihnen das Kauen und die gröbste Arbeit des Verdauens bereits abgenommen wird. Denn alles wurde bereits im Mixer zerkleinert und zu einem Getränk püriert. Ihr Körper muss nicht mehr so viel Speichel produzieren und die Verdauung von flüssiger Nahrung fällt dem Körper leichter.

11. Verbessern Sie Ihre Magensäure

Dieser Tipp mag so klingen, als wäre er nicht umzusetzen, doch tatsächlich können Sie Einfluss auf Ihre Magensäure haben, indem Sie Ihre Produktion verbessern und anregen. Dafür empfehlen sich besonders Lebensmittel und Kräuter mit einem bitteren Geschmack. Die mit vielen Bitterstoffen ausgestatteten Heilpflanzen wie Enzian, Aloe Vera oder Wermut, aber auch Rhabarberwurzel und Scharfgabe eignen sich besonders für die Verbesserung Ihrer Magensäure. Als frischer Tee zubereitet wirken diese Pflanzen wohltuend auf den gesamten Organismus und fördern den Fluss von Magensäure und Gallensäften.

12. Vermeiden Sie Stress

Das Sprichwort „es schlägt mir auf den Magen“ hat seine vollste Berechtigung, denn tatsächlich sitzen im Magen-Darm-Trakt nicht nur die Hauptakteure unseres Immunsystems, sondern auch zig tausende an Nervenzellen, die auf äußere Belastungen und Stress sofort reagieren. Nun kann sich Stress auf ganz unterschiedliche Weise äußern, etwa in Übelkeit oder gar Erbrechen, mit Durchfall oder Verstopfung, mit Magenkrämpfen bis hin zu Magengeschwüren. Geben Sie daher insgesamt mehr Acht auf sich. Versuchen Sie stressige Situation erst gar nicht entstehen zu lassen, indem Sie Ihren Alltag besser planen. Auch Entspannungsübungen oder regelmäßiges Yoga sollten Sie in Ihr Leben integrieren um sich und Ihrer Verdauung etwas Gutes zu tun.

Natürliche Detox-Rezepte zur Verbesserung der Verdauung

Detox-Diäten sind im Grunde keine klassischen Diäten, sondern vielmehr Entgiftungskuren. Durch das Entschlacken und Entgiften des Körpers verliert man jedoch zwangsläufig auch an Gewicht. Rezepte zum Entgiften, die auch noch wohltuend auf Ihre Verdauung wirken sind beispielsweise Ingwertee, Gurken-Zitrone-Minze-Wasser oder Apfelessig-Wasser.

Für den Ingwertee schneiden Sie ein paar Scheiben der frischen Knolle ab, von der Sie zuvor die Schale abgelöst haben. Anschließend die Ingwerstücke mit kochendem Wasser übergießen und für etwa eine Viertelstunde ziehen lassen. Bei Bedarf und um die natürliche Schärfe etwas abzumildern können Sie noch ein wenig Honig hinzugeben.

Wenn Ihnen Heißgetränke nicht so gut schmecken oder Sie lieber einen Frische-Kick suchen, sollten Sie Ihr Wasser mit Obst und Gemüse anriechen. Infused water heißt dieser gesunde Trend, der die Verdauung anregt und daher Teil zahlreicher Diät-Konzepte ist. Das Aromawasser können Sie leicht selber herstellen. Besonders eignen sich frische Gurkenscheiben mit Minzblättern und ein paar Scheiben einer unbehandelten Zitrone. Damit die Zutaten ihren Geschmack vollständig entfalten und an das Wasser – Sie können neben stillem Wasser auch das Mineralwasser Ihrer Wahl benutzen – abgeben, sollten Sie das infused water über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Zwar schmeckt man die Zutaten auch schon nach wenigen Stunden, doch nach 12 Stunden Ziehzeit ist das Gurken-Zitrone-Minze-Wasser ein echter Genuss. Alternativ können Sie dem Wasser auch frische Beeren oder andere Zitrusfrüchte hinzufügen.

Apfelessig hat bekanntlich zahlreiche gesundheitliche Vorteile und so verwundert es nicht, dass er sich oral eingenommen auch auf die Verdauung positiv auswirkt. Oft wird Apfelessig morgens auf nüchternen Magen getrunken, wenn man das Ziel hat abzunehmen. Zwar wirkt der Apfelessig appetitzügelnd und auch ein wenig abführend, allerdings unterstützt er die Verdauung vielmehr, als dass er als klassisches Abführmittel gelten sollte. Da Essig jedweder Art doch recht aggressiv und sauer ist, sollten Sie ihn stets mit Wasser verdünnen. Für das Apfelessig-Wasser geben Sie maximal 2 Esslöffel Apfelessig auf einen Viertel Liter Wasser.

Fazit

Die Verdauung auf natürliche Weise zu verbessern ist mit etwas Umgewöhnung und dem Mut zu neuen Rezepten oder Freizeitaktivitäten durchaus möglich. Wichtig sind dabei vor allem eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die auf bestimmte Lebensmittel setzt und dafür andere degradiert, möglichst viel Bewegung und eine Veränderungen der Essgewohnheiten bis hin zu routinierten Mahlzeiten. Verbessern Sie Ihre Verdauung, indem Sie damit beginnen ballaststoffreiche und probiotische Lebensmittel regelmäßig auf Ihren Speiseplan zu setzen und tasten Sie sich langsam auch an die weiteren Tipps und Ratschläge heran. Nach und nach wird sich Ihre Verdauung sichtlich und spürbar verbessern. Einzig bei überaus auffälligen Symptomen wie einem blutigen Stuhlgang, bei anhaltendem Erbrechen oder unerklärlichem plötzlichen Gewichtsverlust sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Wenn Sie neben den Möglichkeiten Ihre Verdauung auf natürliche Weise zu verbessern zusätzlich auch noch Nahrungergänzungsmittel einnehmen möchten, sollten Sie dies ebenfalls mit einem Arzt besprechen. Gerne können Sie Kommentare hinterlassen, ein Feedback posten oder den Artikel teilen, wenn er Ihnen gefallen hat.


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