Übergewicht bei Kindern: Risiken, Ursachen und Gegenmaßnahmen

Übergewicht bis hin zu Fettleibigkeit (Adipositas) ist in den Industrieländern ein – im wahrsten Sinne des Wortes – zunehmendes Problem. Dabei sind schon Kinder von dieser ungünstigen Entwicklung betroffen. Gemäß einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO sind weltweit inzwischen über 124 Millionen Kinder von enormem Übergewicht betroffen – mit steigender Tendenz. Demnach hat sich die Menge an adipösen Kindern in den letzten 40 Jahren verzehnfacht.

In Deutschland gelten sechs Prozent der Kinder als adipös. Dies belastet nicht nur die Gesundheitssysteme durch die zahlreichen entstehenden Folgekosten, sondern bedeutet vor allem für das physische und auch psychische Wohlergehen der Kinder eine enorme Beeinträchtigung. Dabei gibt es zahlreiche Faktoren, die zu dieser unguten Entwicklung beitragen. Lesen Sie hier alles darüber, was die Gründe für diesen Trend sind, wie Fettleibigkeit bei Kindern diagnostiziert wird, welche Gesundheitsrisiken damit einhergehen und vor allem, was man dagegen tun kann.

Dieses Thema ist dabei von enormer Relevanz, weil übergewichtige Kinder meist auch als Erwachsene viel zu viele Pfunde mit sich herumtragen und Folgekrankheiten wie Diabetes und Schlaganfall bis ins hohe Alter hinein riskieren. Es gilt also, den Anfängen zu wehren.

​So bestimmt man Übergewicht bei Kindern

Um zu messen, ob ein Mensch ein gesundes Gewicht oder Übergewicht hat, hat sich der Body-Mass-Index (BMI) durchgesetzt. Dabei handelt es sich um eine einfache Formel: Das Gewicht in Kilogramm wird geteilt durch die Körpergröße in Metern im Quadrat. Dabei gibt es je nach Alter verschiedene Messlatten für ein gesundes Gewicht. Zwischen 30 und 40 Jahren gilt beispielsweise jemand mit einem BMI zwischen 21 und 25 als im Normbereich. Bei einem BMI über 25 spricht man von Übergewicht. Ab einem BMI von 30 ist von Adipositas (Fettleibigkeit) die Rede. Bei einem BMI von über 40 spricht man von extremer Fettleibigkeit, die dringend eines medizinischen Eingriffes bedarf. Ein einfaches Beispiel mag das Konzept verdeutlichen: Eine 35-jährige Frau wiegt 72 Kilogramm und ist 1,69 m groß. Das bedeutet: 72 Kilogramm : 1,69 m² = 25,21. Diese Frau hätte demnach einen BMI knapp über 25 und wäre noch im Bereich eines gesunden Gewichts, wobei sie aber schon an der Grenze zum Übergewicht ist.

Dabei hat das Konzept des BMI seine Schwächen. Der BMI sagt nichts über die Anteile von Fett, Wasser und Muskelmasse im Körper aus. Dafür gibt es spezielle Analyse-Instrumente wie Waagen. Jedoch ist der BMI eine grobe Richtlinie und liefert grundlegende Anhaltspunkte.

Bei Kindern ist die Einordnung des Gewichts etwas schwieriger, weil sie sich im Wachstum und in der Entwicklung befinden. Hier kommen sogenannte Perzentile als statistisches Kriterium ins Spiel. Bei Perzentilen handelt es sich um eine Maßeinheit für die Streuung einer statistisches Verteilung, um die Körpergröße und das Gewicht von Kindern in Beziehung zu ihren Altersgenossen zu setzen. Beim Gewicht definiert die „Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter“ die Perzentile bei Kindern folgendermaßen: Übergewicht besteht bei einer Perzentile zwischen 90 und 97. Das bedeutet, dass 90 bis 97 Prozent der Altersgenossen weniger wiegen als das Kind. Somit ist es übergewichtig. Bei einer BMI-Perzentile von 97 bis 99,5 spricht man von Adipositas. 97 bis 99,5 Prozent der Altersgenossen wiegen weniger als das Kind. Von extremer Adipositas spricht man, wenn die BMI-Perzentile über 99,5 liegt. Die „Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter“ hat dabei eine Tabelle veröffentlicht, anhand der Sie ablesen können, in welchem Bereich sich Ihr Kind bewegt. Der Link dazu findet sich anbei.

Im Zweifelsfall kann am besten ein Kinderarzt darüber Aufschluss geben, ob ein Kind ein kritisches Gewicht hat oder nicht und Therapiemaßnahmen daraus ableiten. Am besten handelt es sich dabei um einen Arzt, der die Entwicklung des Kindes schon längere Zeit kennt.

Wie ​vorherrschend ist Fettleibigkeit​ und Adipositas bei Kindern?

Laut der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ sind aktuell 8,7 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 3 und 17 Jahren übergewichtig. 6,3 Prozent davon sind sogar adipös. Es handelt sich hierbei um eine ungute Entwicklung, die schon in den 1980er Jahren begonnen hat. Inzwischen zeigt sich ein leicht rückläufiger Trend, was begrüßenswert ist. Dennoch bleiben die Zahlen hoch.

Dabei wurde auch festgestellt, dass Kinder aus sozial benachteiligten Familien deutlich öfter von Übergewicht und Adipositas betroffen sind, ebenso Kinder mit Migrationshintergrund. Den überflüssigen Pfunden nach haben die Deutschen inzwischen die restlichen Europäer hinter sich gelassen. Andere Zahlen mögen das Problem noch drastischer verdeutlichen: Von den 1,9 Millionen übergewichtigen Kindern in Deutschland sind etwa 800.000 adipös. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die einschlägigen Zahlen vervielfacht.

Es kann schon fast von einer Epidemie gesprochen haben, wobei die europäischen Kinder die US-Amerikaner einzuholen drohen. In den Vereinigten Staaten wurde kindliches Übergewicht zuerst als Problem entdeckt. In den USA sind rund 13 Prozent der Kinder fettleibig. Bezüglich kindlichem Übergewicht stehen die Vereinigten Staaten somit an der Spitze.

Anzeichen von kindlichem Übergewicht

Übergewicht im Kindesalter bringt eine Vielzahl von unangenehmen Begleiterscheinungen mit sich: Beispielsweise werden schon frühzeitig durch das hohe Gewicht die Gelenke beschwert, so dass es auf Dauer zu Gelenk- und Knochenschäden kommen kann. Auch der Rücken wird in Mitleidenschaft gezogen.

Je früher die überflüssigen Pfunde präsent sind und je länger das Kind oder der Jugendliche sie mit sich herumschleppt, umso größer die Gefahr, dass zahlreiche Erkrankungen, die man sonst nur aus dem Alter kennt, sich entwickeln: Hierzu gehören Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte sowie die damit frühzeitig einhergehen Arteriosklerose (zunehmende Verengung der Gefäße). Diese wiederum kann eine Koronare Herzkrankheit, Schlaganfall und Herzinfarkt verursachen. Übergewichtige bzw. adipöse Kinder schwitzen leichter und kommen schneller außer Atem. Oft ist bei ihnen auch das Schlafapnoe-Syndrom zu bemerken, das sind gefährliche Atemaussetzer im Schlaf. Asthma kann ebenfalls eine Begleiterscheinung sein.

Auch im sozialen Verband ist Übergewicht nicht zu verharmlosen: Solche Kinder sind oft Hänseleien durch ihre Altersgenossen ausgesetzt. Sie nehmen aufgrund ihres Gewichts häufig eine Außenseiterrolle ein. Im ungünstigsten Falle kommt es bereits frühzeitig zu einer Insulinresistenz, d.h. die Körperzellen sprechen nicht mehr ausreichend auf das Insulin an. Dem kann sich ein Diabetes Typ 2 anschließen, früher Altersdiabetes genannt. Doch dieser (erworbene) Typ von Diabetes tritt in den entwickelten Ländern längst nicht mehr nur im Alter auf. Bei Jungen kann es außerdem durch Übergewicht zu einem erhöhten Östrogen-Spiegel kommen, der Brustwachstum mit sich bringt. Der medizinische Ausdruck lautet Gynäkomastie. Überwichtige Mädchen weisen hingegen häufig zu hohe Testosteron-Spiegel auf. Die Folge ist eine Vermännlichung mit übermäßigem Haarwuchs.

Gründe für kindliches Übergewicht

​Genetische Veranlagung

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die genetische Veranlagung oftmals eine Rolle spielt. Sind mehrere nahe Verwandte wie die Eltern, Geschwister, Großeltern oder elterliche Geschwister übergewichtig, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind oder der Jugendliche zu viele Pfunde mit sich herumschleppt – und zwar, bis ins Erwachsenenalter hinein. Neuesten Untersuchungen zufolge sind bis zu 50 Prozent des weltweiten Übergewichts genetisch bedingt.

Das heißt, die Betroffenen haben einfach mehr sogenannte Fett-Gene im Körper als andere und lagern deswegen gerne Fettpolster ein. Wer solche Gene in sich trägt, ist besonders darauf angewiesen, hier entgegenzusteuern mit diätetischen Maßnahmen und Sport. In der Regel wissen Betroffene ziemlich früh, dass sie zu dieser Kategorie Menschen gehören.

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​Soziale Unterschiede

Prof. Dr. med. Manfred J. Müller hält in seinem Beitrag „Soziale Ungleichheit im Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen. Auf dem Weg zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems“ nüchtern fest, dass sozialer Status und Übergewicht sehr wohl korrelieren: „Je niedriger der soziale Status, desto häufiger sind „ungesunde“ Lebensstile, treten Übergewicht und seine Folgekrankheiten auf. „Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist somit auch ein gesellschaftliches Problem“, hält er fest. Auch bei Kindern mit Migrationshintergrund lasse sich festhalten: Je geringer der Schulabschluss der Eltern, umso ausgeprägter das Übergewicht der Sprösslinge. Das hat damit zu tun, dass Eltern zum einen eine gewisse Vorbildwirkung haben, zum andern ist das Wissen über gesunde Ernährung in Haushalten aus dem schwächeren Milieu weniger ausgeprägt ist. Die Kinder übernehmen infolgedessen diese Form der „Esskultur“ und verspeisen hauptsächlich Soft Drinks mit viel Industriezucker, Fast Food und wenig frisches Obst und Gemüse. Das Ergebnis ist insgesamt ein höheres Körpergewicht und ein breiterer Taillenumfang.

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Kulturelle Faktoren

Tatsächlich haben auch kulturelle Faktoren einen Einfluss auf den Trend zu Normal- oder Übergewicht. Während in den westlichen Industrieländern das Schönheitsideal gilt, „nur wenn dünn ist, ist auch schön“ (Size Zero, Low Carb), gilt dies nicht für alle Länder. In manchen Regionen ist Übergewicht immer noch ein Zeichen für Attraktivität, Erfolg und Wohlstand. Dies gilt zum Beispiel für die Hauptstadt von Uganda, Kampala. Üppige Kandidaten haben bessere Chancen auf dem Heiratsmarkt. Als das Land mit den meisten Adipösen gilt der Inselstaat „Nauru“. Bereits 2007 wiesen hier 80 Prozent aller Männer einen BMI über 30 auf. Ebenso wie in Tonga und den Cook-Islands wird hier eine opulente Esskultur zelebriert, die fest verankert ist als einer der wichtigsten Genüsse des Lebens.

„All you can eat“ und „XXL-Restaurants“ sind in den USA keine Seltenheit. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt es zwei Richtungen: Die einen, die auf Low Carb und Size Zero schwören und alles tun, um diesem Schönheitsideal gerecht zu werden, und die anderen, die in Burger-Restaurants mit üppigen Portionen und jeder Menge zuckerhaltiger Softdrinks zu Hause sind – und das sieht man auch. Vergessen Sie nicht, dass Chips, Flips, Coca-Cola und Fanta in den USA ihren Ursprung haben. Das Gleiche gilt für die XXL-Portionen, die inzwischen überall erhältlich sind. Auch von türkischstämmigen oder arabischstämmigen Mitbürgern ist bekannt, dass beleibte Frauen als attraktiv wahrgenommen werden.

Krankheiten

Übergewicht kann auch durch Krankheiten im Körper verursacht sein. Eine Hauptursache besteht darin, wenn eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegt: Als Folge ist der Stoffwechsel deutlich verlangsamt und somit entsteht Übergewicht, auch wenn Betroffene normal essen. Hintergrund ist der, dass die Schilddrüse gemeinsam mit den Hormondrüsen großen Einfluss auf den Körper nimmt und zwar direkt auf den Kreislauf und den Stoffwechsel. Liegt eine Unterfunktion der Schilddrüse vor (eine sogenannte Hypothyreose) werden bestimmte Hormone in zu geringer Menge gebildet. Der Stoffwechselprozess wird verlangsamt und die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Einige Symptome, die bei einer Schilddrüsenunterfunktion auftreten: Kälteempfindlichkeit, trockene Haut und Probleme, das Gewicht zu halten. Da der Stoffwechsel nur langsam läuft, bekommt der Körper wenig Energie. Daraus folgen Müdigkeit und Antriebslosigkeit und die Tatsache, dass der Körper nicht die Eigenfettreserven angreift. Am besten lassen Sie bei Verdacht Ihre Werte checken.

Eine andere Krankheit, die Übergewicht befördern kann, ist das Cushing-Syndrom. Durch eine bestimmte Verteilung der Hormone sammelt sich das Fett vor allem am Rumpfbereich an (Vollmondgesicht, Stiernacken, Stammfettsucht). Arme und Beine bleiben dabei dünn. Typischerweise leiden Betroffen auch an roter Gesichtshaut und Akne und sind anfällig für Diabetes mellitus Typ 2 und erhöhte Cholesterinwerte. Der Grund dafür sind auf Dauer erhöhte Kortisol-Spiegel.

Andere Ursachen für Übergewicht können bestimmte Tumorarten sein (gutartig oder bösartig) oder auch eine Essstörung wie das Binge Eating. Dabei erleiden Betroffene unkontrollierte Fressanfälle ohne Erbrechen, die sie nicht kontrollieren können. Bewegungsmangel und ein Zuviel an Nahrung ist also nicht immer der Grund für Übergewicht.

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Ich nehme nicht ab: Schilddrüsenunterfunktion & Abnehmen

Medikation

Es existieren bestimmte Medikamente, die den Körper aufquellen lassen. Dies gilt zum Beispiel für viele atypische Neuroleptika der zweiten Generation wie Seroquel oder Zyprexa. Neuroleptika sind Medikamente, die gegen Krankheitsbilder aus dem schizophrenen Formenkreis eingesetzt werden: Psychosen, Schizophrenien, bipolare Störungen etc. Auch einige moderne Antidepressiva wie Mirtazapin können eine Gewichtszunahme auslösen. Bei psychisch Kranken, die solche Mittel konsumieren, tritt (unter anderem) häufig eine Gewichtszunahme als Begleiterscheinung ein. Erklärt wird dies zum einen damit, dass die Wirkstoffe Einfluss nehmen auf das Hunger-Sättigungs-Gefühl, das aus der Balance gerät: Es wird demzufolge einfach aus Appetit heraus das Falsche zu oft konsumiert. Jedoch weiß man auch, dass diese Medikamente Stoffwechselprozesse im Gehirn beeinflussen und offensichtlich auch den Stoffwechsel des Körpers. Somit treten zwei Probleme gleichzeitig auf: herabgesetzter Energieumsatz und erhöhte Kalorienzufuhr. Die Folge ist deswegen häufig eine Gewichtszunahme. Patienten, die solche Mittel konsumieren, wird deswegen ein ausreichendes Bewegungspensum, eine kohlenhydratreiche Mahlzeit morgens und eine eiweißhaltige Mahlzeit abends empfohlen.

Andere Medikamente, die eine Gewichtszunahme auslösen können, sind bestimmte Anti-Baby-Pillen. Dabei hängt der Zeiger auf der Waage auch von hormonellen Umstellungen ab. Auch Kortison-Präparate, die Morbus Crohn-Patienten , Rheumatikern und Asthmatikern Erleichterung bringen, schwemmen auf, was sich auf der Waage ebenfalls niederschlägt. Außerdem verursacht Kortison Heißhunger.

Zu den Übeltätern zählen auch einige Migräne-Präparate, Beta-Blocker zur Blutdrucksenkung sowie Insulin-Präparate für Diabetiker. Diese können den Insulinstoffwechsel durcheinanderbringen. Das Ergebnis: Gewichtszunahme.

Video: Gewichtszunahme durch Antidepressiva // Übergewicht, Medikamente

Gewichtszunahme durch Antidepressiva // Übergewicht, Medikamente

Psychologische Faktoren

Es ist eine Tatsache, dass ein dicker Bauch, der gehasst wird, bleibt  - aus Prinzip. Viele Menschen, die unter Adipositas oder Übergewicht leiden, verspüren eine innere Leere in sich und neigen demgemäß dazu, diese innere Leere mit Essen zu füllen. Ein Grund für dieses Verhalten könnte auch Adipositas-assoziierte Depressionen seine: das heißt, der Betroffene leidet unter seinem Gewicht, hat aber nicht die freie Entscheidung, sich anders zu verhalten. Seelische Verletzungen wie Hänseleien oder Mobbing aufgrund des Übergewichts tragen dazu bei, dass sich solche Verhaltensweisen verselbstständigen.

Auch wird vielen Menschen anerzogen, dass sie als Kinder volle Teller vorgelegt bekommen, die sie gefälligst leerzuessen hatten. Auch bei den Eltern sehen sie, dass die eine oder andere kalorien- oder fettreiche Mahlzeit niemanden umbringt und ein Besuch bei MacDonalds immer lustig ist. Psychologen sprechen dabei davon, dass sich bei solchen Betroffenen bestimmte neuronale Schaltkreise im Gehirn gebildet  haben, so dass solche Patienten die immer gleichen Muster bei ihrer Esskultur abspulen. Das, was sich da im Gehirn eingebrannt hat, lässt sich auch durch mahnende Worte vom Arzt nicht so einfach korrigieren.

Die klinische und Gesundheitspsychologin Liselotte Fieber meint dazu: „Übergewichtige brauchen neue Prägungen bzw. neue Autobahnen im Gehirn und das funktioniert nur über psychologische Wege.“ Sie verweist dabei auf den Mentalpsychologen Karl Isak, der schon bei lernschwachen Kindern oder Schmerzpatienten mentale Programme erfolgreich entwickelt hat. „Seine Mentalpsychologischen Interventionen führen zwangsweise zu einer Veränderung zum Positiven.“

Gesundheitsrisiken, die mit Übergewicht bei Kindern in Verbindung gebracht werden

Wir haben bereits eine Reihe von Gründen aufgezählt, wie Übergewicht im Kindesalter entsteht. Nun wollen wir uns genauer die Krankheiten anschauen, die drohen, wenn Übergewicht über längere Zeit unbehandelt bleibt.

​Diabetes

Diabetes Ty 2, der hier im Gegensatz zum Typ 1 gemeint ist, wurde früher auch „Altersdiabetes“ genannt – doch davon ist schon lange keine Rede mehr. Diabetes trifft Patienten inzwischen im immer jugendlicherem Alter. Dabei schleicht sich die Krankheit auf leisen Sohlen an, die Symptome sind zunächst nicht spezifisch: erhöhter Durst, erhöhter Harndrang, bevor eine Reihe von anderen Begleiterscheinungen offensichtlich wird. Als Sofortmaßnahme steht zunächst ein umfassendes Ernährungs- und Sportprogramm an, das bei schneller Gewichtsabnahme einen Diabetes Typ 2 auch wieder rückgängig gemacht werden kann. Andernfalls drohen frühzeitige Folgeerkrankungen wie Nierenschäden, Augenschäden oder Fußamputationen. Die Patienten müssen genau darin geschult werden, was sie wann essen können und wie sich ihr Insulin selbst verabreichen.

​Herzerkrankungen

Starkes Übergewicht geht häufig mit Bluthochdruck und steigenden Cholesterinwerten einher. Beides zusammen kann eine Arteriosklerose bedingen, die wiederum das Herz in Mitleidenschaft zieht. So geschieht es nicht selten, dass bereits Kinder aufgrund ihres hohen Übergewichts Herzprobleme entwickeln. Das Problem auch darüber hinaus ist, dass das Herz jedes überflüssige Pfund im Körper durchpumpen und mit Blut und somit mit Nährstoffen versorgen muss. Das Tückische ist, dass solche Erkrankungen nicht sofort manifest werden, sondern sich erst mit fortschreitendem Alter zeigen. Dennoch gilt es den Anfängen zu wehren, seien Sie selbst ein gute Beispiel und servieren Sie Ihrem Kind eine gesunde, frische Mischkost. Auf diese Weise nimmt es zwar zunächst nicht ab, aber das Gewicht wächst sich mit steigender Körpergröße aus. Auch Süßigkeiten sollten dabei nicht gänzlich verboten sein.

​Asthma

Asthma und Übergewicht bei Kindern sind ein sehr unglückseligen „Tandem“. Übergewichtige Kinder geraten leicht aus der Puste und ein Asthma verschlimmert diesen Zustand noch. Dabei produzieren die Bronchien zu viel Schleim, so dass das Amten schwerfällt. Gleichzeitig werden die Bronchien enger, was das Luftholen noch schwerer macht. Um schlimmere Folgen abzuwehren gilt es, möglichst eine Gewichtsreduktion auf kindegemäße Art anzustreben. Sind es erst einmal 10 oder 15 Kilogramm weniger, wird auch Ihr Kind automatisch leichter durchatmen können.

Damit kann auch eingedämmt werden, dass das Asthma in späteren Jahren zum echten Problem wird. „Lungenärzte im Netz“ warnen davor, dass Übergewicht das Risiko für Asthma bronchiale erhöhe. Sie raten zu Lungensport und einer Ernährungsumstellung, um möglichst viele Pfunde loszuwerden. Demnach tritt Asthma bronchiale bei Übergewichtigen mit einem BMI von mehr als 25 bis zu 50 Prozent häufiger auf. Bei einem BMI über 30 ist das Risiko sogar doppelt so groß. Durch Diät und viel Lungensport und Bewegung, die die Atemwege trainiert, lässt sich die Erkrankung in vielen Fällen gut in den Griff kriegen. Für Kinder bedeutet eine Asthma-Erkrankung auch, dass sie mit Gleichaltrigen nicht mithalten können, womöglich gehänselt werden und eine Außenseiterrolle einnehmen. Motivieren Sie Ihre Sprösslinge also, sich möglich viel zu bewegen, Sport zu treiben, Lungensport zu machen und abzunehmen.

​Gelenkschmerzen

Je größer das Gewicht, das die Gelenke tragen müssen, umso mehr werden diese belastet und mit der Zeit verschlissen. Übergewicht ist der ursächliche Hauptfaktor dafür, wenn Gelenke frühzeitig verschlissen werden. Stellen sich erst Schmerzen ein, dann schnappt die Falle zu: Denn wer Schmerzen in den Gelenken hat, der bewegt sich noch unlieber, denn jeder Schritt kann weh tun. Die Folge ist eine weitere Gewichtzunahme. Ist der Knorpel irgendwann völlig aufgerieben, dann liegen die Knochen ungeschützt blank und reiben aneinander. Das führt zu noch mehr Schmerzen. Deswegen ist es sinnvoll, schon Kinder, die zu viele Pfunde mit sich herumtragen, auf diesen Mechanismus aufmerksam zu machen.

​Denn wer will schon irgendwann nur noch mit Schmerzen gehen können? Am Anfang steht dabei eine fundierte Ernährungsberatung, die vermitteln kann, dass auch gesunde Dinge schmecken können. Wer Spaß am Abnehmen hat, wird sich damit leichter tun. Kombiniert mit dem richtigen Pensum an Bewegung für die Kleinen, sollten die Pfunde bald purzeln. Wenn das kein neues Lebensgefühl ist! Dabei tut zunächst Aufklärung not. Mädchen und Jungen sollten begreifen, was sie ihrem Körper mit ihrem Übergewicht antun und dann die Frage gestellt bekommen: Wollt ihr das wirklich? Es ist sicher kein Spaß schon Mitte 20 nur noch mit Schmerzen gehen zu können, weil schon eine Arthrose da ist.

​Schlafstörungen

Starkes Übergewicht kann sich im Schlaf bemerkbar machen, der dann unruhig und unterbrochen wird. Die bekannteste Störung ist das Schlafapnoe-Syndrom. Dabei handelt es sich um Atemaussetzer mitten in der Nacht, die Betroffenen wachen dann auf und schnappen erstmal nach Luft. Hauptursache hierfür ist das Übergewicht, das viele Kinder mit sich herumtragen. Das Schlafapnoe-Syndrom ist dabei keinesfalls zu verharmlosen, denn jedes Mal, wenn die Atmung aussetzt, sterben Gehirnzellen ab. Zudem wird beim Ausatmen giftiger Kohlendioxid ausgeschieden. Andernfalls verbleibt dieser im Blut und reichert sich dort an. Die Atemaussetzer können dabei so lange werden, dass der Körper regelrecht Alarm schlägt: Plötzlich wacht der Patient auf und ringt um Luft. Es versteht sich von selbst, dass dies kein erholsamer Schlaf ist. Die Folgen sind Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen.

Lkw-Fahrer sollten mit einem unbehandelten Schlafapnoe-Syndrom ihrer Tätigkeit nicht nachgehen. Man denke nur an den Sekundenschlaf am Steuer. Als Langzeitfolgen können Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall auftreten. Auch wenn Sie nur schnarchen, ist der Gang zum Arzt angezeigt, der Sie gegebenenfalls in ein Schlaflabor überweist. Häufig bessern sich die Beschwerden bei einer rapiden Gewichtsabnahme. Dies ist ein Grund mehr, ein gesundes Gewicht anzustreben.

​​Hohes Cholesterin und Bluthochdruck

Es ist trauriger Fakt, dass viele übergewichtige Kinder einen Bluthochdruck entwickeln. Bleibt dieser unbehandelt, können ernsthafte Folgen wie Gefäßschädigungen, Arteriosklerose Herzschädigungen, Herzinfarkt oder Schlaganfall die Folge sein. Hauptrisikofaktor ist dabei das Übergewicht, weitere Risiken sind gegeben, wenn Eltern selbst unter Bluthochdruck leiden oder wenn das Kind vermehrt Passivrauchen ausgesetzt ist.

Auch hier gilt die Devise: Zunächst müssen die Pfunde runter. Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte gehen dabei eine unheilige Allianz ein und steigern gemeinsam das Risiko für bestimmte Erkrankungen. Ein Viertel des Cholesterins im Blut nimmt der Körper mit der Nahrung auf. Besteht diese hauptsächlich aus Fertiggerichten und Knabbereien, kann ein Mensch keine gesunden Cholesterinwerte haben.

Bei beiden Faktoren – Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte – existiert die gleiche Ursache: ein zu hohes Gewicht infolge von ungesunder, fettreicher Ernährung und wenig Bewegung. Bereits jetzt haben 5 Prozent aller Kinder und Jugendlichen zu hohe Cholesterinwerte. Die häufigsten Gründe hierfür sind eine unausgewogene Ernährung und eine erbliche Belastung durch Eltern und Großeltern. Empfehlenswert ist eine ballastreiche Mischkost sowie ausreichend Bewegung. Genügen diese Ansätze nicht, muss zu Statinen gegriffen werden, das sind Medikamente, die den Gesamtcholesterinwert drücken.

​Nicht-alkoholbedingte Fettleber

Es ist bekannt, dass zu viel Alkohol die Leber schädigt und unter anderem zu einer Fettleber führen kann. Doch auch Übergewicht, Bewegungsmangel und ein zu hoher Kaloriengehalt in der Nahrung können die Leber schädigen. Es kommt dann zu einer nicht-alkoholischen Fettleber mit erhöhten Transaminasen. Diese deuten auf eine Schädigung der Leberzellen hin. Wie viele Kinder aktuell davon betroffen sind, darüber gibt es keine Schätzungen.

Fakt ist, dass eine Fettleber bis in zur irreversiblen Leberzirrhose führen kann: Das Gewebe vernarbt und stellt nach und nach seinen Dienst ein, obwohl die Leber einer der erstaunlichsten Organe ist, die wir haben. Schneidet man ein gesundes Stück ab, wächst es von selbst nach. Fakt ist auch, dass 80 Prozent der Kinder, die eine Vorstufe zur Leberzirrhose haben, eine Fibrose, übergewichtig sind. Hinweise können Leberschäden in der Familie, Hautveränderungen, Oberbauchbeschwerden oder Müdigkeit sein. Die Leber ist dabei elementar wichtig, weil sie eines unserer wichtigsten Entgiftungsorgane ist. Da es noch keine wirksame Therapie dagegen gibt, lautet die Devise: Wehret den Anfängen. Kinder sollten möglichst viel zu Fuß gehen und auf Getränke mit Industriezucker verzichten. Im Idealfall halten ihre Kinder ihr Gewicht und wachsen es langsam aus. Radikale Diäten sind im Kindesalter in den seltensten Fällen indiziert.

​Depression

Wir alle wollen uns in unserem Körper wohlfühlen. Umso schlimmer ist, wenn dem nicht der Fall ist, wir uns mit anderen, vermeintlich attraktiveren Mitbürgern vergleichen und diese womöglich noch mit dem Finger auf uns zeigen. Tatsächlich sind Übergewichtige überdurchschnittlich Mobbing ausgesetzt, sie werden ausgegrenzt. Dies beginnt bereits im Sportunterricht, wo die „Langsamen“ niemand in ihrer Gruppe haben will. Leiden übergewichtige Kinder ohnehin schon unter ihrem Übergewicht, so tun gesellschaftliche Sanktionen noch ihr Übriges. Aus dieser Konstellation kann sehr leicht eine Depression entstehen, was eine ernsthafte Krankheit ist. Ausgeprägte Stimmungslabilität, übergroße Ängstlichkeit, verminderte Gestik und Mimik – all dies sind Kennzeichen dafür, dass eine depressive Entgleisung vorliegt.

Dabei ist es gar nicht so einfach eine Depression im Kindes- und Jugendalter herauszufinden, da manche Symptome mit normalem pubertärem oder trotzig-kindlichem Gehabe überdeckt werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, bringen Sie Ihr Kind am besten zum einem Kinderarzt. Dieser kann in vorsichtigen Gesprächen versuchen herauszufinden, was Ihr Kind plagt und auch auf das Gewicht zu sprechen kommen. Als Behandlungsmethoden kommen eine kindgerechte Aufklärung, eine Psychotherapie mit Einbeziehung der Familie und eventuell Medikamente in Frage. Gerade im Kindesalter scheut man jedoch vor Medikamenten. Animieren Sie Ihr Kind, möglichst viel zu spielen und zu tun, was ihm Spaß macht. Locken Sie es zum Spielplatz, laden Sie Freunde zu sich nach Hause ein und versuchen Sie vor allem, den Spaß an der Bewegung zu entlocken. Bewegung ist ein natürliches Antidepressivum.

​Geringes Selbstwertgefühl

Übergewichtige und adipöse Kinder werden gerne zur Zielscheibe des Spottes ihrer Mitschüler. Dies ist für ein gesundes Selbstwertgefühl nicht besonders förderlich, da diese Kinder unter ihrem Gewicht in der Regel ohnehin leiden. Von vielen Tollereien ihrer Altersgenossen sind sie ausgeschlossen, weil sie einfach nicht mithalten oder schnell aus der Puste geraten. Das grundlegende Selbstwertgefühl in unserem Leben wird in den ersten sechs Jahren geprägt. Kinder, die oft kritisiert werden, entwickeln schnell ein Gefühl „nicht gut genug“ oder „nicht richtig“ zu sein. Dies gilt für übergewichtige Kinder insbesondere. Loben Sie Ihre Kinder also besonders für Dinge, die sie gut gemacht haben, und ermutigen Sie sie Sport zu treiben, damit sich das Gewicht auswächst.

Falls Sie mitbekommen sollten, dass Ihr Kind im Kindergarten oder in der Schule gehänselt oder gar gemobbt wird, dann wenden Sie ihm besonders viel Aufmerksamkeit zu und ermutigen Sie es, wo immer Sie können. Gemeinsam gesunde Sachen kochen kann dabei eine Aktivität sein, die Spaß macht und noch weiter zusammenschweißt. Dabei sollten Sie sich auch davor hüten, Ihr Kind zu überbehüten, denn bestimmte Erfahrungen von Schmerz und Misserfolg muss es machen, um zu wachsen. Überbehütete Kinder sind später im Berufsleben leicht überfordert und neigen zu Depressionen und Burnout. Es geht also darum, den richtigen Mittelweg zwischen Fördern und Fordern zu finden. Sie tuen Ihrem Kind keinen Gefallen dabei, wenn sie ihm alle Steine aus dem Weg räumen. Ermutigen Sie es, neue Dinge auszuprobieren und neue Freundschaften zu schließen. Wenn Sie kritisieren, dann kritisieren Sie das Verhalten, nicht das Kind selbst. Loben Sie das Kind auch dann, wenn es lediglich einen neuen Versuch unternommen hat.

Kinder wachsen ihr Übergewicht am besten aus. Viel Bewegung an der frischen Luft, sportliche Aktivitäten, gezielte Essportionen, selten Süßigkeiten oder Süßgetränke, die Ermutigung, neue Freundschaften zu schließen – in der Regel setzt man Kinder nicht auf Radikaldiät, sondern hilft ihnen dabei, dass sich das Übergewicht mit dem Alter nach und nach verliert.

​Adipositas bei Kindern vermeiden

​Gesunde Essrituale einführen

Am besten isst die Familie drei Mal am Tag gemeinsam. Legen Sie feste Zeiten dafür fest, wann jedes Familienmitglied zum Essen erscheinen muss. Servieren Sie dabei leckere Sachen, die dennoch schmecken und wecken Sie die Lust auf Gesundes. Gerade im Internet gibt es mittlerweile eine Vielzahl an einfach zuzubereitenden gesunden Gerichten.

Ein oder zwei Zwischenmahlzeiten sollten erlaubt sein, aber bitte verbannen Sie Chips, Flips und Cola aus dem Haus. Beim Essen können sich die Familienmitglieder unterhalten und austauschen. Solche Rituale stärken den Zusammenhalt und befördern eine gesunde Esskultur. Am besten Sie fangen damit an, wenn die Kinder noch sehr klein sind.

​Körperliche Aktivität befördern

Im Sandkasten buddeln, regelmäßige Familienspaziergänge, Tollen am Strand im Urlaub, die Mitgliedschaft bei ein oder zwei Vereinen – am besten Sie bauen Bewegung als ganz natürlichen Bestandteil des Familienlebens mit ein und animieren Ihren Nachwuchs dazu, sich eine Sportart nach Herzenslust auszusuchen.

Machen Sie an den Wochenenden öfter mal einen Waldspaziergang und versuchen Sie, dem Nachwuchs die Augen für die Wunder der Natur zu öffnen. Fördern Sie Aktivitäten wie Seilspringen oder andere Straßenspiele, sie sind im Kindesalter Gold wert. Seien Sie dabei selbst ein gutes Beispiel und gehen Sie einer Sportart nach. Kinder ahmen Erwachsene nach und wer von früher Jugend an Bewegung und Sport mit Spaß verbindet, wird vermutlich auch im Erwachsenenalter aktiv sein.

​Zeiten vor dem Bildschirm begrenzen

Die Zeiten vor dem Fernseher, vor dem Internet oder vor dem Tablet sind inaktive Zeiten. Vielmehr wird hier mehr oder weniger regungslos konsumiert. Beschränken Sie solche Zeiten und zeigen Sie Alternativen auf. Familienspiele und spannende gemeinsame Unternehmungen können dem entgegensteuern.

Animieren Sie Ihre Kinder auch, sich mit anderen Kinder zu treffen und dabei etwas anderes zu unternehmen, als vor der Glotze zu sitzen. Vom Kalorienverbrauch her gesehen ist die Zeit vor dem Bildschirm tote Zeit, meist werden dabei noch Knabbereien und Softdrinks vernascht  - eine ungünstige Konstellation. Es ist öfter zu hören, dass die steigenden Zeiten vor dem Fernseher sich bei Kindern und Jugendlichen auf der Waage bemerkbar machen.

​Essen portionieren

Statt wahllos in sich hineinzuschlingen (womöglich ungesunde Sachen wie Pommes und Schnitzel) ist es sinnvoll, das Essen bei den gemeinsamen Mahlzeiten und bei den Schulbroten zu portionieren. Der Magen gewöhnt sich dann automatisch an kleinere Mengen, so dass das Essvolumen sinkt. Auch dies ist ein Beitrag zu einem gesunden Gewicht. Man muss sich den Magen wie einen Muskel vorstellen, der sich bei Beanspruchung immer weiter ausdehnt. Dann tritt kaum noch ein Sättigungsgefühl ein. Auch ist es wichtig, langsam zu essen und gründlich zu kauen, auch dann tritt das Gefühl der Sättigung schneller ein.

​Schulaktivitäten und Schulessen unterstützen

​Beinahe jede Schule bietet schuleigene Aktivitäten wie sportliche Betätigung an und die meisten Einrichtungen offerieren mittlerweile auch einen gemeinsamen Lunch. Das befördert nicht nur gesunde, regelmäßige Bewegung und gesundes Essen als gemeinsames Ritual, sondern stützt auch das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler untereinander. Solche gemeinsamen Aktivitäten schweißen zusammen und vielleicht treffen sich manche auch in der Freizeit dann freiwillig zum Sport. Oftmals ist bei Turnieren oder Ähnlichem auch die Mithilfe der Eltern gefragt, beispielsweise bei organisatorischen Fragen. Auf diese Weise können auch Sie selbst leichter in Kontakt kommen mit Menschen, die die gleichen Interessen haben, beispielsweise Kindererziehung.

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​Quellen und weiterführende Links


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