Schüssler Salze Nr. 9: Natrium Phosphoricum – Wirkung, Dosierung, Anwendung

Das Schüßler Salz Nr. 9 Natrium phosphoricum, zu Deutsch auch Natriumphosphat genannt, beeinflusst maßgeblich den Stoffwechsel, sowie den sensiblen Säure-Basen-Haushalt des Körpers. Dadurch wirkt das Schüßler Salz auch gegen Krankheiten und Beschwerden, die in Verbindung mit Stoffwechselstörungen und Verschiebungen des Säure-Basen-Haushaltes stehen. Im Folgenden erfahren Sie alles Wichtige rund um dieses so wichtige Schüßler Salz Nr. 9 Natrium phosphoricum.

Schüssler Salze 9: Aufgabe im Körper

Das neunte Schüßler Salz ist vor allem für seine stoffwechselbeeinflussende Wirkung bekannt, sowie für dessen Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt des Körpers. Gerade Letzterer ist ein sehr empfindliches und genauestens reguliertes System, welches vom Körper durch unterschiedlichste Prozesse und Vorgänge ständig konstant im Gleichgewicht gehalten werden muss. Eine wichtige Aufgabe des Schüßler Salzes Nr. 9 Natrium phosphoricum ist es dabei, diese komplexe Ausbalancierung zu fördern beziehungsweise zu unterstützten. Dabei wird vom Natriumphosphat nicht nur die basische Wirkung ausgenutzt, sondern auch die Fähigkeit des anorganischen Salzes, die Elimination von Säure voranzutreiben. Durch Störungen in diesen streng regulierten Stoffwechselprozessen kann es zur Ausprägung verschiedenster Krankheitsbilder und entsprechender Symptome kommen. Ist der Säure-Basen-Haushalt gestört, also liegt eine Umverlagerung des ständig konstant gehaltenen pH-Werts in den sauren Bereich vor, so kann es durch eine Überproduktion von Magensäure zu Beschwerden wie Sodbrennen kommen. Durch ein bestehendes Ungleichgewicht im Harnsäurestoffwechsel kann es ebenfalls zu rheumatischen Erkrankungen wie Gicht kommen. Ebenfalls gestört sein kann auch der Fettstoffwechsel infolge einer gestörten Verdauungs- und Abbaufunktion, was bei Betroffenen oft zu deutlichen Verdauungsbeschwerden nach fettreichen Mahlzeiten führen kann. Natriumphosphat unterstützt auch den Abbau von Zucker und Fett sowie von Eiweißen und ist daher unerlässlich für eine gut funktionierende und geregelte Verdauung. Natriumphosphat beteiligt sich Weiters am ständigen Um- und Aufbau von Körperstrukturen wie beispielsweise den Nervenfasern, den Muskelfasern, sowie den Nervenzellen im Gehirn selbst und den Blutkörperchen (Focus Online 2017) (Apotheke Gmünd 2018) (Apotheke Brückl 2018) (Apotheke Gmünd 2018) (Helmke-Hausen 2003) (schuessler-salze-zentrum.de 2018).

Allgemeine Anwendung

Verdauungssystem und Stoffwechsel

Natrium phosphoricum hat breitgefächerte Auswirkungen auf das Verdauungssystem und somit auch unweigerlich auf den Stoffwechsel. Durch die ausreichende Zufuhr des Schüßler Salzes Nr. 9 kann im Verdauungstrakt die „Verseifung“ von Fetten stattfinden, was für eine geregelte Verdauung essenziell ist. Dabei kommt es durch die Wirkung des Natriumphosphats zu einer effizienteren Aufspaltung des Fettes und damit zu einer besseren Bioverwertbarkeit durch den Körper. Natriumphosphat ist also, ähnlich wie die Stoffe der Gallesäure, essenziell für eine physiologische Fettverdauung. Durch die regulatorische Wirkung des Natrium phosphoricums auf den Säure-Basen-Haushalt, kann ebenfalls einer Überproduktion von Magensäure entgegengewirkt werden, was vor allem beim wiederkehrendem Sodbrennen schnelle Symptomlinderung verschaffen kann. Durch die regulierte Magensäureproduktion kann es dabei auch zur langfristigen Schonung von anatomischen Strukturen wie der Speiseröhre kommen, die bei rezidivierendem Sodrennen langfristig Schaden nehmen kann. Die Dosierung zur Behandlung von chronischen Verdauungsstörungen und weiteren oben beschriebenen Beschwerden sollte bei Erwachsenen drei- bis fünfmal täglich zwei bis maximal fünf Tabletten mit einer Potenz von D6 betragen (PTA 2011) (Schlüter 2018) (schuessler-salze-zentrum.de 2018) (Helmke-Hausen 2003).

Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt ist ein, aus vielen Prozessen bestehender, unerlässlicher Teil des menschlichen Stoffwechsels. Gemessen am pH-Wert schwankt der Säure-Basen-Haushalt nur im Bereich von 7,36 und 7,44. Reguliert und bestimmt wird der Säure-Basen-Haushalt des Körpers hauptsächlich vom Bicarbonatpuffersystem des Blutes, von Plasmaproteinen sowie von entstehenden Stoffwechselprodukten des Körpers. Natriumphosphat kann regulierende Eigenschaften auf den Säure-Basen-Haushalt aufweisen und so bei Entgleisungen dieses hochsensiblen Systems, kurz- oder langfristig gegensteuern. Einerseits wirkt Natrium phosphoricum basisch auf den Organismus, was einer Übersäuerung durch Neutralisation entgegnet, andererseits fördert das Schüßler Salz die Ausscheidung von sauren Stoffen über die Nieren und die ableitenden Harnwege, was zusätzlich zu einer Verschiebung in den basischen Bereich beiträgt. So findet das Schüßler Salz Nr. 9 hier vor allem bei Azidosen, also Übersäuerungen, Anwendung. Durch die ausleitende Wirkung und die Pufferfunktion kann Natrium phosphoricum auch zur Reduktion von übermäßig anfallender Harnsäure genutzt werden, was bei chronischen Zuständen zu rheumatischen Erkrankungen wie Gicht führen kann. Zur Therapie chronischer Übersäuerungen sollten maximal 25 Tabletten täglich, aufgeteilt auf fünf Einnahmezeitpunkte mit einer Potenz von D6 zugeführt werden (Helmke-Hausen 2003) (Focus Online 2017) (PTA 2011) (Schlüter 2018) (schuessler-salze.org 2018).

Bewegungs- und Stützsystem

Auch im Bereich des Bewegungs- und Stützsystems kann Natrium phosphoricum eingesetzt werden. Hauptanwendungsgebiet ist hier die Muskulatur. Da jede Muskelbewegung Energie erfordert, muss der Körper diese über die Synthese des chemischen Stoffes ATP (Adenosintriphosphat) bereitstellen. ATP als Energielieferant des Körpers kann auf zwei Arten entstehen. Einerseits über die aerobe, andererseits über die anaerobe Glykolyse. Diese komplexen Prozesse, die ständig millionenfach in jeder Körperzelle vor sich gehen, haben den grundlegenden Unterschied, dass bei der anaeroben Glykolyse im Gegensatz zur aeroben Glykolyse dem Körper kein Sauerstoff zur Verfügung steht. Durch diesen Mangel an Sauerstoff entsteht also Stoffwechselendprodukt Milchsäure, auch Laktat genannt. Vor allem bei übermäßigen Muskelanstrengungen kann es zu einem verminderten Sauerstoffangebot im Muskel kommen, woraufhin dieser, durch die Produktion von Laktat, schnell übersäuert. Neben vielen anderen Faktoren ist diese Übersäuerung ein Grund für die Entstehung des bekannten Muskelkaters. Um dem Vorgang der Übersäuerung entgegenzuwirken, kann Natriumphosphat, durch dessen Fähigkeit den Laktatabbau zu beschleunigen, vorsorglich eingesetzt werden (PTA 2011).

Natrium Phosphoricum Mangelsymptome

Kommt es zu einem Mangel des Schüßler Salzes Nr. 9, so kann es zur Ausprägung unterschiedlicher Beschwerden und Symptome kommen, die je nach Schweregrad des Mangels und je nach Körperregion unterschieden werden können. Im Folgenden erfahren Sie, auf welche Symptome sie beim Verdacht auf einen Mangel des Schüßler Salzes Nr. 9 achten müssen und wie sie einen Mangel am Verhalten des Gegenübers erkennen können.

Mangelsymptome im Gesicht

Mit Hilfe der Antlitzdiagnose kann alleinig durch einen Blick ins Gesicht ein möglicher Mangel des Schüßler Salzes erkannt werden. Charakteristische Zeichen eines Natrium phosphoricum Mangels sind dabei glänzende, speckige Haut vor allem auf Stirn und Nase, sogenannte Säurefalten die sich senkrecht über der Oberlippe ausprägen, sowie Fettbacken, die sich durch hängende Wangen bemerkbar machen. Weiters kann es durch einen Mangel an Natriumphosphat zu einem deutlich geröteten Kinn und einer Mischhaut kommen, bei der sich fettige Hautareale mit trockenen, fettarmen Partien abwechseln (schuessler-salze-zentrum.de 2018) (Helmke-Hausen 2003).

Mangelsymptome ohne Anzeichen im Gesicht

Auch außerhalb des Gesichts kann es durch einen zunehmenden Mangel zu einer ausgeprägten Symptomatik kommen. Welche Anzeichen fernab der Antlitzanalyse noch auftreten können, erfahren Sie im weiteren Verlauf.

Eigenschaften von Personen mit latenten Mangelerscheinungen

Personen die unter einem Mangel des Schüßler Salzes Nr. 9 leiden, können sich durch unterschiedliche persönlichkeitsbezogene Eigenheiten bemerkbar machen. So meiden diese meist fettiges Essen und Süßigkeiten, da es durch diese zu einer Verschlechterung der Symptomatik kommen kann. Weites brauchen diese Personen viel Ruhe und meiden hektische Situationen (Helmke-Hausen 2003) (schuessler-salze-zentrum.de 2018).

Körperliche Symptome

Allgemeine körperliche Symptome zeigen sich durch den eher mager anmutenden Körper trotz einer sonst normalen und durchaus ausreichenden Nahrungszufuhr.

Körperregionen und spezifische Symptome

Welche Symptome spezifisch bei der jeweiligen Körperregion auftreten erfahren Sie im Folgenden.

Bewegungssystem

Durch einen Mangel an Natrium phosphoricum kann es schneller zu Übersäuerungen des Muskels kommen, was zu länger anhaltendem Muskelkater führen kann. Weites kann es durch den sich bildenden Harnsäureüberschuss zu einer rheumatischen Erkrankung wie beispielsweise Gicht kommen (Helmke-Hausen 2003).

Verdauungssystem und Stoffwechsel

Im Bereich des Verdauungssystems kann es zum vermehrten Auftreten von Sodbrennen, saurem Aufstoßen, bis hin zum Erbrechen kommen. Weiters sind Verdauungsstörungen, die mit Durchfällen einhergehen können möglich. Auch die Bildung von Gallensteinen kann durch die verminderte Aufnahme von Natriumphosphat begünstigt werden. Durch den Mangel an Natrium phosphoricum kann es auch zu einem Harnsäureüberschuss im Blut und Gewebe kommen, welcher zwangsläufig zu einer Übersäuerung führt.

Haut

Menschen mit einem Mangel an dem Schüßler Salz Nr. 9 Natrium phosphoricum sind besonders anfällig für Hautunreinheiten wie beispielsweise für Pustelbildungen, Akne und Mitesser. Auch fettige Haut und damit verbundene vermehrte Talgabsonderung kann ein Anzeichen eines Mangels an Natriumphosphat sein. Weiters kann ein Mangel Hautausschläge mit deutlicher Bläschenbildung begünstigen (Helmke-Hausen 2003).

Ableitende Harnwege und Blase

Hier kann es vermehrt zum Auftreten von Nierenentzündungen kommen, auch die Bildung von Nierensteinen ist beim Mangel des Schüßler Salzes Nr. 9 gehäuft möglich. Den ableitenden Harnwegen weiter folgend kann es auch zu einer Harnblasenentzündung kommen, die ebenfalls mit Blasensteinen einhergehen kann. Auch kann die Harnausscheidung für Betroffene oft schmerzhaft sein, dies hängt mit der Übersäuerung des Harns zusammen (Helmke-Hausen 2003).

Dosierung

Neben einer üblichen Potenzwahl von D6 gelten bei der Einnahme des Schüßler Salzes Nr. 9 Natrium phosphoricum unterschiedliche Einnahmeempfehlungen hinsichtlich des Alters. Kinder unter sechs Jahren sollten zweimal täglich maximal eine halbe Tablette mit einer D6-Potenz einnehmen. Bis zum 12. Lebensjahr sollte die Einnahme von zwei Tabletten mit der Potenz D6 nicht überschritten werden. Erwachsene, hierzu zählen bezüglich der Dosierung auch Kinder über 12 Jahre, können bis zu fünfmal täglich bis zu 5 Tabletten der Potenz D6 einnehmen. Als äußere Anwendung kann begleitend zur Einnahme des Schüßler Salzes in Tablettenform die Therapie mit einer D6-Creme unterstützt werden (schuessler-salze-zentrum.de 2018).

Natrium Phosphoricum Quellen in Nahrungsmitteln

In einigen Lebensmitteln kann Natrium phosphoricum ebenfalls vermehrt nachgewiesen werden, was eine zusätzliche Einnahme dieser, bei der Substitution des Schüßler Salzes Nr. 9 empfehlenswert macht. Hierzu zählen unter anderem Gemüse und Kräuter wie beispielsweise Erbsen aber auch Spinat, Karotten und Spargel sowie Radieschen und Sellerie. Auch in einigen Obstsorten ist besonders viel des Natriumsalzes zu finden. Hier sind unter anderem Stachelbeeren, Heidelbeeren aber auch Brombeeren, sowie Erdbeeren zu nennen. Weiters kann auch ein hoher Prozentsatz an Natriumphosphat in Hülsenfrüchten wie Nüssen, Linsen und Weizen, aber auch Roggen und Hafern nachgewiesen werden (schuessler-salze-zentrum.de 2018).

Nebenwirkungen

Bezüglich des Schüßler Salzes Nr. 9 Natrium phosphoricum sind keine Nebenwirkungen bekannt, da es auch ohne Einnahme von außen ständig in Körperzellen vorliegt. Bei der Einnahme ist es lediglich möglich, dass es zu einer Unverträglichkeitsreaktion hinsichtlich der, auf Laktose basierenden, Trägersubstanz kommt. Um dem zu entgehen, sollten Sie bei bekannter Laktoseintoleranz auf alternative, beispielsweise pflanzliche, Trägersubstanzen umsteigen (schuessler-salze-zentrum.de 2018).

​Quellen und weiterführende Links