Schüssler Salze Nr. 5: Kalium Phosphoricum – Wirkung, Dosierung, Anwendung

Das Schüßler Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum, auch Kaliumhydrogenphosphat genannt, hat vor allem Auswirkungen auf das Nervensystem. So wird es bei Überregungszuständen eingesetzt und auch bei neuromuskulären Überanstrengungen. Auch alle anderen körperlichen Symptome, die vom Nervensystem bedingt sind und im Verlauf des Artikels noch näher beleuchtet werden, können mit dem Nervenheilmittel Kalium phosphoricum in Form des Schüßler Salzes Nr. 5 behandelt werden. Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Informationen zur Aufgabe des Schüßler Salzes Nr. 5, zur Dosierung und zur Erkennung der spezifischen Symptome, die ein Mangel an Kalium phosphoricum hervorruft.

Schüssler Salze 5: Aufgabe im Körper

Kalium phosphoricum in Form des Schüßler Salzes Nr. 5, kann seine Wirkung auf viele, vom Nervensystem beeinflusste Prozesse des Körpers ausbreiten. Dabei ist eine der Hauptaufgabe des Kalium phosphoricum die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit der Gehirnzellen, wodurch eine ausgezeichnete Gehirnfunktion aufrechterhalten werden soll. Dadurch ist Kalium phosphoricum eng mit Symptomen wie verringerte Leistungsfähigkeit, Zaghaftigkeit, Platzangst aber auch mit Gedächtnisschwäche und Erschöpfungszuständen verbunden.

Neben der Wirkung auf das Nervensystem, kommt dem Kalium phosphoricum noch eine weitere bedeutende Wirkung zu. Kaliumhydrogenphosphat weist aseptische Eigenschaften auf, wodurch dieses Schüßler Salz zur unterstützenden Therapie von Herzbeutelentzündungen und Nervenentzündungen geeignet ist.

Bei fieberhaften Symptomen unterstützt das Kalium phosphoricum den Selbstheilungsprozess des Körpers und die Verdrängung von Stoffwechselendprodukten aus dem Blut. So wirkt Kalium phosphoricum auch bei fieberhaften Infekten, Grippe und grippeähnlichen Erkrankungen und Symptomen lindernd und abschwächend. Ebenfalls kann Kalium phosphoricum bei der additiven Therapie von Muskelschmerzen und bestehender Muskelschwäche eingesetzt werden.

Das Schüßler Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum dient ebenfalls zur Kompensation von körperlichen und seelischen Anstrengungen und kann dabei Antriebslosigkeit und Kraftlosigkeit verhindern oder zumindest abschwächen (Helmke-Hausen 2003), (Schlüter, Homöopathie Quelle – Klaium phosphoricum 2018), (Teske 2018).

Allgemeine Anwendung

Nervensystem

Das Nervensystem ist eines der Hautangriffspunkte des Schüßler Salzes Nr. 5 Kalium phosphoricum, dabei wirkt das Salz auf viele verschiedene Prozesse die vom Nervensystem aus gesteuert werden. Im Bereich des Kopfes, kann das Schüßler Salz Nr. 5 beispielsweise bei nervenbedingten Gesichtsschmerzen, sowie bei Augenschmerzen und Lähmungen der Augenmuskeln angewandt werden. Eine resultierende Sehschwäche kann ebenfalls die Indikation zur supportiven Therapie mit Kalium phosphoricum stellen. Ebenfalls sind neben Gesichtsschmerzen auch Kopfschmerzen ein Anwendungsgebiet des Schüßler Salzes Nr. 5 Kalium phosphoricum. Generell trägt das Kaliumhydrogenphosphat zur physiologischen Funktion der einzelnen Nervenzellen und so gesamt zur Funktionalität des gesamten Nervengewebes bei. Dabei kann Kalium phosphoricum auch bei bekannter Epilepsie eingenommen werden, um etwaige Anfälle möglicherweise zu verhindern oder abzuschwächen. Die Dosierung erfolgt für den Erwachsenen mit drei bis fünfmal, jeweils fünf Tabletten mit einer Potenz von D6 (Helmke-Hausen 2003), (schuessler-salze-zentrum.de 2018).

Blutsystem

Auch das Blutsystem ist von der Wirkung des Schüßler Salzes Nr. 5 Kalium phosphoricum betroffen. Dabei kommt es durch die ausreichende Zufuhr zu einer Verbesserung der Abtransportfunktion, körperfremder Stoffe und zur Verminderung von Entzündungszeichen. Dabei wirkt Kalium phosphoricum auch bei Wunden mit bereits eingesetztem Gewebszerfall und unterstützt die Wundregion so durch das ankommende Blut bei der Heilung und Bekämpfung der Infektion. Im Kombination mit dem Schüßler Salz Nr. 4 Kalium chloratum und dem Schüßler Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum, trägt das Schüßler Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum zu einer gesteigerten Blutbildung bei, was vor allem einer latenten Blutarmut entgegenwirken kann. Eine Dosierung von maximal 25 Tabletten täglich mit der Potenz D6 sollte nicht überschritten werden (Helmke-Hausen 2003), (schuessler-salze-zentrum.de 2018), (schuessler-salze.org 2018).

Vergiftung und Sepsis

Wenn es durch Infektionen zu manifesten Entzündungsreaktionen im Körper kommt, so kann Kalium phosphoricum dem Körper helfen, gegen diese Entzündungszeichen vorzugehen. Zusammen mit manifesten Entzündungen aufgrund von systemischen Infektionen kann es oft zu lange anhaltenden Fieberperioden kommen. Hier kann Kalium phosphoricum ansetzen und dabei fiebersenkend wirken. Kommt es zu einer umfassenden infektiösen Beteiligung mehrerer Organsysteme, so kann eine Sepsis (Blutvergiftung) die Folge sein, hierbei können schnell bedrohliche Zustände eintreten. Kalium phosphoricum kann dabei neben der Schulmedizin helfen, schneller wieder auf die Beine zu kommen. Hier wird eine Dosierung von bis zu fünfmal fünf Tabletten pro Tag mit einer Potenz von D6 empfohlen (Helmke-Hausen 2003), (Schlüter, Schüßler-Salze-Portal – Schüßler-Salz Nr. 5 – Kalium phosphoricum 2018).

Verdauungssystem

Die Funktion des Verdauungssystems unterliegt einer engmaschigen Regulierung durch das Nervensystem. So ist es kaum verwunderlich, dass auch das Schüßler Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum eine Wirkung auf das Verdauungssystem entfaltet. Vor allem bei nervösen Magenbeschwerden und damit verbundenem Unwohlsein kann das Schüßler Salz Nr. 5 schnelle Abhilfe schaffen. Ebenfalls möglich ist die Anwendung von Kalium phosphoricum bei Magengeschwüren oder nervösen Durchfallserkrankungen. Auch wenn es zu einer Entzündung der Darmschleimhaut (Colitis mucosa) kommt, kann Kalium phosphoricum durchaus heilungsfördernd wirken. Besonders morgendliche Durchfälle, die eher wässriger Natur sind und keinerlei Schmerzen bereiten sind besonders gut mit Kalium phosphoricum behandelbar. Die Dosierung sollte sich auch hier auf zwei bis fünfmal täglich bis zu jeweils fünf Tabletten belaufen. Die Potenzwahl sollte auch hier D6 betragen (Helmke-Hausen 2003), (Schlüter, Homöopathie Quelle – Klaium phosphoricum 2018), (Schlüter, Schüßler-Salze-Portal – Schüßler-Salz Nr. 5 – Kalium phosphoricum 2018).

Herz-Kreislauf-System

Auch das Herz-Kreislauf-System profitiert von einer ausreichenden Zufuhr an Kalium phosphoricum. Denn das Schüßler Salz Nr. 5 kann gegen erniedrigte Blutdruckwerte und damit verbundene Kraftlosigkeit und Abgeschlagenheit und auch Schwindel wirken und auch gegen eine generell verminderte und schwache Blutzirkulation. Durch die ausreichende Einnahme von Kaliumhydrogenphosphat können vor allem auch nächtliche Tachykardien (Herzrasen) verhindert werden, was den Betroffenen deutlich Lebensqualität schenkt. Zur Behandlung sollte für Erwachsene eine Einnahme von zwei bis fünfmal täglich bis zu jeweils fünf Tabletten, mit einer D6-Potenz erfolgen (Helmke-Hausen 2003), (Schlüter, Homöopathie Quelle – Klaium phosphoricum 2018).

Kalium Phosphoricum Mangelsymptome

Kommt es zu einer Minderversorgung mit dem Schüßler Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum, dann kann es schnell zum Auftreten von unterschiedlichen Mangelerscheinungen kommen. Dabei kommt es immer auf die Dauer des vorangegangenen Mangelzustandes an. Die Symptome eines latenten oder sogar manifesten Mangels an Kalium phosphoricum lassen sich neben Anzeichen im Gesicht, auch an körperlichen Symptomen festmachen. Im Folgenden werden Ihnen diese möglichen Blickdiagnosen nähergebracht.

Mangelsymptome im Gesicht

Bei der sogenannten Antlitzdiagnose kommt es zu einer Begutachtung des Gesichts, dabei kann an markanten Stellen meist ein Mangel an Kalium phosphoricum schnell ausgemacht werden. Liegt beispielsweise ein Mangel des Schüßler Salzes Nr. 5 vor, so kann sich die Gesichtsfarbe konsequent in eine aschgraue Farbe umwandeln. Vor allem die Hautporen und das Kinn sind von diesen Veränderungen betroffen. Bei einigen Betroffenen kann ebenfalls ein eingesunkener Schläfenbereich beobachtet werden. Menschen mit einem Mangel an Kalium phosphoricum können ebenfalls eine mäßige Graufärbung um die Augen entwickeln, was ein weiteres Anzeichen für einen möglichen Mangel sein kann. Außerdem können Menschen die an einem Mangel an Kaliumhydrogenphosphat leidenden, Mundgeruch entwickeln. Auch kann eine braune Zunge auftreten und der Mangel an Kalium phosphoricum kann zu einer Parodontoseneigung führen (Schlüter, Schüßler-Salze-Portal – Schüßler-Salz Nr. 5 – Kalium phosphoricum 2018), (Helmke-Hausen 2003).

Mangelsymptome ohne Anzeichen im Gesicht

Die Antlitzdiagnose kann bereits erste Hinweise auf einen mainfesten oder latenten Mangel an Kalium phosphoricum geben, jedoch bedarf es oft einer weiteren körperlichen Untersuchung, um den Mangel an Kalium phosphoricum zu sichern.

Eigenschaften von Personen mit latenten Mangelerscheinungen

Personen die unter einem Mangel an Kalium phosphoricum leiden, vermeiden meist die körperliche sowie geistige Belastung, da eine schnelle Überlastung zu einer deutlichen Symptomverschlechterung führt. Ebenfalls kann beobachtet werden, dass Menschen mit einem Kalium phosphoricum Mangel das Alleinsein scheuen, aber auch Lärm nur schwer ertragen. Generell kann es bei Betroffenen zwischen zwei und fünf Uhr zu Symptomverschlechterungen der Mangelerscheinung kommen.

Körperliche Symptome

Die spezifischen körperlichen Symptome sind allgemein von charakteristischem Zittern begleitet, welches sich durch unruhige Hände zeigt. Die weiteren körperlichen Symptome sind spezifisch entsprechend der Körperregion beziehungsweise des betroffenen Organsystems und können daher stark variieren, diese sind Folgend näher aufgeführt.

Körperregionen und spezifische Symptome

Je nach Körperregion können sich Mangelerscheinungen auf unterschiedliche Weise äußern. Hier werden nun die unterschiedlichen Ausprägungen des Mangels anhand verschiedener systemorientierter Symptome betrachtet. 

Gesichts und Kopfbereich

Im Gesichtsbereich können durch die Mangelerscheinungen des Schüßler Salzes Nr. 5 Kalium phosphoricum Lähmungen im Bereich der Augen auftreten, die die Augenmuskeln ebenfalls beeinträchtigen können. Ebenfalls kann es zu starken Kopfschmerzen kommen, die bei erhöhter Belastung verstärkt werden. Weiters kann Mundfäule und Zahnfleischbluten eine mögliche Folge eines fortbestehenden Mangels an Kalium phosphoricum sein. Auch Mundgeruch, sowie möglicherweise schmerzhafte Blockaden im Kiefergelenk sind als Folge eines Kalium phosphoricum Mangels bekannt (Helmke-Hausen 2003).

Atmungssystem

Durch die Beeinflussung des Nervensystems kann ein Mangel des Schüßler Salzes Nr. 5 zu einem nervös bedingten Asthma führen. Oft kann auch eine vermehrte Nahrungsaufnahme zu einer deutlichen Verschlechterung des beschriebenen Asthmas führen (Helmke-Hausen 2003), (Schlüter, Homöopathie Quelle – Klaium phosphoricum 2018).

Bewegungssystem

Da das Bewegungssystem bedeutend von der Aktivierung durch das Nervensystem abhängig ist, können Mangelerscheinungen hinsichtlich des Kalium phosphoricums zu Muskelschwächen, leichten Lähmungsgefühlen, sowie fortschreitendem Muskelschwund und damit verbundenen anderen Beschwerden wie Rückenschmerzen führen (Helmke-Hausen 2003).

Ableitende Harnwege und Blase

Die ableitenden Harnwege sowie die Harnblase können ebenfalls von einem Kalium phosphoricum Mangel betroffen sein. Es kann zu einer Blasenschließmuskellähmung kommen, die mit einer Inkontinenz einhergehen kann. Dies kann bei Kindern oft häufiges und hartnäckiges Bettnässen verursachen (Helmke-Hausen 2003).

Dosierung

Die Dosierung des Schüßler Salzes Nr. 5 Kalium phosphoricum erfolgt grundsätzlich in der D6-Potenz, jedoch kann es auch sein, dass es entsprechend des, der Behandlung zugrunde liegenden Leidens, auch in anderer Potenzierung und Dosierung empfohlen wird. Grundsätzlich sollten Erwachsene bei chronischen Beschwerden drei bis fünfmal täglich zwischen zwei und fünf Tablette einnehmen. Diese sollten darüber hinaus die D6-Potenz aufweisen.

Bei Kindern unter einen Alter von sechs Jahren, sollte zweimal täglich eine halbe Tablette mit der D6 Potenz eingenommen werden.

Kindern die sich über dem sechsten Lebensjahr aber unter dem 12. Lebensjahr befinden, sollten eine Dosierung von jeweils zwei Tabletten täglich mit einer D6-Potenz wählen. Neben der Tabletteneinnahme kann Kalium phosphoricum als das Schüßler Salz Nr. 5 auch als Salbe zur äußeren Anwendung genutzt werden. Dabei sollte die Salbe ebenfalls eine Potenz von D6 aufweisen und additiv zur Tabletteneinnahme genutzt werden.

Kalium Phosphoricum Quellen in Nahrungsmitteln

Kalium phosphoricum kommt neben der Tablettendarreichungsform auch in unterschiedlichen Lebensmitten vor und sollte daher bei latentem Mangel entsprechend über die unterschiedlichen Lebensmittel vermehrt zugeführt werden. Neben Gurken, Weißkohl aber auch Grünkohl können verfügen auch weitere Gemüsesorten wie Erbsen Brokkoli, Sauerkraut und auch Bohnen über einen reichen Schatz an Kalium phosphoricum. Auch Pilze wie Pfifferlinge enthalten viel des Salzes. Neben den Pilzen und dem Gemüse sind auch Nüsse und Hülsenfrüchte sowie Samen begehrte Kaliumhydrogenphosphat Lieferanten. So zählen Mandeln, Wahlnüsse, aber auch Haselnüsse zu den empfehlenswerten Kalium phosphoricum reichen Lebensmitteln. Aber ebenso tierische Produkte wie Rindfleisch, Fisch und Geflügel sind reich an dem Schüßler Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum.

Nebenwirkungen

Es sind hinsichtlich des Kalium phosphoricums in Form des Schüßler Salzes Nr. 5 keine Nebenwirkungen bekannt, es kann jedoch zu Unverträglichkeitsreaktionen gegenüber dem Trägerstoff kommen, der in den meisten Fällen auf Milchzuckerbasis (Laktose) aufgebaut ist. Bei einer Laktoseintoleranz sollten Sie daher auf alternative Mittel zurückgreifen. So gibt es die bewähren Schüßler Salze ebenfalls auf Basis pflanzlicher Trägersubstanzen.

​Quellen und weiterführende Links