Lockenstab Test 2019: Die besten Lockenstäbe im Vergleich

Viele Frauen mit glatten Haaren wünschen sich Locken, während Naturgelockte gern etwas mehr Ordnung in die Haare bringen würden. Ein Lockenstab wirkt in beiden Fällen Wunder. Er hilft auch dabei, die Grundlage für besondere eine edle Frisur zu zaubern. Waren die frühen Produkte noch recht schädlich für die Haare, sind die jüngsten Generationen sehr fortschrittlich: Das Hauptaugenmerk der Hersteller liegt hier neben einem guten Ergebnis auf dem Schutz der Haarstruktur und der sicheren Anwendung. In unserem Vergleich zeigen wir, welche Lockenstäbe sich aus welchen Gründen besonders lohnen. Außerdem erklären wir, welche Art von Lockenstab sich für welche Haarstruktur eignet.

​Vorgestellt: Das sind die 5 besten Lockenstäbe!

In unserem Vergleich stellen wir Lockenstäbe der Marken BaByliss, Philips, Remington und Carrera vor. Sie unterscheiden sich in Anwendung und Preis, eignen sich aber auch für unterschiedliche Haartypen. Wir beschreiben sie mitsamt ihren Stärken und Schwächen und geben so Hinweise für einen möglichen Kauf. Außerdem stellen wir unseren persönlichen Favoriten vor.

BaByliss C1500E Curl Secret Digital Sensor

Weiche Wellen oder definierte Locken? Der BaByliss C1500E Curl Secret Digital Sensor ermöglicht beides, da er mit zwei Aufsätzen geliefert wird. Einer von ihnen misst 25 mm im Durchmesser, der andere 35 mm. Das Gerät heizt sich sehr schnell auf und muss auch nicht lange im Haar verbleiben: Jede Locke entsteht binnen weniger Sekunden. Der Nutzer kann sich zwischen Temperaturen von 190, 200 und 210 Grad entscheiden und für eine Dauer von acht, zehn oder zwölf Sekunden. Verantwortlich für das rasche und schonende Vorgehen ist die Ionentechnik, die den Haaren Glanz verleiht und gegen elektrostatische Aufladung wirkt.

Der Motor zieht die Strähne ein und dreht sie auf. Manche Nutzerinnen empfanden das anfänglich als etwas kompliziert: Wird die Strähne nicht exakt eingelegt, blockiert das Gerät und man muss die Haare in geduldiger Kleinarbeit daraus entfernen. Bei stufig geschnittenen oder gelockten Haaren ergeben sich ebenfalls Probleme. Ist diese Hürde aber genommen, werden die Locken durch die Ionentechnik und die Keramikbeschichtung schonend geformt. Dank des Temperaturanzeigers hat man die Hitze jederzeit im Auge.

​Der BaByliss C1550E Curl Secret Digital Sensor bringt drei Richtungseinstellungen mit, nämlich rechts, links und abwechselnd. So entsteht ein natürlich aussehendes Durcheinander auf dem Lockenkopf. Das 2,50 m lange Kabel im beweglichen Gelenk garantiert Bewegungsfreiheit im Badezimmer. Im Lieferumfang enthalten sind ein Entwirrkamm, vier Haarclips, eine Tasche und ein Reinigungswerkzeug, damit das Gerät lange wie neu bleibt.

Vorteile

  • zwei Aufsätze für Locken/Wellen
  • schonend durch Ionentechnologie
  • mit Keramik beschichtet
  • beliebige Richtungseinstellung
  • umfangreiches Zubehör

​Nachteile

  • für manche Anfänger schwierig
  • hohe Temperaturen für dünne Haare
  • verhältnismäßig hochpreisig

Remington CI96W1 Silk

Dieser kegelförmige Lockenstab spielt in einer anderen preislichen Kategorie als die bislang Genannten – er ist auch für den schmaleren Geldbeutel erschwinglich. Sein Durchmesser liegt an einer Seite bei 13 mm, an der anderen bei 25 mm. Entsprechend kann man damit herrliche Korkenzieherlocken herstellen – zumindest mit ein bisschen Übung: Manchen Nutzerinnen rutschten die Haare von der schmaler werdenden Spitze. Genau das ist es aber, was ein leidiges Problem verhindert, das bei anderen Lockenstäben auftreten kann: Im Remington CI96W1 Silk verfängt sich das Haar nicht und muss mühsam wieder herausgelöst werden.

Zum Lieferumfang gehört ein Hitzeschutzhandschuh, den man bei der Nutzung auch braucht: Die Haare werden während des Lockenformens festgehalten. Weiterhin enthalten sind ein drei m langes Kabel, das in einem beweglichen Gelenk steckt, und eine Tasche, um den Lockenstab zu transportieren.

Ausgezeichnet ist die kleinschrittige Temperatureinstellung des Remington CI96W1 Silk: Man kann den Lockenstab auf elf verschiedene Stufen zwischen 120 und 220 Grad stellen und so ausprobieren, welches die niedrigste Temperatur ist, die bei den eigenen Haaren ausreicht. So werden die Haare weniger geschädigt als bei unnötig hohen Temperaturen. Wer "seine" Temperatur gefunden hat, schaltet die Tastenspeere ein – so verstellt er sie nicht versehentlich. Nach einer Stunde schaltet sich das Gerät zur Sicherheit von selber aus.

Der Remington CI96W1 Silk in stylishem Rot und Schwarz hat eine Keramikbeschichtung, die Seidenproteine enthält. Laut Hersteller soll das für besonderen Glanz sorgen. Dazu können wir nicht viel sagen, allerdings gelingen die Locken mit dem Gerät ziemlich gut.

Vorteile

  • Temperatur in kleinen Schritten verstellbar
  • zaubert verschieden große, natürlich wirkende Locken
  • inklusive Hitzeschutzhandschuh
  • mit Keramik beschichtet
  • ziemlich günstig

​Nachteile

  • wird heiß an Händen und Kopfhaut
  • für Anfänger kompliziert in der Handhabung

Philips ProCare Auto Curler HPS940/00

Äußerlich erinnert beim Philips ProCare Auto Curler HPS940/00 nicht mehr viel an einen herkömmlichen Lockenstab. Die Bedienung ist einfach: Man teilt mit dem beigelegten Strähnchenabteiler eine kleine Haarsträhne ab. Nach dem Einschalten wählt man entweder 170, 190 oder 210 Grad aus und stellt ein, ob man die Haare für acht, zehn oder zwölf Sekunden aufdrehen möchte. Während das Gerät innerhalb von 30 Sekunden aufheizt, sollte man die Strähne sorgfältig kämmen.

Man legt die Strähne in das Gerät ein, das sie hereinzieht, aufwickelt und erhitzt. Mit etwas Übung klappt das ganz gut, allerdings haben verschiedene Nutzerinnen Probleme damit, bei Haaren im Hinterkopf den richtigen Winkel zu finden. Erwischt man ihn nicht, blockiert das Gerät, und einige Nutzerinnen haben im wahrsten Wortsinn Haare gelassen. Auch, dass die Strähnen nur sehr dünn sein dürfen, gab Ablass zur Klage, da vor allem das Styling dicker und zahlreicher Haare sehr lange dauert. Das Gerät sei auch zu schwer, um es so lange hochzuhalten.

Der Philips ProCare Auto Curler HPS940/00 erlaubt ebenfalls die Einstellungen rechts, links und abwechselnd. Die Beschichtung aus Titankeramik schützt das Haar, und das zwei Meter lange Kabel gibt beim Styling ausreichend Bewegungsfreiheit. Ein Reinigungsgerät ist im Lieferumfang ebenfalls enthalten.

Vorteile

  • mehrere Temperaturen und Zeiten möglich
  • langes Kabel
  • mit Titankeramik beschichtet
  • Strähnchenabteiler enthalten
  • heizt schnell auf

​Nachteile

  • nur kleine Strähnen möglich
  • bei falschem Winkel droht Haarverlust
  • Locken hängen sich manchmal rasch aus

Carrera 537

Der Carrera 537 ist ein Modell mit einer Klemme, die die Haarspitze hält. Da dies der Punkt ist, wegen dem die meisten Lockenstäbe mit Klemmen in der Kritik stehen, hat der Hersteller sich etwas einfallen lassen: Neben einer Keramikbeschichtung ziert seinen Lockenstab auch noch ein Silikonstreifen, der die Spitzen sanft und schonend halten soll, ohne sie zu stark zu zerknicken und anzugreifen.

Der Lockenstab hat einen Durchmesser von 26 mm, was laut Hersteller die perfekte Größe ist, um Locken, Wellen und Beachwaves zu zaubern. Die Stylingfläche ist besonders breit und von daher auch für lange Haare geeignet. Für sehr kurze Haare hingegen dürfte es mit dem Lockenzaubern schwierig werden.

Die Anwendung ist denkbar einfach: Nach dem Einschalten erwärmt sich der Stab rasch. Auf dem LED-Display kann man verfolgen, wie die Temperatur steigt, und sie in der gewünschten Höhe einfach anhalten. Sie steigt in Zehnerschritten von 120 bis 210 Grad an. Eine sorgsam gekämmte und abgeteilte Strähne wird mit den Spitzen in den Stab geklemmt, darum gewickelt und gehalten. Das Schöne an dieser Aufgabe ist, dass das Kabelgelenk um 360 Grad drehbar ist, das Kabel sich also nicht aufdreht und verknotet. Auch kann man bedenkenlos mit der anderen Hand nachhelfen, denn die Spitze des Geräts wird nicht heiß.

Der Carrera 357 kommt in einer hitzebeständigen Aufbewahrungstasche. Zur Sicherheit der Nutzer schaltet sich das Gerät nach 30 Minuten selbsttätig ab.

Vorteile

  • mit Keramik beschichtet
  • Silikonstreifen für heile Spitzen
  • Temperatursteigerung in kleinen Schritten
  • breite Stylingfläche für lange Haare
  • einfache Benutzung

​Nachteile

  • Klemme behagt manchen Nutzern nicht
  • für kurze Haare nicht gut geeignet

Remington Lockenstab Ci9532 Pearl

Der Remington Lockenstab Ci9532 Pearl sieht wunderschön edel aus durch sein glänzendes Schwarz und das Kirschblütendesign. Er ist (wie auch schon das andere hier vorgestellte Remington-Modell) eher erschwinglich als viele andere Lockenstäbe. Die Handhabung ist einfach: Nach dem Einschalten erhitzt sich der Stab – wie heiß er ist, kann man auf dem LED-Display nachvollziehen. Ist die gewünschte Temperatur erreicht, betätigt man einfach die Tastensperre, damit sie nicht weiter steigt. Zwischen 130 und 210 Grad kann jeder wählen, was für seine Haare am besten geeignet ist.

Der Remington Lockenstab Ci9532 Pearl ist konzipiert für größere Locken und Wellen. Er hat einen Durchmesser von 32 mm und ist entsprechend für kurze Haare nicht gut geeignet. Die größeren Locken sind allerdings für solche Nutzerinnen, die sich mit Lockenstäben auskennen, leicht herzustellen. Anfängerinnen finden es teilweise schwierig, die Haare selbst am heißen Stab zu halten. Dabei ist ein Hitzeschutzhandschuh im Lieferumfang inbegriffen, ebenso wie eine hitzebeständige Tasche für den Lockenstab.

Die Keramikbeschichtung des Remington Lockenstab Ci9532 Pearl soll dicker sein als die anderer Stäbe und entsprechend die Hitze noch besser verteilen. Glatter als andere Beschichtungen soll sie sein, und sie soll echte Perlen enthalten. Inwieweit diese sich auf das Haar auswirken, ist nicht bekannt. Allerdings gelingen die Locken mit dem Produkt recht gut, wenn man den Trick heraushat, die Haare nicht abrutschen zu lassen. Das liegt auch mit am um 360 Grad drehbaren Kabelgelenk und dem drei m langen Kabel.

Vorteile

  • schickes Design
  • Temperatur in kleinen Schritten einstellbar
  • Hitzeschutzhandschuh inbegriffen
  • viel Bewegungsfreiheit
  • mit dicker Keramikbeschichtung

​Nachteile

  • für kurze Haare nicht gut geeignet
  • für Anfängerinnen kompliziert in der Anwendung
  • Kopfhaut und Hände werden heiß

So funktioniert ein Lockenstab

Dass sich das Haar unter Einfluss von Hitze in bestimmte Formen bringen lässt, ist keine neue Erkenntnis: Schon vor über 2000 Jahren gab es im alten Griechenland Verfahren, um die Haare mittels erhitzter Metallstäbe in Locken zu legen. Um 1872 kam die Mode in Paris wieder auf – mit wechselnden Erfolgen, da versengte Haare und Verbrennungen der Haut keine Seltenheit waren. Seit dem 20. Jahrhundert sind Lockenstäbe schließlich weit verbreitet. Inzwischen weiß man auch, dass die Hitze den Haaren nicht guttut, und trifft Vorkehrungen zu ihrem Schutz.

Tatsächlich ist es aber die Hitze, die man benötigt, um Locken in glatte Haare zu zaubern: Die hohen Temperaturen lockern chemische Verbindungen in den Haaren auf und setzen sie neu zusammen. Dadurch nehmen die Haare die Form an, in die man sie zu bringen wünscht. Damit das Ergebnis befriedigend ausfällt, muss man beim Lockendrehen einiges beachten.

Die Anwendung des Lockenstabs

Locken lassen sich in frisch gewaschenem Haar leichter realisieren, allerdings sollten die Haare vor dem Einsatz des Lockenstabs ganz trocken sein. Handtuchtrocken reicht keinesfalls! Ideal ist es, wenn die Haare an der Luft trocknen können, aber auch der Föhn kann zum Einsatz kommen. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, sollten die Haare ganz glatt sein und keine Knötchen mehr aufweisen. Ausgiebiges Bürsten oder Kämmen ist also zur Vorbereitung besonders wichtig.

Zunächst steckt man die Deckhaare oben auf dem Kopf fest und teilt die untere Haarpartie in mehrere gleich dicke Strähnen. Auf jede einzelne Strähne wird vor dem Aufdrehen ein Hitzeschutz-Spray aufgetragen. Es legt sich schützend um die Haare und schließt ihre natürliche Feuchtigkeit im Inneren ein. So kann sie nicht komplett verdampfen und das Haar wird nicht brüchig. Bei besonders glatten Haaren sollte auch ein Lockenschaum aufgetragen werden, der die Lockenbildung unterstützt. Manche Produkte vereinen beide Eigenschaften in sich. Während dieser Vorbereitungen heizt sich der Lockenstab auf einer hitzeresistenten Oberfläche oder in seiner Halterung auf.

Je nachdem, um was für einen Lockenstab es sich handelt, sieht der nächste Schritt unterschiedlich aus. Ein Lockenstab mit Klemme wird nahe dem Ansatz in die Strähne geklemmt und heruntergezogen bis zu den Spitzen. Dann wickelt man die Strähne so auf, dass sie auf der gesamten Breite des Lockenstabs zu liegen kommt und alle Haare der Hitze ausgesetzt werden. Nahe an der Kopfhaut wird der Stab so lange festgehalten, wie es der Hersteller empfiehlt. In vielen Fällen sind das etwa 30 bis 60 Sekunden.

Bei einem Lockenstab ohne Klemme wickelt man die Haare von Hand um den Stab und hält die Strähne fest. Dafür sollte man unbedingt hitzebeständige Handschuhe verwenden! Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass kein Knick in den Haaren entsteht, wie es bei der Klemme der Fall ist. Automatisch läuft der Schritt des Aufdrehens bei Lockenstäben mit Motor ab: Hier zieht der Stab selbst die Strähne heran und wickelt sie auf. Das sorgt für besondere Präzision.

Nachdem der Stab für den angegebenen Zeitraum ruhig gehalten wurde, muss die Strähne davon entfernt und die Locke aufgedreht und am Kopf festgesteckt werden. So kann sie in der richtigen Form auskühlen und sich verfestigen. Jetzt werden nach und nach alle Strähnen der unteren Haarpartie und dann alle der Deckhaare aufgedreht. Erst am Schluss entfernt man die Haarklammern, wobei man mit der ersten Locke beginnt und mit der zuletzt gedrehten endet.

Man kann die Locken zurechtzupfen oder mit den Fingern behutsam "verklebte" Haare voneinander lösen. Wem die Locken zu stark ausgeprägt sind, der kann sie mit Kamm oder Bürste bearbeiten. Aber Achtung, so bleiben nur mehr Wellen zurück! Die Haare werden in die genehme Form gebracht oder hochgesteckt und mit Spray fixiert.

Verschiedene Formen von Locken sind möglich

Je nachdem, welcher Lockenstab wie verwendet wird, können unterschiedliche Locken entstehen. Besonders kleine, wilde Afro-Löckchen sind das Ergebnis extrem dünner Lockenstäbe. Weiche, romantische Wellen kommen durch sehr dicke Lockenstäbe zustande. Mit konischen Stäben lassen sich tolle Kringellocken zaubern, und die elegant wirkenden Schillerlocken werden durch gerade, nicht zu dicke, aber breite Lockenstäbe erwirkt. Auch lässige Beachwaves sind möglich, die vor allem im Sommer super aussehen.

Die passende Haarpflege

Wer häufiger einen Lockenstab benutzt, muss seine Haare besonders sorgfältig pflegen: Die Hitze entzieht den Haaren Wasser, selbst wenn das Hitzeschutz-Spray sie umschließt. Entsprechend eignen sich für die Pflege Shampoos und Spülungen, die den Haaren Feuchtigkeit zurückgeben. Wichtig ist es außerdem auch, den Haaren hin und wieder eine Kur zu gönnen, die sie mit Nährstoffen versorgt und kräftigt. Wenn es möglich ist, die Haare an der Luft trocknen zu lassen, kann auch das hilfreich sein: Je weniger sie neben dem Lockenstab noch weiterer Hitze ausgesetzt sind, desto besser ist es für sie.

Der richtige Lockenstab für unterschiedliche Haare

Welcher Lockenstab der Richtige ist, hängt vor allem von Länge und Struktur der Haare ab. Wer kurze Haare trägt, sollte zu einem dünnen, schmalen Lockenstab greifen: Mit diesem können auch kleine Löckchen hergestellt werden. Dickere Stäbe sorgen für größere Locken, die bei längeren Haaren besser aussehen. Je länger die Haare sind, desto breiter sollte der Lockenstab sein: Jede Strähne wird so um den Stab herumgewickelt, dass die Haare einander nicht überlappen, dass sie also jederzeit auf dem Stab aufliegen. Andernfalls locken sich die Haare in zweiter Reihe nicht so stark, und die Locken geraten ungleichmäßig.

Ein bisschen Abwechselung ermöglicht der konische Lockenstab: Er läuft kegelförmig zu, sodass bei Einsatz des eines Endes große Locken entstehen und bei Einsatz des anderen kleine. Diesen Lockenstab können mehrere Leute mit unterschiedlichen Haaren verwenden oder eine Person, die ein wildes Durcheinander von Wuschellocken auf dem Kopf wünscht.

Auch Menschen mit Naturlocken sind nicht immer zufrieden mit ihren Haaren. Das heißt nicht, dass sie sie unbedingt glätten möchten – manchmal wäre es nur schöner, wenn die Locken anders liegen würden. Auch hierfür eignet sich ein Lockenstab: Die Haare fallen durch die Anwendung gleichmäßiger und lassen sich zum Beispiel leichter hochstecken.

Wichtig ist für alle Haartypen, dass der Lockenstab beschichtet ist. Dafür verwenden die meisten Hersteller Keramik oder Turmalin. Die Beschichtung sorgt dafür, dass die Hitze komplett gleichmäßig verteilt wird und die Haare weniger geschädigt werden.

So wenig Hitze wie möglich

Ein Lockenstab arbeitet mit Hitze, aber nicht jedes Haar verträgt alle Temperaturen. Dünnes oder feines Haar sollte keinen Temperaturen von über 120 bis maximal 160 Grad ausgesetzt werden. Dicke, schwere Haare hingegen locken sich unter Temperaturen von 180 bis 200 Grad kaum. Entsprechend sind die besten Lockenstäbe die, in denen die Temperatur über mehrere Stufen oder gleich ganz stufenlos verstellbar ist. Achtung: Sehr günstige Geräte ohne Temperaturregler heizen sich meist für dünne oder feine Haare zu stark auf!

Zwei besondere Formen des Lockenstabs haben sich als haarschonend erwiesen: Der Infrarot-Lockenstab erwärmt das Haar von innen und greift die Oberfläche weniger stark an als herkömmliche Geräte. Der Dampflockenstab hingegen arbeitet zwar auch mit hohen Temperaturen, aber mit Wasserdampf. Schon während des Lockenmachens bekommen hier die Haare die entzogene Flüssigkeit zurück. Beide Geräte zeitigen gute Ergebnisse in Form von schön ausdefinierten, glänzenden Locken.

Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

Sind die Haare bereits angegriffen oder sehr trocken, ist es besser, ganz auf den Einsatz des Lockenstabs zu verzichten. Die geschädigten Haare sollten sich erst erholen können, statt den hohen Temperaturen des Geräts ausgesetzt zu werden. Für Kinderhaar sind Lockenstäbe allgemein nicht geeignet: Es ist noch weniger widerstandsfähig als das Haar von Erwachsenen und kann nachhaltig geschädigt werden. Grundsätzlich ist es wichtig, den Lockenstab bei der Anwendung nie auf die Kopfhaut zu legen, da sonst Verbrennungen auftreten können. Das Gerät darf auch nur auf feuerfestem Untergrund abgelegt werden, da seine hohen Temperaturen sonst Brandflecken verursachen, Plastik schmelzen oder Handtücher entzünden können.

Lockenstab reinigen

Die meisten Lockenstäbe benötigen keine aufwendige Reinigung. Um sie zu säubern, zieht man den Stecker aus der Steckdose und lässt sie ganz auskühlen. Nun werden hängen gebliebene Haare entfernt. Mit einem feuchten Tuch wird der Stab sauber gewischt. Nur bei Bedarf kann ein mildes Spülmittel benutzt werden. Achtung: Nicht unter fließendem Wasser abspülen, keine scharfen Reiniger oder solche mit Alkohol verwenden und nicht mit einem Stahlschwamm oder einer Drahtbürste arbeiten! Gelangt Wasser ins Gerät, kann es bei der nächsten Benutzung einen Kurzschluss geben. Scharfe Reiniger und kratzige Bürsten oder Schwämme greifen die Beschichtung an, was dazu führen kann, dass die Haare geschädigt werden.

Das Zubehör

Je nachdem, welche Qualität der Lockenstab hat, wird er mit mehr oder minder umfangreichem Zubehör geliefert. Manche Lockenstäbe haben unterschiedliche Aufsätze für verschiedene Ergebnisse. Andere werden in einer praktischen Tasche verkauft, die den Transport vereinfacht, oder mit hitzebeständigen Handschuhen. Oft sind Haargummis und Haarnadeln im Umfang enthalten, mit denen die Haare während der Prozedur gebändigt werden können. Manche Produkte enthalten auch Geräte, mit denen man sie reinigen kann.

Für eine gute Handhabung ist es wichtig, dass der Lockenstab nicht zu schwer ist (schließlich hält man ihn geraume Zeit hoch) und dass sein Kabel lang genug und am besten in einem beweglichen Gelenk angebracht ist. Wer Lockenstäbe ohne Klemme bevorzugt, muss hitzebeständige Handschuhe tragen. Alternativ kann er sich einen Lockenstab mit "Cool Tip" entscheiden: Hier bleibt die Spitze auf jeden Fall kühl, egal, wie heiß der Stab selbst wird. So kann man dieses Gerät grundsätzlich mit beiden Händen halten, was die Anwendung erheblich vereinfacht. 

Unser Urteil: Das ist der beste Lockenstab

Unser Favorit ist der BaByliss C1500E Curl Secret Digital Sensor, auch wenn man vielleicht erst ein paar Locken mit ihm gedreht haben muss, ehe man den Bogen heraushat. Das Gerät übernimmt quasi alle Arbeiten, nachdem man die Haare mit dem beigelegten Entwirrkamm geglättet und mit den Spangen festgesteckt hat. Es arbeitet akkurat und gründlich, und die Locken geraten wundervoll regelmäßig. Eigentlich sind die Temperaturen für trockenes Haar ziemlich hoch – wir können uns ja nur für 190, 200 der 210 Grad entscheiden. Andererseits verfügt der Stab aber auch über die Ionentechnologie, die dem Frizz vorbeugt und einen gesunden Glanz verleiht.

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BaByliss C1500E Curl Secret Digital Sensor für...
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Gut gefallen hat uns die Tatsache, dass man selbst einstellen kann, in welche Richtung die Locken gedreht werden – oder dass man abwechselnd eine links- und eine rechtsherum drehen lassen kann. Positiv ist auch, dass die Locken so schnell entstehen. Da es nur acht bis zwölf Sekunden dauert, bis eine Locke fertig ist, dauert das Fertigmachen für den Abend nicht mehr ewig. Und selbst morgens kann man sich schnell ein paar hübsche Wellen zaubern.

Schön ist auch, dass man dank der zwei Aufsätze nicht immer die gleichen Locken haben muss: Sanfte Wellen sind auf jeden Fall eine spannende Abwechselung zu den Schillerlocken und wirken tagsüber auch natürlicher. Die Handhabung ist dank des langen, beweglichen Kabels ein Kinderspiel und die Reinigung mit dem enthaltenen Reinigungswerkzeug supereinfach. Die Vorteile im Überblick:

  • einfach anzuwenden
  • Ionentechnologie schont die Haare
  • zwei Aufsätze
  • schnelle Locken

Allerdings ist der BaByliss C1500E Curl Secret Digital Sensor nicht für jeden Geldbeutel geeignet, und manch einer mag es schade finden, so viel für einen Lockenstab auszugeben, der vielleicht nicht häufig Verwendung findet. Entsprechend haben wir noch einen zweiten Sieger im Angebot, bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut ist, nämlich den Remington CI96W1 Silk. An ihm hat uns besonders gut gefallen, dass er konisch geformt ist und uns daher Locken unterschiedlicher Größe ermöglicht. Die Frisuren werden fröhlich und wuschelig.

Mit dem Hitzehandschuh lässt sich der Lockenstab leicht handhaben, wenn man erst herausgefunden hat, wie man die Haare auf dem Stab festhalten muss. Ein deutlicher Pluspunkt für den Remington CI96W1 Silk ist die Tatsache, dass man die Temperaturen in so kleinen Schritten einstellen und daher das für sich schonendste Verfahren herausfinden kann. Eine tolle Alternative zum kleinen Preis mit diesen Vorteilen:

  • günstig
  • vielfältige Locken
  • kleine Temperatursprünge schonen die Haare

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