Kieselerde für die Haare: Wie Kieselerde gegen Haarausfall hilft und das Haar stärkt

Der Einsatz von Kieselerde kann angeblich nicht nur dem Haarausfall entgegenwirken, sondern auch den Haarwuchs dichter werden lassen und allgemein das Kopfhaar stärken. Das zeigen zumindest moderne Studien, die sich genau mit diesem Thema befasst haben. Allerdings sind die Informationen, die im Internet zu diesem Thema zu finden sind, relativ verstreut und mitunter widersprechen sich einige selbsternannte Experten sogar. Deshalb wurden in den folgenden Absätzen alle wichtigen Informationen zusammengetragen, die sowohl die Vorteile als auch die Nachteile von Kieselerde genau beschreiben. Wenn Sie also wissen wollen, wie genau sich der Einsatz des Minerals auf den Körper auswirkt und worauf Sie unbedingt achten sollten, dann sind Sie hier genau richtig.

Was ist Kieselerde eigentlich?

Wer schöne Haare, feste Fingernägel oder ein gespanntes Bindegewebe haben möchte, der sollte dem Körper genügend Silizium zuführen. Bei letzterem handelt es sich um das zweithäufigste Spurenelement der Erde und um einen der wichtigsten Baustein für den menschlichen Körper. Es ist in hoher Dosierung in Kieselsäure sowie Kieselerde anzutreffen – beides sind allerdings kein einfaches Mineral, sondern eher ein allgemeingültiger Sammelbegriff für verschiedene Sedimente. Das ist deshalb wichtig und interessant, da Silizium nicht frei vorkommt, sondern als Spurenelement immer an andere Substanzen gebunden ist. Bindet es sich an Sauerstoff, so entsteht die Kieselsäure. Bindet es sich an andere Mineralien, so entsteht die begehrte Kieselerde.

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Kieselerde ist überall in der Natur anzutreffen, denn Silizium ist nicht nur für den menschlichen Körper essentiell, sondern auch für viele weitere Lebensformen interessant. Damit ein Grashalm gerade und fest stehen kann, benötigt er diesen Baustoff. Damit die Knochen von Tieren fest bleiben und in der von der Natur vorgesehenen weise wachsen können wird ebenfalls Silizium benötigt – was von den Tieren in Form von Kieselerde aufgenommen wird. Auch der Mensch nimmt den Baustoff über die Nahrung auf, allerdings kann der Körper nur einen geringen Prozentsatz davon extrahieren und verwenden. Gerade mit dem Älterwerden sinkt der Siliziumpegel im Körper, wodurch die Haut schlaffer wird, die Nägel an Festigkeit verlieren und die Haare nicht nur weniger Glanz besitzen, sondern auch ausfallen können. Hier hilft nur eine ausgewogene Ernährung, die eine Vielzahl an Obst, Gemüse und Getreide enthält. Doch selbst dann reicht die aufgenommene Menge nicht immer aus.

Die Rolle von Silizium im menschlichen Körper

Obwohl das tägliche Essen in der Regel eine Vielzahl an Kieselerde in verschiedenen Formen enthält, kann der Körper davon lediglich einen Bruchteil nutzen und scheidet den Rest über den Urin wieder aus. Dabei ist Silizium unglaublich wichtig, denn es gleicht den inneren Pegel von Kalzium zu Magnesium aus, was wiederum den Hormonhaushalt reguliert und dadurch die verschiedenen Körperfunktionen optimiert. Außerdem ist Silizium in fast allen Organen anzutreffen: Ein ausgewogener Pegel ist zum Beispiel für Leber, Niere, Knochenbau, Haut, Haare und die Hauptschlagader wichtig. Ist das Silizium-Niveau im Körper zu gering, so lassen auch die Körperfunktionen merklich nach.

Kieselerde ist für jede einzelne Zelle im Körper essentiell und wirkt sich damit tatsächlich auf den ganzen Körper aus. Das Nervensystem profitiert ebenso wie das Herz-Kreislauf-System von dem Spurenelement und regelt unter anderem den pH-Wert des Körpers. Auch wirkt es auf die Bildung von Antikörpern ein und kann damit nicht nur beim Kampf gegen Krankheitserreger helfen, sondern eine Erkrankung sogar vorab verhindern – wenn denn ein ausreichendes Niveau vorhanden ist.

Wie wirkt sich Kieselerde auf das Haar aus?

Bereits in den 1990er Jahren haben erste Studien darauf hingewiesen, dass es allem Anschein nach einen direkten Zusammenhang zwischen dem Siliziumhaushalt im Körper und dem Wachstum beziehungsweise Ausfall der Kopfbehaarung gibt. Auch wenn es viele verschiedene Forschungsansätze zu diesem Themengebiet gibt und sich die Wissenschaft noch immer mit dem Einfluss des Spurenelements auf den menschlichen Körper beschäftigt, so gibt es derzeit keine definitiven und umfassenden Antworten. Fest steht, dass ein hoher Siliziumspiegel im Körper wahrscheinlich direkte Auswirkungen auf das menschliche Haar hat, denn neben Kalzium und Magnesium beeinflusst das Spurenelement auch die Verwendung von Vitamin D im Körper. Das sind alles wichtige Bausteine, die einen starken Haarwuchs beeinflussen und für den Haarausfall relevant sind. Wenn Sie also Kieselerde zu sich nehmen, so kann sich dies positiv auf den Kampf gegen den Haarausfall auswirken.

Im Jahr 2016 haben zudem einige Wissenschaftler in Japan den Einfluss von Kollagen auf das Haar nachgewiesen. Ein Mangel des Proteins betrifft direkt die Bildung von Haarzellen und reduziert nicht nur das Wachstum, sondern kann die Zellbildung sogar gänzlich verhindern. Auch in diesem Zusammenhang spielt Kieselerde beziehungsweise Silizium eine wichtige Rolle, denn moderne Studien weisen darauf hin, dass das Spurenelement essentiell für die Bildung oder das Synthetisieren des Proteins ist. Je weniger Kieselsäure im Körper vorhanden ist, desto weniger Kollagen kann dieser Aufnehmen beziehungsweise herstellen.

Eine umfassende Ernährung hilft weiter

Am sinnvollsten für den menschlichen Körper ist es, wenn er Kieselerde einfach über die Nahrung aufnehmen und dann weiterverarbeiten kann. Eine gesunde Ernährung enthält nicht nur eine ausgewogene Mischung aus verschiedenen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, sondern ist auch auf die Bedürfnisse des Körpers ausgerichtet. Haben Sie zum Beispiel mit einem Mangel an Silizium zu kämpfen und möchten diesem entgegenwirken, so sollten Sie vermehrt Lebensmittel zu sich nehmen, die einen hohen Anteil an Kieselsäure beinhalten. Dazu gehören unter anderem:

  • Äpfel
  • Erdbeeren
  • Spinat
  • Paprika
  • Erbsen
  • Hirse
  • Weizen
  • Kartoffeln
  • Birnen
  • Blumenkohl

Natürlich ist eine Überversorgung ebenfalls nicht sinnvoll, also achten Sie gerade beim Getreide darauf, dass Sie nicht übermäßig viel davon zu sich nehmen. Solange jedoch alles im gesunden Rahmen bleibt, können Sie so Ihrem Körper etwas Gutes tun und einfach über die Nahrung eine höhere Dosis des wichtigen Siliziums aufnehmen. Alles, was der Körper nicht benötigt oder verarbeiten kann, wird sowieso über den Verdauungstrakt wieder ausgeschieden.

Nahrungsergänzungsmittel mit Silizium

Nicht immer ist eine Umstellung des Ernährungsplans alleinig hilfreich, denn oftmals ist es schon fast zu spät, wenn ein Mangel an Silizium festgestellt wird. In solchen Fällen werden stärker konzentrierte Zusätze benötigt, damit der Körper schneller einen Ausgleich schaffen kann. Im Handel lassen sich eine Vielzahl dieser Mittel finden, die allerdings nicht nur preisliche Unterschiede aufweisen, sondern gerade bei der Bezugsquelle des angebotenen Siliziums eine breite Palette bieten. Nicht jede Quelle ist jedoch genauso sinnvoll und sicher wie andere und vor allem bei pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel, die außerhalb der Europäischen Union hergestellt werden, können weitere potentielle Belastungen mit Pestiziden oder Blei eine Rolle spielen. Als besonders sicher und effizient gilt das Zinnkraut, allerdings sind auch Bambus, Kieselerde oder grüne Gemüsesorten eine häufige Quelle, die bedenkenlos genutzt werden können.

Die Tagesdosierung beachten

Die empfohlene Tagesdosierung ist nicht immer ganz einfach auszurechnen, denn Körpergröße und -gewicht spielen genauso eine Rolle wie das Alter und die (sportlichen) Aktivitäten, die zum Alltag gehören. Medizinisches Fachpersonal wird in der Regel jedoch zwischen 14 und 62 Mikrogramm empfehlen, die täglich eingenommen werden sollen. Sollten Sie allerdings mit einem Mangel an Silizium zu kämpfen haben oder aus vorbeugender Handlung heraus Zusätze einnehmen, so sollten Sie mindestens 55 Mikrogramm pro Tag zu sich nehmen. Viele Präparate, die zum Beispiel im Internet oder in der Apotheke erworben werden können, liegen oftmals jedoch weit über dieser empfohlenen Tagesdosierung. Ist also eine langfristigere Nutzung (über mehrere Wochen hinweg) dieser Ergänzungsmittel geplant, so sollten Sie vorab einen Arzt konsultieren. Zu viel des Guten kann nämlich negative Konsequenzen nach sich ziehen.

Die potentiellen Nebenwirkungen von Kieselerde

Obwohl es eine ganze Reihe an Studien zum Thema „Kieselerde“ und „Silizium“ gibt, ist bis heute noch nicht ausreichend geklärt, welche potentiellen Gefahren das Spurenelement mit sich bringen kann. Gerade wenn es in Form von Nahrung oder Präparaten dem Körper zugeführt wird, so können selbst aktuelle Studien keine definitive Aussage über die Nebenwirkungen bringen. Das liegt vor allem daran, dass diese Studien während der Forschung auf eine kristallisierte und damit neutrale Form von Kieselerde zurückgreifen, während in der Nahrung beziehungsweise bei Präparaten eine Vielzahl an verschiedenen anderen Quellen eingesetzt wird.

Es gibt allerdings einige Punkte, die auch bei der Nutzung der anderen Quellen immer im Hinterkopf behalten werden sollten. Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Überlastung der Nieren: Kieselerde enthält eine ganze Menge an verschiedenen Spurenelementen und Mineralstoffen. Werden langfristig erhöhte Mengen davon dem Körper zugeführt, so kann dieser gar nicht alles davon nutzen und möchte die zusätzlichen Stoffe über den Verdauungstrakt ausscheiden. Vorab wandern die Mineralien jedoch durch die Nieren, die für den Abbau verantwortlich sind. Je mehr Mineralstoffe vorhanden sind, desto mehr müssen die Nieren arbeiten – was dann schnell zu einer Überlastung und Nierenversagen führen kann.
  • Achtung bei Schwangerschaften: Bisher haben Studien noch keine Aussage treffen können, wie sich die Präparate auf schwangere Frauen und die ungeborenen Kinder auswirken. Es ist also aus Sicherheitsgründen davon abzuraten, dass die Präparate während der Schwangerschaft eingenommen werden.
  • Vitamindefizite können auftreten: Gerade bei einer langfristigen Einnahme über mehrere Wochen oder Monate hinweg kommt es zu Problemen mit dem Vitaminhaushalt im Körper. So sammelt sich nämlich im Körper das Enzym Thiamin an, das unter anderem Vitamin B1 im Körper zerstört und so für Defizite sorgt.

Planen Sie also eine längere Einnahme von Kieselerde, so sollten Sie dies mit Ihrem Doktor vorab besprechen und regelmäßig überprüfen, ob der Körper die zusätzlichen Mineralien und Spurenelemente überhaupt verwerten kann.

Achtung beim Einsatz von Silizium Präparaten

Haben Sie sich dazu entschieden, den verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln mit Silizium Inhalten eine Chance zu geben, so gibt es vor dem Kauf einige Punkte zu beachten. Ganz egal ob Sie lieber Pillen, Pulver oder andere Formen zu sich nehmen möchten, wählen Sie immer Präparate, die unter das Lebensmittelgesetz der Europäischen Union fallen. Diese werden nämlich wesentlich stärker und besser kontrolliert als andere Varianten, wodurch ein Missbrauch sowie unnötige Inhaltsstoffe vermieden werden können. Lesen Sie sich zudem immer die Liste mit den Inhaltsstoffen durch und achten Sie darauf, dass am besten kein kristallisiertes Silizium enthalten ist – oder zumindest der Richtwert von einem Prozent nicht überschritten ist.

Verzichten Sie nach Möglichkeit auf den Kauf von Produkten, die nicht von Herstellern innerhalb der Europäischen Union hergestellt wurden. Gerade asiatische Hersteller tricksen oftmals und verwenden zum Beispiel Cristobalit oder Quarz, bei denen es sich um kostengünstige Alternativen zu den Lebensmittelformen (Getreide, Obst, Gemüse, etc.) handelt. Diese werden in anderen Sektoren der Industrie sogar als Gefahrenstoffe eingestuft – werden sie zum Beispiel auf dem Bau als Feinstaub eingeatmet, so gelten sie als klare Gefährder. Wählen Sie lieber die etwas teureren, dafür jedoch auch sicheren Hersteller, die bereits seit vielen Jahren durch eine gute Qualität überzeugen.

Vergessen Sie nicht, dass die Präparate keine ausgewogene Ernährung ersetzen können, sondern immer nur als Zusatz angesehen werden dürfen. Versuchen Sie also nach Möglichkeit zunächst den Ernährungsplan umzustellen und so an das Silizium zu kommen, das Ihr Körper benötigt. Sollten Sie sich doch für die Nutzung von Kieselerde oder Kieselsäure in Präparatform entscheiden, so kontaktieren Sie vorab Ihren Hausarzt.

Fazit: So profitiert das Haar von Kieselerde

Obwohl die Vor- und Nachteile von Kieselerde noch immer nicht gänzlich erforscht sind, so ist die Wirkung auf den Haarwuchs und die Stärkung der Haarwurzeln doch wissenschaftlich belegt. Sowohl die benötigten Mineralien und Spurenelemente als auch wichtige Proteine können durch einen hohen Siliziumhaushalt besser genutzt werden, was sich nachhaltig positiv auf den Haarwuchs auswirkt. Sollten Sie neben einer ausgewogenen Ernährung zusätzliche Kieselerde Präparate verwenden wollen, so sollten Sie sich vorab genaustens mit den möglichen Nebenwirkungen vertraut machen und Kontakt zum medizinischen Fachpersonal aufnehmen, um die für Sie optimale Tagesdosierung zu erfahren.

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