Schnellerer Haarwuchs mit der Inversion Method? – Anleitung und Hintergrund

Wohl die Wenigsten werden schon einmal von der Inversion Method – oder zu deutsch von der „Inversionsmethode“ - gehört haben. Dabei richtet sich diese Variante der Haarbehandlung ganz speziell an Frauen (und Männer) mit natürlichem, langem Haar und ist sogar speziell für lange Locken geeignet. Dabei ist das Ziel dieser Behandlungsvariante klar definiert: Die Haare sollen schneller lang wachsen und dabei gleichzeitig einen schönen, vollen Glanz haben. Um dies zu erreichen werden allerdings einige recht spezielle Ideen umgesetzt, die jedoch gerade bei vielen Frauen bereits zum Erfolg geführt haben. Dieser Artikel verrät Ihnen ganz genau, worauf Sie bei der Inversionsmethode achten müssen, wo die Vorteile liegen und was es sonst noch zu wissen gibt.

Was ist die Inversionsmethode eigentlich genau?

Einfach ausgedrückt handelt es sich bei dieser Variante um eine Mischung aus einer Öl-Massage der Kopfhaut und dem Invertieren des Kopfes. Das bedeutet letztendlich nichts anderes, als dass der Kopf für einige Minuten umgedreht wird – die Haare hängen also nach unten und Blut kann vermehrt in das obere Ende des Körpers fließen. Das mag sich zunächst etwas verrückt und ungewöhnlich anhören, doch haben bereits viele Frauen mit dieser Methode den Haarwuchs anregen können. Einige berichten sogar davon, dass der Wachstum der Haare auf über zwei Zentimeter pro Woche angestiegen sei.

Wenn Sie die Inversion Method einmal ausprobieren möchten, dann sollten Sie darauf achten, dass es sich hierbei um eine Sieben-Tage-Methode handelt – für den Erfolg muss die Methode (Ölen, Massieren und Kopf umgedreht herabhängen lassen) also sieben Tage lang ohne Unterbrechung durchgeführt werden. Außerdem sollten Sie in der ersten Woche auf stark chemisches Shampoo sowie auf Conditioner verzichten.

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​Inversion Method Anleitung: Schritt für Schritt erklärt

Letztendlich ist die Inversionsmethode gar nicht so kompliziert und kann trotz ihrer Einfachheit gute Resultate bringen. Damit das System auch tatsächlich funktioniert, sollten die folgenden Schritte genauestens befolgt werden. Obwohl die Nutzung von Öl die Kopfhaut noch besser anregt und gerade natürliche Öle positive Effekte mitbringen, lassen sich die ersten Schritte der folgenden Beschreibung überspringen:

1. Wählen Sie zunächst ein Öl aus, das am besten vollkommen natürlich ist und keine chemischen Zusatzstoffe enthält. Hierfür bietet sich zum Beispiel Kokosnussöl an, aber auch Rosmarin, Nussöle oder viele andere Varianten sind durchaus sinnvoll und hilfreich. Wählen Sie am besten eine Öl-Variante, die Ihnen vom Geruch her zusagt.

2. Wärmen Sie das Öl vorsichtig auf eine lauwarme Temperatur auf, indem Sie die Flasche oder einen Applikator mit Öl in ein Wasserbad geben. Die Nutzung der Mikrowelle sollten Sie vermeiden, denn die dortigen Strahlen zerstören einige wichtige Elemente des Öls und trennen dieses auf.

3. Tragen Sie nun das Öl auf die Kopfhaut und die Haare auf. Seien Sie bei der Dosierung durchaus großzügig, allerdings sollte das Öl nicht herunter tropfen.

4. Die Schritte bis hier hin waren alle optional. Das Öl ist zwar hilfreich und gibt den Haaren zusätzlichen Glanz und Stärke, ist für die Inversionsmethode allerdings nicht essentiell. Egal, ob Sie Öl verwenden oder nicht, beginnen Sie nun mit einer vorsichtigen Massage der Kopfhaut für ungefähr drei bis fünf Minuten.

5. Als nächstes lassen Sie den Kopf umgedreht hängen. Dazu können Sie verschiedene Positionen einnehmen – es bietet sich zum Beispiel an, dass Sie sich mit dem Rücken auf das Bett legen und den Kopf dort herunterhängen lassen. Auch können Sie sich auf einen Stuhl setzen und den Oberkörper so herunterbeugen, als ob sie ihre Fußnägel lackieren möchten. Einigen Frauen hilft es auch, wenn Sie sich über die Badewanne oder das Waschbecken beugen, als ob sie ihre Haare waschen wollen. Halten Sie diese Position für vier Minuten.

6. Nach den vier Minuten setzen Sie sich langsam und vorsichtig wieder gerade hin und geben ihrem Kopf einen Moment, damit sich der Kreislauf wieder fängt und das Blut abfließen kann.

7. Wenn Sie möchten, können Sie nun das Öl noch weiter (30 Minuten bis hin zu einer Stunde) einwirken lassen.

8. Waschen Sie als nächstes das Öl aus den Haaren. Verwenden Sie am besten lediglich Wasser oder maximal ein mildes Shampoo und verzichten Sie auf Conditioner.

9. Wiederholen Sie diese Prozedur einmal pro Tag (am besten immer zur gleichen Uhrzeit) für eine Woche. Sollten Ihre Haare zu ölig sein, dann können Sie alle drei bis vier Tage Conditioner einsetzen, während Sie auf Shampoo nach Möglichkeit für eine Woche verzichten sollten. Danach können Sie ganz normal wieder Shampoo und Conditioner verwenden.

10. Da bei dieser Methode der Kopf schnell mit Blut gefüllt wird, sollten Sie sie nicht ständig wiederholen. Stattdessen sollten Sie nach der Behandlung für sieben Tage mindestens drei Wochen warten, bevor dies wiederholt wird.

Führen Sie die Schritte täglich durch, so können Sie recht schnell erste Erfolge erzielen. Wichtig ist, dass Sie sofort die Behandlung abbrechen, wenn Sie Schmerzen im Kopf bekommen oder eine Übelkeit entsteht. Gerade in den ersten Tagen kann der Blutrausch Probleme bereiten, die vollkommen normal sind. Hören Sie auf Ihren Körper!

Wie genau funktioniert die Inversionsmethode eigentlich?

Die Methode klingt zunächst einmal einfach ungewöhnlich, doch gibt es tatsächlich einen wissenschaftlichen Grund, warum alles wie oben beschrieben durchgeführt werden soll. Zunächst einmal sorgt die Massage der Kopfhaut dafür, dass die Blutgefäße dort geweitet werden, was wiederum den Blutdurchfluss verbessert, was zu einer Stärkung der Haarwurzeln führt. Ein besserer Blutdurchfluss bedingt nämlich, dass mehr der essentiellen Bausteine für das Haarwachstum in die Zellen gelangen können. Das ist eine wirklich einfache und vor allem kostenfreie Methode, um den Haarwuchs zu stimulieren und zudem die Stärke der einzelnen Haare zu verbessern. Massagen sind bereits seit Jahrtausenden ein Bestandteil verschiedener Kulturen und bereits vor hunderten von Jahren versuchten Frauen, den Haarwuchs durch gezielte Massagen zu verbessern.

Das Umdrehen des Kopfes wiederum sorgt dafür, dass mehr Blut in diese Region fließt, was sich natürlich positiv auf die stimulierten Kopfzellen auswirkt. Natürlich ist ein schneller und starker Blutfluss in den Kopf äußerst ungewöhnlich, was dann zu einem Schwindelgefühl, Unwohlsein und Übelkeit führen kann. Aus diesem Grund sollten die angegebenen vier Minuten auch nicht überschritten werden.

Für wen eignet sich die Inversion Method?

Grundsätzlich kann diese spezielle Stimulierung der Kopfhaut und Haare von jedem durchgeführt werden, der nicht mit einigen Vorerkrankungen oder Problemen zu kämpfen hat. Der große Vorteil dieser Methode ist, dass sie problemlos überall durchgeführt werden kann – schließlich ist die Nutzung von Öl optional. Möchten Sie zum Beispiel die Mittagspause dazu nutzen, für einige Minuten die Kopfhaut zu massieren dann den Kopf zum Beispiel vom Sofa oder Stuhl hängen zu lassen, so benötigen Sie dafür eigentlich keine Utensilien und nur wenig Zeit.

Es gibt jedoch auch einige Punkte, die vorab beachtet werden sollten. Leiden Sie zum Beispiel unter folgenden Problemen, dann sollten Sie die Inversionsmethode lieber nicht nutzen:

  • Besonders hoher oder niedriger Blutdruck: Haben Sie eine Erkrankung oder nutzen Sie Medikamente, die Ihren Blutdruck beeinflussen? Dann ist die Inversion Method für Sie nicht geeignet, denn das Blut soll schnell in den Kopf (und wieder heraus) fließen, was bei Problemen mit dem Blutdruck fatal sein kann.
  • Ohrenschmerzen und -infektionen: Tinnitus, Mittelohrentzündung oder ähnliche Probleme sind nicht nur unangenehm, sondern auch ein Grund, warum Sie auf die Durchführung der hier geschilderten Variante verzichten sollten. Der schnelle Blutfluss in den Kopf betrifft auch die Ohren und kann unnötige, zusätzliche Schmerzen verursachen.
  • Verletzungen im Rücken oder der Wirbelsäule: Haben Sie bereits mit Schmerzen in den genannten Regionen zu kämpfen, so ist das Verdrehen des Kopfes und das unnatürliche Liegen, Sitzen oder Stehen natürlich nicht sinnvoll.
  • Herzprobleme: Ein zu schneller Blutfluss in den Kopf (und auch wieder hinaus) beeinflusst auch das Herz, das als „Pumpe des Körpers“ natürlich für den Blutfluss stark mitverantwortlich ist. Bei Herzproblemen kann sich der ungewöhnliche Blutfluss negativ auf das Herz auswirken, also verzichten Sie lieber auf den Einsatz der Inversionsmethode.

Sollten Sie nicht unter diesen Problemen leiden, beim Durchführen der Kopfdrehung jedoch trotzdem mit Übelkeit, ungewöhnlichen Schmerzen oder Ähnlichem zu kämpfen haben, dann brechen Sie die Prozedur sofort ab und suchen Sie Ihren Hausarzt auf, wenn diese Probleme anhalten. Frauen sollten zudem darauf achten, dass sich der Menstruationszirkel nicht mit der Woche überlappt, in der die Prozedur durchgeführt werden soll. Der unnatürliche Blutfluss kann sonst nämlich die Menstruation beeinflussen und verzögern oder sogar für einen besonders starken Blutfluss während der Menstruation sorgen.

Fazit

Auch wenn die Inversionsmethode auf den ersten Blick unnatürlich und absolut ungewöhnlich klingt, so sind die Ergebnisse doch wissenschaftlich belegt. Da diese Prozedur absolut kostenlos ist (oder maximal natürliches Öl erfordert) und zudem kaum Zeit benötigt, ist ein einfacher Selbstversuch über sieben Tage hinweg durchaus eine gute Idee. Letztendlich reagiert hier jeder Mensch und Körper auch anders, denn während einige Frauen unglaubliche Wachstumsergebnisse beschreiben, haben andere Frauen das Gefühl, dass sich eigentlich gar nichts verändert hat. Probieren Sie es doch einfach aus und lassen Sie sich selbst überraschen.

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