Heimtrainer Test 2018: Die besten Hometrainer im Vergleich

Sie kennen das: Nach einem langen Tag im Büro fehlt Ihnen schlichtweg die Motivation, noch das Fitnessstudio zu besuchen. Dennoch wollen und sollten Sie sich auch nach einem anstrengenden Arbeitstag körperlich betätigen, um etwas Gutes für Ihre Gesundheit zu tun. Ein Heimtrainer ist die perfekte Lösung hierfür! Mit diesem Gerät sparen Sie sich den langen Weg zum Gym und darüber hinaus auch noch eine Menge Geld, denn neben der Anschaffung fallen keine weiteren Kosten an.

In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie zum Kauf Ihres Ergometers wissen müssen. Wir stellen Ihnen nicht nur verschiedene Geräte, sondern auch die wichtigsten Kaufkriterien vor. Mit Hilfe der Hinweise können Sie verschiedene Hometrainer miteinander vergleichen und das beste Modell für Ihre Ansprüche auswählen. Abschließend sprechen wir eine Empfehlung für eines der vorgestellten Geräte aus, um Sie weiterführend bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Vorgestellt: Das sind die besten Heimtrainer

​Christopeit Heimtrainer Ergometer AL 2

Christopeit Sport wurde im Jahr 1976 gegründet. Die Marke gehört zu den führenden deutschen Herstellern von Fitnessgeräten.

Das Ergometer der Firma aus Velbert in Nordrhein-Westfalen ist mit einem sehr leisen Antrieb sowie mit einem verschleißfreien 9-kg-Magnetbremssystem ausgestattet. So werden ein geräuscharmes Training und ein gutes Rundlaufverhalten gewährleistet. Der Widerstand beim In-die-Pedale-treten kann 24-stufig variiert werden und der Soft-Touch-Computer ist äußerst benutzerfreundlich. Auch das LCD-Display ist überaus anwenderorientiert, da es in sechs Fenster unterteilt und somit sehr übersichtlich ist.

Die verschiedenen Programme (sechs Trainingsprogramme, vier individuelle Programme, pulsüberwachtes Herzfrequenztraining) ermöglichen ein zielgerichtetes Workout und mittels Fitness Test Funktion wird die Trainingsleistung unmittelbar nach dem Absteigen beurteilt. Diese Beurteilung erfolgt nach dem Schulnotenprinzip und ist somit leicht verständlich bzw. einzuordnen.

Die Pulssensoren befinden sich, wie bei den anderen Geräten, in den Handgriffen und der Sattel kann mittels Schnellverschluss sowohl vertikal als auch horizontal verstellt werden. So wird eine bestmögliche Ergonomie beim Training gewährleistet. Ferner sind die rutschhemmenden Pedale samt Pedalsicherungsband als positiv zu bewerten. Wer bereits einmal stark auf einem Ergometer geschwitzt hat, weiß, wie wertvoll derartige Eigenschaften sind, um eine stabile Fußposition beim Treten zu erreichen. Die Fußkappen am hinteren Ende des Geräts sind höhenverstellbar und gewährleisten somit einen sicheren Stand. Derweil ermöglichen die vorderen Rollen einen einfachen Transport des Heimtrainers.

Wie bei den meisten Geräten dieser Art stimmt weder die Pulsangabe noch die Angabe der verbrauchten Kalorien. Zudem sind der Sattel aufgrund des Schnellverschlusses sowie der Lenker recht instabil und wackeln bei sehr intensiven Workouts hin und her. Das könnte den einen oder anderen stören, ist aber durchaus zu verkraften, da man auf diesen Geräten ohnehin nicht “alles aus sich herausholt“.

Vorteile

  • ​Geräuscharmes Training und gutes Rundlaufverhalten
  • ​24-stufig verstellbarer Widerstand
  • ​Diverse Trainingsprogramme
  • ​Anwenderorientierter Computer und Display
  • ​Beurteilung des Trainings nach Schulnotenprinzip

​Nachteile

  • ​Ungenaue Puls- und Kalorienangabe
  • ​Instabiler Sattel und Lenker

​​Sportplus Ergometer mit APP-Steuerung & Google Street View

Sportplus ist seit dem Jahr 2000 auf dem Fitness- und Freizeitmarkt vertreten. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel erklärt, bestmögliche Qualität, höchste Funktionalität und einen unschlagbaren Service zum günstigen Preis zu bieten.

Das sportplus Ergometer kommt mit einem flüsterleisen, wartungsfreien Magnetbremssystem sowie mit 10 kg Schwungmasse daher. Letztere sorgt für möglichst flüssige Bewegungen beim Workout. Der Widerstand kann über die Trainingskonsole verstellt werden und zwar 24-stufig. So wird ein individuelles Trainingserlebnis geboten. Hierzu tragen auch die Intervall-, Berg- und Talprogramme bei. Die Pulsmessung erfolgt über Handsensoren, kann aber auch durch einen Brustgurt der Marke ergänzt werden. 

Das beleuchtete Display zeigt sowohl die Zeit als auch die Strecke, die Geschwindigkeit und den Kalorienverbrauch an. Zudem wird die Leistung in Watt angegeben. Die Funktionstasten sind bewusst groß gestaltet, sodass die Handhabung während des Trainings sehr komfortabel ist.

Besonders innovativ ist die Kompatibilität mit der kostenlosen Cardiofit-App. Diese stellt weitere Trainingsprogramme zur Verfügung. Und via Google Maps und Google Street View lassen sich individuelle Strecken erstellen, speichern und abfahren. Das maximale Nutzergewicht des Ergometers von sportplus liegt bei 150 kg und die maximale Körpergröße bei 200 cm. Die Sicherheit des Heimtrainers ist nach EN ISO 20957-1 sowie nach EN 957-5 geprüft.

Die genannten Innovationen sind zugleich der größte Schwachpunkt des Geräts. Nicht nur die Steuerungseinheit des Trainingscomputers könnte besser funktionieren. Auch die App ist sehr umständlich und die Kompatibilität mit Google Maps und Google Street View ist nicht so umgesetzt, wie man das erwarten würde. Darüber hinaus lässt sich der Lenker nicht verstellen, sodass bereits Personen mit einer Körpergröße von etwa 1,90 m Probleme in Sachen Ergonomie bekommen können.

Vorteile

  • ​Flüsterleiser Antrieb
  • ​Gute Schwungmasse
  • ​24-stufig verstellbarer Widerstand
  • ​Zusätzliche Programme dank App
  • ​Beleuchtetes Display

​Nachteile

  • ​Schwache Umsetzung der Computersteuerung
  • ​App ist sehr umständlich
  • ​Ergonomie-Probleme für große Personen
  • ​Funktionen mit Google funktionieren nicht reibungslos

​ULTRASPORT F-Bike

ULTRASPORT produziert seit vielen Jahren erfolgreich Produkte für den Sport- und Outdoorbereich. Die Geräte werden exklusiv über Amazon vertrieben.

Das F-Bike ist ein klappbarer Hometrainer, der leicht aufzubauen und äußerst robust ist. Das Fitnessbike kommt mit Handsensoren für die Pulsmessung und mit einem LCD-Display daher. Letzteres gibt Auskunft über die Trainingszeit und die zurückgelegte Distanz sowie über die Geschwindigkeit und die verbrannten Kalorien. Acht Widerstandslevel sorgen für eine individuelle Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems und (die höheren Widerstände) ermöglichen zudem den Muskelaufbau in begrenzten Maßen. Ein Handtuchhalter und eine Handyablage sorgen für zusätzlichen Komfort beim Workout.

Hinweis: Es gibt das ULTRASPORT F-Bike in drei Ausführungen. Der hauptsächliche Unterschied besteht in der Eignung für verschiedene Benutzergewichte. So gibt es jeweils eine Ausführung für Personen mit einem Körpergewicht von bis zu 100 kg, 110 kg und 130 kg. Die Maße im zusammengeklappten und aufgestellten Zustand sind dabei die gleichen: ca. 131 x 43,5 x 45 cm bzw. ca. 112 x 43,5 x 80,5 cm.

Ein Aspekt, den man an dem Gerät als kritisch erachten muss, ist der unbequeme Sitz (zumindest in der “100-kg-Variante“). Dieser ist deutlich zu hart für längere Sessions, sodass sich der Trainierende eine Fahrradhose mit Geleinlage oder ein anderes “Polster“ zulegen sollte. Obwohl sich der Sitz in seiner Höhe verstellen lässt, können Personen, die kleiner als 1,65 m sind, Probleme dabei bekommen, die Pedale zu erreichen, sodass die ergonomischen Aspekte darunter leiden. Außerdem sollte man der Kalorien- und Pulsangabe, so wie bei vielen anderen Geräten auch, nicht blind vertrauen, denn die Handsensoren messen alles andere als zuverlässig.

Vorteile

  • ​Klappbare, robuste, leicht aufzubauende Konstruktion
  • ​LCD-Display zur Überwachung des Trainings
  • ​Acht Widerstandslevel für individuelle Trainingssessions
  • ​Inklusive Handtuch- und Handyhalterung

​Nachteile

  • ​Unbequemer Sitz (insbesondere bei längeren Workouts)
  • ​Ungenaue Messwerte (Puls und Kalorien)
  • ​Nachteilig für Personen unter 1,65 m

​SPORTSTECH Ergometer Heimtrainer ES400

Der Name SPORTSTECH steht für hochmoderne Fitnessgeräte für den Heimgebrauch und zwar zu einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Maschinen eignen sich für Fortgeschrittene ebenso wie für Anfänger.

Das Ergometer ES400 verfügt über einen 9-stufig höhenverstellbaren Sattel, der sich optimal an die Körpergröße des Trainierenden anpassen lässt. Auch hier befinden sich die Sensoren für die Pulsmessung am Lenker und der Trainingscomputer zeigt neben dem Puls die Zeit, die Geschwindigkeit und den Kalorienverbrauch an. Die Schwungmasse (s.u.) des mit einem Magnetbremssystem ausgestatteten Geräts beträgt 10 kg. Das ist mehr als ausreichend, um “runde“ Bewegungen zu gewährleisten. Der Rillen-Riemen-Antrieb ist enorm leise und verspricht Workouts, ohne, dass sich die Untermieter beschweren. Dabei sorgt der robuste Fuß für einen möglichst stabilen Stand.

Das geschlossene Kugellager ist sehr hochwertig und somit langlebig. Derweil sorgt das dreiteilige Tretlager für eine optimale Kraftübertragung. Dank der Tablet-Halterung und der Fitness-App des Herstellers lassen sich die Trainingsgrößen während des Workouts in Echtzeit nachvollziehen und die Rollen unter dem Heimtrainer gewährleisten einen einfachen Transport. Das Ergometer ist für Personen mit einem Gewicht von bis zu 120 kg geeignet. Die Aufbaumaße betragen 98 x 46 x 133 cm (L x B x H).

Im Vergleich fällt die mangelhafte Menüführung des ES400 auf. Diese ist nicht sonderlich intuitiv gestaltet. Und auch die Bedienungsanleitung lässt den Anfänger in Sachen Hometrainer im Stich. Darüber hinaus misst der Pulsmesser sehr ungenau und das System “verliert“ den Wert zwischendurch sogar immer wieder. Die Konsequenz ist äußerst ärgerlich, denn das Programm stuft die Herzfrequenz als (zu) niedrig ein und schraubt somit den Widerstand nach oben, sodass das Trainingsziel schnell über den Haufen geworfen wird.

Vorteile

  • ​9-stufig verstellbarer Sattel
  • ​Gute Schwungmasse
  • ​Leiser Antrieb
  • ​Langlebiges Kugellager und gute Kraftübertragung
  • ​Trainingskontrolle in Echtzeit

​Nachteile

  • ​Mangelhafte Menüführung
  • ​Ungenaue Pulsmessung
  • ​Training wird durch Pulsmesser beeinträchtigt

​KETTLER Heimtrainer Fahrrad AXOS Cycle M

KETTLER stellt bereits seit 1949 Fitnessgeräte mit einer hohen Funktionalität, einem ansprechenden Design und einer ausgereiften Bedienbarkeit her. Das Unternehmen wurde bereits vielfach für die Qualität seiner Produkte ausgezeichnet.

Die Pedale des AXOS Cycle M sind extra niedrig angeordnet, sodass dem Trainierenden der Einstieg erleichtert wird. Für hohen Komfort sorgen auch der höhenverstellbare Sattel sowie der neigbare Lenker und die Transportrollen, die den Höhenausgleich des Geräts ermöglichen. Acht Widerstandstufen bieten die Möglichkeit, in verschiedenen Belastungsbereichen zu trainieren und das LCD-Display gibt nicht nur Auskunft über verschiedene Trainingsgrößen (Puls, Geschwindigkeit, …), sondern warnt zudem, wenn die zuvor eingestellte Pulsobergrenze überschritten wird. Das ist sehr förderlich für ein schonendes Ausdauertraining! Die Pulsmessung erfolgt über die Handgriffe.

Die Maße des Heimtrainers samt Magnetbremssystem betragen 80 x 60 x 144 cm und die maximale Belastung durch den Trainierenden beläuft sich auf 110 kg.

Der Hometrainer von KETTLER kann aufgrund seiner geringen Schwungmasse von 6 kg nicht mit Geräten mithalten, die mehr Schwungmasse aufweisen – zumindest, was die flüssigen Bewegungen betrifft. Zudem dürfte der Aufbau den Ungeübten einige Nerven kosten, denn die Verschraubungen sind zum Teil sehr “fummelig“ und auch die Anleitung ist alles andere als übersichtlich. Aufgrund des geringen Abstands zwischen Sattel und Lenker dürften größere Personen (ab 1,85 m) Probleme mit der Beinfreiheit bekommen. Negativ fällt außerdem auf, dass die Anzeige des Displays sehr schnell verblasst, da sich die für den Betrieb notwendigen Batterien im Nu entladen.

Vorteile

  • ​Niedrige Pedale, verstellbarer Sattel, neigbarer Lenker
  • ​Acht Widerstandsstufen
  • ​Akustische Warnung beim Erreichen der Pulsobergrenze

​Nachteile

  • ​Geringe Schwungmasse
  • ​“Fummeliger“ Aufbau
  • ​Keine Beinfreiheit für große Personen
  • ​Batterien des Displays entladen sich schnell

Heimtrainer vs. Ergometer

Wir haben Ihnen zuvor fünf Geräte vorgestellt, bei denen es sich entweder um einen Heimtrainer oder ein Ergometer handelt. Diese Begriffe werden oft synonym verwendet. Allerdings besteht durchaus ein Unterschied zwischen diesen beiden Formen von Fitness-Gadget. Und zwar sind Ergometer, anders als Heimtrainer, nach der Gerätenorm DIN EN 957, Klasse HA zugelassen. Was bedeutet das genau?

Der Buchstabe “A“ in der Bezeichnung deutet darauf hin, dass das Fitnessgerät über eine sehr genaue Leistungsanzeige (Watt) verfügt und dass die Wattzahl stufenlos verstellt werden kann. Die Norm bestimmt darüber hinaus, dass die Differenz zwischen den angezeigten Werten und der tatsächlichen Leistung maximal zehn Prozent (plus oder minus) betragen darf. Bei Werten unter 50 Watt darf die Abweichung sogar nur bei maximal fünf Prozent liegen.

Das ist bei Heimtrainern grundlegend anders. Und zwar zeigen diese lediglich die Belastungsstufe und nicht etwa die genaue Leistung in Watt an. Anders ausgedrückt: Der Watt-Wert kann nur grob geschätzt werden, da der Trainierende nicht weiß, wieviel Watt die jeweiligen Stufen genau haben.

Ein weiterer Unterschied zwischen Heimtrainern und Ergometern besteht in der maximal einstellbaren Wattzahl. Bei einem Ergometer beträgt diese mindestens 250, in der höchsten Stufe eines Hometrainers erreicht man i.d.R. nicht mehr als 130 Watt.

Aus den unterschiedlichen Merkmalen der Fitnessgeräte lassen sich Empfehlungen für den Gebrauch ableiten. Wer sich allgemein fithalten möchte, ist mit einem Hometrainer gut beraten. Möchte man die Vorgaben seines Arztes umsetzen und beispielsweise ein intensives Herz-Kreislauf-Training absolvieren, ist man hingegen mit einem Ergometer besser beraten.

Neben Heimtrainern und Ergometern gibt es viele weitere Fitnessgeräte für die eigenen vier Wände. So kommen auch Crosstrainer, Laufbänder und Rudergeräte zum Einsatz, um die Ausdauer zu trainieren und das Gewicht zu reduzieren. Und dann gibt es natürlich noch Kraftstationen, Hantelbänke und andere Konstruktionen für die Stärkung der Muskulatur.

​Die Kaufkriterien

Das Bremssystem

Heimtrainer und Ergometer können mit unterschiedlichen Bremssystemen ausgestattet sein. Die ersten im Bunde sind die Bandbremssysteme. Bei diesen Vorrichtungen ist ein mit einer Filzauflage verstärktes Textilband um die Schwungmasse des Geräts gespannt. Über den Drehknopf am Lenker passt man die Spannung des Textilbandes an und erhöht bzw. reduziert somit den Widerstand. Diese Bremssysteme sind heutzutage nur noch sehr wenig verbreitet, da die Technik als veraltet gilt.

Ein Magnetsystem bremst die Schwungscheibe durch einen Dauermagneten. Indem man den Drehknopf am Lenker des Fitnessbikes betätigt, nähert sich der Magnet an die Schwungmasse an oder entfernt sich weiter von dieser. Die Folge ist ein erhöhter respektive ein verringerter Widerstand. Da diese Bremssysteme vollkommen ohne Kontakt zur Schwungmasse arbeiten, sind sie absolut verschleißfrei. Allerdings haben die Magneten eine limitierte Bremskraft, sodass die erreichbare Wattzahl, wie bereits erwähnt, oft nicht über 130 beträgt. Das reicht für ein moderates Ausdauertraining aus, ist jedoch nicht für intensive Herz-Kreislauf-Programme und diverse andere Trainingsziele geeignet.

Und dann gibt es noch die Backenbremsen. Diese funktionieren im Prinzip genauso wie eine herkömmliche Fahrradbremse: Zwei mit Filz gepolsterte Metallplatten werden an die Schwungmasse gepresst und zwar entweder seitlich oder von oben. Auch hier lässt sich die Bremswirkung durch den Drehknopf am Gerät variieren. Der Vorteil dieses Bremssystems besteht in einer hohen Bremskraft mit wenig Aufwand. Diese Bremsen finden vor allem, aber keineswegs ausschließlich, bei Spinning-Rädern Verwendung.

Viel Schwungmasse für einen optimalen Rundlauf

Die Schwungmasse von Hometrainern und Ergometern liegt meist zwischen sechs und zehn Kilogramm. Dabei gilt: Je größer die Masse, desto besser ist der sogenannte Rundlauf. Tritt der Trainierende in die Pedale, gibt es am untersten und am obersten Punkt der Bewegung stets einen Umkehrpunkt. Kurz vor dem Umkehrpunkt hat man deutlich an Schwung verloren, während man nach dem Kipp-Punkt durch die eigene Krafteinwirkung automatisch schneller wird. Um derartige “abgehackte“ Bewegungen weitestgehend zu vermeiden, wird ein zusätzliches Gewicht benötigt, das bei der Umkehrbewegung für den richtigen Schwung sorgt. Und genau das ist die Aufgabe der Schwungmasse. Diese sollte vor allem bei gesundheitlichen Einschränkungen möglichst hoch sein, denn die Gleichmäßigkeit der Bewegungen baut neues Knorpelgewebe auf. Demgegenüber wird bei Geräten mit kleiner Schwungmasse neu gebildetes Knorpelgewebe zerstört, was auf die Übertragung von “Schlägen“ auf die Körperstrukturen zurückzuführen ist.

Gut zu wissen: Einen optimalen Rundlauf erreicht man mit Schwungmassen ab etwa acht Kilogramm.

Die Antriebseinheit: Tretlager, Freilauf, Schwungmasse und Antriebsriemen

Hometrainer und Ergometer der neuen Generation verfügen über ein Tretlager, das mit dem Freilauf der Schwungmasse sowie mit einem geräuschlosen Antriebsriemen verbunden ist. Hierdurch lässt es sich nicht nur leise trainieren, sondern diese Konstruktion ist i.d.R. auch vollkommen wartungsfrei.

Vorsicht ist bei besonders günstigen Modellen geboten. Diese weisen oft ein schlecht verarbeitetes oder gar kein Kugellager auf. Demgegenüber sind hochwertige Fitnessgeräte mit einem gedichteten Industrie-Kugellager ausgestattet. Diese Lager weisen eine Laufleistung von bis zu 100.000 km und mehr auf. Da es sich um in sich geschlossene Systeme handelt, müssen die Kugellager, wie bereits erwähnt, nicht nachgefettet oder auf eine andere Weise gewartet werden.

Tipp: Trotz der Wartungsfreiheit der Geräte empfiehlt es sich, die Schrauben der Pedale und der Pedalarme etwa alle 50 bis 60 Betriebsstunden nachzuziehen. Auf diese Weise vermeidet man u.a., dass sich der kegelförmige Sitz der Pedalarme ausschlägt.

Des Weiteren sollte man Wert auf einen möglichst leisen Freilauf legen. Dieser beginnt zu arbeiten, sobald man nicht mehr in die Pedale tritt. Aufgrund der feinen Nadellager sowie der hohen Drehzahlen können Geräusche nicht vollkommen vermieden werden. Allerdings sollte die Schwungmasse möglichst ruhig auslaufen, sodass sich die Lautstärke auf einen verträglichen Rahmen begrenzt.

Verschiedene Verstellmöglichkeiten für ein Höchstmaß an Ergonomie

Gute Fitnessgeräte bieten verschiedene Möglichkeiten, die Konstruktion an die Bedürfnisse des Sportlers anzupassen. Neben der Höhenverstellung des Sattels sollte sich dieser möglichst auch horizontal, sprich: nach vorne und nach hinten verstellen lassen. Außerdem sollte man den Lenker so verstellen können, dass man eine angenehme aufrechte Sitzposition einnehmen kann. Vor allem große Personen profitieren von einem verstellbaren Lenker. Einige Modelle sind zudem so geformt, dass verschiedene Griffpositionen ermöglicht werden und dass der Trainierende bei Bedarf seine Arme auf dem Lenker ablegen kann. Wichtig ist hierbei, darauf zu achten, dass man in jeder Sitz- (und Arm-) Position genug Abstand zum Vorderbau des Geräts hat.

Ein Durchstieg vereinfacht das Auf- und Absteigen um ein Vielfaches, was vor allem für Personen mit körperlichen Einschränkungen von Vorteil ist. Ein solcher Durchstieg gewährleistet, dass man nicht den Fuß über den Korpus des Trainers heben muss. Stattdessen kann man ihn bequem vorneherumführen.

Für ein sicheres Workout

Um sicher zu gehen, dass man sich auch beim täglichen Gebrauch des Heimtrainers keinen Gesundheitsrisiken aussetzt, sollte man zu einem Gerät samt GS- oder TÜV-Zeichen greifen. Diese Plaketten zeugen von einer hochwertigen Verarbeitung von qualitativ einwandfreien Materialien sowie von einer guten Funktionsweise.

Essentiell in Bezug auf die Sicherheit ist zudem der Freilauf (s.o.). Es gibt auch Modelle (vor allem Indoor Cycles) mit einem sogenannten Starrlauf. Hier bewegen sich die Pedale auch weiter, wenn man nicht mehr hineintritt. Damit ist ein deutlich erhöhtes Verletzungsrisiko verbunden, sodass vor allem Ungeübte auf das entsprechende Merkmal des Fitnessgeräts achten sollten.

Die Benutzerfreundlichkeit und das Handling

Der Trainingscomputer sollte übersichtlich und möglichst “aufgeräumt“ sein. Nur so wird gewährleistet, dass man die Funktionen und Werte auch während des anstrengenden Workouts auf einen Blick erkennt. Extra große Tasten für die Bedienung erhöhen den Komfort zusätzlich.

Tipp: Ein Gerät mit vielen Funktionen bietet mehr Trainingsmöglichkeiten als eines mit weniger Funktionen. Allerdings sollten die “Möglichkeiten“ auch nicht überhandnehmen, denn mehr Funktionen bedeuten zugleich eine umständlichere Bedienung.

Trainingsprogramme und Anzeigen

Die Anzeige der Geräte beschränkt sich i.d.R. auf die wichtigsten trainingsrelevanten Daten. Hierzu gehören die Trainingszeit, die zurückgelegte Strecke, die Geschwindigkeit, die Umdrehungen pro Minute sowie der Kalorienverbrauch und der Puls. Viele Heimtrainer bieten zudem die Möglichkeit, eine Ober- und eine Untergrenze für den Puls einzustellen: Der Trainer warnt den Sportler, sobald die definierten Grenzen erreicht werden.

In Bezug auf den Puls sei auf die Nützlichkeit von pulsgesteuerten Programmen hingewiesen. Diese sind wichtig, um effektiv auf ein Trainingsziel (Fettverbrennung, Verbesserung der Ausdauer, …) hinarbeiten zu können. Es bringt nämlich nichts, wenn der Hometrainer die Schwierigkeit des Programms noch einmal steigert, obwohl der Puls bereits bei 180 Schlägen in der Minute liegt. Bei einem pulsgesteuerten Programm bestimmt quasi das “Herz“ des Trainierenden den Widerstand und hält die Belastung somit stets im optimalen Bereich. Hierzu bedarf es allerdings einer genauen Bestimmung des Pulses, was, wie gezeigt, längst nicht bei jedem Modell der Fall ist. Was uns zum nächsten Abschnitt führt…

Pulsmessung an der Hand, am Ohr und an der Brust

Die mit Abstand meisten Ergometer und Hometrainer bieten die Handpulsmessung. Mit dieser geht allerdings eine hohe Fehlertoleranz einher und die Methode hat den Nachteil, dass der Trainierende beim Workout stets die Hände an den Griffen lassen muss. Eine Alternative ist ein Ohrclip. Allerdings weisen auch diese Vorrichtungen verhältnismäßig hohe Fehlertoleranzen auf und die Clips werden oft als unangenehm empfunden. Zudem können diese Pulsmesser vor allem bei starker Schweißbildung schnell verrutschen.

Tipp: Wer gezielt Fett verbrennen und seine Kondition fördern möchte, ist mit der telemetrischen Pulsmessung via Brustgurt am besten beraten. Diese Gurte sitzen fest und überzeugen zudem durch eine möglichst genaue Bestimmung des Wertes.

Unser ​Urteil: ​Das ist der beste Heimtrainer

Orientiert man sich an den erläuterten Kaufkriterien, könnte man eigentlich zwei Favoriten identifizieren: das >>Christopeit Heimtrainer Ergometer AL 2<< und das >>sportplus Ergometer mit APP-Steuerung & Google Street View<<. Da letzteres nicht unbedeutend teurer in der Anschaffung ist und die Kompatibilität mit den Google Anwendungen zu wünschen übriglässt, geben wir jedoch dem AL 2 von Christopeit den Vorzug.

Christopeit Ergometer AL 2, silber/schwarz,...
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Christopeit Ergometer AL 2, silber/schwarz,...
  • 24-Stufiger Motor- und computergesteuerte...
  • Ca. 10 kg Schwungmasse
  • 6 Vorgegebene Trainingsprogramme
  • 4 Individuelle Programme
  • Geeignet bis zu einem Körpergewicht von max. 150 kg

Der Antrieb des Fitnessgeräts ist sehr leise und das verschleißfreie 9-kg-Magnetsystem bietet ein gutes Rundlaufverhalten in 24 verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Der Soft-Touch-Computer ist sehr anwenderorientiert und das LCD-Display gibt Auskunft über die wichtigsten Trainingsgrößen (Zeit, Geschwindigkeit, Strecke, Kalorien, Puls, Watt, Umdrehungen in der Minute). Und zwar auf eine besonders übersichtliche Art und Weise! Das AL2 von Christopeit ermöglicht pulsüberwachte Herzfrequenz-Trainings und kommt mit sechs voreingestellten Trainingsprogrammen sowie mit vier individuellen Programmen daher. Es gibt zwar Modelle, die mehr Programme zur Verfügung stellen, doch diese Anzahl reicht definitiv aus, um effektiv auf verschiedene Trainingsziele hinzuarbeiten. Toll ist auch die Wattzahl von bis zu 400. Mit diesen Widerständen können moderate Ausdauertrainings ebenso absolviert werden wie intensive Herz-Kreislauf-Trainings.

Ein klarer Vorteil gegenüber den anderen Geräten ist auch die Trainingsbeurteilung nach dem Schulnotenprinzip. Einsteiger und Fortgeschrittene profitieren gleichermaßen von diesem Merkmal und können ihre Leistung somit optimal einordnen. Der Hometrainer ist zertifiziert nach Klasse HA / EN 957-1/5 und die rutschhemmenden Pedale versprechen zusätzliche Sicherheit beim Workout. Darüber hinaus lässt sich der Sattel individuell verstellen (vertikal und horizontal), um ergonomisch trainieren zu können.

Abschließender Tipp: Um genaue Puls-Werte zu erhalten, empfiehlt sich der Kauf eines Brustgurtes.


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