Vorgestellt: 25 natürliche Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung

Gereiztheit, Schwellungen, Rötungen und Blutungen – die Zahnfleischentzündung ist neben den Zahnschmerzen eine der unangenehmsten Erkrankungen im Mundbereich. Durch Zahnstein, Zahnbelag und andere Ursachen kommt es zum Teil zu sehr starken Schmerzen und zwar vor allem beim Essen und Trinken von sehr heißen oder kalten Speisen und Getränken. Und auch das Zähneputzen ist bei einer bestehenden Entzündung des Zahnfleischs sehr unangenehm.
Monatlich suchen über 2000 Menschen nach geeigneten Mitteln gegen die Erkrankung. Sie sind also keinesfalls allein mit diesem Problem. Ich stelle Ihnen 25 Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung vor. Wenn Sie an einer solchen leiden, sind Sie hier also genau richtig!

Vorgestellt: 25 natürliche Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung

Vorbeugende Maßnahmen

1. Aloe Vera

Die Pflanze wirkt zweifach gegen Zahnfleischentzündungen. Zum einen bekämpft Aloe Vera Bakterien. Und zum anderen versorgt sie das Zahnfleisch und das Gewebe mit Flüssigkeit. Sie können einfach ein Blatt der Pflanze nehmen und dessen austretenden Saft auf das Zahnfleisch geben bzw. dieses damit einreiben. Alternativ empfiehlt sich eine Zahnpasta mit Aloe Vera. Tägliches Zähneputzen mit den Wirkstoffen der Heilpflanze hilft der Mundflora beim Aufrechterhalten ihres natürlichen Gleichgewichts. Ein toller Nebeneffekt: Die Pflanzenkraft macht Schluss mit leicht anhaftendem Belag und Verfärbungen. Um diesen Effekt zusätzlich zu verstärken, kann Teebaumöl im Mundwasser verwendet werden. Dieses ätherische Öl wirkt antibakteriell und desinfizierend. Mehr zum Öl des australischen Baums im weiteren Verlauf des Artikels.

2. Gesunde Ernährung und umfassende Mundhygiene

Wie bei den meisten Entzündungen und Krankheiten stellt die Vorbeugung eine der effektivsten Maßnahmen gegen die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) dar. Sie sollten sich ausgewogen und gesund ernähren und zwar, indem Sie viel Obst und frisches Gemüse in Ihren Speiseplan aufnehmen. Hierdurch bieten Sie Ihrem Körper die wichtigen Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe, die er für ein starkes Immunsystem und somit für die Präventionsarbeit gegen die Gingivitis benötigt.

Bei einer Neigung zur Gingivitis und bei einer bestehenden Entzündung des Zahnfleischs sollten Sie außerdem säurehaltige Speisen und Getränke meiden. Hierzu zählen u.a. saure Süßigkeiten, unreifes Obst und kohlensäurehaltige Getränke.

Um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen, müssen Sie Beläge und Bakterien im Mundraum verhindern. Das gelingt am besten, indem Sie jeden Tag zwei- bis dreimal Ihre Zähne putzen. Verwenden Sie möglichst eine weiche Zahnbürste und greifen Sie zu Zahnseide oder Interdentalbürste und Mundwasser. Darüber hinaus sind eine jährliche Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt sowie eine professionelle Zahnreinigung empfehlenswert. So können ablagernder Plaque und Zahnstein frühzeitig erkannt und gründlich entfernt werden.

Hinweis: Eine Gingivitis lässt sich nicht immer vermeiden. So reicht manchmal bereits ein sehr säurehaltiges Getränk oder eine Speise aus, um den Schutz der Mundschleimhaut zu zerstören und eine Entzündung des Zahnfleischs zu begünstigen.

Mundspülungen

3. Salzlösung

Eine einfache Salzlösung kann bereits Wunder gegen eine bestehende Gingivitis bewirken. Die Zubereitung ist denkbar einfach, befinden sich doch in jedem Haushalt Wasser und Salz. Verwenden Sie einen Teelöffel des haushaltsüblichen Salzes und geben Sie dieses in 200 ml aufgewärmtes Wasser. Rühren Sie so lange mit einem Löffel o.Ä. in dem Wasser, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat.

Nehmen Sie einen großen Schluck von der Flüssigkeit und spülen Sie damit Ihren Mundraum etwa 30 Sekunden lang ordentlich durch. Dabei sollten Sie sich auf die betroffenen Stellen konzentrieren.

Nach einigen Anwendungen werden die Schmerzen zurückgehen und die Mundschleimhaut schwillt ab. Sofern Bedarf besteht, können Sie die Salz-Mundspülung mehrfach am Tag durchführen.

4. Kamille

Auch die Kamille ist ein äußerst effektives Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung. Mit dieser Spülung vermindern Sie die Bakterienlast im Mund. Zudem wirkt die Kamille antibakteriell und sehr beruhigend auf die Mundschleimhaut. Auch hier ist die Zubereitung denkbar einfach. Nehmen Sie einfach eine Tasse und geben Sie einen Kamillen-Teebeutel hinein. Diesen gießen Sie mit heißem Wasser auf. Das Ganze etwa fünf Minuten ziehen lassen und anschließend warten, bis der Tee nur noch lauwarm ist. Der Tee sollte nicht nur erst abkühlen, da Sie sich sonst verbrennen können, sondern auch, da zu viel Wärme das Zahnfleisch zusätzlich reizen würde.

Nehmen Sie einen großen Schluck vom Tee und spülen Sie damit gründlich Ihren Mundraum. Auch hier sollte der Fokus auf den entzündeten Stellen liegen. Ehe Sie den Tee ausspucken, sollte er einige Minuten im Mund behalten werden. Wiederholen Sie das mit der ganzen Tasse Tee.

Praxistipp: Je nach Stärke der Entzündung können Sie das Prozedere alle 60 Minuten wiederholen. Sobald die Entzündung merklich besser geworden ist, können Sie diese Abstände vergrößern.

5. Salbei

Salbei wird bereits seit Jahrhunderten verwendet, um Entzündungen im Mund- und Rachenraum zu behandeln. Die Pflanze weist entzündungshemmende, antibakterielle und beruhigende Eigenschaften auf. Somit ist sie auch optimal für die Behandlung einer Zahnfleischentzündung und weiterer Zahnfleischprobleme geeignet.

Sie können sowohl Salbeitee, den Sie in jedem Supermarkt erhalten, als auch frische Salbeiblätter verwenden. Letztere sind die effektivere Variante und in Reformhäusern, Drogeriemärkten sowie auf Wochenmärkten erhältlich. Nehmen Sie einen Teelöffel Blätter oder Tee und übergießen Sie diese mit kochendem Wasser (250 ml). Lassen Sie den „Tee“ nun etwa zehn Minuten lang ziehen.

Sobald die Flüssigkeit Trinktemperatur erreicht hat, spülen Sie mit ihr Ihren Mundraum. Bewegen Sie die Lösung dabei im Mund gründlich von rechts nach links und von links nach rechts, sodass Ihr gesamtes Zahnfleisch ausreichend umspült wird. Bei Bedarf können Sie das Ganze mehrmals täglich wiederholen.

6. Propolis

Bei Propolis handelt es sich um eine harzige Masse, die von Bienen hergestellt wird, um ihren Bau vor Bakterien zu schützen. Die Tierchen dichten mit dieser Substanz ihr gesamtes Heim ab, sodass Erreger kaum Chancen haben, die Gesundheit der Bienen zu gefährden. Propolis wirkt sowohl fungizid als auch antiviral und antibakteriell. Aufgrund dieser Eigenschaften wird es von Menschen sowohl zur Wundbehandlung als auch zur Stärkung des Immunsystems genutzt.

Geben Sie einen kleinen Tropfen der harzigen Masse auf Ihr entzündetes Zahnfleisch, um zügig gegen die Keime anzukämpfen. Propolis in Tropfenform ist kaum an Wirksamkeit gegen Gingivitis zu übertreffen. Es hat allerdings auch einen Nachteil. Und zwar ist die Substanz enorm harzig und zäh, d.h. Propolis geht so schnell nicht wieder ab. Und da Sie vermutlich nicht mit schwarzen Zähnen in der Öffentlichkeit herumlaufen wollen, ist Propolis-haltiges Mundwasser oder eine entsprechende Zahnpasta möglicherweise die bessere Alternative. Diese haben weitestgehend denselben Effekt, nur eben ohne die starke Klebrigkeit und die Verfärbung der Zähne.

7. Zitronensaft

Wenn Sie jetzt denken: „Saure Speisen und Getränke sind bei einer Gingivitis doch tabu!?“, haben Sie absolut recht. Diese sind allein wegen ihrer brennenden Wirkung nicht zu empfehlen. Zitronensaft stellt allerdings eine Ausnahme dar. Das in ihm enthaltene Vitamin C wirkt nämlich gegen Entzündungen und als Antioxidans. Somit kann der Saft die Heilungsdauer bei einer Zahnfleischentzündung deutlich verringern.

Geben Sie einen Spritzer Zitronensaft in ein Glas Wasser oder in eine Tasse Tee und trinken Sie die Flüssigkeit anschließend. Noch wirksamer ist die Zitronensaft-Mixtur, wenn Sie damit Ihren Mund spülen.

Kräuter und Gewürze

8. Gewürznelke

Vermutlich hat bereits Ihre Großmutter von den wundersamen Wirkungen der Gewürznelke geschwärmt. Diese ist nicht nur ein ideales Hausmittel gegen Zahnschmerzen, sondern auch ein Geheimtipp bei Gingivitis. Sie wirkt betäubend auf das gereizte und womöglich blutende Zahnfleisch und lindert die Schmerzen. Außerdem weist die Nelke antibakterielle Eigenschaften auf.

Legen Sie einfach eine getrocknete Gewürznelke in die Wangentasche und unmittelbar an das Zahnfleisch. Hier belassen Sie sie einige Zeit. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Gewürznelke vorsichtig an das Zahnfleisch zu reiben und Sie können sie direkt an der Stelle zerbeißen, wo das Zahnfleisch entzündet ist.

Durch die Substanz Eugenol weist die Gewürznelke nicht nur antiseptische und schmerzlindernde Eigenschaften auf, sondern regt zudem die Durchblutung des Zahnfleisches an. So werden Bakterien gebunden und ausgeschieden. Sie erhalten Gewürznelken in jedem Supermarkt sowie in vielen Drogerien und in Apotheken.

9. Knoblauch

Knoblauch wirkt erwiesenermaßen gezielt hemmend auf Infektionen und kommt somit nicht nur bei Entzündungen des Zahnmarks und der Zahnwurzel, sondern auch bei der Gingivitis zum Einsatz. Schneiden Sie hierzu eine Knoblauchzehe auf. Pressen Sie die Zehe aus und verteilen Sie den Saft auf den entzündeten Abschnitten des Zahnfleischs.

Tipp: Um der Zahnfleischentzündung vorzubeugen, sollte Knoblauch wöchentlich mehrfach auf dem Speiseplan stehen. Möchten Sie Ihren Freunden und Kollegen nicht Ihre „Knobi-Fahne“ zumuten, können Sie den Knoblauch sowie etwas Petersilie kleinhacken, miteinander vermischen und das Ganze in Öl einlegen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass Sie sich keine Gedanken um Mundgeruch machen müssen, sondern die Petersilie liefert zudem eine ordentliche Portion Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe.

10. Zimt

Zimt ist ein äußerst leckeres Gewürz und kann darüber hinaus die Schleimhäute betäuben sowie den Heilungsprozess einer Gingivitis beschleunigen. Sie können den Zimt direkt auf die entzündeten Stellen auftragen. Oder Sie bringen etwas Wasser zum Kochen und übergießen einen Teelöffel Zimtpulver damit. Der Aufgang wird anschließend als Mundspülung verwendet.

Praxistipp: Da sich das Auftragen des Pulvers auf eine Stelle im Mundraum sehr schwierig gestalten kann, können sie dieses zuvor auch mit einigen wenigen Tropfen Wasser zu einer Paste anrühren. Diese lässt sich deutlich leichter einmassieren.

11. Ingwer

Die Wunderknolle sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Nicht nur, dass Ingwer ein hervorragendes Mittel gegen Erkältungen, Verdauungsprobleme und Übelkeit ist, sondern mit ihm lassen sich auch verschiedene Entzündungen effektiv bekämpfen. Als Waffe gegen Zahnfleischentzündungen findet Ingwer in Form einer Mundspülung oder als Tee Verwendung.
Hacken Sie frischen Ingwer sehr fein und übergießen Sie ihn anschließend mit kochendem Wasser. Das Ganze für zehn Minuten ziehen lassen. Sobald der Aufguss abgekühlt ist, verwenden Sie ihn, um den Mund gründlich zu spülen oder Sie trinken ihn.

Alternativ können Sie eine Paste aus Ingwer herstellen. Drücken Sie die Knolle aus oder pürieren Sie sie. Den Saft vermengen Sie anschließend mit einer Prise Salz. Massieren Sie die Paste anschließend ganz sanft in das entzündete Zahnfleisch ein.

Ätherische Öle

12. Teebaumöl

Während das Teebaumöl in einigen Kulturen bereits seit Jahrhunderten verwendet wird, um sämtliche körperliche Erkrankungen zu behandeln, ist die Verwendung hierzulande noch recht neu. Das Öl lindert die Entzündung des Zahnfleischs und beschleunigt den Heilungsprozess. Es wirkt desinfizierend und verhindert die Vermehrung von Bakterien.

Tragen Sie das Teebaumöl mit Hilfe eines Wattestäbchens auf das entzündete Zahnfleisch auf. Alternativ können Sie einige Tropfen in lauwarmes bis warmes Wasser geben und mit dieser Flüssigkeit Ihren Mund spülen. Das Öl des Teebaums kann außerdem der Prophylaxe dienen und zwar, indem Sie einen Tropfen auf Ihre Zahnbürste geben und es mit dieser auf den Zähnen verteilen. Teebaumöl ist sowohl in Apotheken als auch in Drogerien und einigen Supermärkten erhältlich.

Wichtiger Hinweis: Spucken Sie das Öl nach der Anwendung unbedingt wieder aus. Sie sollten es nicht schlucken, da konzentriertes Teebaumöl als gesundheitsschädlich eingestuft ist. Zudem sollten Sie eine angebrochene Flasche möglichst schnell aufbrauchen. Durch den Kontakt mit Luft und Licht oxidieren nämlich die Inhaltsstoffe, sodass ein hohes allergisches Potenzial besteht.

13. Pfefferminzöl

Anders als die Pfefferminze in Zahnpasten, Kaugummis und Co. wird das japanische Heilpflanzenöl nicht aus der krausen Minze, sondern aus der Ackerminze gewonnen. Hierbei handelt es sich um die Kreuzung unterschiedlicher Minzearten. Sie können einige Tropfen des Öls unmittelbar auf die betroffenen Areale im Mundbereich geben und leicht einmassieren. Alternativ können Sie einen bis zwei Tropfen auf ein kleines Glas Wasser geben. Spülen Sie mit der Flüssigkeit Ihren Mund gründlich aus. Das verschafft Ihnen nicht nur einen frischen Atem, sondern wirkt zudem durchblutungsfördernd und beruhigend auf die entzündeten Stellen.

Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung in Form von Pasten

14. Natron

Natron ist u.a. ein Hauptbestandteil von Backpulver und Brausetabletten. Auch findet es als Inhaltsstoff von Zahnpasta Verwendung. Studien konnten belegen, dass natronhaltige Zahnpflegeprodukte Plaque an schwer zu erreichenden Stellen besser entfernen als Zahnpasten ohne diesen Bestandteil.

Um mit Natron gegen Gingivitis anzugehen, wird es zu einer Paste verarbeitet. Mischen Sie das Mittel mit ein paar Tropfen Wasser und verrühren Sie das Ganze gründlich. Anschließend können Sie Ihr Zahnfleisch mit der Paste abreiben. Die Wirkstoffe im Natron töten Bakterien ab und unterstützen den Heilungsprozess.

Wichtiger Hinweis: Reines Natron finden Sie sowohl im Supermarkt (beim Backpulver) als auch in der Apotheke. Seien Sie bei der Verwendung aber vorsichtig! Da das Mittel reizend auf die Schleimhäute wirkt, sollte es nur sehr sparsam und täglich nicht öfter als zweimal angewandt werden.

15. Kurkuma

Kurkuma wird aus der gleichnamigen Pflanze gewonnen. Diese ist auch unter den Namen Kurkume, Gelber Ingwer, Gelbwurzel und weiteren Bezeichnungen bekannt. Die Pflanze stammt aus dem Süden Asiens und enthält bis zu fünf Prozent ätherische Öle.

Das Kurkuma-Pulver ist einfach anzuwenden und ein sehr effektives Hausmittel gegen Zahnfleischentzündungen. Vermischen Sie einfach etwas Kurkuma mit einer Prise Salz und etwas Wasser. Die hergestellte Paste wird täglich dreimal auf die infizierten Stellen gerieben. Um die Wirkung zusätzlich zu erhöhen, können Sie anstatt des Wassers auch etwas Senföl verwenden. Dieses wirkt antibakteriell.

16. Alaun

Alaun ist ein eher unbekanntes Mineral, das bis vor 100 Jahren in nahezu jedem Haushalt vorrätig war. Aufgrund des geringen Bekanntheitsgrads kann es sein, dass selbst Apotheken das Mineral erst bestellen müssen, ehe Sie damit gegen Ihre Zahnfleischentzündung vorgehen können.

Alaun wirkt gegen Entzündungen und lässt die Schmerzen und die Schwellungen des Zahnfleischs verschwinden. Hierzu vermengen Sie einen halben Teelöffel des Pulvers mit etwa zwei Tropfen Wasser. Verrühren Sie das Ganze zu einer dicken Paste. Diese können Sie täglich bis zu dreimal auf Ihr entzündetes Zahnfleisch auftragen und leicht einreiben.
Alternativ können Sie eine Mundspülung aus Alaun herstellen. Vermengen Sie hierzu einen halben Teelöffel mit einem kleinen Glas lauwarmem Wasser. Gut umrühren und mit der Flüssigkeit anschließend den Mund spülen und zwar ebenfalls bis zu dreimal täglich.

Massagen

17. Manuka Honig

Manuka Honig ist eine sehr heilsame und auch leckere Naturmedizin. Das Bienenprodukt aus Neuseeland enthält reichlich Methylglyoxal, sodass es längst auch in der Schulmedizin Beachtung findet. Das Methylglyoxal wirkt antibakteriell, schützend und wundheilungsfördernd und ist dabei besonders schonend.

Massieren Sie mehrmals täglich Manuka Honig auf das angegriffene Zahnfleisch. Die Beschwerden werden innerhalb von wenigen Tagen merklich zurückgehen! Bedenken Sie aber, dass der Honig eine Menge Zucker enthält. Sie sollten also am Ende des Tages gründlich Ihre Zähne putzen. Schließlich bringt es nichts, wenn die Gingivitis verschwunden ist, Sie dafür aber über Karies klagen.

18. Kokosnussöl

Kokosnussöl findet längst nicht mehr nur in der Hautpflege und in einer gesunden Ernährung Verwendung. Auch bei Karies und Zahnfleischentzündungen kann das Öl mit seinen beruhigenden und lindernden Eigenschaften wahre Wunder bewirken.

Um die Anwendung des Kokosnussöls zu erleichtern, sollten Sie es im Kühlschrank aufbewahren. So vermeiden Sie, dass es beim Kontakt mit dem Zahnfleisch sofort schmilzt. Schneiden Sie ein Stück aus dem festen Öl heraus und legen Sie dieses auf die entzündeten Stellen. Während es schmilzt, verteilt sich das Öl von selbst. Sie können aber natürlich etwas nachhelfen, indem Sie es leicht einmassieren.

Tipp: Durch die Aufbewahrung im Kühlschrank und das Einmassieren hat das Öl zusätzlich einen kühlenden Effekt und Sie fördern die Durchblutung des Zahnfleischs.

19. Massage ohne Hausmittel

Sollten Sie keine Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung griffbereit haben, kann bereits die einfache Massage etwas Abhilfe schaffen. Massieren Sie die entzündeten Bereiche mit Ihren Fingern von außen, sprich: durch die Wange. Sie sollten keinen direkten Kontakt zur Schleimhaut haben. Durch die Massage wird die Durchblutung des Zahnfleischs angeregt, was den Heilungsprozess unterstützt. Außerdem wirkt die Massage schmerzlindernd. Sie können die Schmerzlinderung zusätzlich unterstützen, indem Sie die betroffenen Stellen mit Eis kühlen. Wickeln Sie hierzu einen Eisbeutel o.Ä. in ein Küchentuch und legen Sie Ihn auf Ihre Wange. So wird auch zur Abschwellung des Zahnfleischs beigetragen.

Tipp: Haben Sie Schwarztee im Haus, kann mit diesem eine mögliche Zahnfleischblutung gestillt werden. Legen Sie den Schwarzteebeutel einfach auf Ihre Wange und möglichst nah an die betroffene Stelle. Die enthaltenen Tannine reduzieren außerdem die Schwellung.

Mittel zur Desinfizierung

20. Apfelessig und Alkohol

Apfelessig ist ein sehr effizientes Hausmittel zur Desinfektion. Geben Sie zwei Teelöffel Essig in ein kleines Glas Wasser und gurgeln Sie mit der Flüssigkeit. Das wirkt nicht nur antimikrobiell, sondern regt zudem die Speichelbildung an. Dadurch wird die Entzündung gehemmt, sodass sie schneller abheilen kann.

Achtung: Apfelessig kann den Zahnschmelz aufweichen. Deswegen sollten Sie ein hochwertiges Bio-Produkt wählen, das einen geringen Zuckergehalt aufweist. Außerdem sollten Sie mindestens 30 Minuten vor dem Zähneputzen mit dem Essig-Wasser-Gemisch gurgeln.

Und auch Alkohol ist hervorragend geeignet, um die entzündete Schleimhaut zu desinfizieren. Sie dürfen es mit dem Alkohol aber nicht übertreiben. Die übermäßige Anwendung kann nämlich selbst die Ursache für eine Gingivitis sein. Spülen Sie Ihren Mund mit Whiskey, Wodka oder einer anderen hochprozentigen Spirituose gründlich aus. Alternativ können Sie den Alkohol auf ein Wattestäbchen geben und mit diesem die entzündeten Stellen abtupfen.

Weitere Möglichkeiten der Behandlung

21. Ölziehen

Bei der Ölkur handelt es sich um eine alternativmedizinische ayurvedische Methode. Hierbei wird der Mundraum mit Pflanzenölen gespült. Das Ziehen von Öl bindet Keime und kommt somit nicht nur bei einer Zahnfleischentzündung, sondern auch bei grippalen und weiteren Infekten zum Einsatz. Bei der Gingivitis trägt es nicht nur zur Verbesserung der Entzündung, sondern auch zu einer Linderung der Schmerzen bei.

Nehmen Sie einen Schluck kaltgepresstes und vor allem hochwertiges Öl in den Mund. Ziehen Sie die Flüssigkeit wiederholt durch die Zwischenräume Ihrer Zähne. Danach spucken Sie das Öl aus und wiederholen diesen Vorgang täglich bis zu dreimal.

22. Munddusche

Die Zahnzwischenräume müssen genauso gereinigt werden wie die freiliegenden Zahnoberflächen. Sie machen immerhin 30 Prozent der Zahnoberfläche aus und bieten Plaque somit eine große Fläche für die Ansiedelung. Zahnfleischentzündungen, Karies und Co. können die Folge sein.

Eine Munddusche ist zwar wirkungslos gegenüber Belägen und sie kann auch nicht alle Bakterien entfernen, hat aber durchaus einen positiven Effekt auf die Zahnfleischentzündung. Sie spült Essensreste und Keime ab und der Wasserstrahl gewährleistet eine leichte Massage des Zahnfleischs, was die Durchblutung fördert und die Schmerzen lindert.

Hinweis: Eine Munddusche ersetzt weder das Zähneputzen noch die Zahnseide bzw. die Interdentalbürste und das Mundwasser.

23. Homöopathische Präparate

Bei einer Zahnfleischentzündung kommt meist das Globuli Mercurius solubilis in der Potenz D12 zum Einsatz. Es wirkt vor allem gegen Rötungen und Schwellungen. Nehmen Sie dreimal täglich fünf Globuli ein und zwar für sieben bis zehn Tage.

Das homöopathische Präparat bzw. Globuli im Allgemeinen haben den positiven Nebeneffekt, dass sie das körpereigene Immunsystem stärken. So kann Ihr Körper besser gegen den Infekt vorgehen und die Gingivitis schneller bekämpfen.

Wichtig: Globuli können keine Speisereste und anhaftenden Plaque entfernen, sodass sie lediglich als unterstützende Maßnahme infrage kommen.

24. Schüßler-Salze

Bei Schüßler-Salzen handelt es sich um Mineralsalze in homöopathischer Dosierung. Die Therapie mit diesen basiert auf der Annahme, dass sämtliche Krankheiten durch Störungen des Körperzellen-Mineralhaushalts entstehen. Die Einnahme der Salze wirkt diesen Störungen entgegen und trägt somit zur Heilung bei.

Bei einer Entzündung wirken sich die folgenden Schüßler-Salze positiv auf das gereizte Zahnfleisch aus: Ferrum Phosphoricum (Nr. 3), Kalium Cloratum (Nr.4) und Kalium Phosphoricum (Nr.5). Erwachsene sollten täglich drei- bis sechsmal eine bis drei Tabletten einnehmen. Kindern wird eine tägliche Dosierung von einer halben bis zwei Tabletten (ebenfalls drei- bis sechsmal) empfohlen.

Hausmittel für Kinder

24. Kamillentee und Co.

Nicht nur bei den Schüßler-Salzen gibt es bezüglich der Dosierung für Kinder etwas zu beachten. Einige der erläuterten Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung sind nämlich nicht für Kinder geeignet. So können selbst verdünnte ätherische Öle bei Kindern zu Atemwegsbeschwerden, Krämpfen usw. führen. Deswegen sollten Menthol, Minzöle und Kampfer bei Kleinkindern bis zwei Jahre keine Verwendung finden!

Bei Kindern kommt es vor allem in der Zahnwechsel-Zeit häufig zu Entzündungen des Zahnfleischs. Kamillen- und Salbeitee können vollkommen bedenkenlos als Mundspülung genutzt werden. Das mehrmalige tägliche Spülen hilft dabei, das gereizte Zahnfleisch zu beruhigen. Das gilt auch für verdünntes Nelkenöl. Die antibakterielle Wirkung minimiert Schmerzen und lindert die Entzündungszeichen. Um den Entzündungsschmerz zusätzlich zu lindern, können die betroffenen Stellen mit Kühlakkus o.Ä. gekühlt werden.

Hausmittel während einer Schwangerschaft

25. Salzlösungen und Co.

Tritt eine Zahnfleischentzündung während einer Schwangerschaft auf, haben Hausmittel nicht nur den Vorteil, dass sie effektiv sind, sondern Frau riskiert auch keine bleibenden Schäden für das Kind, was bei Medikamenten immer der Fall sein kann. Durch die hormonellen Veränderungen kommt es zu einer anderen Speichelzusammensetzung und zu einem vermehrten Speichelfluss – nur zwei der Faktoren, die die Gingivitis in der Schwangerschaft begünstigen.

Sie sollten in dieser Zeit verstärkt auf Ihre Mundhygiene achten. Hat sich dennoch eine Gingivitis gebildet, können auch hier Salbei- und Kamillentee sowie Salzlösungen als Mundspülung dienen. Und auch die Behandlung mit Nelkenöl kann ohne Bedenken erfolgen.

Hinweis: Um Komplikationen und Eingriffe auszuschließen, sollten Sie im Falle einer Zahnfleischentzündung während der Schwangerschaft Ihren Zahnarzt aufsuchen. Zusammen mit den Hausmitteln ergibt sich für Sie – und auf langfristige Sicht auch für Ihr Kind – die bestmögliche Therapie.

Was hilft gegen Zahnfleischentzündung? – Abschließende Bemerkungen

Eine Entzündung des Zahnfleischs kann eine sehr schmerzhafte, unangenehme und langwierige Angelegenheit sein. Mit den von mir vorgestellten Hausmitteln gegen Zahnfleischentzündungen beugen Sie einer Gingivitis vor und kämpfen effektiv gegen sie an. So gehören die Gereiztheit, die Rötung, Blutungen und Schwellungen des Zahnfleischs schon bald der Vergangenheit an. Und zwar vollkommen ohne Chemie!

Ich hoffe, Sie hatten Spaß am Lesen dieses Artikels. Empfehlen Sie ihn gerne Ihren Freunden, Bekannten und Verwandten. Schließlich suchen, wie eingangs erwähnt, jeden Monat mehrere Tausend Menschen nach geeigneten Mitteln gegen das Problem. Ich freue mich auf Ihre Kommentare und wünsche Ihnen eine gute Besserung!


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