Vorgestellt: 15 natürliche Hausmittel gegen Übelkeit und Erbrechen

Wer kennt es nicht? Ein flaues Gefühl im Magen, die ersten Anzeichen sich gleich Erbrechen zu müssen, dieses elende Befinden? Meist gehen Übelkeit und Erbrechen miteinander einher. Doch auch ohne sich zu Übergeben, kann Übelkeit allein – medizinisch als Nausea bezeichnet – eine wahre körperliche Belastung sein. Die Ursachen für Übelkeit und Erbrechen können dabei von einem verdorbenen Magen, einem Infekt, einer Schwangerschaft, einer Unverträglichkeit bis hin zu übermäßigem Alkoholkonsum, Migräne, einer Entzündung oder einem Geschwür reichen. Vor allem die olfaktorische Wahrnehmung ist sehr sensibel, wenn Ihnen übel ist. Sprich: Sie können vieles nicht riechen oder bestimmte Gerüche verstärken noch den Brechreiz. Ihren verschärften Geruchssinn können Sie sich gerade zur Bekämpfung von Übelkeit, bei der Sie vermutlich wenig Appetit verspüren, zu Nutze machen, denn zahlreiche Öle und Gewürze aus der Liste an Hausmitteln gegen Übelkeit und Erbrechen wirken schon beim Einatmen und verschaffen schnelle Linderung.

Vorgestellt: 15 natürliche Hausmittel gegen Übelkeit und Erbrechen

Obst und Gemüse

1. Ingwer

Als Heilpflanze wurde Ingwer in Deutschland im Jahr 1988 anerkannt, doch die heilende Kraft von Ingwer ist in der fernöstlichen Medizin schon lange bekannt. Nicht nur bei Erkältungen, sondern auch bei dem Wunsch nach Gewichtsreduzierung, bei Entzündungen und bei Übelkeit und Erbrechen ist Ingwer ein wirksamer Heiler. Ob roh gegessen, als Tee zubereitet oder sogar als Bestandteil von Ginger Ale unterstützt Ingwer die Absonderung von Verdauungsenzymen und Säften, welche die Magensäure neutralisieren. Darüber hinaus haben Forscher herausgefunden, dass die Wirkstoffe des Ingwers die Serotonin-Rezeptoren beschädigen, welche wiederum die Auslöser für das Erbrechen sein können.

Auch enthält Ingwer Phenole, die die Magenmuskeln entspannen und wie ein Beruhigungsmittel auf das gereizte Magengewebe wirken, indem sie die allgemeine Magenaktivität reduzieren. Gleichzeitig helfen die Phenole dem Darm, verdaute Nahrung und Giftstoffe schneller durch das Körpersystem zu transportieren, wodurch auch schädliche Substanzen schneller eliminiert werden.

Ingwer gibt es in einer Vielzahl von Varianten. Die rohe Wurzel erhalten Sie in jedem Supermarkt oder beim Gemüsehändler, Ingwer in Kapselform gibt es in Apotheken und Drogerien und auch die gemahlene und getrocknete Ingwerwurzel ist als Pulver erhältlich. Frischer Ingwertee ist ein geeignetes und einfach zuzubereitendes Mittel, wenn Sie an Übelkeit oder einer Magenverstimmung leiden. Nehmen Sie für den Ingwertee ein etwa daumengroßes Stück von der Knolle und schneiden es in Scheiben, um diese dann mit einem halben Liter Wasser aufzukochen. Eine Viertelstunde ziehen lassen und sieben. Fertig ist das gesunde und heilende Getränk, das Sie nach Belieben süßen und sowohl kalt als auch heiß genießen können.

2. Zitrone

Sobald Ihnen übel wird oder Sie ein flaues Gefühl im Magen verspüren können Ihnen Zitrusfrüchte helfen. Bereits die Aromen von Zitrusfrüchten wirken gegen Übelkeit. Vor allem für Schwangere und die bekannte Morgenübelkeit kann das Riechen an einer frisch geschnittenen Zitrone eine wahre Wohltat bedeuten. Gerne können Sie auch eine Zitrone anschneiden oder deren Schale ankratzen, um die ätherischen Öle schneller in die Luft abzugeben.

Im Handel erhältliches ätherisches Zitronenöl ist eine praktische Alternative, wenn Sie auf Reisen oder selten daheim sind. Geben Sie ein paar Tropfen des Öls dafür auf eine Taschentuch oder Ihr Kopfkissen. Auch das Lutschen an einer Zitronenscheibe kann bei auftretender Übelkeit rasch helfen. Alternativ pressen Sie den Saft aus einer Zitrone und mischen ihn mit stillem Wasser. Vor allem bei Schwangerschaftsübelkeit ist die Zitrone ein geeignetes und natürliches Heilmittel, um Ihre Beschwerden schnell und effektiv zu lindern.

3. Fenchel

Ebenfalls ist die Einnahme von Fenchel und Fenchelsamen durchaus während einer Schwangerschaft möglich, um die Übelkeit zu bekämpfen. Und auch für alle anderen von Brechreiz und Übelkeit Geplagten ist Fenchel ein bewährtes Hausmittel bei einer Vielzahl von Beschwerden. Angefangen von Blähungen und Sodbrennen über Migräne und Erkältung bis hin zu Bauchschmerzen und Übelkeit bewirkt ein frisch gebrauter Fencheltee wahre Wunder. Nehmen Sie dafür eine Tasse heißes Wasser und fügen Sie einen Teelöffel Fenchelsamen hinzu. Lassen Sie den Tee für 10 Minuten ziehen und fügen Sie nach Bedarf einen Teelöffel Honig oder etwas frischen Zitronensaft hinzu.

Alternativ können Sie natürlich auch gebrauchsfertigen Fencheltee in Teebeuteln aufkochen, allerdings werden Sie darin nicht die geballte Wirkstoffkombination der heilenden ätherischen Öle der Fenchelpflanze vorfinden. Wahlweise können Sie Fenchelsamen bei einer Magenverstimmung und Brechreiz auch pur kauen.

Kräuter und Gewürze

4. Kreuzkümmel

In der Küche wohlbekannt, als Arzneipflanze jedoch oft unterschätzt ist der Kreuzkümmel. Regelmäßig als Zutat zu Ihren Speisen beigemischt hilft Kreuzkümmel durch die Absonderung von bestimmten Enzymen im Magen bei einer gesunden und natürlichen Verdauung und unterstützt die Nährstoffaufnahme im Körper. Um gegen Magenprobleme und damit verbundene Übelkeit langfristig anzugehen, sollten Sie Kreuzkümmel regelmäßig in Ihren Speiseplan integrieren.

Um den akuten Zustand von Übelkeit und damit verbundene Symptome schnell zu lindern, setzen Sie einen Tee aus einem Teelöffel Kreuzkümmel und einer Tasse heißem Wasser auf. Lassen Sie den Kreuzkümmel-Tee für gut 5 bis maximal 10 Minuten ziehen und sieben die Früchte dann ab. Ein bis zweimal über den Tag verteilt getrunken sollte es um Ihre Übelkeit gleich besser bestellt sein.

5. Kamillentee

Kamillentee ist einer der weltweit beliebtesten Kräutertees. Mehrere Millionen Tassen werden weltweit am Tag konsumiert. Neben herkömmlichen Kamillentees in Form von Teebeuteln, die sich oft aus Kamillenblütenpulver zusammensetzen, ist es vor allem die frische Kamille, die bei Magen-Darm-Beschwerden geschätzt wird. Teesorten wie Anis oder Pfefferminze sind ebenfalls wohltuend und wirken beruhigend bei Übelkeit und Erbrechen.

Kamillentee unterstützt Sie allerdings gleich auf doppelte Weise, denn er hilft die Verdauung zu regulieren und den Appetit zu stimulieren. Für frischen Kamillentee können Sie entweder die frischen Blüten oder getrocknete Kamille mit kochendem Wasser aufbrühen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Die Reste der Kamillenpflanze können Sie absieben oder zuvor bereits ein Tee-Ei für die Zubereitung benutzen. Geschmacklich werden Sie sicher einen positiven Unterschied zu Teebeuteln bemerken. Zur Behandlung verschiedener gastrointestinaler Störungen einschließlich Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Reisekrankheit und Durchfall, ist Kamillentee ein probates Mittel. Alternativ oder ergänzend zum Tee können Sie auch Wickel herstellen: Kochen Sie einen starken Kamillentee auf und tränken darin ein Baumwolltuch, dass Sie sich anschließend auf den Bauch legen.

6. Pfefferminze

Pfefferminze und ihre Aromen sowie ihr frischer Duft helfen nachweislich bei der Reduzierung von Magenverstimmungen und Übelkeit. Die Heilpflanze erfuhr im 17. Jahrhundert durch die Engländer eine Kultivierung und ist im heutigen Teebestand gar nicht mehr wegzudenken. Die in der Pfefferminze enthaltenen ätherischen Öle, wie etwa Menthol, sind besonders wirksam gegen Übelkeit.

Am besten bereiten Sie sich einen Pfefferminztee zu oder nutzen das Pfefferminzöl alternativ pur. Für die letztgenannte Lösung tauchen Sie ein Wattestäbchen oder Ihren Finger direkt in das Pfefferminzöl ein. Tragen Sie es dann auf Ihr Zahnfleisch auf und wiederholen den Vorgang bei Bedarf. Waschen Sie Ihre Hände danach gründlich ab, denn Minzöl reizt die Schleimhäute und die Bindehaut, die Sie versehentlich berühren könnten.

Für die Zubereitung eines Pfefferminztees verwenden Sie entweder einen klassischen Teebeutel oder die getrockneten Pfefferminzblätter, die Sie in Reformhäusern, Drogerien, Apotheken und gut sortierten Supermärkten finden. Übergießen Sie einen Esslöffel der getrockneten Pflanze mit einer Tasse gekochtem Wasser und lassen anschließend alles abgedeckt für gut 10 Minuten ziehen und sieben Sie die Flüssigkeit ab, um sodann Ihren Pfefferminztee genießen zu können. Bei Brechreiz und Übelkeit empfiehlt es sich, mehrmals täglich eine Tasse Pfefferminztee zu trinken. Sofern Sie jedoch chronische Magenprobleme haben, sollten Sie auf den dauerhaften Verzehr von Pfefferminze verzichten, da der hohe Menthol-Gehalt beständig konsumiert Ihren Magen reizen kann.

7. Zimt

Zimt enthält sogenannte Catechine, die dabei helfen, Übelkeit zu lindern. Es handelt sich dabei um farblose, kristallisierte organische Verbindungen, welche die Grundlage natürlicher Gerbstoffe darstellen. Auch hat Zimt eine überaus beruhigende Wirkung auf den menschlichen Organismus und hilft somit ebenfalls Reizungen des Magens und des Darms, allgemeine Verdauungsstörungen sowie Sodbrennen und Blähungen zu besänftigen. Bei Ihrem nächsten Anflug von Übelkeit kann Ihnen daher ein frischer Zimt-Tee helfen. Nehmen Sie dafür einen halben bis ganzen Teelöffel Zimtpulver oder ein kleines Stück von einer Zimtstange und übergießen es mit einer Tasse kochendem Wasser. Lassen Sie den Zimt-Tee für etwa 10 Minuten ziehen und verfeinern ihn anschließend mit etwas Honig. Da Zimt in übermäßigen Mengen wehenfördernde Eigenschaften nachgesagt wird, empfiehlt sich dieses Hausmittel gegen Übelkeit nur eingeschränkt für schwangere Frauen.

8. Anis

Bei Übelkeit ist Alkohol vermutlich das Letzte, an das Sie denken. Manchmal ist der übermäßige Konsum von alkoholischen Getränken auch der Auslöser für Ihr übles Befinden. Einen Kater mit Schnaps zu bekämpfen wird hier nicht empfohlen. Auch greift man nach einer üppigen Mahlzeit oft zu einem Kräuter- oder Anisschnaps. Bewiesen ist die Wirkung von einem alkoholischen Absacker jedoch keineswegs. Eher handelt es sich dabei um einen Großstadtmythos.

Wenn Sie an einer Magenverstimmung oder Übelkeit leiden, dann sollten Sie folgendes, jedoch alkoholfreies Hausmittel einmal ausprobieren: Mischen Sie eine Tasse kochendes Wasser mit einem Teelöffel Anis und lassen den Tee für 5 bis 10 Minuten ziehen. Trinken Sie den alkoholfreien Anis-Tee mindestens einmal am Tag. Alternativ können Sie Anis auch zum Würzen Ihrer Speisen nutzen und zahlreichen Rezepten eine besondere Gewürznote verleihen. Anis passt geschmacklich sehr gut zu Gemüse wie Kürbis oder Karotten, aber auch zu Birnen, Plätzchen oder gebackenen Äpfeln. Vor allem in der indischen und iranischen Küche und Heilmedizin ist Anis schon lange bekannt und wird vornehmlich zur Behandlung von Magen-Darm-Problemen einschließlich Übelkeit und Erbrechen eingesetzt.

9. Nelke

Ein anderes ausgezeichnetes Gewürz, um Übelkeit zu bekämpfen, ist die Gewürznelke. Vorab: Gegen Schwangerschaftsübelkeit mag die Nelke zwar helfen, wird aber ebenfalls aufgrund ihrer wehenfördernden Wirkung nicht empfohlen.

Für alle anderen an Übelkeit Leidenden gilt die Nelke aufgrund ihrer aromatischen und beruhigenden Charakteristika als überaus hilfreich bei der Verringerung der Symptome von Appetitlosigkeit und flauem Magen. Ein Bestandteil der Gewürznelke ist das ätherische Öl Eugenol, dem eine antibakterielle und betäubende Wirkung nachgesagt wird. Daher war die Gewürznelke lange Zeit in der Zahnmedizin von Nutzen, um einzelne Mundpartien zu betäuben.

Bei Übelkeit und Erbrechen sollten Sie einen Teelöffel Nelkenpulver in eine Tasse aufgekochtes Wasser geben, gut verrühren und bedeckt für 5 Minuten ziehen lassen. Seihen Sie das Pulver anschließend ab und geben nach Bedarf noch einen Teelöffel Honig hinzu. Wahlweise können Sie auch ein paar Tropfen Nelkenöl auf ein Taschentuch geben. Riechen Sie regelmäßig an dem Tuch und atmen Sie den Geruch solange ein, bis Ihnen nicht mehr übel ist. Sie können auch ein bis zwei Gewürznelken kauen, um sich von Ihrer Übelkeit zu befreien

Weitere Tipps und Hausmittel gegen Übelkeit

10. Apfelessig

Ein weiteres altbewährtes Hausmittel gegen Übelkeit ist Apfelessig. Apfelessig kurbelt den Stoffwechsel und die Verdauung an und hilft somit Bakterien, die vielleicht für Ihre Symptome verantwortlich sind, zu eliminieren. Auch zur Hilfe beim Abnehmen hat sich Apfelessig daher bewährt und gegen Sodbrennen hilft das Hausmittel ebenfalls. Sogar für Schwangere ist Apfelessig ein geeignetes Mittel, um gegen Übelkeit anzugehen.

Mischen Sie einen Esslöffel Apfelessig – auf keine Fall einen anderen Essig oder gar Essigessenz – mit kaltem oder lauwarmem Wasser und geben für den Geschmack noch etwas Honig hinzu. Auf den leeren Magen getrunken entfaltet sich die Heilkraft des Apfelessig-Drinks am besten. Apfelessig kann zwar bedenkenlos auch pur getrunken werden, ist in seiner Reinform aber eine echte kulinarische Herausforderung.

11. Vitamin B6 Ergänzungsmittel

Vitamin B6 hört man zunehmend im Zusammenhang mit Schwangerschaftsübelkeit oder Reiseübelkeit. Aber auch bei Brechreiz, Übelkeit und flauem Magen von Menschen, die weder auf Reisen noch schwanger sind, hat sich Vitamin B6 bewährt. Vom menschlichen Körper kann Vitamin B6 nicht selbst hergestellt werden. Daher empfiehlt es sich Lebensmittel, die reich an Vitamin B6 sind, während einer Übelkeit-Attacke zu sich nehmen oder bereits prophylaktisch zu essen. Sehr reich an Vitamin B6 sind Kalbfleisch, Bananen, Sojabohnen, Rinderleber oder Haferflocken.

Mehrere Studien berichten, dass Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin B6, das auch als Pyridoxin bekannt ist, Übelkeit während der Schwangerschaft erfolgreich reduzieren. Aus diesem Grund schlagen mehrere Experten vor, Vitamin-B6-Präparate während der Schwangerschaft als Erstbehandlung gegen leichte Übelkeit einzunehmen. Vitamin B6-Dosen bis zu 20 mg pro Tag gelten im Allgemeinen als sicher während der Schwangerschaft und verursachen praktisch keine Nebenwirkungen. Dennoch sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen, bevor Sie eigenständig mit der Vitaminkur beginnen. Auch gegen PMS-Beschwerden und bei Hautkrankheiten kann eine Therapie mit Vitamin B6-Präparaten eine schnelle Heilung bewirken.

12. Akupunktur und Akupressur

Akupressur wird bereits seit über 5000 Jahren in der Traditionellen Chinesischen Medizin praktiziert. Dabei werden bestimmte Stellen am Körper, die sogenannten Akupressur-Punkte, mit Druck stimuliert. Zwar hilft Akupressur bei Übelkeit und Erbrechen dabei, die Symptome zu lindern, die Ursachen für Ihre Beschwerden bleiben davon jedoch unberührt. Für eine schnelle Linderung der Übelkeitssymptome sind die Stirn und der Brustkorbrand die wesentlichen Akupressur-punkte. Bei akuter Übelkeit drücken Sie den jeweiligen Punkt. Auch der als Nei-Kuan oder auch P6 bezeichnete Akupressur-Punkt kann leicht selbst stimuliert werden, um Ihre Übelkeit zu lindern.

Drücken Sie Ihren Daumen 2-3 Finger breit von Ihrem Handgelenk entfernt auf die Innenseite Ihres Unterarmes zwischen die Sehnen. Die Akupressur ist eine geeignete Lösung, wenn Sie selbst gegen Ihre Übelkeit angehen möchten. Bei der Akupunktur hingegen brauchen Sie professionelle Unterstützung, da hier kleine hauchdünne Nadeln an bestimmten Akupunkturpunkten gesetzt werden.

Die wichtige Punkte, die am Körper stimuliert werden, unterscheiden sich bei Akupressur und Akupunktur zwar kaum, jedoch wirken Druck oder das Einführen von Nadeln doch auf verschiedene Weisen. Beide Techniken stimulieren Nervenfasern, die Signale an das Gehirn und das Rückenmark senden. Es wird davon ausgegangen, dass auch Signale, welche für eine Linderung von Übelkeit verantwortlich sind, gesendet werden können. Wenn Sie bei Übelkeit und Erbrechen also auf Medikamente und Präparate der Pharmaindustrie verzichten möchten, sind beide Formen der alternativen Medizin durchaus geeignet. Darüber hinaus existieren praktisch keine negativen Nebenwirkungen. Ebenfalls gibt es einige Studien, die belegen, dass Akupunktur Übelkeit während der Schwangerschaft reduzieren kann.

13. Übungen für Zuhause

Dass Rücken- und Nackenschmerzen mit Ihrer Übelkeit einhergehen können, haben Sie noch nie in Zusammenhang gebracht? Sollten Sie aber, denn Rückenschmerzen sind nicht immer auf eine fehlerhafte Haltung, Verletzungen oder Fehlstellungen der Wirbelsäule zurückzuführen, sondern können auch von einem inneren Problem herrühren.

Neben Kopfschmerzen äußern sich Rückenschmerzen daher oft auch in Übelkeit. Die Durchführung bestimmter Rücken- und Nackenübungen kann manchmal Wunder bewirken, um Übelkeit zu heilen. Legen Sie sich einfach auf einen festen Untergrund und heben dann den Oberkörper an. Bewegen Sie Ihr Kinn nach unten und berühre damit Ihre Brust. Halten Sie diese Position für 10 bis 15 Sekunden.

14. Kompressen

Zugegeben Kompressen und Wickel klingen etwas altmodisch und sind auch nicht mehr zwangsläufig die erste Wahl zur Behandlung von zahlreichen Krankheitsbildern. Vermehrt liegt dies jedoch daran, dass es früher nicht so eine Masse an Möglichkeiten, Unmengen an Produkten und vor allem kein Internet zur Verbreitung der Ratschläge gab. Nichtsdestotrotz sind Kompressen auch in der heutigen Zeit noch ein wichtiger Helfer in der Hausmedizin.

Da Übelkeit dazu führen kann, dass die Körpertemperatur ansteigt, eignen sich kalte Kompressen, um die Körpertemperatur leicht zu stabilisieren und somit die Übelkeitssymptome zu lindern. Wickeln Sie eine Handvoll Eiswürfel in ein Handtuch. Legen Sie es für ein paar Minuten auf Ihren Nacken, auf die Stirn oder über den Hals. Alternativ tränken Sie ein Baumwolltuch in kaltem Wasser, wringen das überschüssige Wasser aus und legen es für fünf bis zehn Minuten auf Nacken, Stirn oder Hals, um die Intensität der Übelkeit zu reduzieren.

15. Vermeiden Sie Alkohol

Alkohol sollten Sie bei Übelkeit in jedem Fall meiden. Wenn Sie an Erbrechen leiden erst recht. Egal, welche Sorte und welche Menge an Alkohol Ihnen in den Sinn kommt. Bei Übelkeit ist Alkohol von Bier über Schnaps bis hin zu Wein ein absolutes Tabu. Alkohol belastet Ihren Magen nur zusätzlich, der ohnehin mit der Verstimmung zu kämpfen hat. Die alte Binsenweisheit man könne Alkohol mit Alkohol bekämpfen oder das bekannte Konterbier sei hilfreich sind schlichtweg Unsinn. Auch auf Zigaretten, fettige und schwer im Magen liegende Lebensmittel und stark gewürzte Speisen sollten Sie während Sie an Übelkeit leiden unbedingt verzichten. Trinken Sie stattdessen ausreichend Wasser ohne Kohlensäure.

Was hilft gegen Übelkeit? – Abschließende Bemerkungen

Die Liste der Hausmittel gegen Übelkeit und Erbrechen liefert Ihnen zahlreiche natürliche Mittel, die Sie leicht bekommen können oder bereits in Ihrem Haushalt vorfinden. Darüber hinaus enthält sie wertvolle Tipps zur Art der Anwendung und Dosierung sowie Hintergrundinformationen zu bestimmten Heilpflanzen und Rezeptvorschlägen. Auch Tabus und Empfehlungen, die sich nicht auf Lebensmittel beziehen und ganz leicht selbst in die Tat umgesetzt werden können, wurden aufgelistet. Wenn Ihre Symptome länger als 2 Tage konsequent anhalten, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf. Sofern Sie neben der Übelkeit auch an Erbrechen leiden, achten Sie zudem unbedingt darauf genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um nicht zu dehydrieren. Für Schwangere, die so oft an Übelkeit leiden, sind die geeigneten Hausmittel für eine rasche Linderung gesondert aufgezeigt. Auf Hausmittel gegen Übelkeit, die Sie während der Schwangerschaft aufgrund der wehenfördernden Eigenschaften meiden sollten, wurde hingewiesen. Wenn Ihnen das nächste Mal speiübel wird, ist diese Liste eine wahre Fundgrube an raschen Lösungsvorschlägen.

Haben Sie eines dieser Hausmittel bereits ausprobiert oder kennen Sie weitere? Teilen Sie uns Ihre Tipps und Erfahrungen in den Kommentaren mit. Teilen Sie diesen Beitrag gerne über Facebook, Twitter, Pinterest und Co. mit Ihren Freunden und der Familie.


Sag uns deine Meinung in den Kommentaren und teile diesen Beitrag mit deinen Freunden.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here