Vorgestellt: 20 natürliche Hausmittel gegen Grippe

Pünktlich zur kalten Jahreszeit hält meist auch eine Grippewelle Einzug, die mit unschönen Symptomen wie Husten, Heiserkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen und Halsschmerzen sowie Fieber auch die stärksten Menschen aufs Sofa verbannt. Mit den folgenden Hausmitteln können Sie bestehende Grippesymptome lindern, wenn es Sie schon erwischt haben sollte oder mit etwas Glück auch verhindern, dass Sie sich anstecken. Statt starker Medikamente können Sie es zunächst mit sanften Heilpflanzen, anderen Hausmitteln gegen Grippe und Verhaltensmaßnahmen probieren und so Ihre Genesung auf natürliche Weise und ohne großen Aufwand voran treiben. Kostengünstig und schnell umzusetzen ist es obendrein und angenehmer Weise ohne Nebenwirkungen.

Vorgestellt: 20 natürliche Hausmittel gegen Grippe

Hilfe aus der Küche

1. Honig

Honig macht sich wegen seines angenehmen Geschmacks nicht nur gut auf dem Frühstücksbrötchen, sondern wird als Hausmittel auch zu kosmetischen Zwecken und bei gesundheitlichen Problemen genutzt. Auch bei Symptomen, die mit einer Grippe einhergehen, wie etwa Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit, zählt Honig zu den beliebten Hausmitteln, die sich schnell in jedem Lebensmittelschrank finden lassen. Vor allem kalt geschleuderter Honig enthält wertvolle Vitamine und Nährstoffe und kann das Immunsystem stärken. Dadurch haben Krankheitserreger schlechtere Karten und bei einer bestehenden Grippe kann die Genesung beschleunigt werden.

Wegen seiner antimikrobiellen Wirkung unterstützt der Honig die körpereigenen Abwehrkräfte und aufgrund seiner Konsistenz legt er sich schützend über die gereizten Schleimhäute und kann dadurch helfen, diese zu entspannen. Ist der Organismus entzündlichen Prozessen ausgesetzt, können Spurenstoffe, wie das Antibiotikum Pinocembrin und Kaffeesäure helfen, da sie Entzündungen hemmen. Sie können bei akuten Beschwerden einen Teelöffel pur verzehren, ihn als Brotaufstrich verzehren oder die Wirkung eines Kräutertees noch verbessern, in dem Sie ihn mit einem Löffel Honig süßen. Achtung: Leidet Ihr Baby unter einer Grippe, sollten Sie ihm keinen Honig geben, da er nicht zu den geeigneten Lebensmitteln für Kinder unter 12 Monaten zählt.

2. Zitrone

Zitrusfrüchte wie Zitronen enthalten nicht nur viel Vitamin C, was förderlich für die körpereigene Abwehr ist, sondern sie können auch antiviral und antibakteriell wirken und somit mit der Grippe einhergehende Symptome effektiv lindern. Zudem soll die Zitrone auch entzündungshemmend wirken. Sie können – getreu dem Motto ‘Sauer macht lustig’ das Fruchtfleisch einer Zitrone verspeisen, etwa untergemischt in einem Obstsalat oder als erfrischende Spalten verzehrt, oder aber den Saft einer Zitrone auspressen.

Diesen frisch gepressten Saft mischen Sie mit 250 Milliliter warmen Wasser und trinken über den Tag verteilt immer wieder schluckweise von der Mischung, bis Sie sich wieder besser fühlen. Empfinden Sie die Mischung als zu sauer, können Sie bei Bedarf auch einen Löffel Honig unterrühren. Verzichten Sie aber darauf, eine heiße Zitrone zu trinken, bei der der Saft aufgekocht wird, da dabei wertvolle Bestandteile zerstört werden können.

3. Ingwer

Ingwer ist nicht nur als Gewürz in der Küche beliebt, sondern wird auch viel in der Traditionellen Chinesischen Medizin zum Bekämpfen von Beschwerden benutzt und gilt auch hierzulande als vielseitiges Hausmittel. Ein Grund für die Wirksamkeit der Wunderknolle sind die darin enthaltenden ätherischen Öle. Bei diesen handelt es sich um die sogenannten Gingerole, die für ihre antibakterielle Wirkung bekannt sind. Zudem sollen sie desinfizierend wirken und da der Ingwer überdies wärmend auf den Organismus wirkt, ist er ideal bei einer Grippe, bei der der Körper viel Wärme und Unterstützung braucht, um die Krankheitserreger effektiv bekämpfen zu können.

Im Reformhaus und in der Apotheke gibt es diverse Dragees und Bonbons mit Gingerolen, aber Sie können sich auch in kurzer Zeit relativ unkompliziert und preiswert selbst einen Ingwertee zubereiten: Schneiden Sie dazu etwa einen Zentimeter von einer frischen Ingwerknolle ab, schälen Sie das Stück und hacken Sie es sehr fein. Je feiner der Ingwer gehackt oder gerieben wurde, desto leichter treten die ätherischen Öle aus.

Geben Sie den Ingwer in eine Kanne oder Tasse und übergießen Sie die Stücke mit 200 Milliliter kochendem Wasser. Je nach gewünschte Intensität können Sie den Sud nun bis 15 Minuten ziehen lassen und ihn nach dem Abseihen trinken. Achtung: Je länger Sie den Tee ziehen lassen, desto schärfer wird er. Sollen Kinder davon trinken, nehmen Sie weniger Ingwer oder verkürzen Sie die Ziehzeit. Bei Bedarf können Sie den Trunk auch mit einem Teelöffel Honig verfeinern und etwas frischen Zitronensaft hinzugeben, um die Schärfe abzumildern.Von dem Tee können Sie bis zu drei Tassen pro Tag trinken.

4. Knoblauch

Knoblauch ist ein echtes Multitalent, das nicht nur wegen seiner Würzeigenschaften beliebt ist, sondern auch wegen seiner immunstärkenden Verbindung Allicin. Allicin kann ganz unterschiedliche Grippesymptome lindern und zudem wirkt die Knolle antiviral, antiseptisch und antibakteriell. Wenn Sie den Geruch, den das Allicin mit sich bringt, nicht scheuen, nutzen Sie die Heilkraft des Knoblauchs und bereiten Sie sich einen Sud, den Sie täglich drei bis vier Mal einnehmen.

Dazu hacken Sie zwei bis drei Knoblauchzehen sehr fein und geben den Knoblauch in eine Tasse mit frisch gekochtem Wasser. Nach zehn Minuten können Sie das Getränk abseihen und trinken, wenn es eine angenehme Temperatur hat. Wer unerschrocken ist, kann den Knoblauch auch direkt roh verzehren. Entweder direkt als Zehe oder aber als Beigabe im Salat oder einer Sauce oder aber auch zerrieben auf geröstetem Brot. Der unmittelbar im Anschluss erfolgende Verzehr von einem Stück Zitrone soll den Knoblauchgeruch übrigens dämpfen.

5. Zwiebel

Zwiebeln enthalten sowohl ätherische Öle, die das Immunsystem unterstützen als auch Magnesium und Kalzium, sowie Schwefelverbindungen und diverse Vitamine und stellen damit ein geeignetes Lebensmittel bei der Bekämpfung von Grippesymptomen dar, da die Inhaltsstoffe antimikrobiell wirken sollen und sowohl schleimlösend und auswurffördernd sind. Daher eignen sich Zwiebeln insbesondere bei der Bekämpfung von hartnäckigem Husten und Heiserkeit.

Am besten wirken die Inhaltsstoffe, wenn die Zwiebel roh genossen wird, etwa im Salat oder als Beilage auf dem Brot. Alternativ kann ein Zwiebelsaft oder Zwiebeltee angesetzt werden. Für den Tee waschen Sie zwei große Zwiebeln und schneiden diese mitsamt der Schale in kleine Stücke, die Sie mit 1000 Milliliter Wasser kurz aufkochen und ziehen lassen. Seihen Sie die Zwiebelstücke ab und trinken Sie verteilt auf den Tag zwei bis drei Tassen Tee. Für den Zwiebelsaft hacken Sie eine geschälte Zwiebel in feine Würfel, geben diese in ein Gefäß und geben etwas Zucker oder Honig hinzu. Lassen Sie die Mischung einige Stunden oder über Nacht ziehen. Den austretenden Saft können Sie löffelweise als Hustensirup einnehmen. Ein bis zwei Löffel pro Tag werden empfohlen.

6. Fliederbeersaft

Die Fliederbeere, auch Holunderbeere genannt, gilt seit Generationen als fiebersenkendes Mittel, das gerne bei einer Grippe genutzt wird. Die Pflanze zeigt sich als Hausmittel facettenreich: So kann aus den Holunderblüten ein Tee gekocht werden, der sowohl fiebersenkend, als auch schleimlösend wirkt und zudem die Atemwege beruhigt. Holunderblüten können Sie selbst pflücken und getrocknet in der Apotheke oder auf dem Markt kaufen. Für einen Tee übergießen Sie etwas zwei Teelöffel Blüten mit 200 Milliliter kochendem Wasser, lassen den Tee zehn Minuten ziehen und trinken diesen dann in kleinen Schlucken.

Aus den Beeren des Holunderbaumes kann ein heilsamer Saft gepresst werden, der viel Vitamin C und Zink enthält und sich positiv auf das Immunsystem auswirkt. Sie können den Saft selber aus gesammelten Beeren herstellen oder im Reformhaus oder Drogeriemarkt fertig in Flaschen kaufen. Der Saft kann kalt genossen werden, aber sehr angenehm ist es auch, diesen sanft zu erhitzen und abgeschmeckt mit etwas Honig und Zitronensaft warm zu trinken, bevor Sie sich zum Ruhen hinlegen. Achtung: Kochen Sie den Saft nicht auf, um die wertvollen Inhaltsstoffe nicht versehentlich zu zerkochen.

Hausmittel gegen Grippe: Heilpflanzen

7. Pfefferminze

Pfefferminze ist eine der Pflanzen, die vor allem als erfrischender Kräutertee beliebt ist, aber wegen der enthaltenden ätherischen Öle auch in der Kosmetik und Medizin Verwendung findet. Auch als Hausmittel hat sich die Pfefferminze bei der Behandlung von Grippe- und Erkältungssymptomen bewährt und wird mitunter gerne zum Befreien der Atemwege genutzt. Geben Sie dazu eine Handvoll frische Pfefferminzblätter oder ein bis zwei Tropfen ätherisches Pfefferminzöl in eine Schüssel mit heißem Wasser und setzen Sie sich mit einem Handtuch über Schüssel und Kopf darüber, um die wohltuenden aufsteigenden Dämpfe einzuatmen. Verstopfte Atemwege werden befreit, da die Flimmerhärchen in den Bronchien in ihrer Arbeit durch die enthaltenden ätherischen Öle angeregt werden und der festsitzende Schleim leichter gelöst und abtransportiert werden kann.

Auch als Tee getrunken, kann die Pfefferminze ihre Heilkräfte entfalten. Sie können sowohl ein bis zwei Teelöffel getrocknete Minze oder frische Minze mit 200 Milliliter kochendem Wasser aufgießen und nach dem Abseihen nach etwa fünf bis zehn Minuten Ziehzeit noch warm trinken.

8. Kamille

Die Kamille ist eine Heilpflanze, deren effektive Wirkung gegen Grippesymptome sich sowohl bei der Inhalation der enthaltenden ätherischen Öle als auch beim Genuss eines Tees aus den Blüten zeigt. Die in der Kamille enthaltenden Wirkstoffe sollen dabei helfen, das Immunsystem zu aktivieren und zudem entzündliche Prozesse hemmen. Zudem wirkt die Pflanze leicht antibakteriell und ist somit ein perfekter Alleskönner beim Kampf gegen Grippensymptome. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Flavonoide, sekundäre Pflanzenstoffe mir gesundheitsfördernder Wirkung, sowie Schleimstoffe und ätherische Öle wie das Bisabolol.

Zudem soll die Kamille gereizte Schleimhäute bei der Regeneration unterstützen und diese beschleunigen, wodurch der Organismus sich wiederum effektiver gegen neue Krankheitserreger schützen kann. Sie können je nach vorherrschenden Beschwerden entweder ein Dampfbad mit Kamillenblüten oder Kamillenteebeuteln machen oder aber Sie trinken den Kamillentee. Geben Sie dazu einen Teebeutel oder einen Esslöffel getrocknete Blüten in eine Tasse, übergießen Sie die Kamille mit 200 Milliliter kochendem Wasser und trinken Sie den Tee nach dem Abseihen in kleinen Schlucken.

9. Salbei

Die Heilpflanze Salbei gilt als Klassiker bei Grippebeschwerden wie Heiserkeit, Halsschmerzen und gereizten Rachenschleimhäuten, sodass es in der Apotheke oder in der Drogerie sowohl Salbeibonbons, als auch Dragees und Tees zu kaufen gibt. Frische Salbeiblätter können zum Inhalieren oder dem Ansetzen einer Salbeilösung für das Gurgeln genutzt werden und sowohl beim Lösen von hartnäckigen Verschleimungen als auch beim Beruhigen und Regenerieren der Rachenschleimhaut helfen. Die enthaltenden Wirkstoffe sind entzündungshemmend und weisen antimikrobielle Eigenschaften auf.

Übergießen Sie für einen Salbeitee etwa einen Teelöffel des getrockneten Krauts mit 150 bis 200 Milliliter kochendem Wasser und seihen Sie den Sud nach zehn Minuten ab. Bei Bedarf kann das Getränk mit Honig gesüßt werden und sollte noch warm getrunken werden. Kinder, die den Tee nicht so gern trinken mögen, können alternativ auch Salbeibonbons lutschen. Durch das Lutschen werden die Schleimhäute gut befeuchtet, was die positive Wirkung verstärkt.

Vorsicht: Salbei sollte nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt von Schwangeren verwendet werden und auch nicht in größeren Mengen verzehrt werden. Sprechen Sie bei bestehender Unsicherheit mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

10. Kurkuma

Kurkuma, die gemahlene Gelbwurz, hat antibakterielle und antivirale Eigenschaften und ist daher nicht nur in der Küche als Gewürz beliebt, sondern macht immer wieder als Superfood und beliebtes Hausmittel Schlagzeilen, das das Immunsystem stärkt und beim Kampf gegen Krankheitserreger unterstützt.

Mittlerweile gibt es in Bioläden und gut sortierten Supermärkten auch frische Kurkumaknollen zu kaufen, die Sie ähnlich wie eine Ingwerknolle schälen und klein hacken und anschließend durch das Aufgießen mit heißem Wasser zu einem Getränk verarbeiten können. Alternativ können Sie natürlich fertige Kurkuma-Trinkmischungen im Reformhaus oder Bioladen kaufen und damit eine sogenannte goldene Milch anrühren oder aber Sie würzen Getränke oder Speisen mit getrocknetem Kurkuma-Pulver.

Verhaltensweisen

11. Sanft schnäuzen

Das regelmäßige Naseputzen wird bei einer Grippe unbedingt empfohlen, um gelösten Schleim mitsamt der Krankheitserreger zu entfernen. Die unschöne Angewohnheit des ‘Hochziehens’ kann dazu führen, dass der zurückgehaltene Schleim die Atemwege zusätzlich verstopft und sich die Anzahl der Krankheitserreger noch deutlich vermehrt. Daher ist Schnäuzen unbedingt angezeigt bei einer Grippe. Allerdings sollten Sie dabei darauf achten, sich korrekt zu schnäuzen. Wenn Sie sich zu kräftig schnäuzen, besteht die Gefahr, dass Schleim in die Gehörgänge gelangt und dort zu einer Entzündung der Ohren führen kann. Ein sanftes und regelmäßiges Schnäuzen in ein sauberes Taschentuch ist die beste Methode, um Schleim mit Krankheitserregern zu entfernen.

12. Dampfbäder

Dampfbäder sind ein beliebtes Hausmittel, um verstopfte Atemwege von festsitzendem und hartnäckigem Schleim zu befreien und trockene Schleimhäute wieder ausreichend zu befeuchten, sodass diese erneut ihre ableitende und abwehrende Funktion wahrnehmen können. Sowohl bei Husten, Halsschmerzen oder Schnupfen kann ein Dampfbad Linderung verschaffen. Der Effekt kann durch die Zugabe von Heilkräutern oder ätherischen Ölen noch verstärkt werden. Nutzen Sie beispielsweise Kräuter mit antibakterieller oder antiseptischer oder auch mit entspannender Wirkung. Auch die Zugabe von Salz wird gerade bei Halsschmerzen und Hustenreiz als sehr angenehm empfunden.

Für ein klassisches Dampfbad kochen Sie einen Liter Wasser auf und geben das kochende Wasser in eine Schüssel oder einen Topf. Über diesen Topf setzen Sie sich und beugen den Kopf mit genug Abstand zum Wasser über das Gefäß. Hängen Sie sich ein Handtuch oder eine Decke über Kopf und Gefäß. Die aufsteigenden Dämpfe treten somit in die Atemwege ein und sorgen für den gewünschten Effekt. Atmen Sie den Dampf für fünf bis zehn Minuten ein und ruhen Sie anschließend. Sollte sich Schleim gelöst haben, husten Sie ihn ab oder schnäuzen Sie sich vorsichtig. Sicherer und somit besser geeignet für Kinder oder Personen mit eingeschränkten motorischen oder geistigen Fähigkeiten ist das Inhalieren mit einem Inhalator, der den Dampf mittels einer Maske oder eines Mundstücks gezielt zu den Atemwegen lenkt und dadurch auch nicht das Gesicht mitbedampft. Bei einem Inhalator wird die Verbrühungsgefahr deutlich verringert, da hier nicht mit einer Schüssel mit kochendem Wasser gearbeitet werden muss und das Wasser in einem verschlossenen Behälter ist und der Dampf aus dem Aufsatz kommt.

13. Gurgeln mit Salzwasser

Das Gurgeln mit Salzwasser kann Ihnen vor allem dann Erleichterung verschaffen, wenn Sie unter einem trockenen oder schmerzenden Hals leiden. Der Hals wird durch das Gurgeln befeuchtet und die schmerzhafte Reizung dadurch beruhigt. Das Salz wirkt desinfizierend und die befeuchteten Schleimhäute können Krankheitserreger besser abwehren. Auch bei Heiserkeit kann das Gurgeln mit Salzwasser Erleichterung bringen. Mischen Sie sich einfach eine Lösung aus einem viertel Liter warmen Wasser und einem Teelöffel Salz. Lösen Sie das Salz vollständig in dem warmen Wasser auf und überprüfen Sie, ob dieses eine angenehme und schleimhautfreundliche Temperatur aufweist. Anschließend gurgeln Sie mehrfach kräftig mit der Salzlösung. Bei Bedarf können Sie diese Prozedur auch mehrfach an einem Tag wiederholen.

14. Wadenwickel

Wadenwickel sind ein beliebtes Mittel, um Fieber bei einer Grippe zu senken. Allerdings sollte dieses Hausmittel nicht bei steigendem Fieber zum Einsatz kommen, da dieses als Symptom dazu dient, Krankheitserreger im Organismus zu bekämpfen. Wenn Sie merken, dass das Fieber abfällt und Sie diesen Vorgang beschleunigen möchten, können Sie Wadenwickel anwenden.

Dazu nehmen Sie zwei saubere Handtücher, etwa Gästehandtücher oder Geschirrtücher und tränken diese in kaltem Wasser. Nach dem gründlichen Auswringen legen Sie je ein Tuch um eine Wade und wickeln im Anschluss ein trockenes Tuch darum. Hier eignet sich von der Größe ein normales Handtuch. Am besten legen Sie auch noch ein Handtuch unter Ihre Waden, um die Unterlage nicht nass zu machen. Nach etwa zehn bis 15 Minuten, spätestens wenn die Wickel Körperwärme angenommen haben, nehmen Sie die Handtücher wieder ab. Bei Bedarf können Sie die Anwendung mehrfach pro Tag wiederholen. Wenn Sie Wadenwickel bei einer alten oder sehr jungen Person anlegen, bleiben Sie in der Nähe, da eine rasche Fiebersenkung manchmal mit Unbehagen einher gehen kann.

15. Viel trinken

Eine ausreichende Hydration ist immer wichtig, damit der menschliche Organismus störungsfrei und optimal arbeiten kann, aber wenn der Körper mit Grippesymptomen zu kämpfen hat, sollten Sie ganz besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Zum einen verflüssigt sich so etwaiger Schleim in Rachen- und Nasenraum, der sich dann leichter löst und abgehustet oder ausgeschnäuzt werden kann. Dadurch werden Krankheitserreger leichter aus dem Körper ausgeleitet. Zum anderen verbraucht der Organismus bei der Bekämpfung von Krankheitserregern ohnehin mehr Flüssigkeit als im gesunden Zustand, insbesondere dann wenn die Person Fieber hat.

Generell wird empfohlen die Trinkmenge entsprechend des Fiebers anzupassen. Je nach Größe und Gewicht sollte ein erwachsener Mensch etwa eineinhalb bis zwei Liter Wasser am Tag trinken. Die Menge sollte um 500 Milliliter pro gestiegenem Grad Celsius erhöht werden, wenn das Fieberthermometer über 37 Grad Celsius steigt. Mögen Sie nicht nur Wasser trinken, eignen sich zur Flüssigkeitszufuhr auch stark verdünnte Saftschorlen und Kräuter- oder Früchtetees. Wenn Sie unter Halsschmerzen leiden, wählen Sie ein Getränk ohne Kohlensäure aus, da diese die gereizten Schleimhäute zusätzlich irritieren kann.

16. Nasenspülungen

Nasenspülungen können sich gleich doppelt positiv bei einer Grippe auswirken: Zum einen befeuchten sie trockene Schleimhäute, die sich dadurch beruhigen und wieder ihre Abwehrfunktion aufnehmen können. Zum anderen helfen Sie dabei, festsitzenden Schleim zu lösen und auch hartnäckige Verstopfungen der Atemwege zu lindern. Im Drogeriemarkt oder in der Apotheke aber auch im Fachhandel für Ayurveda- und Yogabedarf erhalten Sie sogenannte Neti-Pots, Nasenkännchen oder Nasenduschen, mit denen Sie eine Nasenspülung durchführen können.

Mischen Sie dafür in dem Gefäß der Dusche eine Salzlösung an. Im Handel gibt es passend portionierte Sachets, die Sie nur noch in lauwarmen Wasser auflösen müssen. Achten Sie unbedingt darauf, dass sich das Salz vollständig aufgelöst hat, damit es nicht zu unangenehmen Nebenwirkungen kommt, wenn Sie Ihre Nase spülen. Beugen Sie anschließend Ihren Kopf leicht seitlich und lassen Sie Salzwasser in Ihr eines Nasenloch fließen, während Ihr Mund leicht geöffnet ist. Aus dem anderen Nasenloch fließt das Wasser mitsamt festsitzendem Schleim wieder hinaus.

Vermeiden

17. Anstrengung

Von Grippe geplagte Menschen suchen instinktiv Ruhe und vermeiden Anstrengung. Da der Organismus mit dem Abwehren und Bekämpfen von Krankheitserregern voll ausgelastet ist, sollten Sie Ihre Belastung – sowohl körperlich als auch mental – deutlich reduzieren, sich krankschreiben lassen und auch Arbeiten im Haushalt delegieren, sodass sich Ihr Körper alle Kräfte für seine Genesung aufbringen kann. Auch körperliche Ertüchtigung in Form von Sport sollte unbedingt in der akuten Krankheitsphase vermieden werden, da der geschwächte Körper diese zusätzliche Belastung nicht wie sonst als positiven Reiz verbucht, sondern mitunter mit einem längeren oder schlimmeren Krankheitsverlauf darauf reagieren kann und es im schlimmsten Fall zu Folgeschäden kommen kann.

Gönnen Sie sich viel Ruhe und versuchen Sie zu schlafen, da der Körper im Schlaf sehr effektiv arbeiten kann. Gehören Sie zu den Personen, die tagsüber nicht schlafen können, ruhen Sie stattdessen und versuchen Sie sich aktiv zu entspannen, etwa durch Entspannungsmethoden wie der Progressiven Muskelentspannung oder dem Autogen Training.

18. Rauchen

Rauchen ist aus gesundheitlicher Sicht natürlich zu keinem Zeitpunkt angezeigt, aber gerade während einer Grippe oder Erkältung sollten Sie versuchen, auf den Genuss von Tabak zu verzichten, unabhängig davon, ob Sie Zigaretten, Zigarren oder Pfeife rauchen. Die im Tabak enthaltenden Schadstoffe können zu einer Intensivierung der Symptome führen und den Heilungsprozess negativ beeinflussen und im schlimmsten Fall zu einer chronischen Bronchitis führen.

Die reinigenden Funktion der Flimmerhärchen in den Atemwegen wird durch die im Rauch enthaltenden Substanzen wie beispielsweise Nikotin vermindert, sodass ein Abtransport von Schleim mit Krankheitserregern erschwert wird. Die Reinigungsfunktion wird stark beeinträchtigt. Auch die Abwehr von Krankheitserregern wird behindert, sodass Stoffe problemlos in die tieferen Atemwege gelangen und sich dort festsetzen können. Da der Körper die Eindringlinge trotz der verminderten Abwehr- und Reinigungsfunktion loswerden möchte, setzt ein verstärkter Hustenreiz ein, der den geschwächten Organismus zusätzlich belastet und zu einer Veränderung der Schleimhautzellen führt. Versuchen Sie daher, gerade während einer Grippe auf den Griff zur Zigarettenschachtel zu verzichten und nutzen Sie die Krankheitsphase doch für eine Entwöhnung, von der Sie auch langfristig gesundheitlich profitieren werden.

19. Alkohol

Ein hartnäckiger Irrglaube auch bei Anwendern von Hausmitteln ist der, dass Alkohol dabei helfen kann, eine Erkrankung auszuschwitzen oder die Krankheitserreger abzutöten. Das als meist relativ angenehm empfundene Gefühl von Wärme stellt sich durch eine gesteigerte Durchblutung der Haut dank einer Erweiterung der Blutgefäße ein. Dadurch wird die Grippe allerdings nicht ausgeschwitzt, sondern die verstärkte Durchblutung begünstigt einen Verlust der Körperwärme und kühlt den Körper so aus. Ferner belastet Alkohol als Zellgift den menschlichen Organismus, der daraufhin mit der Verarbeitung des Giftes beschäftigt ist, statt sich mit der Genesung zu befassen. Das körpereigene Abwehrsystem wird gestört und kann nicht mehr korrekt arbeiten, wodurch sich der Krankheitsverlauf möglicherweise verlängern oder intensivieren kann. Daher sollten Sie auf den Genuss von alkoholischen Getränken verzichten und auch Abstand von Hausmitteln mit Alkohol halten. Warten Sie Ihre Genesung ab und genießen Sie dann wieder Ihr Glas Bier oder Wein.

20. Trockene Luft

Gerade Grippeerreger verbreiten sich bei trockener Raumluft leichter und vermehren sich auch schneller. Zudem kann trockene Raumluft Reizhusten auslösen und dazu führen, dass die gestressten Schleimhäute noch mehr austrocknen. Trockene Schleimhäute können Krankheitserreger nicht mehr zuverlässig abwehren, sodass diese in den Organismus eindringen und auch in tiefer liegende Abschnitte der Atemwege gelangen können. Auch das Atmen mit einer verstopften Nase gelingt bei angenehm feuchter Raumluft leichter und begünstigt das Abfliessen von Schleim Daher sollte gerade in der Heizperiode darauf geachtet werden, dass der Feuchtigkeitsanteil der Raumluft nicht zu stark absinkt. Verwenden Sie – falls vorhanden – einen Raumluftbefeuchter oder stellen Sie Schalen mit Wasser auf, deren Inhalt Sie verdunsten lassen. Achten Sie aber sowohl bei einem Befeuchter als auch bei den Schalen darauf, das Wasser täglich auszutauschen, damit sich keine schädlichen Pilze oder Bakterien bilden können. Auch de Aufenthalt in der warmen Dusche kann aufgrund trockener Raumluft gereizte Schleimhäute zuverlässig beruhigen.

Was hilft gegen Grippe? – Abschließende Bemerkungen

Wir hoffen, dass Sie mit unserer Liste an Hausmitteln und Verhaltenstipps einer etwaigen Grippe auf natürliche und sanfte Weise begegnen können und somit auch für die nächste Krankheitswelle gerüstet sind. Egal, ob Sommer- oder Wintergrippe – mit den vorgestellten Tipps können Sie günstig und unkompliziert entstehende Symptome bekämpfen und vielleicht sogar Schlimmeres verhindern und gelangen rasch wieder auf die Beine, ohne Medikamente mit unangenehmen Nebenwirkungen einnehmen zu müssen. Kennen Sie weitere Hausmittel gegen Grippe? Teilen Sie Ihre Tipps mit uns in den Kommentaren und teilen Sie unsere Liste auch gerne über die Sozialen-Netzwerke mit Familienmitgliedern und Freunden.


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