Vorgestellt: 23 natürliche Hausmittel gegen Fieber

Fieber ist im Grunde nicht gefährlich sondern eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers um gegen Infektionen anzukämpfen. Meist geht Fieber mit einem grippalen Infekt einher und kann mit den nachstehenden Hausmitteln gegen Fieber auf vielfältige Weise behandelt und gesenkt werden. Aber auch Medikamente oder Operationen können der Auslöser für erhöhte Temperaturen sein. Bei einer Temperaturspanne von 38,1 bis 38,5 °C spricht man von leichtem Fieber, bei 38,6 bis 39,0 °C von mäßigem Fieber, bei 39,1 bis 39,9 °C von hohem und ab 40 °C von sehr hohem Fieber. Fiebermessen können Sie im Mund, im Ohr oder auch rektal. Wenn Sie sich für eine Stelle zum Fiebermessen entschieden haben, sollten Sie diese auch beibehalten, da es völlig natürlich ist, dass die Körpertemperatur zwischen Mund, Ohren und Rektum etwas schwankt. Eine orale Messung ist zuverlässig und kann in jedem Alter unkompliziert durchgeführt werden. Wenn Sie Ihr Fieber selbst bekämpfen möchten gibt Ihnen nachstehende Liste: 23 natürliche Hausmittel gegen Fieber – von bestimmten Kräutern über Obst-und Gemüsesorten bis hin zur Wahl der richtigen Kleidung – zahlreiche Informationen an die Hand.

Vorgestellt: 23 natürliche Hausmittel gegen Fieber

Obst und Gemüse

1. Knoblauch

Die Zauberknolle Knoblauch kann sogar hohes Fieber senken, indem sie das Schwitzen fördert. Schwitzen ist wiederum hilfreich dabei die schädlichen Giftstoffe aus dem Körper zu beseitigen und die Genesung zu beschleunigen. Außerdem ist Knoblauch ein antimykotisches und antibakterielles Mittel, das dem Körper hilft Infektionen zu bekämpfen und Krankheiten abzuwehren.

Bei Fieber sollten Sie eine Knoblauchzehe fein hacken und in eine Tasse heißes Wasser geben. Für 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und langsam trinken. Das nicht sonderlich geschmackvolle, aber überaus effektive Getränk sollten Sie zweimal am Tag trinken, so dass Sie bereits am nächsten Tag eine Verbesserung feststellen werden. Auch können Sie eine Mischung aus zwei zerdrückten Knoblauchzehen und zwei Esslöffeln Olivenöl erwärmen und diese Mischung dann auf die Fußsohle auftragen. Wickeln Sie Ihre Füße mit Gaze ein oder ziehen Baumwollsocken an, um die ölige Mischung an Ort und Stelle zu halten und lassen Sie alles über Nacht einwirken. Oft helfen diese Knoblauch-Wickeln an den Füßen schon über Nacht dabei, das Fieber erheblich zu senken. Knoblauch wirkt ähnlich wie ein Antibiotikum auf den menschlichen Körper und hilft somit gegen Infektionen, die oftmals Auslöser für das Fieber sind. Als fiebersenkendes Mittel ist Knoblauch jedoch für schwangere Frauen und kleine Kinder nicht geeignet.

2. Ingwer

Wenn Sie an Fieber leiden, sollte Ingwer täglich auf Ihrer Speisekarte vertreten sein. Entweder pur gegessen, fein geraspelt in Salaten oder Suppen oder als Tee zubereitet, hilft der Verzehr von Ingwer dabei Ihre Durchblutung und somit auch Ihre Schweißproduktion anzuregen. Darüber hinaus ist Ingwer ein natürliches antivirales und antibakterielles Mittel und unterstützt das Immunsystem jedwede Art von Infektion zu bekämpfen.

Für ein Ingwerbad fügen Sie Ihrem warmen Badewasser zwei Esslöffel Ingwerpulver hinzu und verrühren alles gut. Nehmen Sie ein Bad von etwa 10 Minuten, trocknen sich anschließend ab und legen sich komplett mit einer Decke bedeckt ins Bett. Bald werden Sie die schweißtreibende Wirkung des Ingwerbads bemerken. Das Schwitzen senkt das Fieber. Wenn Ihnen nicht nach einem Bad zumute ist oder Sie sich zu schwach fühlen – vor allem dann sollten Sie von einem Bad, das Ihren Kreislauf stark belasten kann, absehen – sollten Sie es mit einem Ingwertee versuchen.

Geben Sie dafür einen halben Teelöffel frisch geriebenen Ingwer in eine Tasse und übergießen ihn mit kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee für einige Minuten ziehen und fügen Sie etwas Honig hinzu. Bei Fieber sollten Sie drei- bis viermal pro Tag einen Ingwertee trinken. Eine weitere Möglichkeit Ingwer gegen Fieber einzusetzen ist folgende Mischung: Einen halben Teelöffel Ingwersaft mit einem Teelöffel Zitronensaft und einem Esslöffel Honig mischen und täglich mehrmals davon nippen. Da Sie bei fieberhaften Erkrankungen jedoch viel Flüssigkeit zu sich nehmen sollten, hilft der Ingwertee gleich auf doppelte Weise.

3. Artischocke

Auch die Artischocke ist mittlerweile als fiebersenkendes Mittel bekannt. Die zu den Korbblütlern zählende Pflanze ist ein natürliches Antioxidans, das auch antibakterielle und antivirale Eigenschaften hat, die helfen eine Erkältung und Fieber zu behandeln. Der faszinierende Wirkstoff der Artischocke nennt sich Cynarin und wurde Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt. Nachweislich ist dieser Bitterstoff fiebersenkend und hat nebenbei auch noch cholesterinsenkende Eigenschaften. Um Ihr Fieber zu senken können Sie Artischocken zum einen pur essen oder sich daraus einen Tee zubereiten. Artischocken sollten Sie in jedem Fall vorkochen oder dünsten und nicht roh essen. Verwenden Sie Artischocken zweimal am Tag um eine Linderung von viralen und bakteriellen Infektionen zu erzielen.

Kräuter und Gewürze

4. Minze

Minze hat bekanntlich eine kühlende Wirkung und kann dabei helfen die Körpertemperatur zu senken und überschüssige Wärme abzuleiten. Am besten hilft Minze als Hausmittel gegen Fieber indem Sie die Minzblätter für die Zubereitung eines Tees verwenden. Dafür einen Esslöffel zerkleinerte Minzblätter in eine Tasse geben und mit heißem Wasser übergießen. Nach 10 Minuten seihen Sie die Blätter ab und geben noch etwas Honig hinzu. Trinken Sie diesen innerlich kühlenden und zugleich beruhigenden Tee drei- oder viermal täglich für eine schnelle Genesung.

Alternativ können Sie sich auch einen Tee aus Minzblättern, Ingwerpulver und schwarzem Pfeffer zubereiten. Alle Inhaltsstoffe zu gleichen Teilen verwenden und mit Wasser aufkochen bis sich die Menge um die Hälfte reduziert hat. Trinken Sie auch diesen Tee mindestens dreimal täglich, um eine schnelle Verbesserung Ihres Wohlbefindens zu erzielen.

5. Kurkuma

Kurkuma hat sich ebenfalls als geeignetes Hausmittel gegen Fieber erwiesen. Die chemische Verbindung Curcumin in Kurkuma enthält starke antivirale, antimykotische, antibakterielle und antioxidative Eigenschaften. Diese Zusammensetzung unterstützt das Immunsystem, um gegen jede Art von Infektion anzukämpfen. Auch hilft Kurkuma dabei einen komplizierten und langwierigen Krankheitsverlauf zu unterbinden und die Dauer des Fiebers zu reduzieren. Nicht nur bei Fieber, sondern auch bei Diabetes, Blasen- und Nierenleiden, Bronchitis, Durchfall und Arthritis findet die Knollenpflanze ebenfalls Anwendung.

Um Ihr Fieber zu senken empfiehlt sich eine Tasse heiße Milch mit einem halben Teelöffel Kurkuma und einem Viertel Teelöffel schwarzem Pfefferpulver. Trinken Sie diese Mischung zweimal täglich, um die Fiebersymptome loszuwerden.

6. Zimt

Zimt ist ein sehr aromatisches Gewürz, das in der asiatischen und mediterranen Küche weit verbreitet ist und im alten Ägypten als sehr wertvoll galt. Die antibakterielle und natürlich wärmende Eigenschaft von Zimt hilft bei der Behandlung von Halsschmerzen, Erkältungen und Husten. Eine warme Tasse Zimt-Tee kann neben Halsreizungen auch vorbeugend gegen eine sich anbahnende Erkältung helfen. Auch wirkt Zimt wirkt als natürliches Heilmittel gegen Blähungen und Magenschmerzen, Arthritis und soll sogar die Symptome von PMS (Prämenstruelles Syndrom) reduzieren.

Die beste Art Zimt zur Behandlung von Erkältungen, Halsschmerzen und Fieber zu verwenden, besteht in der Zubereitung eines Tees oder im puren Genuss. Wenn es schnell gehen soll können Sie daher einen Esslöffel Honig mit einem halben Esslöffel frisch gemahlenem Zimt vermischen und zwei- bis dreimal am Tag für die Dauer von drei Tagen zu sich nehmen. Vergessen Sie dennoch nicht viel zu trinken.

7. Basilikum

Basilikum ist ein wirksames Kraut gegen Fieber. Denn Basilikum besitzt eine ebenso heilsame Wirkung wie manches industriell hergestelltes Antibiotikum. Seine heilenden Eigenschaften helfen schnell dabei Fieber zu reduzieren. Basilikum können Sie auf dem Markt oder in den meisten Supermärkten das ganze Jahr über als Topfpflanze kaufen. An einem sonnigen Plätzen aufgestellt und regelmäßig gegossen ist Basilikum äußerst langlebig. Nehmen Sie etwa 20 Basilikumblätter und kochen diese mit Wasser auf. Fügen Sie einen Teelöffel zerquetschten oder ganz fein gehackten Ingwer hinzu und kochen alles solange weiter bis sich die Flüssigkeit auf die Hälfte reduziert hat. Fügen Sie ein wenig Honig hinzu und trinken Sie diesen Tee zwei oder drei Mal am Tag für drei Tage um Ihr Fieber zu bekämpfen.

8. Cayennepfeffer

Cayennepfeffer und Chilis regen nicht nur die Verdauung an, sondern bringen das gesamte Immunsystem in Schwung. Die Fettverbrennung läuft nach dem Verzehr auf Hochtouren und Glückshormone werden ausgeschüttet. Auch bei der Senkung des Bluthochdrucks und der Reduzierung des Cholesterinspiegels im Blut kann der regelmäßige Verzehr von Cayennepfeffer hilfreich sein.

Bei Erkältungssymptomen ohnehin als Hausmittel bekannt, kann Pfeffer aber auch dazu beitragen Ihr Fieber zu senken. Der beste Weg, um Cayennepfeffer zur Behandlung von Erkältungen und Fieber zu verwenden, ist ihn als Tee zuzubereiten oder ihn einem Tee hinzuzufügen. Gießen Sie kochendes Wasser in eine Tasse und tauchen Sie einen Teebeutel Ihrer Wahl hinein, mischen Sie einen Esslöffel Honig und einen halben Teelöffel gemahlenen Cayennepfeffer hinzu und trinken alles langsam aus. Auch können Sie schwarze Pfefferkörner verwenden. Zerkleinern Sie zwei Teelöffel Pfeffer und mischen die zerstoßenen Körner mit einem halben Liter Wasser und geben noch zwei Esslöffel Zucker hinzu. Bringen Sie die Mischung zum Kochen und lassen alles solange köcheln bis sich die Menge mindestens um die Hälft reduziert hat. Die Lösung können Sie über den Tag verteilt löffelweise zu sich nehmen, um Ihr Fieber zu senken.

9. Korianderblätter

Nach den von Dr. Vasant Lad veröffentlichten ayurvedischen Hausmittel können auch Korianderblätter helfen Fieber zu lindern. Dafür eine Handvoll Korianderblätter in einem Mixer mit etwa 1/3 Tasse Wasser gründlich mischen. Die zähe Paste sollten Sie dann dreimal am Tag in Form von zwei Teelöffeln zu sich nehmen um die Symptome von Fieber zu lindern. Da Koriander reich an Phytonährstoffen und Vitaminen ist, sorgt er für eine Stärkung Ihres gesamten Immunsystems. Die Samen haben sogar antibiotische Verbindungen und die enthaltenen ätherischen Öle helfen effektiv, um virales Fieber zu bekämpfen. Die Samen sollten Sie als Tee zubereiten. Kochen Sie dafür einen Esslöffel Koriandersamen in Wasser auf. Nach Bedarf können Sie noch Honig oder etwas Milch hinzufügen.

Weitere Tipps und Hausmittel gegen Fieber

10. Apfelessig

Apfelessig ist nicht nur sehr kostengünstig, sondern auch hochwirksam gegen Fieber. Die im Apfelessig enthaltenen Säuren helfen dabei Fieber schnell zu reduzieren indem sie die Hitze aus der Haut ziehen. Am besten sollten Sie in Apfelessig baden. Geben Sie eine halbe Tasse Essig zu ihrem lauwarmen Badewasser hinzu. Baden Sie darin für mindestens fünf und maximal 20 Minuten. Wiederholen Sie den Vorgang mehrmals am Tag um die Körpertemperatur zu senken.

Wer nicht gleich ein Vollbad nehmen möchte, kann auch einen Waschlappen verwenden. Tränken Sie einen Waschlappen oder ein Gästehandtuch in einer Lösung aus einem Teil Apfelessig und zwei Teilen kaltem Wasser. Die überschüssige Flüssigkeit auswringen und den Lappen auf die Stirn oder auf den Bauch legen. Sobald der Waschlappen warm wird, wechseln Sie ihn aus und legen erneut einen kalten in Apfelessig getränkten Waschlappen auf. Wiederholen Sie die Prozedur solange bis das Fieber merklich sinkt. Auch Essigsocken sind ein altbewährtes Hausmittel gegen Fieber. Mischen Sie ebenfalls Apfelessig mit Wasser. Das Verhältnis sollte mindestens 1:2 betragen. Tränken Sie darin Ihre Socken und ziehen diese dann feucht aber nicht mehr tropfend an und lassen diese wenigstens eine Stunde oder über Nacht an. Apfelessig können Sie auch innerlich zur Linderung von Fieber anwenden. Dafür sollten Sie zwei Teelöffel Apfelessig und einen Esslöffel Honig in einem Glas mit Wasser vermengen und die Mischung zwei- bis dreimal am Tag trinken.

11. Kokosnussöl

Kokosöl ist reich an Laurinsäure und soll die Lipidschicht einiger Viren auflösen können, so dass diese besser von der körpereigenen Abwehr angegriffen werden können. Kokosöl ist in der Homöopathie und der Ayurveda schon lange als äußerst effizientes Mittel bekannt. Es wird zur Mundhygiene, zur Haar- und Hautpflege, zur Behandlung von Erkältungen, Grippe und Schnupfen verwendet. Auch fiebersenkende Eigenschaften werden dem Kokosnussöl nachgesagt. Um Ihr Immunsystem insgesamt zu stärken sollten Sie 5-6 Esslöffel pro Tag ihrem Essen oder Ihren Getränken beimischen. Auch für das ayurvedische Ölziehen ist Kokosöl hervorragend geeignet.

12. Kräutertee und Grüner Tee

Die gesundheitlichen Vorteile von Grünem Tee sind unlängst bekannt und fast nicht aufzuzählen. Neben der entspannenden Wirkung hilft Grüner Tee auch bei Erkältungen, Halsschmerzen und einer laufenden Nase. Die im Grünen Tee enthaltenen Polyphenole und Flavonoide helfen bei der Steigerung der Widerstandsfähigkeit des Körpers. Durch diese Stärkung des Immunsystems ist Grüner Tee also mittelbar auch bei der Bekämpfung von Infektionserregern behilflich. Um die heilende Wirkung des Grünen Tees auszunutzen empfiehlt sich die gewöhnliche und einfache Zubereitungsart. Den Tee in Beutelform oder in Blätterform in einem Teeei mit heißem Wasser übergießen, ziehen lassen und mehrmals täglich trinken. Laut einer Studie aus Japan soll Grüner Tee bei der Bekämpfung von mehr als 50 Krankheiten behilflich sein. Bei erhöhter Körpertemperatur können Sie auch Kräutertee trinken. Sorten wie Hagebutte, Zitronengras, Lindenblüten oder Kamille empfehlen sich bei Fieber und Grippe.

13. Honig

Honig ist das Goldstück unter den Hausmitteln, wenn es um den Nutzen aus antibakteriellen, antimikrobiellen und antioxidativen Eigenschaften geht. Honig enthält zudem Kalzium, Kupfer, Eisen, Magnesium, Mangan, Phosphor, Kalium, Natrium und Zink und ist somit ein äußerst nahrhaftes und leckeres Naturprodukt.

Nicht nur geschmacklich lassen sich wunderbar Speisen wie Salate, Backwaren oder Frühstücksbrötchen mit Honig verfeinern auch Getränke in Form von Säften und Tees lassen sich damit süßen. Die heilsamen Substanzen des Honigs haben eine ähnliche Wirkung wie Antibiotika und stärken die Abwehrkräfte von innen. Ob Sie bei Fieber vermehrt Bienen,- Wald- oder Manuka-Honig zu sich nehmen, bleibt dabei Ihnen überlassen, wobei in letztgenanntem eine sehr konzentrierte Wirkstoffkombination vorzufinden ist. Während Sie an Fieber leiden sollten Sie mehrmals täglich Ihren Tee mit Honig verfeinern oder über den Tag verteilt einige Teelöffel puren Honig auf Ihrer Zunge zergehen lassen. Auch bei Reizhusten, Heiserkeit und Halsschmerzen verschafft Honig schnelle Abhilfe.

13. Probiotika

Zu Zeiten, in den die Influenza grassiert oder eine Grippewelle angekündigt wird, ist auch Fieber als Begleiterscheinung meist nicht weit. Bringt man Probiotika zwar meist mit Magen- und Darmproblemen in Verbindung so hilft deren Einnahme auch dabei, sich vor grippalen Infekten und somit vor fieberhaften Erkrankungen zu schützen. Denn eine ausgewogene Darmflora macht Sie insgesamt widerstandsfähiger und Sie sind nicht so anfällig für Krankheiten und Infekte. Probiotika helfen elementar dabei Ihr Immunsystem zu unterstützen. Denn haben Sie gewusst, dass sich 80 Prozent Ihres gesamten Immunsystems in Ihrem Verdauungstrakt befinden? Wenn Sie unter Fieber leiden ist Ihr Immunsystem allerdings angegriffen. Daher können Probiotika dazu beitragen, das Risiko bestimmter akuter Infektionskrankheiten zu reduzieren und das Immunsystem zu stärken. Um bestimmten Krankheiten wie der Grippe oder Fieber vorbeugend entgegenzuwirken empfiehlt sich daher eine Ernährung, die reich an den gesunden Bakterien ist. Probiotika finden Sie etwa in Naturjoghurt, Kombucha oder einer japanischen Miso-Suppe.

14. Hühnersuppe

Von Großmüttern bei Erkältungen und Fieber stets empfohlen: Die gute alte Hühnersuppe. Und nun ist es wissenschaftlich sogar bewiesen, dass eine frisch gekochte Hühnersuppe so allerlei medizinische Kräfte in sich hat. Forschungen einer Universität in Nebraska belegen nun, dass das in der Hühnersuppe oder der Hühnerbrühe enthaltene Cystein bei der Stärkung der Zellen hilft. Der Eiweißstoff Cystein wirkt somit entzündungshemmend und bei der Abwehr von Viren. Unterstützend wirkt sich zudem die Hitze der Hühnersuppe aus, da Viren grundsätzlich wärmeempfindlich sind. Im Hühnerfleisch ist obendrein reichlich Zink enthalten, das förderlich auf das Immunsystem wirkt und bei der Bekämpfung von zahlreichen Erregern hilft.

15. Salzwasser

Da Fieber oft eines der Begleitsymptome eines grippalen Infekts, einer Nasennebenhöhlenentzündung, einer Bronchitis oder einer weiteren Form einer Atemwegserkrankung darstellt, ist es wichtig, den Infektionen in den oberen Atemwegen den Garaus zu machen. Mit Salzwasser zu gurgeln hilft dabei Infektionen innerhalb der oberen Atemwege zu bekämpfen oder diese im Voraus zu verhindern. Gurgeln und Nasenduschen können die Schwere der Erkältungssymptome erheblich verringern. Vor allem bei Halsschmerzen und Heiserkeit sollten Sie mit Salzwasser gurgeln. Auch bei einer verstopften Nase ist Salzwasser nützlich, da es nicht nur desinfizierend, sondern auch schleimlösend wirkt. Um Salzwasser als Hausmittel gegen Fieber und Grippe zu verwenden, lösen Sie einen Teelöffel Meersalz oder Speisesalz in einem vollen Glas Wasser auf. Spülen Sie damit Ihren Mundraum aus und gurgeln damit bis tief in den Rachen. Anschließend ausspucken und den Mundraum gründlich ausspülen.

16. Echinacea

Bereits die Ureinwohner Amerikas haben das Kraut und die Wurzel der Echinacea-Pflanze schon vor mehr als 400 Jahre verwendet, um Infektionen und Fieber zu behandeln. Die in der Echinacea oder auch als Sonnenhut bekannte Pflanze enthält als Wirkstoff Flavonoide, die viele therapeutische Wirkungen auf den Körper haben. Zum Beispiel können Flavonoide Ihr Immunsystem stärken und Entzündungen reduzieren.

Die Erforschung der Wirksamkeit des Krautes im Kampf gegen Erkältung und Grippe befindet sich noch im Anfangsstadium. Einige Untersuchungen legen jedoch nahe, dass die Einnahme von Echinacea das Risiko der Erkältung um mehr als 50 Prozent senken kann. Echinacea kann auch die Länge einer Erkältung sowie die Dauer Ihres Fiebers positiv beeinflussen. Als gesunder Erwachsener empfiehlt sich bei Erkältung und Fieber folgende Dosierung: Nicht länger als eine Woche drei Mal täglich 1 bis 2 Gramm Echinacea-Wurzeln oder Echinacea-Kräuter als Tee zubereitet einnehmen.

17. Lauwarmes Bad

Ein lauwarmes Bad kann helfen Ihr Fieber zu senken. Zusätze wie Bittersalz oder ein paar Tropfen ätherisches Öl, Pfefferminze oder Lavendel wirken unterstützend, um Ihren durch Krankheit verspannten Körper zu entspannen und zu beruhigen. Am besten wärmen Sie zunächst Ihr Bett vor, in das Sie nach dem Vollbad rasch verschwinden sollten. Füllen Sie nun Ihre Wanne mit warmem Wasser. Dabei sollte die Wassertemperatur bereits unter Ihrer eigenen Körpertemperatur liegen. Legen Sie sich nun in die Badewanne und fügen Sie nach und nach kaltes Wasser hinzu. Innerhalb von 15 Minuten sollte das Badewasser auf 25 °C gesunken sein. Während Sie das kalte Wasser zulaufen lassen, besteht die Möglichkeit, dass Sie anfangen zu frieren. Versuchen Sie dennoch das Bad zu beenden und reiben sich hin und wieder mit einem Waschlappen ab, um Ihren Körper zu befeuchten. Nach einer Viertelstunde beenden Sie das Bad mit der absteigenden Wassertemperatur und trocknen sich ab, um dann in Ihrem vorgeheizten Bett die Ruhe zu genießen.

18. Tränken Sie Ihre Socken

Bereits genannt wurden die altbewährten Essigsocken als Hausmittel gegen Fieber. Aber auch einfache nasse Socken sind ein beliebtes Volksheilmittel gegen Fieber. Wärmen Sie zuerst Ihre Füße in heißem Wasser. Dann weichen Sie ein dünnes Paar Baumwollsocken oder Leinensocken in kaltem Wasser ein, wringen diese aus und ziehen sie kurz vor dem Zubettgehen an. Tragen Sie ein Paar trockene Wollsocken über den feuchten Socken. Dieser einfache Trick funktioniert bei der Linderung von Fieber, indem das Blut im Körper zu Ihren Füßen gezogen wird – was die Blutzirkulation dramatisch erhöht. Eine andere Möglichkeit das Blut in die Füße zu ziehen, ist ein Senf-Fußbad. In einer Schüssel oder einem Eimer, der groß genug für Ihre Füße ist, zwei Teelöffel Senfpulver in vier Tassen heißes Wasser geben und umrühren. Nehmen Sie sodann ein Senf-Fußbad.

19. Ruhe

Wenn der Körper Fieber hat – was bedeutet, dass er eine Krankheit bekämpft – ist die beste Unterstützung, die Sie Ihrem kämpfenden Körper geben können, sich ordentlich auszuruhen. Das bedeutet im Idealfall Bettruhe. Liegen und schlafen ist oft die beste Medizin. Versuchen Sie alle Stressfaktoren, wie das Handy oder den Fernseher abzuschalten und gönnen Sie Ihrem Körper einige Stunden Ruhezeit pro Tag, wenn er krank ist und trinken Sie möglichst viel Wasser. Auch sollten Sie nicht versuchen sich selbst zu belügen, Schmerzmedikamente nehmen und wie gewohnt arbeiten gehen. Sehen Sie ein, dass Sie Ihrem Körper Ruhe gönnen müssen, um sich selbst zu heilen.

20. Gesichtsdampf

Wenn Ihre erhöhte Körpertemperatur ein Symptom einer Erkältung oder eines grippalen Infektes ist, könnte Ihnen eine Gesichts-Dampfbad helfen. Sofern Sie nur Küchenkräuter zur Hand haben können Sie diese verwenden. Besser sind jedoch frische Kräuter. Für das Dampfbad bringen Sie 250-500 ml Wasser in einem großen Topf zum Kochen. Nehmen Sie den Topf vom Herd und fügen Sie je 2 Teelöffel Thymian, Rosmarin und Oregano hinzu. Lassen Sie die Kräutermischung abgedeckt für etwa 5 Minuten ziehen und halten anschließend Ihr Gesicht direkt über den Topf. Bedecken Sie Ihren Kopf mit einem Handtuch, um die Hitze und den Dampf nicht entweichen zu lassen. Atmen Sie ruhig und regelmäßig den Dampf immer wieder durch die Nase ein und durch den Mund aus. Möglichst 15 Minuten lang sollte das Gesichtsdampfbad dauern, so dass sich alle Verstopfung in der Nase und den Nebenhöhlen lösen können und Viren und Bakterien in den Lungen, Bronchien und den Atemwegen abgetötet werden. Alternativ können Sie auch eine halbe Tasse Essig statt der Kräuter für Ihr Dampfbad verwenden. Dies wird zwar nicht so gut riechen, hat aber ebenfalls eine effektive Wirkung.

Was Sie vermeiden sollten

21. Trockene Umgebung

Grippe gedeiht und verbreitet sich leichter in einer trockenen Umgebung. Auch die Erkrankung der Atemwege und damit einhergehend Fieber werden in einem Umfeld mit hoher Luftfeuchtigkeit wesentlich besser kurieren. Erhöhte Feuchtigkeit in der Luft kann auch Nasenentzündung reduzieren und somit das Atmen erleichtern, wenn Sie krank sind. Daher können Sie bei Krankheit in Ihrem Schlafzimmer vorübergehend einen Luftbefeuchter, der kühlem Nebel zerstäubt, aufstellen. Besonders im Winter wenn die Luft sehr trocken ist vom ständigen Heizen kann eine erhöhte Luftfeuchtigkeit im eigenen Zuhause dafür sorgen, dass Sie gar nicht erst krank werden. Wenn schon Erkältungssymptome aufgetreten sind können Sie dem Luftbefeuchter auch ein paar Tropfen Eukalyptusöl hinzufügen, um Ihre Atmung zu stimulieren. Denken Sie daran, dass das Wasser, das in Luftbefeuchtern verwendet wird, täglich gewechselt werden muss, damit Schimmelpilze und andere Pilzarten nicht gedeihen können.

22. Dehydrierung

Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr während Sie an Fieber leiden. Der Körper beginnt schneller auszutrocknen, wenn er krank ist. Eine Dehydration –
also eine Austrocknung oder ein Flüssigkeitsmangel – ist üblich bei Fieber, Grippe, Nierenerkrankungen sowie Übelkeit und Erbrechen. Trinken Sie daher viel Wasser oder Tee, um eine Dehydration während Ihrer fieberhaften Erkrankung zu vermeiden. Auch wenn Ihnen das Durstgefühl in diesen beschwerlichen Tagen völlig fehlen sollte, zwingen Sie sich zu trinken. Alkohol und Softdrinks hingegen sorgen nicht für eine ausreichende Versorgung an Flüssigkeit und Elektrolyten und sollten daher vermieden werden, wenn Sie an Fieber leiden.

23. Tragen Sie nicht zu viel Kleidung

Da Fieber oft auch mit Phasen von Schüttelfrost einhergeht, ist man schnell dazu geneigt, sich dick und warm anzuziehen. Versuchen Sie stattdessen eine Schicht leichte Kleidung zu tragen und mit einer leichten Decke zu schlafen. Der Raum sollte eine angenehme Temperatur haben. Achten Sie vor allem auch auf die Luftfeuchtigkeit. Atmungsaktiv sollte Ihre Kleidung ebenfalls sein. Es nützt gar nichts, wenn Sie sich in Schichten an Polyester hüllen und darin selbstverständlich schwitzen. Die Hitze kann durch diese Kleidung aus nicht atmungsaktiven Fasern jedoch nicht entweichen und Sie schmoren im wahrsten Sinne in ihrem eigenen Saft. Besser ist daher der klassische Zweibellook, bei dem Sie je nach Schwankungen der Temperatur auch einmal ein Kleidungsstück ablegen und drüber ziehen können. Nassgeschwitzte Kleidung sollte Sie gegen trockene austauschen.

Was hilft gegen Fieber? – Abschließende Bemerkungen

Die Liste an Hausmitteln gegen Fieber sollte Ihnen zahlreiche Tipps, Hinweise und Ratschläge liefern. Wenn Ihnen die natürlichen Heilmittel, die fiebersenkend wirken, das Fieber schnell und effektiv lindern und sogar ganz ohne Medikamente bekämpfen können, gefallen, dann teilen Sie den Artikel gerne mit Freunden, Verwandten und der Familie. Vor allem für Kinder und Babys sind viele Hausmittel des Artikels geeignet, da sie mit wenig Aufwand und ohne pharmazeutische Mittel auskommen. Vor allem die ganz simplen Empfehlungen, wie das absteigende Vollbad oder die getränkten Socken lassen sich bei jeder Altersgruppe anwenden und verschaffen Ihnen schnell und schonend eine Linderung. Viel trinken und ruhen sind die vielleicht banalsten, aber wirkungsvollsten Hausmittel gegen Fieber.


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