Vorgestellt: 30 natürliche Hausmittel gegen Blasenentzündung

Eine Blasenentzündung ist nicht nur ziemlich lästig, sondern mitunter auch sehr schmerzhaft. Die Blase drückt unentwegt, das Wasserlassen schmerzt und die Betroffenen fühlen sich schlapp und angestrengt. Daher stehen die Linderung der Symptome und das Bekämpfen der Ursache ganz klar im Vordergrund. Neben einer Behandlung durch den Arzt können Hausmittel eine gute Unterstützung für den Organismus sein, um unangenehme Harnwegsinfektionen effektiv und schonend zu bekämpfen. Im Folgenden finden Sie die 30 besten Hausmittel gegen eine Blasenentzündung, die Ihnen die Zeit mit einer Blasenentzündung erleichtern und Sie bei Ihrer Genesung unterstützen können. Hierbei gilt es vor allem, die Krankheitserreger aus Blase und Harnwegen hinaus zu spülen und die Schmerzen zu bekämpfen.

Vorgestellt: 30 natürliche Hausmittel gegen Blasenentzündung

Tees aus Heilkräutern und andere Getränke

1. Wacholder

Wacholder ist für seine harntreibende Wirkung bekannt und ist daher ein beliebtes Hausmittel, um Blase und Harnwege effektiv durchzuspülen und Keime und Krankheitserreger auszuschwemmen. Sowohl die enthaltenden Öle als auch die Gerbstoffe sind antibakteriell und antimikrobiell und somit ideal beim Bekämpfen der Krankheitserreger einer Zystitis. Zudem wirken sie entzündungshemmend und beruhigend, sowie krampflösend und können somit zur Verbesseung der Schmerzen beitragen. Wacholderbeeren können als Kur eingenommen werden, wobei die Dosis langsam erhöht und anschließend wieder verringert wird. Zudem ist der Wacholder auch als Tee genießbar oder als Kräuterextrakt.

2. Rettichsaft

Rettichsaft gilt seit Generationen als beliebtes Hausmittel, um selbst hartnäckige oder chronische Blasenentzündungen zu bekämpfen. Seine Wirkung bekommt der Rettich durch die enthaltenden Senföle, die in der Blase schädliche Bakterien bekämpfen. Der Rettich kann wahlweise roh verziert werden oder als Mus eingenommen werden. Um den Saft etwas zu lösen, empfiehlt es sich, den Rettich fein zu würfeln und mit etwas Zucker zu bestreuen. Nach einer Ziehzeit von mindestens 30 Minuten kann der Rettich mit dem ausgetretenen Saft püriert werden. So lässt sich dieses Hausmittel gerade für Kinder leichter verzehren.

3. Schachtelhalm

De Acker-Schachtelhalm ist das ideale Hausmittel, wenn Sie merken, dass eine Blasenentzündung im Anmarsch ist. Das Kraut wirkt harntreibend und ist daher eine gute Unterstützung beim Ausschwemmen der Krankheitserreger aus Blase, Harnleiter und Harnröhre. Auch unter dem Namen Zinnkraut bekannt, gehört der Schachtelhalm seit Jahrhunderten zu den beliebten Heilkräutern in Deutschland und findet sich auch heute noch in vielen Fertigmischungen für Blasen- und Nierentees. Als Tee werden die grünen Sommertriebe vom Schachtelhalm verwendet. Der Schachtelhalm wirkt sich übrigens nicht nur als Tee wohltuend bei einer Zystitis aus, sondern kann auch bei einem Sitzbad als Badezusatz verwendet werden.

4. Bärentraubenblättertee

Bärentraubenblättertee gilt als einer der Klassiker zur Behandlung einer Zystitis. Trotz seines bitteren Geschmacks wirkt er durch seine desinfizierende Wirkung sehr effektiv. Üblicherweise wird der Tee kalt angesetzt. Drei Tassen pro Tag sollten Sie trinken. Damit der Tee genießbarer wird, lassen Sie ihn nicht zu lange ziehen und dosieren Sie genau. Kindern und empfindlichen Erwachsenen können Sie den Genuss des Tees durch die Zugabe eines Süßungsmittels, etwa Honig oder Agavendicksaft, erleichtern.

5. Goldrutentee

Goldrute ist eine Heilpflanze mit Tradition, die auch gerne zur Linderung der Beschwerden einer Blasenentzündung genutzt wird. Gerade die Echte Goldrute wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und zudem auch noch harntreibend. Somit fördert sie aktiv das Ausspülen der Krankheitserreger. Sie können Goldrute entweder als Tee zu sich nehmen, oder ein Extrakt oder Tabletten aus der Apotheke besorgen. Ein Teelöffel Goldrutenkraut wird in 150 Milliliter kaltem Wasser angesetzt und dann zum Sieden gebracht. Anschließend fünf Minuten ziehen lassen und abseihen. Drei Tassen pro Tag sind eine gute Empfehlung bei einer akuten Zystitis.

6. Birkenblättertee

Ein Tee aus Birkenblättern wird aufgrund seiner harntreibenden Wirkung gerade bei Blasenentzündungen gerne als Hausmittel genutzt. Dieser Effekt entsteht besonders durch den hohen Gehalt an Saponinen. Zudem enthalten Birkenblätter auch andere nützliche Wirkstoffe wie etwa Proanthocyanidine oder Flavonoide. Birkenblätter sind häufig in fertigen Mischungen enthalten, die unter der Bezeichnung Blasen- oder Nierentee angeboten werden. Sie sind aber auch lose in der Apotheke oder im Reformhaus zu erwerben und können als Tee zubereitet werden.

7. Brennessel

Die Große Brennessel ist eine einheimische Heilpflanze, die auch bei der Linderung von Blasenentzündungsbeschwerden Verwendung findet. Sie ist eine echte Powerpflanze und steckt voller Wirkstoffe, wie etwa Kieselsäure, Kalzium, Kalium, Flavonoide, Phytosterole und Phenolcarbonsäuren, sowie Scopoletin. Bei bakteriell bedingten Krankheiten wie etwa der Zystitis ist die Brennessel wegen ihrer antibakteriellen Wirkung sehr wirksam. Zudem wirkt sie harntreibend und ist somit ideal zum Durchschwemmen der Harnwege und Ausspülen von Krankheitserregern geeignet. Die Wirkung der Brennessel können Sie sich entweder in Form von Tees zu Nutze machen oder aber in Form des sogenannten Brennesselpresssafts. Diesen finden Sie unter anderem in Reformhäusern, in der Apotheke oder in Naturkostläden.

8. Apfelessig

Apfelessig ist ein wirkungsvolles Hausmittel, da es aufgrund seiner Inhaltsstoffe wie ein natürliches Antibiotikum wirken kann und mit seinem hohen Säuregehalt sehr gut zur Bakterienbekämpfung geeignet ist. Bei einer akuten Zystitis kann ein Esslöffel Apelessig in einem Glas Wasser verrührt getrunken werden. Um den Geschmack angenehmer zu machen, kann der Trunk mit etwas Honig gesüsst werden. Gerade betroffene Kinder trinken das Hausmittel so leichter. Der Trunk sollte in dieser Dosis drei Mal täglich eingenommen werden. Apfelessig finden Sie mittlerweile in jedem guten Supermarkt. Empfohlen wird bei einer Blasenentzündung ein naturbelassenes Produkt.

9. Nieren- und Blasentee

Bei Nieren- und Blasentee handelt es sich um fertige Kräutermischungen, die zahlreiche Kräuter enthalten, die harntreibend, schmerzstillend, krampflösend oder antibakteriell wirken. Durch die Mischung können Sie gleich von mehreren Wirkstoffen profitieren. Bereiten Sie den Tee entsprechend der Packungsempfehlung zu und süßen Sie ihn bei Bedarf mit etwas Honig. Sie erhalten Nieren- und Blasentee sowohl in der Apotheke, als auch in Reformhäusern und Drogerien. Auch in der Teeabteilung gut sortierter Supermärkte lassen sich diese Mischungen finden.

Essen

10. Heidelbeeren

Heidelbeeren sind nicht nur lecker, sondern stecken auch voller gesunder Wirkstoffe. Dazu zählen unter anderem Gerbstoffe, Flavonoide und Vitamine. Sie stärken damit nicht nur das Immunsystem, sondern sind auch für ihre antibakterielle Wirkung bekannt. Dadurch sind sie gerade bei einer Zystitis, die durch Bakterien hervorgerufen wird, ein tolles und vor allem wohlschmeckendes Hausmittel, das auch Kinder gerne mögen.

Sie können Heidelbeeren im Akutfall nutzen, um Ihre Symptome zu lindern oder die kleinen Früchte auch vorbeugend naschen. Heidelbeeren können Sie entweder frisch als Beerenobst verzehren oder einen Saft aus Heidelbeeren verzehren. Achten Sie aber darauf, dass dieser nicht zusätzlich gesüsst ist. Zudem können Sie in der Apotheke und in Reformhaus auch Heidelbeerentee kaufen. Diesen bereiten Sie nach Empfehlung zu und trinken drei Tassen über den Tag verteilt.

11. Preiselbeeren und Amerikanische Cranberrys

Preiselbeeren sind Früchtchen mit vielen tollen Inhaltsstoffen: Sie weisen einen hohen Anteil an Mineralstoffen und Vitaminen auf und auch der Anthocyan-Gehalt ist bemerkenswert. Neben der heimischen Wildpreiselbeere finden Sie im Handel vor allem die Amerikanische Preiselbeere, auch unter dem Namen Cranberry bekannt. Die harndesinfizierenden Inhaltsstoffe der Amerikanischen Cranberry befinden sich in den Blättern der Pflanze, während in den Beeren verschiedene Vitamine und Gerbstoffe zu finden sind.

Ein Tee aus Bestandteilen der Preiselbeere wird aus einem Teelöffel Kraut und einem Viertel Liter Wasser aufgebrüht. Nach zehn Minuten können Sie den Tee abseihen und abgekühlt genießen. Drei Tassen täglich können Sie sich von dem Tee schmecken lassen. Der Tee wird als Hausmittel bei akuten und chronischen Erkrankungen der Blase empfohlen und kann auch den schmerzhaften Toilettengang erleichtern.

Preiselbeersaft wird aus den Früchten gewonnen und ist reich an Vitaminen und wirkt zudem harntreibend. Dadurch ist er bei akuten Beschwerden empfehlenswert. Doch auch vorbeugend ist der Saft aus der Cranberry sehr gut geeignet, da er den Bakterientransport von der Blase aus in den Urin fördert. Das Anhaften der Krankheitserreger an der Schleimhaut der Blase wird dadurch verhindert und eine mögliche Infektion vermieden. Achten Sie darauf, reinen Preiselbeersaft ohne Zuckerzusatz zu kaufen. Da der Saft sehr herb schmeckt, können Sie ihn bei Bedarf mit Wasser und Apfelsaft strecken. Dadurch wird er auch für Kinder genießbarer. Neben Preiselbeersaft und Preiselbeertee können Sie in der Apotheke auch ein Trinkgranulat kaufen. Dieses enthält hochkonzentriert die Wirkstoffe der Preiselbeere und ist meist portionsfertig in kleinen Tütchen zu kaufen.

12. Natron

Ein zu saures Milieu begünstigt die Bildung von schädlichen Pilzen und Bakterien. Daher ist die Schaffung eines basischen Milieus eine gute Voraussetzung um Blasenentzündungen zu vermeiden. Auch bei einer akuten Blasenentzündung kann ein basischer Urin helfen. Das Brennen in Harnröhre und Harnwegsöffnung wird beim Wasserlassen dadurch minimiert. Als Hausmittel empfiehlt sich hier die Einnahme von Backpulver oder Natron. Dazu mischen Sie etwa eine Messerspitze Natron oder Backpulver in einem großen Glas Wasser und trinken diese Mischung über drei Tage hinweg am Morgen und Abend.

13. Amla Beere

Auch das Obst der Amla Beere ist ein wirksames Hausmittel bei einer Zystitis. Amla Beeren enthalten viel Vitamin C und hemmen das Wachstum von Bakterien. Sie unterstützen dadurch das Immunsystem und wirken entzündungshemmend. Amla ist in Form von Pulver in der Apotke, in Reformhäusern und im Naturkosthandel erhältlich. Zur Anwendung mischen Sie einen Teelöffel Pulver mit einer Tasse Wasser und bringen Sie diese Flüssigkeit zum Kochen, bis etwa die Hälfte der Wassermenge verdampft ist. Der Rest kann nach dem Abkühlen getrunken werden. Empfohlen werden drei Portionen über den Tag verteilt an drei bis fünf aufeinander folgenden Tagen.

14. Knoblauch

Auch Knoblauch ist ein altes Hausmittel, das sich positiv auf das Immunsystem auswirken kann. Durch seine antibakterielle Wirkung ist der Knoblauch gerade bei Erkrankungen, die durch Bakterien verursacht werden, eine echte Geheimwaffe. Um alle Nährstoffe des Knoblauchs zu erhalten, sollte er roh verzehrt werden. Sie können ihn wahlweise auf geröstetes Brot streichen, Tzatziki oder Pesto verzehren oder aber einen Knoblauchsud ansetzen. Dafür zerdrücken Sie bis zu drei Zehen mit der Knoblauchpresse oder einer Gabel und vermischen den Knoblauch mit einer Tasse warmen Wasser. Dieser Sud sollte warm getrunken werden und täglich über einen Zeitraum von 14 Tagen eingenommen werden.

Verhaltensweisen – präventiv und akut

15. Viel trinken

Ausreichend zu trinken fällt vielen Menschen im Alltag schwer. Eine gute Hydration ist allerdings sehr wichtig, um die körperliche Gesundheit zu erhalten. So kann ein zu stark konzentrierter Urin bei zu wenig Flüssigkeitszufuhr die Blase entscheidend reizen und damit Blasenentzündungen begünstigen. Daher ist ausreichendes Trinken eine gute Präventivmaßnahme, wenn Sie zu Blasenentzündungen neigen. Sind Sie akut betroffen, sollten Sie ebenfalls viel trinken. Zwei Liter pro Tag gelten hier als Orientierung.

Trinken Sie Wasser, am besten ohne Kohlensäure, um die Harnwege nicht noch mehr zu reizen oder aber Tees aus Heilkräutern oder Cranberrysaft. Wenn Sie genug trinken, aktivieren Sie Ihr Immunsystem und helfen der Blase auch, die Krankheitserreger durch häufige Toilettengänge aus dem Harntrakt auszuschwemmen. Ist der Urin zudem weniger stark konzentriert, tut das Wasserlassen trotz Blasenentzündung nicht ganz so stark weh und das Urinieren ist angenehmer.

16. Häufiges Wasserlassen

Obwohl Betroffene während einer Blasenentzündung wegen der mitunter starken Beschwerden gerne das Urinieren vermeiden wollen würden, sind häufige Toilettengänge eine gute Möglichkeit, die Bakterien aus der Blase abzuleiten. Auch als vorbeugende Maßnahme empfiehlt sich das häufige Wasserlassen. Wer häufig gegen Harndrang ankämpft und einhält, erlaubt den Bakterien in der Blase sich ungünstig zu vermehren. Die Blase wird durch den stark konzentrierten Urin ungünstig gereizt. Gerade bei einer akuten Blasenentzündung kann bei sehr konzentriertem Urin das Wasserlassen sehr schmerzhaft sein. Daher lieber öfter die Toilette aufsuchen, um Schmerzen zu vermeiden. Auch das Urinieren nach dem Geschlechtsverkehr soll sich positiv auf die Harnwege auswirken, da mögliche Bakterien ausgeschwemmt werden. Somit können sich diese nicht festsetzen und eine Infektion begünstigen.

17. Wärmflasche, Körnerkissen oder Heizkissen

Wärme wirkt Wunder bei einer verkrampften Muskulatur und kann dem Körper dabie helfen, sich zu entspannen. Bei einer Blasenentzündung sollten Sie vor allem darauf achten, dass Ihre Füße, Ihr Unterleib und Ihr unterer Rücken schön warm sind. Eine Wärmflasche, ein Heizkissen oder ein Körnerkissen können angenehm wärmen. Achten Sie darauf, eine Wärmflasche niemals direkt aufd die Haut zu legen, da es hierbei zu Verbrennungen kommen kann. Jegliche Wärmemittel sollten angenehm warm, aber nicht zu heiß sein, damit die entspannende Wirkung erzielt werden kann und die Blase sich nicht ungünstig zusammenzieht oder gar verkampft.

18. Feuchtwarme Umschläge

Feuchte und warme Umschläge sind eine beliebte Anwendung bei Schmerzen im Unterleibsbereich. Gerade wenn Blase und Harnwege gereizt sind und das Wasserlassen starke Schmerzen verursacht, ist es empfehlenswert, den Bereich durch das Auflegen warmer Wickel zu entspannen. Wärme wirkt schmerzstillend und krampflösend und kann auch dabei helfen, mental zu entspannen. Da Stress negative Auswirkungen auf das Immunsystem haben kann, ist eine grundlegende Entspannung wichtig, um Kraft für die Genesung zu sammeln.

19. Sitzbäder

Sitzbäder können dabei helfen, den angespannten Unterleib zu entspannen und dadurch zur Schmerzlinderung beitragen. Empfohlen werden bei einer Blasenentzündung kurze Sitzbäder bei moderater Temperatur. Unterstützend können Zusätze in das Wasser gegeben werden, wie etwa etwas Apfelessig. Dieser wirkt aufgrund seiner Inhaltsstoffe wie ein natürliches Antibiotikum und kann die Heilung unterstützen.

Für ein Sitzbad füllen Sie eine Wanne mit angenehm temperierten Wasser und nehmen darin mit dem Gesäß Platz. Beine und Füße bleiben auf dem Boden. Achten Sie darauf, dass es im Zimmer warm genug ist und Sie auch nicht an Beinen und Füßen kalt werden, um das gestresste Immunsystem nicht noch mehr zu belasten. Dicke Socken oder eine warme Unterlage können hier hilfreich sein.
Auch ansteigende Sitzbäder sind möglich, bei denen die Wassertemperatur nach und nach von etwa 36 Grad auf bis zu 41 Grad erhöht werden kann. Achten Sie dabei immer auf Ihr individuelles Empfinden. Die Zugabe von Zinnkraut kann hier zusätzlich den Heilungsprozess unterstützen.

20. Fußbäder

Ansteigende Fußbäder gelten als gutes Hausmittel bei Beschwerden mit Blasenentzündungen und Harnwegsinfektionen. Dazu wird in einer Wanne warmes Wasser sukzessive weiter erwärmt, während Sie beide Füße im Wasser haben. Die Wassertemperatur wird durch Zugabe von Wasser immer weiter erhöht, solange sie noch angenehm für Sie ist. Auf diese Weise wird der gesamte Körper gut durchgewärmt und das Immunsystem angeregt. Sie können das Fußbad nur mit warmen Wasser durchführen oder einen Badezusatz wählen. Beliebt sind ätherische Öle, die entspannend wirken. So kann etwa Lavendelöl dazu beitragen, die Körperspannung zu senken, wodurch der Körper leichter zur Ruhe findet und sich besser entspannen kann. Auf diese Weise kann das Immunsystem wieder besser arbeiten.

21. Epsom Salz

Epsom Salz soll sich auf den Körper entzündungshemmend auswirken und dabei helfen, Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten. Da es krampflösend wirkt, kann es effektiv zur Schmerzlinderung beitragen und dem Körper dabei helfen, sich trotz der Belastung durch die Zystitis zu entspannen. Sie können entweder ein Sitzbad mit Epsom Salz vornehmen oder das Salz als Badezusatz verwenden. Dazu füllen Sie Ihre Wanne mit warmen Wasser und geben dabei zwei Tassen Salz als Badezusatz in das Wasser. Das Bad sollte etwa 15 Minuten dauern. Anschließend sollten Sie noch etwas ruhen. Für ein Fußbad geben Sie etwa eine halbe Tasse Epsom Salz in eine große Schüssel mit warmen Wasser und lösen dieses darin auf. Anschließend platzieren Sie Ihre Füße in der Schüssel. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu stark abkühlt, während Sie Ihre Füße baden. Nach 20 Minuten sollten Sie das Fußbad beenden und noch etwas ruhen.

Hausmittel gegen Blasenentzündung: Dies gilt es zu vermeiden

22. Falsche Toilettenhygiene

Gerade Frauen sollten nach dem Besuch des stillen Örtchens viel Sorgfalt auf die korrekte Toilettenhygiene legen. So sollte das anschließende Reinigen immer von der Vagina nach hinten zum Anus erfolgen und keinesfalls umgekehrt. Die entgegengesetzte Reinigung sollte unbedingt vermieden werden! Wird die Reinigung umgekehrt ausgeführt, ist es möglich, dass Bakterien über die Vagina in den Körper gelangen und Infektionen auslösen können. Zudem sollte auch hierbei alles vermieden werden, was die Schleimhäute reizen könnte. Raues Toilettenpapier oder Feuchttücher mit Duftstoffen können die empfindlichen Schleimhäute reizen. Diese sind dann aufgrund der Reizung anfälliger für Krankheitserreger.

23. Alkohol trinken

Alkohol sollte auch in gesundem Zustand nur in Maßen genossen werden. Liegt allerdings eine Blasenentzündung vor, sollte unbedingt auf den Genuß von alkoholischen Getränken verzichtet werden, da diese Blase und Harnwege reizen können und zudem dehydrierend wirken. Zudem beeinträchtigt Alkohol mitunter die Arbeit des Immunsystems und kann auch die Wirkung von verschriebenen Arzneimitteln wie etwa Antibiotika negativ beeinflussen. Personen, die verstärkt zu Blasenentzündungen neigen, sollten generell nur sehr wenig Alkohol trinken oder ganz darauf verzichten, um die empfindliche Blase nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.

24. Kaffee trinken

Kaffee wirkt auf den Organismus dehydrierend und reizt Nieren und Blase. Deswegen sollte der Konsum von Kaffee bei einer akuten Blasenentzündung vermieden werden. Bei der Neigung zu Blasenentzündungen ist ein mäßiger Genuss ebenfalls angezeigt, da Kaffee sauer im Körper wirkt. Dies gilt auch für entkoffeinierten Kaffee. Da Kaffee eine wachmachende Wirkung hat, die anschließend zu einem schnellen Abfall im Energiehaushalt führt, kann die Arbeit des Immunsystems durch das Getränk behindert werden. Auch aus diesem Grund ist es ratsam, bei einer akuten Entzündung auf Kaffee zu verzichten.

25. Schwarzer Tee

Ebenfalls vermieden werden sollte das Trinken von Schwarztee, da er ebenfalls Koffein enthält und durch den gleichen Effekt das Immunsystem negativ beeinflussen kann. Schwarztee wirkt zudem reizend auf Nieren und Blase und sollte auch deshalb nicht oder nur in Maßen getrunken werden, wenn eine akute Blasenentzündung vorliegt. Zudem enthält der Tee große Mengen an Oxalsäure, die den angeschlagenen Organismus zusätzlich belasten können.

26. Starke Bewegung

Leiden Sie unter einer akuten Blasenentzündung, ist Ihr Körper geschwächt und Ihr Immunsystem braucht seine ganze Kraft dafür, den Infekt in Blase und Harnwegen zu bekämpfen. Daher sind starke Bewegung und Sport bei einer akuten Blasenentzündung weniger empfehlenswert, weil dies den Organismus zusätzlich belastet. Empfehlenswert hingegen ist aktives Entspannen, damit der Körper zur Ruhe kommt. Empfehlenswert sind beispielsweise Entspannungstechniken, wie Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training. Eine Blasenentzündung sollte als Entzündung ernst genommen und nicht verschleppt werden. Gönnen Sie Ihrem Körper die nötige Ruhe und geben Sie ihm die Möglichkeit, selbst gegen die Krankheitserreger zu kämpfen.

27. Unterwäsche aus Kunstfasern

Unterwäsche aus Kunstfasern wie Polyester kann das empfindliche Milieu im Intimbereich stören, insbesondere dann wenn die Unterwäsche selbst oder die Hosen darüber zu eng anliegen. Besser ist Unterwäsche aus atmungsaktiven Stoffen, die bei bis zu 60 Grad Celsius waschbar ist. Strings und Tangas können Keime und Bakterien aus der Analregion in die Nähe vom Harnröhreneingang befördern und sind daher ebenfalls nicht empfehlenswert wenn Sie zu Blasenentzündungen neigen oder gerade eine akute Blasenentzündung haben. Besser sind Wäschemodelle, die das Gesäß bedecken.

28. Falsche Intimhygiene

Eine regelmäßige Reinigung des Intimbereichs ist nicht nur wichtig für das Wohlgefühl, sondern auch für die Gesundheit. Um das natürliche Milieu nicht zu irritieren, ist es wichtig, den Intimbereich nicht mit zu starken Mitteln zu reinigen. Am besten ist die Verwendung von Wasser. Als Reinigungsmittel kann bei Bedarf ein sanftes Reinigungsmittel verwendet werden. Dieses sollte den gleichen pH-Wert aufweisen wie der Intimbereich um das empfindliche Milieu nicht zu stören. Wird ein Waschlappen zur Reinigung verwendet, darf keinesfalls von hinten nach vorne gewischt werden, da sonst Bakterien vom Anus in Richtung Harnröhreneingang befördert werden können. Viel hilft viel ist übrigens weder bei einer akuten Blasenentzündung noch im gesunden Zustand angeraten. Ein Zuviel an Intimpflege, möglicherweise noch mit aggressivem Imtimwaschgel und parfümierten Mitteln, kann die Flora aus dem Gleichgewicht bringen. Pilzerkrankungen und Blasenentzündungen können dadurch begünstigt werden.

29. Kälte und Nässe

Kälte kann sich negativ auf die Gesundheit der Blase auswirken. Registriert der Körper, dass er aufgrund nasskalter Schuhe oder dem Sitzen auf einer kühlen Mauer, auskühlt, durchblutet er die wichtigsten Partien vermehrt. Dadurch wird Blut aus dem Beckenboden gezogen, der daraufhin weniger stark durchblutet wird. Auch im Sommer kann dieser Effekt einsetzen, etwa wenn man mit dem nassen Bikini in der Sonne liegt. Der schlecht durchblutete Beckenboden ist anfälliger für Krankheitserreger und ein ohnehin schon geschwächtes Immunsystem kann die Entstehung einer Entzündung nicht immer verhindern.

Auch auf den Schwimmbadbesuch sollte bei einer akuten Blasenentzündung verzichtet werden. Gechlortes Wasser kann die Schleimhäute im Intimbereich sehr stark reizen. Dadurch können diese Bakterien weniger Widerstand leisten. Auch salziges Meerwasser kann diesen Effekt haben. Ist das Wasser zudem kalt, wird der Effekt verstärkt. Deshalb sollte auf das Schwimmen verzichtet werden. Eine gute Alternative zu gechlortem oder salzhaltigem Wasser bietet ein Süßwasser-See, dessen Wasser sich weniger aggressiv auf die Schleimhäute auswirkt. Übrigens kann auch zu oftes Baden in der heimischen Wanne einen negativen Effekt auf die Blase haben. Ist das Vollbad zu heiß, kann sich die Blase verkrampfen und leichter entzünden. Lange Vollbäder trocknen die Schleimhäute aus. Dieser Vorgang wird durch Badezusätze mitunter noch verschlimmert. Wollen Sie trotzdem nicht auf Ihr Vollbad verzichten, sollten Sie die Dauer auf etwa zehn Minuten beschränken und milde Badezusätze wählen.

30. Zucker

Zucker gilt als beliebter Nährboden von Bakterien und kann bei übermäßigem Genuss dazu führen, dass die Immunreaktion eingeschränkt wird und sich Bakterien vermehrt ansiedeln. Die Entstehung einer Zystitis wird begünstigt. Daher sollten Sie gerade bei einer akuten Blasenentzündung auf den Genuß von zuckerhaltigen Speisen verzichten und unbedingt auch zuckerhaltige Getränke, wie etwa Soft- und Energydrinks vermeiden. Letztere enthalten oft auch erhebliche Mengen an Koffein, die sich ebenfalls ungünstig auswirken können. Wählen Sie stattdessen frische Speisen. Gegen den Süßhunger hilft Obst, etwa Blaubeeren oder Bananen.

Was hilft gegen Blasenentzündung? – Abschließende Bemerkungen

Wir hoffen, Ihnen mit der Liste der besten Hausmittel gegen eine Blasenentzündung ein paar Tipps gegeben zu haben, was Sie selbst tun können, wenn Sie merken, dass Sie betroffen sind. Gerade wenn Sie einige der Tipps zur Vorbeugung anwenden und beim Aufkommen einer Entzündung mit natürlichen Mitteln entgegenwirken, kommen Sie vielleicht um den Gebrauch von schweren Medikamenten herum und belasten Ihren Organismus nicht zusätzlich. Teilen Sie die Liste gerne auf den Sozialen-Netzwerken und teilen Sie in den Kommentaren Ihre Geheimtipps bei Blasenentzündung. Auch über Tipps zu Hausmitteln, die Sie als Präventivmaßnahme nutzen, würden wir uns freuen!


Sag uns deine Meinung in den Kommentaren und teile diesen Beitrag mit deinen Freunden.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.