Harnsäure senken: So senken Sie Ihren erhöhten Harnsäurespiegel

Harnsäure ist ein Produkt des Stoffwechsels, welches vom Körper nichtmehr benötigt wird und daher über die ableitenden Harnwege so schnell wie möglich den Körper verlassen sollte.

Zur Bildung von Harnsäure kommt es bei der Verstoffwechselung von Basen der Gruope der Purine. Bis zu 75 Prozent des Harnsäuregehalts werden mit dem Urin ausgeschieden, die restlichen prozentualen Anteile verteilen sich auf Ausscheidung mittels Speichel, Schweiß, sowie auf intestinale Sekretion. Bezogen auf die individuelle Körpermasse des Menschen, wird täglich rund 1 Gramm Harnsäure ausgeschieden.

Bei einer Überproduktion oder einer verminderten Ausscheidung kann langfristig die Gicht als Folgeerkrankung einer chronischen, sogenannten Hyperurikämie auftreten. Da viele Menschen an diesen krankhaften Ablagerungen der Harnsäure leiden, wird ständig nach weiteren Möglichkeiten einer adäquaten Therapie geforscht. Die gute Nachricht für Sie ist jedoch, Sie können die erhöhte Harnsäurekonzentration in Ihrem Körper ganz einfach natürlich senken. Im folgenden Artikel "Harnsäure senken: So senken Sie Ihren erhöhten Harnsäurespiegel​", erfahren Sie alle wichtigen Fakten rund um Harnsäure, damit assoziierten Erkrankungen, sowie über Möglichkeiten und Wege, schnell und effektiv eine Senkung der Harnsäure herbeizuführen.

Was ist Harnsäure?

Harnsäure entsteht im Körper des Menschen als Abbauprodukt der Metabolisierung der Basen aus der Puringruppe. Zu diesen Basen gehören das Adenin und das Guanin, welche ein bedeutendes Strukturelement im Aufbau Ihres Erbinformationsspeichers, der DNA, sowie der RNA, darstellt. Die Harnsäure entsteht dabei bei dem Abbau (Verstoffwechselung) der Purinbasen durch Oxidation. Mit der Nahrungsaufnahme von Fleisch und Innereien wird der Hauptbestandteil der Purinbasen, das Purin, in den Körper aufgenommen, was in weiterer Folge zur Harnsäure metabolisiert wird.

Fleisch und andere fleischliche Lebensmittel tierischen Ursprungs sind also in der Lage, die Konzentration der Harnsäure, die durch den Purinbasenstoffwechsel entsteht, deutlich steigernd zu beeinflussen.

Da die Harnsäure den Körper auf schnellstem Wege verlassen sollte, wird diese mittels der Ableitenden Harnwege ausgeschieden. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, werden Dreiviertel der gesamten Harnsäurekonzentration über die Harnwege, renal ausgeschieden (Hertle 2014).

Bei einer Störung dieser Ausscheidungsprozesse, oder bei der vermehrten Bildung von Harnsäure, kann im Körper schnell ein Überschuss entstehen, der als prominentes Beispiel Ursache für die Gichterkrankung sein kann. Hierbei bilden sich in den Gelenken Kristalle, die am Ort des Entstehens massive Entzündungsreaktionen hervorrufen, die sich unter anderem sehr schmerzhaft darstellen können.

In folgender Tabelle sind die Normal- und Referenzwerten zur Bestimmung einer physiologischen Harnsäurekonzentration eingetragen (Doccheck - Harnsäure 2018).

Personengruppe

Referenzbereich in mg/dl

Referenzbereich in µmol/l

​Männer im Blut

​3,6 - 8,2

​214 - 488

​Frauen im Blut

​2,3 - 6,1

​137 - 363

​Kinder im Blut

​1,9 - 5,9

​113 - 351

Was ist Gicht?

Gicht ist eine Erkrankung, die auf einen gestörten Purinstoffwechsel zurückzuführen ist. Durch ein Ausscheidungsproblem oder eine Überproduktion an Harnsäure kann es hier zu Ablagerungen von Harnsäurekristallen in Gelenken kommen, sowie zu chronischen Nierenbeeinträchtigungen und schließlich bei unzureichender Behandlung zu einer kompletten Niereninsuffizienz.

Nach der zugrundeliegenden Ursache für die vorliegende Hyperurikämie kann die primäre sowie die sekundäre Gicht unterschieden werden.

1. Primäre Gicht

Die primäre Gicht ist genetisch bedingt und kommt meist zustande, indem die Niere eine zu geringe Menge an Harnsäure sekretieren kann. Auch ist es möglich, dass es zu einer zu geringen Harnsäuresynthese kommen kann, was ein eigenes Krankheitsbild darstellt.

2. Sekundäre Gicht

Die Gicht vom sekundären Typ lieg dem Pathomechanismus des vermehrten Harnsäureaufkommens zugrunde. Dies kann durch erhöhten Zellaufbau, oder aber auch durch vermehrten Zellabbau entstehen. Auch kann eine Ausscheidungsstörung der Niere vorliegen, welche zur erhöhten Konzentration der Harnsäure im Körper führt. Bei der Glykogenspeicherkrankheit vom Typ 1 kommt es beispielsweise zu einer verminderten Ausscheidung, gepaart mit gleichzeitig vermehrter Synthese von Harnsäure.

3. Gichtstadien und Symptome

Die Gicht wird in Stadien eingeteilt, wobei vier Stadien medizinisch von Relevanz sind:

Asymptomatisch inapparentes Stadium: es sind keine Symptome vorhanden, jedoch liegt bereits eine Hyperurikämie vor.

Akuter Gichtanfall: die Löslichkeitsgrenze der Harnsäure ist überschritten und es kommt zum Ausfall der Harnsäure aus dem Blut. Ablagerungen in den Gelenken bereiten Symptome wie:

  • Typische Entzündungszeichen mit Rötung, Schwellung, Schmerz, Funktionseinschränkung und Erwärmung.
  • Fieber
  • Kopfschmerzen

Interkritische Phase: beschreibt die symptomlose Phase, die sich zwischen zwei akuten Gichtanfällen erstreckt. Die bisher stattgefundenen krankhaften Gelenksveränderungen verschlimmern sich jedoch zusehens.

Chronische Gicht: Besteht die Gicht über einen längeren Zeitraum, so kommt es zu einem chronischen Gelenksverschleiß, welcher von akuten Episoden zeitlich geprägt ist. Durch die dauerhafte Anwesenheit von Harnsäurekristallen im Gelenk kommt es zu einer Gewebsveränderung, die durch Umbau des Knorpels gekennzeichnet ist. Es entstehen sogenannte Gichttrophi, welche als deutliche verdickte Knollen um die Gelenke entstehen.

Bei chronischer Gicht kann es auch zur Entzündung der Niere, durch die dauerhafte Anwesenheit von Harnsäurekristallen kommen, was zu einer dauerhaften Schädigung oder kompletten Zerstörung führen kann (Doccheck 2017).

​Harnsäure senken: Mit diesen 14 Maßnahmen reduzieren Sie einen erhöhten Harnsäurespiegel

Nach dem Sie nun bereits einiges über die Symptome der Gicht erfahren haben, sollen Sie nun die Fähigkeit an die Hand gegeben bekommen, die es Ihnen ermöglichen soll, selbst gegen die Hyperurikämie und die damit verbundene Folgeerkrankung Gicht vorzugehen. Folgend werden einige Lebensmittel aufgezählt, die Ihnen bei der unterstützenden Selbsttherapie potenziell zur Verfügung stehen.

1. Sellerieextrakt

Sellerieextrakt wird in der Volksmedizin bereits seit vielen hundert Jahren zur Therapie unterschiedlichster Leiden eingesetzt. Unter anderem wurden so rheumatische Beschwerden, Blutdruckprobleme und auch Verdauungsstörungen potenziell kuriert und behandelt.

Sellerie ist dabei jedoch nicht nur als Mittel gegen die oben genannten Beschwerden eingesetzt worden, sondern hat auch den Ruf, durchaus nützlich bei der Therapie von Gicht zu sein. Dies beruht auf der Tatsache, dass Sellerie einen hohen Kaliumgehalt aufweist, welcher unter anderem eine harntreibende Wirkung entfalten kann. Die Förderung des Harnflusses sorgt dann im Weiteren dafür, das Harnsäure ausgeschieden wird, bevor diese die Löslichkeitsgrenze erreichen kann und im Gewebe ausfällt. So kann Sellerie durch seine puren Inhaltsstoffe vor einer Gichterkrankung und so vor den Folgen einer Hyperurikämie schützen. Der Sellerie, besonders der Staudensellerie, liefert dabei alleine auf 100 g rund 10 % der Tagesdosis an Kalium. Weiters enthält der Sellerie ätherische Öle, die eine positive Wirkung auf die Nierenfunktion haben und daher ebenfalls eine Anhäufung an Harnsäure verhindern (Evidero 2018).

2. Kirschen und Saft aus Traubenkirschen

Der Saft aus Kirschen ist nicht nur wohlschmeckend, sondern auch bei Gichterkrankungen von großer Wirksamkeit. So untersuchte ein Team von Wissenschaftlern die Wirkung von Sauerkirschsaft auf gesamt 630 Gichtpatienten. Die Studie der Boston University konnte dabei zeigen, dass durch den Verzehr der Kirschen, das Risiko eines Gichtanfalls um ganze 35 % reduziert werden konnte. Bei der Einnahme eines Sauerkirschkonzentrats, konnten noch bessere Ergebnisse erzielt werden, hier habt die Studie sogar noch ein, um zehn Prozent besseres Ergebnis präsentiert.

Ebenfalls testeten die Wissenschaftler ob die Einnahme des Kirschsaftes mit dem Medikament Allopurinol eine weitere Verringerung der Wahrscheinlichkeit eines Gichtanfalls bedingen könne. Im Verlauf der Studie stellte sich heraus, dass die Kombination von Kirschsaft und dem Medikament Allopurinol, das Auftreten eines Gichtanfalls um ganze 75 % reduzieren konnte. Die untenstehende Abbildung zeigt die Auswirkungen der Kirschen auf den relativen Rückgang des Risikos einer Gichtattacke. Auch die Traubenkirsche, hat durch deren Inhaltsstoffe eine deutlich positive Wirkung in der Therapie der Gicht. Die in den Montmorency Sauerkirschen enthaltenen Anthocyane und Polyphenole sind Teil der Wirkstoffkombination, welche die Früchte zu einer Art natürlicher Schmerztablette machen. So wirken diese sowohl entzündungshemmend (antiinflammatorisch), als auch schmerzlindernd (analgetisch) (Nationalpark Donauauen 2018), (Sauerkirsche.info 2018), (Zhang, et al. 2012).

​3. Brennnesseltee

Brennnesseln ist fast weltweit verbreitet und kommt innerhalb deren Familie der Brennnesselgewächse in unterschiedlichen Formen vor. Die Brennnesseln enthalten einen hohen Anteil an Flavonoiden, sowie auch an Kalzium, Silizium, Magnesium und auch an Vitamin A und C. Oft kommen Brennnesseln auch in Tees zur Anwendung. Doch neben all diesen Eigenschaften der Brennnesseln zeigt sich auch hinsichtlich der Harnsäure eine Wirkung. Denn durch die harntreibende Wirkung der Brennnesseln treibt diese die Harnsäure über den Urin aus dem Körper aus. Ebenfalls hat die Brennnessel zusätzlich noch die Fähigkeit, Flüssigkeitsansammlungen, die sich um Gewebe abgesetzt haben zu mobilisieren. So kommt auch Harnsäure die bereits versucht sich im Gewebe abzulagern schnell aus dem Körper. Als wäre das noch nicht genug, hat die Brennnessel auch eine entzündungshemmende Wirkung, die auf die Eigenschaft der Zytokinproduktion (Stoffe zur Zerstörung von Zellen) zurückzuführen ist (ORF Burgenland 2015), (Paal 2009).

4. Fischöl

Öl aus Fischen ist seit Jahren dafür bekannt durch die Omega-3-Fettsäuren vor allem vor Herz- und Kreislauferkrankungen zu schützen. Doch die Fischölkapseln sind auch noch gegen ganz andere Krankheiten verwendbar und so auch gegen Gicht. Denn neben einer purinarmer Ernährungsweise bei bestehender Hyperurikämie kann sich auch eine arachidonsäurearme Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren ist, positiv auf die Verringerung der Harnsäure und somit auch auf die Verringerung der Wahrscheinlichkeit der Ausprägung einer Gichterkrankung auswirken.  Denn Wissenschaftlern zufolge sorgt eine arachidonsäurehaltige Ernährung für die Entstehung von Substanzen, die eine entzündungsfördernde Wirkung aufweisen. Omega-3-Fettsäuren können jedoch die Bildung antientzündlicher Stoffe fördern, die eine schmerzhafte Gelenksentzündung, wie dies bei Gicht der Fall ist, verringern können (Medizinauskunft 2004), (Gicht-Behandlung 2018).

5. Bromelain, ein Enzym aus der Ananas

Bromelain ist eines von zwei Enzymen der Cysteinproteasen. Diese Enzyme wurden bereits im Jahr 1957 im Stammbereich der Ananasgewächse entdeckt. In der Industrie wird unter der Bezeichnung Bromelain meist eine Kombination der beiden Enzyme aus Stamm und Frucht beschrieben. Bromelain wirkt enzymatisch auf die Entzündungshemmung, sowie hemmend auf die Blutgerinnung. Dadurch ergeben sich antiinflammatorische, sowie blutverdünnende Wirkungen des Ananasenzyms. Die Blutgerinnung beeinflusst Bromelain dahingehend, als dass es sich auf die Fibrinverbindung im Blut auswirkt. Fibrin ist ein Protein, welches bei der Blutgerinnung eine bedeutende Rolle spielt. Die entzündungshemmende Wirkung verdankt Bromelain der Fähigkeit, das Prostaglandin (Entzündungsmediator) Thromboxan zu beeinflussen. Neben der Anwendung bei Rheuma, kann sich die entzündungshemmende Wirkung auch auf die Therapie der Gicht auswirken. So wird die Verringerung der Harnsäure zwar nicht direkt erreicht, jedoch können Sie durch die Anwendung von Bromelain die entzündlichen Prozesse und die damit einhergehenden Schmerzen der Gicht verringern (Neue Wege zur Gesundheit 2018), (Vitaminum proLife 2018).

6. Magnesiumreiche Ernährung

Magnesium ist eines der zehn häufigsten Elemente der Erdkruste und auch für den Menschen unerlässlich, daher gehört Magnesium für den Menschen zu den essenziellen Stoffen. Im Körper einer erwachsenen Person sind schätzungsweise rund 20 g Magnesium eingelagert. Durch ein erhöhtes Vorliegen an Harnsäure kann es zu Nierenschädigungen und den bereits mehrfach besprochenen Gichtbeschwerden. Mit der Einnahme von Magnesium können Sie sich gegen die erhöhte Säurelast zur Wehr setzen und so sukzessive den Säure-Basen-Haushalt wieder ausgleichen. So haben Untersuchungen belegen können, das vor allem Magnesiumcitrat eine positive Wirkung auf Gichterkrankungen hat. Durch die Einnahme von Magnesium ist es möglich, den pH-Wert der Gelenksflüssigkeit wieder zu senken und so dem vorzeitigen Verschleiß durch die hohen Harnsäurewerte entgegenzuwirken. Magnesium vermag ebenso dem erhöhten Blutdruck, welcher mit einer fortgeschrittenen Nierenschädigung, bedingt durch Harnsäureablagerungen entstehen kann, entgegenzuwirken (Stocker 2016), (Säure-Basen-Ratgeber - Gicht-Patienten 2018).

7. Kaliumreiche Ernährung

Kalium ist für das Überleben des Menschen von großer Bedeutung, denn Kalium ist unter anderem an der Regulation es Blutdrucks beteiligt, sowie eng mit der Funktion des Herzens verbunden. Kalium ist unter anderem in Lebensmitteln wie Avocados, Spinat und getrockneten Früchten, aber auch in Yamswurzeln, Limabohnen und auch in Bananen und einigen weiteren Lebensmitteln reich enthalten.

Kalium ist wichtig, um Erkrankungen wie Gicht effektiv vorzubeugen, da Kalium bedeutend an der Regulation der Urat-Konzentration beteiligt ist. Urate sind die Salze der Harnsäure, die für die Pathogenese der Gicht verantwortlich sind. ebenfalls ist Kalium an der Ausscheidungsaktivität der Niere bedeutend beteiligt, was bei einer ausreichenden Kaliumkonzentration zu einer gesteigerten Ausscheidung von Harnsäure über die Niere führt. Durch kaliumreiche Ernährung kann eine Hyperurikämie also nicht nur vermieden, sondern ihr auch entgegengewirkt werden (Wikihow 2018).

8. Apfelessig

Apfelessig ist eine Speiseessigart, die aus Apfelwein hergestellt wird. Der Essig findet nicht nur in der Küche, sondern auch in der Medizin und in natürlichen Heilverfahren seine Anwendung, so werden dem Apfelessig viele verschiedene Wirkungen nachgesagt, unter anderem auch die Schmerz- und Symptomlinderung bei Gicht.

Apfelessig wirkt basischen pH-Wert Entgleisungen durch die enthaltene Essigsäure entgegen und kann so auch gegen basische Ablagerungen und Ausfällungen im Körper wirken. Ablagerungen, die zur Gicht führen können, lassen sich somit durch die Anwendung von Apfelessig behandeln. Eine Symptomlinderung kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die, von Gicht betroffene Gelenksstelle mit Apfelessig getränkter Watte eingerieben wird. Anschließend kann noch ein Wickel mit Apfelessig. Erfolgen (Vontobel 2016), (Friedl 2017).

9. Zitronen- und Limettensaft

Der Saft der Zitrone und der Limette ist geprägt von den Inhaltsstoffen Kalium, Phosphor, Calcium und Vitamin C. Neben dem bereits besprochenen Kalium ist vor allem die Carbonsäure, beziehungsweise die Fruchtsäure „Zitronensäure“ von Interesse für Personen mit Gichtrisiko beziehungsweise Hyperurikämie. Denn die Zitronensäure kann unter anderem durch deren alkalisierende Wirkung dafür sorgen, dass der Körper mit der überschüssigen Harnsäure fertig werden kann. Eine Fähigkeit der Zitrusfrüchte ist die Bildung von Kalziumcarbonat, welches zur Neutralisation von Harnsäure führt. Ebenso sorgen die Inhaltsstoffe der zitronensäurehaltigen Früchte für eine entschlackende Wirkung im Körper. Diese Wirkung begünstigt auf natürliche Weise die Ausscheidung von überschüssigen Substanzen aus dem Körper, wie dies auch beim vermehrten Anfall von Harnsäure der Fall ist.

Als wären all diese Wirkungen noch nicht genug, so können die Früchte auch gegen die Symptome der Gicht helfen, denn die Zitrone wirkt unter anderem adstringierend (also Blutgefäß verengend), antiseptisch, sowie antioxidativ. Eine solch kleine Frucht kann Ihnen bei gichtartigen Beschwerden also bereits deutlich weiterhelfen. Machen auch Sie sich die Wirkung der Zitrusfrüchte zu Nutze (BesserGesundLeben 2018).

10. Wasser

Wasser wird oft als Lösungsmittel des Lebens bezeichnet, denn ohne dieses wäre der Mensch nicht in der Lage zu überleben. Wie sehr Wasser jedoch auch in Krankheitsabläufe integriert sein kann, das zeigt sich anhand einer Empfehlung des Deutschen Berufsverbandes für Rheumatologen. Denn dieser Empfiehlt zur Vorbeugung von Gichtattacken eine gesunde Hydratation nicht zu vergessen, beziehungsweise den Stellenwert von Wasser nicht zu vernachlässigen. Personen die zu Gichtanfällen leiden sollen so, laut Experten, mindestens bis zu zwei Liter Wasser pro Tag zu sich nehmen. Durch die Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit kann der Körper die Harnsäuremenge im Blut reduzieren was in einer verminderten Wahrscheinlichkeit für Gichtanfälle endet. Durch eine ausreichende Wasserzufuhrt fühlen Sie sich nicht nur vitaler und gesünder, sondern können auch vorbeugend gegen spezifische Krankheitsbilder vorgehen (Augsburger Allgemeine 2018).

11. Backpulver

Backpulver ist Ihnen wahrscheinlich aus der Küche bekannt. Kaum ein Kuchenrezept kommt ohne dem scheinbaren Wundermittel aus. Doch nicht nur der Kuchen profitiert von dem Triebmittel, auch für Sie kann Backpulver von ungeahntem Nutzen sein. Backpulver ist meist aus einer Kohlendioxid-Quelle, in Verbindung mit Natron oder auch Kaliumhydrogencarbonat, sowie einem Säuerungsmittel zusammengesetzt. Doch wie kann Backpulver helfen, Harnsäure zu senken und Gichtattacken zu verringern?

Dies geschieht durch die Neutralisierungswirkung von Backpulver. Denn sobald dieses im Körper auf Harnsäure trifft, kommt es zu einer Aufhebung der Säure und somit zu einer Verringerung der Azidität. Dadurch kann die Harnsäure schon durch die Einnahme von geringen Mengen Backpulver zusammen mit Wasser deutlich verringert werden und zugleich eine deutliche Erleichterung von Gichtsymptomen erreicht werden. Ein Rezept zur Zubereitung eines Backpulver-Wasser-Getränks zur Gichtvorbeugung finden Sie an späterer Stelle in diesem Artikel (GesundHeute 2018), (Zeitzulieben 2018).

12. Ballaststoffreiche Lebensmittel

Ballaststoffreiche Lebensmittel sind nicht nur sättigend, sondern auch verdauungsfördernd. Forscher der Universität Minas Gervais in Brasilien haben nun herausgefunden, das gezielte Ernährung zusammen mit der Einnahme von Ballaststoffen die Schmerzen, die mit der erhöhten Harnsäure und der damit verbundenen Folgeerkrankung Gicht einhergehen, lindern können.

Die Ergebnisse zeigten, dass ballaststoffreiche Ernährungsweisen die Entzündungsmechanismen, bedingt durch die Harnsäurekristalle, verringern können.

Die Wissenschaftler gehen bei den Ergebnissen davon aus, dass durch Mikroorganismen im Verdauungssystem, ausgelöst durch die Ballaststoffaufnahme, Fettsäuren hergestellt werden können, die die Ursachen für Gichtattacken hemmen. Auch konnten die Forscher schlussfolgern, das resultierende Gelenksschäden durch die ballaststoffreiche Ernährung ebenfalls verringert werden konnten (Schulz 2017).

13. Antioxidative Lebensmittel und basische Lebensmittel 

Antioxidantien, auch besser bekannt als Radikalfänger, sind chemische Verbindungen, die die Oxidation anderer Stoffe verlangsamt. Durch Inaktivierung der sogenannten ROS (reaktiven Sauerstoffspezies) können Antioxidantien den oxidativen Stress im Körper verringern und so gesundheitliche Benefits mit sich bringen. Verschiedene Früchte, wie beispielsweise die bereits erwähnten Kirschen, enthalten antioxidative Stoffe, die laut dem US-Landwirtschaftsministerium auch Auswirkungen auf den Auf- und Abbau der Harnsäurekristalle bei einer Hyperurikämie haben. Denn Forscher stellten fest, dass Frauen einen deutlich niedrigeren Urat Spiegel aufwiesen nachdem diese Kirschen zu sich genommen hatten. Durch einen verminderten Urtatspiegel kann auch direkt das Risiko für Gichterkrankungen gesenkt werden. Die Forscher folgerten, dass die positive Wirkung der Früchte, auf die hohe antioxidative Komponente in deren Inhaltsstoffen zurückzuführen sei. Denken Sie also beim nächsten Besuch im Supermarkt in der Obstabteilung an die antioxidativen Wirkungen der Früchte. Neben Kirschen sind auch Weintrauben, Zitrusfrüchte, sowie Zwiebeln, Tomaten und auch Kaffee unter den wirksamsten antioxidativen Lebensmitteln (Jacob, et al. 2003).

14. Vermeidung von Fructose

Fructose ist ein Einfachzucker (Monosaccharid), welcher auch als Fruchtzucker bekannt ist. Generell gilt, umso süßer die Frucht, umso höher ist auch der Anteil an Fructose. Forschungen gingen der Verbindung des Auftretens von Gicht und der Einnahme von Fruchtzucker nach. Dabei zeigte sich, dass Fructose den Abbau von Purinen beschleunigt und dadurch auch die Synthese von Harnsäure verstärkt wird. Kommt es hier zu einem Überangebot, welches vom Körper nicht schnell genug ausgeschieden werden kann, so kommt es zu einer Hyperurikämie und einer damit verbundenen Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelenken, was wiederum zur Folgeerkrankung Gicht führen kann (Zentrum der Gesundheit 2017).

Rezepte die zur Verringerung der Harnsäure beitragen

Nach den wichtigsten Lebensmitteln, die einerseits die Harnsäure verringern und dadurch auch die Gichtsymptomatik eindämmen, sollen Ihnen folgende Rezepte dabei helfen, Ihr neu erworbenes Wissen, über die oben genannten Lebensmittel, anzuwenden.

Apfelessig-Wasser-Rezept

Für dieses Rezept benötigen Sie nur folgende Zutaten:

  • Apfelessig
  • Wasser
  • eventuell Honig

Nehmen Sie einen Teelöffel Apfelessig und schütten Sie den Essig in ein Glas Wasser. Sollten Sie an einem besonders starken Gichtanfall leiden, so können Sie auch 2 Esslöffel verwenden und diese in einem Glas Wasser auflösen. Trinken Sie diese Mischung dreimal täglich. Alternativ können Sie auch auf 2 Esslöffel Essig und 2 Esslöffel Honig zurückgreifen und dies ebenfalls dreimal täglich zu sich nehmen (Hausmittelhexe 2018).

Backpulver-Wasser-Rezept

Für das Backpulver-Wasser-Rezept brauchen Sie lediglich Wasser und Backpulver. Mischen Sie dabei einen halben Teelöffel Backpulver mit einem Glas Wasser. Nehmen Sie diese Mischung täglich zweimal zu sich. Wenden Sie das Prozedere jedoch nur zweimal pro Woche an (Hausmittelhexe 2018).

Limette-Minze-Drink

Dieser erfrischende Drink kann Sie nicht nur durch den Sommer begleiten, sondern auch noch gegen Gichtbeschwerden helfen. Nutzen Sie einfach einige Minzblätter, gegebenenfalls auch Minzsirup falls sie einen etwas intensiveren Geschmack kreieren möchten, und geben sie nach persönlichem Belieben und Geschmack Limettensaft hinzu. Füllen Sie anschließend das Glas mit Wasser auf und schon haben Sie ein erfrischendes Getränk, das nicht nur schmeckt, sondern auch hilft .

Ananas-Milch-Drink

Für den Ananas-Milch-Drink benötigen Sie:

  • 30 ml​ Ananassaft
  • 2 TL​ Zitronensaft
  • 1 TL Zucker
  • 125 ml​ Milch
  • 25 ml​ Mineralwasser mit Kohlensäure

Geben Sie den Ananas- und Zitronensaft zusammen mit dem Zucker in ein Glas und verrühren Sie alles gut. Gießen Sie dann die Milch dazu und geben Sie zuletzt das Mineralwasser in das Glas. Schon haben Sie einen wohlschmeckenden Shake, dem Sie nach Belieben auch noch einen Spitzer Zitrone verleihen können (rainbow3 2018).

Fazit

Bei regem Fleischkonsum und geringer Flüssigkeitszufuhr kann es schnell zum Hochschnellen der Harnsäurewerte kommen. Um dabei nicht langfristig Gelenksschädigungen durch Gicht davonzutragen sind verschiedene Lebensmittel praktikabel und schnell anwendbar. Durch diese natürliche Senkung kann oft ein Gichtanfall vermieden, und so eine Schonung der Gelenke und langfristig auch der Niere erreicht werden. Hoffentlich haben Sie aus dem Artikel auch einiges für sich mitnehmen können und sollten Sie jemanden kennen, der bereits an Gicht leidet, zeigen Sie mit diesem Artikel die Möglichkeit auf, natürlich gegen Hyperurikämie und deren Folgen vorgehen zu können.

​Quellen und weiterführende Links


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