Haarwurzeln stärken: 13 Tipps für kräftigere Haarwurzeln

Starkes, schönes und glänzendes Haar ist wohl der Traum eines jeden Menschen – gleich ob Mann oder Frau, jung oder alt. Doch häufig leiden wir an stumpfen oder brüchigen Haaren, glanzlosen und splissigen Haaren oder im schlimmsten Fall an übermäßigem Haarausfall. Zahlreiche äußere Einflüsse, aber auch innere körpereigene Faktoren spielen zusammen, wenn es um eine gute Haargesundheit geht. Haare soll man sprichwörtlich von der Wurzel an pflegen. Wie dies gelingt erfahren Sie in folgendem Artikel „Stärken Sie Ihre Haarwurzeln – unsere Tipps für stärkeres Haar”.

​Haarwurzeln stärken: Mit diesen 13 Tipps klappt es

Haarpflege beginnt bereits an der Wurzel. Wie Sie Ihre Haare mitsamt der Haarwurzeln und Haarfollikel stärken können erfahren Sie nachfolgend:

1. Ernähren Sie sich mit den richtige Nahrungsmitteln

Vor allem proteinreiche Lebensmittel und Nahrungsquellen, die Kollagen, Eisen, Zink sowie die Vitamine A und C enthalten sollten regelmäßig auf Ihrem Speiseplan stehen, wenn Sie sich gesunde und gepflegte Haare wünschen. Alle diese Nährstoffe braucht das menschliche Haar nämlich für sein Wachstum. Retinol, wie Vitamin A noch genannt wird, ist etwa für die Kräftigung der Haare von innen heraus verantwortlich, indem es in den Haarfollikeln das Wachstum ankurbelt. Hühnereier und Lachs enthalten zum Beispiel reichlich Vitamin A.

Sofern Sie zu den Veganern oder Vegetariern zählen sind auch Obst und Gemüse – beispielsweise Grünkohl, Kürbis, Paprika, Kartoffeln und Süßkartoffeln, Möhren, Spinat oder Honigmelonen –zu empfehlen, da diese Lebensmittel zwar kein reines Vitamin A enthalten, jedoch das sogenannte Beta-Carotin, das der Körper sodann in Vitamin A umwandeln kann. Vitamin C stärkt ebenfalls bereits an der Haarwurzel und schützt darüber hinaus den gesamten Organismus mit seiner antioxidativen Kraft vor schädlichen Umwelteinflüssen. Sanddornsaft und Zitrusfrüchte enthalten reichlich Vitamin C.

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2. Trinken Sie genug Wasser

Viel Wasser zu trinken galt schon immer als gesund. Das liegt daran, dass vieles im Körper aus Wasser besteht oder einige Prozesse nur mit Hilfe der klaren Flüssigkeit überhaupt ausgeführt werden können. Wenn ein Haarpflegeprodukt Feuchtigkeit verspricht, dann liegt das daran, dass auch das menschliche Haar zu etwa 25 Prozent aus Wasser besteht. Daher sollte reichlich Trinken – ob Sie sich für stilles Wasser, Mineralwasser mit Kohlensäure oder ungesüßten Tee entscheiden bleibt dabei natürlich Ihnen und Ihren geschmacklichen Vorlieben überlassen – das A und O sein, wenn Sie Ihre Haare stärken möchten. Trinken Sie hingegen zu wenig Wasser am Tag – also weniger als einen Liter – so kann sich dies in dünnen oder brüchigen Haaren äußern.

3. Nehmen Sie gegebenenfalls Nahrungsergänzungen ein

Grundsätzlich sollten Sie die Mineral- und Vitalstoffe wie Biotin, Zink oder die Vitamine des B-Komplexes über eine ausgewogene Ernährung zu sich nehmen. Doch bestimmte Allergien, Lebensmittelunverträglichkeiten oder Knappheit an bestimmten frischen Nahrungsmitteln kann durchaus dafür sorgen, dass es Ihnen an einem bestimmten Nährstoff fehlt. Ob bei Ihnen etwa ein Eisen- oder ein Zinkmangel vorliegt, lässt sich allein über eine Blutanalyse feststellen, die Ihr Hausarzt oder Dermatologe durchführen kann. Auf reinen Verdacht Nahrungsergänzungsmittel mit Biotin, Zink oder B-Vitaminen zu sich zu nehmen, um Ihre Haargesundheit zu unterstützen, scheint wenig sinnvoll. Sie sollten nur zur synthetisch hergestellten Präparaten greifen wenn bei Ihnen ein Defizit festgestellt wurde, dass Sie ausgleichen möchten.

4. Behandeln und stylen Sie Ihr Haar sorgfältig

Haare sind zwar in ihrer Gesamtheit ziemlich robust, doch einzelne Haarsträhnen sind im Detail betrachtet doch ziemlich fragil weshalb Sie Ihre Haare mit Sorgfalt behandeln sollten. Die ordentliche Pflege meint, Sie sollten Ihr Haar mit guten auf Ihren Haartyp und Ihre Haarstruktur zugeschnittenen Produkten versorgen – es bringt nichts wenn Sie als dunkelhaariger Lockenkopf zu einem Shampoo für Blondinen mit glattem Haar greifen –, es mit einer entsprechenden Bürste kämmen und auf zu viel Hitze beim Waschen und Stylen verzichten. Hitze ist der natürliche Feind von jedem Haar - gleich welcher Haartyp Sie sind. Des Weiteren sollten Sie nur kleine Mengen an Styling-Produkten wie Haarschaum, Haarspray, Wachs oder Gel verwenden oder wenn möglich ganz darauf verzichten.

5. Verwenden Sie keine Styling-Werkzeuge, die mit Hitze arbeiten

Nun das ist leichter gesagt als getan, denn sowohl der Föhn als auch das Eisen zum Glätten der Haare oder zum Locken der Haare basiert auf Hitze – meist in Kombination mit Ionentechnik. Doch Haare werden sichtbar gesünder, wenn sie nach dem Waschen an der Luft getrocknet werden. Auch können Sie den Föhn auf jene Stufe einstellen, die einzig mit kalter Luft arbeitet. Das Styling dauert dann zwar länger, schonender für Ihr Haar ist es aber allemal. Wenn Sie nicht ohne Ihren Föhn, Ihr Glätteeisen oder Ihren Lockenstab auskommen sollten Sie allerdings vor dem Styling stets ein Hitzeschutzspray auftragen. Locken, Wellen oder Beach waves kann man übrigens auch wunderbar über Nacht zaubern, indem man die Haare mit verschiedenen Techniken und diversen Utensilien wie Socken, Strohhalmen, Alupapier oder Haarbändern eindreht. YouTube liefert viele Anregungen unter der Suche „Locken ohne Hitze“.

6. Vermeiden Sie tägliches Shampoonieren und Spülen der Haare

Gerade eine übermäßige Pflege der Haare und tägliches Auswaschen mit heißem Wasser beansprucht die Haare sehr stark. Um Ihre Haare zu schonen, sollten Sie daher auf tägliche Haarwäschen verzichten. Es reicht völlig aus Ihre Haare alle zwei bis drei Tage – am besten auch nur mit lauwarmem Wasser – zu waschen. Greifen Sie dabei auf ein mildes und pflegendes Shampoo zurück und verwenden nur jedes zweite Mal eine Haarkur oder eine Spülung, denn die meisten dieser Produkte legen sich wie ein Film um das Haar und beschweren und strapazieren es so zusätzlich. Vor allem in großen Städten wie Köln und bestimmten Regionen ist die Qualität des Leitungswassers zudem durch einen sehr hohen Kalkgehalt minderwertig. Um Ihre Haare mit vitaminreichem, natürlichem Wasser nicht nur von innen, sondern auch von außen heraus zu pflegen, können Sie Ihre Haare mit stillem Quellwasser spülen oder sich einen Filter für Ihren Duschkopf kaufen.

7. Trocknen Sie Ihre Haare schonend

Tropfnasses Haar direkt mit dem Föhn zu trocknen, entzieht dem Haar unglaublich viel Feuchtigkeit und Nährstoffe. Daher sollten Sie Ihre Haare nach dem Waschen zunächst vorsichtig mit dem Handtuch frottieren und anschließend für mindestens fünf Minuten an der Luft antrocknen lassen bevor Sie zum Föhn greifen. Sofern Sie doch den Föhn benutzen sollten Sie diesen auf einer der folgenden Stufen nutzen: Kaltluft, niedrigere bis mittlere Hitze. Auch Haartrockner mit Ionentechnik oder Infrarotstrahlung sollen besonders schonend für das Haar und die Haarwurzeln sein. Beim Frottieren sollten Sie zudem darauf achten durch Rubbeln und Ziehen nicht allzu viel Reibung zu erzeugen, da auch dies die Haare strapaziert.

8. Verwenden Sie Haarprodukte, die keine aggressiven Chemikalien enthalten

Verzichten Sie bei der Auswahl Ihrer Haarpflegeprodukte möglichst auf synthetische, chemische oder aggressive Inhaltsstoffe. Naturkosmetik und zahlreiche Hersteller für Shampoos und Spülungen verzichten mittlerweile auf schädliche Inhaltsstoffe für Umwelt, Gesundheit und Schönheit. Silikone etwa werden nur noch selten verwendet. Sie sorgen zwar dafür sich wie eine Schutzfilm um das Haar zu legen, sind jedoch eine Augentäuscherei und zudem schädlich. Sie sollten auf milde Haarprodukte oder auch Babyshampoos setzen, wenn Sie Ihre Haare stärken wollen. Haarprodukte, die frei von aggressiven Chemikalien sind zeigen ihre Wirkung allerdings oft erst, wenn sie über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Geduld sollten Sie daher ebenfalls mitbringen und in jedem Fall das gründliche Ausspülen der Haare niemals vergessen, denn Produktreste auf Kopfhaut und Haaren strapazieren die Haargesundheit zusätzlich.

9. Befeuchten Sie Ihr Haar mit natürlichen Ölen

Besonders für schönes Haar zu empfehlende Öle sind Rizinusöl, Kokosnussöl, narratives Olivenöl oder Jasminöl. Haaröle gibt es mittlerweile zuhauf und in diversen Duftnoten auf dem markt. Beim Kauf sollten Sie allerdings darauf achten, dass es sich weiterhin um ein natürliches Öl handelt, das nicht durch Zusatz- oder Konservierungsstoffe verunreinigt wurde. Am effektivsten wirkt Öl als Haarkur angewendet für mehrere Stunden – am besten über Nacht – oder indem Sie 3 bis 5 Tropfen Ihres ausgewählten Öls in die trockenen Spitzen geben und kurz einmassieren. Haaröle spenden neben dem wertvollen Fett auch reichlich Feuchtigkeit und Vitamine und verwöhnen die Haare so mit esentiellen und benötigten Stoffen.

10. Probieren Sie nahrhafte hausgemachte Haarmasken aus

Haare und Wurzeln kann man mit diversen natürlichen Stoffen pflegen und stärken. Zu den Naturölen gesellen sich auch Honig, Naturjoghurt oder Milch, Avocados oder Eier als mögliche Komponenten für eine selbstgemachte Haarmaske. Als probate Haarkur hat sich auch die mit dem einfachsten Rezept erwiesen. Dazu benötigen Sie lediglich ein Ei, 1 Teelöffel Honig sowie 2 Esslöffel Olivenöl. Vermengen Sie alle Zutaten miteinander und geben die Haarmaske nach dem Waschen ins handtuchtrockene und abgekühlte Haar. Bitte geben Sie die Haarkur nicht direkt in das nasse noch warme Haar, da ansonsten das Ei zu stocken beginnt. Lassen Sie alles für eine Viertelstunde einwirken. Dafür können Sie Ihr Haar in ein Handtuch oder in Folie wickeln. Spülen Sie die Haarmaske vollständig mit reichlich kaltem bis maximal lauwarmem Wasser aus.

11. Entspannen Sie Ihre Follikel mit einer Kopfmassage

Jedes einzelne Haar wächst aus seinem eigenen Haarfollikel heraus. Haarfollikel sind quasi die Brutstätten für die Haare und benötigen somit genauso viel Pflege wie die Haare selbst. Am besten stimuliert man die Haarfollikel mit einer Kopfhautmassage. Dadurch wird die Durchblutung der Kopfhaut angerregt und die Talgdrüsen können besser funktionieren. Am besten funktioniert die Kopfmassage wenn Sie ein wenig natürliches Haaröl dafür nutzen. Einmal in der Woche sollte eine pflegende und entspannende Kopfhautmassage auf Ihrer To-Do-Liste stehen, wenn Sie Haare und Follikel stärken möchten.

12. Probieren Sie einen Duschkopffilter aus

Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Duschkopffilter sind eine Art Adapter, die man einfach an seinen Duschkopf montieren kann. Zahlreiche Herstellen bieten diese Wasserfilter mittlerweile an. Alle versprechen eine sichtbare Verbesserung des Hautbildes und der Haare, da während der täglichen Dusche nun Stoffe wie Chlor oder Kalk aus dem Leitungswasser gefiltert werden und nicht mehr an und in Ihren Körper gelangen. Die Produktversprechen sind „geschmeidige Haut und seidige Haare“ sowie „gefärbte Haare werden geschützt, ungefärbte Haare erhalten mehr Glanz“. Die Montage scheint einfach und ist mit nahezu jedem Duschkopf kompatibel. Ein Versuch wäre es daher wert. Zumal die meisten Filter auch weitere schädliche Stoffe aus dem Trink- und Leitungswasser filtern. Ein schöner Nebeneffekt ist jener, dass sich Ihre Zimmerpflanzen neben Ihren Haaren und Ihrer Haut über das gefilterte Wasser freuen werden.

13. Versuchen Sie Ihren Stress-Pegel zu senken

Stress war noch nie gesund – weder für Ihr Herz noch für Ihre Nerven und sicher nicht für Ihr äußeres Erscheinungsbild. An einem stressigen Alltag leiden nämlich auch Haut und Haare. Letztere sogar oftmals so stark, dass sie beginnen in Massen auszufallen. Stressbedingter Haarausfall ist kein Mythos, sondern beinharte Realität. Auch graue Haare soll man schneller bekommen, wenn das Stess-Level konstant hoch ist. Im Gegenzug ist ein ausgewogener und voll allem regelmäßiger Schlaf wichtig für die Gesundheit und die Haargesundheit.

Schlussfolgerung

Welche Empfehlung zur Stärkung der Haarwurzeln für Sie die richtige ist, sollten Sie am besten selbst herausfinden. Die Tipps sind zahlreich und einfach durchzuführen. Probieren Sie sich einfach vorsichtig durch alles durch. Gerne können Sie Ihre Erfahrungen und Gedanken weiter unten in den Kommentaren mitteilen. Chemisch-aggressive Produkte sollten Sie nicht mehr verwenden und stattdessen auf natürliche Haarpflegemittel setzen. Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, teilen Sie ihn gerne in den sozialen Netzwerken.


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