Haarausfall in den Wechseljahren: So stoppen Sie den Haarausfall wieder

Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden, leiden oft an Schlafstörungen oder Hitzewallungen und obendrein kann es aufgrund der hormonellen Umstellung dazu kommen, dass das einst so volle Haar beginnt auszufallen und auszudünnen. Der nachfolgende Artikel „Haarausfall ​in den Wechseljahren: Ursachen und was Sie dagegen tun können” gibt Ihnen Hintergrundinformationen und Tipps zum Thema. Neben der Einnahme von Hormonpräparaten, die Ihnen Ihr Arzt bei der Menopause verschreiben kann, können Sie auch auf natürliche Kräuter, bestimmte Diäten oder Nahrungsergänzungsmittel setzen, die gegen Haarausfall wirken sollen.

Was verursacht Haarausfall in den Wechseljahren?

Es kann einige Ursachen für Haarausfall in den Wechseljahren geben und tatsächlich ist auch nicht jede – nur etwa jede dritte – Frau vom Verlust Ihrer Haare während der Menopause betroffen.

Hormonelle Veränderungen

Eine wichtige Rolle bei den hormonellen Veränderungen, welche die Gesundheit der Haare beeinflussen, spielen die beiden Hormone Östrogen und Testosteron. Die Auswirkungen der Menopause werden durch das Absinken der Hormonspiegel Östrogen und Progesteron ausgelöst. Östrogen reguliert die Menstruation und Progesteron ist an der Vorbereitung des Körpers auf die Schwangerschaft beteiligt. Östrogen und Progesteron sind zwei Hormone, die das Haar dabei unterstützen, schneller zu wachsen und länger auf dem Kopf zu bleiben.

Der Verlust von Haaren während der Menopause ist daher direkt mit der verringerten Produktion beider Hormone verbunden. Forschungsergebnisse legen nahe, dass ein möglicher Haarausfall während der Menopause das Ergebnis eines hormonellen Ungleichgewichts ist. Wenn der Östrogen- und Progesteronspiegel sinkt, wächst das Haar langsamer und wird viel dünner. Eine Abnahme dieser Hormone löst auch eine Zunahme der Produktion von Androgenen und einer Gruppe männlicher Hormone, dem Testosteron, aus.

Der größere Einfluss von Testosteron verkürzt sodann die Haarwachstumsphase – die sogenannte anagene Phase. Der nachfolgende Haarverlust ist normalerweise etappenweise und geschieht nicht in einem Schwung.

Andere Ursachen

Neben der genannten hormonellen Verschiebung gibt es auch andere mögliche Ursachen für Haarausfall während der Menopause. Zwar hängen die Ursachen für Frauen, die die Menopause durchlaufen, für den Haarverlust fast immer mit hormonellen Veränderungen zusammen, jedoch gibt es auch zahlreiche weitere Faktoren, die zu Haarausfall während der Menopause beitragen können. Zu diesen Faktoren gehören genetische Veranlagung, ein ungewöhnlich hohes Stresslevel, andere hormonelle Ungleichgewichte – wie zum Beispiel Fehlfunktonen der Schilddrüse –, Nähstoffdefizite wie ein Eisen- oder Zinkmangel sowie Krankheiten oder Nebenwirkungen von Medikamenten.

Was Sie bei Haarausfall, der durch die Wechseljahre ausgelöst wird, tun können

Es gibt verschiedene Dinge, die Sie selbst und von zuhause aus tun können, um Haarausfall zu reduzieren oder zu behandeln. Von einfachen Umstellungen im Alltag bis hin zur Einnahme bestimmter Lebensmittel oder Kräuter ist die Bandbreit der natürlichen Heilmittel und Tipps bei durch die Menopause bedingtem Haarausfall recht groß.

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1. Reduzieren Sie Stress

Stress lässt uns nicht nur altern, sondern im wahrsten Sinne des Wortes auch die Haare ausfallen. Denn Stress und oxidativer Stress greifen das Immunsystem, die körpereigene Abwehr und den Stoffwechsel oft so stark an, dass davon wichtige Prozesse im Körper negativ betroffen sind. Eine Auswirkung von Stress kann daher auch Haarausfall sein. Befinden Sie sich also in der Menopause, sollten Sie versuchen Ihr Stresslevel auf ein Minimum zu reduzieren. Denn nicht nur die hormonelle Verschiebung, sondern auch Stress kann den Zyklus des Haarwachstums beeinflussen. Befinden Sie sich nicht in der Menopause, heißt es, der Haarausfall würde nachlassen, sobald auch der Stresspegel sinke.

2. Übungen 

Ihren Geist fit zu halten, gehört natürlich auch dazu, Stress abzubauen und so sind sich einige Wissenschaftler einig, dass auch bestimmte Atemübungen und ein Training zur Stressreduzierung dazu beitragen können, dass der Haarausfall während der Menopause abnimmt. Da das Stresslevel und der Hormonhaushalt unabdingbar miteinander in Verbindung stehen, macht dieser Tipp durchaus Sinn, kostet Sie nichts und sollte unbedingt ausprobiert werden. Entspannungsübungen und Atemübungen finden sich vornehmlich im Bereich des Yoga weshalb Yogakurse eine Empfehlung sind, die Sie beim Bekämpfen der Symptome der Menopause annehmen können. Mit Yoga schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe, indem Sie Stress abbauen und Körper und Geist in Einklang bringen.

​3. Essen Sie spezielle Lebensmittel

Eine speziell auf die Menopause abgestimmte Diät kann ebenfalls dabei helfen die Menopause-Symptome zu bekämpfen. Für die Haargesundheit und das Haarwachstum besonders wichtig sind Proteine, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin C, Probiotika sowie die Mineralstoffe Zink und Eisen. Vor allem rotes Fleisch enthält reichlich Eisen, weshalb Rinderfleisch oder Schweinefleisch wenigstens drei Mal in der Woche auf Ihrem Speiseplan stehen sollten. Vegetarier können stattdessen auf eisenreiche Weizenkleie, Kürbiskerne oder Sojabohnen zurückgreifen. Vitamin C hingegen steckt in nahezu allen Zitrusfrüchten und Beeren und kann getrost jeden Tag zu sich genommen werden. Das C-Vitamin stärkt nicht nur die allgemeine Immunabwehr, sondern sorgt darüber hinaus dafür, dass das für das Haarwachstum so wertvolle Eisen noch besser vom Blut aufgenommen und weitergeleitet werden kann.

​4. Trinken Sie genug

Damit ist natürlich gemeint: Trinken Sie ausreichend Wasser und je nach Bedarf auch ungesüßte Tees, wobei von Schwarzem und Grünem Tee während der Menopause abgeraten wird, da sie zusätzlich einen austrocknenden Effekt haben sollen. Durch die ständigen Hitzewallungen und Schweißausbrüche leidet Frau während der Wechseljahre nämlich zudem an einer Austrocknung des Körpers, die oft unbemerkt bleibt. Reichlich Trinken sollten Sie daher jeden Tag. Mindestens 8 Gläser Wasser täglich werden empfohlen, was in etwa 1,5 Litern entspricht. Um sich über das Wasser auch mit wertvollen Spurenelementen zu versorgen, sollten Sie auf kalziumreiches, aber natriumarmes Wasser setzen.

5. Schonen Sie Ihr natürliches Haar

Zum einen sollten Sie Ihr Haar schonen und in seinem natürlichen Zustand belassen und es daher weder Färben, noch Tönen, Bleichen oder es einer Dauerwelle unterziehen. Zum anderen sollten Sie auch auf starke Hitze, Druck oder Zerren verzichten. Sprich: Versuchen Sie Ihr Haar an der Luft trocknen zu lassen anstatt es zu föhnen. Stylen Sie sich während der Phase des Haarausfalls nicht mit einem Glätteeisen oder einem Lockenstab und versuchen Sie auf zu stramme Flechtfrisuren zu verzichten. Im Grunde sollten Sie Ihr Haar offen tragen ohne Spangen oder Haargummis zu verwenden. Auch das Bürsten der Haare sollten Sie besonders schonend vollziehen.

6. Probieren Sie es mit hormonausgleichende Kräutern

Bestimmte Kräuter, die auch den Beinamen Frauenkräuter haben, sollen bei der Bekämpfung von Symptomen der Wechseljahre hilfreich sein. Dazu zählen etwa Ashwagandha, Amerikanischer Ginseng oder das Extrakt der Traubensilberkerze. Auch Bockshornklee, Kalmus, Birkenblätter, Zinnkraut und die Wegwarte zählen zu den Heilkräutern, die immer wieder gegen Haarausfall eingesetzt werden. Um den Hormonhaushalt auszugleichen finden wiederum jene Kräuter und Heilpflanzen Anwendung, die das sogenannte Beta-Sitosterol enthalten, denn es ist ein östrogenähnlicher Stoff, der sich positiv gegen den Testosteronspiegel wendet. Zur innerlichen wie äußerlichen Anwendung sind daher auch Weißdorn, Basilikum, Nachtkerze, Schwarzkümmel, Liebstöckel, Veilchen, Süßholz, Thymian, Engelwurz, Beifuß oder die Scharfgabe geeignet.

7. Versuchen Sie es mit Nahrungsergänzungen

Vor allem Nahrungsergänzungsmittel, die reichlich Biotin und Zink enthalten, werden immer wieder zur Behandlung von Haarausfall empfohlen. Ob dieser bei Männern oder Frauen auftritt, der Auslöser genetisch oder hormonell bedingt ist, spielt dabei keine Rolle. Doch die Wirksamkeit der Nahrungsergänzungsmittel bei der Bekämpfung von Haarverlust ist nicht eindeutig nachgewiesen. Grundsätzlich sollten Sie auf synthetisch hergestellte Substanzen und Präparate verzichten und stattdessen auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung setzen. Sofern Sie es doch mit Ergänzungsmitteln ausprobieren möchten, sollten Sie die Einnahme und die Dosis zuvor mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

8. Besuchen Sie Ihren Arzt für die richtige Diagnose Haarausfall

Einen Arzt – entweder Ihren Hausarzt oder aber einen Dermatologen oder Ihren Gynäkologen – sollten Sie ohnehin aufsuchen, sobald Sie bemerken, dass Ihnen in übermäßigem Ausmaß die Haare ausfallen. Der Arzt kann sodann mittels eines Bluttestes herausfinden, woher Ihr Haarverlust im Detail kommt. Hängt der Haarausfall eindeutig mit dem Beginn der Wechseljahre zusammen und ist daher hormonell bedingt, kann Ihr Arzt Ihnen geeignete Medikamente in Form von Hormonpräparaten verschreiben.

Ärztliche Behandlung: Die Hormonersatztherapie

Die medizinische Behandlung und Betreuung ist eine weitere wichtige Option, wenn sich die Menopause einstellt und Hausmittel und natürliche Wege nicht wirksam bei der Bekämpfung der Symptome waren.

Hormonersatztherapie

Eine Hormonersatztherapie, die auch Östrogentherapie heißt, wird Frauen im Alter zwischen 25 und 60 verabreicht, die an Östrogenmangel leiden. Mittels dieser Therapieform kann man Hitzewallungen behandeln, Stimmungsschwankungen kontrollieren und andere Symptome der Menopause unterstützend mildern. Die Hormonersatztherapie kann den Haarausfall während der Wechseljahre auch ganz verhindern. Dabei gibt es viele verschiedene Arten von Östrogentherapien, die in vielen verschiedenen Formen zur Verfügung stehen. Diese umfassen im Wesentlichen Medikamente zur oralen Einnahme wie Pillen, Tabletten oder Kapseln, Pflaster, Cremes, Gele und Salben, aber auch Vaginalcremes oder Implantate.
Jede Östrogentherapieoption hat ihre Vor- und Nachteile. Die tatsächliche Dosis und Form bestimmen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt und hängt von der Schwere der Erkrankung und der Art der gewünschten Anwendung ab.

Nebenwirkungen und Risiken der Hormonersatztherapie

Es gibt viele Kontroversen in Bezug auf die Hormonersatztherapie aufgrund der zahlreichen bekannten Risiken und Nebenwirkungen. Bei der Behandlung während der Menopause mit einer Hormontherapie zählen Harninkontinenz, Demenz sowie erhöhte Risiken für einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder Brustkrebs zu den bekannten möglichen Risiken.

Fazit

Es gibt also einige natürliche Möglichkeiten, die Gesundheit der Haare während der Menopause zu verbessern und das Wachstum der Haare zu unterstützen. Bei sogenannten Haarausfallpräparaten sollten Sie Vorsicht walten lassen und die Einnahme zudem stets mit einem Mediziner absprechen. Auch sollten Sie bei Haarausfall oder den ersten anderen Symptomen der Menopause stets Ihren Arzt konsultieren, der Ihnen erst die eindeutige Diagnose des Haarausfalls nennen kann und Ihnen dann bei Bedarf eine Hormonersatztherapie verschreiben kann. Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, können Sie diesen Artikel in sozialen Medien teilen oder in den Kommentaren weiter unten Ihre Gedanken und Erfahrungen mitteilen.


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