Haarausfall nach Absetzen der Pille: So stoppen Sie den Haarausfall wieder

Da der Hormonhaushalt in enger Verbindung zum menschlichen Haarwachstum und somit auch zum möglichen Haarverlust steht, kann auch das Absetzen der Antibabypille – einem hormonellen Produkt zur Empfängnisverhütung – Einfluss auf Ihre Haarpracht haben. Haarausfall ist eine bekannte und mögliche Nebenwirkung, die in verschiedener Ausprägung nach dem Absetzen der Pille vorkommen kann. Indem Sie sich keine künstlichen Hormone mehr zuführen, kann Ihr Östrogenspiegel sinken, was sodann zu Haarverlust führen kann. In der Schwangerschaft etwa haben Frauen einen Überschuss an Östrogen und gesundes, volles Haar. Der nachstehende Artikel „Haarausfall nach Absetzen der Antibabypille: Ursachen und was Sie dagegen tun können” stellt Ihnen Hintergrundinformationen zum Thema vor.

Warum ​habe ich Haarausfall nach Absetzen der Pille?

Einige Frauen erleben einen übermäßigen Haarausfall nach dem Absetzen der Antibabypille. Dafür kann es jedoch mehrere Ursachen geben.

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Hormonelle Veränderungen

Hormonelle Veränderungen gehen sowohl mit der Einnahme der Antibabypille als auch mit dem Absetzen des Medikamentes einher und wirken sich auf das Haar aus. Die in oralen Kontrazeptiva enthaltenen synthetischen Hormone Östrogen und Progesteron beeinflussen den natürlichen Hormonhaushalt sehr stark. Antibabypillen treiben den Östrogenspiegel im Körper in die Höhe. Ein hoher Östrogenspiegel verhindert wiederum starken Haarausfall. Dass Haare ausfallen, auch mehrere Dutzend am Tag ist völlig normal – erst größere Mengen können Grund zur Sorge sein. Normalerweise fallen Ihre Haare jeden Tag in kleinen Mengen aus. Das Hormon Östrogen erhöht jedoch die Dauer der Telogenphase des Haares – was bedeutet, dass Sie in diesem Zustand mehr Haare haben, die ruhen als es normal wäre. Denn die Telogenphase im Haarwachstumszyklus ist die Ruhephase, die normalerweise bis zu 100 Tage dauern sollte. Ein erhöhter Östrogenspiegel – etwa durch die Einnahme der Antibabypille – kann diese Ruhespanne verlängern. Sobald eine Person jedoch die Einnahme von Tabletten einstellt – das können sowohl Frauen als auch Männer sein, die hormonelle Medikamente einnehmen –, beginnt sich auch der Östrogenspiegel wieder zu normalisieren. Dies führt dazu, dass die Haare, die sich in der verlängerten Telogenphase befanden, nun ausfallen. Da eine größere Anzahl von Haaren in relativ kurzer Zeit abgegeben wird, kann dies zu einem merklichen Haarverlust führen.

Bei den meisten Frauen tritt der beginnende Haarausfall etwa 4 bis 8 Wochen nach dem Absetzen der Empfängnisverhütung auf. Innerhalb von 9 bis 12 Monaten kehrt das Haarwachstum schließlich wieder zu seinem normalen Zyklus zurück und die Haardichte normalisiert sich ebenfalls.

Eine ähnliche hormonelle Verschiebung tritt auf, wenn Frauen schwanger werden: Während der Schwangerschaft haben Frauen oft dicke, schöne und gesunde Haare aufgrund des erhöhten Östrogenspiegels. Nach der Schwangerschaft hingegen beginnt der Östrogenspiegel sich wieder zu normalisieren, was wiederum die Telogenphase beendet und die ruhenden Haare auszufallen beginnen.

Jede Frau reagiert anders auf die synthetischen Hormone in Antibabypillen. Einige erleben Haarausfall als eine Folge der Pilleneinnahme, weshalb Haarausfall auch als eine der möglichen Nebenwirkungen der Einnahme von oralen Kontrazeptiva aufgeführt wird.

Andere Ursachen

Die tatsächliche Ursache für Haarausfall kann extrem schwierig zu bestimmen sein. Da Antibabypillen das Hormonsystem stark beeinflussen, wird bei Frauen jedoch oft angenommen, dass die Ursache für Ihren Haarausfall auf die hormonelle Verschiebung durch die Einnahme oder das Absetzen der Pille zurückzuführen ist. Dennoch sollten auch andere Gründe in Betracht gezogen werden. Es gibt viele andere Faktoren, die Haarausfall auslösen oder begünstigen können, dazu zählen genetische Veranlagung, erhöhter Stress, hormonelle Ungleichgewichte aufgrund einer schlechten Schilddrüsenfunktion, Ernährungsdefizite – etwa in Form eines Eisenmangels – und die Einnahme von Medikamenten. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Haarausfall aus einem anderen Grund verursacht wird, als durch die genannten Möglichkeiten oder durch die Einnahme der Antibabypille suchen Sie Ihren Arzt auf. Ein Bluttest wird dabei behilflich sein die wahrscheinliche Ursache zu bestimmen.

Haarausfall bei ​Einnahme der Antibabypille

Manche Frauen leiden an vermehrtem Haarausfall gerade während Sie die Antibabypille einnehmen. Antibabypillen können etwa bei jenen Frauen Haarausfall verursachen, die besonders empfindlich auf die enthaltenen Hormone reagieren oder bei denen bereits in der Familiengeschichte hormonbedingter Haarausfall vorkam. Antibabypillen bewirken, dass das Haar zu früh von der Wachstumsphase in die Ruhephase übergeht. Diese Form des Haarausfalls wird Telogeneffluvium – oder telogenes Effluvium – genannt. Bei diesem Vorgang können große Mengen Haare ausfallen. Frauen mit einer familiären Vorgeschichte von hormonbedingtem Haarausfall können während der Einnahme der Pille oder unmittelbar nach dem Absetzen der Pille mehr Haare als gewöhnlich verlieren. Manche Frauen verlieren nur ein wenig Haare, andere hingegen verlieren ganze Haarbüschel und leiden an großen kahlen Stellen. Übermäßiger Haarausfall kann im Übrigen auch dann auftreten wenn Sie von einer Pille zu einer anderen wechseln – bereits kleine hormonelle Umstellungen reichen aus um das Haarwachstum zu irritieren.

Was Sie bei Haarausfall nach dem Absetzen der Antibabypille tun können

Der Haarausfall nach dem Absetzen der Pille ist meist nur vorübergehend und lässt sich mithilfe von einigen Tipps und Anregungen wieder regenerieren.

1. Essen Sie Lebensmittel, die das Haarwachstum anregen

Tatsächlich gibt es viele Lebensmittel, die für das Haarwachstum und die Haargesundheit förderlich sind. Vor allem eine vitaminreiche und mineralienstarke Ernährung sollten Sie befolgen, wenn Sie Ihren Haaren etwas Gutes tun wollen. Vitamine finden Sie natürlich vornehmlich in Obst und Gemüse. Für die Haargesundheit wichtig sind vor allem die Vitamine A, B und C. Vitamin A findet sich in großen Mengen in Süßkartoffeln, Paprika, Spinat, Kürbis oder in Möhren. Die Vitamine des B-Komplexes sind vor allem in Nüssen und Samen enthalten. Daher sollten Kürbiskerne und Chiasamen, aber auch Haferflocken und Eier auf Ihrem Speiseplan stehen. Ferner sind Beeren und Lachs zu empfehlen, wenn Sie Ihr Haarwachstum anregen wollen.

2. Nehmen Sie bei Nährstoffmängeln Nahrungsergänzungsmittel ein

Grundsätzlich sollten Sie alle wichtigen und essentiellen Nährstoffe, die der Körper täglich braucht, um richtig zu funktionieren, über eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu sich nehmen. Dennoch kommt es in manchen Fällen zu Nährstoffdefiziten oder einem Vitaminmangel. Was Ihnen genau fehlt, kann man nur über einen Bluttest ausfindig machen. Zu verstärktem Haarausfall führen jedoch häufig der Mangel an B-Vitaminen, Biotin oder Zink, weshalb Ihnen auch Ihr behandelnder Arzt bei der entsprechenden Diagnose diese Präparate in Form von Nahrungsergänzungsmitteln empfehlen wird. Auf eigene Faust und reine Vermutung hin sollten Sie diese synthetisch hergestellten Nährstoffe allerdings nicht einnehmen. Sie sind zwar nicht verschreibungspflichtig, haben aber oft ungeahnte Langzeitfolgen, die Sie ohne medizinische Ausbildung nur schwerlich abschätzen können.

3. Versuchen Sie Stress zu vermeiden

Stress ist einer der häufigsten Faktoren für Haarausfall, denn auch Stress steht in Verbindung mit dem menschlichen Hormonhaushalt. Ist der Mensch gestresst, produziert er mehr Cortisol – das sogenannte Stresshormon. Die Abbauprodukte von Cortisol und auch von Adrenalin wiederum sind wohl der eigentliche Grund für den Haarverlust, denn sie gelangen in das Fettgewebe und sodann in die Blutlaufbahn, von wo aus sie letztlich auch an die Kopfhaut gelangen, wo sie die Talgdrüsen verstopfen. Die Folge von nicht funktionierenden Talgdrüsen auf der Kopfhaut ist sodann Haarausfall. Stress sollten Sie daher in jedem Fall versuchen zu vermeiden oder wenigstens versuchen das Level zu reduzieren, wenn Sie gegen Haarausfall ankämpfen.

4. Schonen Sie Ihr Haar

Bei vermehrtem Haarverlust – aus welchen Gründen auch immer – ist es wichtig Kopfhaut und Haare so schonend wie nur möglich zu behandeln. Zu den Schonmaßnahmen bei Haarverlust zählen daher ein Verzicht auf chemische Behandlungen beim Friseur oder selbst angewendet in Form von Färben, Bleichen oder Tönen. Auch Dauerwellen oder das chemische Glätten der Haare sollte in dieser Zeit ein absolutes Tabu sein. Zudem sollten Sie Ihre Haare möglichst mit einer Bürste mit Naturborsten sanft kämmen – nie daran ziehen –, sie nach dem Waschen an der Luft trocknen lassen und keiner großen Hitze durch Föhnen, Curlen oder Glätten aussetzen.

5. Probieren Sie natürliche Heilmittel

Für die Haargesundheit als wertvoll erachtet haben sich die natürlichen Hausmittel in Form von Ölen und die Einnahme mancher Samen. Von den Haarölen benötigt man nur wenige Tropfen, die in das Haar und in die Längen bis in die Spitzen einmassiert werden. Die ölige Konsistenz breitet sich wie ein Schutzfilm um das Haar aus und versorgt es gleichzeitig mit den im Öl enthaltenen Nährstoffen und der Feuchtigkeit. Um das natürliche Haarwachstum zu unterstützen eigenen sich vor allem Jojobaöl, Amlaöl, Olivenöl, Kokosöl, Klettenwurzelöl, Jasminöl, Arganöl sowie Kaktusfeigenöl.

6. Massieren Sie Ihre Kopfhaut

Massagen regen bekanntlich die Durchblutung an und dies nicht nur am gesamten Körper sondern auch auf dem Kopf. Die Kopfhautmassage in Zusammenhang mit Haarverlust wird jedoch immer wieder diskutiert. Nicht jeder Mediziner hält sie für sinnvoll, um das Haarwachstum anzuregen. Bereits in der Ayurveda – der indischen traditionellen Medizin – stehen Kopfmassagen hoch im Kurs um das Haarwachstum zu fördern und Haarverlust entgegenzuwirken.

7. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Ihr Haarausfall übermäßig ist

Was man unter übermäßigem Haarausfall versteht, ist schwer zu definieren. Allerdings geht man von 100 bis 150 Haaren täglich aus, die ein Mensch im Schnitt verliert. Alles was drüber hinausgeht, sollte weiter beobachtet und gegebenenfalls auch ärztlich untersucht werden. Die Anzahl der ausfallenden Haare stehen übrigens nicht in Verbindung mit der Haarfarbe oder der Haardichte. Zwar haben Blondinen im Schnitt mit 140.000 Haaren die prallste Haarpracht, doch ihnen fallen ebenso wie etwa rothaarigen Personen mit etwa 88.000 Haaren im Schnitt täglich 100 Haare aus.

Fazit

Es gibt einige natürliche Möglichkeiten, die Gesundheit Ihrer Haare nach dem Absetzen der Antibabypille zu verbessern. Bevor Sie Nahrungsergänzungsmittel oder künstliche Vitamine oder Mineralien zu sich nehmen, sollten Sie stets Ihren Arzt zu Rate ziehen. Auch sollten Sie einen Arzt konsultieren, wenn Ihr Haarausfall auffällig über das gewohnte Maß hinausreicht. Sie sind herzlich eingeladen den Artikel in den sozialen Medien zu teilen. Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat oder Sie eigene Erfahrungen mit dem Thema gemacht haben, können Sie Ihre Gedanken in den Kommentaren weiter unten mitteilen.


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