Geschmacksverstärker Glutamat: Wie gefährlich ist der Zusatzstoff?

 

 

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In den heutigen,modernen Lebensmitteln finden wir fast überall Geschmacksverstärker und Aromastoffe. Kaum ein verarbeitetes Lebensmittel aus dem Supermarkt schmeckt noch nach Natur – auch wenn viele Hersteller mit dem Slogan „Natürlich“ werben.

Einer der vielen künstlichen Geschmacksverstärker ist Glutamat oder auch MNG – Mononatriumglutamat (oder englisch MSG – Monosodium Glutamate).

Geschmacksverstärker verändern unsere Geschmacksnerven - kaum ein Kind findet den natürlichen Erdbeergeschmack noch wirklich anziehend. Doch wie gefährlich sind diese Geschmacksverstärker eigentlich? Viele sagen Glutamat ist natürlich und kommt auch in der Natur vor, andere behaupten Glutamat ist richtig ungesund für unseren Körper. Wir wollen heute einen genaueren Blick auf Glutamat werfen und herausfinden warum der Geschmacksverstärker so verteufelt wird und ob er zu recht einen so schlechten Ruf hat.

Was ist Glutamat?

Glutamate sind die Salze der Glutaminsäure. Die Aminosäure Glutamin ist an vielen wichtigen Körperprozessen beteiligt. Am bekanntesten ist das Natriumsalz der Glutaminsäure – Mononatriumglutamat. Glutamat kommt ganz natürlich in vielen Lebensmitteln wie zum Beispiel Tomaten, Fleisch, Fisch und Seetang vor. Auch unser Körper arbeitet mit Glutamat. Es ist mit beteiligt an der Zellerneuerung und unterstützt die Gehirnfunktionen indem es als Neurotransmitter fungiert. Dabei ist es unter anderem an der Übertragung von Schmerz, am Körperwachstum, an der Gewichtsregulierung und an unserer Appetitsteuerung beteiligt. Unser Gehirn kann Glutamat selber produzieren. Das Glutamat das wir über die Nahrung aufnehmen kann laut der modernen Wissenschaft die Blut-Hirnschranke nicht passieren.

Glutamat als Geschmacksverstärker

Heutzutage wird Glutamat vorrangig als Geschmacksverstärker eingesetzt. Das Gewürz stammt aus dem asiatischen Raum und wird dort schon seit vielen Jahrhunderten Verwendet. Dort kennt man auch neben den vier bekannten Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter eine fünfte Geschmacksrichtung – Umami. Diese bezieht sich auf den Geschmack des Glutamats. Glutamat verstärkt die natürlichen Geschmack von Lebensmitteln und hat dabei kaum eine wahrnehmbaren Eigengeschmack. Wir finden den Geschmacksverstärker in hunderten von Lebensmitteln im Supermarkt. Wurst, Chips, Pizza, Fertiggerichte – sie alle enthalten Glutamat. Ein Grund dafür ist, das die Gewinnung von Glutamat so viel billiger ist als richtige Gewürze. In Fleischkonserven und Fertiggerichten darf bis zu 1% Glutamat enthalten sein. Bei Saucen bis zu 2% und in Würzmitteln sogar bis zu 50%. Im normalen täglichen Leben nehmen wir etwa 8-12 g Glutamat täglich auf.

Glutaminsäure

Glutamate sind die einzelnen Salze der Glutaminsäure, einer Aminosäure die ganz natürlich in unserem Körper vorkommt. Glutaminsäure zählt allerdings nicht zu den essentiellen Aminosäuren da unser Körper sie selber herstellen kann. Das bekannteste Salz der Glutaminsäure ist das Natriumglutamat das von der Lebensmittelindustrie als Geschmacksverstärker eingesetzt wird. Glutamate in den Lebensmitteln werden durch die Lebensmittelnummern E621- E625 gekennzeichnet.

Wie wurde Glutamat ​entdeckt?

Professor Kikunae Ikeda von der Tokyo Imperial University suchte nach dem Geschmack den Spargel, Tomaten, Fisch, Fleisch und Käse gemeinsam haben. Im Zuge seiner Untersuchungen gelang es ihm Anfang des 20. Jahrhunderts zum ersten Mal Glutaminsäure und ihre Salze,unter anderem das Natriumglutamat, zu extrahieren. Diese stammte aus der Kombu-Alge. Schnell fand der Professor heraus das Natriumglutamat einen ganz eigenen Geschmack hatte und er gab diesem Eigengeschmack den Namen Umami. Auch war er es der zum ersten Mal den Lebensmittel Natriumglutamat zusetzte und herausfand das dieses den Eigengeschmack der Lebensmittel und Gerichte hervorhob. So kam man auf die Idee Natriumglutamat als Würzmittel einzusetzen. Doch Natriumglutamat selber eignet sich nicht als Würzmittel denn es hat nicht die geforderten Eigenschaften eines Würzmittels. Von einem Würzmittel fordert man das es leicht wasserlöslich ist und keine Feuchtigkeit aufnimmt,also nicht klumpt. Professor Ikeda experimentierte also weiter und fand das man genau diese Eigenschaften erhielt wenn man das Natriumglutamat leicht abwandelt und zu Mononatriumglutamat macht. So entstand das wohl bekannteste und am meisten eingesetzten Würzmittel der Welt.

Heutzutage wird MNG aus der Fermentation gewonnen. Mikroorganismen verwerten dabei bestimmte Nährstoffe (zum Beispiel Melasse, Getreide, Kartoffeln oder andere stärkehaltige pflanzliche Produkte) und verstoffwechseln diese zu Glutaminsäure. Auch wird heute das Glutamat häufig mit Hilfe von gentechnisch veränderten Bakterienstämmen gewonnen. Das muss aber keinesfalls auf der Verpackung später angegeben werden. Das Endprodukt ist ein weißes, wasserlösliches Pulver. 20.000 Tonnen Glutamat werden allein in Deutschland jährlich verarbeitet. Fünf mal so viel wie noch vor den 80er Jahren. Einer der Hauptproduzenten von Glutamat ist der japanische Ajinomoto Konzern.

Glutamat kommt auch in der Natur vor

Glutaminsäure ist wie andere Aminosäuren ein fester Bestandteil unserer Nahrungsmittel. Doch man muss unterscheiden zwischen dem künstlich hergestellten und isolierten Mononatriumglutamat und dem natürlich vorkommenden Glutamat welches eine wichtige Aminosäure für unseren Körper darstellt. Vor allem Nahrungsmittel die reich an Eiweiß sind enthalten große Mengen an Glutamat. Glutamat finden wir in zwei verschiedenen Formen in unseren Lebensmitteln. Einmal ist es eine Aminosäure die sich an andere Aminosäuren gebunden im Eiweiß befindet und somit ein Protein bildet. Und zum anderen in einer freien, ungebundenen Form. Das im Eiweiß gebundene Aminosäure hat keinerlei Einfluss auf den Geschmack des Lebensmittels. Nur das freie, ungebundene Glutamat beeinflusst den Geschmack eines Produktes. Schauen wir einmal welche Nahrungsmittel reich an natürlichen Glutamat sind und wie viel des Stoffes sie enthalten.

Lebensmittel mit hohem Anteil natürlichen Glutamats

Käse

In jedem Käse den wir im Laden kaufen können, steckt Glutamat. Und zwar recht viel. Ganze 6.537 Milligramm der Aminosäure finden wir zum Beispiel in 100g Parmesan. Und je älter und reifer der Käse ist umso mehr Glutamat enthält er.

Tomaten

Die Tomate ist das Gemüse mit dem höchsten Anteil an Glutamat. Immerhin 424 Milligramm finden wir in 100g Tomate. Das ist recht ordentlich.

Schinken

Schinken enthält jede Menge Glutamat. Auch beim Schinken gilt wie beim Käse:Je reifer und älter er ist umso mehr Glutamat enthält er.

Algen

Algen werden auch in Europa immer populärer und sind vermehrt auf dem Speiseplan zu finden. Früher wurde die Alge nur in den asiatischen Ländern verzehrt und sogar das Glutamat wurde am Anfang aus ihr gewonnen. Algen enthalten

Sojasauce

Sojasauce ist von Natur aus reich an Glutamat. Dieses stammt aus der Sojabohne und enthält etwa 1.300 Milligramm pro 100 Milliliter.

Walnüsse

Walnüsse enthalten von allen Nüssen das meiste Glutamat. 1300 Milligramm der Aminosäure finden wir in etwa 40g Nuss.

Bohnen

Ja auch die Bohne enthält Glutamat. Ganze 200g pro 100 g Bohnen.

Hühnerfleisch

Wie jedes Fleisch enthält auch Hühnerfleisch Glutamat. Und zwar 45 Milligramm pro 100g des weißen Fleisches. Damit liegt es noch vor Rindfleisch, das 35g pro 100 g enthält.

Kabeljau

Fische sind sehr reich an Glutamat. Der Kabeljau beispielsweise enthält 10mg pro 100g Fisch.

Milch

Auch in der Milch finden wir Glutamat. 2 Milligramm pro 100 g.

Der Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat

Auch wenn Mononatriumglutamat als Geschmacksverstärker in der modernen Lebensmittelindustrie uneingeschränkt zugelassen ist, ist er doch auch der am heftigsten umstrittene Zusatzstoff. Rund 1,5 Millionen Tonnen im Jahr verbraucht die Lebensmittelindustrie. Außer dem unter der Lebensmittelnummer E621 bekannte Mononatriumglutaamt gibt es noch andere Glutaminsäuren die auch als Zusatzstoff in Lebensmitteln verwendet werden. Das sind die Glutaminsäure mit der Nummer E620, Monokaliumglutamat mit der Nummer E622, Calciumdiglutamat mit der Nummer E623, Monoammoniumglutamat mit der Nummer E624 und Magnesiumdiglutamat mit der Nummer E625. Die Glutaminsäure wird in einem chemischen Verfahren mit Natrium, Kalium, Calcium, Ammoniak oder Magnesium verknüpft. Dabei bilden sich dann diese so genannten Salze der Glutaminsäure.

Welche Lebensmittel werden mit MNG versetzt?

Fertiggerichte aller Art, Tütensuppen, Dosen- und Tiefkühlgerichten wird normalerweise Glutamat beigefügt. Besonders reich an Glutamat sind Knabbererzeugnisse. Besonders bei Kartoffelchips findet man kaum eine Tüte bei der nicht Glutamat als Geschmacksverstärker aufgeführt ist. Auch Streuwürze, Gewürzmischungen, Brühwürfel, Fonds, Fertigbratensaucen, Pizzas, Ketchup und Wurstwaren enthalten oftmals den Geschmacksverstärker. Auch Fleisch- und Fischerzeugnisse sind mit Glutamat versetzt um einen würzigen Geschmack zu erzeugen. Dabei ist interessant das die Lebensmittelindustrie oftmals mit allen Mitteln versucht den Gehalt an MNG zu vertuschen.

Statt Mononatriumglutamat finden wir auf der Zutatenliste Begriffe wie Geschmacksverstärker, Hefewürze oder Extrakt, Würze, Speisewürze, Sojawürze, Pflanzenproteinextrakt, pflanzliche Würze, hydrolysiertes Hafermehl, Natrium- oder Kalziumkaseinat bzw. Milcheiweiß, Weizenprotein, fermentierter Weizen, Trockenmilcherzeugnis, gekörnte Brühe oder auch einfach nur Aroma. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nehmen wir pro Tag etwa acht bis zwölf Gramm der Substanz auf. Glutamat kann man mittlerweile sogar in purer Form, also als das weiße Pulver das es ist, als Würzmittel kaufen und zu Hause selber beim Kochen verwenden um seinen Speisen den gewünschten würzigen Umami Geschmack zu verleihen.

Wie sicher ist es Produkte denen MNG zugesetzt wurde zu konsumieren?

Ende der 60er Jahre kamen die ersten Diskussionen über Glutamat auf. Immer mehr Menschen In Europa berichteten von Schweißausbrüchen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Nackenschmerzen nach einem Besuch in einem asiatischen Restaurant. Offenbar reagierten sie empfindlich auf das im asiatischen Essen so reichlich enthaltene Glutamat. Dieses Phänomen wurde schnell als Chinarestaurantsyndrom bekannt. Die Beschwerden verschwinden bei den meisten Menschen nach kurzer Zeit wieder.

Aber Glutamat wird nicht einfach nur vom Körper aufgenommen und wieder ausgeschieden wie man annehmen könnte. Es verbleibt im Körper und sorgt dort für zwei wichtige Effekte: erstens regt der Umami Geschmack auf der Zunge unseren Appetit an ), und zweitens arbeitet es sich bis ins Gehirn vor wo es das zentrale Nervensystem beeinflusst und unseren Appetit steuert. Spanische Wissenschaftler hatten bei einem Versuch mit Ratten festgestellt das Glutamat die Konzentration des Hormons Leptin senkt, welches für die Regulierung unseres Hungergefühls zuständig ist. Dadurch erhält unser Gehirn falsche Botschaften zu unserem Sättigungsgrad und wir fühlen uns hungrig. Gut zu beobachten ist das bei Kartoffelchips und anderen Knabbereien, von denen man ja immer mehr will und gar nicht mehr aufhören kann bevor die Tüte leer ist.

Außerdem wir Glutamat immer wieder in Verbindung gebracht mit vielen ernsthaften Krankheiten. Dazu gehören Krebs, Alzheimer, Demenz, Augenkrankheiten, Übelkeit, Bauchschmerzen, Herzrasen, Durchfall, MS und die Schädigung des Nervensystems. Viele Studien untermauern die negative Wirkung von E621. In den 60er Jahren hat ein Forscher namens John Olney bereits in Tierversuchen festgestellt das Glutamat nervenschädigend wirkt. Shahriar Koochekpour von der Universitätin Buffalo untersuchte Gewebeproben von Patienten die an Prostatakrebs erkrankt waren. Dabei wurde festgestellt das je weiter die Krankheit in ihrem Stadium fortgeschritten war, um so höher war der Glutamatspiegel im Blut. Andere Wissenschaftler stellten in Untersuchungen einen Zusammenhang zwischen einem hohen Konsum an Glutamat und Augenproblemen wie Grüner Star heraus. Besonders die Netzhaut leide unter einem zu hohen Konsum von dem Geschmacksverstärker. Trotz allem,und sogar trotz das der Hersteller selber auf den Verpackungen angibt man soll es in Massen genießen, wird MNG als ungefährlich eingestuft und eine Reglementierung was den Einsatz im Essen anbelangt gibt es nicht.

Die Wissenschaft ist sich immer noch nicht einig ob Glutamat nun die Blut-Hirnschranke passieren kann oder nicht. Gerade bei Erkrankungen wie Alzheimer oder einer Hirnhautentzündung ist diese sehr schwach oder gestört. Erleidet man einen Schlaganfall dann setzen die Zellen in unserem Gehirn Glutamat frei das diese Zellen zerstört. Das konnte auch in Tierversuchen sehr gut beobachtet werden. Daher wird Glutamat auch gern als Nervengift bezeichnet.

Unser Körper produziert selber jeden Tag etwa 50 g Glutamat. Wir verzehren pro Tag etwa 300 – 500 mg.Das ist im Vergleich zu dem was unser Körper selber produziert sehr wenig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung geht davon aus das täglich 600 mg Glutamat pro kg Körpergewicht vollkommen unbedenklich sind. Bei einem Menschen mit einem Körpergewicht von 65 kg sind das täglich etwa 390 g.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Glutamat

Wirkt Glutamat appetitanregend?

Michael Hermanussen, ein Forscher aus Kiel, hat einen möglichen Zusammenhang zwischen erhöhtem Appetit und Glutamat herausgestellt. Er meint das Fettsucht auf eine neurologische Störung zurückzuführen sei und gab acht Versuchspersonen Glutamat-Rezeptor-Blocker, die die Aufnahme von Glutamat im Gehirn verhindern. Die Testpersonen berichteten von einem deutlich geringeren Appetit und zeigten auch einen Gewichtsverlust. Ungezügelter Hunger begünstigt unter anderem Fettleibigkeit und Diabetes. In einer anderen, 2008 anfertigten Studie an der 750 Chinesen teilnahmen, wurde herausgestellt, dass diejenigen, die viel Glutamat zu sich nahmen ein deutlich höheres Gewicht hatten als diejenigen die kaum Glutamat in ihrem Essen hatten. Doch es sind noch viele weitere Studien nötig um einen wirklichen Zusammenhang heraus zu stellen und diese These zu beweisen.

Allerdings wird bei Appetitlosigkeit oftmals ein Tee aus der Kelpalge empfohlen. Besonders ältere Menschen profitieren hier von dem natürlich enthaltenen Glutamat der Alge, das ins Gehirn geht und dort den Appetit, der vielen älteren Menschen fehlt, wieder anregt. Natriumglutamat wirkt im Gehirn als Neurotransmitter, stört die Funktion des Stammhirns und kann somit auch den Hunger regeln.

Fördert Glutamat Alzheimer?

Immer mehr Kritiker behaupten, das Glutamat für langfristige Schäden im Gehirn verantwortlich ist und somit Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson fördert. Glutamat wirkt dabei neurotoxisch und tötet Gehirnzellen ab. Immer wieder wird bei den neurodegenerativen Krankheiten ein erhöhter Glutamatspiegel im Gehirn festgestellt. Dabei steht aber noch zur Frage ob der erhöhte Glutamatspiegel für die Krankheiten verantwortlich ist, oder sich der Spiegel erst erhöht nachdem die Krankheit ausgebrochen ist und die Barrieren in den Hirnzellen nicht mehr funktionieren. Konrad Beyreuther, ein Alzheimer Forscher aus Heidelberg hält gar einen Zusammenhang zwischen Alzheimer und Parkinson für gut möglich. Aber er fügt an das eine schädigende Wirkung nur bei sehr hohen Dosen an Glutamat festgestellt wurden. Die Blut-Hirnschranke verhindert ein Eindringen von Glutamat. Leidet man aber an einer Gehirnstoffwechselstörung dann ist diese Barriere oftmals nicht intakt und kann leicht von schädigenden Stoffe passiert werden.

Ist Glutamat für Atemnot bei Asthmakranken verantwortlich?

Asthma ist eine Entzündung der Atemwege. Die dadurch entstehende Verengung erschwert die Atmung und der Körper verbraucht ungleich mehr Vitamine und Energie. Das Glutamat eine besondere Gefahr für Asthmatiker darstellt bewies 1987 eine Studie des Royal North Shore Hospitals in Sydney, Australien. Dort erhielten 32 Asthma-Patienten 500 mg Natriumglutamat. 13 der getesteten Personen erlitten kurz danach einen Asthmaanfall. Deshalb wird Asthmapatienten immer wieder empfohlen den Verzehr von Lebensmitteln mit Glutamat zu vermeiden.

Löst Glutamat Krebs aus?

Eine Forschergruppe von der Neurochirurgischen Klinik der Universität Erlangen-Nürnberg rund um Ilker Eyüpoglu berichtet das Glutamat verantwortlich ist für die Entwicklung von Ödemen im Hirn bei Tumoren des Zentralnervensystems. Diese Tumore geben eine große Menge Glutamat ab. Nervenzellen im umliegenden Hirngewebe sterben ab und es kommt dadurch zu einer verkürzten Lebenszeit der Patienten. Hirntumore sind auch auf einen zu hohen Verzehr an Glutamat zurückzuführen. Die Ergebnisse der Forschungsgruppe verschaffen der Medizin einen deutlich besseren Einblick in die Beschaffenheit eines Tumors.


Sollten ​man auf Lebensmittel mit Glutamat verzichten?

Glutamat ist ein Suchtmittel das zu Fresssucht und Fettleibigkeit führen kann. Es erzeugt einen künstlichen Appetit, verursacht bei sensiblen Menschen Schweißausbrüche, Herzrasen, Magenschmerzen, Bluthochdruck und Migräne. Unser Konzentrationsvermögen lässt nach wenn wir Glutamat zu uns genommen haben und bei Asthmatikern kann es sogar zu einem Soforttod durch Atemlähmung führen.

Die Glutaminsäure ist eine Aminosäure die wichtig für unseren Körper ist. Viele Lebensmittel enthalten natürliches Glutamat um unseren Körper ausreichend damit zu versorgen. Wir benötigen kein künstliches Glutamat und vor allem nicht das isolierte Natriumsalz der Glutaminsäure – das Mononatriumglutamat. Und auch nicht all die anderen isolierten Salze des Glutamins. Eine Überversorgung, vor allem mit den isolierten Salzen führt zu massiven Schäden im Körper. Gehirn, Atmung, Kreislauf, Verdauung und unsere Augen – sie alle leiden unter einem zu viel an MNG. Vieles davon ist schon seit vielen Jahren bekannt, in Studien nachgewiesen und viele Studien werden zu dem Thema noch betrieben.

Man sollte sich also tatsächlich zweimal überlegen ob man die Kartoffelchips, die Bouillon oder all die anderen Knabbereien wirklich kaufen möchte und seinem Körper dem Risiko einer nachhaltigen Vergiftung aussetzen möchte. Denn soviel auch alle behaupten Glutamat wäre sicher – bewiesen ist es nicht und vieles spricht dagegen. Ein anderer Aspekt sind unsere Geschacksnerven. Hat man sich erst einmal an den intensiven Umami Geschmack gewöhnt dann stumpft unser Geschmackssinn ab und man verliert die Sensibilität gegenüber frischen Nahrungsmitteln und deren natürlichem Aroma. Vor allem bei Kindern heißt es aufpassen denn sie finden die geschmacksintensiven Nahrungsmittel toll und alles andere schnell zu fad.

Der neue Trend: Lebensmittel frei von Geschmacksverstärkern

Immer mehr Menschen werden aufmerksam und immer mehr Menschen achten darauf was sie kaufen und essen. So auch beim Glutamat. Viele Menschen misstrauen der Würze aus dem Labor. Immer mehr Hersteller von Lebensmitteln schreiben daher ganz groß auf ihre Verpackungen: Ohne künstliche Geschmacksverstärker! Doch was bedeutet das eigentlich? Was steckt dahinter? Womit würzen diese Hersteller wenn nicht mit Glutamat?

Nun – all diese hübschen Aufschriften und Aufdrucke bedeuten nicht etwa das die Hersteller jetzt tatsächlich auf Glutamat verzichten. Das schreibt ihnen auch kein Gesetz der Welt vor. Doch statt Glutamat in der Zutatenliste anzugeben, oder seine Lebensmittelnummer, steht da jetzt halt Hefeextrakt. Oder Brühe. Oder Sojaprotein, Oder Tomatenpulver. Oder vielleicht auch Würze, fermentierter Weizen oder einfach nur Aroma. All das ist legitim und wird gerne zur Täuschung der Verbraucher aufgedruckt. Und spätestens bei dem Wort Aroma hat der Konsument heutzutage kaum eine Chance wirklich herauszufinden ob Glutamat in irgendeiner Form bei der Herstellung des Produktes verwendet wurde. Möchte man sich davon fernhalten hat man nur eine einzige Chance: Frische Produkte kaufen und selber kochen.

Hefeextrakt – man findet es immer öfter in Fertigprodukten – doch was ist das eigentlich?

Hefeextrakt wird aus Hefe gewonnen. Dazu wird entweder Bäckerhefe oder Bierhefe verwendet. Hefeextrakt sind die wasserlöslichen Bestandteile der Hefezellen - in konzentrierter Form. Die Hefezellen werden bei der Herstellung durch die Autolyse abgetötet, damit die Hefe zu wachsen aufhört. Enzyme der Hefe lösen die Eiweiße aus der Hefe und lösen die Zellwände auf. Der Zellsaft im Inneren wird gereinigt und konzentriert. Man erhält Hefeextrakt – ein braunes Pulver oder auch eine braune Paste die würzig schmeckt. Bei der Extraktion der Hefe wird die Glutaminsäure der Hefe freigesetzt die dem Hefeextrakt seinen Umami Geschmack verleiht. Hefeextrakt ist also kein isoliertes MNG – es enthält weitere Glutaminsäuren und wertvolle Mineralien. Hefeextrakt ist kein Lebensmittelzusatzstoff und damit muss er auch nicht als solcher oder als Geschmacksverstärker gekennzeichnet werden. Doch am Ende enthält er große Mengen an Glutamat und hat eine extrem geschmacksverstärkende Wirkung.

Fazit

​Glutamat gilt als unbedenklicher Lebensmittelzusatzstoff. Viele Menschen jedoch reagieren mit irgendeiner Art von Unwohlsein auf Glutamat und oftmals wird es gar nicht damit in Verbindung gebracht. Viele Ärzte und Wissenschaftler empfehlen deshalb sich von Fertiggerichten fernzuhalten, da diese oftmals mit dem Geschmacksverstärker versetzt sind. Und niemand kennt die genaue Dosis. In geringen Dosen ist Glutamat mit Sicherheit unbedenklich und als gebundene Aminosäure im Protein sogar wichtig für den Körper. Restaurants zeichnen manchmal aus wenn sich Glutamat im Essen befindet. Da sie das aber nicht müssen, sollte man sicherheitshalber lieber nachfragen wenn man weiß, das man sensibel darauf reagiert.


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