Gewichthebergürtel Test 2019: Die besten Powerlifting-Gürtel im Vergleich

Das Thema Gewichthebergürtel spaltet die Gemeinschaft der Sportler ein wenig, denn während einige ein solches Utensil als absolut notwendig zum Schutz der eigenen Wirbelsäule einschätzen, nutzen andere einen solchen Gürtel lediglich nicht regelmäßig. Doch gerade im Bodybuildung und im Kraftsport ist er eigentlich essentiell, da er die Belastung auf die Wirbelsäule stark reduziert. Dabei wurden die verschiedenen Modelle so konzipiert, dass sie den unterschiedlichen Ansprüchen der Sportler genügen können. Dabei bringen die Gürtel-Varianten unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich, die oftmals nicht direkt auf den ersten Blick klar sind. Gerade die Fragen zur maximalen Belastung, Tragekomfort und genereller Einsatz spielen hier eine wichtige Rolle. Wir haben einmal die fünf besten Vertreter verglichen und verraten euch, worauf ihr vor dem Kauf achten solltet.

Vorgestellt: Das sind die besten Gewichthebergürtel

C.P.Sports T4-1 Gewichthebergürtel

Bereits aus rein optischer Sicht präsentiert sich der T4-1 Gewichthebergürtel von C.P.Sports etwas ungewöhnlich, denn er wird in zwei verschiedenen Varianten angeboten. Eine Variante zeigt den bekannten Schriftzug des Herstellers auf der Vorderseite, während das zweite Modell einen klassischen „Muskelprotz“ als Logo nutzt. Abgesehen davon unterscheiden sich die beiden Gürtel allerdings weder im Aufbau, noch in der Stabilität oder dem Tragekomfort. Aus preislicher Sicht gehört dieses Modell ganz klar zu den günstigeren, denn für unter 20 Euro lassen sich nur wenige Gewichthebergürtel finden. Entsprechend richtet sich der T4-1 von C.P.Sports auch an Anfänger und Sportbegeisterte, die eher lockere Trainingssessions durchführen und keine besonders starke Unterstützung benötigen. Gerade schmalere Männer und Frauen profitieren von diesem Gürtel, da hier der dünnere Körperbau nachhaltiger unterstützt wird.

Während die Seiten des Gürtels eher schmal konzipiert wurden, wurde die Rückseite extra breit designt. So bekommt der Rumpf eine zusätzliche Festigkeit und speziell die Wirbelsäule wird geschützt. Als Hauptmaterial wird Leder verwendet, das ein wenig Elastizität zulässt, ohne dass es zu einem Risiko beim Training kommen kann. Das führt zu einer optimalen Trainingshilfe. Verstärkt wird dies durch Polster, die auf der Innenseite angebracht wurden und gerade bei einem anstrengenden Training verhindern, dass durch den Schweiß eine zu starke Reibung entsteht. Außerdem wird so gleichzeitig der Tragekomfort erhöht. Auch dieses Modell ist in verschiedenen Größen vorhanden und besitzt sogar je nach Variante bis zu 11 Löcher, sodass der Gürtel auch bei einer Veränderung des Körpergewichts weiterhin genutzt werden kann, indem einfach das nächste Loch gewählt wird. Für zusätzlich Sicherheit sorgt der doppelte Dornenverschluss, wodurch sich der Gewichthebegürtel nicht einfach beim Training öffnen kann.

Es gibt auch einige wenige Negativpunkte zu erwähnen: Während die Qualität der Verarbeitung allgemein absolut zufriedenstellend ist, fusselt das Polster doch leicht und hinterlässt Rückstände auf der Trainingskleidung. Das verändert zwar nichts an der Nutzung des Gürtels, ist jedoch trotzdem etwas unschön. Außerdem ist der Gürtel nur bedingt für höhere Belastungen ausgelegt, sodass sich besonders ambitionierte Nutzer vielleicht eher für ein anderes Produkt entscheiden sollten.

Vorteile

  • Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Anpassungsmöglichkeiten dank 11 Löchern
  • Zusätzliche Polster an der Innenseite
  • Besteht aus hochwertigem Leder

​Nachteile

  • Polster fusselt am Anfang
  • Nicht für hohe Leistungen geeignet

Gewichthebergürtel von FITGRIFF

Bei diesem Modell handelt es sich um einen recht günstigen Gewichthebergürtel für Einsteiger und Amateure, die zusätzlichen Schutz und Unterstützung für das Training suchen. Dabei wurde er auch für längere Workouts konzipiert und bietet somit langfristig Hilfe für die Lendenwirbelsäule. Für einen möglichst optimalen Halt wurde die Seite recht schmal konzipiert, um so noch besser auf den Hüften liegen zu können. Zudem gibt es extra Aussteifungen im Rückenbereich, der zudem mit Doppel-Protektoren ausgestattet wurde. Zudem gibt es das Produkt in verschiedenen Größen, sodass Männer und Frauen mit schmalem Bauchumfang ebenso auf den Gewichthebegürtel zurückgreifen können wie auch Trainierende mit größerem Umfang.

Das verwendete Material stellt den Hauptgrund dar, warum professionelle und höher ambitionierte Sportfans wohl nicht zu diesem Modell greifen werden. Eine Mischung aus Kunststoff und hochwertigem Neopren-Kern sowie ein aus Elasthan bestehendes Netzgewebe sorgen zwar für eine hohe Robustheit sowie einen angenehmen Tragekomfort, können allerdings nicht mit den klassischen Leder-Varianten mithalten. Immerhin sorgt das durchaus hochwertige Material dafür, dass der Gürtel sehr leicht ausfällt und beim Trainieren kaum auffällt. Positiv hervorzuheben ist der Klettverschluss, der Industriestandards entspricht und selbst bei einem schweren Training nicht aus Versehen aufgehen kann. Nicht unwichtig ist zudem der Hinweis, dass der Gürtel lediglich für Handwäsche geeignet ist und nicht in die Waschmaschine darf.

​Letztendlich eignet sich dieser Gürtel auf Grund der Materialien vor allem für Frauen und Männer, die mit den schweren Ledergürteln nicht zurechtkommen und ein eher leichtes bis mittelschweres Training durchführen. Einen weiteren kleinen Minuspunkt gibt es für die Verarbeitung der Sticker auf der Vorderseite, die sich etwas zu grob anfühlen – allerdings ist das schon Meckern auf hohem Niveau. Abgesehen davon gefällt der Gürtel nämlich absolut.

Vorteile

  • Günstiger Anschaffungspreis
  • Hochwertiger Klettverschluss
  • Für einfaches bis mittelschweres Training geeignet
  • Zusätzliche Doppel-Protektoren im Rückenbereich

​Nachteile

  • Kunststoff statt Leder
  • Grobe Sticker auf der Vorderseite

RDX Neopren Fitness Gewichthebergürtel

Preislich betrachtet liegt das Modell von RDX im Mittelfeld und möchte entsprechend eine gute Mischung aus Stabilität und Tragekomfort bieten. Das gelingt auch zu einem hohen Prozentsatz, denn vor allem die Verarbeitung ist makellos, weshalb der Gürtel auch bei höheren Auslastungen voll und ganz seine Leistung erbringt. Den besonderen Clou stellt das besonders breite Rückenteil dar, das eine Breite von 5,5 Zoll besitzt und so das Rückgrat zusätzlich stärkt. Auch der Tragekomfort geht absolut in Ordnung, jedoch wäre etwas mehr Polsterung wünschenswert gewesen – allerdings dürfte dies den wenigsten Trainierenden tatsächlich negativ auffallen.

Bei der Materialwahl verlässt sich RDX auf das superleichte Neo-1, bei dem es sich um ein Neoprengemisch handelt. Neben dem geringen Gewicht sticht es vor allem durch eine hohe Flexibilität und eine lange Lebensdauer hervor. Bezüglich der Elastizität kann es zwar nicht mit dem klassischen Rindsleder mithalten, hat dafür jedoch einen besseren Tragekomfort. Auch höhere Belastungen stellen kein Problem dar, denn das Material ist wirklich hochwertig. Ebenfalls positiv fällt die HG-Stahl Schnalle auf, die einen besonders festen Halt garantiert und so verhindert, dass sich der Gewichthebegürtel aus Versehen während des Trainings öffnet. Dadurch ist eine hohe Sicherheit garantiert, was für viele Bodybuilder und Fitnessbegeisterte einen der wichtigsten Faktoren darstellt.

​Wirklich negative Punkte gibt es eigentlich nicht zu erwähnen, denn abgesehen von der Polsterung, die durchaus etwas üppiger ausfallen könnte, gibt es eigentlich keinerlei Kritik zu üben. Das Produkt gefällt durch und durch.

Vorteile

  • Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Sehr breiter Rückenschutz
  • Leichtes und flexibles Material
  • Hoher Tragekomfort

​Nachteile

  • Etwas dünne Polsterung

RDX Powerlifting Gewichthebergürtel

Auch dieses Produkt von RDX wurde speziell für Gewichtsheber und Bodybuilder entwickelt, die für das ambitionierte Training zusätzliche Unterstützung suchen. Der Ledergürtel punktet rein optisch einerseits durch ein klassisches und elegantes Äußeres und wird sowohl in einem rotbraunem Ton sowie in Schwarz angeboten. Das große RDX Logo auf der Vorderseite fungiert als Blickfang und fügt sich perfekt in die Gesamtoptik ein. Das Nubukleder wurde für zusätzliche Festigkeit und Flexibilität in Öl gegerbt und macht einen durch und durch stabilen Eindruck. Ein weiteres optisches Highlight stellt die Doppelnaht oben und unten am Gürtel dar, die eine hochwertige Verarbeitung andeuten möchte. Tatsächlich überzeugt das Produkt aus qualitativer Sicht und so sind auch größere Belastungen keine Herausforderung. Die verschiedenen Größen reichen von S bis XXL und sollten immer abhängig vom eigenen Bauchumfang gewählt werden.

Die doppelte Gürtelschnalle im Bauchbereich sorgt für eine hohe Sicherheit während des Trainings und verhindert eine ungewollte Öffnung des Gewichthebergürtels. Dabei bleibt der Tragekomfort stets auf einem hohen Niveau und hinterlässt niemals einen unangenehmen Eindruck. Gerade die Kombination aus Kohlefaserintegrierung und dem besonderen Schnitt sorgen dafür, dass eine hohe Leistungsbereitschaft gegeben ist und viele verschiedene Übungen problemlos durchgeführt werden können. Wirklich viele negative Punkte gibt es eigentlich nicht zu erwähnen, lediglich die geringen Einstellungsmöglichkeiten des Gürtels sollten vorab genannt werden. Diese liegen nämlich je nach Größe bei circa zehn Zentimetern und wer mit einer starken Gewichtszunahme oder -abnahme rechnet, der sollte entsprechend kalkulieren und eventuell direkt ein größeres beziehungsweise kleineres Modell wählen. Immerhin ist die zusätzliche Breite auf der Rückseite in allen Größen optimal und unterstützt die Wirbelsäule perfekt.

Vorteile

  • Doppelter Dornenverschluss
  • Hochwertiges Nubukleder
  • Chice Optik
  • Hohe Sicherheit für ambitioniertes Training

​Nachteile

  • Geringe Einstellungsmöglichkeiten

Athletic Aesthetics KDK-Gürtel

Einer der klarsten Vorteile dieses Gewichthebergürtels liegt in der Wahl der Materialien: Das Produkt wurde aus Wildleder konzipiert, was mit als das beste Material für belastungsstarke Trainingseinheiten gilt. Gleichzeitig verfügt es über eine gewisse Geschmeidigkeit, was den Tragekomfort stark erhöht und zudem die Stabilität stärkt. Gerade im Vergleich zu Rindsleder ist das Wildleder etwas weicher, weshalb sich dieser Gürtel perfekt für Trainierende eignet, die nach etwas mehr Komfort suchen oder allgemein mit Rindsleder nicht zurecht kommen.

Mit einer Breite von zehn Zentimetern und einer Stärke von zehn Millimetern bietet der KDK-Gürtel von Athletic Aesthetics eine grundsolide Mischung aus Stabilität, Beweglichkeit und einem guten Tragegefühl. Gleichzeitig wird die Wirbelsäule nachhaltig geschützt und bekommt so eine sinnvolle Unterstützung. Zur Sicherheit wurde ein Schnappverschluss verwendet, der durchaus auch hohen Belastungen standhalten kann und dadurch auch für ambitionierte Trainingseinheiten geeignet ist. Grundsätzlich sollte jedoch beachtet werden, dass ein Schnappverschluss relativ anfällig für Schäden ist, sodass eine Überprüfung vor jedem Training sinnvoll erscheint – vor allem, wenn der Gürtel schon öfter eingesetzt wurde. Schade ist auch, dass auf ein Rückenpolster vollkommen verzichtet wurde, was den Tragekomfort ein wenig schmälert, gleichzeitig jedoch die Stabilität und die Nutzerfreundlichkeit stärkt. Denn ein Polster hätte die Stärke des Gürtels über die zehn Millimeter Marke gehoben, was den optimalen Einsatz verhindert hätte.

​Alles in allem richtet sich der KDK-Gürtel von Athletic Aesthetics an Anfänger und Fortgeschrittene, die einen Wildledergürtel suchen und auf zusätzliche Polster verzichten können. Professionelle Sportler oder höher ambitionierte Bodybuilder sollten allerdings lieber zu einem olympischen Gewichthebergürtel greifen, da die noch mehr Sicherheit und Tragekomfort bieten und gleichzeitig auch den höchsten Belastungen widerstehen.

Vorteile

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Angenehmes Wildleder bietet hohen Tragekomfort
  • Hohe Nutzerfreundlichkeit
  • Chice Optik

​Nachteile

  • Kein Rückenpolster
  • Schnappverschluss anfällig für Schäden

Was ist eigentlich ein Gewichthebergürtel?

Hinter dem Überbegriff „Gewichthebergürtel“ verstecken sich gleich mehrere Produkte, die allerdings alle einen einzigen Zweck verfolgen: Das Rückgrat wird beim Einsatz eines solchen Modells nachhaltig gestützt, was die Wahrscheinlichkeit auf Verletzungen stark reduziert. Allerdings ist der Begriff etwas falsch gewählt beziehungsweise kann schnell zu Verwirrung sorgen, denn die modernen Accessoires werden schon lange nicht mehr nur beim klassischen Gewichtheben eingesetzt. Stattdessen gibt es auch viele Sportler aus den Bereichen des Krafttrainings und Bodybuildings, dem Crossfit und dem Strongman sowie Kraftdreikampf und sogar aus den Disziplinen der Wurf-Leichtathletik, die auf einen solchen Gürtel zurückgreifen.

Generell werden die Produkte entweder aus verschiedenen Lederarten oder aus synthetischen Materialien hergestellt. Dabei gilt, dass die Ledergürtel etwas schwerer und teurer sind und in der Regel für Sportler konzipiert wurden, die höhere Ansprüche an die Produkte haben beziehungsweise die in ihrem Training höheren Belastungen ausgesetzt sind. Auf Grund ihres geringen Gewichts werden Gürtel aus synthetischen Materialien gerne von Anfängern und Frauen verwendet, da sie einfach einen etwas höheren Tragekomfort garantieren können. Darüber hinaus sind sie natürlich auch die ideale Wahl für Menschen, die nicht gerne Leder verwenden oder sogar einen Ausschlag bekommen können.

Die Wirkungsweise der Trainingsaccessoires

Ein Gewichthebergürtel verfolgt in der Regel mehrere Zwecke: Einerseits soll das Rückgrat entlastet und geschützt werden, andererseits wird gleichzeitig die Möglichkeit geboten auch mit höheren Gewichten eine bessere Performance abzuliefern. Natürlich ist der Einsatz eines solchen Gürtels nicht zwingend notwendig und selbst in der Profi-Szene gibt es einige Sportler, die auch ohne Hilfsmittel hohe Gewichte gehoben haben. Allerdings lohnt sich die Nutzung durchaus für die allermeisten Gewichtheber. Wer sich nicht sicher ist, der kann einfach ein simples Experiment ausführen und einmal ein schweres Gewicht mit und einmal ohne Gürtel heben. In der Regel sollte ein Unterschied gegeben sein, denn die meisten Menschen können einfach bessere Leistungen erzielen, wenn sie die zusätzliche Unterstützung haben. Dabei schwanken die Steigerungen allerdings recht stark und hängen unter anderem immer von den eigenen Möglichkeiten, dem Trainingsstand, dem Gürtel selbst und vielen weiteren Faktoren ab. Normalerweise sorgt ein Gewichthebergürtel jedoch dafür, dass eine sofortige Leistungssteigerung von fünf bis 15 Prozent gegeben ist – zumindest, wenn die Größe und Anwendung des Gürtels stimmt.

Aus diesem Grund vergehen einige Trainingseinheiten – gerade bei Neulingen – bevor eine Veränderung im Trainingsverhalten einsetzt und höhere Gewichte gehoben werden können. Es ist also eher die Ausnahme, dass im ersten Training mit einem Gürtel direkt eine neue persönliche Bestleistung erzielt werden kann. Genau das hat eine Studie herausgefunden, die eben dieses Szenario überprüft hat. Es ist also vollkommen normal, wenn zunächst das Gefühl aufkommt, dass der Gewichthebergürtel gar keinen Unterschied macht. Die Fakten sprechen allerdings ganz klar dafür, dass auch das Training mit dem Accessoire trainiert werden will, damit eine höhere Leistung erzielt werden kann.

Ebenfalls wichtig zu erwähnen ist die Geschwindigkeit beim Ausführen der Übungen, die sich bei der Nutzung eines Gürtels verändert. So wurden auch hier entsprechende Studien durchgeführt, die besagen, dass die Hantelgeschwindigkeit erhöht wird, wenn ein Powerlifting Gürtel zum Einsatz kommt. In der Studie wurden bis zu drei Sekunden eingespart, was sich natürlich bei vielen Wiederholungen schnell merkbar macht. Gleichzeitig bedingt dies, dass die persönliche maximale Kraftentwicklung schneller erreicht wird und zudem mehr Wiederholungen möglich sind.

Den Powerlifting Gürtel richtig tragen

Eine generelle Aussage dazu zu treffen ist nicht ganz einfach, denn hier hat jeder seine eigenen Vorlieben. Viele Nutzer mögen es lieber, wenn der Gürtel etwas locker sitzt und somit noch Freiraum zu atmen gegeben ist. Vor allem Profisportler schwören hingegen auf ein möglichst enges Verhältnis zwischen Gürtel und Bauch, sodass sie auf besonders enge Modelle schwören. Was jedoch letztendlich die beste Variante darstellt, hängt von den eigenen Bedürfnissen ab. Hier hilft nur das Experimentieren mit verschiedenen Tragetechniken. In der Regel ist die goldene Mitte ein guter Ansatz, da so einerseits kein zu hoher Druck auf die Bauchgegend ausgeübt wird, andererseits genügend Halt für Stabilität und Schutz gegeben ist. Zudem sollte das Atmen niemals schwer fallen, da dies das Training nur behindert und nicht wie gewünscht fördert.

Gewichthebergürtel: Ab welchem Gewicht sinnvoll?

Die am häufigsten gestellte Frage im Zusammenhang mit dem Kauf eines Gewichthebergürtels ist: „Ab welchen Gewichten lohnt sich der Einsatz eigentlich?“ Dabei lässt sich die Frage nicht pauschal beantworten, denn was für den einen bereits das maximale Gewicht darstellt, kann für den anderen erst das Gewicht zum aufwärmen darstellen. Entsprechend sind die verschiedenen Gewichtsangaben, die vor allem im Internet kursieren, nicht besonders sinnvoll. Richtiger ist es da schon, wenn stattdessen über die maximale Anzahl von Wiederholungen gesprochen wird. Sobald Sie ein Gewicht im Training einsetzen, mit dem Sie pro Satz nicht mehr als fünf Wiederholungen schaffen, ist die Nutzung eines Gürtels absolut sinnvoll. So werden Sie nicht nur Ihre Wirbelsäule entlasten, sondern zudem auch ihre Maximalleistung erhöhen können. Dabei eignet sich ein entsprechender Gürtel sowohl für Kniebeugen als auch für das Kreuzheben oder andere Übungsvarianten.

Kauftipp: Die Qualität beachten

Der vielleicht wichtigste Faktor bei einem Gewichthebergürtel ist die Qualität, die nicht nur die Wahl der Materialien beinhaltet, sondern auch die Verarbeitung betrifft. Dabei ist es erst einmal egal, ob Leder oder synthetische Materialien gewählt werden, solange die Nähte bei hoher Belastung nicht einfach nachgeben. Zudem sollte auf die Breite geachtet werden, denn je breiter ein Gürtel ist, desto höher ist die gelieferte Stabilität und desto sicherer sitzt er während dem Training. Ebenfalls enorm wichtig und oftmals vernachlässigt ist der verbaute Verschluss. Diese variieren von Modell zu Modell recht stark und sind für unterschiedliche Zwecke und Intensitäten geeignet. Besonders beliebt ist der Klettverschluss oder die Verwendung einer Kette, die beste Sicherheit bietet jedoch ein Schnellverschluss, der zudem einfach im Einsatz ist.

Versuchen Sie zudem die optische Komponente lediglich als Zusatz zu sehen und nicht als Kaufgrund in die Überlegung einfließen zu lassen. Oftmals sehen die besten Modelle nämlich nicht besonders spektakulär aus, sondern setzen eher auf ein klassisches und unscheinbares Aussehen. Gleichzeitig haben besonders bunte und auffallende Varianten eher einen schlechten Ruf, da sie nicht mit Qualität zu überzeugen versuchen, sondern eben durch die Optik punkten möchten.

Auf die Größe kommt es an

Menschen sind unterschiedlich gebaut und so spielt beim Kauf eines Gewichthebergürtels nicht nur die Körpergröße eine wichtige Rolle, sondern auch der Bauchumfang sowie die Planung der Zukunft. Letzteres spielt darauf an, dass Abnehmen oder Zunehmen von Gewicht schnell dafür sorgen können, dass der Gürtel einfach nicht mehr richtig sitzt und entsprechend ausgetauscht werden muss. Es kann also durchaus sinnvoll sein, wenn eine Nummer größer oder kleiner gewählt wird, wenn eine solche Gewichtsänderung in der nahen Zukunft geplant ist. Natürlich gibt es auch Gürtel, die über viele Löcher verfügen und so eine große Flexibilität bieten. So wird nämlich einfach das nächste Loch gewählt und so der Gürtel etwas enger geschnallt oder es entsteht etwas mehr Freiraum.

Darüber hinaus werden die meisten Modelle in verschiedenen Größen – nicht selten von S bis XXL – angeboten. Allerdings verwenden nicht alle Hersteller die selben Tabellen, sodass es sich durchaus lohnt, den eigenen Bauchumfang zu messen und dann beim Hersteller nachzulesen, welche Größe optimal für die eigenen Bedürfnisse ist. Es sollte auch beachtet werden, dass die Powerlifting Gürtel eng ansitzen sollten und nicht verrutschen dürfen. Es ist also nicht sinnvoll, dass einfach so eine größere Variante gekauft wird. Hier hilft es durchaus, wenn einmal im Fachgeschäft ein Gürtel anprobiert wird, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was für den eigenen Körper sinnvoll ist.

Den richtigen Verschluss wählen

Wie bereits erwähnt gibt es viele verschiedene Verschluss-Varianten, die von Modell zu Modell unterschiedlich sind und verschiedene Vor- und Nachteile mit sich bringen. Dabei gehen die Meinungen durchaus auseinander, denn viele Profisportler und ambitionierte Gewichtheber schwören auf den Einsatz einer Gürtelschnalle oder eines Schnappverschlusses, während gerade Hobby-Sportler und Anfänger den Klettverschluss als besonders angenehm empfinden. Er hat jedoch den Nachteil, dass er nicht ganz so eng anliegt wie die anderen Vertreter und dadurch keinen Optimalen halt hat. Das führt wiederum dazu, dass die erbrachte Leistung geringer ist als bei Modellen mit anderen Verschlüssen. Varianten mit Kettenverschlüssen sollten allerdings nach Möglichkeit gemieden werden, da sie ebenfalls den engen Halt nicht bieten und zudem schnell ein unangenehmes Gefühl beim Training verursachen.

Gürtelschnallen haben den klaren Vorteil, dass sie zwischen verschiedenen Löchern wählen können und dadurch eine hohe Flexibilität bei Gewichtsverlust oder -zunahme bieten und gleichzeitig ein enges Anliegen ermöglichen. Einen noch besseren Halt bietet der Schnappverschluss, der deshalb auch oft von Profisportlern bevorzugt wird. Allerdings hängt der optimale Verschluss letztendlich von den eigenen Wünschen und Bedürfnissen ab und sollte entsprechend so gewählt werden, dass er das Training auch tatsächlich verbessert.

​Unser Urteil: Das ist der beste Gewichthebergürtel

Die Frage nach dem optimalen Gewichthebergürtel hängt oftmals von vielen Faktoren ab, die ganz individuell mit den eigenen Ansprüchen an das Training und den eigenen Körper zusammen hängen. Uns gefällt der C.P.Sports T4-1 Gewichthebergürtel am besten, da er einerseits einfach extrem hochwertig ist und gleichzeitig hohen Gewichten standhält. Andererseits wird er zu einem absolut fairen Preis angeboten und eigentlich sich damit ideal für Hobby-Sportler als auch für ambitioniertere Gewichtsheber, die ihre persönliche Bestmarke übertreffen möchten. Darüber hinaus bietet er mit elf Löchern eine extrem hohe Flexibilität und kann auch dann gewählt werden, wenn Gewichtszunahme oder -reduktion geplant ist. Wer besonders hohe Gewichte heben möchte, der sollte allerdings eher zu den teureren und stabileren Modellen greifen.

Ebenfalls positiv erwähnt werden muss der Gewichthebergürtel von FITGRIFF, der für uns das beste Einsteigermodell darstellt. Zwar besteht er nicht aus Leder, sondern setzt auf ein Neopren-Gemisch, ist dafür allerdings auch echt leicht und zudem sehr günstig in der Anschaffung. Wer also nicht direkt mit hohen Gewichten durchstarten möchte, sondern erst mit dem Gewichtheben beginnt und einfach nach der Suche nach zusätzlichem Schutz und etwas Unterstützung ist, der bekommt hier ein durch und durch sinnvolles Modell geboten, das den perfekten Einstieg in die Szene bietet.


Sag uns deine Meinung in den Kommentaren und teile diesen Beitrag mit deinen Freunden.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.