Blutzuckermessgerät Test 2019: Die besten Blutzuckermessgeräte im Vergleich

Ein Blutzuckermessegerät ist eine elektronische Konstruktion, mit der sich die Glukose-Konzentration im Blut bestimmen lässt. Die Geräte sind mit einer kleinen Einstichvorrichtung versehen, die dabei hilft, kapillares Blut aus der Fingerkuppe zu entnehmen. Der Bluttropfen wird auf einen Teststreifen aufgetragen und daraufhin vom Messgerät ausgewertet. Es gibt zwei verschiedene Messeinheiten für die Bestimmung des Blutzuckerwerts: mg/dl (Milligramm pro Deziliter) und mmol/l (Millimol pro Liter). Diese Einheiten unterscheiden sich nicht, was die Messgenauigkeit betrifft und einige Hersteller bieten Geräte an, die beide Einheiten unterstützen.

In diesem Artikel liefern wir Ihnen wichtige Informationen zu den praktischen Alltagshelfern für Diabetiker und erläutern, welche Aspekte beim Kauf eine übergeordnete Rolle spielen. Wir gehen auf die Eigenschaften von fünf Geräten ein und ziehen anhand der Kaufkriterien ein Fazit, in dem wir das beste der vorgestellten Produkte küren. ​So finden Sie das passende Blutzuckermessgerät für Ihre Ansprüche!

Vorgestellt: Das sind die besten Blutzuckermessgeräte

beurer GL 50 mg/dl Blutzuckermessgerät

Beurer stellt seit 1919 innovative Produkte im Bereich Gesundheit und Wohlbefinden her. Der Hersteller macht von modernsten Technologien Gebrauch, um Menschen zu einem gesünderen Lebensstil zu verhelfen und die Lösungen optimal auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe abzustimmen.

Das GL 50 Blutzuckermessgerät kommt mit Stechhilfe, Plug-in-USB-Funktion und einer funktionellen Software daher. Das Format kann als sehr praktisch bezeichnet werden und das Design ist überaus modern. Mit der Stechhilfe lassen sich problemlos Blutproben aus der Fingerkuppe oder anderen Körperstellen (Ober-/ Unterarm, Handfläche) entnehmen. Das Gerät zeigt innerhalb von fünf Sekunden die Glukosewerte an.

Der Anschluss an den PC erfolgt, wie bereits angedeutet, mittels USB. Anschließend lassen sich die Werte mit einer Software (beurer HealthManager Software oder vorinstallierte GlucoMemory Software) auswerten. Sie können die Werte bei der Messung generell sowie vor und nach dem Essen markieren. Dadurch lässt sich der Blutzucker noch besser in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt überwachen und zwar beispielsweise, indem Sie sich die Durchschnittswerte sämtlicher vor dem Essen markierter Werte anzeigen lassen.

Das beurer GL 50 mg/dl Blutzuckermessgerät speichert die letzten 480 Messungen, wobei der älteste Wert zuletzt und der neuste zuerst angezeigt wird. Darüber hinaus gibt das Modell Aufschluss über Datum und Uhrzeit der einzelnen Messungen und Sie können sich den durchschnittlichen Blutzucker-Wert der letzten sieben bis 90 Tage anzeigen lassen.

Als kritisch zu bewerten ist die Tatsache, dass die Stechhilfe nicht immer so funktioniert, wie man sich das wünscht. Außerdem weist auch dieses Gerät zum Teil Unterschiede zu den Messwerten beim Arzt auf.

Vorteile

  • Kompaktes Format und modernes Design
  • Messung in fünf Sekunden
  • Markierung verschiedener Werte zur besseren Kontrolle
  • Durchschnittswerte (letzten sieben bis 90 Tage)

​Nachteile

  • Mangelhafte Stechhilfe
  • Ungenaue Messwerte

MEDISANA 79030 MediTouch 2 Blutzuckermessgerät mg/dl

MEDISANA ist einer der führenden Hersteller in Sachen Gesundheitsvorsorge. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel erklärt, leicht zu bedienende Produkte zu entwickeln, die es dem Menschen ermöglichen, ihren Gesundheitszustand gewissenhaft zu überprüfen bzw. zu kontrollieren.

Das Blutzuckermessgerät MediTouch 2 kommt im äußerst flachen Design und mit einem großen LCD-Display daher. Somit ist das Gerät sehr nutzerfreundlich und komfortabel zu bedienen. Die Menüführung ist intuitiv und das Gerät misst den Blutzuckerwert in nur fünf Sekunden. Es ermöglicht die Speicherung von 480 Messergebnissen und kann diese per USB-Anschluss an einen PC oder ein Tablet übertragen, um die Daten übersichtlich darzustellen und auszuwerten.

Die kompatiblen Teststreifen basieren auf einer optimierten Enzymzusammensetzung (GDH-FAD). Diese reagiert spezifisch auf Glukose und minimiert die Störeinflüsse durch andere Substanzen. Auf diese Weise sollen möglichst präzise Messergebnisse gewährleistet werden.

Das Gerät aus dem Hause MEDISANA ist etwa 5,0 x 9,8 x 1,2 cm groß und bringt 45 Gramm auf die Waage. Es bietet diverse nützliche Funktionen, die den Diabetiker in seinem Alltag unterstützen. Zu diesen Features zählen beispielsweise eine akustische Testerinnerung, eine Durchschnittswertberechnung und eine Mahlzeitenmarkierung. Ferner zeichnet sich das Set durch ein umfangreiches Zubehör (Stechhilfe, zehn Lanzetten und Teststreifen, Kontrolllösung, AST-Kappe) aus.

Besonders innovativ ist die Funktion >>VitaDock Online<<. Dieses kostenlose Portal ermöglicht die Speicherung und Auswertung der Daten, sodass diese umgehend mit dem behandelnden Arzt geteilt und besprochen werden können. Das gilt übrigens auch für weitere Vitaldaten wie die Körpertemperatur, das Gewicht und der Blutdruck.

Den Vorteilen des Geräts stehen zwei nicht unbedeutende Nachteile gegenüber. Und zwar ist das MEDISANA 79030 MediTouch 2 trotz optimierter Enzymzusammensetzung recht fehleranfällig und die Werte scheinen nicht immer genau zu sein bzw. sie können von denen beim Arzt abweichen.

Vorteile

  • Schlankes Design und gute Handhabung
  • Schnelle Messung
  • Viele nützliche Funktionen
  • Innovatives Online-Portal
  • Optimierte Teststreifen

​Nachteile

  • Verhältnismäßig fehleranfällig (trotz “optimierten“ Teststreifen)
  • Ungenaue Werte

SD CodeFree Blutzuckermessgerät STARTERKIT mg/dl

SD BIOSENSOR ist ein junges Unternehmen (Gründung: 2005) aus Korea. Man hat sich auf die äußerliche Diagnostik spezialisiert und möchte Menschen mit schnellen und vor allem genauen Diagnosen zu einem gesünderen Leben verhelfen.

Das Messgerät SD CodeFree ermittelt den Blutzuckerwert innerhalb von nur fünf Sekunden. Für den Test entnimmt man Kapillarblut aus der Fingerspitze, dem Unter-/ Oberarm oder der Handfläche. Der womöglich größte Vorteil des Geräts gegenüber anderen Produkten liegt in den sehr geringen Folgekosten für Teststreifen und Lanzetten. Somit ist das SD CodeFree eine günstige Alternative zu den Messgeräten von bekannteren Herstellern. Die Handhabung ist sehr einfach, sodass sich das Modell gleichermaßen für “Alteingesessene“, Anfänger und Senioren eignet. Es ist ISO 15197:2013 zertifiziert und kommt mit einem beleuchteten Display daher, wodurch die Bedienung zusätzlich erleichtert wird. Das Blutzuckermessgerät verfügt nicht nur über eine AST-Funktion (engl. “Alternate Site Testing“ für alternative Teststellen), sondern auch über eine USB-Schnittstelle zur Datenübertragung. Die Ergebnisse können mit einem Healthmanager Programm ausgewertet werden.

Im Test fällt vor allem negativ auf, dass das Gerät größere Blutmengen für die Glukose-Messung erfordert als die meisten anderen Produkte. Die Lanzetten müssen einzeln eingesetzt werden, da die Stechhilfe nicht mit einem Trommelsystem ausgestattet ist. Der Test zeigt zudem, dass es bei den Messergebnissen immer wieder zu Ungenauigkeiten und Abweichungen kommt.

Vorteile

  • Schnelle Glukose-Messung (fünf Sekunden)
  • Geringe Folgekosten
  • Einfache Handhabung (beleuchtetes Display)
  • Auswertung mit USB und Healthmanager Programm

​Nachteile

  • Verhältnismäßig große Blutmengen erforderlich
  • Einzelnes Einsetzen von Lanzetten
  • Ungenaue Messergebnisse

B. Braun Omnitest 3 Set Blutzuckermessgerät mg

B. Braun versorgt sowohl Privatanwender als auch Patienten mit innovativen Lösungen in den Bereichen Anästhesie, Kardiologie, Blutbehandlung und weiteren.

Das Omnitest 3 Set Blutzuckermessgerät enthält neben der eigentlichen Konstruktion ein praktisches Etui sowie Batterien, Lanzetten und Teststreifen. Die Kurzanleitung samt erklärenden Bildern gibt einen guten Überblick über die Funktionen und die Bedienung, sodass sich jeder schnell in die Handhabung einfindet.

Das Messgerät liefert seine Ergebnisse in gerade einmal drei Sekunden. Sobald genug Blut auf den Teststreifen aufgetragen wurde, ertönt ein Signal und die Testergebnisse (365 samt Uhrzeit und Datum) können einzeln gespeichert und gelöscht werden. Das große LCD-Display gewährleistet ein einfaches Ablesen der Daten und neben einem Kalender bietet das Modell auch eine Temperaturanzeige. Des Weiteren überzeugt das Blutzuckermessgerät von B. Braun mit einer Markierungsfunktion für Kontrolltests als auch für Werte nach der Medikamenteneinnahme und für prä- sowie postprandiale (= vor und nach dem Essen) Werte. Sollte nach drei Sekunden kein Messwert in den Speicher eingegangen sein, schaltet sich das ökonomische Gerät automatisch aus. Sofern das Blutvolumen nicht für eine Testung ausreicht, weist das Modell akustisch darauf hin. Dieser Alarm kann individuell angepasst werden – es stehen fünf verschiedene Töne zur Verfügung.

Der Auswurf der Teststreifen erfolgt mittels “Auswurftaste“ und ist somit besonders hygienisch. Um die Entwicklung Ihrer Glukosewerte zu verfolgen, bietet Ihnen das Gerät die Möglichkeit, drei Durchschnittswerte im Zeitraum von einem bis 99 Tage zu berechnen. Besonders lobenswert ist auch die Tatsache, dass die Messung erfolgen kann, ohne die Komponenten aus dem Etui zu nehmen.

Auch dieses Blutzuckermessgerät liefert keine hundertprozentig zuverlässigen Werte (Variation von 10 bis 20 mg/dl) und auch die teuren Teststreifen sind als kritisch zu erachten.

Vorteile

  • Umfassendes Set mit praktischem Etui
  • Nützliche Kurzanleitung
  • Messung in nur drei Sekunden
  • Großes LCD-Display
  • Zusätzliche Features und Funktionen

​Nachteile

  • Variierende Werte bei zwei unmittelbaren Messungen
  • Teure Teststreifen

Contour Next Blutzuckermessgerät Set mg/dl

Contour ist eine Tochtergesellschaft des globalen Unternehmens ASCENSIA. Die Marke steht für eine zuverlässige, moderne Blutzuckermessung mit Geräten, die sich automatisch codieren.

Das Contour Next Set enthält neben dem Gerät fünf Sensoren sowie eine Stechhilfe, fünf farbige Lanzetten und eine Gerätetasche sowie eine Bedienungsanleitung. Das Produkt weist ein attraktives Design und eine gute Benutzerfreundlichkeit auf. Die Funktionen sind selbsterklärend, sodass man sich schnell mit der Bedienung zurechtfindet. Das ist auch auf die gut verständlichen Hinweise auf dem Display (in ganzen Sätzen) zurückzuführen. Die Sensoren sind sehr stabil gegenüber diversen Umgebungseinflüssen und das Multi-Plus-Prinzip von BAYER verspricht unschlagbar präzise Messwerte. Das soll durch die Tatsache gewährleistet werden, dass die Blutprobe ganze sieben Messimpulse durchläuft. Allerdings kann das Gerät nicht ganz halten, was der Hersteller verspricht (s.u.)

Contour Next erinnert Sie an die regelmäßige Messung des Blutzuckers und weist auf zu niedrige sowie auf zu hohe Werte hin. Die Ergebnisse lassen sich nach fünf Sekunden gut auf dem beleuchteten Display ablesen und zwar selbst in dunklen Räumen. Darüber hinaus bietet das Modell diverse nützliche Zusatzfunktionen wie die Eingabe von individuellen Zielwerten, eine Trendanalyse und Messwertmarkierungen. 

Die einzigen kritisch zu betrachtenden Aspekte sind der hohe Verschleiß an Sensoren (das Contour Next fragt immer wieder nach einer größeren Blutmenge) sowie die Schwankungen bei den Messungen, welche bei allen vorgestellten Modellen auftreten.

Vorteile

  • Umfangreiches Set
  • Hohe Nutzerfreundlichkeit und attraktives Design
  • Erinnerung an die Messung
  • Hinweis auf zu niedrige/ hohe Werte
  • Diverse nützliche Zusatzfunktionen

​Nachteile

  • Hoher Sensoren-Verschleiß
  • Ungenaue Messwerte

Die Norm DIN EN ISO 15197

Wenn es darum geht, das passende Blutzuckermessgerät für Ihre Ansprüche zu finden müssen Sie zunächst wissen, dass es gesetzliche Bestimmungen bezüglich der Messabweichung gibt. Die Norm DIN EN ISO 15197 regelt die Toleranzgrenzen, in denen sich die gemessenen Werte bewegen dürfen. Wie gezeigt, weisen nahezu alle Geräte dieser Art gewisse Abweichungen auf. Das ist zu verkraften, so lange ein gewisser Toleranzbereich nicht über- bzw. unterschritten und die eigenverantwortliche Selbstanwendung davon nicht beeinträchtigt wird.

Sämtliche Geräte, die die gesetzlichen Bestimmungen erfüllen, sind mit dem CE-Prüfsiegel versehen. Zu beachten ist, dass es sich hierbei lediglich um eine Bestätigung der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen und nicht etwa um ein Gütesiegel handelt, das etwas über die Messgenauigkeit aussagt.

Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht über die maximal zulässigen Toleranzwerte für die jeweiligen Referenzwerte:

  • < 75 mg/dl (= 4,2 mmol/l): +/- 15 mg/dl (= 0,83 mmol/l)
  • < 100 mg/dl (= 5,6 mmol/l): +/- 15 mg/dl (= 0,83 mmol/l)
  • ≥ 75 mg/dl (= 4,2 mmol/l): +/- 20 %
  • ≥ 100 mg/dl (= 5,6 mmol/l): +/- 15 %

Bei einem Diabetiker, dessen Blutzucker-Konzentration unter 75 mg/dl liegt, dürfen die Abweichungen also maximal 15 mg/dl betragen; bei Diabetikern mit einer Blutzucker-Konzentration von über 100 beträgt die zulässige Abweichung 15 Prozent nach oben oder unten; usw.

Hinweis: Diese abweichenden Werte sind bei Geräten für den privaten Gebrauch normal und behindern nicht die effektive Kontrolle des Blutzuckerspiegels. Es gibt aber natürlich auch Geräte, die keine Abweichungen aufweisen.

Die Blutzuckermessung: invasiv, nicht-invasiv oder kontinuierlich

Es wird allgemein zwischen drei Arten von Blutzuckermessgeräten bzw. Messmöglichkeiten unterschieden:

  • die invasive Stichproben-Blutzuckermessung
  • die nicht-invasive Messung
  • die kontinuierliche Messung (auch: intelligente Blutzuckermesssysteme).

Je nach Krankheitssymptomen und dem individuellen Lebensstil können Sie sich für eine dieser Messmöglichkeiten entscheiden. In den folgenden Abschnitten stellen wir Ihnen die verschiedenen Typen von Geräten samt ihren Vor- und Nachteilen genauer vor.

Die Funktionsweise von invasiven Modellen

Invasive Blutzuckermessgeräte sind solche Konstruktionen wie die fünf von uns vorgestellten. Anhand einer Blutmengenkontrolle wird zu einem gewissen Zeitpunkt ein Test durchgeführt. Dieser Test erfolgt entweder einmal oder mehrmals täglich. Es handelt sich um die am weitesten verbreitete Form der Blutzuckermessung.

Eine medizinische Lanzette dient dazu, in die Hautstelle (meist an der Fingerkuppe) einzupiksen und die Blutprobe anschließend auf einen Teststreifen zu geben. Das Gerät liest die Glukosewerte von diesem Teststreifen ab.

Hinweis: Einige Blutzuckermessgeräte kommen mit einer Mikronadel, sprich: mit einer wenig-invasiven Lanzette daher. Diese gewährleistet, dass die Blutentnahmen kaum spürbar sind.

Diese Geräte für die Blutzuckerkontrolle sind günstig in der Anschaffung und bieten eine möglichst hohe Genauigkeit. Sie bieten dem Anwender den Vorteil der eigenen zeitlichen Bestimmung für die Glukosemessung und die meisten Modelle verfügen über eine eingebaute Uhr sowie über einen Messwertspeicher, sodass sich die Testwerte genau aufzeichnen lassen.

Der vermeintlich größte Nachteil dieser Form der Kontrolle besteht in der als unangenehm empfundenen Blutabnahme und in der mit dieser verbundenen Infektionsgefahr. Außerdem muss öfter in die Haut eingestochen werden, sofern die entnommene Blutmenge nicht für die Testung ausreicht.

Vor- und Nachteile von invasiven Blutzuckermessgeräten

Vorteile

  • ​Selbstbestimmte Einteilung der Messzeiten
  • ​Messungen sind immer und überall möglich (auch beim Sport etc.)
  • ​Hohe Messgenauigkeit
  • ​Günstig in der Anschaffung
  • ​Speicherkarte, Datenübertragung und weitere nützliche Funktionen

​Nachteile

  • ​Tägliche Durchführung
  • ​Je nach Modell ggf. Codieren der Testergebnisse notwendig
  • ​Infektionsgefahr
  • ​Der Kauf des Zubehörs (Teststreifen, …) bringt zusätzliche Kosten mit sich
  • ​Einige Geräte wenig geeignet für unterwegs

Hinweis: Die Teststreifen von verschiedenen Marken weisen jeweils einen spezifischen Code für die Messung auf. Das Gerät muss auf diesen Code umgestellt werden. Das erfolgt bei vielen Modellen automatisch. Es gibt jedoch auch solche, bei denen Sie die Umstellung manuell vornehmen müssen. Führen Sie die Codierung falsch durch, werden die Blutwerte ungenau.

Invasive Messgeräte lassen sich weiter in sogenannte Einzelstreifen- und integrierte Blutzuckermessgeräte unterteilen. Bei ersteren muss der Teststreifen in den Einfuhrschacht des Geräts eingesetzt werden. Durch die getrennte Aufbewahrung des Geräts, der Teststreifen und des weiteren Equipments sind diese Konstruktionen wesentlich kleiner und leichter als integrierte Blutzuckermesser. Zudem ist die Bedienung i.d.R. deutlich intuitiver.

Anderseits empfinden es viele als lästig, den Teststreifen jedes Mal in das Gerät einsetzen und nach dem Gebrauch entsorgen zu müssen. In diesem Fall ist ein integriertes System die bessere Wahl. Diese Modelle sind mit einer Kassettentrommel ausgestattet, in der sich einzelne Teststreifen befinden. Das gilt auch für die Lanzetten im Trommelmechanismus innerhalb der Stechhilfe. Alles in allem erspart man sich mit diesen Geräten also den Umgang mit diversen Utensilien, sodass die Handhabung weniger komplex ist. Allerdings sind diese Produkte auch deutlich größer und schwerer als Einzelstreifen-Blutzuckermessgeräte. Durch die Aufbewahrung der Teststreifen und der Lanzetten im Trommelmechanismus werden diese automatisch entsorgt und es besteht kaum Gefahr, dass die Teststellen verschmutzt werden.

Tipp: Aufgrund ihrer Eigenschaften eignen sich integrierte Blutzuckermesssysteme vor allem für aktive Menschen, die viel unterwegs sind.

Nicht-invasive und intelligente Systeme – ein Überblick

Da sich unser Test lediglich auf invasive Blutzuckermessgeräte bezieht, stellen wir Ihnen die Vor- und Nachteile der anderen Gerätearten nur kurz und übersichtlich in einer Tabelle dar.

Exkurs: Nicht-invasive Messgeräte beruhen auf einer neuen Technologie und erfordern keine Blutabnahme, sondern messen die Glukosekonzentration über die Haut (mittels der Konzentration an Stoffen wie Eiweiß und Hämoglobin im Schweiß). Demgegenüber erfordern intelligente Systeme das Implantieren eines Sensors unter die Haut. Sie ermöglichen die durchgehende Messung des Glukosewertes, ohne Blut abnehmen zu müssen.

Vor- und Nachteile von nicht-invasiven Modellen

Vorteile

  • ​Keine Blutabnahme und kein Sensorimplantat
  • ​Ermöglichen die Datenübertragung an den Arzt
  • ​Manche Modelle (in Form von Armbändern) bieten eine durchgehende Messung
  • ​Optimal für unterwegs geeignet

​Nachteile

  • ​Technologie ist noch nicht ausgereift
  • ​Somit: geringere Messgenauigkeit
  • ​Wesentlich teurer in der Anschaffung (auch, was die Teststreifen betrifft)
  • ​Die Messung kann nicht in aktiven Situationen durchgeführt werden.

Intelligente Blutzuckermessgeräte – Vor- und Nachteile

Vorteile

  • ​Erfordern keine Blutabnahme (der Anwender “muss nichts tun“)
  • ​Durchgehende Messung der Werte
  • ​Optimal für unterwegs
  • ​Einfache Datenübertragung

​Nachteile

  • ​Ein Sensor wird unter die Haut implantiert
  • ​Dieser muss regelmäßig ausgewechselt werden (alle paar Wochen)
  • ​Es besteht die Gefahr einer Unverträglichkeit gegenüber dem Material des Sensors
  • ​Geringere Messgenauigkeit
  • ​Hoher Anschaffungspreis

​Die Kaufkriterien

Eines der wichtigsten Merkmale des Blutzuckermessgeräts ist die Handlichkeit, sprich: die einfache Bedienung. Die Messwerte sollten genau ablesbar und das Gerät an sich leicht zu pflegen sein. Eine geringe Komplexität der Datenmanagement-Software gestaltet die Handhabung zusätzlich komfortabel. Können Sie das Messgerät nicht problemlos bedienen, führt das zu einer Erschwerung des Alltags sowie zu ungenauen Testergebnissen. 

Messgenau nach ISO 15197

Neben einer einfachen Bedienung zeichnet sich ein gutes Blutzuckermessgerät durch eine hohe Messgenauigkeit aus. Damit die Ergebnisse auf dem Display mit den tatsächlichen Zuckerwerten übereinstimmen, sollte ein Gerät mit dem Standard ISO 15197 (s.o.) gekennzeichnet sein.

Hinweis: Invasive Modelle zeichnen sich allgemein durch eine hohe Genauigkeit aus. Nicht-invasive Geräte messen den Blutzucker nicht anhand des Blutes, sondern anhand des Schweißes oder der Zwischenzellflüssigkeit und sind somit wesentlich ungenauer. Die Abweichungen dieser Geräte können laut der FDA (Amerikanische Lebensmittelbehörde) bis zu 40 Prozent betragen.

Der zeitliche Abstand zwischen Einführung und Ergebnis

Die Messzeit von Blutzuckermessgeräten wird in Sekunden angegeben. Sie besagt, wie lang der Zeitraum zwischen dem Einführen des Teststreifens in das Gerät und dem Anzeigen der Messwerte ist. Eine möglichst kurze Messzeit gewährleistet eine Zeitersparnis bei der regelmäßigen Anwendung.

Achtung: Verwechseln Sie die Messdauer nicht mit der Frequenz bei kontinuierlichen Messsystemen. Diese sagt aus, wie oft die Messung durchgeführt wird. Ein intelligentes Blutzuckermesssystem misst und speichert die Glukosekonzentration alle paar Minuten.

Damit Sie nicht zum Vampir werden

Jedes Modell benötigt eine andere Blutprobenmenge, um zuverlässige Testergebnisse liefern zu können. Diese Menge wird in Mikroliter (µl) angegeben und die meisten Produkte benötigen zwischen 0,3 µl und 0,9 µl Blut.

Welche Messeinheit darf es denn sein?

Wie anfangs erwähnt, können die Werte entweder in mg/dl (Milligramm Glukose pro Deziliter Blut) oder in mmol/l (Millimol Glukose pro Liter Blut) angezeigt werden. Während die Messeinheit bei den meisten Modellen fix ist, bieten einige Geräte die Möglichkeit, zwischen den beiden Darstellungsvarianten zu wechseln.

Maße und Gewicht

Die Größe (Höhe x Breite x Tiefe) des Geräts ist ein nicht zu unterschätzendes Kaufkriterium. Kleinere Modelle sind wesentlich handlicher und können vollkommen problemlos mitgeführt werden. Informieren Sie sich vor der Kaufentscheidung über die Maße der Produkte, um den passenden Alltagshelfer für Ihre Ansprüche zu finden. 

Da gilt auch für das Gewicht, wobei selbst die schwersten Geräte nur einige Gramm wiegen. Um einen größtmöglichen Komfort zu gewährleisten, kann es aber durchaus sinnvoll sein, dieses Merkmal mit in die Entscheidung einfließen zu lassen.

Genügend Speicherplatz für Ihre Daten

Je größer der Speicher des Blutzuckermessgeräts, desto mehr Daten können aufbewahrt und später analysiert werden. Informieren Sie sich, wie viele Messergebnisse auf dem Gerät gesichert werden können, um zu einem bestimmten Zeitpunkt (z.B. beim behandelnden Arzt) auf möglichst viele Daten zugreifen zu können. Ein gutes Blutzuckermessgerät kann zwischen 300 und 400 Testergebnisse speichern.

Nützliche Zusatzfunktionen

  • Sollten Sie individuelle Ansprüche an den Blutzuckermesser haben, empfiehlt es sich, auf bestimmte Extrafunktionen zu achten. So bringen viele Modelle eine Alarmfunktion mit sich. Diese erinnert Sie daran, wann Sie die Messungen durchführen müssen.
  • Ein beleuchtetes (LCD-) Display sorgt derweil dafür, dass Sie die Testergebnisse auch bei schwierigen Lichtverhältnissen problemlos ablesen können.
  • Manche Geräte bieten Ihnen die Möglichkeit, die Blutprobe nicht nur aus der Fingerkuppe, sondern alternativ aus dem Ober-/ Unterarm oder einer anderen Körperstelle zu entnehmen. Diese Funktion bezeichnet man als AST (engl. “Alternate Site Testing“ für alternative Teststellen).
  • Eine automatische Codier-Funktion bietet den Komfort, dass Sie das Gerät nicht manuell auf den Code des Teststreifens umstellen müssen.
  • Für die Datenübertragung auf den PC, das Tablet usw. gibt es mehrere Möglichkeiten. Während einige Modelle mit einer Bluetooth- oder einer anderen Funk-Netzwerk-Funktion daherkommen, verfügen die meisten Blutzuckermessgeräte über ein USB-Kabel oder eine USB-Schnittstelle. Mit letzterer müssen Sie das Gerät einfach an den PC stecken, genau wie es bei einem USB-Stick der Fall ist.
  • Eine Software für das Diabetesmanagement ermöglicht die komfortable Verwaltung und Auswertung der Daten. Es gibt zu jedem Blutzuckermessgerät ein entsprechendes Healthmanager Programm (z.B. GlucoLog, Diabass oder mySugar Companion). Einige Hersteller legen die Installations-CD dem Produkt direkt bei.

​Unser Urteil: Das ist das beste Blutzuckermessgerät

Anhand der vorgestellten Kaufkriterien lässt sich das GL 50 mg/dl Blutzuckermessgerät von beurer als ​unseren Favoriten identifizieren. Dieses Modell misst zwar nicht immer einhundertprozentig genau, über- bzw. unterschreitet aber zu keinem Zeitpunkt die gesetzlich vorgeschriebenen Toleranzwerte (genau wie die anderen vorgestellten Produkte). Das GL 50 weist komfortable Maße sowie ein modernes Design auf. Die Stechhilfe erlaubt das Entnehmen der Blutprobe aus der Fingerkuppe, aus dem Ober- oder Unterarm sowie aus der Handfläche. Dabei reichen 0,6 μl Blut aus und das Gerät warnt Sie, falls sich zu wenig Körperflüssigkeit auf dem Teststreifen befindet. Die Ergebnisse werden innerhalb von fünf Sekunden angezeigt und die Bedienung ist sehr einfach.

Das Blutzuckermessgerät kann dank der Plug-in-USB-Funktion kinderleicht an den PC angeschlossen werden und die Software (GlucoMemory ist vorinstalliert, alternativ: beurer HealthManager sowie Diabass- und SiDiary-kompatibel) ermöglicht eine intuitive Auswertung der gesammelten Daten. Insgesamt lassen sich 480 Messungen speichern, wobei die neuste zuerst und die letzte zuletzt angezeigt wird. Darüber hinaus ermöglicht es das Gerät, Werte vor und nach dem Essen zu markieren. Auf diese Weise kann der Blutzucker noch besser kontrolliert werden. Das beurer GL 50 mg/dl Blutzuckermessgerät stellt die Messungen samt Datum und Uhrzeit dar und Sie können den durchschnittlichen Blutzucker-Wert der letzten sieben bis 90 Tage ermitteln (lassen). Das hintergrundbeleuchtete Display gewährleistet auch bei schlechten Lichtverhältnissen ein schnelles Ablesen der Werte. Zudem bietet Ihnen beurer drei Jahre Garantie auf das Produkt.

Gut zu wissen: Das GL 50 mg/dl Blutzuckermessgerät ist in einer mg/dl- sowie in einer mmol/l-Version erhältlich.


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