Elektrische Zahnbürste Test 2019: Die besten elektrischen Zahnbürsten im Vergleich

Elektrische Zahnbürsten sind bewiesen gründlicher beim Zähneputzen. Heutzutage setzen viele Deutsche auf elektrische Zahnbürsten, welche von besonders günstigen Preisen bis zu sehr teuren Hightech-Modellen reichen, da sich herkömmliche Zahnbürsten nur begrenzt für die Pflege der eigenen Zähne eignen. Bestimmte Stellen können mit nicht elektrischen Modellen gar nicht erreicht werden und häufig sind die geputzten Zähne am Ende nicht so sauber, wie sie eigentlich hätten sein können. Bei den Zähnen gilt häufig: Mehr hilft mehr. Die schnelleren Bewegungen einer elektrischen Zahnbürste sorgen also tatsächlich für ein deutlich hygienischeres und besseres Endergebnis. Wenn wir über elektrische Zahnbürsten sprechen, meinen wir sowohl oszillierende, rotierende Varianten, als auch Schallzahnbürsten, welche eher vibrieren, als schwingen.

Der Markt ist hier jedoch mit einer Vielzahl an Produkten bestückt, was für ein Gefühl der Intransparenz beim Verbraucher sorgt. Wir haben in unserem Ratgeber einmal zusammengefasst, was eine gute elektrische Zahnbürste ausmacht und wo ihre Vorteile liegen. Zusätzlich haben wir es uns zur Aufgabe gemacht die fünf beliebtesten Modelle zu vergleichen und Verbraucher mit umfangreichen Informationen beim Kauf zu unterstützen.

​Vorgestellt: ​Die 5 besten elektrischen Zahnbürsten

Wir haben uns fünf der beliebtesten elektrischen Zahnbürsten auf dem Markt genauer angesehen. In diesem Vergleich möchten wir Licht ins Dunkel bringen und dafür sorgen, dass Verbraucher einen besseren Marktüberblick erhalten. Dabei vergleichen wir Modelle der Marken Philips und Oral-B, welche auch als die Marktführer in dem Segment gelten. Bei zwei Modellen handelt es sich um oszillierende, rotierende Varianten, wohingegen drei der fünf Zahnbürsten auf die moderne Schalltechnologie setzen.

​Philips Sonicare DiamondClean HX9336/25

Philips Sonicare DiamondClean HX9336/25
Philips Sonicare FlexCare HX6932/34
Komplettes Set der elektrischen Zahnbürste Sonicare DiamondClean von Philips

Die DiamondClean HX9336/25 setzt genau wie die FlexCare auf eine Schalltechnologie. Hier handelt es sich um ein preislich teures Einzelpack, welches jedoch mit sechs extra Aufsteckbürsten geliefert wird. Die Philips kommt dabei mit einer patentierten Schalltechnologie, welche bis zu 62.000 Schwingungen pro Minute ermöglicht. Da hier fünf verschiedene Bürstenköpfe zur Verfügung stehen, können Verbraucher den präferierten Bürstenkopf genau den eigenen Ansprüchen entsprechend auswählen. Dabei unterscheiden sich sowohl die Härtegrade, als auch die Größen der Aufsteckköpfe.

Die HX9336/25 kommt außerdem mit fünf verschiedenen Putzprogrammen, was für ein sehr anwendungsfreundliches Putzerlebnis sorgt. Zudem werden eine Easy-Start-Funktion und zwei Timer geboten, welche die Nutzung besonders für Einsteiger erleichtern soll. Ein besonderes Ausstattungshighlight ist die moderne Ladestation der Zahnbürste. Hier liefert Philips ein simples Glas mit, welches die Zahnbürste über Induktion auflädt. Das ermöglicht ein kontaktfreies und somit sicheres Laden, welches außerdem noch elegant aussieht. Mit dem mitgelieferten Reiseetui lässt sich die DiamondClean zudem über USB aufladen, was einen flexiblen und bequemen Transport und eine angenehme Nutzung unterwegs ermöglicht.

Philips liefert zudem als kleines Extra einen Zungenschaber mit, welcher Bakterienkolonien auf der Zunge beseitigen soll. Ob dies effektiv ist, können wir nicht genau einschätzen. Negativ müssen wir anführen, dass die normalen Philips Ladegeräte leider nicht unterstützt werden und Nutzer so im Falle eines Defekts ein weiteres Induktionsglas erwerben müssen, welches nach heutigem Stand nicht einzeln erhältlich ist.

Video: Anwendungstipps für Philips Sonicare Schallzahnbürste

Anwendungstipps für Philips Sonicare Schallzahnbürstes

Vorteile

  • ​Sehr umfangreiche technische Ausstattung
  • ​Besonders gut für Einsteiger geeignet
  • ​Laden über Induktion möglich
  • ​Besonders gut für Unterwegs geeignet
  • ​Patentierte Schalltechnologie

​Nachteile

  • ​Keine Unterstützung von normalen Philips Ladegeräten
  • ​Recht teueres Handgerät
    Dampfbad vorher absolut notwendig für Erfolg
  • ​Teure Aufsteckbürsten
    Dampfbad vorher absolut notwendig für Erfolg

​Oral-B SmartSeries 7000

Oral-B SmartSeries 7000
Philips Sonicare DiamondClean HX9336/25
Philips Sonicare FlexCare HX6932/34
elektrische Zahnbürste mit wechsel Köpfen und Timer von Oral-B

Die Oral-B 7000 ist die teuerste Einzelzahnbürste in unserem Vergleich und ist preislich mit der DiamondClean HX9336/25 aus dem Hause Philips vergleichbar. Die 7000 bietet dabei die meisten Reinigungsmodi der hier vorgestellten Zahnbürsten, welche für ein besonders gutes und vielseitiges Putzerlebnis sorgen sollen. Insgesamt werden sechs Modi zum Putzen, Aufhellen und schonenden Reinigen der Zähne geboten. Hier handelt es sich um eine rotierende Variante, welche mit einem speziellen Aufsteckkopf zur besseren Entfernung von Plaque kommt. Dieser verfügt über in einem 16 Grad Winkel angewinkelte Borsten, welche bis zu zweimal mehr Plaque als gewöhnliche Handzahnbürsten entfernen sollen.

Der Fokus liegt hier aber ganz klar auf den technischen Aspekten. Oral-B liefert ein externes Display mit der Zahnbürste aus, das Informationen über die Putzzeit der einzelnen Gebissquadranten und den aktuellen Druck darstellen soll. Ein besonderes Merkmal ist die Bluetooth-Unterstützung der Zahnbürste, was ein simples Koppeln mit dem Smartphone ermöglicht. Oral-B liefert zudem eine separate App, welche Informationen über die eigenen Putzgewohnheiten darstellt und versucht diese zu optimieren. Dabei werden Informationen zur Putzzeit, dem ausgeübten Druck und den Gebissquadranten dargestellt.

​Sehr ansprechend finden wir außerdem, dass insgesamt sechs verschiedene Aufsteckköpfe für die SmartSeries 7000 erhältlich sind. Das ermöglicht ein Putzen nach individuellen Bedürfnissen. Negativ muss man hier nur die Akkuqualität anführen, welche nach heutigen Standards wohl nicht mehr zeitgemäß ist. Nutzer geben an, dass die Zahnbürste bis zu 24 Stunden zum Laden benötigt.

Vorteile

  • ​Sehr umfangreiche Ausstattung
  • ​Besonders einsteigerfreundlich
  • ​Separate App sorgt für strategisches Putzen
  • ​Ansprechendes Display
  • ​Sechs verschiedene Aufsteckköpfe verfügbar

​Nachteile

  • ​Schlechte Akkulaufzeit
  • ​Langsames Aufladen der Akkus
    Dampfbad vorher absolut notwendig für Erfolg
  • ​Sehr hoher Preis
    Dampfbad vorher absolut notwendig für Erfolg

​Oral-B Pulsonic Slim

Oral-B Pulsonic Slim
Oral-B SmartSeries 7000
Philips Sonicare DiamondClean HX9336/25
Philips Sonicare FlexCare HX6932/34
Oral-B Pulsonic Slim in Verpackung

Die Pulsonic Slim aus dem Hause Oral-B zeigt, dass elektrische Zahnbürsten definitiv nicht teuer sein müssen und stellt das mit Abstand günstigste Produkt in unserem Ratgeber dar. Besonders ansprechend finden wir, dass hier trotzdem unsere Mindestanforderungen von zwei verschiedenen Modi erfüllt werden. Die Zahnbürste setzt auf eine Schalltechnik und kommt ohne Ersatzbürsten. Im Lieferumfang befindet sich das Handgerät, eine Ladestation und eine Aufsteckbürste.

Die Marke Oral-B hat hier versucht ein möglichst leichtes und schlankes Produkt zu entwerfen, welches am ehesten einer Handzahnbürste ähnelt. Trotz des geringen Preises wird Nutzern ein Timer von zwei Minuten geboten. Dieser summt nach dreißig Sekunden, um einen Wechsel des Gebissquadranten vorzuschlagen. Die Bürstenköpfe sollen zudem besonders auf das Entfernen von Zahnbelag und Zahnverfärbungen optimiert sein und verfügen über speziell abgerundete Borsten. Sehr ansprechend finden wir, dass die Aufsteckköpfe der Pulsonic Slim auch von dritten Herstellern erhältlich sind und so preislich deutlich attraktiver sind, als die der Konkurrenzmodelle.

Negativ müssen wir hier anführen, dass die originalen Aufsteckköpfe in nur einem Härtegrad erhältlich ist. Diese sind zudem verhältnismäßig teuer, was aber aufgrund der Verfügbarkeit von Aufsteckköpfen anderer Marken nicht weiter ins Gewicht fällt.

Vorteile

  • ​Sehr attraktiver Preis
  • ​Dem Preis entsprechend attraktive Ausstattung
  • ​Schlankes Design und Aufmachung
  • ​Optimierte Aufsteckbürsten
  • ​Aufsteckbürsten dritter Hersteller sind erhältlich

​Nachteile

  • ​Teure originale Aufsteckbürsten
  • ​Leider nur ein Härtegrad der originalen Aufsteckbürsten
    Dampfbad vorher absolut notwendig für Erfolg

​Philips Sonicare FlexCare HX6932/34

Philips Sonicare FlexCare HX6932/34

Die Sonicare Flexcare kommt in einem Doppelpack und verfügt über eine Schalltechnologie, welche den Bürstenkopf antreibt. Philips stellt bei den Produktmerkmalen vor allem den patentierten ProResults Bürstenkopf in den Mittelpunkt, welcher einen ausschlaggebenden Faktor für die Gründlichkeit der Zahnbürste darstellen soll. Die FlexCare soll damit zweimal mehr Plaque als mit einer gewöhnlichen Handzahnbürste entfernen. Außerdem verfügt das Modell über drei verschiedene Modi, welche die Nutzung der Zahnbürste an individuelle Bedürfnisse anpassen soll.

Die HX6932/34 verfügen sowohl über einen Quadrantentimer, welcher an das Wechseln des Gebissquadranten erinnert, als auch über einen normalen 2-Minuten Timer. Zudem steht die Easy-Start-Funktion Umsteigern zur Verfügung, welche sich noch nicht an eine elektrische Zahnbürste gewöhnt haben. Hier wird der Verbraucher über zwei Wochen langsam an die volle Stärke der Zahnbürste herangeführt. Das schützt vor Verletzungen und sorgt für langfristig gute Ergebnisse.

​Aus hygienischen Gründen liefert Philips mit der Sonicare FlexCare HX6932/34 ein UV-Reinigungsgerät mit aus. Dieses soll die benutzen Aufsätze mit UV-Strahlen desinfizieren und so für eine deutlich hygienischere Anwendung sorgen. Wir würden das Feature auch als größtes Alleinstellungsmerkmal der Zahnbürste ansehen. Auf der negativen Seite lässt sich erwähnen, dass die Zahnbürste zwar mit zwei Handstücken kommt, doch leider nur mit einem Ladegerät ausgeliefert wird. Sollte man ein zweites Ladegerät benötigen, muss dieses extra erworben werden.

Vorteile

  • ​Praktisches Doppelpack
  • ​Sehr umsteigerfreundlich
  • ​Besonders hygienische Anwendung durch das UV-Reinigungsgerät
  • ​ProResults Bürstenkopf soll für gute Ergebnisse sorgen
  • ​Drei verschiedene Putzmodi

​Nachteile

  • ​Nur ein Ladegerät im Lieferumfang
  • ​Recht hoher Preis
    Dampfbad vorher absolut notwendig für Erfolg

​Oral-B SmartSeries 6000

Oral-B SmartSeries 6000
Oral-B Pulsonic Slim
Oral-B SmartSeries 7000
Philips Sonicare DiamondClean HX9336/25
Philips Sonicare FlexCare HX6932/34

Die SmartSeries 6000 ist eine elektrische rotierende Zahnbürste aus dem Hause Oral-B und siedelt sich eher im Premium-Segment an. Hier handelt es sich um ein Einzelpack, welches mit vier separaten Aufsteckbürsten kommt. Insgesamt werden Nutzern fünf verschiedene Reinigungsmodi geboten, welche individuelle Ansprüche erfüllen sollen. Zudem ist eine Andruckkontrolle integriert, welche sich bei einem zu großen Druck auf die Zähne bemerkbar macht. Das schützt nicht nur das Zahnfleisch, sondern sorgt auch für eine geringere Abnutzung am Bürstenkopf.

Bei der SmartSeries 6000 handelt es sich um die weltweit erste Zahnbürste mit Bluetooth Unterstützung, womit sich das Gerät mit dem eigenen Smartphone koppeln lässt. Eine Oral-B App gibt anschließend genaue Auskünfte zum Putzverhalten des Nutzers und hilft dies mit individuellen Statistiken und Vorschlägen zu optimieren. Außerdem wird ein Display zum Darstellen des Putztimers und Drucks auf die Zähne mitgeliefert. Wir finden besonders erwähnenswert, dass insgesamt sechs verschiedene Aufsteckköpfe mit der SmartSeries 6000 kompatibel sind, was für ein individuelleres Putzerlebnis sorgt.

Negativ muss man nur erwähnen, dass hier leider keine Aufsteckköpfe dritter Hersteller verfügbar sind. Daher sind Nutzer dazu gezwungen zu den teureren originalen Aufsteckköpfen der Marke Oral-B zu greifen.

Vorteile

  • ​Technisch umfangreiche Ausstattung
  • ​Sehr simple und effektive Nutzung
  • ​Statistiken über die App verfügbar
  • ​Mitgeliefertes Display
  • ​Sechs verschiedene Aufsteckbürsten verfügbar

​Nachteile

  • ​Leider keine verfügbaren Aufsteckbürsten dritter Hersteller
  • ​Recht teure Aufsteckbürsten
    Dampfbad vorher absolut notwendig für Erfolg
  • ​Teurer Gerätepreis
    Dampfbad vorher absolut notwendig für Erfolg

​Die elektrische Zahnbürste für bessere Mundhygiene

Der Kopf einer üblichen elektrischen Zahnbürste schwingt mit bis zu 5000 Umdrehungen pro Minute, was für eine deutlich bessere Entfernung des Zahnbelags sorgt. Schallzahnbürsten schwingen nochmal deutlich intensiver und werden von vielen Verbrauchern bevorzugt. Dennoch halten einige Verbraucher treu zu den manuellen Exemplaren, welche laut Studien mit höherer Putzzeit ähnliche Ergebnisse erzielen können. Hier kommt es jedoch deutlich mehr auf die Gründlichkeit des Zähneputzens und die jeweilige Technik an. Grundsätzlich gilt: Es ist mit einer manuellen Zahnbürste deutlich einfacher bestimmte Zahnreihen zu vernachlässigen. Elektrische Zahnbürsten bieten hier jedoch keinen Freibrief an und erfordern ein ebenso sorgfältiges Zähneputzen, wie ihr manuelles Äquivalent. Zeitlich kann jedoch einiges eingespart werden, da die elektrische Variante in kürzerer Zeit mehr reinigt, als manuelle Zahnbürsten.

Die Wichtigkeit der Mundhygiene

Die Wichtigkeit des Zähneputzens wird uns schon in unserem Kindesalter von unseren Eltern beigebracht. Niemand möchte unschöne Zähne haben, denn gesunde Zähne gelten schon lange als Schönheitsideal. Viel wichtiger ist jedoch der gesundheitliche Aspekt gesunder Zähne. Viele Zahnärzte behaupten, dass die Gesundheit eines Menschen im Mund beginnt, denn Entzündungen im Mundraum können erwiesenermaßen Einfluss auf den gesamten Körper haben. Führende Zahnmediziner gehen sogar so weit und behaupten, dass ein Großteil aller körperlicher Krankheiten ihren Ursprung im Mundraum des Erkrankten finden. Ein wirklich großes gesundheitliches Risiko als Folge schlechter Mundhygiene ist das Erkranken an Diabetes. Durch Monozyten (Abwehrkörper) im Blut kann der Körper häufig Probleme beim Abbau von Blutzucker bekommen. Viele Menschen die an chronischer Parodontitis erkrankt sind haben daher zusätzlich Probleme mit hohem Blutzucker, welche sich im schlimmsten Fall in einer Diabetes enden können.  Eine Reihe von Studien beweisen auch Zusammenhänge zwischen Herzproblemen und chronischen Entzündungen im Mundraum. Hier wurde ein bis zu 200% höheres Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden festgestellt. Die Universität Heidelberg kam in Studien bezogen auf den Zusammenhang zwischen mangelnder Zahnhygiene und Schlaganfällen auf ein bis zu 400% höheres Risiko, wenn die Betroffenen an chronischer Parodontitis erkrankt sind. Der Wissenschaftler Dr. Armin Grau belegte dies schon 1997, was erschreckend ist, da heute noch sehr viele Menschen nicht genügend Zeit in ihre Zahnhygiene investieren. Zudem steht Parodontitis im Verdacht eine Reihe weiterer physischer Erkrankungen auszulösen. Das ist unserer Meinung nach Grund genug die Zähne mit äußerster Sorgfalt zu putzen.

Ist eine elektrische Zahnbürste wirklich das Mittel der Wahl?

Egal ob elektrisch oder manuell, am wichtigsten ist beim Zähneputzen immer noch die investierte Zeit. Da die elektrische Zahnbürste mit schnellen Bürstenkopfbewegungen dem Anwender die Arbeit abnimmt, spart dieser beim Putzen häufig Zeit und erzielt ein am Ende besseres Ergebnis. Studien beweisen jedoch ebenfalls, dass man mit Handzahnbürsten ein ebenso gutes Ergebnis erzielen kann, wenn man sich genügend Zeit nimmt. Dabei sollten sich Verbraucher jedem einzelnen Zahn widmen und den Mund systematisch „abarbeiten“. Die Universität Greifswald hat in diesen Ratgeber einen Überblick über das Putzen mit einer normalen Handzahnbürste bereitgestellt. Das Wissenschaftlernetzwerk Cochrane hat jedoch bewiesen, dass elektrische Zahnbürsten ihren manuellen Konkurrenten statistisch überlegen sind und vor allem Plaque etwas besser beseitigen können. Zu viel Plaque wird als Grund für die meisten Krankheiten im Mundraum angesehen und sollte daher besonders gründlich entfernt werden. Ob Verbraucher dies mit einer elektrischen Zahnbürste erledigen oder etwas mehr Zeit investieren und auf die manuelle Version setzen, bleibt jedem selbst überlassen.

Was macht eine gute elektrische Zahnbürste aus?

Heutzutage bieten elektrische Zahnbürsten oft eine Vielzahl an Features, die von vielen Verbrauchern häufig als relativ unnötig wahrgenommen werden. Was ein Anwender am Ende benötigt und auf welche Features er verzichten kann, muss vor dem Kauf klar definiert werden. Grundsätzlich gilt, dass sich gute und günstige Modelle schon ab 25€ erwerben lassen. Diese kommen dann meist mit keinerlei Extras, sollten ihre Grundaufgabe jedoch gut erfüllen können. Eine versteckte Kostenfalle sind die häufig überteuerten Ersatzbürsten, welche sich häufig nicht von dritten Anbietern erwerben lassen. Wirklich teure Modelle haben häufig integrierte Timer, welche auf die Gebissquadranten abgestimmt sind und mit Vibrationen einen empfohlenen Wechsel bemerkbar machen. Andere Features sind Drucksensoren oder Displays zum Anzeigen der Putzzeit. Einige Modelle bieten inzwischen eine Bluetooth Funktion und lassen sich so an das eigene Smartphone koppeln, worauf Statistiken zum eigenen Putzverhalten angezeigt werden. Diese Informationen sollen helfen das Zähneputzen möglichst effektiv zu gestalten und eventuelle Fehler zu beheben. Verschiedene Reinigungsmodi machen teure Modelle aus und sollen die Effizienz dieser erhöhen. Häufig kommen die hochpreisigen Varianten mit einer Vielzahl verschiedener Modi, welche bspw. auf ein besonders gründliches oder schonendes Putzen ausgelegt sind.

Wir empfehlen grundsätzlich ein Modell mit mindestens einem Modus für besonders empfindliche Zähne und einen normalen Modus zu wählen. So schließt man Verletzungen des Zahnfleischs aus, wenn man feststellen muss, dass sich das eigene Zahnfleisch noch nicht an die neue Belastung gewöhnt hat. Verletzungen durch elektrische Zahnbürsten kommen jedoch eher selten vor und entstehen meist bei Verbrauchern mit vorherigen Zahnfleischerkrankungen. Hier kann ein besonders schonender Modus wahre Wunder bewirken und das Zahnfleisch bei gleichbleibenden Ergebnissen deutlich weniger reizen. Ebenfalls sollten Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch darauf achten, dass sie ein Produkt mit Bürstenköpfen in verschiedenen Härtegraden wählen. So kann ein zu harter Bürstenkopf immer gegen einen weicheren ausgetauscht werden. Sollte die Zahnbürste diese Möglichkeit nicht mitbringen und nur eine Sorte von Bürstenköpfen anbieten, muss in Erwägung gezogen werden, die Zahnbürste eventuell umzutauschen, wenn sich der Mundraum nicht an die Borsten gewöhnen kann. Viele Hersteller bieten nur einen Härtegrad an originalen Bürstenköpfen an, haben jedoch keine Patente auf ihre Aufsteckköpfe. Das sorgt dafür, dass in der Regel eine Vielzahl an verschiedenen Aufsteckköpfen dritter Hersteller auf dem Markt erhältlich sind, welche häufig bessere Eigenschaften bieten als die originalen Aufsteckköpfe.

​Nachteile elektrischer Zahnbürsten

Häufig sind Verbraucher mit manuellen Zahnbürsten skeptisch gegenüber elektrischen Modellen, da diese den Ruf haben das Zahnfleisch besonders stark zu reizen. Dies ist tatsächlich ein für viele Verbraucher existierendes Problem. Häufig verletzen sich Menschen mit vorher bestehenden Zahnfleischerkrankungen beim Zähneputzen, wenn diese nicht vorsichtig genug putzen. Ein falsches Putzen ist zudem Grund für viele Verletzungen im Mundraum. Modelle mit nur einem Modus machen es nicht wirklich einfacher, hier können sensible Stellen nicht schonend genug gereinigt werden. Das führt zu Irritationen und kann die Entstehung von Zahnfleischentzündungen fördern.

Die Lautstärke vieler Modelle ist immer noch deutlich zu hoch und sorgt dafür, dass eine Anwendung in der Nacht unangenehm wird. Hier sind teurere Modelle meist deutlich angenehmer und fallen nicht allzu sehr durch ihre Lautstärke auf. Viele Verbraucher empfinden die Vibrationen einer elektrischen Zahnbürste als unangenehm und präferieren daher das manuelle Modell. Dies ist natürlich jedem selbst überlassen und sollte vor einem eventuellen Kauf genau definiert werden.

Einer der größten Kritikpunkte ist ganz klar der Preis. Hier schlagen sowohl die Anschaffungskosten, als auch die Folgekosten ins Gewicht. Außerdem ist Vorsicht geboten: Viele Hersteller locken mit günstigen Preisen der Handgeräte und versuchen ihren Profit dann über Aufsteckbürsten zu erzielen. Diese sind dann meistens mit patentierten Verbindungssystemen versehen, was andere Markteilnehmer ausschließt. Daher empfehlen wir sich vorher einen genauen Überblick über die Anschaffungs- und Folgekosten der Zahnbürste zu verschaffen, um später keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.

Wie putze ich am besten?

Das Putzen mit einer elektrischen Zahnbürsten sollte gelernt sein. Hier muss man sich aber keine unnötigen Gedanken machen, denn der eigentliche Prozess ist sehr simpel und ähnelt dem Putzen mit einer Handzahnbürste. Fehler beginnen meist schon beim Auftragen der Zahnpaste. Viele Verbraucher agieren hier nach der Prämisse „viel hilft viel“ und verwenden deutlich zu viel Zahnpaste. In der Regel genügt ein erbsengroßer Klecks, welcher auf die Borsten aufgetragen wird und dann an die Zähne angesetzt wird. Einige Nutzer machen den Fehler, dass sie die Zahnbürste vor dem Ansetzen an die Zähne anschalten, was in großen Sauereien enden kann.

 Häufig erwerben Verbraucher eine elektrische Zahnbürste und vermuten dann, dass sie weniger Zeit und Aufwand in das Zähneputzen investieren müssen. Dies ist natürlich grober Unfug, denn nur wer richtig putzt wird auch gute Ergebnisse erzielen. Es empfiehlt sich von Zahn zu Zahn zu wandern und dabei jeden Zahn einzeln zu reinigen. Dabei werden keine Kreisbewegungen benötigt, was häufig vergessen wird. Ebenfalls sollten die Zahnzwischenräume nicht ausgelassen werden, da sich hier sehr gerne Bakterien und Plaque ausbreiten. Den richtigen Druck beim Putzen mit elektrischen Zahnbürsten zu finden ist das A und O. Zu viel Druck ist nicht nur schlecht für das Zahnfleisch, sondern beschädigt auch den Bürstenkopf. Grundsätzlich gilt, dass eine elektrische Zahnbürste nur aufgelegt werden muss und mit so wenig Druck wie möglich die besten Ergebnisse erzielt.

​Unser Urteil: Das ist die beste elektrische Zahnbürste

Im Großen und Ganzen steht der Sieger unseres Vergleichs fest. Die unserer Meinung nach beste elektrische Zahnbürste ist die Philips Sonicare DiamondClean HX9336/25, welche ohne Zweifel das kompletteste Gesamtpaket mit sich bringt. Die Ausstattungsmerkmale sind besonders umfangreich und richtigen sich vor allem an Umsteiger. Einzig die fehlende App ist hier negativ einzustufen. Diese wird von den Oral-B SmartSeries Modellen 6000 und 7000 geboten, welche jedoch mit einem schlechteren Akku negativ auffallen. Sollten Verbraucher also nicht auf eine App verzichten wollen, müssen sie jedoch mit einem etwas schlechteren Akku auskommen.

Sale
Philips Sonicare DiamondClean Elektrische...
1.259 Reviews

Für besonders preisbewusste Interessenten bietet sich die Oral-B Pulsonic Slim an, welche auch das mit Abstand beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Hier werden trotz des günstigen Preises zwei Modi geboten, die für eine besonders sensible, sowie ergebnisorientierte Reinigung sorgen sollen. Zudem gefällt uns, dass man mit dem Erwerb von Aufsteckköpfen anderer Hersteller Geld sparen kann.

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Oral-B Schallzahnbürste, weiß
2.632 Reviews

Die Philips Sonicare FlexCare HX6932/34 stellt ebenfalls ein gutes Produkt dar. Wir müssen dieses jedoch leider als Verlierer unseres Vergleiches einstufen, da die anderen Produkte entweder bezogen auf die Ausstattung oder bezogen auf das Preis-Leistungs-Verhältnis überlegen sind. Dennoch sind wir der Meinung, dass Interessenten auch hier problemlos einen Kauf in Erwägung ziehen können.


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